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Die Laiin Tokai no Ubai glaubte an die Drei Schätze und rezitierte sehr oft das Herz-Sutra. Eines Tages starb sie unerwartet und ohne Schmerzen im Schlaf und fand sich im Palast von König Enra wieder. Dieser bat sie verschiedene Sutren für sie zu rezitieren, da er davon gehört hatte wie schön sie sang. Nach drei Tagen schickte er sie nach Hause. Vor dem Palast von König Enra traf sie drei Männer in gelben Kutten, welche mit ihr ein Treffen am östlichen Marktplatz von Nara in drei Tagen ausmachten. Zur verabredeten Zeit wartete sie, doch die die Männer kamen nicht, stattdessen ein Händler der buddhistische Skripten verkaufte. Sie kaufte bei ihm ein und stellte fest, dass es sich um drei Skripten handelte, die ihr vor Jahren gestohlen wurden. Ihr wurde bewusst, dass die drei Männer die drei Skripten gewesen waren. Als Belohnung für ihren starken Glauben erhielt sie sie zurück und ihr Glaube wurde noch stärker.
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|inga = Eine Laiin, die an die Drei Schätze glaubt und das Herz-Sūtra oft rezitiert, erhält einst gestohlene Skripten zurück.
 
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|anmerkungen = *Der Name Tokari 利苅 kommt vermutlich ursprünglich aus der Provinz Kawachi 河内国.
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*[[Mönche und Nonnen|Ubai]] 優婆夷 kommt aus dem Sanskrit von ''upāsikā'' und bezeichnet jene (weiblichen) Laien die in ihrem Laien-Status die fünf Gebote einhalten. Das männliche Pendant zu Ubai ist [[Mönche und Nonnen|Ubasoku]] 優婆塞 und kommt von dem Sanskrit-Wort ''upāsaka''.
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===Name der Hauptperson===
*Laut Nakamura gab es in jeder Himmelsrichtung/auf jeder „Seite“ der Stadt einen Marktplatz.
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Der Name Tokari 利苅 kommt vermutlich ursprünglich aus der Provinz Kawachi 河内国.<br>
*[[Konjaku monogatari-shū|Konjaku]] XIV,31
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[[Mönche und Nonnen|Ubai]] 優婆夷 kommt aus dem Sanskrit von ''upāsikā'' und bezeichnet jene (weiblichen) Laien, die in ihrem Laien-Status die fünf Gebote einhalten. Das männliche Pendant zu Ubai ist [[Mönche und Nonnen|Ubasoku]] 優婆塞 und kommt von dem Sanskrit-Wort ''upāsaka''.
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===Ähnliche Geschichten===
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*[[Konjaku monogatari-shū|Konjaku]] XIV-31
 
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Version vom 15. Februar 2011, 20:59 Uhr

Wie es dazu kam, dass eine Frau, die das Herz-Sūtra im Gedächtnis hielt, gegenwärtig zu Enras Palast kam und ein wunderbares Zeichen zeigte
SNKBT 30: 90-92, Bohner 1934: 133-134, Nakamura 1997: 186-187

Inhaltsangabe
Die Laiin Tokai no Ubai glaubte an die Drei Schätze und rezitierte sehr oft das Herz-Sutra. Eines Tages starb sie unerwartet und ohne Schmerzen im Schlaf und fand sich im Palast von König Enra wieder. Dieser bat sie verschiedene Sutren für sie zu rezitieren, da er davon gehört hatte wie schön sie sang. Nach drei Tagen schickte er sie nach Hause. Vor dem Palast von König Enra traf sie drei Männer in gelben Kutten, welche mit ihr ein Treffen am östlichen Marktplatz von Nara in drei Tagen ausmachten. Zur verabredeten Zeit wartete sie, doch die die Männer kamen nicht, stattdessen ein Händler der buddhistische Skripten verkaufte. Sie kaufte bei ihm ein und stellte fest, dass es sich um drei Skripten handelte, die ihr vor Jahren gestohlen wurden. Ihr wurde bewusst, dass die drei Männer die drei Skripten gewesen waren. Als Belohnung für ihren starken Glauben erhielt sie sie zurück und ihr Glaube wurde noch stärker.





Hintergrund

  • Zeit: 724–749 (Regierungszeit von Shōmu Tennō)
  • Ort: Land Kawachi, König Enras Palast, Östlicher Marktplatz in Nara
  • Personen: Tokari no Ubai, König Enra, ein Dieb/Händler

Ursache und Wirkung

Eine Laiin, die an die Drei Schätze glaubt und das Herz-Sūtra oft rezitiert, erhält einst gestohlene Skripten zurück.

Anmerkungen

Name der Hauptperson

Der Name Tokari 利苅 kommt vermutlich ursprünglich aus der Provinz Kawachi 河内国.
Ubai 優婆夷 kommt aus dem Sanskrit von upāsikā und bezeichnet jene (weiblichen) Laien, die in ihrem Laien-Status die fünf Gebote einhalten. Das männliche Pendant zu Ubai ist Ubasoku 優婆塞 und kommt von dem Sanskrit-Wort upāsaka.

Ähnliche Geschichten

Materialien

  • Snkbt II-19.pdf — Originaltext in SNKBT 30
  • Snkbt II-19k.pdf — Kanbun
  • Bohner II-19.pdf — Deutsche Übersetzung, Bohner 1934, Haupttext
  • Bohner II-19A.pdf — Bohner 1934, Anmerkungen
  • Nakamura II-19.pdf — Englische Übersetzung, Nakamura 1997
  • II-19/Text

Artikel erstellt von Patrick Suchy 22:34, 13. Dez. 2010 (CET).