Geschichte/Bakumatsu: Unterschied zwischen den Versionen

Wechseln zu: Navigation, Suche
(Späte Mito Schule)
Zeile 64: Zeile 64:
 
=== Späte Mito Schule ===
 
=== Späte Mito Schule ===
  
 +
{{floatright| rh=320| style=jumpright
 +
|Aisawa_seishisai.jpg
 +
|Aizawa Seishisai
 +
| ref=1
 +
}}
 
Die Späte Mito Schule hatte, im Gegensatz zur Hirata Schule, einen definitiven regionalen Kern in Mito, der Hauptstadt des Damyats Mito. Seit {{glossar: Tokugawamitsukuni}} widmete sich die Gelehrtentradition in Mito vornehmlich dem gigantischen Geschichtswerk {{glossar: dainihonshi}}. Doch auch in Mito kam es unter dem oben erwähnten Tokugawa Nariaki, einem Nachfahren des Mitsukuni, zu einer starken Politisierung. Der Mito-Gelehrte {{glossar:Aizawaseishisai}} trug durch seine „Neuen Thesen“ (''Shinron'', 1825) zur Verbreitung des Slogans {{glossar: sonnoujoui}} („Ehrt den Kaiser, vertreibt die Barbaren!“) bei, der besonders nach 1853/54 (Perry) in ganz Japan widerhallte. Während die daran zum Ausdruck gebrachte, radikal fremdenfeindliche Haltung nach der Meiji-Restauration (1868) rasch in den Hintergrund trat, erfuhr ein weiterer, von Aizawa popularisierter Terminus umso mehr Aktualität, nämlich {{glossar: kokutai}} (wtl. „Landes-Körper“). Damit war im Wesentlichen die spezifische, angeblich unvergängliche Position des Tennō in der japanischen Geschichte und Kultur gemeint, doch erhielt der Terminus im Kontext des modernen Nationalismus verschiedene ideologische Schattierungen.  
 
Die Späte Mito Schule hatte, im Gegensatz zur Hirata Schule, einen definitiven regionalen Kern in Mito, der Hauptstadt des Damyats Mito. Seit {{glossar: Tokugawamitsukuni}} widmete sich die Gelehrtentradition in Mito vornehmlich dem gigantischen Geschichtswerk {{glossar: dainihonshi}}. Doch auch in Mito kam es unter dem oben erwähnten Tokugawa Nariaki, einem Nachfahren des Mitsukuni, zu einer starken Politisierung. Der Mito-Gelehrte {{glossar:Aizawaseishisai}} trug durch seine „Neuen Thesen“ (''Shinron'', 1825) zur Verbreitung des Slogans {{glossar: sonnoujoui}} („Ehrt den Kaiser, vertreibt die Barbaren!“) bei, der besonders nach 1853/54 (Perry) in ganz Japan widerhallte. Während die daran zum Ausdruck gebrachte, radikal fremdenfeindliche Haltung nach der Meiji-Restauration (1868) rasch in den Hintergrund trat, erfuhr ein weiterer, von Aizawa popularisierter Terminus umso mehr Aktualität, nämlich {{glossar: kokutai}} (wtl. „Landes-Körper“). Damit war im Wesentlichen die spezifische, angeblich unvergängliche Position des Tennō in der japanischen Geschichte und Kultur gemeint, doch erhielt der Terminus im Kontext des modernen Nationalismus verschiedene ideologische Schattierungen.  
  

Version vom 20. November 2014, 19:24 Uhr

Bakumatsu-Zeit, 1853–1868 Aufbruch in eine neue Ära

Unter bakumatsubakumatsu 幕末 Ende des Tokugawa-Shōgunats, 1853–1867 Neue ReligionenShinbutsu bunriTerauke versteht man die Spätzeit des TokugawaTokugawa 徳川 Kriegerdynastie, die während der Edo- oder Tokugawa-Zeit (1603–1867) das Amt des Militärmachthabers (Shōgun) inne hatte. Shinbutsu bunri Shogunats (bakufubakufu 幕府 wtl. „Zeltregierung“; Militärregierung, Shōgunat Terauke), in der es nach einer Friedens­zeit von über 250 Jahren zum Verfall der staat­lichen Auto­rität und zu bürger­kriegs­artigen Unruhen kam. Struk­turelle Fak­toren (Ver­knöche­rung der Büro­kratie und des Steuer­wesens; unzeit­gemäßes Standes­system), ungüns­tige Klima­ver­ände­rungen (→ Ernte­rück­gang → Hungers­nöte), Erdbeben und Seuchen (durch Kontakt mit dem Ausland ausgelöst), aber vor allem die Bedrohung durch den Westen er­zwan­gen das Ende der japa­nischen Isola­tions­politik und führten zur Schwächung der staat­lichen Auto­rität. Von den ver­schie­densten Seiten wurden Rufe nach gesell­schaft­licher Ver­änderung laut.

Perrys zweiter Besuch in Japan (1854) // Lithographie (koloriert) von Wilhelm Heine. 1856 // Bild © US Naval History & Heritage (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Im Gebiet des heutigen Yokohama, wo später auch die ersten Ausländerkolonien entstanden, treffen amerikanische Marine Offiziere unter Commodore Perry mit ihren japanischen Verhandlungspartnern zusammen. Das Bild beruht auf einem Aquarell von Wilhelm Heine (1827–1885), einem deutschen Künstler, der Perrys Mission als offizieller „Photograph“ begleitete.
. 1 Perry in Japan

Die Krisensituation spitzte sich 1853 zu, als sich ein amerikanisches Geschwader unter Commodore Matthew Perry (1794–1858) gewaltsam Zutritt zum Hafen von Uraga nahe EdoEdo 江戸 Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune, heute: Tōkyō; auch: Zeit der Tokugawa-Dynastie, 1600–1867 (= Edo-Zeit); ShichigosanMatsuriPhalluskulteMoencheWuerdentraeger... mehr verschaffte. Perry erzwang im Auftrag der ameri­kani­schen Regierung Verhand­lungen, die den Ameri­kanern ein Handels- und Nieder­lassungs­recht in Japan ermög­lichen sollten. 1854 gewährte Japan dieses Recht aus Angst, andern­falls eine ähnliche Situation wie im teil­kolonia­lisierten China herauf­zube­schwören. England, Frankreich, Russland und die Nieder­lande erhielten bald ähn­liche Privi­legien. In den für Ausländer frei gege­benen Gebieten (Yokohama und Hirado) begannen die ersten Aus­länder­ghettos zu entstehen, Importe west­licher Produkte erregten allge­meines Interesse, führten aber auch zu Krisen der tradi­tionel­len Wirtschaft. Dies führte innen­politisch zu enormen Span­nungen und zu starken xeno­phoben Reaktionen, die den Nieder­gang des Shogunats beschleu­nigten. Perry's Kanonen­boote, die soge­nannten „Schwarzen Schiffe“ (kurobunekurobune 黒舟 „Schwarze Schiffe“; volkstümliche Bezeichnung für die amerikanischen Kanonenboote, die 1853 die Öffnung Japans erzwangen Staatsshinto), wurden zum Synonym für ein bedroh­liches Ausland.

Ab den 1860er Jahren kam es zu gehäuften militä­rischen Aus­einan­der­setzun­gen zwischen einzelnen Macht­blöcken in Japan. Auch Ausländer, die ja den Auslöser dieser Konflikte darstellten, waren davon betroffen.1 Unab­hängig von ihrer ideo­logischen Position bemüh­ten sich alle Lager um mili­tärische Auf­rüstung, was unwei­gerlich zur Koope­ration mit west­lichen Mächten führte. Dies setzte eine Spirale der Moderni­sierung in Gang, die nach der poli­tischen Neuord­nung von 1868 mit wach­sender Beschleu­nigung fort­gesetzt wurde.

Die wichtigsten politischen Akteure

Chōshū Samurai // Photographie (handkoloriert) von Felice Beato. 1860er Jahre // Bild © Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Eine Gruppe junger Samurai bei militärischer Lagebesprechung (1864?). Einige in traditioneller Kleidung, andere teilweise in westlichen Uniformjacken. Der Photograph, Felice Beato, eröffnete 1863 eines der ersten Photostudios in Japan und erhielt schon vor 1868 die Möglichkeit, außerhalb der Ausländerghettos zu photographieren.
. 2 Samurai der Bakumatsu-Zeit
  • Bakufu (Shogunat), vertreten durch Ii NaosukeIi Naosuke 井伊直弼 1800–1860; Staatsmann des Bakufu; wegen pro-amerikanischer Politik ermordet (1815–1860), der die Verhandlungen mit Perry im Alleingang abschloss. Autoritäre Haltung nach innen, kompromissbereit nach außen.
  • Nordosten (Daimyate wie Mito oder Aizu im Norden der Kantō-Region), vertreten durch Feudalherren wie Tokugawa NariakiTokugawa Nariaki 徳川斉昭 1800–1860; Daimyō von Mito; Staatsmann; Vertreter der sonnō jōi-Ideologie Shinbutsu bunri (1800–1860). Autoritäre Haltung nach innen, kompromisslos nach außen.
  • Südwesten (Daimyate Satsuma in Kyushu, Chōshō in West-Honshū, Tosa in Shikoku). Relativ frühe Kontakte mit dem Westen, bakufu-kritisch, reform­freudig. Die meisten soge­nannten Meiji-Oligarchen (politische Führer der Meiji-Zeit) stammen aus diesen Regionen.
  • Kaiserlicher Hof (Kyoto), vertreten durch Kōmei TennōKōmei Tennō 孝明天皇 1831–1867; 121. Tennō Japans; (r. 1846–1867); letzter Tennō der Edo-Zeit, Vorgänger und Vater des Meiji Tennō Staatsshinto (1831–1867) oder Iwakura TomomiIwakura Tomomi 岩倉具視 1825–1883; Staatsmann der Meiji-Zeit; Leiter der Iwakura Mission (1871–1873) 5-Artikel-Eid (1825–1883). In der Bakumatsu-Zeit kommt es dank der Tennō-loyalis­tischen Bewe­gungen zu einer Politi­sierung des kaiser­lichen Hofes. Ideolo­gisch gibt es eine starke Verbindung nach Mito (Tokugawa Noriaki), später auch nach Chōshū.

Ideologische Lager

Politische Slogans

  • sonnō jōisonnō jōi 尊王攘夷 „Ehrt den Kaiser, verjagt die Barbaren“; anti-westlicher Slogan des 19. Jh.s (Zitat aus den Frühling- und Herbstannalen des Konfuzius) StaatsshintoKyoiku chokugoShinbutsu bunri, „Ehrt den Kaiser, ver­treibt die Bar­ba­ren!“
  • saisei itchisaisei itchi 祭政一致 Einheit von Ritus und Verwaltung bzw. von Religion und Staat Staatsshinto, „Einheit von Ri­tus und Re­gie­rung“
  • fukoku kyōheifukoku kyōhei 富国強兵 „reiches Land, starkes Heer“; politischer Slogan des 19. Jh.s , „Reiches Land, star­kes Heer“
  • wakon yōsaiwakon yōsai 和魂洋才 „Japanischer Geist, westliche Technik“; politischer Slogan der bakumatsu- und Meiji-Zeit Staatsshinto, „Japa­ni­scher Geist, west­liche Tech­nik“
  • bunmei kaikabunmei kaika 文明開化 „Aufklärung und Öffnung“; Modernisierungs-Slogan des 19. Jh.s , „Aufklä­rung und Öff­nung“
Weitere Schlagworte
  • kokutaikokutai 国体 Nationalwesen, wtl. „Landeskörper“ StaatsshintoKyoiku chokugoJinno shotoki, Landes­körper, Natio­nal­wesen
  • fukko shintōfukko shintō 復古神道 „Restauration des antiken Shintō“; Restaurations-Shintō Shinbutsu bunri, Restau­ra­tions Shinto
  • karagokorokaragokoro 唐心/漢意 „chinesischer Geist“; xenophober Begriff der kokugaku , „chine­si­scher Geist“
  • yamato-damashiiyamato-damashii 大和魂 „japanischer Geist“; Japanertum; nationalistisches Schlagwort oder yamato-gokoro, „ja­pa­ni­scher Geist“
  • rangakurangaku 蘭学 „Holland Studien“; in der Edo-Zeit: westliche Wissenschaft; der Namen erklärt sich aus der Tatsache, dass es im Edo-zeitlichen Japan den Holländern als einziger westlicher Nation gestattet war, Handelsverbindungen mit Japan zu unterhalten. , westliche Wis­sen­schaf­ten

Hirata Schule

Die „Nationalen Studien“ (kokugakukokugaku 国学 „Lehre des Landes“, Nationale Schule, Nativismus; in der Edo-Zeit entstandene Gelehrtentradtion, die ihren Fokus auf das nationale Erbe Japans richtete OkuninushiKokugakuShinto MittelalterStaatsshinto... mehr) erfreuten sich gegen Ende der Edo-Zeit insgesamt steigender Beliebt­heit, doch be­schränk­ten sich die meisten Ver­treter auf die Produk­tion von gelehrten Ab­hand­lungen, Gedichten und Romanen. Innerhalb der Schule des Hirata AtsutaneHirata Atsutane 平田篤胤 1776–1843; Kokugaku-Gelehrter KokugakuShinto MittelalterShinbutsu bunriJenseits kam es jedoch zu einer starken Politi­sierung, die auf einen Sturz des Shugunats und eine Regierung unter kaiser­licher Führung ausge­richtet war.

Zu den Forderungen der Hirata Schule zählte der Slogan saisei itchisaisei itchi 祭政一致 Einheit von Ritus und Verwaltung bzw. von Religion und Staat Staatsshinto, „Einheit von Ritus und Regie­rung“, also die poli­tische und religiöse Auto­rität geeint in der Person des Tennō. Als Werte­system schwebte Atsutane die religiöse Welt Japans vor jeglichem bud­dhis­tischen und chine­sischen Einfluss vor. Man sprach von der „Wieder­her­stel­lung des antiken Shinto“ (fukko shintōfukko shintō 復古神道 „Restauration des antiken Shintō“; Restaurations-Shintō Shinbutsu bunri), die in den ersten Jahren der Meiji-Zeit dann tatsächlich zu den poli­tischen Agenda der neuen Regierung zählte.

Wie schon Motoori NorinagaMotoori Norinaga 本居宣長 1730–1801; Shintō-Gelehrter der „nationalen Schule“ (Kokugaku) KokugakuShinto MittelalterShintoGoetter des Himmels... mehr ideali­sierte Hirata Atsutane den vor­geblich schlichten, reinen „japa­nischen Geist“ (yamato-damashiiyamato-damashii 大和魂 „japanischer Geist“; Japanertum; nationalistisches Schlagwort oder yamatogokoro), der ohne kompli­zierte Lehr­sätze spontan zu richtigen Ent­schei­dungen finden würde, im Kontrast zum „chine­sischen Geist“ (karagokorokaragokoro 唐心/漢意 „chinesischer Geist“; xenophober Begriff der kokugaku ), der mora­lische Ent­schei­dungen durch Bücher­wissen unnötig ver­kompli­zieren würde. Damit war eine Kritik am Konfu­zianis­mus und natürlich auch am Buddhis­mus verbunden.

Den größten Einfluss hatte die Hirata Schule in „bürgerlichen“ und bäuer­lichen Kreisen sowie in der Welt der Shinto-Schreine. Hier konnte Hirata Atsutane seine Stellung festigen, indem er zeitweise als Leiter der familien­eige­nen Shinto-Aka­demien der Priester­dynastien Yoshida und Shira­kawa fungierte. Unter seinem Adoptiv­sohn Hirata KanetaneHirata Kanetane 平田鉄胤 1799–1880; Kokugaku-Gelehrter wurde Atsutane zu einer alles über­ragen­den Gründer­figur stilisiert, während es gelang ein über­regio­nales Netzwerk an Schülern und Spon­soren aufzu­bauen. Zwischen Atsutanes Tod im Jahr 1843 und der Blüte-Zeit der Schule in der frühen Meiji-Zeit erhöhte sich die Anzahl zahlender Schüler von 500 auf über 4000.2

Späte Mito Schule

Aizawa Seishisai // Hängerollbild, kakemono, Detail // Bild © Bakumatsu Guide (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der Mito-Gelehrte Aizawa Seishisai, 1782–1863.
. 3 Aizawa Seishisai

Die Späte Mito Schule hatte, im Gegensatz zur Hirata Schule, einen definitiven regionalen Kern in Mito, der Hauptstadt des Damyats Mito. Seit Tokugawa MitsukuniTokugawa Mitsukuni 徳川光圀 1628–1701; Daimyō von Mito-han, konfuzianischer Gelehrter und Historiker Neo-KonfuzianismusDainihonshiShinbutsu bunri widmete sich die Gelehrtentradition in Mito vornehmlich dem gigantischen Geschichtswerk Dai Nihon-shiDai Nihon-shi 大日本史 Gesamtdarstellung der japanischen Geschichte bis 1392 in 397 Bänden, verfasst zw. 1657 und 1906 Neo-KonfuzianismusDainihonshi. Doch auch in Mito kam es unter dem oben erwähnten Tokugawa Nariaki, einem Nachfahren des Mitsukuni, zu einer starken Politisierung. Der Mito-Gelehrte Aizawa SeishisaiAizawa Seishisai 会沢正志斎 1781–1863; Gelehrter der Mito Schule; wichtiger Vertreter der sonnō jōi-Ideologie trug durch seine „Neuen Thesen“ (Shinron, 1825) zur Verbreitung des Slogans sonnō jōisonnō jōi 尊王攘夷 „Ehrt den Kaiser, verjagt die Barbaren“; anti-westlicher Slogan des 19. Jh.s (Zitat aus den Frühling- und Herbstannalen des Konfuzius) StaatsshintoKyoiku chokugoShinbutsu bunri („Ehrt den Kaiser, vertreibt die Barbaren!“) bei, der besonders nach 1853/54 (Perry) in ganz Japan widerhallte. Während die daran zum Ausdruck gebrachte, radikal fremdenfeindliche Haltung nach der Meiji-Restauration (1868) rasch in den Hintergrund trat, erfuhr ein weiterer, von Aizawa popularisierter Terminus umso mehr Aktualität, nämlich kokutaikokutai 国体 Nationalwesen, wtl. „Landeskörper“ StaatsshintoKyoiku chokugoJinno shotoki (wtl. „Landes-Körper“). Damit war im Wesentlichen die spezifische, angeblich unvergängliche Position des Tennō in der japanischen Geschichte und Kultur gemeint, doch erhielt der Terminus im Kontext des modernen Nationalismus verschiedene ideologische Schattierungen.

Beide Begriffe stammen im übrigen aus konfuzianischen Klassikern. Daran zeigt sich bereits, dass die Mito-Schule nicht auf das Reservoir traditioneller konfuzianischer Werte verzichten wollte, auch wenn sie ebenso wie die kokugaku den Buddhismus kritisierte und dem Shinto nahe stand. Die Mischung aus konfuzianischer Moral und nationalen Mythen, die in der Mito Schule perfektioniert wurde, ist bis heute ein Markenzeichen konservativ-nationalistischer Kreise in Japan.

Mit der Gründung einer neuen Akademie, dem KōdōkanKōdōkan 弘道館 Akademie der Mito-Schule; wtl. Schule zur Verbreiterung des Weges; gegr. 1841 von Tokugawa Nariaki (1841), wurden die politischen Visionen der späten Mito Schule institutionalisiert und verdrängten den historiographischen Ansatz der frühen Zeit. Neben Aizawa etablierte sich auch Fujita Tōko (1806–1855) als prononcierter Vertreter eines Tennō-zentrierten und zugleich konfuzianischen Nationalismus.

In realpolitischer Hinsicht unterschied sich die Mito Ideologie allerdings auch insofern von der Hirata Schule, als es nie um die Abschaffung des Shogunats ging. Es sollte lediglich die Hierarchie zwischen Tennō und Shōgun symbolisch deutlicher zum Ausdruck gebracht werden. Tokugawa Nariaki sah darin explizit ein Mittel, um den Gedanken der Loyalität zwischen Shogun und Kriegerkaste auch innerhalb des Verbandes der Daimyō wieder stärker zu akzentuieren. Im übrigen versuchte er, durch politische Pakte mit dem Kaiserhof seine eigene Position innerhalb des Tokugawa Sippenverbandes zu stärken.

Aufstand der Tengu-Partei, 1864 // Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniteru (1808–1876) // Bild © Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Aufständische Vassallen von Mito in einer militärischen Konfrontation mit den Truppen des bakufu, die als Aufstand der Tengu-Partei (tengu-tō no ran, 1864–65) in die Geschichte einging. Auf ihrem Banner haben die Tennō-treuen Mito-Kämpfer den Wahlspruch sonnō jōi, „Ehrt den Kaiser, verjagt die Barbaren“, angebracht. In diesem Fall kämpfte aber selbst das Fürstenhaus von Mito auf der Seite des Shōgunats gegen die eigenen Vasallen.
. 4 Mito Kämpfer unter dem Banner sonnō jōi

Nicht nur ideologisch, sondern auch militärisch zählten Nariaki und seine Vasallen aus Mito zu den schlagkräftigsten Vertretern der sonnō jōi Bewegung. Empört über die aus ihrer Sicht übereilten Verträge mit den Westmächten gelang es einigen Mito Samurai den politischen Hauptverantwortlichen, Ii Naosuke, 1860 zu ermorden. Nariaki, der im gleichen Jahr eines natürlichen Todes starb, wurde daraufhin zum wiederholten Male aus der Hauptstadt Edo in seine Provinz verbannt, doch ansonsten fiel die Reaktion des Bakufu verhältnismäßig milde aus und der politische Einfluss Mitos nahm zu.

1867 sollten Nariakis realpolitische Ziele schließlich Realität werden, als sein Sohn YoshinobuTokugawa Yoshinobu 徳川慶喜 1837–1913; letzter Tokugawa-Shōgun aus der Linie der Mito Tokugawa; (r. 1866–1867); auch Tokugawa Keiki (auch: Keiki) zum neuen Shogun gekürt wurde. Doch wurde seine Regierung nach kaum einem Jahr durch den Putsch Tennō-loyaler Truppen aus West-Japan beendet. Während eine Art Kompromiss zwischen Bakufu und Tennō-Restauration für kurze Zeit möglich schien, kam es 1868 schließlich doch zu einem kurzen, aber heftigen Bürgerkrieg, in dem sich die Mito Anhänger als Feinde des Tennō wiederfanden. In der Meiji-Zeit wurde die Mito Schule allerdings schon bald wieder rehabilitiert.

Reform-Ideologen

Der Westen Japans wurde traditionell von Familien beherrscht, die die Tokugawa zu den tozama daimyō zählten. Es waren dies wörtlich „entfernte Landesfürsten“, deren Vorfahren einst gegen die Tokugawa gekämpft hatten. Sie waren daher politisch isoliert, doch dank der Nähe zum Kontinent und der damit verbundenen Kontrolle von Handelsrouten gelang es ihnen in der Bakumatsu-Zeit, die wirtschaftlichen Probleme des Landes besser zu meistern als andere Regionen.

Ähnlich wie Mito etablierten auch die westlichen Daimyate regionale Akademien, in denen allerdings auch „holländische Studien“ (rangakurangaku 蘭学 „Holland Studien“; in der Edo-Zeit: westliche Wissenschaft; der Namen erklärt sich aus der Tatsache, dass es im Edo-zeitlichen Japan den Holländern als einziger westlicher Nation gestattet war, Handelsverbindungen mit Japan zu unterhalten. ) gelehrt wurden. Darunter verstand man sämtliche aus Europa und Amerika stammende Wissensgebiete, im besonderen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Diese Studien wurden vor allem in Hinblick auf die Modernisierung des Militärs voran getrieben. Die größere Offenheit gegenüber westlichen Technologien dürfte wohl auch der Grund dafür gewesen sein, warum sich Truppen aus West-Japan schließlich in der Meiji-Restauration durchsetzen konnten.

Ideologisch waren aber auch die meisten Intellektuellen aus West-Japan durch den sonnō jōi Slogan geprägt. Auch im Lager der Reformer oder Modernisierer sah man also die Wiederherstellung der kaiserlichen Autorität und den Hinauswurf der Westmächte als oberstes Ziel an. Der Unterschied lag in der Wahl der Mittel bzw. in der Bereitschaft, vom westlichen Feind zu lernen.

Yoshida Shōin

Yoshida Shōin (1830–1859) // Retouchiertes Photo? s/w // Bild © Kindai Nihonjin no shōzō, National Diet Library (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der politische Reformer und Wegbereiter der Meiji Restauration Yoshida Shōin.
. 5 Yoshida Shōin

Yoshida ShōinYoshida Shōin 吉田松陰 1830–1859; Gelehrter der westlichen Wissenschaften; Aktivist der sonnō jōi-Ideologie (1830–1859) ist der bekannteste Vertreter der west­japa­nischen sonnō jōi-Bewe­gung. Er hatte einen beson­ders nach­haltigen Einfluss, da ein hoher Anteil von Politi­kern der Meiji-Zeit, ange­fangen von Premier Itō HirobumiItō Hirobumi 伊藤博文 1841–1909; Staatsmann; Premierminister der Meiji-Zeit , einst zu seinen Schülern gezählt hatten. Er starb aller­dings schon in jungen Jahren als poli­tischer Häftling des Shogunats und wird daher auch als „Märty­rer der Meiji-Restau­ration“ be­zeich­net.

Shōin stammte aus Hagi, dem Zentrum des Daimyats Chōshū (heute Yamaguchi-ken) im äußers­ten Westen der Haupt­insel Honshū. Schon als Jugend­licher stu­dierte und lehrte er an einer Art Militär­aka­demie in Hagi, geriet aber auch unter den Einfluss von Sakuma Shōzan (1811–1864), der kon­fuzia­nische Studien mit west­licher Natur­wissen­schaft verband. 1854 (mit vier­und­zwanzig) fasste Shōin den Ent­schluss, heimlich auf Perry's Schif­fen nach Amerika zu reisen, um die westlichen Wissen­schaf­ten aus nächster Nähe kennen zu lernen. Nach­dem der Plan ver­eitelt wurde, ver­brachte Shōin die meiste Zeit seines restlichen Lebens unter Arrest. In Hagi bedeutete dies jedoch nicht, dass er auf Lehre und Studium verzichten musste, im Gegenteil, er verwandelte seine Zelle – mit wohlwollender Duldung des Landesfürsten – in eine Gelehrtenstube und begann einen rasch wachsenden Schülerkreis um sich zu scharen. Kaum in Freiheit, schmiedete er ein Mord-Komplott gegen Ii Naosuke (s.o.), das wiederum scheiterte und ihm weitere komfortable Gefängnisaufenthalte in Hagi bescherte. Ii Naosuke verlangte jedoch im Zuge der „Säuberung der Ansei-Ära“ Shōins Auslieferung nach Edo, die mit der Hinrichtung Yoshida Shōins endete.

Trotz seines radikalen Anti-Ausländer Aktivismus wirkt Shōin weniger fremdenfeindlich als etwa die Mito-Schule, da er sich für eine Öffnung des Landes und eine Auseinandersetzung mit der westlichen Kultur und Technik engagierte. Seine Haltung lässt sich mit den Slogans fukoku kyōheifukoku kyōhei 富国強兵 „reiches Land, starkes Heer“; politischer Slogan des 19. Jh.s und wakon yōsaiwakon yōsai 和魂洋才 „Japanischer Geist, westliche Technik“; politischer Slogan der bakumatsu- und Meiji-Zeit Staatsshinto beschreiben, die etwa zu dieser Zeit entstanden. In letzter Konsequenz nahm Shōin jedoch bereits den Kolonialismus des zwanzigsten Jahrhunderts vorweg, indem er das Ziel vorgab, sich westliche Technologien anzueignen, um selbst in der Lage zu sein, benachbarte Länder zu anektieren und zur Weltmacht aufzusteigen.3

Shōin akzentuierte also die reformistischen Aspekte der sonnō jōi Ideologie, die vor und während des Umschwungs von 1868 tatsächlich Gestalt annahmen:

  • Tennō-Zentrismus (sonnō) als Mittel der Zentralisierung von staatlicher Gewalt und
  • Studium des Westens, um gegen Angriffe der „Barbaren“ (jōi) gewappnet zu sein.

Unter seinen Schülern gab es sicher einige, die das später aufkommenden Schlagwort bunmei kaikabunmei kaika 文明開化 „Aufklärung und Öffnung“; Modernisierungs-Slogan des 19. Jh.s , „Aufklärung und Öffnung“, so breit interpretierten, dass es zur Geringschätzung eigener Traditionen und Bräuche kam. Diese Identifikation mit einer als höher und mächtiger empfundenen Kultur war bei Shōin sicher noch nicht absehbar. Doch insgesamt folgte die Meiji-Politik in erstaunlich hohem Maß den Leitlinien, die Yoshida Shōin sowohl in seien Schriften als auch in seinem politischen Aktivismus vorgegeben hatte.

Gesellschaftliche Veränderungen

In territorialer Hinsicht lassen sich die Ereignisse zwischen 1853 und 1868, die letzt­lich zur MeijiMeiji 明治 posthumer Name von Kaiser Mutsuhito; nach ihm wird auch die Meiji-Zeit (1868–1912) benannt FamilieGorintoJahrKamidanaMatsuri... mehr-Restau­ration führten, auch als eine Art inner­japani­scher Ost-West Konflikt darstellen. Der Osten war die Domäne der Tokugawa, gegen die sich im Laufe der Edo-Zeit eine neue Oppo­sition formiert hatte. Der kaiser­liche Hof stellte so etwas ein Pfand dar, das den Sieger im Aus­tausch gegen die Wahrung seines zere­moniel­len Prestiges in jedem Fall legiti­mieren würde. Das west­liche Lager konnte sich zwar leichter für eine neue Herr­schafts­form im Namen des Tennō begeis­tern, war aber zunächst noch gespalten. Erst als sich die mäch­tigsten Daimyō (Mori und Shimazu) zu einer Allianz zu­sammen­schlossen, gelang es, das Bakufu, das schluss­endlich vom Nordosten mili­tärisch unter­stützt wurde, zu stürzen. Nach der formalen Ange­lobung der neuen Regierung durch Meiji TennōMeiji Tennō 明治天皇 1852–1912; 122. japanischer Kaiser (r. 1867–1912); Namensgeber und politische Symbolfigur der Meiji-Zeit; Eigenname: Mutsuhito JahrBekannte SchreineSchreinanlage IseOkuninushi... mehr im 4. Monat 1868 dauerte es aber noch ein ganzes Jahr, bis die letzten Truppen aus Edo, Mito und Aizu, die sich zuletzt in Hokkaidō ver­schanzten, mili­tärisch unter­worfen werden konnten (BōshinBōshin Sensō 戊辰戦争 Bōshin-Krieg (1868–1869); Bürgerkrieg zwischen Tennō-Loyalisten und Shōgunatstruppen am Beginn der Meiji-Zeit. Bōshin bezeichnet das Jahr 1868 Yasukuni-Krieg).

Soziologisch gesehen führten die Ereignisse der Bakumatsu-Zeit zum Aufstieg neuer Schichten. Die Daimyō-Dynastien des Krieger­adels traten in den Hintergrund, junge, ehrgeizige Vertreter des niederen Samurai-Standes übernahmen im Namen des Tennō die politische Führung. In der Meiji-Zeit regierte zunächst eine Allianz von Hofadeligen (kugekuge 公家 Hofadel; die führenden höfischen Familien KamakuraZen) und ehemaligen Vasallen der westlichen Daimyō. Diese ersetzten die alten Rangsystem des Hof- und Kriegeradels durch neue, an Europa angelehnte Titel (Fürst, Graf, Baron...) und bildeten auf diese Weise eine neue Aristokratie, der nun auch der Geldadel angehörte und die die Gesellschaft bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs dominierte. Dies erklärt wahrscheinlich auch, warum die alten Klanrivalitäten, die das politische Geschehen die ganze Edo-Zeit hindurch bestimmt hatten, in der Meiji-Zeit so rasch beseitigt werden konnten.

Die Bakumatsu-Zeit war also auch eine Zeit des Klassenkampfes, der eine mit der franzö­sischen Revo­lution vergleich­bare Um­schich­tung der Gesell­schafts­struktur mit sich brachte. All dies geschah allerdings auf der Grundlage der sonnō-Ideologie, die eine schein­bare Kontinuität in Form der Tennō-Herrschaft versprach und sämt­liche Ver­ände­rungen unter dem Mantel der loyalen Pflicht­erfüllung gegen­über Kaiser und Vaterland recht­fertigte.

Verweise

Fußnoten

  1. Der Höhepunkt ausländerfeindlicher Aktionen fällt in das Jahr 1863, als Kōmei Tennō ohne Rücksprache mit dem Bakufu den „Befehl zur Vertreibung der Barbaren“ erließ. Dieser Befehl wurde zwar auf Druck des Bakufu zurück genommen, von den Daimyō in Chōshū (West-Japan) allerdings dennoch befolgt. Vereinzelte Angriffe auf westliche Schiffe in der Meerenge von Shimonoseki führten zu einer Serie von Seeschlachten um diese wichtige Passage, in denen das Daimyat Chōshū einer Allianz westlicher Flottenverbände gegen­überstand und sich 1864 geschlagen geben musste. Dies führte zu einer vorüber­gehenden Stärkung des Shogunats.
  2. Wachutka 2013, S. 4.
  3. „[Wir müssen] die Mandschrei besetzen und Russland bedrohen, Korea unterwerfen und uns China zuwenden, die Südinseln in Besitz nehmen und Indien angreifen.“ Brief an Yamada Raiki, 1856, zitiert nach Dumoulin 1939. Heinrich Dumoulins Aufsatz ist im übrigen ein gutes Beispiel für die kritiklose Verherrlichung von Shōins Patriotismus durch einen führenden deutschen Japanologen der Zwischenkriegszeit.

Bilderläuterungen

  1. Perry 1854.jpg
    Perrys zweiter Besuch in Japan (1854) // Lithographie (koloriert) von Wilhelm Heine. 1856 // Bild © US Naval History & Heritage (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Im Gebiet des heutigen Yokohama, wo später auch die ersten Ausländerkolonien entstanden, treffen amerikanische Marine Offiziere unter Commodore Perry mit ihren japanischen Verhandlungspartnern zusammen. Das Bild beruht auf einem Aquarell von Wilhelm Heine (1827–1885), einem deutschen Künstler, der Perrys Mission als offizieller „Photograph“ begleitete.
  2. Choshu samurai.jpg
    Chōshū Samurai // Photographie (handkoloriert) von Felice Beato. 1860er Jahre // Bild © Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Eine Gruppe junger Samurai bei militärischer Lagebesprechung (1864?). Einige in traditioneller Kleidung, andere teilweise in westlichen Uniformjacken. Der Photograph, Felice Beato, eröffnete 1863 eines der ersten Photostudios in Japan und erhielt schon vor 1868 die Möglichkeit, außerhalb der Ausländerghettos zu photographieren.
  3. Aisawa seishisai.jpg
    Aizawa Seishisai // Hängerollbild, kakemono, Detail // Bild © Bakumatsu Guide (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der Mito-Gelehrte Aizawa Seishisai, 1782–1863.
  4. Tengu no ran.jpg
    Aufstand der Tengu-Partei, 1864 // Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniteru (1808–1876) // Bild © Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Aufständische Vassallen von Mito in einer militärischen Konfrontation mit den Truppen des bakufu, die als Aufstand der Tengu-Partei (tengu-tō no ran, 1864–65) in die Geschichte einging. Auf ihrem Banner haben die Tennō-treuen Mito-Kämpfer den Wahlspruch sonnō jōi, „Ehrt den Kaiser, verjagt die Barbaren“, angebracht. In diesem Fall kämpfte aber selbst das Fürstenhaus von Mito auf der Seite des Shōgunats gegen die eigenen Vasallen.
  5. Yoshida shoin.jpg
    Yoshida Shōin (1830–1859) // Retouchiertes Photo? s/w // Bild © Kindai Nihonjin no shōzō, National Diet Library (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der politische Reformer und Wegbereiter der Meiji Restauration Yoshida Shōin.

Literatur

Heinrich Dumoulin 1939
„Yoshida Shôin (1830–1859): Ein Beitrag zum Verständnis der geistigen Quellen der Meijierneuerung.“ Monumenta Nipponica 1:2 (1939), S. 350–77.
Aizawa Seishisai 2000
Preprandial Chat. (History of Japanese Education Translation Series 2.) Bloomington: Indiana University 2000. [Ü. Todd Munson; originale Publikation: Taishoku kanwa, 1841.]
Umihara Tōru 1999
Yoshida Shōin and Shōka Sonjuku: The True Spirit of Education. (History of Japanese Education Translation Series 1.) Bloomington: Indiana University 1999. [Ü. Charles Andrews.]
Michael Wachutka 2013
Kokugaku in Meiji-period Japan: The Modern Transformation of ‘National Learning’ and the Formation of Scholarly Societies. Leiden, Boston: Global Oriental 2013.
Ikonographie 
Diese Seite zitieren
„Bakumatsu-Zeit, 1853–1868 Aufbruch in eine neue Ära.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 20.11.2014). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Geschichte/Bakumatsu?oldid=44149