Mythen/Symboltiere/Junishi: Unterschied zwischen den Versionen

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(Daoistische und japanische Helden als Tierkreiszeichen)
 
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{{titel | Tierkreiszeichen in der japanischen Kunst}}
 
{{titel | Tierkreiszeichen in der japanischen Kunst}}
  
Wie auf der Seite [[Tierkreis]] genauer erläutert, teilte man auch in Ostasien den Tag in zwölf Einheiten („Stunden“) auf und ordnete jeder Stunde ein bestimmtes Tier zu. Auch als Marker der zwölf Monate sowie als Richtungszeichen spielten die Zwölf Tierkreiszeichen ({{glossar:juunishi}}) im vormodernen Japan eine wichtige Rolle. Es handelt sich dabei um folgende Tiere:  
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{{fl|W}}ie auf der Seite [[Texte/Yin und Yang/Kalender|Kalender·wesen]] genauer erläutert, teilte man in Ostasien den 24-Stunden-Tag in zwölf Einheiten („Stunden“) auf und ordnete jeder Stunde ein bestimmtes Tier zu. Jedes dieser Tiere repräsen·tiert zugleich die Himmels·richtung, die die Sonne während der ent·sprechen·den Stunde einnimmt. Die Tiere dienen daher gleich·zeitig als Zeit- und als Richtungsmaß, wes·wegen man auch von  zwölf Tierkreis·zeichen ({{glossar:juunishi}}) spricht. Auch Tage, Monate und Jahre wurden jeweils einem Tierkreis·zeichen zugeordnet. Es handelt sich dabei um folgende Tiere:  
  
 
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{| class= "prettytable centertd" align="center"
! ||Tier||On||Kun||Zeichen|| ||Tier||On||Kun||Zeichen
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! Stunde ||Tier||Japanisch|| Tageszeit||Jahreszeit||Richtung
 
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|1||Ratte/Maus ||SHI||ne||
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|1||Ratte/Maus ||{{g|ne}} 子||Mitternacht||Winter||Norden
|7||Pferd ||GO||uma||
 
 
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|2||Ochs/Büffel||CHŪ||ushi|| 丑  
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|2||Ochs/Büffel||{{g|ushi}} 丑 || ||Winter ||
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|3|| Tiger||IN|| tora||
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|3|| Tiger|| {{g|tora}} 寅 || || Frühling ||  
|9|| Affe||SHIN|| saru||
 
 
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|4|| Hase||BŌ|| u|| 卯
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|4|| Hase|| {{g|u1}} 卯 || Morgen||Frühling  || Osten
|10|| Hahn|||| tori||
 
 
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|5|| Drache||SHIN||tatsu||
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|5|| Drache|| {{g|tatsu}} 辰 || || Frühling ||  
|11|| Hund||JUTSU|| inu||
 
 
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|6 ||Schlange ||SHI|| mi||
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|6 ||Schlange || {{g|mi}} 巳 || || Sommer ||
|12|| Eber||GAI|| i||
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|7||Pferd || {{g|uma}} 午 || Mittag ||Sommer  || Süden
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|8|| Schaf/Ziege ||  {{g|hitsuji}} 未 || || Sommer ||
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|9|| Affe||  {{g|saru}} 申 || || Herbst ||
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|10|| Hahn||  {{g|tori}} 酉  || Abend ||Herbst  || Westen
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|11|| Hund|| {{g|inu}}  戌 || ||Herbst  ||
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|12|| Eber|| {{g|i1}} 亥 || || Winter||
 
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Auch in der japanischen Kunst wurden diese Tiere verschiedentlich thematisiert.
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Ihrer wichtigen Rolle im Zeit- und Kalender·wesen verdanken diese Tiere wohl auch eine besondere Beach·tung in Religion und Kunst.
  
==Die Zwölf Generäle als Tierkreiszeichen ==
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== Die Tierkreiszeichen als Zwölf Generäle ==
  
Der Buddha der Medizin, {{glossar:Yakushinyorai}}, verfügt über ein Gefolge von zwölf Schutzgottheiten, die zumeist als Zwölf Göttliche Generäle (''nijū shinshō'') bezeichnet werden. Sie sind die Inkarnationen von zwölf Schwüren, die Yakushi gemäß dem Sutra des Medizin-Meisters leistete, und beschützen jeweils einen der zwölf Abschnitte in Raum und Zeit. Sie verfügen jeweils über ein Gefolge von siebentausend kriegerischen Dämonen ({{glossar:yasha}}), daher ihr militärisches Auftreten. Alle tragen den Titel {{glossar:ten}}, was sie als indische {{skt:Deva}}-Gottheiten ausweist. Mit Ausnahme von Kubira-ten <ref>Kubira-ten, auch Konpira-ten, ein indischer Gott des Reichtums, der als Erscheinungsform des {{glossar:bishamonten}} gilt.</ref> handelt es sich um ansonsten unbekannte Figuren, die stets nur in Yakushi geweihten Tempelhallen aufgestellt werden.
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Dank ihrer Verbindung zu den Zwölf Stunden, werden die Zwölf Generäle heute fast nur noch mit den Namen der Tierkreiszeichen angesprochen, welche diese Stunden repräsentieren. Während die ältesten japanischen Darstellungen dieser Gottheiten noch nichts von dieser Assoziation verraten,<ref>Die berühmteste Statuengruppe stammt aus der frühen Heian-Zeit und befindet sich im Tempel Shin Yakushi-ji in Nara. Sie sind dort um das Hauptheiligtum, eine Statue des sitzenden Yakushi Nyorai, kreisförmig aufgestellt.  Während diese Figuren bereits die charakteristischen Posen der Zwölf Generäle einnehmen, tragen sie keine Tierkreiszeichen als Erkennungsmerkmale.</ref>  tragen die Statuen der Zwölf Generäle ab der späten {{glossar:Heian}}-Zeit stets das ihnen entsprechende Tier als Kopfputz. Im folgenden einige Beispiel aus einigen bekannten Gruppen (bitte Bilder anklicken):
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Die obigen Bilder stellen die soge·nannten Zwölf Göttli·chen Generäle ({{glossar:juunishinshou}}) dar, die jeweils mit einem der Zwölf Tiere in Beziehung stehen. Die Statuen stammen aus verschie·denen Bildergruppen der Zwölf Generäle ab der späten {{glossar:Heian}}-Zeit, doch tragen alle das ihnen ent·sprechende Tier als Kopf·putz (zur Verdeu·tlichung Bilder anklicken). Alle Generäle tragen den Titel {{glossar:ten}}, was sie als indische {{skt:Deva}}-Gott·heiten und damit als buddhis·tische Gott·heiten ausweist.
  
{{Galerie2|bilder={{Dia2|
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Grob ge·sprochen sind die Zwölf Generäle das Ergebnis einer buddhis·tischen Interpre·tation der Zwölf Tier·kreis·zeichen. Ursprünglich handelt es sich bei diesen Figuren jedoch um die Mani·festa·tionen von zwölf Schwüren, die der  Buddha der Medizin, {{glossar:Yakushinyorai}}, leistete, und die sinn·gemäß alle, die an ihn glauben, zur Erlösung führen.
ne jionji.jpg|w=120|rahmen_w=120|rahmen_h=160}}{{Dia2|
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Das Yakushi Sutra<ref>
ushi kannami.jpg|w=123|rahmen_w=120|rahmen_h=160}}{{Dia2|
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''Yakushi-kyō'', mit vollem Titel ''Yakushi rurikō nyorai hongan kudoku kyō'' 薬師瑠璃光如来本願功徳経  (vgl. [http://21dzk.l.u-tokyo.ac.jp/SAT/ddb-sat2.php?mode=detail&useid=0450_ SAT, T0450]), ein relativ kurzes Sutra, das von den Zwölf Schwüren des Yakushi und seinem Reinen Land im Osten handelt. Existiert in der frühesten Fassung als angebliche Über·setzung aus dem Sanskrit durch {{glossar:Xuanzang}} (602–664), doch konnte bisher kein Original·text identi·fiziert werden.
tora tnm.jpg|w=123|rahmen_w=120|rahmen_h=160}}{{Dia2|
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</ref>
u.jpg|w=120|rahmen_w=120|rahmen_h=160}}
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erklärt dazu, dass jeder der Generäle über ein Gefolge von sieben·tausend kriegeri·schen Dämonen ({{glossar:yasha}}) verfügt. Dennoch handelt es sich — mit Ausnahme von {{g|Kubiraten}} —  um ansonsten weit·gehend unbe·kannte Figuren, die meist nur in Verbindung mit Yakushi genannt werden.<ref>
|caption=1. Ratte, 2. Ochse, 3. Tiger, 4. Hase
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Die Generäle werden im Yakushi Sutra kommen·tarlos in der folgenden Reihen·folge auf·gezählt:
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# Kubira Taishō 宮毘羅大將 (Eber)
{{Galerie2|bilder={{Dia2|
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# Basara Taishō 伐折羅大將 (Hund)
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# Mekira Taishō 迷企羅大將 (Hahn)
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+
# Anteira Taishō 安底羅大將 (Affe)
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# A'nira Taishō 頞儞羅大將 (Ziege)
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# Santeira Taishō 珊底羅大將 (Pferd)
|caption=5. Drache, 6. Schlange, 7. Pferd, 8. Ziege
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# Indara Taishō 因達羅大將 (Schlange)
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# Haira Taishō 波夷羅大將 (Drache)
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# Makora Taishō 摩虎羅大將 (Hase)
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# Shindara Taishō 眞達羅大將 (Tiger)
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# Shōtora Taishō 招杜羅大將 (Ochs)
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# Bikara Taishō 毘羯羅大將 (Ratte)
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Bezüglich der japani·schen Lautung, s. [http://ja.wikipedia.org/wiki/%E5%8D%81%E4%BA%8C%E7%A5%9E%E5%B0%86 Wikipedia (jp.)]. Die entspre·chenden Sanskrit-Äquivalente sind hier nicht angeführt, da sich dazu  unter·schied·liche Inter·preta·tionen finden. Die Tiere werden im Sutra selbst nicht erwähnt und sind hier gemäß der häufigsten japani·schen Konvention in Klammer beigefügt (doch besteht auch hier nicht völlige Überein·stimmung in den Quellen).  
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Der Erst·genannte der Gruppe, Kubira-ten (auch Konpira-ten), dürfte mit dem indischen Gott des Reichtums Kubera in Verbin·dung stehen, der auch als Er·scheinungs·form des {{glossar:bishamonten}} (Schutzgott des Nordens) gilt. Er wird allerdings auch auf einen Schüler des Buddha namens Kimbila oder auf ein Wesen namens Kumbhīra zurück geführt (vgl. [http://www.buddhism-dict.net/cgi-bin/xpr-ddb.pl?q=%E5%8D%81%E4%BA%8C%E7%A5%9E Digital Dictionary of Buddhism], Login: guest).
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</ref>
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Die Zwölf Generäle standen wohl von Anfang an mit den Zwölf Stunden des Tages in Verbindung, ihre Assoziation mit den Tierkreis·zeichen wird aber aus dem Sutra selbst nicht ersichtlich. Auch die ältesten bildlichen Dar·stellun·gen in Japan aus der frühen Heian-Zeit verraten noch nichts von dieser Beziehung.<ref>
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Die berühm·teste Statuen·gruppe stammt aus der frühen Heian-Zeit und befindet sich im Tempel Shin Yakushi-ji in Nara. Sie sind dort um das Haupt·heilig·tum, eine Statue des sitzenden Yakushi Nyorai, kreisförmig aufgestellt.  Während diese Figuren bereits die charakte·ristischen Posen der Zwölf Generäle einnehmen, tragen sie keine Tier·kreis·zeichen als Er·kennungs·merkmale.
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</ref>  Dennoch liegt die Assozia·tion auf der Hand, sobald die Zwölf Stunden fest mit den Tier·kreis·zeichen assoziiert werden. Dank dieser Verbindung werden die Zwölf Generäle heute fast nur noch mit den ent·sprechen·den Namen der Tier·kreis·zeichen ange·sprochen.
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== Daoistische und japanische Helden als Tierkreiszeichen ==
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In China gab es auch eine daoistische Variante der Zwölf Göttlichen Generäle, die u.a. in der Qing-zeitlichen Enyzyklopädie ''Gujin tushu jicheng'' („Sammlung von Texten und Bildern aus Gegenwart und Vergangenheit“) Anfang des 18. Jahrhunderts abgebildet wurden. Hier treten alle Tiere als stattliche Krieger mit einem Tierkopf auf. In Japan entstand zur gleichen Zeit eine Bild-Enzyklopädie über allerlei Wissenswertes aus China ({{g|Morokoshikinmouzui}}, illustriert von {{g|Tachibanamorikuni}}), die die gleiche Gruppe von Tier-Generälen enthält:
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== Kuniyoshis Serie „Helden als Tierkreiszeichen“ ==
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Möglicherweise wurden {{glossar:ukiyoe}}-Künstler durch diese chinesischen Beispiele dazu angeregt, die Tierkrieszeichen mit bestimmten Geschichten oder Figuren aus der japanischen Vergangenheit zu verbinden. {{glossar:Utagawakuniyoshi}} kombinierte sie etwa mit Helden·portraits, ein Genre in dem er sich besonders auszeichnete. Kuniyoshis Serie bein·haltet zum einen klassische Helden aus dem japani·schen Mittelalter, aber auch Figuren aus den alten Mythen und aus damals auch in Japan populären chinesi·schen Romanen. In den meisten Bildern suggeriert Kuniyoshi eine charakter·liche Ähnlich·keit zwischen dem Tier und dem darge·stellten Helden. (Zur genaueren Erläuterung die Bilder anklicken.)<!--
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--><ref>Kuniyoshi schuf auch eine parallele Serie zu den Zehn Himmels·stämmen ({{g|jikkan}}).
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</ref>
  
In der zunehmend säkulär geprägten Edo-Zeit wurden die Tierkreiszeichen ein beliebtes Motiv der ''ukiyoe''-Künstler, wobei die Tiere zumeist mit bestimmten Geschichten oder Figuren frei assoziiert wurden. Utagawa Kuniyoshi kombinierte sie zum Beispiel mit Heldenportraits, ein Genre in dem er sich besonders  auszeichnete. Die Serie beinhaltet zum einen klassische Helden aus dem japanischen Mittelalter, aber auch Figuren aus den alten Mythen und aus damals auch in Japan populären chinesischen Romanen. In den meisten Bildern suggeriert Kuniyoshi eine charakterliche Ähnlichkeit zwischen dem Tier und dem dargestellten Helden. (Zur genaueren Erläuterung die Bilder anklicken.)
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* [[Texte/Yin_und_Yang/Kalender|Kalenderwesen]]
 
* [[Wächter]]götter
 
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* [[Bishamon-ten]]
 
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Aktuelle Version vom 13. April 2017, 12:22 Uhr

Tierkreiszeichen in der japanischen Kunst

Wie auf der Seite Kalender­wesen genauer erläutert, teilte man in Ostasien den 24-Stunden-Tag in zwölf Einheiten („Stunden“) auf und ordnete jeder Stunde ein bestimmtes Tier zu. Jedes dieser Tiere repräsen­tiert zugleich die Himmels­richtung, die die Sonne während der ent­sprechen­den Stunde einnimmt. Die Tiere dienen daher gleich­zeitig als Zeit- und als Richtungsmaß, wes­wegen man auch von zwölf Tierkreis­zeichen (jūni shijūni shi 十二支 die Zwölf Erdzweige, auch: Tierkreiszeichen Bishamon-tenImaginaere TiereKalender) spricht. Auch Tage, Monate und Jahre wurden jeweils einem Tierkreis­zeichen zugeordnet. Es handelt sich dabei um folgende Tiere:

Stunde Tier Japanisch Tageszeit Jahreszeit Richtung
1 Ratte/Maus nene Maus/Ratte der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Mitternacht Winter Norden
2 Ochs/Büffel ushiushi Ochs/Büffel der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Winter
3 Tiger toratora Tiger der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Frühling
4 Hase uu Hase der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Morgen Frühling Osten
5 Drache tatsutatsu Drache der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Frühling
6 Schlange mimi Schlange der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Sommer
7 Pferd umauma Pferd der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Mittag Sommer Süden
8 Schaf/Ziege hitsujihitsuji Schaf/Ziege der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Sommer
9 Affe sarusaru Affe; gehört auch zu den zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) (verwendet in dem Fall das Kanji 申) UzumeSymboltiereDrei Affen Herbst
10 Hahn toritori Hahn der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Abend Herbst Westen
11 Hund inuinu Hund der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Herbst
12 Eber ii Eber der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) Winter

Ihrer wichtigen Rolle im Zeit- und Kalender­wesen verdanken diese Tiere wohl auch eine besondere Beach­tung in Religion und Kunst.

Die Tierkreiszeichen als Zwölf Generäle

Göttlicher General (Ratte) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Jion-ji, Yamagata-ken // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Bikara 毘羯羅 (skt. Vikarāla) bezeichnet. Auf seinem Helm ist eine kleine Maus (ne) oder Ratte erkennbar.
. 1 Ratte
Göttlicher General (Ochse) // Statue, tenbu (Holz), Detail. Kamakura-Zeit // Bild © Kannami Buddha Statues Museum (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Shōtora 招杜羅 (skt. Catura) bezeichnet. Auf seinem Kopf trägt er den Kopf eines Rinds (ushi).
. 2 Ochse
Göttlicher General (Tiger) // Statue, tenbu (Holz), Detail. Kamakura-Zeit; Tōkyō National Museum (ehemals Sōgen-ji , Kanagawa-ken) // Bild © Kun Inaka (Flickr), 2013 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Shindara 眞達羅 (skt. Kinnara) bezeichnet. Zwischen den zu Berge stehenden Haaren ist ein kleiner Tigerkopf (tora) erkennbar.
. 3 Tiger
Göttlicher General (Hase) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Jion-ji, Yamagata-ken // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Makora Taishō 摩虎羅大將 bezeichnet. Auf seinem Kopf ist der Kopf eines Hasen (u) erkennbar.
. 4 Hase
Göttlicher General (Drache) // Statue, tenbu (Holz, bemalt; Glasaugen) von Kei-Schule, Detail. Kamakura-Zeit; Tokyo National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyoto); Körperhöhe 78,2 cm // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Haira Taishō 波夷羅大將 bezeichnet. Aus seinem zu Berge stehenden Haar ragt ein Drachenkopf (tatsu).
. 5 Drache
Göttlicher General (Schlange) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tokyo National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyoto) // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Indara Taishō 因達羅大將 bezeichnet. Auf seinem Kopf ringelt sich eine kleine Schlange (mi).
. 6 Schlange
Göttlicher General (Pferd) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Kannami Buddha Statue Museum, Shizuoka // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise Santeira Taishō 珊底羅大將 bezeichnet. Auf seinem Kopf trägt er den Kopf eines Pferdes (uma).
. 7 Pferd
Göttlicher General (Ziege) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tōkyō National Museum (ehem. Sōgen-ji, Kanagawa-ken) // Bild © Now2000 Jewell, (Flickr), 2009 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als A'nira Taishō 頞儞羅大將 bezeichnet. Auf seinem Helm ist eine Ziege (hitsuji) erkennbar.
. 8 Ziege
Göttlicher General (Affe) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tokyo National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyōto) // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Anteira Taishō 安底羅大將 bezeichnet. Unter seiner Kopfbedeckung lugt ein Affe (saru) hervor.
. 9 Affe
Göttlicher General (Hahn) // Statue, tenbu (Holz), Detail. Kamakura-Zeit, 1207; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara; ca. 120 cm // // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Mekira Taishō 迷企羅大將 bezeichnet. Trägt einen Hahn (tori) im Haar.
. 10 Hahn
Göttlicher General (Hund) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tōkyō National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyōto) // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Basara Taishō 伐折羅大將 bezeichnet. Trägt einen Hund (inu) auf seinem Kopf. Grün bemaltes Gesicht.
. 11 Hund
Göttlicher General (Eber) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit, 1207; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara; ca. 120 cm // Bild © Takashi Mibayashi (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Kubira Taishō 宮毘羅大將 bezeichnet. Auf seinem Helm ist ein Eber (i) bzw. ein Schwein erkennbar.
. 12 Eber

Die obigen Bilder stellen die soge­nannten Zwölf Göttli­chen Generäle (Jūni ShinshōJūni Shinshō 十二神将 Die Zwölf Göttlichen Generäle Bishamon-tenWaechtergoetter) dar, die jeweils mit einem der Zwölf Tiere in Beziehung stehen. Die Statuen stammen aus verschie­denen Bildergruppen der Zwölf Generäle ab der späten HeianHeian 平安 alter Name Kyōtos, eig. Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit) ShichigosanJahrMatsuriMoencheOpfergaben... mehr-Zeit, doch tragen alle das ihnen ent­sprechende Tier als Kopf­putz (zur Verdeu­tlichung Bilder anklicken). Alle Generäle tragen den Titel -ten-ten wtl. Himmel; Göttertitel für eine eine aus Indien übernommene Gottheit (skt. deva) IkonographieGluecksgoetterDaikokuWaechtergoetter, was sie als indische devadeva देव „Gottheit“, oberste Klasse indischer Götter, jap. ten 天 oder tenbu 天部 Bishamon-tenBuddhismusIkonographieGluecksgoetterBenzaiten... mehr-Gott­heiten und damit als buddhis­tische Gott­heiten ausweist.

Grob ge­sprochen sind die Zwölf Generäle das Ergebnis einer buddhis­tischen Interpre­tation der Zwölf Tier­kreis­zeichen. Ursprünglich handelt es sich bei diesen Figuren jedoch um die Mani­festa­tionen von zwölf Schwüren, die der Buddha der Medizin, Yakushi NyoraiYakushi Nyorai 薬師如来 Buddha der Medizin; skt. Bhaisajyaguru NikkoTempelDaibutsu StatuenOkuninushiOpfer... mehr, leistete, und die sinn­gemäß alle, die an ihn glauben, zur Erlösung führen. Das Yakushi Sutra1 erklärt dazu, dass jeder der Generäle über ein Gefolge von sieben­tausend kriegeri­schen Dämonen (yashayasha 夜叉 von skt. Yaksha; menschenfressende Götter oder Dämonen des indischen Pantheons, die im Buddhismus zu wehrhaften Schutzgöttern avancieren Vajrapani) verfügt. Dennoch handelt es sich — mit Ausnahme von Kubira-tenKubira-ten 宮毘羅 Anführer der Zwölf Göttlichen Generäle; auch als Konpira 金比羅, Wächtergottheit der Seefahrer und Fischer, bekannt — um ansonsten weit­gehend unbe­kannte Figuren, die meist nur in Verbindung mit Yakushi genannt werden.2

Die Zwölf Generäle standen wohl von Anfang an mit den Zwölf Stunden des Tages in Verbindung, ihre Assoziation mit den Tierkreis­zeichen wird aber aus dem Sutra selbst nicht ersichtlich. Auch die ältesten bildlichen Dar­stellun­gen in Japan aus der frühen Heian-Zeit verraten noch nichts von dieser Beziehung.3 Dennoch liegt die Assozia­tion auf der Hand, sobald die Zwölf Stunden fest mit den Tier­kreis­zeichen assoziiert werden. Dank dieser Verbindung werden die Zwölf Generäle heute fast nur noch mit den ent­sprechen­den Namen der Tier­kreis­zeichen ange­sprochen.

Daoistische und japanische Helden als Tierkreiszeichen

In China gab es auch eine daoistische Variante der Zwölf Göttlichen Generäle, die u.a. in der Qing-zeitlichen Enyzyklopädie Gujin tushu jicheng („Sammlung von Texten und Bildern aus Gegenwart und Vergangenheit“) Anfang des 18. Jahrhunderts abgebildet wurden. Hier treten alle Tiere als stattliche Krieger mit einem Tierkopf auf. In Japan entstand zur gleichen Zeit eine Bild-Enzyklopädie über allerlei Wissenswertes aus China (Morokoshi kinmōzuiMorokoshi kinmōzui 唐土訓蒙図彙 wtl. Lehrreiche Bilder über China; Edo-zeitliche Bildenzyklopädie von Hirazumi Sen'an, illustriert von Tachibana Morikuni, 1719 , illustriert von Tachibana MorikuniTachibana Morikuni 橘守国 1679–1748; Edo-zeitlicher Künstler und Buchillustrator der Kanō-Schule ), die die gleiche Gruppe von Tier-Generälen enthält:

Göttlicher General Ratte // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt die Ratte (ne), die u.a. für die erste Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ō Bunkei 王文卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 13 Ratte
Göttlicher General Ochse // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Ochsen (ushi), der u.a. für die zweite Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Chō Shigyoku 趙子玉 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 14 Ochse
Göttlicher General Tiger // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Tiger (tora), der u.a. für die dritte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Mei Buntō 明文童 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 15 Tiger
Göttlicher General Hase // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Hasen (u), der u.a. für die vierte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Shima 司馬 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 16 Hase
Göttlicher General Drache // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Drachen (tatsu), der u.a. für die fünfte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischenNamen Mō Hikei 孟非卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 17 Drache
Göttlicher General Schlange // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt die Schlange (mi), die u.a. für die sechste Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Sai Kyokei 崔巨卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 18 Schlange
Göttlicher General Pferd // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt das Pferd (uma), das u.a. für die siebente Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ei Kyokukei 衛玉卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 19 Pferd
Göttlicher General Ziege // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt die Ziege (hitsuji), die u.a. für die achte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Shuku Tō 叔通 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 20 Ziege
Göttlicher General Affe // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Affen (saru), der u.a. für die neunte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ko Bunchō 扈文長 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 21 Affe
Göttlicher General Hahn // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Hahn (tori), der u.a. für die zehnte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Zō Bunkō 臧文公 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).  
. 22 Hahn
Göttlicher General Hund // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Hund (inu), der u.a. für die elfte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ten Shikō 展子江 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 23 Hund
Göttlicher General Eber // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Eber (i), der u.a. für die zwölfte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Chō Buntō 張文通 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
. 24 Eber

Möglicherweise wurden ukiyo-eukiyo-e 浮世絵 „Bilder der fließenden Welt“, populäre Farbholzschnitte der Edo-Zeit PhalluskultePilgerschaftAsakusaArhatsHorrorklassiker... mehr-Künstler durch diese chinesischen Beispiele dazu angeregt, die Tierkrieszeichen mit bestimmten Geschichten oder Figuren aus der japanischen Vergangenheit zu verbinden. Utagawa KuniyoshiUtagawa Kuniyoshi 歌川国芳 1798–1861; Maler und Zeichner. Bekannter Verteter des ukiyo-e-Farbholzschnitts ArhatsKitsune kombinierte sie etwa mit Helden­portraits, ein Genre in dem er sich besonders auszeichnete. Kuniyoshis Serie bein­haltet zum einen klassische Helden aus dem japani­schen Mittelalter, aber auch Figuren aus den alten Mythen und aus damals auch in Japan populären chinesi­schen Romanen. In den meisten Bildern suggeriert Kuniyoshi eine charakter­liche Ähnlich­keit zwischen dem Tier und dem darge­stellten Helden. (Zur genaueren Erläuterung die Bilder anklicken.)4

Der Mönch Raigō (Ratte) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein buddhistischer Mönch zerwühlt eine Schriftrolle, deren Schriftzeichen sich in eine Horde von Ratten (ne) verwandeln. Es handelt sich um Raigō (1002–1084) aus dem Tempel Miidera, der die Sutren des Klosterbergs Hiei mithilfe von Ratten vernichtet (nach einer anderen Version verwandelt er sich dabei selbst in eine Ratte), um sich an Kaiser und Konkurrenten zu rächen. Im Vordergrund der Gelehrte Ōe Masafusa. Mehr dazu auf der Seite Rituelle Verwuenschungen.
. 25 Ratte
Der Bandit Kidō Maru (Ochse) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Eine zwielichtige Gestalt betrachtet selbstzufrieden ihr Spiegelbild in einem nächtlichen Weiher. Es ist der Bandit Kidō Maru, der dem Helden Minamoto Raikō auflauert. Er verbirgt sich dabei unter der Haut eines (hier schwer erkennbaren) Wasserbüffels (ushi), den er zuvor getötet hat. Die Geschichte stammt aus der mittelalterlichen Legendensammlung Kokon chōmonjū.
. 26 Ochse
Kashiwade no Omi (Tiger) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2016/9/18) // In einer gebirgigen Schneelandschaft kommt es zu einem tödlichen Duell zwischen einem Krieger und einem Tiger (tora). Der Krieger ist Kashiwade no Omi, ein Held aus der mythologischen Chronik Nihon shoki zur Zeit des Kaisers Kinmei (509–571). Auf einer diplomatischen Mission nach Korea wird Kashiwades Sohn von dem Tiger gefressen, worauf er das Tier eigenhändig zur Strecke bringt. Das Motiv wurde von Kuniyoshi mehrfach illustriert.
. 27 Tiger
Iga Jutarō (Hase) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein ältlicher Krieger hält einen gehäuteten Hasen (u) in der linken und ein großes Küchenmesser in der rechten Hand. Die Szene findet unter einem Baldachin mit buddhistischer Svastika, also in einem Tempel statt. Das Bild zeigt Iga Jutarō, einen Krieger der späteren Heian Zeit, bei einem Hasenopfer, welches in einem buddhistischen Tempel ein Sakrileg darstellt.
. 28 Hase
Susanoo no Mikoto (Drache) // Farbholzschnitt, kami (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) Ein bloßfüßiger Krieger mit offenem Haar und gezücktem Schwert steht nächtens auf einer Klippe und blickt konzentriert in die Wellen des Meeres, wo undeutlich die Gestalt eines Drachens (tatsu) sichtbar wird. Der Krieger ist der mythologische Gott Susanoo, der sich anschickt, die Menschheit vom menschenfressenden Ungeheuer Yamata no Orochi (in den Mythen als „Schlange“ bezeichnet) zu befreien.
. 29 Drache
Nitta Shirō (Schlange) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein Krieger stößt im Licht seiner Fackel auf einige Schlangen (mi), während eine weibliche Gottheit, die auf einer Schlange reitet, ihn zu beschützen scheint. Es handelt sich um den Krieger Nitta Tadatsune, einen Vasallen von Minamoto Yoritomo, der eine Höhle des Berges Fuji erkundet. Er trifft auf die Göttin des Bergs (Konohana Sakuya-hime), die hier das Aussehen von Bodhisattva Kannon angenommen hat (Kannon reitet seinerseits bisweilen auf einem Drachen.) Das Motiv von Nittas unerschrockenem Gang durch die Höhle findet sich häufig auf Ukiyoe.
. 30 Schlange
Soga Gorō (auf Pferd) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein entschlossener Held auf einem kraftvollen, sich aufbäumenden Pferd (uma): Im Wissen um die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens macht sich Soga Gorō, der jüngere der beiden unglücklichen Soga-Brüder, auf, um den Tod seines Vaters zu rächen. Seine Rache gilt dem ersten Minomoto Shōgung Minamoto no Yoritomo (1146–1199) und wird scheitern. Doch selbst Yoritomo ist beeindruckt von der kindlichen Pietät der jugendlichen Helden. Das Motiv hängt eng mit dem vorigen Bild der gleichen Serie zusammen, auf dem Nitta zu sehen ist, der den älteren Soga Bruder im Auftrag Yoritomos zur Strecke brachte.
. 31 Pferd
Kan'u (Ziege) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // In mondheller Nacht nippt ein imponierender Mann, den man aufgrund seines langen dreigeteilten Bartes als Chinesen identifizieren kann, versonnen aus einem Becher, während eine kleine Ziege (hitsuji) zu seinen Füßen im Gras äst. Guan Yu (jap. Kan'u, gest. 219), ein chinesischer General, war maßgeblich am Aufbau der Sui Dynastie beteiligt. Er wurde Gegenstand zahlreicher Legenden und in China sogar religiös verehrt. Vor allem durch den chinesischen Roman „Geschichte der Drei Reiche“ (Sanguo Yanyi, 16. Jh.) wurde er auch in Japan ein Inbegriff von Kriegskunst, Kaltblütigkeit und Loyalität. Das Motiv mit Becher und Ziege findet sich auch auf einem anderen Druck Kuniyoshis, der Zusammenhang ist mir jedoch unklar.
. 32 Ziege
Son Gokū (Affe) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein Affe (saru) mit Hosen aus Tigerfell erzeugt eine Armee von Schattenkriegern, die er auf ein Schwein hetzt, das sich mit einem Rechen verteidigt. Son Gokū (chin. Sun Wukong) ist ein legendäre Affe, der zur Strafe für seinen Hochmut an der Seite des buddhistischen Mönchs Xuanzang (602–664) für die Verbreitung des Buddhismus in China sorgen sollte. Das auf dem Bild dargestellte Schwein ist ebenfalls ein Begleiter des Mönchs, mit dem Affen aber in permanentem Clinch. Beide besitzen phantastische magische Kräfte. So jedenfalls erzählt es die „Reise nach Westen“, ein klassischer chinesischer Roman aus dem 16. Jh., der u.a. zur Vorlage der Manga- und Anime-Serie Dragonball Z wurde.
. 33 Affe
Kaidō Maru (Hahn) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein kerniger nackter Bub betrachtet mit intensiver Neugier den Kampf zwischen einem Hahn (tori) und einem winzigen tengu. Kaidō Maru (Maru, das Gespensterkind), besser bekannt als Kintarō, lebt mit seiner Mutter, der wilden Berggöttin Yamauba, in der freien Natur und vergnügt sich mit den Tieren des Waldes. Später wird er unter dem Namen Sakata Kintoki zu einem der vier Getreuen des Heian-zeitl. Kriegers Minamoto no Yorimitsu werden, über deren Abenteuer u.a. das Konjaku monogatari (späte Heian-Zeit) berichtet. Kintarōs Sagen sind sozusagen das prequel dieser Heldengeschichten und stellen ein beliebtes ukiyoe-Motiv dar.
. 34 Hahn
Hata Rokurōzaemon (Hund) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein stämmiger Krieger, der neben Schwert und Lanze auch Zimmermannsgeräte mit sich trägt, äugt misstrauisch nach hinten, an der Leine einen Hund (inu), der in die selbe Richtung blickt. Im Hintergrund die Banner eines (feindlichen?) Heeres. Hata Rokurōzaemon (auch Hata Tokoyoshi, ?–1342) war ein General der Nanboku-Zeit und wird im Heldenepos Taiheiki als loyaler Vasall der Ashikaga Shogune geschildert. Auch sein Hund findet dort Erwähnung.
. 35 Hund
Yūryaku Tennō (Eber) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // In einer gebirgigen Landschaft versetzt ein Mann in höfischer Tracht einem strauchelnden Eber (i) einen Tritt ins Genick. Es ist ein japanischer Herrscher des 5. Jahrhunderts, Yūryaku Tennō, der auf diese Weise ein Tier zur Strecke bringt, vor dem sein gesamtes Jagdgefolge Reißaus genommen hat. In der Folge droht er seine gesamte Entourage hinrichten zu lassen, doch dank der Fürbitte seiner Gemahlin besinnt er sich eines Besseren. Es ist dies eine der eindrucksvollsten Episoden des Nihon shoki aus der Regierungszeit Yūryakus, in der die brutale Entschlossenheit dieses semi-historischen Herrschers anschaulich zum Ausdruck kommt.
. 36 Eber

Verweise

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Fußnoten

  1. Yakushi-kyō, mit vollem Titel Yakushi rurikō nyorai hongan kudoku kyō 薬師瑠璃光如来本願功徳経 (vgl. SAT, T0450), ein relativ kurzes Sutra, das von den Zwölf Schwüren des Yakushi und seinem Reinen Land im Osten handelt. Existiert in der frühesten Fassung als angebliche Über­setzung aus dem Sanskrit durch XuanzangXuanzang 玄奘 602–664; berühmter chin. Pilgermönch und buddh. Gelehrter; Autor eines einflussreichen Reiseberichts, der später als „Reise nach dem Westen“ in einen Roman gefasst wurde StupaArhatsBishamon-tenDaibutsu Statuen... mehr (602–664), doch konnte bisher kein Original­text identi­fiziert werden.
  2. Die Generäle werden im Yakushi Sutra kommen­tarlos in der folgenden Reihen­folge auf­gezählt:
    1. Kubira Taishō 宮毘羅大將 (Eber)
    2. Basara Taishō 伐折羅大將 (Hund)
    3. Mekira Taishō 迷企羅大將 (Hahn)
    4. Anteira Taishō 安底羅大將 (Affe)
    5. A'nira Taishō 頞儞羅大將 (Ziege)
    6. Santeira Taishō 珊底羅大將 (Pferd)
    7. Indara Taishō 因達羅大將 (Schlange)
    8. Haira Taishō 波夷羅大將 (Drache)
    9. Makora Taishō 摩虎羅大將 (Hase)
    10. Shindara Taishō 眞達羅大將 (Tiger)
    11. Shōtora Taishō 招杜羅大將 (Ochs)
    12. Bikara Taishō 毘羯羅大將 (Ratte)
    Bezüglich der japani­schen Lautung, s. Wikipedia (jp.). Die entspre­chenden Sanskrit-Äquivalente sind hier nicht angeführt, da sich dazu unter­schied­liche Inter­preta­tionen finden. Die Tiere werden im Sutra selbst nicht erwähnt und sind hier gemäß der häufigsten japani­schen Konvention in Klammer beigefügt (doch besteht auch hier nicht völlige Überein­stimmung in den Quellen). Der Erst­genannte der Gruppe, Kubira-ten (auch Konpira-ten), dürfte mit dem indischen Gott des Reichtums Kubera in Verbin­dung stehen, der auch als Er­scheinungs­form des Bishamon-tenBishamon-ten 毘沙門天 Himmelswächter des Nordens, Glücksgott; abgeleitet von einem indischen Gott des Reichtums, Vaishravana Bishamon-tenVajrapaniGluecksgoetterDaikokuEbisu... mehr (Schutzgott des Nordens) gilt. Er wird allerdings auch auf einen Schüler des Buddha namens Kimbila oder auf ein Wesen namens Kumbhīra zurück geführt (vgl. Digital Dictionary of Buddhism, Login: guest).
  3. Die berühm­teste Statuen­gruppe stammt aus der frühen Heian-Zeit und befindet sich im Tempel Shin Yakushi-ji in Nara. Sie sind dort um das Haupt­heilig­tum, eine Statue des sitzenden Yakushi Nyorai, kreisförmig aufgestellt. Während diese Figuren bereits die charakte­ristischen Posen der Zwölf Generäle einnehmen, tragen sie keine Tier­kreis­zeichen als Er­kennungs­merkmale.
  4. Kuniyoshi schuf auch eine parallele Serie zu den Zehn Himmels­stämmen (jikkanjikkan 十干 zehn Himmelsstämme; Kategorie der traditionellen Kalenderkunde Kalender).

Bilderläuterungen

  1. Ne jionji.jpg
    Göttlicher General (Ratte) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Jion-ji, Yamagata-ken // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Bikara 毘羯羅 (skt. Vikarāla) bezeichnet. Auf seinem Helm ist eine kleine Maus (ne) oder Ratte erkennbar.
  2. Ushi kannami.jpg
    Göttlicher General (Ochse) // Statue, tenbu (Holz), Detail. Kamakura-Zeit // Bild © Kannami Buddha Statues Museum (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Shōtora 招杜羅 (skt. Catura) bezeichnet. Auf seinem Kopf trägt er den Kopf eines Rinds (ushi).
  3. Tora tnm.jpg
    Göttlicher General (Tiger) // Statue, tenbu (Holz), Detail. Kamakura-Zeit; Tōkyō National Museum (ehemals Sōgen-ji , Kanagawa-ken) // Bild © Kun Inaka (Flickr), 2013 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Shindara 眞達羅 (skt. Kinnara) bezeichnet. Zwischen den zu Berge stehenden Haaren ist ein kleiner Tigerkopf (tora) erkennbar.
  4. U.jpg
    Göttlicher General (Hase) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Jion-ji, Yamagata-ken // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Makora Taishō 摩虎羅大將 bezeichnet. Auf seinem Kopf ist der Kopf eines Hasen (u) erkennbar.
  5. Tatsu tnm.jpg
    Göttlicher General (Drache) // Statue, tenbu (Holz, bemalt; Glasaugen) von Kei-Schule, Detail. Kamakura-Zeit; Tokyo National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyoto); Körperhöhe 78,2 cm // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Haira Taishō 波夷羅大將 bezeichnet. Aus seinem zu Berge stehenden Haar ragt ein Drachenkopf (tatsu).
  6. Mi tnm.jpg
    Göttlicher General (Schlange) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tokyo National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyoto) // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Indara Taishō 因達羅大將 bezeichnet. Auf seinem Kopf ringelt sich eine kleine Schlange (mi).
  7. Uma.jpg
    Göttlicher General (Pferd) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Kannami Buddha Statue Museum, Shizuoka // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise Santeira Taishō 珊底羅大將 bezeichnet. Auf seinem Kopf trägt er den Kopf eines Pferdes (uma).
  8. Hitsuji tnm.jpg
    Göttlicher General (Ziege) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tōkyō National Museum (ehem. Sōgen-ji, Kanagawa-ken) // Bild © Now2000 Jewell, (Flickr), 2009 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als A'nira Taishō 頞儞羅大將 bezeichnet. Auf seinem Helm ist eine Ziege (hitsuji) erkennbar.
  9. Saru tnm.jpg
    Göttlicher General (Affe) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tokyo National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyōto) // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Anteira Taishō 安底羅大將 bezeichnet. Unter seiner Kopfbedeckung lugt ein Affe (saru) hervor.
  10. Tori kofukuji.jpg
    Göttlicher General (Hahn) // Statue, tenbu (Holz), Detail. Kamakura-Zeit, 1207; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara; ca. 120 cm // // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Mekira Taishō 迷企羅大將 bezeichnet. Trägt einen Hahn (tori) im Haar.
  11. Inu tnm.jpg
    Göttlicher General (Hund) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tōkyō National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyōto) // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Basara Taishō 伐折羅大將 bezeichnet. Trägt einen Hund (inu) auf seinem Kopf. Grün bemaltes Gesicht.
  12. I tnm.jpg
    Göttlicher General (Eber) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit, 1207; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara; ca. 120 cm // Bild © Takashi Mibayashi (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Kubira Taishō 宮毘羅大將 bezeichnet. Auf seinem Helm ist ein Eber (i) bzw. ein Schwein erkennbar.
  13. Morokoshi kinmozui ratte.jpg
    Göttlicher General Ratte // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt die Ratte (ne), die u.a. für die erste Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ō Bunkei 王文卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
  14. Morokoshi kinmozui ochse.jpg
    Göttlicher General Ochse // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Ochsen (ushi), der u.a. für die zweite Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Chō Shigyoku 趙子玉 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
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    Göttlicher General Tiger // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Tiger (tora), der u.a. für die dritte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Mei Buntō 明文童 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
  16. Morokoshi kinmozui hase.jpg
    Göttlicher General Hase // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Hasen (u), der u.a. für die vierte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Shima 司馬 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
  17. Morokoshi kinmozui drache.jpg
    Göttlicher General Drache // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Drachen (tatsu), der u.a. für die fünfte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischenNamen Mō Hikei 孟非卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
  18. Morokoshi kinmozui schlange.jpg
    Göttlicher General Schlange // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt die Schlange (mi), die u.a. für die sechste Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Sai Kyokei 崔巨卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
  19. Morokoshi kinmozui pferd.jpg
    Göttlicher General Pferd // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt das Pferd (uma), das u.a. für die siebente Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ei Kyokukei 衛玉卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
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    Göttlicher General Ziege // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt die Ziege (hitsuji), die u.a. für die achte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Shuku Tō 叔通 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
  21. Morokoshi kinmozui affe.jpg
    Göttlicher General Affe // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Affen (saru), der u.a. für die neunte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ko Bunchō 扈文長 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
  22. Morokoshi kinmozui hahn.jpg
    Göttlicher General Hahn // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Hahn (tori), der u.a. für die zehnte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Zō Bunkō 臧文公 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).  
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    Göttlicher General Hund // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Hund (inu), der u.a. für die elfte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ten Shikō 展子江 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
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    Göttlicher General Eber // Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719 // Bild © Staatsbibliothek Berlin (letzter Zugriff: 2017/4/12) // Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Eber (i), der u.a. für die zwölfte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Chō Buntō 張文通 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).
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    Der Mönch Raigō (Ratte) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein buddhistischer Mönch zerwühlt eine Schriftrolle, deren Schriftzeichen sich in eine Horde von Ratten (ne) verwandeln. Es handelt sich um Raigō (1002–1084) aus dem Tempel Miidera, der die Sutren des Klosterbergs Hiei mithilfe von Ratten vernichtet (nach einer anderen Version verwandelt er sich dabei selbst in eine Ratte), um sich an Kaiser und Konkurrenten zu rächen. Im Vordergrund der Gelehrte Ōe Masafusa. Mehr dazu auf der Seite Rituelle Verwuenschungen.
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    Der Bandit Kidō Maru (Ochse) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Eine zwielichtige Gestalt betrachtet selbstzufrieden ihr Spiegelbild in einem nächtlichen Weiher. Es ist der Bandit Kidō Maru, der dem Helden Minamoto Raikō auflauert. Er verbirgt sich dabei unter der Haut eines (hier schwer erkennbaren) Wasserbüffels (ushi), den er zuvor getötet hat. Die Geschichte stammt aus der mittelalterlichen Legendensammlung Kokon chōmonjū.
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    Kashiwade no Omi (Tiger) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2016/9/18) // In einer gebirgigen Schneelandschaft kommt es zu einem tödlichen Duell zwischen einem Krieger und einem Tiger (tora). Der Krieger ist Kashiwade no Omi, ein Held aus der mythologischen Chronik Nihon shoki zur Zeit des Kaisers Kinmei (509–571). Auf einer diplomatischen Mission nach Korea wird Kashiwades Sohn von dem Tiger gefressen, worauf er das Tier eigenhändig zur Strecke bringt.

    Das Motiv wurde von Kuniyoshi mehrfach illustriert.

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    Iga Jutarō (Hase) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein ältlicher Krieger hält einen gehäuteten Hasen (u) in der linken und ein großes Küchenmesser in der rechten Hand. Die Szene findet unter einem Baldachin mit buddhistischer Svastika, also in einem Tempel statt. Das Bild zeigt Iga Jutarō, einen Krieger der späteren Heian Zeit, bei einem Hasenopfer, welches in einem buddhistischen Tempel ein Sakrileg darstellt.
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    Susanoo no Mikoto (Drache) // Farbholzschnitt, kami (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1)

    Ein bloßfüßiger Krieger mit offenem Haar und gezücktem Schwert steht nächtens auf einer Klippe und blickt konzentriert in die Wellen des Meeres, wo undeutlich die Gestalt eines Drachens (tatsu) sichtbar wird. Der Krieger ist der mythologische Gott Susanoo, der sich anschickt, die Menschheit vom menschenfressenden Ungeheuer Yamata no Orochi (in den Mythen als „Schlange“ bezeichnet) zu befreien.

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    Nitta Shirō (Schlange) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein Krieger stößt im Licht seiner Fackel auf einige Schlangen (mi), während eine weibliche Gottheit, die auf einer Schlange reitet, ihn zu beschützen scheint. Es handelt sich um den Krieger Nitta Tadatsune, einen Vasallen von Minamoto Yoritomo, der eine Höhle des Berges Fuji erkundet. Er trifft auf die Göttin des Bergs (Konohana Sakuya-hime), die hier das Aussehen von Bodhisattva Kannon angenommen hat (Kannon reitet seinerseits bisweilen auf einem Drachen.) Das Motiv von Nittas unerschrockenem Gang durch die Höhle findet sich häufig auf Ukiyoe.
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    Soga Gorō (auf Pferd) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein entschlossener Held auf einem kraftvollen, sich aufbäumenden Pferd (uma): Im Wissen um die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens macht sich Soga Gorō, der jüngere der beiden unglücklichen Soga-Brüder, auf, um den Tod seines Vaters zu rächen. Seine Rache gilt dem ersten Minomoto Shōgung Minamoto no Yoritomo (1146–1199) und wird scheitern. Doch selbst Yoritomo ist beeindruckt von der kindlichen Pietät der jugendlichen Helden. Das Motiv hängt eng mit dem vorigen Bild der gleichen Serie zusammen, auf dem Nitta zu sehen ist, der den älteren Soga Bruder im Auftrag Yoritomos zur Strecke brachte.
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    Kan'u (Ziege) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // In mondheller Nacht nippt ein imponierender Mann, den man aufgrund seines langen dreigeteilten Bartes als Chinesen identifizieren kann, versonnen aus einem Becher, während eine kleine Ziege (hitsuji) zu seinen Füßen im Gras äst. Guan Yu (jap. Kan'u, gest. 219), ein chinesischer General, war maßgeblich am Aufbau der Sui Dynastie beteiligt. Er wurde Gegenstand zahlreicher Legenden und in China sogar religiös verehrt. Vor allem durch den chinesischen Roman „Geschichte der Drei Reiche“ (Sanguo Yanyi, 16. Jh.) wurde er auch in Japan ein Inbegriff von Kriegskunst, Kaltblütigkeit und Loyalität. Das Motiv mit Becher und Ziege findet sich auch auf einem anderen Druck Kuniyoshis, der Zusammenhang ist mir jedoch unklar.
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    Son Gokū (Affe) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein Affe (saru) mit Hosen aus Tigerfell erzeugt eine Armee von Schattenkriegern, die er auf ein Schwein hetzt, das sich mit einem Rechen verteidigt. Son Gokū (chin. Sun Wukong) ist ein legendäre Affe, der zur Strafe für seinen Hochmut an der Seite des buddhistischen Mönchs Xuanzang (602–664) für die Verbreitung des Buddhismus in China sorgen sollte. Das auf dem Bild dargestellte Schwein ist ebenfalls ein Begleiter des Mönchs, mit dem Affen aber in permanentem Clinch. Beide besitzen phantastische magische Kräfte. So jedenfalls erzählt es die „Reise nach Westen“, ein klassischer chinesischer Roman aus dem 16. Jh., der u.a. zur Vorlage der Manga- und Anime-Serie Dragonball Z wurde.
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    Kaidō Maru (Hahn) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein kerniger nackter Bub betrachtet mit intensiver Neugier den Kampf zwischen einem Hahn (tori) und einem winzigen tengu. Kaidō Maru (Maru, das Gespensterkind), besser bekannt als Kintarō, lebt mit seiner Mutter, der wilden Berggöttin Yamauba, in der freien Natur und vergnügt sich mit den Tieren des Waldes. Später wird er unter dem Namen Sakata Kintoki zu einem der vier Getreuen des Heian-zeitl. Kriegers Minamoto no Yorimitsu werden, über deren Abenteuer u.a. das Konjaku monogatari (späte Heian-Zeit) berichtet. Kintarōs Sagen sind sozusagen das prequel dieser Heldengeschichten und stellen ein beliebtes ukiyoe-Motiv dar.
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    Hata Rokurōzaemon (Hund) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // Ein stämmiger Krieger, der neben Schwert und Lanze auch Zimmermannsgeräte mit sich trägt, äugt misstrauisch nach hinten, an der Leine einen Hund (inu), der in die selbe Richtung blickt. Im Hintergrund die Banner eines (feindlichen?) Heeres. Hata Rokurōzaemon (auch Hata Tokoyoshi, ?–1342) war ein General der Nanboku-Zeit und wird im Heldenepos Taiheiki als loyaler Vasall der Ashikaga Shogune geschildert. Auch sein Hund findet dort Erwähnung.
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    Yūryaku Tennō (Eber) // Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2014/1) // In einer gebirgigen Landschaft versetzt ein Mann in höfischer Tracht einem strauchelnden Eber (i) einen Tritt ins Genick. Es ist ein japanischer Herrscher des 5. Jahrhunderts, Yūryaku Tennō, der auf diese Weise ein Tier zur Strecke bringt, vor dem sein gesamtes Jagdgefolge Reißaus genommen hat. In der Folge droht er seine gesamte Entourage hinrichten zu lassen, doch dank der Fürbitte seiner Gemahlin besinnt er sich eines Besseren. Es ist dies eine der eindrucksvollsten Episoden des Nihon shoki aus der Regierungszeit Yūryakus, in der die brutale Entschlossenheit dieses semi-historischen Herrschers anschaulich zum Ausdruck kommt.
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Ikonographie 
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„Tierkreiszeichen in der japanischen Kunst.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 13.4.2017). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Mythen/Symboltiere/Junishi?oldid=67971