Metalog:Glossar/Chinesisch: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 7. Februar 2019, 22:31 Uhr

Religion in Japan > Metalog > Glossar > Chinesisch
Chinesisch-Glossar

Chinesisch und Koreanisch

92 Einträge
A
  • An Lushan 安禄山 (chin.)
    703–757; chinesischer General, der sich 755 erfolgreich an die Spitze des chinesischen Reiches putschte, bald aber vom eigenen Sohn ermordet wurde; er löste damit die nach ihm benannte An Lushan Rebellion aus, die das Tang-Reich von 755 bis etwa 765 in den größten Bürgerkrieg seiner Geschichte stürzte
  • Anxi 安西 (chin.)
    wtl. „Befriedung des Westens“; chinesische Garnisonsstadt am Knotenpunkt zweier Hauptrouten der Seidenstraße nahe der heutigen Stadt Guazhou, später auch Name der umgebenden Region
B
  • Baekje 百濟/백제 (kor.)
    Ehemaliges Königreich in Korea, das sich zu seiner Blütezeit im 5. Jh. über die gesamte Westküste Südkoreas erstreckte; 660 vom benachbarten Silla erobert
  • Budai 布袋 (chin.)
    chinesischer Mönch (10. Jh.); gilt als Inkarnation von Bodhisattva Maitreya; jap. Hotei
C
  • Cao Yuanzhong 曹元忠 (chin.)
    r. 944–974; regierte zur Zeit der Fünf Dynastien und Zehn Reiche (907–960) als quasi unabhängiger Herrscher die Garnisonsstadt Dunhuang am nordwestlichen Ende der chinesischen Einflusssphäre
  • Chan 禅 (chin.)
    jap. Zen, wtl. Meditation; chin. Bez. des Zen Buddhismus
  • Chen Shou 陳壽 (chin.)
    233–297; Autor der Chroniken der drei Reiche (Sanguo zhi); auch bekannt unter seinem Großjährigkeitsnamen Chengzuo 承祚
D
  • Dayanta 大雁塔 (chin.)
    „Große Wildgans Pagode“ in Xian, China, err. 652
  • Dayun jing 大雲經 (chin.)
    Großes Wolken-Sutra; skt. Mahāmegha sūtra, jap. Daiun-kyō; die früheste Übersetzung ins Chinesische wurde von Dharmakṣema zwischen 414 and 421 angefertigt (DDB, s.v. Dafangdeng wuxiang jing 大方等無想經)
  • Dschingis Khan 成吉思汗 (chin.)
    ca. 1162-1227; war ein mongolischer Khan, der die mongolischen Stämme einte und weite Teile Zentralasiens und Nordchinas eroberte.
  • Dunhuang 敦煌 (chin.)
    Oasenstadt an der Seidenstraße zwischen dem Tarim-Becken und China; zumeist von China, aber zeitweise auch von Tibet beherrschtes Handelszentrum; buddhistisches Zentrum mit ausgedehnten Höhlentempeln
F
  • Faxian 法顯 (chin.)
    früher chin. Pilgermönch (337?–422?), Autor eines Reiseberichts
  • Fazhuji 法住記 (chin.)
    buddh. Text, 654 übersetzt von Xuanzang; „Bericht von der Fortdauer des Dharmas“; jap. Hōjūki
  • fenghuang 鳳凰 (chin.)
    mythologisches Vogelwesen aus China; im Westen auch als chin. Phönix bezeichnet
  • Feng Shui 風水 (chin.)
    chin. Raumkonzept auf der Grundlage von Yin und Yang; für zeremonielle Architektur wichtig
  • Fu-lu-shou 福禄寿 (chin.)
    wtl. Glück, Wohlstand und Langes Leben; in China Gruppe von drei Göttern, die diese Eigenschaften symbolisieren. In Japan zur Figur des Fukurokuju verschmolzen.
  • Fuxi 伏羲 (chin.)
    Erster von drei mythologischen Herrschern in China, Begründer der chinesischen Kultur; jap. Fukugi
G
  • Gaoseng zhuan 高僧伝 (chin.)
    Überlieferungen ehrwürdiger Mönche; Sammlung von etwa 500 Biographien (die Hälfte ausführlich, andere kürzer) von Huijiao (519 u.Z.); alle Biographien handeln von chinesischen Mönchen zwischen 57 und 519 u.Z.
  • Guanxiu 貫休 (chin.)
    buddh. chin. Abt und Maler-Mönch (832–912); auch Chanyue 禅月 (jap. Zengetsu, „Meditationsmond“) genannt
  • Guanyin 観音 (chin.)
    chin. Namen von Avalokiteshvara; jap. Kannon
H
  • Han 漢 (chin.)
    chin. Han-Dynastie (207 v.u.Z.–220 u.Z.)
  • hongsalmun 紅箭門/홍전문 (kor.)
    Koreanisches Zeremonialtor, wtl. „Rotes Pfeiltor“; jap. kōzenmon
  • huabiao 華表 (chin.)
    Chinesische Zeremonialstele; jap. kahyō
  • Huainanzi 淮南子 (chin.)
    philosophisches Werk aus der Han-Zeit, 2. Jh. u.Z.
  • Huangdi 黃帝 (chin.)
    „Gelber Kaiser“; legendäre Regierungsdaten 2698–2598; Kulturheroe und mytholog. Reichsgründer Chinas
  • Huiguo 惠果 (chin.)
    746–806; ältere Schreibung Hui-kuo; chin. Lehrer Kūkais
I
  • I-yü 壹與 (chin.)
    235–?; Tochter der japanischen Königin Himiko (da der Name nur aus chin. Chroniken bekannt ist, ist die jap. Aussprache unklar)
J
  • Jiangong Shenshe 建功神社 (chin.)
    jap. Kenkō Jinja; Schrein zur Verehrung von jap. Kriegshelden in Taipei, welcher 1928, in der Zeit der japanischen Besatzung (1895–1945) errichtet wurde; das Gebäude wurde nach dem Krieg in die staatl. Zentralbibliothek Taiwan umgewandelt
  • Jin 金 (chin.)
    chin. Herrschaftsdynastie; 1115–1234
K
  • Kong Zi 孔子 (chin.)
    verm. 551–479 v.u.Z.; chin. Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie; der latinisierte Name „Konfuzius“ (eine Kreation der Jesuiten des 16. Jh.s) leitet sich ab von Kong Fu Zi 孔夫子 (wtl. Lehrmeister Kong); auch bekannt unter seinem Geburtsnamen Kong Qiu 孔丘
  • Kubilai Khan 元世祖忽必烈 (chin.)
    1215-1294; Großkhan der Mongolen; Kaiser von China -> Begründer der Yuan-Dynastie
  • Kung-fu 功夫 (chin.)
    wtl. Aufwand, Geschick (etwas durch Anstrengung erreichtes); heutzutage übliche Bezeichnung für die meisten chin. Kampfsportarten
L
  • Laozi 老子 (chin.)
    trad. Schreibung: Laotse; Lao Tse, Lao-tzu; legendärer Philosoph und Begründer des Daoismus
  • Leshan 樂山 (chin.)
    wtl. Berg der Freude; Ort in Sichuan, China, mit großem Felsenbuddha aus dem 8. Jh.
  • Li Ji 李寄 (chin.)
    schlangentötende Heldin aus der Geschichtensammlung Soushenji 搜神記 („Geistersuche“, 4. Jh.) von Gan Bao 干寶.
  • Li Longmian 李龍眠 (chin.)
    chinesischer Maler-Mönch der Song-Zeit, 1049–1106; jap. Ri Ryūmin
  • Lingyin Si 靈隐寺 (chin.)
    Chan Tempel in Hangzhou, südwestl. von Shanghai; gegr. 328; wtl. Tempel des ruhenden Geistes; u.a. bekannt für zahlreiche Felsskulpturen
  • Linji 臨濟 (chin.)
     ?–866; chin. Chan-Patriarch; jap. Rinzai
  • Li Shengtian 李聖天 (chin.)
    r. 912–966; auch bekannt als Visa Sambhava; König von Khotan, einer Oase an der Seidenstraße am südlichen Rand des Tarim-Beckens
  • Longmen 龍門 (chin.)
    Ort in Henan, China, bekannt für eine eindrucksvollen Gruppe von Felsengrotten und Nischen, in denen zehntausende buddhistische Statuen aus dem Felsen herausgeschlagen sind. Die meisten Statuen stammen aus der Wei und Tang-Dynastie, also in etwa aus der Zeit von 400 bis 750, die bedeutendsten aus der Zeit der Kaserin Wu Zetian (r. 690–705).
M
  • mijiao 密教 (chin.)
    esoterischer Buddhismus
  • Ming 明 (chin.)
    chin. Herrschaftsdynastie, 1368–1644
P
  • paifang 牌坊 (chin.)
    Chinesisches Zeremonialtor, Zeremonialbogen; auch pailou; jap. haibō
  • pailou 牌楼 (chin.)
    Chinesisches Zeremonialtor, Zeremonialbogen; auch paifang; jap. hairō
  • Pei Songzhi 裴松之 (chin.)
    372–451; chinesischer Historiker am früheren Hof der Song-Dynastie, wo er die Sanguo zhi von Chen Shou bearbeitet hatte
  • Penglai 蓬莱 (chin.)
    daoistische Insel (Berg) der Unsterblichkeit, im Osten gedacht, daher manchmal mit Japan identifiziert; jap. Hōrai
P (Fortsetzung)
  • pu 步 (chin.)
    „Schritt“; chin. Längenmaß, 1 pu ≈ 1,67m)
Q
  • qi 氣/気 (chin.)
    Materie (oder „Energie“) der chin. Naturphilosophie; auch Dampf; jap. ki
  • Qianlong 乾隆 (chin.)
    1711–1799; vierter Kaiser der Qing-Dynastie (r. 1735–1796); gilt als mächtigster und bedeutendster Kaiser seiner Dynastie
  • Qici 契此 (chin.)
    chin. Bettelmönch aus dem 10. Jh., besser bekannt unter seinem Spitznamen Budai, „Jutesack“ (jap. Hotei)
  • qilin 麒麟 (chin.)
    Fabeltier, auch als chin. Einhorn bezeichnet; jap. kirin
  • Qing 清 (chin.)
    chin. Herrschaftsdynastie (Mandschu-Herrschaft), 1644–1911
  • Qishi jing 起世経 (chin.)
    chin. Sutra, jap. Kise-kyō
S
  • Sanguo zhi 三国志 (chin.)
    Chroniken der Drei Reiche; verfasst 233–297 von Chen Shou
  • Seokguram 石窟庵/석굴암 (kor.)
    wtl. Felsenklause; buddhistisches Heiligtum der Silla-Zeit (645–935) aus dem 8. Jh.; künstliche Felsengrotte rund um eine Steinskulptur des Budhha Shakyamuni; Teil der Bulguksa Tempelanlage auf Berg Tohamsan in Gyeongju in Südkorea
  • Seong Wang 聖王 (kor.)
     ?-554; König Seong von Baekje (heute Teil Koreas), r. 523–554; auch Seongmyeong Wang 聖明王
  • Shao Fan 邵帆 (chin.)
    1964–; cinesischer Maler und Designer
  • Shaolin Si 少林寺 (chin.)
    Ursprungskloster des Shaolin-Ordens am Berg Song; Geburtsstätte des Chan Buddhismus
  • shen 神 (chin.)
    Geist (sowohl im Sinne von „Gespenst” als auch von „geistiger Kraft“); jap. shin oder kami
  • shendao 神道 (chin.)
    Göttl. Weg, Weg der Götter; chin. Aussprache von jap. shintō
  • Shiji 史記 (chin.)
    universales Geschichtswerk von Sima Qian (begonnen von seinem Vater), vollendet ca. 109 v.u.Z.
  • Silla 新羅/신라 (kor.)
    frühes koreanisches Reich, das die Halbinsel von 668 bis 935 beherrschte
  • Sima Qian 司馬遷 (chin.)
    145?–86? v.u.Z.; Han-zeitlicher Historiker, Begründer der chinesischen Historiographie
  • Song 宋 (chin.)
    chin. Herrschaftsdynastie, 960–1279
  • Songshan 嵩山 (chin.)
    Berg Song, Gebirge in Zentralchina, 1500m; zählt trad. zu den fünf heiligen Bergen des Daoismus;
  • sotdae 솟대 (kor.)
    Zeremonielle Stäbe der koreanischen Volksreligion, meist mit Vogelskulptur
  • Sui 隋 (chin.)
    chin. Herrschaftsdynastie, 581–618
  • Sun Wukong 孫悟空 (chin.)
    Held in Affengestalt des chinesischen Klassikers Reise in den Westen (Xi you ji 西遊記, 16. Jh.); jap. Songokū
T
  • taiji 太極 (chin.)
    Urmaterie, wtl. das Große Äußerste
  • Tang 唐 (chin.)
    chin. Herrschaftsdynastie, 618–907
  • tiangou 天狗 (chin.)
    wtl. Himmelshund; mythol. Gestalt der chin. Kosmologie, Namensgeber des japanischen tengu
  • Tiantai 天台 (chin.)
    chin. Vorläufer des Tendai Buddhismus; urspr. Name eines chin. Klosterbergs
  • Tiantai-shan 天台山 (chin.)
    Berg Tiantai; Zentrum des chin. Tiantai Buddhismus, aus dem der japanische Tendai Buddhismus hervorging
  • Tiantan 天壇 (chin.)
    Tempel des Himmels oder wtl. Altar des Himmels in Beijing; Anlage für kaiserliche Riten der Ming- und Qing-Zeit; Unesco Weltkulturerbe
  • tung-i 東夷 (chin.)
    „Ostbarbaren“; chinesische Bezeichnung für Japaner und/oder Koreaner
W
  • Weizhi 魏志 (chin.)
    Chin. Chronik der Wei Dynastie aus dem 3. Jh. u.Z.; enthält die frühesten Berichte über Japan (Wa)
  • Weonjong 元宗/원종 (kor.)
    1259–1274; König von Korea, r. 1259–1274
  • Wumenguan 無門関 (chin.)
    Klassiker des chin. Chan (Zen) von Wumen Huikai, 13. Jh.; jap. Mumonkan, „Die torlose Schranke“
  • Wu Zetian 武則天 (chin.)
    625–705; hielt nach dem Tod ihres Mannes, Kaiser Gaozong (628–683), die politischen Fäden Tang-Chinas in der Hand und trat 690 selbst die Herrschaft als Kaiserin an; Förderin des Buddhismus
X
  • Xuanzang 玄奘 (chin.)
    602–664; berühmter chin. Pilgermönch und buddh. Gelehrter; Autor eines einflussreichen Reiseberichts, der später als „Reise nach dem Westen“ in einen Roman gefasst wurde
Y
  • Yangtsekiang 扬子江 (chin.)
    Außerhalb Chinas geläufiger Name des Jangjiang 長江 („langer Fluss“), drittlängster Fluss der Welt
  • Yanlou 閻羅 (chin.)
    abgeleitet von skt. Yama Raja, König Yama; jap. Enra oder Enma; König oder Richter der Unterwelt
  • Yijing 易経 (chin.)
    „Buch/Leitfaden der Wandlungen“ (chin. Klassiker); jap. Ekikyō
  • Yijing 義浄 (chin.)
    635–713; chin. Pilgermönch, Übersetzer und „Indologe“; jap. Gijō
  • Yin Yang 陰陽 (chin.)
    Dualistisches Prinzip der chin. Naturphilosophie
  • Yinyuan Longqi 隱元隆琦 (chin.)
    1592–1673; jap. Ingen Ryūki; Begründer des Ōbaku-Zen
  • Yixing 一行 (chin.)
    683–727; chin. Astronom, Erfinder und Mönch des esoterischen Buddhismus (mijiao), vor allem als Übersetzer des Mahāvairocana Sutra (Dainichi-kyō) und Autor des zugehörigen Kommentars (Dainichi-kyō sho) bekannt
  • Yuan 元 (chin.)
    chin. Herrschaftsdynastie, Mongolenherrschaft, 1279–1368
  • Yungang 雲岡 (chin.)
    Ort einer Gruppe von buddhistischen Felsstatuen aus der Nördlichen Wei Dynastie (385–535)
Z
  • Zhiyi 智顗 (chin.)
    538–597; chin. Mönch und Gründer des chinesischen Tiantai Buddhismus; ältere Schreibung: Chih-i
  • Zhou 周 (chin.)
    chin. Zhou-Dynastie (1122?–256 v.u.Z.); eingeteilt in Westliche Zhou-Dynastie, Zongzhou 西周 (770–256 v.u.Z.) und Östliche Zhou-Dynastie, Dongzhou 東周 (770 v. Chr. bis 256 v.u.Z.)
  • Zhu Xi 朱熹 (chin.)
    1130–1200; chin. Philosoph; Begründer des Neo-Konfuzianismus

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