Metalog:Glossar/Objekt: Unterschied zwischen den Versionen

Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 1: Zeile 1:
{{g_themen
+
{{glossar_liste
 
| thema= Gegenstände und Instrumente
 
| thema= Gegenstände und Instrumente
| titel= Gegenstände  
+
| ask= [[hat_thema::Gegenstände||Objekt]]
| category= Objekt
 
 
}}
 
}}

Version vom 7. Februar 2019, 22:45 Uhr

Religion in Japan > Metalog > Glossar > Objekt
Glossar zum Thema „Objekt“

Gegenstände und Instrumente

102 Einträge
A
  • aka-e 赤絵 (jap.)
    „Rotbilder“; in rot gehaltene Bilder zur Abwehr der Pocken; rot gilt auch als Farbe der Dämonenabwehr (mayoke); unabhängig davon wurden auch Farbholzschnitte der Meiji-Zeit wegen ihrer hervorstechenden Rotfärbung als aka-e bezeichnet
  • asagutsu 浅沓 (jap.)
    Zeremonielles Schuhwerk der Schreinpriester aus schwarz lackiertem Holz; ehem. Adelstracht
  • azusa 梓 (jap.)
    Katalpe oder Trompetenbaum; oft auch Bezeichnung für Bögen (azusayumi) aus diesem Holz, die bei shamanistischen Seancen zum Einsatz kommen
B
  • biwa 琵琶 (jap.)
    japanische Kurzhalslaute mit vier oder fünf Saiten, wird mit einem großen Plektron angeschlagen
  • butsudan 仏壇 (jap.)
    buddh. Hausaltar
C
  • chinowa 茅の輪 (jap.)
    wtl. Ring aus Schilfgras; Schilfgraskranz zur rituellen Reinigung
D
E
  • eboshi 烏帽子 (jap.)
    von Priestern in einfacher Robe getragene Kopfbedeckung; aus schwarz gelacktem Papier
  • engimono 縁起物 (jap.)
    Glücksbringer
F
  • fundoshi 褌 (jap.)
    traditionelle, japanische Unterwäsche für Männer
  • funzōe 糞掃衣 (jap.)
    Bezeichnung für das kesa im Zen-Buddhismus; wtl. in etwa „Kloputzfetzen“
G
  • geta 下駄 (jap.)
    Japanische Holzsandalen
  • gohei 御幣 (jap.)
    Papieropfergabe, Zickzack-Papier
  • gohonzon 御本尊 (jap.)
    Hauptgegenstand der Verehrung im Tempel
H
  • hagoita 羽子板 (jap.)
    Federball-Schläger
  • hamaya 破魔矢 (jap.)
    Glückspfeil, wtl. Dämonentöter-Pfeil
  • hamayumi 破魔弓 (jap.)
    Glücksbogen, wtl. Dämonentöter-Bogen
  • hanabi 花火 (jap.)
    Feuerwerk; wtl. Feuer-Blumen
  • haniwa 埴輪 (jap.)
    frühgeschichtliche Grabbeigaben aus Ton, meist in Form einfacher Skulpturen
  • haraegushi 祓串 (jap.)
    Harae-Wedel (auch haraigushi); rituelles Instrument für Reinigungszeremonien des Shintō
  • hitaikakushi 額隠 (jap.)
    weißes, dreieckiges Stück Papier oder Stoff, welches von Totengeistern auf der Stirn getragen wird
  • hossu (jap.)
    Pferdeschweifwedel; buddhistischer Ritualgegenstand; Symbol höchsten okkulten Wissens
  • hōken 奉献 (jap.)
    Spende, Opfergabe, Widmung
  • hōsō-e 疱瘡絵 (jap.)
    „Pockenbilder“; Bilder zur Abwehr der Pocken
  • hyakuman tō 百万塔 (jap.)
    Miniatur-Stupas, wtl. Millionen-Stupas
I
  • ihai 位牌 (jap.)
    Ahnentäfelchen
  • Inariyama Tekken 稲荷山鉄剣 (jap.)
    Eisenlangschwert aus der kofun-Zeit (471?), 1968 im Inariyama Kofun (Saitama-ken) ausgegraben; Nationalschatz; Länge 73,5 cm
J
  • 丈 (jap.)
    Altes japanisches Maß für Längen. 1 = 3,03m.
  • juzu 数珠 (jap.)
    Buddhistische Gebetskette; skt. Mala
K
  • kadomatsu 門松 (jap.)
    Neujahrsschmuck
  • kagamimochi 鏡餅 (jap.)
    Speiseopfer in Form von Reiskuchen (mochi); wtl. Spiegel-Mochi
  • kamidana 神棚 (jap.)
    shintōistischer Hausaltar
  • kanabō 金棒 (jap.)
    mit Spitzen versehener Knüppel oder Schlagstock, der im feudalen Japan als Waffe von Samurai gebraucht wurde (in der Mythologie auch von oni)
  • kaname-ishi/ yōseki 要石 (jap.)
    wtl. „Schlussstein“; Stein im Schrein von Kashima, mit dem der Erdbeben-Wels ruhig gehalten wird
  • kanmuri 冠 (jap.)
    Kanmuri, wtl. „Krone“; Kopfbedeckung von hochrangigen Shintō-Priestern
  • kariginu 狩衣 (jap.)
    Priestertracht (ehemals Hoftracht); wtl. „Jagdgewand“
  • karitaku 仮宅 (jap.)
    „vorläufige Wohnung“, Unterschlupf, billiges Bordell (Edo-Zeit)
  • kashaya काषाय (skt.)
    „Erdfarben“, Umhang buddhistischer Mönche, aus mehreren Stoffstreifen zusammengenähtes Tuch, jap. kesa 袈裟
  • kesa 袈裟 (jap.)
    äußerstes Gewand der buddh. Mönchstracht, variiert zwischen einem breiten Wickeltuch und einer dünnen Stola; besteht der Theorie nach aus Flicken.
  • kintama 金玉 (jap.)
    wtl. Goldbälle; Hoden
  • kitsunebi 狐火 (jap.)
    „Fuchslichter“; mysteriöse Leuchterscheinungen
  • kokuhō 国宝 (jap.)
    japanischer „Nationalschatz“; offizielle Auszeichnung besonderer Kulturgüter
  • kongō 金剛 (jap.)
    skt. Vajra; „Diamant“, magische Waffe, Donnerkeil
  • Konsei-sama 金精様 (jap.)
    phallische, als Gottheit verehrte Steinformationen in Nord-Japan
  • koto 琴 (jap.)
    Mit 13 Saiten bespannte Wölbbrettzither; aus China übernommenes Instrument der klassischen höfischen Musik Japans
  • kotsutsubo 骨壷 (jap.)
    Grab-Urne
  • (o)kōden (お)香典 (jap.)
    Grab-Spende (wtl. „Rauchspende“); Geld, das von Trauergästen gespendet wird
  • (o)kōro (お)香炉 (jap.)
    Rauchbecken, Gefäß für Rauchopfer
M
  • magatama 勾玉 (jap.)
    Krummjuwelen; archaischer Schmuck, Teil der Insignien des Tennō
  • mala माला (skt.)
    Gebetskette, jap. juzu 数珠
  • mamori 守り (jap.)
    Talisman, schutzbringender Gegenstand; meist in Höflichkeitsform: o-mamori
  • maneki neko 招き猫 (jap.)
    winkende Katze, Winkekatze; Glücksbringer, besonders für geschäftlichen Erfolg
  • mayoke 魔除け (jap.)
    Dämonenabwehr; kann auch Talismane oder Amulette bezeichnen
  • meoto-iwa 夫婦岩 (jap.)
    wtl. Mann-Frau Felsen, auch „vermählte Felsen“; Felsformationen im Meer oder in den Bergen, die als Liebespaar interpretiert und um eheliche Harmonie, Kindersegen, aber auch um sichere Seefahrt, etc. angebetet werden; auch fūfu-iwa, meoto-ishi, u.ä.
  • mikoshi 神輿 (jap.)
    tragbarer Schrein
  • miwa 神酒 (jap.)
    altertümliche Bezeichnung für Sake, der den Göttern geopfert wird
  • mochi 餅 (jap.)
    Japanische Reiskuchen, die traditionell vor allem zu Neujahr (O-shōgatsu) gegessen werden.
  • Mōkō shūrai ekotoba 蒙古襲来絵詞 (jap.)
    wtl. Illustrierter Bericht der mongolischen Invasion; bestehend aus 2 Bildrollen; entstanden zw. 1275 und 1293; in Auftrag gegeben von Takezaki Suenaga
  • mōsu 帽子 (jap.)
    kapuzenartige Kopfbedeckung buddhistischer Mönche; gleiche Schreibung, aber andere Ausprache wie bōshi („Hut“, „Kappe“)
  • mukaebi 迎え火 (jap.)
    Begrüßungslicht (für die Geister der Ahnen)
N
  • nanban byōbu 南蛮屏風 (jap.)
    Wandschirme mit Motiven europäischer Händler aus dem 16. und 17. Jahrhundert
  • nehanzu 涅槃図 (jap.)
    Gemalte Darstellung Buddhas nach dem Tode
  • nyoi no tama 如意の玉 (jap.)
    Wunschperle, Wunschjuwel
O
  • obi 帯 (jap.)
    Gürtel, der zum Kimono oder zur Kampfsportbekleidung getragen wird
  • o-fuda お札 (jap.)
    Amulett oder Talisman in Gestalt eines symbolischen Zeichens, meist aus Papier; auch shinsatsu 神札; das Zeichen 札 kann auch „Geldschein“ bedeuten, wird dann aber sinojap. satsu ausgesprochen;
  • (o)kōden (お)香典 (jap.)
    Grab-Spende (wtl. „Rauchspende“); Geld, das von Trauergästen gespendet wird
  • o-kōro お香炉 (jap.)
    Rauchopferbecken, Gefäß für Rauchopfer
  • okuribi 送り火 (jap.)
    Verabschiedungs-Licht (für die Geister der Ahnen)
  • o-mamori お守り (jap.)
    Talisman, schutzbringender Gegenstand
  • o-mikuji 御籤/(お)みくじ (jap.)
    Glückslos, Glücksorakel
  • osame-fuda, nōsatsu 納札 (jap.)
    „Visitenkarte“ eines Pilgers, Votivzettel
  • o-settai お接待 (jap.)
    Almosen
  • o-tsuka お塚 (jap.)
    Steinaltäre, oder Gedenksteine zur Verehrung der Gottheit Inari; wtl. „Hügel“
S
  • saisen 賽銭 (jap.)
    Spende, Spendengeld
  • saisen bako 賽銭箱 (jap.)
    Spendenbox, Kasten für Spendengeld
  • Sake 酒 (jap.)
    Reiswein
  • sanbō 三宝 (jap.)
    Drei Schätze oder Drei Juwelen, skt. triratna: Buddha, Dharma, Sangha; im Kontext des Shinto bezeichnet der Begriff ein Opfertischchen, wird in diesem Fall allerdings meist mit den Zeichen 三方 („drei Richtungen“) geschrieben.
  • senkō 線香 (jap.)
    Räucherstäbchen
  • sentai Jizō 千体地蔵 (jap.)
    „tausend Jizō[statuen]“; Bezeichnung für Ansammlungen von Miniaturstatuen für Bodhisattva Jizō
  • Sesshōseki 殺生石 (jap.)
    „Todesstein“; Stein, der giftige Dämpfe aussendet
  • shaku 笏 (jap.)
    Zeremonielles Zepter der Schreinpriester; trad. Emblem von Herrschern und Götterstatuen
  • shari 舎利 (jap.)
    Reliquie eines Buddhas oder buddh. Heiligen; oft wichtiges Heiligtum eines buddh. Tempels; von skt. śarīra
  • shide 四手 (jap.)
    Papierstreifen in Zickzackform, rituelles Emblem des Shintō
  • shimenawa 注連縄 (jap.)
    shintōistisches „Götter-Seil“; geschlagene Taue aus Reisstroh.
  • shini shōzoku 死に装束 (jap.)
    Totengewand
  • shintai 神体 (jap.)
    heiliges Objekt eines Shintō-Schreins; wtl. „Gottkörper“
  • shuin 朱印 (jap.)
    wtl. „roter (=offizieller) Stempel“; auch für rel. Zwecke, z.B. Stempel ins Pilgerlogbuch verwendet
  • sonaemono 供え物 (jap.)
    Opfergabe
  • sotdae 솟대 (kor.)
    Zeremonielle Stäbe der koreanischen Volksreligion, meist mit Vogelskulptur
  • sotoba 卒塔婆 (jap.)
    heute: hölzerne Grabbeigabe; abg. von skt. stupa, eig. „Pagode“; in dieser Bedeutung wird sotoba jedoch auf das mittlere Zeichen 塔verkürzt;
  • sugi 杉 (jap.)
     Japanische Zeder
T
  • takarabune 宝船 (jap.)
    Schatzschiff der Sieben Glücksgötter
  • tate-eboshi 立烏帽子 (jap.)
    Hut der Höflings- und Priestertracht
  • teruteru bōzu 照る照る坊主 (jap.)
    wtl. Schönwetter Mönchlein; Puppe, die Schönwetter bringen soll
U
  • ume 梅 (jap.)
    Pflaumenbaum, Pflaumenblüte
V
  • vajra वज्र (skt.)
    „Donnerkeil“, Ritualinstrument und Symbol des tantristischen/esoterischen Buddhismus, jap. kongō 金剛
W
  • waraji 草鞋 (jap.)
    Japanische Sandalen, welche aus verschiedenen Pflanzenfasern hergestellt werden (z.B.: Hanf, Baumwollschnüre, Reisstroh,...)
  • … weitere Ergebnisse

Metalog:Glossar (zurück zum Hauptartikel)
Ikonographie