II-38

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Wie es dazu kam, dass man aufgrund Habgier zu einer großen Schlange wird
SNKBT 30: 117-118, Bohner 1934: 156-157, Nakamura 1997: 211

Zur Zeit von Shōmu Tennō lebte wie gewöhnlich ein Mönch, im Bergtempel Maniwa in der Hauptstadt Nara. Als das Lebensende des Mönches nahte, sah er seinen Schüler an und sagte: "Nach meinem Tod soll bis zu 3 Jahren die Tür vom Zimmer nicht geöffnet werden." Aber nach seinem Tod, als 7 mal 7 Tage vergangen sind, erschien eine große giftige Schlange und lag dort vor der Tür. Der Schüler wusste die Ursache, öffnete die Tür des Raumes und sah 30 Kan an Geld versteckt. Dieses Geld nahm er und ließ damit Sutren lesen, lehrte Gutes und brachte Glück.

Um ehrlich zu wissen, der Mönch versteckte das Geld aus Gier, bekam den Körper einer großen Schlange und kehrte zurück, um dieses Geld zu schützen. Daher wird gesagt, auch wenn man den Gipfel des Berges Shumi sehen kann, bekommt man den Gipfel des Berges Gier nicht zu sehen.





Hintergrund

  • Zeit: Regentschaft des Shōmu Tennō (724–749)
  • Ort: ein Bergtempel (Maniwa 馬庭山寺) in der Hauptstadt Nara 諾樂京
  • Personen: ein Mönch und dessen Schüler, sowie eine große Giftschlange

Ursache und Wirkung

Vor lauter Gier kehrt ein Mönch nach seinem Tod als Schlange zurück um sein Geld zu schützen, offenbart sich damit aber auch gleichzeitig seinem Schüler.

Anmerkungen

Materialien

  • Snkbt II-38.pdf — Originaltext in SNKBT 30
  • Snkbt II-38k.pdf — SNKBT Kanbun
  • Bohner II-38.pdf — Deutsche Übersetzung, Bohner 1934, Haupttext
  • Bohner II-38A.pdf — Bohner 1934, Anmerkungen
  • Nakamura II-38.pdf — Englische Übersetzung, Nakamura 1997

Artikel erstellt von Simone Kahofer 19:14, 11. Nov. 2010 (CET).