Portraits von Fudō Myōō

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Bernhard Scheid, „Portraits von Fudō Myōō.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 20.9.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Ikonographie/Myoo/Fudo?oldid=67205
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Fudō

Statue, myōō (Holz, Farbe). 839; Tō-ji, Kyoto
Bild © Tōji Kōdō Ritai Mandara. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Älteste erhaltene Statue des Fudō Myōō (skt. Acala) Japans.

. 1 Japans ältester Fudō, 839
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Fudō

Statue, myōō (Holz, Farbe) von Kaikei, Detail. 1203; Daigo-ji, Sanbō-in, Kyōto

Fudō Myōō (skt. Acala); man erkennt hier gut den „verbissenen Typ“, der sich fest auf die Unterlippe beißt.

. 2 Fudō (Kaikei), 1203

Fudō Fudō Myōō 不動明王 prominentester japanischer Myōō (Mantra-König), wtl. „der Unbewegliche“siehe auch→ Ikonographie→ Alltag/Matsuri/Feuergang→ Alltag/Yamabushi→ Alltag/Yamabushi/En no Gyoja→ Ikonographie/Myoo → mehr ist der einzige unter den eso­teri­schen „mantra मन्त्र mantra (skt., n.) Gebets­formel; jap. shingon 真言siehe auch →  Buddhismus Lehre → Ikonographie→ Ikonographie/Mudra→ Ikonographie/Myoo→ Ikonographie/Waechtergoetter→ Ikonographie/Gluecksgoetter → mehr -Königen“ (myōō myōō 明王 wtl. Licht-König, auch „Mantra-König“ oder „Weisheits-König“; skt. Vidyārājasiehe auch Myoo → Ikonographie→ Ikonographie/Kannon→ Ikonographie/Waechtergoetter→ Ikonographie/Kannon/Bato Kannon → mehr ), der auch im modernen Japan all­gemein bekannt und populär ist. Bei genau­erem Hin­sehen erkennt man, dass die furcht­er­regen­den Züge an­derer myōō bei Fudō meist ab­ge­schwächt — oder unterentwickelt — sind. Er wirkt eher streng als zornig.

Ikonographie

Fudō Myōō besitzt im Unterschied zu den meisten anderen myōō kein drittes Auge oder sonstige paranormale ana­tomi­sche Eigen­heiten. In vielen Fällen ist sein Gesicht allerdings von einer erstaun­lichen Asym­metrie ge­kenn­zeichnet: Aus dem rechten Mund­winkel ragt ein Eck­zahn nach oben, aus dem linken ein Eckzahn nach unten; sein rechtes Auge ist weit offen, das linke halb ge­schlos­sen (s. Abb. unten). Be­mer­kens­wert ist auch sein Zopf, der ihm meist über die linke Schulter hängt.

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Fudō

Statue, myōō, Detail

Fudō Myōō (skt. Acala); „Asymmetrischer Typ“ mit schiefen Zähnen und asymmetrischen Augen. Dieser Typ ist heute der bekannteste.

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Fudō

Statue, myōō; Saidai-ji, Nara
Bild © Broschüre Saidaiji no bunka, Nara: Saidaiji. Abb. 73

Statue des Fudō Myōō (skt. Acala) des Saidai-ji in Nara.

. 3 . 4 Fudō Portraits, asymmetrischer Typ

Da­neben existiert auch ein Fudō, der sich mit den Ober­zähnen auf die Unter­lippe beißt. Diese Ikono­graphie dürfte die ur­sprüng­liche sein, da sie sich auch bei anderen zorn­vollen Gott­heiten, sowie bei Acala-Dar­stel­lun­gen außer­halb Japans findet (s.u.). Sie wird auch als „Daishi-Stil“ bezeichnet, wobei sich Daishi auf Kōbō Daishi Kōbō Daishi 弘法大師 Ehrentitel von Kūkaisiehe auch Kukai → Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya→ Geschichte/Fruehzeit/Shotoku Taishi→ Ikonographie/Heilige→ Alltag/Pilgerschaft/Shikoku , also auf Kūkai Kūkai 空海 774–835, Gründer des Shingon Buddhismus; Eigennamen Saeki Mao, Ehrennamen Kōbō Daishisiehe auch Kukai → Bauten/Bekannte Tempel→ Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya→ Bauten/Bekannte Schreine→ Bauten/Bekannte Schreine/Fushimi→ Ikonographie/Mandala → mehr , den Be­grün­der des Shingon Shingon-shū 真言宗 Shingon-Schule, wtl. Schule des Wahren Wortessiehe auch Kukai → Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Bauten/Bekannte Tempel→ Ikonographie→ Bauten/Tempel/Tempeltore→ Bauten/Tempel/Pagoden → mehr -Buddhis­mus, bezieht. Kūkai dürfte sich Fudō somit nicht mit schiefem Gebiss vorgestellt haben.

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Fudō, verbissen

Statue, myōō. Heian-Zeit, 9. Jh.; Hanshū-in, Kyōto
Bild © Saichō to tendai no kokuhō, 2005, Abb. 123 (Ausstellungskatalog von Schätzen des Tendai Buddhismus)

Statue des Fudō Myōō (skt. Acala) des Hanshū-in in Kyōto.

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Frühe Darstellung des Fudō

Statue, myōō. Heian-Zeit, 9. Jh.; Shōchi-in, Berg Kōya
Bild © Kōyasan, Kōya: Kongobuji, 1998. S. 35

Frühe Darstellung des Fudō Myōō (skt. Acala).

. 5 . 6 Ältere Fudōs, verbissen (Daishi-Typ)
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Fudō Myōō

Statue, myōō (Holz, Farbe). Heian-Zeit, 12. Jh.; Kongōbu-ji, Berg Kōya
Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 96, Abb. 38

Fudō Myōō (skt. Acala) auf einem stilisierten, sanduhrförmigen Felsen sitzend. Rote Haare, schwarzblaue Haut. Schwert und Seil. Im Flammennimbus deuten sich Vogelköpfe an. Frühes Beispiel des „assymetrischen Typs“ mit schiefem Mund, assymmtrischen Eckzähnen und einem halb geschlossenen Auge. Gemessen an anderen Beispielen milder Gesichtsausdruck.

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Fudō Myōō, stehend

Statue, myōō (Holz, bemalt). Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; Höhe: 162cm
Bild © Metropolitan Museum, New York. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

In dieser Darstellung aus der späten Heian-Zeit ist der Charakter eines trotzigen Kindes, der ja auch in den klassischen Beschreibungen angedeutet wird, gut zu erkennen.

. 7 . 8 Fudō der späten Heian-Zeit
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Fudō Myōō

Statue, myōō (Holz, Farbe) von Kaikei. 1203; Daigo-ji, Sanbō-in, Kyōto

Fudō Myōō (skt. Acala) mit eingelegten Glasaugen.

. 9 Fudō von Kaikei, 1203
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Fudō Myōō

Statue, myōō (Holz, bemalt) von Kaikei. Kamakura-Zeit, frühes 13. Jh.; Höhe 53,3 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Fudō von Kaikei oder aus der Werkstatt Kaikeis. Stilistisch eng verwandt mit dem berühmten Fudō des Daigo-ji, der 1203 datiert ist. Besonders auffallend die hervorquellenden Augen, die aus Glas bestehen und innen in die Statue eingelegt wurden.

. 10 Fudō von Kaikei, undatiert
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Rezenter Fudō der Shikoku-Pilgerroute

Statue, myōō
Bild © Shikoku Henro Shashinshū. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Fudō Myōō (skt. Acala) vom Tempel #75 der Shikoku-Pilgerroute.

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Rezenter Fudō

Statue, myōō (Stein)

Rezenter Fudō Myōō (skt. Acala).

. 11 . 12 Moderne Fudōs, asymmetrisch

Die eigen­tümliche Ikono­graphie des asymmetrischen Fudō ist vor allem in Japan verbreitet, lässt sich aber auf Yixing Yixing (chin.) 一行 683–727; chin. Astronom, Erfinder und Mönch des esoterischen Buddhismus (mijiao), vor allem als Übersetzer des Mahāvairocana Sutra (Dainichi-kyō) und Autor des zugehörigen Kommentars (Dainichi-kyō sho) bekannt, einen chinesischen Patriarchen des Shingon Buddhismus zurück­führen. Dieser beschrieb Fudō in seinem Kommentar zum Dainichi-kyō Dainichi-kyō 大日経 Dainichi Sutra; wichtiger Text des esoterischen Buddhismus; früheste bekannte Version aus China, 8. Jh. fol­gender­maßen:

Er besitzt die Gestalt eines Kindes. In der rechten Hand hält er das Siegel des Schwerts der Weisheit, in der Linken ein Lasso. Das Haar seines Kopfes ist zu einem Zopf geflochten, der ihm über die linke Schulter fällt. Sein linkes Auge ist halb geschlossen. Seine Zähne stehen hervor, sodass er sich rechtsseitig auf die Oberlippe, linksseitig auf die Unterlippe beißt. Die Stirn ist wellenförmig gefurcht. Er sitzt auf einem Felsen. Sein Leib ist jugendlich und fett. Er wirkt in höchstem Maße zornig.1

Die besonderen Zähne des japanischen Fudō stammen also aus kano­nischen Quellen, die sich zumindest bis nach China zurück verfolgen lassen, doch scheinen sie sich erst nach und nach gegenüber dem Daishi-Typus durchgesetzt zu haben.

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Seitaka Dōji

Statue, myōō (Holz, Farbe) von Unkei. 1197; „Nationalschatz“
Bild © Kōyasan, Kōya: Kongobuji, 1998. S. 37

Einer von insgesamt acht knabenhaften Begleitern des Fudō Myōō. Die Figur ist dank der realistischen Darstellung des Bildhauers Unkei bekannter als der Fudō, zu dem sie gehört.

. 13 Seitaka Dōji
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Fudō mit Begleitern

Hängerollbild, myōō (Seide, Farbe, Gold). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 x 74,4 cm
Bild © Smithonian Institution. (Letzter Zugriff: 2016/7/29)
Freer Gallery of Art (#F1907.639)

Fudō Myōō als stehende Figur, begleitet von jugendlichen Gehilfen namens Kongara Dōji und Seitaka Dōji.

. 14 Fudō und dōji
Fudōs jugendliche Begleiter

Auf bild­lichen Dar­stellun­gen wird Fudō außer­dem häufig von (zwei oder acht) jugend­lichen Begleitern (dōji dōji 童子 wtl. Knabe; oft Begleiterfigur („Page“) einer buddhistischen Gestalt, manchmal auch „böser Knabe“ = Dämon (z.B. → Shuten Dōji)) umringt. Dieses Gefolge scheint eine japa­nische Innova­tion zu sein, die die starke Be­ziehung des japa­nischen Buddhis­mus zu diesem myōō unter­streicht. In den ältesten indischen Quellen wird Acala/Fudō lediglich als Bote oder Gefolgsmann eines Buddhas geschildert, im esoterischen Buddhismus Japans erhält er hingegen selbst ein Gefolge und wird in manchen Texten sogar als Personifizierung der Weisheit des Dainichi Nyorai Dainichi Nyorai 大日如来 Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“siehe auch Dainichi → Bauten/Ise Izumo/Schreinanlage Ise→ Ikonographie/Mandala→ Ikonographie/Myoo→ Ikonographie/Mandala/Ryogai Mandara → mehr interpretiert. Diese Bevor­zugung geht möglicher­weise auf die beson­dere Ver­ehrung des Fudō durch Kūkai Kūkai 空海 774–835, Gründer des Shingon Buddhismus; Eigennamen Saeki Mao, Ehrennamen Kōbō Daishisiehe auch Kukai → Bauten/Bekannte Tempel→ Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya→ Bauten/Bekannte Schreine→ Bauten/Bekannte Schreine/Fushimi→ Ikonographie/Mandala → mehr , den Be­grün­der des for­mali­sier­ten mikkyō mikkyō 密教 esoterischer Buddhismus, Tantrismus; wtl. geheime Lehre; Gegenstück zu kengyōsiehe auch Buddhismus Lehre → Grundbegriffe/Buddhismus→ Ikonographie/Mandala→ Ikonographie/Mudra→ Ikonographie/Myoo/Vajrapani → mehr , zurück.

Fudō/Acala außerhalb Japans

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Acala (der Unbewegbare)

Tangka, myōō (Baumwolle, Erdfarben), Detail. Tibet, 12. Jh.; 17,2 x 35,6 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Collection of Shelley & Donald Rubin

Abbildung des Acala

. 15 Acala, Tibet (12. Jh.)
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Acala

Tangka, myōō. Königreich Xi Xia, 1226
Bild © Himalayan Art, Museum of Tibet, Lhasa. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Laut Beschreibung auf Himalayan Art stammt dieses Bild des Acala aus dem chinesischen Vasallenstaat Xi Xia (Tangutien) im Grenzgebiet zwischen China und Tibet, das seit Dschingis Khan zu China gehört.

. 16 Acala, Xi Xia (13. Jh.)

Die obigen Ab­bildun­gen zeigen einen tibe­tischen Acala अचल Acala (skt., adj.) „Unbeweglich“, Beinamen des in Japan wichtigsten Mantra-Königs; jap. Fudō 不動siehe auch→ Ikonographie/Myoo→ Ikonographie/Myoo/Vajrapani→ Geschichte/Kukai→ Sandkiste2 (Fudō) aus dem zwölften bzw. drei­zehnten Jahr­hundert. Dieser Acala entspricht in Haltung und Gestus dem Grund­typ der zorn­vollen Gestalten des tibe­tischen Tantrismus तन्त्र tantra (skt., n.) „Gewebe“, Lehrschrift des esoterischen Buddhismus (ähnlich Sutra, aber meist mit rituellem Inhalt)siehe auch →  Buddhismus → Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Ikonographie→ Ikonographie/Dainichi→ Ikonographie/Myoo → mehr (s.a. Vajrapani), hat aber dennoch einige be­merkens­werte Ge­mein­sam­keiten mit dem japani­schen Fudō, nämlich die dunkle Haut, das Schwert, ein Seil (allerdings verknotet mit einer Schlange) und die ver­bissene Unter­lippe. Laut Himalayan Art war Acala vom elften bis zum drei­zehnten Jahr­hundert in der Himalaya Region populär. Später scheint er von anderen zorn­vollen Gestal­ten über­fügelt worden zu sein.

Verweise

Fußnoten

  1. Aus dem Dainichikyō sho, einem Kommentar zum Dainichi-kyō Dainichi-kyō 大日経 Dainichi Sutra; wichtiger Text des esoterischen Buddhismus; früheste bekannte Version aus China, 8. Jh. erstellt zwischen 724 und 727 von Yixing (683–727). In weiterer Folge werden den aufgezählten Eigenschaften präzise symbolische Bedeutungen zugeschrieben (nach Sawa Ryūken, Mikkyō daijiten, S. 1955; für ein ähnliches Zitat aus dem Dainichi-kyō s. Kreiner und Steineck 2008, S. 15–16). Das Dainichi-kyō wurde 724 ins Chinesische übertragen und beruht entweder auf einem (verlorenen) indischen Original oder auf einer Zu­sammen­fassung mehrerer Texte des indischen eso­teri­schen Buddhis­mus durch die Übersetzer Śubhakarasiṃha und Yixing (Digital Dictionary of Buddhism). Es zählt zu den zentralen Texten der Shingon-shū Shingon-shū 真言宗 Shingon-Schule, wtl. Schule des Wahren Wortessiehe auch Kukai → Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Bauten/Bekannte Tempel→ Ikonographie→ Bauten/Tempel/Tempeltore→ Bauten/Tempel/Pagoden → mehr .

Bilderläuterungen

  1. Fudo toji.jpg

    Fudō

    Statue, myōō (Holz, Farbe). 839; Tō-ji, Kyoto
    Bild © Tōji Kōdō Ritai Mandara. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Älteste erhaltene Statue des Fudō Myōō (skt. Acala) Japans.

  2. Fudo daigoji detail.jpg

    Fudō

    Statue, myōō (Holz, Farbe) von Kaikei, Detail. 1203; Daigo-ji, Sanbō-in, Kyōto

    Fudō Myōō (skt. Acala); man erkennt hier gut den „verbissenen Typ“, der sich fest auf die Unterlippe beißt.

  3. Fudo portrait.jpg

    Fudō

    Statue, myōō, Detail

    Fudō Myōō (skt. Acala); „Asymmetrischer Typ“ mit schiefen Zähnen und asymmetrischen Augen. Dieser Typ ist heute der bekannteste.

  4. Fudo saidaiji.jpg

    Fudō

    Statue, myōō; Saidai-ji, Nara
    Bild © Broschüre Saidaiji no bunka, Nara: Saidaiji. Abb. 73

    Statue des Fudō Myōō (skt. Acala) des Saidai-ji in Nara.

  5. Fudo tendai 10jh.jpg

    Fudō, verbissen

    Statue, myōō. Heian-Zeit, 9. Jh.; Hanshū-in, Kyōto
    Bild © Saichō to tendai no kokuhō, 2005, Abb. 123 (Ausstellungskatalog von Schätzen des Tendai Buddhismus)

    Statue des Fudō Myōō (skt. Acala) des Hanshū-in in Kyōto.

  6. Fudo koya.jpg

    Frühe Darstellung des Fudō

    Statue, myōō. Heian-Zeit, 9. Jh.; Shōchi-in, Berg Kōya
    Bild © Kōyasan, Kōya: Kongobuji, 1998. S. 35

    Frühe Darstellung des Fudō Myōō (skt. Acala).

  7. Fudo kongobuji.jpg

    Fudō Myōō

    Statue, myōō (Holz, Farbe). Heian-Zeit, 12. Jh.; Kongōbu-ji, Berg Kōya
    Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 96, Abb. 38

    Fudō Myōō (skt. Acala) auf einem stilisierten, sanduhrförmigen Felsen sitzend. Rote Haare, schwarzblaue Haut. Schwert und Seil. Im Flammennimbus deuten sich Vogelköpfe an. Frühes Beispiel des „assymetrischen Typs“ mit schiefem Mund, assymmtrischen Eckzähnen und einem halb geschlossenen Auge. Gemessen an anderen Beispielen milder Gesichtsausdruck.

  8. Fudo stehend.jpg

    Fudō Myōō, stehend

    Statue, myōō (Holz, bemalt). Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; Höhe: 162cm
    Bild © Metropolitan Museum, New York. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

    In dieser Darstellung aus der späten Heian-Zeit ist der Charakter eines trotzigen Kindes, der ja auch in den klassischen Beschreibungen angedeutet wird, gut zu erkennen.

  9. Fudo daigoji2.jpg

    Fudō Myōō

    Statue, myōō (Holz, Farbe) von Kaikei. 1203; Daigo-ji, Sanbō-in, Kyōto

    Fudō Myōō (skt. Acala) mit eingelegten Glasaugen.

  10. Fudo kaikei 2b.jpg

    Fudō Myōō

    Statue, myōō (Holz, bemalt) von Kaikei. Kamakura-Zeit, frühes 13. Jh.; Höhe 53,3 cm
    Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

    Fudō von Kaikei oder aus der Werkstatt Kaikeis. Stilistisch eng verwandt mit dem berühmten Fudō des Daigo-ji, der 1203 datiert ist. Besonders auffallend die hervorquellenden Augen, die aus Glas bestehen und innen in die Statue eingelegt wurden.

  11. Fudo zentsuji.jpg

    Rezenter Fudō der Shikoku-Pilgerroute

    Statue, myōō
    Bild © Shikoku Henro Shashinshū. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Fudō Myōō (skt. Acala) vom Tempel #75 der Shikoku-Pilgerroute.

  12. Fudo modern.jpg

    Rezenter Fudō

    Statue, myōō (Stein)

    Rezenter Fudō Myōō (skt. Acala).

  13. Seitaka doji.jpg

    Seitaka Dōji

    Statue, myōō (Holz, Farbe) von Unkei. 1197; „Nationalschatz“
    Bild © Kōyasan, Kōya: Kongobuji, 1998. S. 37

    Einer von insgesamt acht knabenhaften Begleitern des Fudō Myōō. Die Figur ist dank der realistischen Darstellung des Bildhauers Unkei bekannter als der Fudō, zu dem sie gehört.

  14. Fudo doji.jpg

    Fudō mit Begleitern

    Hängerollbild, myōō (Seide, Farbe, Gold). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 x 74,4 cm
    Bild © Smithonian Institution. (Letzter Zugriff: 2016/7/29)
    Freer Gallery of Art (#F1907.639)

    Fudō Myōō als stehende Figur, begleitet von jugendlichen Gehilfen namens Kongara Dōji und Seitaka Dōji.

  15. Acala 12jh.jpg

    Acala (der Unbewegbare)

    Tangka, myōō (Baumwolle, Erdfarben), Detail. Tibet, 12. Jh.; 17,2 x 35,6 cm
    Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)
    Collection of Shelley & Donald Rubin

    Abbildung des Acala

  16. Acala xixia 1226.jpg

    Acala

    Tangka, myōō. Königreich Xi Xia, 1226
    Bild © Himalayan Art, Museum of Tibet, Lhasa. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Laut Beschreibung auf Himalayan Art stammt dieses Bild des Acala aus dem chinesischen Vasallenstaat Xi Xia (Tangutien) im Grenzgebiet zwischen China und Tibet, das seit Dschingis Khan zu China gehört.

Links

Letzte Überprüfung der Linkadressen: Sept. 2016

Literatur

Josef Kreiner und Tomoe Steineck (Hg.) 2008
Tempelschätze des heiligen Berges Daigo-ji: Der Geheime Buddhismus in Japan. München: Prestel 2008. [Ausstellungskatalog.]
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