Glossar zum Thema „Person“

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Glossar zum Thema „Person“

Reale und mythologische Personen

397 Einträge
A
  • Abe no Seimei 安部清明 (jap.)
    921?–1005; Yin-Yang Meister des 10. Jh.s
  • Abe no Yasuna 安部保名 (jap.)
    Heian-zeitlicher Höfling und angebl. Vater des Abe no Seimei
  • Abe no Yasunari 安倍泰成 (jap.)
    fiktionale Persönlichkeit der Heian Zeit; Yin Yang-Meister
  • Aizawa Seishisai 会沢正志斎 (jap.)
    1781–1863; Gelehrter der Mito Schule; wichtiger Vertreter der sonnō jōi-Ideologie
  • Ajatashatru अजातशत्रु (skt.)
    König v. Magadha in Nord-Indien (r. 491-461 v.u.Z.), jap. Ajase 阿闍世
  • Akechi Mitsuhide 明智光秀 (jap.)
    1526–1582; Kriegsherr des Spätmittelalters; General und Mörder Oda Nobunagas
  • akusō 悪僧 (jap.)
    Kriegermönch; wtl. „schlechter Mönch“
  • ama 海女 (jap.)
    Traditionelle, japanische Fischersfrau bzw. Perlentaucherin; ursprünglich bezog sich der Ausdruck ama 海士 auf sämtliche Fischer, wobei Männer in Booten fischten, während Frauen tauchten; im Laufe der Zeit wurde ama auf Frauen eingegrenzt und dem entsprechend 海女 („Meerfrau“) geschrieben
  • Amagoi Komachi 雨乞小町 (jap.)
    „Komachis Bitte um Regen“; Motiv aus dem Leben der Dichterin Ono no Komachi in , Kabuki oder ukiyo-e
  • ame no hito 雨の人 (jap.)
    „Regenmensch“; jemand, der immer Schlechtwetter mitbringt
  • Amoghavajra अमोघवज्र (skt.)
    705–774; buddh. Mönch aus Samarkand, Autor und Übersetzer zahlreicher Schriften des esoterischen Buddhismus aus dem Sanskrit ins Chinesische; chin. Bukong Jingang, jap. Fukū Kongō 不空金剛
  • Anahobe no Hashihito 穴穂部間人 (jap.)
     ?–622; Hauptfrau des Yōmei Tennō und Mutter von Shōtoku Taishi
  • Ananda आनन्द (skt.)
    „Freude“, Schüler des Buddha, jap. Anan 阿難
  • An Lushan 安禄山 (chin.)
    703–757; chinesischer General, der sich 755 erfolgreich an die Spitze des chinesischen Reiches putschte, bald aber vom eigenen Sohn ermordet wurde; er löste damit die nach ihm benannte An Lushan Rebellion aus, die das Tang-Reich von 755 bis etwa 765 in den größten Bürgerkrieg seiner Geschichte stürzte
  • arahitogami 現人神 (jap.)
    (der Tennō als) Gottheit in menschlicher Gestalt
  • arakan 阿羅漢 (jap.)
    buddhistische Heilsgestalt; abgeleitet von skt. arhat (oder Arhant); Kurzfom: rakan
  • arhat अर्हत् (skt.)
    höchste Stufe des Menschseins vor dem Austritt aus dem Geburtenkreislauf, jap. rakan
  • Arima Harunobu 有馬晴信 (jap.)
    1561?–1612; christlicher Daimyō in Kyūshū
  • Asahara Shōkō 麻原彰晃 (jap.)
    1955– ; Führer der Aum-Sekte; als Drahtzieher des Tōkyōter Giftgasanschlags (1995) zum Tode verurteilt
  • Ashikaga 足利 (jap.)
    Kriegerfamilie, die 1336 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Ashikaga Shōgunat, 1336–1573
  • Ashikaga Takauji 足利尊氏 (jap.)
    1305–1358; Feldherr, Staatsmann; regierte als erster Ashikaga Shōgun 1338–1358
  • Ashikaga Yoshimitsu 足利義満 (jap.)
    1358–1408, 3. Ashikaga-Shōgun, r. 1368–1394; besonderer Förderer des Zen und des Nō-Theaters; unter ihm endete das Schisma im Tennō-Haus (Nord-Süd Hof)
  • Ashoka अशोक (skt.)
    „Der Unbesorgte“, 304?–232 v.u.Z., König von Nord-Indien, jap. Muu 無憂 oder Aikuō 阿育王
  • William George Aston (west.)
    1841–1911; brit. Diplomat und Pionier der Japanologie; Übersetzer des Nihon shoki
  • Atsuta no Enneme 熱田縁采女 (jap.)
    auch En’uneme; Heldin einer Edo-zeitlichen Schlangenlegende
  • Awa Kenzō 阿波研造 (jap.)
    1880–1939; Meister des Bogenschießens (kyūdō)
  • azusa miko 梓神子 (jap.)
    Miko mit Katalpa-Bogen (azusa); Edo-zeitl. Bezeichnung für Geisterseherinnnen (itako)
B
  • bateren 伴天連 (jap.)
    christlicher Priester; Missionar
  • Benkei 弁慶 (jap.)
    legendärer Kriegermönch des Genpei-Krieges (?–1189)
  • Bidatsu Tennō 敏達天皇 (jap.)
    538–585; 30. Tennō Japans (r. 572–585)
  • Bimbisara बिम्बिसार (skt.)
    bedeutender König des Reiches von Magadha zu Lebzeiten des Buddha, jap. Binbasara 頻婆娑羅
  • Binzuru 賓頭盧 (jap.)
    Skt. Pindola, ein Schüler Buddhas; auch: Bindora Baradaja (Pindola Bhāradvāja)
  • biwa hōshi 琵琶法師 (jap.)
    Spieler der Biwa-Laute in vormoderner Zeit, in der Regel blinde Mönche
  • Bodhidharma बोधिधर्म (skt.)
    Legendärer Begründer des Zen-Buddhismus, jap. Daruma 達磨 oder Bodaidaruma 菩提達磨
  • Bodhisena बोधिसेन (skt.)
    704–760, indischer Mönch, Begründer der japanischen Kegon-Schule, jap. Bodaisena 菩提僊那
  • Hermann Bohner (west.)
    1884–1963; deutscher Japanologe; ab dem Ersten Weltkrieg in Japan tätig
  • Bertolt Brecht (west.)
    1898–1956; deutscher Schriftsteller und Dramatiker, dem Ostasien, ohne dass er es näher kannte, häufig zur Inspiration seiner „Lehrstücke“ diente
  • Budai 布袋 (chin.)
    chinesischer Mönch (10. Jh.); gilt als Inkarnation von Bodhisattva Maitreya; jap. Hotei
  • buke 武家 (jap.)
    Kriegeradel; die führenden Kriegerklans
  • bushi 武士 (jap.)
    Krieger, Samurai
C
  • Cao Yuanzhong 曹元忠 (chin.)
    r. 944–974; regierte zur Zeit der Fünf Dynastien und Zehn Reiche (907–960) als quasi unabhängiger Herrscher die Garnisonsstadt Dunhuang am nordwestlichen Ende der chinesischen Einflusssphäre
  • Basil Hall Chamberlain (west.)
    1850–1935, brit. Pionier der Japanforschung
  • Chen Shou 陳壽 (chin.)
    233–297; Autor der Chroniken der drei Reiche (Sanguo zhi); auch bekannt unter seinem Großjährigkeitsnamen Chengzuo 承祚
  • Edoardo Chiossone (west.)
    1833–1898; italienischer Graphiker und Drucker, der ab 1872 bis zu seinem Tod in Japan tätig war
  • Chōgen 重源 (jap.)
    1121–1206; Mönch der Shingon-shū, bekannt für die Wiedererrichtung des Tōdaiji
  • Conze, Edward (west.)
    1904–1979; deutsch-britischer Buddhismusforscher
D
  • Daigo Tennō 醍醐天皇 (jap.)
    60. Kaiser Japans, 885–930, r. 897–930.
  • Daijō-kan 太政官 (jap.)
    oberstes Regierungsamt der Nara- und Heian-Zeit
  • Daimyō 大名 (jap.)
    Territorialfürst, Titel des Kriegeradels
  • danna 旦那 (jap.)
    Gönner, Patron (eines Tempels) oder auch ein Mann, der für die Lebenskosten einer Frau aufkommt (z.B. für eine Geisha)
  • Date Masamune 伊達政宗 (jap.)
    1567–1636; Kriegsherr und mächtiger Landesfürst (Daimyō) in Nord-Japan zur Zeit der japanischen Reichseinigung
D (Fortsetzung)
  • Deguchi Nao 出口なお (jap.)
    1837–1918; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Ōmoto
  • Dengyō Daishi 伝教大師 (jap.)
    Ehrentitel des Mönchs Saichō
  • Dentō 伝燈 (jap.)
    wtl. „Übertragen der Lampe“; Weiterführen der Lehre [eines buddhistischen Meisters]; wurde 860 zu einem Ehrentitel in vier (später fünf) Abstufungen; implizierte eine Auszeichnung für Mönche außerhalb der staatlichen Mönchsverwaltung (sōgō), die sich um die Ausbreitung der buddhistischen Lehre verdient gemacht hatten
  • Dōgen 道元 (jap.)
    s. Dōgen Kigen
  • Dōgen Kigen 道元希玄 (jap.)
    1200–1253; Begründer des Sōtō Zen; auch Eihei Dōgen.
  • dōji 童子 (jap.)
    wtl. Knabe; oft Begleiterfigur („Page“) einer buddhistischen Gestalt, manchmal auch „böser Knabe“ = Dämon (z.B. → Shuten Dōji)
  • Dōkyō 道鏡 (jap.)
     ?–772; Nara-zeitl. Mönch; buddhistischer Staatsmann
  • Dōzō 道蔵 (jap.)
    koreanischer Mönch aus Baekje, spätes 6. Jh.; im Nihon shoki als Experte des Regenmachens erwähnt
  • Dschingis Khan 成吉思汗 (chin.)
    ca. 1162-1227; war ein mongolischer Khan, der die mongolischen Stämme einte und weite Teile Zentralasiens und Nordchinas eroberte.
E
F
G
  • Gautama गौतम (skt.)
    Eigennamen des historischen Buddha; Pali: Gotama, jap. Kudon 瞿曇
  • Geisha 芸者 (jap.)
    japanische Unterhaltungskünstlerin, die traditionelle japanische Künste darbietet; wtl. „Person der Künste“; der Begriff war urspr. geschlechtsneutral, wurde also auch auf Männer angewendet
  • Gennō Shinshō 源翁心昭 (jap.)
    1329–1400; Zen-Mönch, dem magische Fähigkeiten zugeschrieben wurden
  • Genshin 源信 (jap.)
    Tendai-Mönch (942–1017); auch bekannt als Eshin; Autor des Ōjō yōshū; Wegbereiter der Jōdo-shū
  • Go-Daigo 後醍醐 (jap.)
    1288–1339; Tennō der späten Kamakura-Zeit, der versuchte, die pol. Autorität des Kaiserhofes wieder herzustellen.
  • Gongen-sama 権現様 (jap.)
    volkstüml. Bezeichnung für den 1. Tokugawa Shōgun, Ieyasu, der als Tōshō Dai-Gongen vergöttlicht wurde
  • goningumi 五人組 (jap.)
    Nachbarschaftsgruppe; wtl. „Fünfergruppe“
  • Go-Shirakawa Tennō 後白河天皇 (jap.)
    1127–1192; 77. Kaiser von Japan; (r. 1155–1158); stellte vor allem als Exkaiser im Mönchsstand ein wichtiges politisches Gegengewicht zu den Diktatoren Taira no Kiyomori und Minamoto no Yoritomo dar
  • goze 瞽女 (jap.)
    blinde Musikerinnen, die sich zu Gilden zusammen schlossen und einen eigenen Rezitationsstil pflegten; bis ins 20. Jh. verbreitet
  • Guanxiu 貫休 (chin.)
    buddh. chin. Abt und Maler-Mönch (832–912); auch Chanyue 禅月 (jap. Zengetsu, „Meditationsmond“) genannt
  • gūji 宮司 (jap.)
    kami-Priester
  • Gyōki 行基 (jap.)
    668–749; Nara-zeitlicher Mönch, Popularisierer des Buddhismus
  • Gyōkyō 行教 (jap.)
    Mönch im Daian-ji (Nara) der frühen Heian-Zeit; Gründer des Iwashimizu Schreins
H

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