II-23

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Wie ein gestohlenes Kultbild des Bodhisattva Miroku Zeichen gibt und den Dieb aufdeckt
SNKBT 30: 96-97, Bohner 1934: 138-139, Nakamura 1997: 191-192

Zur Zeit Kaiser Shōmus durchstreifte ein kaiserlicher Bote (敕信[1]) die Nacht und kam durch die Hauptstadt. Um Mitternacht[2], bei einem Feld (慕原[3]) südlich des Katsuraki-Nonnentempels (葛木尼寺 amadera) in Nara (諾樂) rief jemand: „Oweh! Oweh!“ Der Bote hörte es, lief hin und sah, wie ein Dieb ein bronzenes Kultbild (mikata 像) des Bodhisattva Miroku ergriffen hatte und es mit einem Stein zerstörte. Als er ihn packte und befragte, antwortete dieser, dass es das bronzene Kultbild des Katsuraki-Nonnentempels sei. Das Kultbild wurde in den Tempel zurückgebracht und der Dieb zur Behörde geschickt, wo man ihn ins Gefängnis sperrte.

Wenn der Dharma-Körper (理法身) des Buddha nicht aus Fleisch und Blut besteht, wie kann er dann Schmerzen haben? Es zeigt nur, dass er ewig und unveränderlich ist (常住不變). Auch das ist ein wundersames Ereignis.



  1. siehe: II-21
  2. siehe: I-03
  3. 慕原 nach 新福寺 Hs., Bohner: Gräberfeld (墓原 nach 国会 Hs.), Konjaku: 蓼原 (tade, vgl. Nakamura: smartweed)


Hintergrund

Ursache und Wirkung

Dieb stiehlt und zerstört Kultbild: wird dafür eingesperrt

Anmerkungen

Materialien

  • Snkbt II-23.pdf — Originaltext in SNKBT 30
  • Snkbt II-23k.pdf — SNKBT Kanbun
  • Bohner II-23.pdf — Deutsche Übersetzung, Bohner 1934, Haupttext
  • Bohner II-23A.pdf — Bohner 1934, Anmerkungen
  • Nakamura II-23.pdf — Englische Übersetzung, Nakamura 1997
  • II-23/Text

Artikel erstellt von Patrick Suchy 15:57, 23. Nov. 2010 (CET).