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(Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils)
 
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Die folgenden Bilder zeigen die Herstellung und Einweihung eines riesigen ''shimenawa'', das hier dazu dient, eine ein·drucks·volle Formation von Felsriffen als sa·kralen Ort zu kenn·zeichnen. Die Felsen gehören zur Schreininsel {{g|houjoukashima}} in der Präfektur Ehime, Shikoku. Ähnliche Zeremonien gibt es auch in anderen Teilen Japans.
 
Die folgenden Bilder zeigen die Herstellung und Einweihung eines riesigen ''shimenawa'', das hier dazu dient, eine ein·drucks·volle Formation von Felsriffen als sa·kralen Ort zu kenn·zeichnen. Die Felsen gehören zur Schreininsel {{g|houjoukashima}} in der Präfektur Ehime, Shikoku. Ähnliche Zeremonien gibt es auch in anderen Teilen Japans.
 
   
 
   
Die Zeremonie findet jährlich Ende April oder Anfang Mai statt. Sie führt ihre Tradition auf Kōno Michinobu (–1223), einen Feldherrn des {{glossar:Genpeigassen|Genpei}}-Krieges zurück. Dieser soll durch die Her·stellung des Riesen·seils einen [[Drachengott]], dessen Wohnort man auf der Schreininsel wähnte, um eine ruhige See gebeten haben. Die Insel befindet sich nahe einer ehemals strategisch wichtigen Meerenge der japanischen Inlandssee zwischen Honshū und Shikoku.
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Die Zeremonie findet jährlich Ende April oder Anfang Mai statt. Sie führt ihre Tradition auf Kōno Michinobu (–1223), einen Feldherrn des {{glossar:Genpeigassen|Genpei}}-Krieges zurück. Dieser soll durch die Her·stellung des Riesen·seils einen [[Mythen/Imaginaere Tiere|Drachengott]], dessen Wohnort man auf der Schreininsel wähnte, um eine ruhige See gebeten haben. Die Insel befindet sich nahe einer ehemals strategisch wichtigen Meerenge der japanischen Inlandssee zwischen Honshū und Shikoku.
  
 
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Aktuelle Version vom 1. Februar 2019, 15:09 Uhr

Shimenawa Grenzmarkierungen der Götter
Shimenawa des Miyajidake Schreins.
Schreinhalle (Holz); Miyajidake Jinja, Kitakyūshū, Fukuoka-ken.

Shimenawa von diesen Ausmaßen findet man vor allem in Shimane-ken, in der Gegend des Izumo Schreins, doch auch der Miyajidake Schrein in Kyūshū teilt diese Tradition. Das Seil aus Reisstroh wird alle drei Jahre erneuert. Es ist 13,5 Meter lang, hat einen Durchmesser von 2,5 Metern und wiegt 5 Tonnen (Miyajidake Jinja). Ähnliche Dimensionen hat auch das shimenawa des Großschreins von Izumo (beide Schreine behaupten, im Besitz des größten zu sein).

. 1 Riesen-shimenawa in Kyūshū

Götterseile (shimenawashimenawa 注連縄 shintōistisches „Götter-Seil“; geschlagene Taue aus Reisstroh. KamidanaPhalluskulteOpfergabenBekannte SchreineIse Izumo... mehr) findet man häufig an toriitorii 鳥居 Torii, Schreintor; wtl. „Vogelsitz“ PhalluskulteOpfergabenBautenBekannte SchreineFushimi... mehr oder an Schrein­gebäuden, sie werden aber auch verwendet, um ein­drucks­volle natürliche Objekte, vor­nehmlich Bäume oder Felsen, als „heilige“, mit einer spirituellen Aura versehene Orte zu kenn­zeichnen. Eine ganz ähnliche Symbolik besitzen auch die Zick­zack-Streifen aus weißem Papier (shideshide 四手 Papierstreifen in Zickzackform, rituelles Emblem des Shintō Schreine), die oft in die Götter­seile mit eingeflochten sind.

Shimenawa werden zumeist aus Reis­stroh her­ge­stellt und üb­li­cher­weise jährlich erneuert. Sie sind damit auch ein Sinnbild für Kontinuität und Erneuerung im land­wirt­schaft­lichen Produk­tions­pro­zess.

Shimenawa an Gebäuden

Riesen-Götterseil, Izumo.
Götterseil, shimenawa (Reisstroh). 1980er Jahre; Izumo Schrein, (Nebengebäude), Shimane-ken
Bild © Nanzan Institute for Religion and Culture, Ian Reader. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Das möglicherweise größte shimenawa Japans befindet sich im Izumo Taisha.

. 2 Riesen-shimenawa in Izumo
Shimenawa.
Götterseil (Reisstroh); privates Wohnhaus in Shikoku
Bild © NanKuruNaiSa, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Shimenawa als Neujahrsschmuck

. 3 Neujahrsschmuck mit Shimenawa
Shimenawa mit Zickzackpapier.
Götterseil (Stroh).

Eher dünnes Seil (shimenawa) mit prächtigem Zickzackpapier (shide) an einem Schreingebäude.

. 4 Shimenawa mit Papierschmuck
Shimenawa.
Götterseil (Reisstroh)
Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Ein shimenawa eines Schreins in Hokkaidō

. 5 Shimenawa in Hokkaidō

Shimenawa an heiligen Bäumen

Heiliger Ginkgo-Baum.
Götterbaum, shinboku; Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © czarcats, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Vor diesem Baum wurde der unglückliche Shōgun Minamoto no Sanetomo (1192–1219) Opfer eines Mordanschlags. Der Mörder, sein eigener Neffe Kugyō (1200–1219), soll dem Shōgun im Schutz dieses Baumes aufgelauert haben. Ob der Baum damals allerdings schon groß genug dafür war, ist zweifelhaft. Im März 2010 fiel der Baum, welcher ein shimenawa trug und eines der Wahrzeichen von Kamakura darstellte, einem Taifun zum Opfer.

. 6 Ginkgo Baum, Kamakura
Vermählte Kampferbäume (meoto kusunoki).
Götterbaum, shinboku; Kumano Sanso Ōmiwa Jinja, Halbinsel Kii, Präfektur Wakayama
Bildquelle: 663highland, Wikimedia Commons, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Durch shimenawa vermählte Kampferbäume.

. 7 „Vermählte“ Kampferbäume
Heiliger Kampferbaum.
Götterbaum, shinboku; Atsuta Schrein, Nagoya
Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Heiliger Kampferbaum mit shimenawa.

. 8 Heiliger Baum, Atsuta Schreins
Heilige Zeder mit Götterseil.
Götterbaum, shinboku; Yuki Jinja, Kurama-san, Kyōto
Bild © Bernhard Scheid, 2013.

Heilige Zeder mit shimenawa des Yuki Jinja, welche sich in der Anlage des Kurama-dera befindet, eines buddhistischen Temples im Norden Kyōtos. Von hier wacht eine alte Statue des Bishamon-ten über die ehemalige Hauptstadt.

. 9 Zeder (sugi), Kurama-dera

Chinowa, ringförmige Seile

Zu bestimmten jah­res­zeit­lichen Rei­ni­gungs­ze­re­monien (haraeharae Purifikation, Weihezeremonie, Exorzismus FamilieSchreinpriesterShinto) — meist am Ende des Sechsten Monats, manchmal aber auch am Ende des Zwölften Monats, also zum Jahreswechsel — errichten viele Schreine im­pro­vi­sierte, ring­förmige Gebilde aus einer Art Schilfgras (chigaya oder susuki) namens chinowachinowa 茅の輪 wtl. Ring aus Schilfgras; Schilfgraskranz zur rituellen Reinigung (Schilfgraskranz). Ganz of­fen­sichtlich handelt es sich dabei um enge Ver­wand­te bzw. Varianten der shimenawa.

Chinowa sind dazu da rituell durchschritten oder „durchschlüpft“ zu werden. Zu diesem Zweck werden sie in torii ein­ge­passt oder vor der Haup­thalle eines Schreins mit Hilfe von Bambusgestellen auf­gestellt. Das mehrmalige Durch­schlüpfen der Ringe (chinowa kugurichinowa kuguri 茅の輪くぐり Ritual, bei welchem man mehrmals durch einen Schilfgraskranz steigt, um Körper und Seele von Unreinheit und Krankheit zu befreien; wtl. Durchschreiten des Schilfgraskranzes ) soll rituelle Verschmutzungen entfernen und vor Krankheiten schützen. Die Praxis führt sich auf eine mythologische Erzählung zurück, laut der SusanooSusanoo 須佐之男 mytholog. Gottheit; Trickster-Gott, Sturmgott, Mondgott MatsuriItsukushimaOkuninushiOpfer... mehr einst solche Schilfgraskränze an die Familie des armen Shomin Sōrai verteilte, welcher den Gott gastlich auf­ge­nom­men hatte. Der reiche Bruder und seine Familie, die Susanoo ab­ge­wiesen hatten und keine Schilf­kränze trugen, wurden von einer Epi­demie hin­weg­gerafft.1

Schilfring (chinowa).
Ringförmiger Durchgang, torii (Schilf); Hiko-san Jingū, Kyūshū
Bild © Yamahiko (Blog), 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Das ringförmige Seil (chinowa) dient zur Purifikation (harae) und zur Abwehr von Krankheiten. Die kleinen Figuren am Scheitelpunkt des Seils sind sogenannte katashiro. Sie dienen als eine Art Sündenbock, um die Verunreinigungen der Teilnehmer an einem Purifikationsritus in sich aufzunehmen. Solche Figuren werden am Ende einer Reinigungszeremonie im Wasser ausgesetzt.

. 10 Chinowa, Hikosan Schrein
Durchschreiten des Schilfgrasrings (chinowa kuguri).
Schreinzeremonie; Suwa Taisha, Nagano-ken
Bildquelle: Sakai Misato, (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Priester des Suwa Schreins beim Durchschreiten des Schilfgraskranzes (chinowa kuguri), dem zentralen Element der sommerlichen Reinigungszeremonie nagoshi no ōharae.

. 11 Chinowa kuguri, Suwa Schrein

Shimenawa im Sumō

Futabayama Sadaji.
Portraitphoto. Um 1940
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Portrait des Sumō-Ringers Futabayama Sadaji (1912–1968), 35. Großmeister (Yokozuna) des modernen Sumō, mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna).

. 12 yokozuna

Shimenawa und shide spielen auch in der Symbol­sprache des SumōSumō 相撲 japanischer Ringkampf -Sports eine große Rolle. Der Sumō-Ring wird von einer Art shimenawa umschlossen. Am Beginn und Ende eines Wett­kampfs treten die Ringer in besonders prächtigen Schürzen auf. Die rang­höchsten Ringer, Yokozuna, tragen zusätzlich auch shimenawa. Yokozunayokozuna 注連縄 „Querseil“, zeremonielles Seil im Sumō; höchster Sumō-Rang kann auch als „Querseil“ übersetzt werden und bezeichnet eben jenes shimenawa, das die Meister dieses Ranges bei ze­re­moniellen Anlässen tragen dürfen. Das Seil wird als Sitz einer Gottheit angesehen.

Yokuzuna Hakuhō.
Portraitphoto. Jänner 1912
Bildquelle: FourTildes, Wikimedia Commons, 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Sumō-Ringer Hakuhō mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna) bei der Eröffnung (dōhyō-iri) eines Wettkampfs.

. 13 Yokozuna bei ritueller Eröffnung eines Sumō Wettkampfes

Shimenawa in regionalen Riten

Vermählte Felsen (meoto iwa).
Felsformation; in der Bucht von Ise, Futami Okitama Schrein, Mie-ken
Bildquelle: Bernhard Scheid, 2013.

Ein „männlicher“ und ein „weiblicher“ Felsen (meoto-iwa) sind hier durch ein Götterseil (shimenawa) ehelich verbunden. Die Felsen gehören zum Futami Okitama Jinja, der sich in der Gegend der Schreinanlage von Ise befindet. Abgesehen von diesem lohnenden Fotomotiv hat der Schrein nicht allzu viel zu bieten, auch sind die Felsen bei direkter Besichtigung überraschend klein. Dennoch handelt es sich um eine seit der Edo-Zeit berühmte Sehenswürdigkeit in Ise.

. 14 Vermählte Felsen
Feldgottheit (ta no kan-san).
Statue (Stein).

Ungewöhnliche Darstellung einer Feldgottheit mit shimenawa.

. 15 Feldgottheit, Kyūshū
Fruchtbarkeitsritus (hōnen matsuri).
Götterseil, shimenawa; Präfektur Nara
Bild © VikingSlav, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

In diesem Fruchtbarkeitsritus (hōnen matsuri) werden die menschlichen Geschlechtsorgane durch shimenawa dargestellt. In der Szene auf dem Bild ist es gerade zur Vereinigung von Mann und Frau gekommen.

. 16 Phallische Skulptur aus shimenawa

Shimenawa stehen nicht selten mit Fruchtbarkeitsriten in Verbindung. Sie symbolisieren dabei die Bande, die Mann und Frau an einander binden, also die Sexualität, die in der Landwirtschaft mit der Fruchtbarkeit des Bodens in Zusammenhang gebracht wird. Diese Symbolik scheint auch den berühmten „vermählten Felsen“ (meoto-iwameoto-iwa 夫婦岩 wtl. Mann-Frau Felsen, auch „vermählte Felsen“; Felsformationen im Meer oder in den Bergen, die als Liebespaar interpretiert und um eheliche Harmonie, Kindersegen, aber auch um sichere Seefahrt, etc. angebetet werden; auch fūfu-iwa, meoto-ishi, u.ä. ) des Futami Okitama SchreinsFutami Okitama Jinja 二見興玉神社 Schrein in der Bucht von Ise, nahe dem Ise Jingū, v.a. für seine pittoresken „vermählten Felsen“ (meoto-iwa) bekannt in der Bucht von Ise zugrunde zu liegen.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Die folgenden Bilder zeigen die Herstellung und Einweihung eines riesigen shimenawa, das hier dazu dient, eine ein­drucks­volle Formation von Felsriffen als sa­kralen Ort zu kenn­zeichnen. Die Felsen gehören zur Schreininsel Hōjō KashimaHōjō Kashima 北条鹿島 Schreininsel vor dem Hafen Hōjō in Ehime-ken, Shikoku; westlich der Insel befinden sich pittoreske Felsformationen, die jedes Jahr mit einem 45m langen shimenawa geschmückt werden in der Präfektur Ehime, Shikoku. Ähnliche Zeremonien gibt es auch in anderen Teilen Japans.

Die Zeremonie findet jährlich Ende April oder Anfang Mai statt. Sie führt ihre Tradition auf Kōno Michinobu (–1223), einen Feldherrn des GenpeiGenpei Gassen 源平合戦 Krieg zwischen den Minamoto (Gen) und den Taira (Hei, bzw. Pei), 1180–1185 HachimanItsukushimaTempeltoreDaibutsu Statuen... mehr-Krieges zurück. Dieser soll durch die Her­stellung des Riesen­seils einen Drachengott, dessen Wohnort man auf der Schreininsel wähnte, um eine ruhige See gebeten haben. Die Insel befindet sich nahe einer ehemals strategisch wichtigen Meerenge der japanischen Inlandssee zwischen Honshū und Shikoku.

Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © setouchi-matsuyama.com, 2013. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © setouchi-matsuyama.com. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Jahr für Jahr wird in der kleinen Stadt ein 45 Meter langes Götterseil hergestellt.
Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © setouchi-matsuyama.com. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Zwischen die Schnüre aus Reisstroh werden auch Zettel mit Bitten an die Gott­heit des lokalen Kashima Schreins eingeflochten.
Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © setouchi-matsuyama.com. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © setouchi-matsuyama.com. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Die örtliche Feuerwehr spielt bei diesem Event die Hauptrolle.
Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © setouchi-matsuyama.com. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © setouchi-matsuyama.com. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Nach der Fertigstellung wird das Seil per Schiff an zur Insel des Kashima Schreins gebracht.
Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © Hōjō-chiku machzukuri kyōgikai, 2013. (Letzter Zugriff: 2015/11/7).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Hier wird das Seil in einer kurzen Zeremonie durch einen Shintō-Priester geweiht.
Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © setouchi-matsuyama.com. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2013; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © setouchi-matsuyama.com. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Danach wird Seil wird auf einem Felsriff unweit der Schreininsel installiert. Ein weiterer Job für die Feuer­wehr.
Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2015; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © Yukuhiro, Blog, 2015. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2015/5/4; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © Yukuhiro, Blog, 2015. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Ein torii und ein Mini­schrein auf dem Riff dienen zusätzlich zur Kenn­zeich­nung des sakralen Ortes.
Hōjo Kashima Matsuri.
Schreinzeremonie. 2015; Hōjō Kashima Schrein, Matsuyama-shi, Ehime-ken
Bild © Yukuhiro, Blog, 2015. (Letzter Zugriff: 2015/11/7).

Herstellung eines Riesen-shimenawa.

Die fertige Installation.

Die Felsen, die hier im Mittelpunkt der zeremoniellen Aufmerksamkeit stehen, erinnern nicht von ungefähr an die oben erwähnten „vermählten“ Felsen des Okitama Futami Schreins in der Bucht von Ise. Daher ist diese Formation auch als Iyo Futami, das Futami von Iyo (= Präfektur Ehime), bekannt. Dies lässt vermuten, dass auch in diesem Fall der Verbindung der beiden Felsen eine sexuelle — bzw. auf glücksbringende Fruchtbarkeit hin ausgerichtete — Symbolik innewohnt.

Verweise

Verwandte Themen

Fußnoten

  1. Die Erzählung findet sich erstmals im Shaku Nihongi, einem Werk aus dem drei­zehnten Jahr­hundert, und wird dort der Pro­vinz­chronik von Bingo (Bingo fudoki) zugeschrieben.

Bilderläuterungen

  1. Shimenawa kyushu.jpg
    Shimenawa des Miyajidake Schreins.
    Schreinhalle (Holz); Miyajidake Jinja, Kitakyūshū, Fukuoka-ken.

    Shimenawa von diesen Ausmaßen findet man vor allem in Shimane-ken, in der Gegend des Izumo Schreins, doch auch der Miyajidake Schrein in Kyūshū teilt diese Tradition. Das Seil aus Reisstroh wird alle drei Jahre erneuert. Es ist 13,5 Meter lang, hat einen Durchmesser von 2,5 Metern und wiegt 5 Tonnen (Miyajidake Jinja). Ähnliche Dimensionen hat auch das shimenawa des Großschreins von Izumo (beide Schreine behaupten, im Besitz des größten zu sein).

  2. Shimenawa izumo.jpg
    Riesen-Götterseil, Izumo.
    Götterseil, shimenawa (Reisstroh). 1980er Jahre; Izumo Schrein, (Nebengebäude), Shimane-ken
    Bild © Nanzan Institute for Religion and Culture, Ian Reader. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Das möglicherweise größte shimenawa Japans befindet sich im Izumo Taisha.

  3. Shimekazari.jpg
    Shimenawa.
    Götterseil (Reisstroh); privates Wohnhaus in Shikoku
    Bild © NanKuruNaiSa, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Shimenawa als Neujahrsschmuck

  4. Shimenawa gohei.jpg
    Shimenawa mit Zickzackpapier.
    Götterseil (Stroh).

    Eher dünnes Seil (shimenawa) mit prächtigem Zickzackpapier (shide) an einem Schreingebäude.

  5. Shimenawa hokkaido.jpg
    Shimenawa.
    Götterseil (Reisstroh)
    Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7).

    Ein shimenawa eines Schreins in Hokkaidō

  6. Shinboku tsurugaoka.jpg
    Heiliger Ginkgo-Baum.
    Götterbaum, shinboku; Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
    Bild © czarcats, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Vor diesem Baum wurde der unglückliche Shōgun Minamoto no Sanetomo (1192–1219) Opfer eines Mordanschlags. Der Mörder, sein eigener Neffe Kugyō (1200–1219), soll dem Shōgun im Schutz dieses Baumes aufgelauert haben. Ob der Baum damals allerdings schon groß genug dafür war, ist zweifelhaft. Im März 2010 fiel der Baum, welcher ein shimenawa trug und eines der Wahrzeichen von Kamakura darstellte, einem Taifun zum Opfer.

  7. Kusunoki kumano.jpg
    Vermählte Kampferbäume (meoto kusunoki).
    Götterbaum, shinboku; Kumano Sanso Ōmiwa Jinja, Halbinsel Kii, Präfektur Wakayama
    Bildquelle: 663highland, Wikimedia Commons, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Durch shimenawa vermählte Kampferbäume.

  8. Shinboku atsuta.jpg
    Heiliger Kampferbaum.
    Götterbaum, shinboku; Atsuta Schrein, Nagoya
    Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Heiliger Kampferbaum mit shimenawa.

  9. Shinboku kurama.jpg
    Heilige Zeder mit Götterseil.
    Götterbaum, shinboku; Yuki Jinja, Kurama-san, Kyōto
    Bild © Bernhard Scheid, 2013.

    Heilige Zeder mit shimenawa des Yuki Jinja, welche sich in der Anlage des Kurama-dera befindet, eines buddhistischen Temples im Norden Kyōtos. Von hier wacht eine alte Statue des Bishamon-ten über die ehemalige Hauptstadt.

  10. Chinowa hikosan.jpg
    Schilfring (chinowa).
    Ringförmiger Durchgang, torii (Schilf); Hiko-san Jingū, Kyūshū
    Bild © Yamahiko (Blog), 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Das ringförmige Seil (chinowa) dient zur Purifikation (harae) und zur Abwehr von Krankheiten. Die kleinen Figuren am Scheitelpunkt des Seils sind sogenannte katashiro. Sie dienen als eine Art Sündenbock, um die Verunreinigungen der Teilnehmer an einem Purifikationsritus in sich aufzunehmen. Solche Figuren werden am Ende einer Reinigungszeremonie im Wasser ausgesetzt.

  11. Nagoshi suwa.jpg
    Durchschreiten des Schilfgrasrings (chinowa kuguri).
    Schreinzeremonie; Suwa Taisha, Nagano-ken
    Bildquelle: Sakai Misato, (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Priester des Suwa Schreins beim Durchschreiten des Schilfgraskranzes (chinowa kuguri), dem zentralen Element der sommerlichen Reinigungszeremonie nagoshi no ōharae.

  12. Yokozuna.jpg
    Futabayama Sadaji.
    Portraitphoto. Um 1940
    Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Portrait des Sumō-Ringers Futabayama Sadaji (1912–1968), 35. Großmeister (Yokozuna) des modernen Sumō, mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna).

  13. Yokozuna hakuho.jpg
    Yokuzuna Hakuhō.
    Portraitphoto. Jänner 1912
    Bildquelle: FourTildes, Wikimedia Commons, 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Sumō-Ringer Hakuhō mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna) bei der Eröffnung (dōhyō-iri) eines Wettkampfs.

  14. Meotoiwa.jpg
    Vermählte Felsen (meoto iwa).
    Felsformation; in der Bucht von Ise, Futami Okitama Schrein, Mie-ken
    Bildquelle: Bernhard Scheid, 2013.

    Ein „männlicher“ und ein „weiblicher“ Felsen (meoto-iwa) sind hier durch ein Götterseil (shimenawa) ehelich verbunden. Die Felsen gehören zum Futami Okitama Jinja, der sich in der Gegend der Schreinanlage von Ise befindet. Abgesehen von diesem lohnenden Fotomotiv hat der Schrein nicht allzu viel zu bieten, auch sind die Felsen bei direkter Besichtigung überraschend klein. Dennoch handelt es sich um eine seit der Edo-Zeit berühmte Sehenswürdigkeit in Ise.

  15. Reisgott kyushu.jpg
    Feldgottheit (ta no kan-san).
    Statue (Stein).

    Ungewöhnliche Darstellung einer Feldgottheit mit shimenawa.

  16. Fertility festival.jpg
    Fruchtbarkeitsritus (hōnen matsuri).
    Götterseil, shimenawa; Präfektur Nara
    Bild © VikingSlav, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    In diesem Fruchtbarkeitsritus (hōnen matsuri) werden die menschlichen Geschlechtsorgane durch shimenawa dargestellt. In der Szene auf dem Bild ist es gerade zur Vereinigung von Mann und Frau gekommen.

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Shimenawa Grenzmarkierungen der Götter.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 1.2.2019). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Bauten/Schreine/Shimenawa?oldid=72136