Metalog:Glossar/Japanisch: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 7. Februar 2019, 18:43 Uhr

Religion in Japan > Metalog > Glossar > Japanisch
Japanisch-Glossar

Japanisch

1310 Einträge
A
  • Abe no Seimei 安部清明 (jap.)
    921?–1005; Yin-Yang Meister des 10. Jh.s
  • Abe no Yasuna 安部保名 (jap.)
    Heian-zeitlicher Höfling und angebl. Vater des Abe no Seimei
  • Abe no Yasunari 安倍泰成 (jap.)
    fiktionale Persönlichkeit der Heian Zeit; Yin Yang-Meister
  • A-gyō 阿形 (jap.)
    Bez. für einen Typ von Wächtergottheit (niō) mit geöffnetem Mund; wtl. „A-Form“ (Figur, die ein „A“ ausspricht); Gegenstück von UN-gyō
  • Aizawa Seishisai 会沢正志斎 (jap.)
    1781–1863; Gelehrter der Mito Schule; wichtiger Vertreter der sonnō jōi-Ideologie
  • Aizen Myōō 愛染明王 (jap.)
    wtl. Mantra-König der Liebe; einer der bekanntesten myōō Japans
  • Aizu 会津 (jap.)
    Fürstentum im Norden der Kantō-Ebene, heute zum überwiegenden Teil auf dem Gebiet von Fukushima-ken
  • aka-e 赤絵 (jap.)
    „Rotbilder“; in rot gehaltene Bilder zur Abwehr der Pocken; rot gilt auch als Farbe der Dämonenabwehr (mayoke); unabhängig davon wurden auch Farbholzschnitte der Meiji-Zeit wegen ihrer hervorstechenden Rotfärbung als aka-e bezeichnet
  • Akechi Mitsuhide 明智光秀 (jap.)
    1526–1582; Kriegsherr des Spätmittelalters; General und Mörder Oda Nobunagas
  • akusō 悪僧 (jap.)
    Kriegermönch; wtl. „schlechter Mönch“
  • ama 海女 (jap.)
    Traditionelle, japanische Fischersfrau bzw. Perlentaucherin; ursprünglich bezog sich der Ausdruck ama 海士 auf sämtliche Fischer, wobei Männer in Booten fischten, während Frauen tauchten; im Laufe der Zeit wurde ama auf Frauen eingegrenzt und dem entsprechend 海女 („Meerfrau“) geschrieben
  • amagoi 雨乞い (jap.)
    Regenmachen durch rituelles Gebet und Zauber; Regenbitte; s.a. shōu, kiu
  • Amagoi Komachi 雨乞小町 (jap.)
    „Komachis Bitte um Regen“; Motiv aus dem Leben der Dichterin Ono no Komachi in , Kabuki oder ukiyo-e
  • ama no jaku 天邪鬼 (jap.)
    buddhistischer Dämon, wtl. „böser Himmelsgeist“
  • Amaterasu 天照 (jap.)
    Sonnengottheit; Ahnherrin des Tennō-Geschlechts
  • ama-tsu-kami 天津神 (jap.)
    Götter des Himmels
  • ame no hito 雨の人 (jap.)
    „Regenmensch“; jemand, der immer Schlechtwetter mitbringt
  • Ame no Hohi 天穂日 (jap.)
    Himmelsgottheit, Sohn von Amaterasu oder Susanoo
  • Ame no Koyane 天児屋/天児屋根 (jap.)
    mytholog. Gottheit; Ahnengottheit der Fujiwara
  • Ame no Uzume 天鈿女/天宇受賣 (jap.)
    mythologische Gottheit, Ahnherrin des Theaters
  • Amida 阿弥陀 (jap.)
    Buddha Amitabha; Hauptbuddha der Schulen des Reinen Landes (Jōdo-shū bzw. Jōdo Shinshū)
  • Amida-kyō 阿弥陀経 (jap.)
    Kleines Amida Sutra
  • Amida Nyorai 阿弥陀如来 (jap.)
    Amida Buddha; skt. Buddha Amitabha
  • Anahobe no Hashihito 穴穂部間人 (jap.)
     ?–622; Hauptfrau des Yōmei Tennō und Mutter von Shōtoku Taishi
  • Anraku-ji 安楽時 (jap.)
    ältester Zen-Tempel in der Präfektur Nagano, Gründung in der Kamakura-Zeit
  • aoi 青い (jap.)
    blau
  • arahitogami 現人神 (jap.)
    (der Tennō als) Gottheit in menschlicher Gestalt
  • arakan 阿羅漢 (jap.)
    buddhistische Heilsgestalt; abgeleitet von skt. arhat (oder Arhant); Kurzfom: rakan
  • aramitama 荒魂 (jap.)
    wtl. rauer (wilder) Geist; gewalttätige Natur einer Gottheit (im Ggs. zu nigimitama, milder Geist)
  • Arima Harunobu 有馬晴信 (jap.)
    1561?–1612; christlicher Daimyō in Kyūshū
  • asagutsu 浅沓 (jap.)
    Zeremonielles Schuhwerk der Schreinpriester aus schwarz lackiertem Holz; ehem. Adelstracht
  • Asahara Shōkō 麻原彰晃 (jap.)
    1955– ; Führer der Aum-Sekte; als Drahtzieher des Tōkyōter Giftgasanschlags (1995) zum Tode verurteilt
  • Asakusa-dera 浅草寺 (jap.)
    Tempel in Tōkyō; offizielle (sino-jap.) Lesung: Sensō-ji
  • Asakusa Jinja 浅草神社 (jap.)
    Schutzschrein des Tempels von Asakusa (Sensō-ji) in Tōkyō
  • Ashikaga 足利 (jap.)
    Kriegerfamilie, die 1336 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Ashikaga Shōgunat, 1336–1573
  • Ashikaga Takauji 足利尊氏 (jap.)
    1305–1358; Feldherr, Staatsmann; regierte als erster Ashikaga Shōgun 1338–1358
  • Ashikaga Yoshimitsu 足利義満 (jap.)
    1358–1408, 3. Ashikaga-Shōgun, r. 1368–1394; besonderer Förderer des Zen und des Nō-Theaters; unter ihm endete das Schisma im Tennō-Haus (Nord-Süd Hof)
  • ashura 阿修羅 (jap.)
    kämpfende Geister, eine von sechs Formen der Wiedergeburt; skt. asura
  • Asuka 飛鳥 (jap.)
    Asuka Region im Süden des Yamato-Beckens (Nara), wo sich in der Frühzeit die Residenzen der Soga befanden; Asuka-Zeit (587–645 oder auch 587–710)
  • Asuka-dera 飛鳥寺 (jap.)
    erster historisch fassbarer Tempel Japans, gegr. 593 (Nihon shoki) von Soga no Umako; wurde unter anderem als Hōkō-ji (Tempel des beginnenden Dharmas) bezeichnet, später aber unter dem Namen Gangō-ji (Tempel des ursprünglichen Beginns) nach Nara verlegt; unter Asuka-dera versteht man heute den ursprünglichen Standort in der Asuka Region
  • Atsuta Jingū 熱田神宮 (jap.)
    wichtigster und ältester Schrein in Nagoya
  • Atsuta no Enneme 熱田縁采女 (jap.)
    auch En’uneme; Heldin einer Edo-zeitlichen Schlangenlegende
  • Awa Kenzō 阿波研造 (jap.)
    1880–1939; Meister des Bogenschießens (kyūdō)
  • Azuchi-Momoyama Jidai 安土桃山時代 (jap.)
    Zeit der Reichseinigung zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit, 1573–1600
  • Azuma kagami 吾妻鏡/東鑑 (jap.)
    historische Chronik (ca. 1300), die Ereignisse des Kamakura- Shōgunats verzeichnet
  • azusa 梓 (jap.)
    Katalpe oder Trompetenbaum; oft auch Bezeichnung für Bögen (azusayumi) aus diesem Holz, die bei shamanistischen Seancen zum Einsatz kommen
  • azusa miko 梓神子 (jap.)
    Miko mit Katalpa-Bogen (azusa); Edo-zeitl. Bezeichnung für Geisterseherinnnen (itako)
B
  • bakemono 化け物 (jap.)
    Gespenst, Geist; wtl. verwandeltes Wesen
  • baku 獏 (jap.)
    Baku, elefantenartiges legendäres Tier, das Träume frisst; auch:Tapir
  • bakufu 幕府 (jap.)
    wtl. „Zeltregierung“; Militärregierung, Shōgunat
  • bakumatsu 幕末 (jap.)
    Ende des Tokugawa-Shōgunats, 1853–1867
B (Fortsetzung)
  • bateren 伴天連 (jap.)
    christlicher Priester; Missionar
  • Bateren tsuihōrei 伴天連追放令 (jap.)
    Verordnung zur Vertreibung der christl. Missionare durch Tokugawa Ieyasu; 1613
  • Batō Kannon 馬頭観音 (jap.)
    Kannon mit dem Pferdekopf, eine zornvolle Manifestation Kannons
  • Benkei 弁慶 (jap.)
    legendärer Kriegermönch des Genpei-Krieges (?–1189)
  • Benten 弁天 (jap.)
    Glücksgöttin; Kurzform von Benzaiten
  • Benzaiten 弁才天/弁財天 (jap.)
    Glücksgöttin, Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Benten
  • Bidatsu Tennō 敏達天皇 (jap.)
    538–585; 30. Tennō Japans (r. 572–585)
  • Binzuru 賓頭盧 (jap.)
    Skt. Pindola, ein Schüler Buddhas; auch: Bindora Baradaja (Pindola Bhāradvāja)
  • Birushana 毘盧遮那 (jap.)
    Buddha Vairocana; ältere jap. Namensform von Dainichi
  • Bishamon-ten 毘沙門天 (jap.)
    Himmelswächter des Nordens, Glücksgott; abgeleitet von einem indischen Gott des Reichtums, Vaishravana
  • biwa 琵琶 (jap.)
    japanische Kurzhalslaute mit vier oder fünf Saiten, wird mit einem großen Plektron angeschlagen
  • biwa hōshi 琵琶法師 (jap.)
    Spieler der Biwa-Laute in vormoderner Zeit, in der Regel blinde Mönche
  • Biwa-ko 琵琶湖 (jap.)
    Biwa-See; größter Süßwassersee Japans mit 3174 km², in der Präfektur Shiga gelegen; sein Name rührt der Legende nach von seiner Form her, die einer biwa — einer japanischen Laute — gleicht
  • Bon 盆 (jap.)
    Bon-Fest (Ahnenfest); in der Alltagssprache meist O-bon
  • bon'odori 盆踊 (jap.)
    Bon-Tänze
  • bosatsu 菩薩 (jap.)
    Bodhisattva, buddhistische Heilsgestalt
  • Bōshin Sensō 戊辰戦争 (jap.)
    Bōshin-Krieg (1868–1869); Bürgerkrieg zwischen Tennō-Loyalisten und Shōgunatstruppen am Beginn der Meiji-Zeit. Bōshin bezeichnet das Jahr 1868
  • Budō 武道 (jap.)
    Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste; wtl. Weg des Krieges
  • buke 武家 (jap.)
    Kriegeradel; die führenden Kriegerklans
  • bukkyō 仏教 (jap.)
    Lehre des Buddha, Buddhismus
  • Bunbuku chagama 分福茶釜 (jap.)
    Märchen über einen tanuki der die Gestalt eines Teekessels annimmt, um sich von seinem Retter aus Dank verkaufen zu lassen
  • Bunji 文治 (jap.)
    japanische Ära-Bezeichnung; von 1185–1190
  • bunmei kaika 文明開化 (jap.)
    „Aufklärung und Öffnung“; Modernisierungs-Slogan des 19. Jh.s
  • Bunraku 文楽 (jap.)
    Traditionelle, japanische Form des Puppentheaters, 1684 in Ōsaka entstanden; viele Stücke des Kabuki wurden ursprünglich für Bunraku geschrieben
  • bushi 武士 (jap.)
    Krieger, Samurai
  • Bushidō 武士道 (jap.)
    Verhaltenskodex bzw. Philosophie des japanischen Militäradels; wtl. Der Weg des Kriegers
  • butsudan 仏壇 (jap.)
    buddh. Hausaltar
  • Butsuzō zui 仏像図彙 (jap.)
    buddh. Bildenzyklopädie von Tosa Hidenobu, 1783.
  • Byakue Kannon 白衣観音 (jap.)
    Kannon im weißen Gewand
C
  • chigi 千木 (jap.)
    ornamentale Dachsparren
  • chiken-in 智拳印 (jap.)
    Mudrā der Weisheitsfaust
  • Chikubushima 竹生島 (jap.)
    kleine Insel im nördlichen Biwa-See in Nagahama, Präf. Shiga
  • chinkonsai 鎮魂祭 (jap.)
    Zeremonie zur Beruhigung der Totengeister
  • chi no ike 血の池 (jap.)
    Blutsee
  • chinowa 茅の輪 (jap.)
    wtl. Ring aus Schilfgras; Schilfgraskranz zur rituellen Reinigung
  • chinowa kuguri 茅の輪くぐり (jap.)
    Ritual, bei welchem man mehrmals durch einen Schilfgraskranz steigt, um Körper und Seele von Unreinheit und Krankheit zu befreien; wtl. Durchschreiten des Schilfgraskranzes
  • Chion-in 知恩院 (jap.)
    Haupttempel des Jōdo Buddhismus in Kyōto, err. 1234
  • Chokugo engi 勅語衍義 (jap.)
    „Kommentar zum Kaiserlichen Erziehungserlass“; Traktat von Inoue Tetsujirō, 1891
  • Chōgen 重源 (jap.)
    1121–1206; Mönch der Shingon-shū, bekannt für die Wiedererrichtung des Tōdaiji
  • Chōshū 長州 (jap.)
    auch Nagato; alte Provinz im Westen von Japans Hauptinsel Honshū, heute Teil von Yamaguchi-ken.
  • chūin 中陰 (jap.)
    wtl. mittlere Dunkelheit; Totenwelt; Übergangsperiode zwischen zwei Phasen der Wiedergeburt; im engeren Sinne: sieben mal sieben Tage nach dem Tod
  • chūsei 中世 (jap.)
    japanisches Mittelalter, ca. 12.–16. Jh.
D

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Ikonographie