Metalog:Glossar/Ort: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 7. Februar 2019, 23:17 Uhr

Religion in Japan > Metalog > Glossar > Ort
Glossar zum Thema „Ort“

Reale und imaginäre Orte

155 Einträge
A
  • Aizu 会津 (jap.)
    Fürstentum im Norden der Kantō-Ebene, heute zum überwiegenden Teil auf dem Gebiet von Fukushima-ken
  • Anxi 安西 (chin.)
    wtl. „Befriedung des Westens“; chinesische Garnisonsstadt am Knotenpunkt zweier Hauptrouten der Seidenstraße nahe der heutigen Stadt Guazhou, später auch Name der umgebenden Region
  • Asakusa-dera 浅草寺 (jap.)
    Tempel in Tōkyō; offizielle (sino-jap.) Lesung: Sensō-ji
  • Asakusa Jinja 浅草神社 (jap.)
    Schutzschrein des Tempels von Asakusa (Sensō-ji) in Tōkyō
  • Asuka 飛鳥 (jap.)
    Asuka Region im Süden des Yamato-Beckens (Nara), wo sich in der Frühzeit die Residenzen der Soga befanden; Asuka-Zeit (587–645 oder auch 587–710)
  • Asuka-dera 飛鳥寺 (jap.)
    erster historisch fassbarer Tempel Japans, gegr. 593 (Nihon shoki) von Soga no Umako; wurde unter anderem als Hōkō-ji (Tempel des beginnenden Dharmas) bezeichnet, später aber unter dem Namen Gangō-ji (Tempel des ursprünglichen Beginns) nach Nara verlegt; unter Asuka-dera versteht man heute den ursprünglichen Standort in der Asuka Region
  • Atsuta Jingū 熱田神宮 (jap.)
    wichtigster und ältester Schrein in Nagoya
B
  • Baekje 百濟/백제 (kor.)
    Ehemaliges Königreich in Korea, das sich zu seiner Blütezeit im 5. Jh. über die gesamte Westküste Südkoreas erstreckte; 660 vom benachbarten Silla erobert
  • Biwa-ko 琵琶湖 (jap.)
    Biwa-See; größter Süßwassersee Japans mit 3174 km², in der Präfektur Shiga gelegen; sein Name rührt der Legende nach von seiner Form her, die einer biwa — einer japanischen Laute — gleicht
  • Borobudur (skt.)
    größtes buddhistisches Monument in Java, Indonesien, in Gestalt eines dreidimensionalen Mandala
C
  • Chikubushima 竹生島 (jap.)
    kleine Insel im nördlichen Biwa-See in Nagahama, Präf. Shiga
  • chi no ike 血の池 (jap.)
    Blutsee
  • Chion-in 知恩院 (jap.)
    Haupttempel des Jōdo Buddhismus in Kyōto, err. 1234
  • Chōshū 長州 (jap.)
    auch Nagato; alte Provinz im Westen von Japans Hauptinsel Honshū, heute Teil von Yamaguchi-ken.
  • chūin 中陰 (jap.)
    wtl. mittlere Dunkelheit; Totenwelt; Übergangsperiode zwischen zwei Phasen der Wiedergeburt; im engeren Sinne: sieben mal sieben Tage nach dem Tod
D
  • Daian-ji 大安寺 (jap.)
    Buddhistischer Tempel in Nara, err. 729, geht auf ältere Vorgänger zurück
  • Daisen Kofun 大仙古墳 (jap.)
    Größtes Hügelgrab Japans in Sakai, Ōsaka, Nintoku Tennō zugeschrieben
  • Darel (Shina)
    Seitental des Indus im Norden Pakistans, in dem das antike Reich Tuoli vermutet wird, wo sich nach dem Reisebericht Faxians eine fast 20m hohe Statue des Maitreya befunden haben soll
  • Dayanta 大雁塔 (chin.)
    „Große Wildgans Pagode“ in Xian, China, err. 652
  • Dazaifu 太宰府 (jap.)
    Stadt in Nord-Kyūshū, südöstlich der Stadt Fukuoka
  • Dejima 出島 (jap.)
    künstliche Insel in der Bucht von Nagasaki; während der Edo-Zeit war hier der einzige europäische Handelsstützpunkt
  • Doyōsei 土曜星 (jap.)
    wtl. Erdplanet, Saturn
  • Dunhuang 敦煌 (chin.)
    Oasenstadt an der Seidenstraße zwischen dem Tarim-Becken und China; zumeist von China, aber zeitweise auch von Tibet beherrschtes Handelszentrum; buddhistisches Zentrum mit ausgedehnten Höhlentempeln
E
  • Edo 江戸 (jap.)
    Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune, heute: Tōkyō; auch: Zeit der Tokugawa-Dynastie, 1600–1867 (= Edo-Zeit);
  • Enbudai 閻浮提 (jap.)
    skt. Jambudvipa. Kontinent der irdischen Welt in der trad. indischen Kosmologie. Im Buddhismus Kontinent südlich des Weltenbergs Sumeru
  • Enoshima 江ノ島 (jap.)
    Schreininsel; rel. Zentrum nahe Kamakura
  • Entsū-ji 円通寺 (jap.)
    Sōtō-zen Tempel in Mutsu, Präf. Aomori, zuständig für das nahe gelegene religiöse Zentrum Osore-zan („Angst-Berg“)
F
  • Fudaraku 補陀落 (jap.)
    paradisische Insel des Kannon (Avalokiteshvara), abgeleitet von skt. Potalaka
  • Fuji-san 富士山 (jap.)
    Berg Fuji (3776 m), der höchste Berg Japans (fälschlich auch als Fuji-yama bezeichnet)
G
  • Gandhara गन्धार (skt.)
    Königreich im heutigen Pakistan bzw. gleichnamige Stadt (auch Purushapura, heute Peshavar); nach den griechischen Eroberungen unter Alexander dem Großen unter dem Einfluss der hellenistischen Kultur, später, im 1.–3. Jh. u.Z. Hauptstadt des buddhistischen Kushana Reichs; frühes Zentrum der buddhistischen Kunst
  • Gangō-ji 元興寺 (jap.)
    Nachfolgetempel des Hōkō-ji (Asuka-dera), des ältesten japanischen Tempels (gegr. 593). Der Tempel wurde unter dem Namen Gangō-ji 718 nach Nara verlegt.
  • gokuraku 極楽 (jap.)
    Paradies; identisch mit dem Reinen Land ( jōdo)
  • Grdhrakuta गृध्रकूट (skt.)
    „Geiergipfel“, indischer Berg bei Rajagrha (Rajgir), auf dem Buddha predigte, jap. Ryōjusen 霊鷲山
H
  • Haguro-san 羽黒山 (jap.)
    Berg Haguro; religiöses Zentrum des Shugendō in der Präfektur Yamagata, Nord-Japan
  • Hakata 博多 (jap.)
    alte Hafenstadt in Nord-Kyūshū, 1889 mit Fukuoka zusammengeschlossen
  • han 藩 (jap.)
    Lokales Feudalfürstentum, Spätmittelalter bis Edo-Zeit
  • Hase-dera 長谷寺 (jap.)
    Kannon-Tempel in Sakurai, Nara-ken; errichtet in der Nara-Zeit. Hauptattraktion ist eine über 10 m hohe Statue des Elfköpfigen Kannon. Ein Zweigtempel mit ebensolcher Statue befindet sich in Kamakura (Kamakura Hase-dera)
  • Heian 平安 (jap.)
    alter Name Kyōtos, eig. Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
  • Heian-kyō 平安京 (jap.)
    urspr. Name der Stadt Kyōto; wtl. Stadt des Friedens; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
  • Heijō-kyō 平城京 (jap.)
    urspr. Name der Stadt Nara; wtl. Stadt der Friedensburg
  • Hiei-zan 比叡山 (jap.)
    Klosterberg Hiei bei Kyōto, traditionelles Zentrum des Tendai Buddhismus
  • Hie Taisha 日吉大社 (jap.)
    Schutzschrein von Berg Hiei bei Kyōto; moderne Aussprache Hiyoshi Taisha; auch: Sannō Schrein
  • higan 彼岸 (jap.)
    „jenseitiges Ufer“; Jenseits; buddhistischer Name für die Woche der Tag-und-Nacht-Gleiche
  • Hizen 肥前 (jap.)
    Name einer alten Provinz im Nordwesten von Kyūshū; heute Saga-ken und Nagasaki-ken
  • hokuto 北斗 (jap.)
    Sternbild des Großen Wagens (chin. Nördlicher Schöpflöffel)
  • Hōjō Kashima 北条鹿島 (jap.)
    Schreininsel vor dem Hafen Hōjō in Ehime-ken, Shikoku; westlich der Insel befinden sich pittoreske Felsformationen, die jedes Jahr mit einem 45m langen shimenawa geschmückt werden
  • Hōrai 蓬莱 (jap.)
    daoistische Insel der Unsterblichkeit; chin. Penglai
I
  • Ikaruga-chō 斑鳩町 (jap.)
    Stadt im Norden der Präfektur Nara; Die Residenz des Shōtoku Taishi befand sich hier, an der Stelle wo heute der Hōryū-ji steht
  • Iki 壱岐 (jap.)
     Insel in der Meerenge zwischen Korea und Japan
  • Inaba 因幡 (jap.)
    alte jap. Provinz in Zentraljapan
  • Ise 伊勢 (jap.)
    vormoderne Provinz (heute Präfektur Mie); Kurzbezeichnung für die Schreinanlage von Ise (Ise Jingū)
I (Fortsetzung)
J
  • Jambudvipa जम्बूद्वीप (skt.)
    „Rosenapfelland“, in der trad. indischen Kosmologie: Kontinent der irdischen Welt südlich des Weltenbergs Sumeru, jap. Enbudai 閻浮提
  • jigoku 地獄 (jap.)
    wtl. „[unter]irdischer Kerker“, buddhistische Hölle
  • jōdo 浄土 (jap.)
    Reines Land, Paradies
  • Juhō-sen 鷲峰山 (jap.)
    Geierberg; Ort in Indien, wo Buddha seine wichtigsten Predigten abgehalten haben soll; auch Ryōju-sen (vgl. Ryōzen Jōdo)
  • jukkai 十界 (jap.)
    Zehn Welten des buddhistischen Jenseits; auch jikkai ausgesprochen
  • jūni-kyū 十二宮 (jap.)
    wtl. „Zwölf Paläste“; traditionelle jap. Bezeichnung für die 12 Sternzeichen der westl. Astrologie
K
  • Kamakura 鎌倉 (jap.)
    Stadt im Süden der Kantō Ebene, Sitz des Minamoto Shōgunats 1185–1333 (= Kamakura-Zeit)
  • karitaku 仮宅 (jap.)
    „vorläufige Wohnung“, Unterschlupf, billiges Bordell (Edo-Zeit)
  • Kataoka 片岡 (jap.)
    vermeintlicher Ort — wie im Nihon shoki beschrieben — an dem Shōtoku Taishi der Legende nach einem Bettler half, der eigentlich ein Buddha war
  • Katsuragi-san 葛城山 (jap.)
    Heiliger Berg der yamabushi, südwestl. von Nara; auch Yamato Katsuragi-san
  • Kenchō-ji 建長寺 (jap.)
    Zen-Tempel in Kamakura
  • Kii Hantō 紀伊半島 (jap.)
    Halbinsel Kii, Wakayama-ken
  • Kimon 鬼門 (jap.)
    „Dämonentor“, Nord-Osten; nach alter Vorstellung die Richtung, aus der die Dämonen kommen
  • Kinpusen 金峯山 (jap.)
    Heiliger Gipfel in den Bergen von Yoshino, südl. von Nara
  • Kiyomizu-dera 清水寺 (jap.)
    Tempel in Kyōto
  • Kongōkai mandara 金剛界曼陀羅 (jap.)
    Vajra-Welt-Mandala, Diamant-Welt-Mandala, Mandala des Dainichi
  • Konpira-san 金比羅山 (jap.)
    vor allem für Seeleute wichtige, gemischt-rel. Kultstätte in Shikoku; seit der Meiji-Zeit offiziell Kotohira-gū, doch hat sich die alte Bezeichnung bis heute gehalten
  • Kosala कोसल (Skt)
    Geburtsland des Buddha Shakyamuni
  • Kōdōkan 弘道館 (jap.)
    Akademie der Mito-Schule; wtl. Schule zur Verbreiterung des Weges; gegr. 1841 von Tokugawa Nariaki
  • Kōya-san 高野山 (jap.)
    Klosterberg südl. von Nara; sprituelles Zentrum des Shingon Buddhismus
  • Kumano 熊野 (jap.)
    Region im Süden der Halbinsel Kii (Wakayama-ken), bekannt für ihre alten Pilgerzentren (s. Kumano Sanzan)
  • Kumano Sanzan 熊野三山 (jap.)
    „Drei Berge von Kumano“ oder auch drei Klöster von Kumano; zusammenfassende Bez. für drei Pilgerstätten auf der Halbinsel Kii: Kumano Hongū, Nachi Taisha und Kumano Hayatama Taisha, die allerdings erst seit 1868 als Shintō-Schreine klassifiziert werden; Zentren des Shugendō
  • Kushinagara कुशीनगर (skt.)
    Ort von Buddhas Ableben, jap. Kushinagara 拘尸那愒羅
  • kuyōsei 九曜星 (jap.)
    Neun Planeten (Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn und die sog. „Mondknoten“, also die astronomischen Punkte, an denen eine Mondfinsternis eintreten kann); skt Navagraha
  • Kyūshū 九州 (jap.)
    „Neun Provinzen“; süd-westliche der vier japanischen Hauptinseln, drittgrößte und zweitbevölkerungsreichste Insel; heute bestehend aus acht Präfekturen
L
  • Leshan 樂山 (chin.)
    wtl. Berg der Freude; Ort in Sichuan, China, mit großem Felsenbuddha aus dem 8. Jh.
  • Longmen 龍門 (chin.)
    Ort in Henan, China, bekannt für eine eindrucksvollen Gruppe von Felsengrotten und Nischen, in denen zehntausende buddhistische Statuen aus dem Felsen herausgeschlagen sind. Die meisten Statuen stammen aus der Wei und Tang-Dynastie, also in etwa aus der Zeit von 400 bis 750, die bedeutendsten aus der Zeit der Kaserin Wu Zetian (r. 690–705).
  • Lumbini लुम्बिनी (skt.)
    Geburtsort des Gautama Siddhartha (Buddha Shakyamuni), jap. Ranbini 藍毘尼
M
  • Magadha मगध (skt.)
    Nordostindisches Königreich das im 6. bis 4. Jh. v.u.Z. seine Blütezeit erreichte
  • Mathura मथुरा (Skt)
    Stadt in Nordindien, zur Zeit der Kushana Dynastie (2.–3. Jh. u.Z.) wichtiges buddhistisches Zentrum; gilt auch als Geburtsstätte Krishnas
  • Matsunoo Taisha 松尾大社 (jap.)
    Matsunoo Schrein (auch: Matsuo Schrein), Kyoto; Hauptgottheiten: Ōyamakui und Nakatsushima-hime
  • Matsura 松浦 (jap.)
    alter Regionalbezirk in Nord-Kyūshū, heute Matsuura; auch Familienname dortiger Fürsten
  • Mimuro 三室 (jap.)
    anderer Name für Berg Miwa in der heutigen Präfektur Nara
  • Mito 水戸 (jap.)
    Fürstentum bzw. Stadt im Nordosten der Kantō-Ebene, heute Teil von Ibaraki-ken.
  • Miwa 三輪 (jap.)
    Ortsname (wtl. Drei Ringe); Kurzbez. für den Ōmiwa Jinja
  • Miyajima 宮島 (jap.)
    Schreininsel nahe Hiroshima; s.a. Itsukushima Schrein
  • Muromachi 室町 (jap.)
    Stadtteil in Kyōto; Sitz des Ashikaga Shōgunats 1336–1573 (= Muromachi-Zeit)
  • Myōshin-ji 妙心寺 (jap.)
    Zen Tempel in Kyōto, dem Yakushi Nyorai geweiht
N
  • Nachi no Taki 那智の滝 (jap.)
    größter frei fallender Wasserfall Japans (133m) in der Region Kumano; rel. Kultstätte, an der sich auch der Großschrein von Nachi (Nachi Taisha) befindet
  • Naniwa 難波 (jap.)
    antike Hafenstadt und kaiserliche Residenz auf dem Gebiet des heutigen Ōsaka (Nanba)
  • Nara 奈良 (jap.)
    Hauptstadt und Sitz des Tennō, 710–784 (= Nara-Zeit); ehemals: Heijō-kyō
  • Nara-bonchi 奈良盆地 (jap.)
    Becken im Norden der Präfektur Nara in welchem auch die Stadt Nara liegt
  • Nasuno 那須野 (jap.)
    „Nasu-Ebene“; in der Präfektur Tochigi, westlich der Stadt Nasu
  • Ne no Kuni 根の国 (jap.)
    wtl. Wurzelland, auch Ne no Katasukuni (根之堅州國); Unterwelt
  • Nihon/Nippon 日本 (jap.)
    Japan; wtl. Sonnenursprungs[land]
  • Nirvana निर्वाण (skt.)
    „Erloschen, ausgelöscht“, Ort der Erlösung von allem Leid, jap. Nehan 涅槃
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Ikonographie