Buddhas Leben nach der buddhistischen Überlieferung

Religion-in-Japan > Ikonographie > Shaka > Buddhas Leben
< Ikonographie‎ | Shaka
Version vom 8. März 2017, 17:11 Uhr von Bescheid (Kommentar | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite zitieren:
Bernhard Scheid, „Buddhas Leben nach der buddhistischen Überlieferung.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 8.3.2017). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Ikonographie/Shaka/Buddhas_Leben?oldid=67828

Der hi­sto­ri­sche Buddha बुद्ध Buddha (skt., m.) „Der Erleuchtete“; jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀siehe auch →  Shaka → Grundbegriffe/Buddhismus→ Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Bauten/Bekannte Tempel→ Grundbegriffe/Buddhismus Lehre/Vier Wahrheiten→ Ikonographie → mehr leb­te und wirk­te wahr­schein­lich um das Jahr 500 v.u.Z.1 Er ent­stamm­te dem Ge­schlecht der Sha­kyas im König­reich Kosala कोसल Kosala (Skt, m.) Geburtsland des Buddha Shakyamunisiehe auch→ Karte im heu­tigen Nepal, daher sein Bei­name Shakyamuni शाक्यमुनि Śākyamuni (skt., m.) „Der Weise des Shakya-Klans“, Gautama Siddhartha; jap. Shaka 釈迦 oder Shakamuni 釈迦牟尼siehe auch→ Grundbegriffe/Buddhismus→ Bauten/Tempel→ Alltag/Yamabushi/En no Gyoja→ Ikonographie/Amida→ Ikonographie/Shaka → mehr (= der Weise aus dem Shakya­ge­schlecht). Sein Eigen­name war Siddhartha सिद्धार्थ Siddhārtha (skt., m.) Eigennamen des historischen Buddha; jap. Shiddatta 悉達多siehe auch→ Grundbegriffe/Buddhismus→ Geschichte/Fruehzeit/Einfuehrung des Buddhismus , sein Fa­mi­lien­name Gautama गौतम Gautama (skt., m.) Eigennamen des historischen Buddha; Pali: Gotama; jap. Kudon 瞿曇siehe auch→ Grundbegriffe/Buddhismus , weshalb er auch oft Gau­tama Bud­dha genannt wird. Die Legen­den aus sei­nem Leben ver­dich­teten sich im Laufe der Zeit zu einer Stan­dard­bio­gra­phie, die u.a. im soge­nann­ten Pali-Kanon ent­hal­ten ist.2 Spätere Biographien des Buddha sind z.B. in der Buddhacarita बुद्धचरितम Buddhacarita (skt., n.) „Taten des Buddha“, Lebensbeschreibung des historischen Buddha von Ashvaghosha aus dem 2. Jh. u.Z. (2.Jh. u.Z.) sowie im Sutra von Ursache und Wirkung (jap. Inga-kyō Inga-kyō 因果経 „Sutra von Ursache und Wirkung (=Karma)“; eig. Kako genzai inga-kyō 過去現在因果経 (Sutra von Ursache und Wirkung in Vergangenheit und Gegenwart, chin. Guoqu xian zaiyin guo jing) oft auch E-ingakyō 絵因果経 (Illustriertes Sutra von Ursache und Wirkung); Lebensbeschreibung des historischen Buddha; erstmals greifbar in chin. Übersetzung durch Gunabhadra, Mitte 5. Jh.) enthalten. Beide Werke wurden schon früh ins Chine­sische übersetzt. Das Sutra von Ursache und Wirkung ist in diversen illus­trier­ten Fas­sungen erhalten. Die ältesten stam­men aus dem Japan der Nara Nara 奈良 Hauptstadt und Sitz des Tennō, 710–784 (= Nara-Zeit); ehemals: Heijō-kyōsiehe auch Nara → Bauten/Bekannte Tempel→ Bauten/Tempel→ Bauten/Tempel/Tempeltore→ Bauten/Ise Izumo→ Bauten/Bekannte Schreine/Itsukushima → mehr -Zeit, obwohl es chine­sische Vor­läufer gege­ben haben muss, die nicht mehr erhal­ten sind. Die Nara-zeit­lichen Buddha­viten stellen zugleich den Beginn der illus­trier­ten Quer­bild­rollen in Japan dar.

  Buddha_palast.jpg

Buddha als Prinz

Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; 26,4 x 115,9cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Siddhartha, der zukünftige Buddha, genießt das angenehme Leben eines Prinzen. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

. 1 Der jugendliche Buddha als Prinz (Nara-Zeit)

Auf dieser Seite sind die wich­tigs­ten Epi­so­den aus Buddhas Leben kurz zu­sam­men­ge­fasst: Geburt, Vier Aus­fahr­ten, Askese und Er­leuch­tung, Ver­brei­tung der Lehre und Ab­leben.

Geburt

Bud­dha wurde als Prinz ge­bo­ren. Sein Vater, König Shuddhodana शुद्धोदन Śuddhodana (skt., m.) Vater von Buddha Shakyamuni, König in Nord-Indien; jap. Jōbon-ō 浄飯王, und seine Mut­ter, Kö­ni­gin Maya, waren be­reits seit zwanzig Jahren kinder­los, als die Königin im Traum einen weißen Ele­fan­ten sah, der vom Him­mel herab in ihren Körper fuhr. Da­rauf­hin wurde sie schwanger.

  Buddha_geburt.jpg

Buddhas Geburt

Hängerollbild (Seide, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit, 15. Jh.; 75 x 111,5 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Im Blumengarten von Lumbini erblickt der zukünftige Buddha zum letzten Mal das Licht der Welt. Er wird dabei aus der rechten Seite seiner Mutter geboren, ein Zeichen, dass er die „Unreinheit“ der Geburt nicht erfahren hat.

. 2 Buddha wird aus der rechten Seite seiner Mutter geboren

Den Bräu­chen des Lan­des fol­gend sollte die Geburt im Eltern­haus der Königin, im be­nach­barten König­reich statt­finden. Das Kind kam aller­dings bereits auf dem Weg dort­hin im Blumen­garten von Lumbini लुम्बिनी Lumbinī (skt., f.) Geburtsort des Gautama Siddhartha (Buddha Shakyamuni); jap. Ranbini 藍毘尼siehe auch→ Karte zur Welt. Der Neu­ge­bo­rene war gänz­lich frei von jeder Un­rein­heit, was sich auch darin aus­drückte, dass er aus der rech­ten Seite seiner Mut­ter aus­trat. (Auf vielen bild­lichen Ab­bil­dun­gen dieser Szene ist deu­tlich zu er­ken­nen, wie sich die Köni­gin wäh­rend der Geburt an einem Ast fest­hält.) Bud­dha machte gleich nach der Ent­bin­dung sieben Schrit­te, unter denen je­weils eine Lotosblüte aus dem Boden wuchs, und ver­kün­dete: „Ich bin der Herr­scher der Welt, der Welt-Älteste, der Welt-Erste. Das ist meine letzte Geburt, es wird keine wei­tere mehr geben.“ Dies geschah am 8. Tag des Vierten Monats. Das Kind wurde Siddhartha genannt, was in etwa „der sein Ziel erreicht“ bedeutet. Sie­ben Tage nach seiner Ge­burt starb Köni­gin Maya. Sid­dhar­tha wurde daher von seiner Tante, Pra­ja­pati Gau­tami, auf­gezo­gen, die nun die Stel­lung ihrer Schwes­ter als Köni­gin über­nahm.

Die Vier Ausfahrten

Mit 16 hei­ra­te­te Sid­dhar­tha seine Cousine Yashodhara यसोधरा Yaśodharā (skt., f.) „Die den Ruhm erhält“, Ehefrau von Siddhartha Gautama; jap. Yashodara 耶輸陀羅 und lebte fortan in un­be­schwer­tem Luxus. In seinem 29. Jahr aber drängte es ihn, die Welt außer­halb des Pa­las­tes kennen zu lernen und er unter­nahm die le­gen­dären Vier Aus­fahrten. Dabei ge­wahrte er Vier An­sichten, die ihm bisher ver­borgen geblie­ben waren. Er sah erst­mals einen Greis (das Alter), einen Fieber­kranken (die Krank­heit), einen Leich­nam (den Tod), und schließ­lich einen As­keten.

  Ausfahrt_ingakyo.jpg

Ausfahrt des Prinzen Siddhartha

Querbildrolle, emaki (Papier), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Ōhara Bijutsukan, Okayama
Bild © Bunka Isan. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Kranken. Nach weiteren Begegnungen mit einem Alten, einem Toten und einem Asketen beschließt er, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

. 3 Siddhartha verlässt erstmals den königlichen Palast
  Asket_ingakyo.jpg

Siddhārtha begegnet einem Asketen

Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; 26,4 x 115,9cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Asketen. Zuvor hat er erstmals einen Alten, einen Kranken und einen Toten gesehen und verstanden, das alle irdische Existenz auf Leid hinausläuft. Er beschließt nun, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

. 4 Begegnung mit einem Asketen

Diese Er­leb­nis­se ver­an­lass­ten Sid­dhar­tha, sein Haus zu ver­lassen, sich das Haupt zu scheren und sich auf die Suche nach einem Weg zu machen, um Alter, Krank­heit und Tod zu über­winden. Zu diesem Zeit­punkt war Sid­dhar­ta ein Sohn ge­boren worden, was ihn aber nicht von seinem Vor­haben abhielt, son­dern im Ge­gen­teil an­sporn­te. Der Sohn er­hielt den Namen Rahula राहुल Rāhula (skt., m.) Sohn des Buddha; einer gängigen Auslegung zufolge bedeutet der Name „Fessel“, „Hindernis“; jap. Ragora 羅睺羅siehe auch→ Ikonographie/Heilige/16 Arhats : „Fessel“.3

Askese und Erleuchtung

Der welt­flüch­tige Sid­dhar­tha suchte zu­nächst einige be­rühm­te Lehrer auf, zog sich aber bald mit fünf wei­te­ren As­ke­ten ganz aus dem all­täg­lichen Leben zurück. In sei­nen as­ke­ti­schen Übun­gen über­traf Sid­dhar­tha seine Mit­brü­der. Er ma­ger­te ab bis auf die Kno­chen, klei­de­te sich in die Lum­pen von Toten und me­di­tier­te des Nachts unter wil­den Tieren und auf Fried­höfen. Nach sechs Jahren er­kann­te er jedoch, dass auch dieser Weg ihn zu sehr an das Dies­seits band. Er nahm eine Schale Milch­reis an, die ihm die fromme Sujata सुजाता Sujātā (skt., f.) „Die Wohlgeborene“, Magd, die Buddha eine Schale Milchreis darbrachte dar­brachte (Akzeptieren eines Genusses), und wusch sich in einem Fluss (Ak­zep­tie­ren kul­tu­rel­ler Bräu­che). Von da an be­schritt er den Mitt­le­ren Weg zwi­schen As­ke­se und Über­fluss. Seine fünf Mit­brüder aber wand­ten sich em­pört von ihm ab.

  Askese_ingakyo.jpg

Siddhartha als Asket

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus E-inga-kyō; 28,3 x 40,3 cm
Bild © Museum of Fine Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Prinz Siddhartha übt sechs Jahre lang strengste Askese.

. 5 Siddhartha als Asket
  Ingakyo_meditation.jpg

Buddha in Meditation

Querbildrolle, emakimono (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus E-inga-kyō (Illustriertes Sutra von Ursache und Wirkung)
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. Auf dem Bild sind links die Töchter des Mara zu sehen, die ihn verführen sollen während rechts die Krieger des Mara erfolglos auf den Buddha schießen: Die Pfeile werden einfach umgeleitet.

. 6 Buddha in Meditation

Auf sich alleine ge­stellt fasste Sid­dhar­ta den Ent­schluss, so lange zu medi­tieren, bis er die Er­kennt­nis der Über­win­dung von Krank­heit, Alter und Tod erlangt habe. Unter dem be­rühm­ten Pap­pel­feigen­baum (Banyan [ficus religiosa], auch als bodhi बोधि bodhi (skt., m.) „Erwachen, Erleuchtung“; jap. bodai 菩提-Baum bekannt) in Bodhgaya बोध्गया Bodhgayā (skt., f.) „Ort der Erleuchtung“, Ort, an dem Buddha seine Erleuchtungserfahrung hatte; jap. Buddagaya 仏陀伽邪siehe auch →  Stupa → Karte sitzend be­gann er seine 49-tägige Medi­ta­tion, die ihn — ver­schie­denen Ver­führungs­ver­suchen durch feind­liche Dämo­nen zum Trotz — zur end­gül­tigen Er­leuch­tung führte. Er er­kann­te, dass alles, was ent­stan­den ist, ver­gäng­lich ist, und dass der Glaube an ei­nen un­ver­änder­lichen, ewigen Wesens­kern, an ein Ich, ein Irr­glaube ist. Am 8. Tag des Zwölf­ten Monats, in seinem 35. Lebens­jahr wurde er somit zum Bud­dha, zum Er­leuch­teten.

  Versuchungen ingakyo.jpg

Meditation und Versuchung des Buddha

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Inga-kyō; 27.8 x 156.5cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. In dieser Version des Inga-kyō sind die Bestien, die dabei zum Einsatz kommen, besonders drastisch ausgeführt.

. 7 Diverse Dämonen versuchen den Buddha aus seiner Meditation zu reißen.

Buddha als Lehrer

Der Bud­dha begab sich nun in die Nähe der Stadt Be­nares, in den Hirsch­park von Sarnath सार्नाथ् Sārnāth (skt.) Stadt im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, 10 km nördlich von Benares (Varanasi), bekannt für den Dhamek Stupa, eines der ältesten buddhistischen Grabmonumentesiehe auch→ Bauten/Tempel/Stupa→ Karte , wo er seine fünf Mit­brüder wieder traf und ihnen in seiner ersten Pre­digt als Er­leuch­teter Vier Noble Wahrheiten erläuterte. Diese Predigt ist auch als das „Erste Drehen des Rades der Lehre“ bekannt. Seine Mit­brüder be­kehr­ten sich zu seiner Lehre und wurden zu Arhats अर्हत् arhat (skt., m.) höchste Stufe des Menschseins vor dem Austritt aus dem Geburtenkreislauf; jap. rakansiehe auch →  16 Rakan → Grundbegriffe/Buddhismus→ Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Ikonographie/Dainichi/Daibutsu→ Geschichte/Zen → mehr (= Höchste Stufe des Mensch­seins vor dem Aus­tritt aus dem Ge­burten­kreis­lauf). Der Hirsch­park von Sar­nath ist somit der Ort, an dem sich die erste bud­dhis­tische Mönchs­ge­mein­de kon­stitu­ierte.

  Buddha_predigt_ingakyo.jpg

Buddha, predigend

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; 25,7 × 27,3 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Flankiert von seine Schülern (erkennbar am geschorenen Haupt) predigt Buddha zu frommen Laien.

. 8 Predigt des Buddha

In den fol­gen­den 45 Jahren führte der Bud­dha das Leben eines besitz­losen Bettel­mönchs und zog mit einer Schar von Jün­gern predi­gend durch Indien, vor­nehm­lich durch das nord­indi­sche Reich Magadha मगध Magadha (skt., m.) Nordostindisches Königreich das im 6. bis 4. Jh. v.u.Z. seine Blütezeit erreichtesiehe auch→ Grundbegriffe/Buddhismus . Er setzte sich dabei über alle exis­tieren­den Kasten­schran­ken hin­weg und war sowohl bei den Ärmsten als auch in vielen Herr­scher­häu­sern gern ge­sehener Gast. Den­noch wurde er auch an­ge­zwei­felt oder gar attackiert. Selbst in­ner­halb seiner Mönchs­ge­mein­de gab es eine Ab­spal­tung, die von Bud­dhas ei­ge­nem Cousin, Devadatta देवदत्त Devadatta (skt., m.) „Gottesgeschenk“, Cousin und Gegenspieler des Buddha; jap. Daibadatta 提婆達多siehe auch→ Mythen/Hoellen/Hoellenbilder , an­ge­führt wurde. Deva­datta ver­suchte nicht nur, dem Bud­dha seine Ge­folg­schaft ab­spen­stig zu machen, er un­ter­nahm auch An­schläge auf Bud­dhas Leben. Ein­mal ließ er zum Bei­spiel einen Ele­fanten auf Bud­dha hetzen, der aber an­gesichts des Er­leuch­teten sofort ehr­furchts­voll nieder­kniete (dieser kniende Elefant ist häufig Gegen­stand hagio­gra­fischer Dar­stel­lungen). In Magadha, wo Bud­dha unter König Bimbisara बिम्बिसार Bimbisāra (skt., m.) bedeutender König des Reiches von Magadha zu Lebzeiten des Buddha; jap. Binbasara 頻婆娑羅 freund­schaft­lich auf­ge­nom­men wurde, zettelte Deva­datta aus Eifer­sucht einen Staats­streich durch den Sohn des Königs, Ajatashatru अजातशत्रु Ajātaśatru (skt., m.) König v. Magadha in Nord-Indien (r. 491-461 v.u.Z.); jap. Ajase 阿闍世 (jap. Ajase) an. Der König beging darauf­hin Selbst­mord oder wurde, nach einer anderen Ver­sion vom eigenen Sohn getötet. Die Be­keh­rung des reu­mütigen Ajātasatru und seine Auf­nahme in Bud­dhas Gefolg­schaft stellt eine wich­tige Epi­sode dar, die die Groß­mut des Bud­dha unter­streicht.

  Devadatta_hokusai.jpg

Devadattas Höllenfahrt

Buchillustration (Papier, Tusche) von Katsushika Hokusai; aus Shaka go-ichidai zue („Das Leben des Shakyamuni, illustriert“, Textautor Kokado Yatei), Bd. 5, 1845
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2015/8/26)

Das Bild stammt aus einem Buch mit Legenden aus Buddhas Leben. Es zeigt Buddha, umgeben von mehreren Jüngern und im Vordergrund Buddhas Gegenspieler, seinen Cousin Devadatta, der aus Eifersucht diverse Anschläge auf Buddhas Leben unternahm. Das Bild trägt folgende Inschrift: „Devadatta, der dem Welt-Heiligen [Buddha] schaden wollte, wie er bei lebendigem Leib in die Hölle stürzt.“

. 9 Devadattas Höllenfahrt

Schüler

Unter den positiv be­setz­ten Schülern des Bud­dha tauchen immer wieder auf:

Manche Orte in Indien sind mit be­rühm­ten Predigten des Bud­dha ver­bun­den, u.a. der so­ge­nann­te „Geierberg“ (Grdhrakuta गृध्रकूट Gṛdhrakūṭa (skt., m.) „Geiergipfel“, indischer Berg bei Rajagrha (Rajgir), auf dem Buddha predigte; jap. Ryūjusen 霊鷲山siehe auch →  En no Gyoja → Alltag/Pilgerschaft→ Bauten/Bekannte Schreine/Fushimi→ Ikonographie/Heilige/16 Arhats→ Karte ) im Reich Magadha, nahe der Haupt­stadt des Königs Bimbi­sāra. Viele Sutras, u.a. das Lotos-Sutra Hoke-kyō 法華経 Lotos Sutra; skt. Saddharma pundarika sutra; jap. auch Hokkekyō oder Myōhō renge kyō; zählt zu den einflussreichsten Texten des Mahayana-Buddhismus, älteste Fassungen dürften im ersten Jh. v.u.Z. entstanden sein.siehe auch Sutra → Ikonographie/Kannon→ Geschichte/Saicho→ Geschichte/Nichiren→ Geschichte/Neue Religionen → mehr , führen sich auf Predig­ten zurück, die der Bud­dha hier ver­kün­det haben soll.

Ableben

Im 80. Lebens­jahr er­krank­te der Bud­dha, nach­dem er wissen­tlich ein ver­gif­tetes Mahl zu sich ge­nom­men hatte, und sah vor­aus, dass er nun ins Nir­vana ein­gehen werde. Im Wald des Schlos­ses von Kushinagara कुशीनगर Kuśīnagara (skt., n.) Ort von Buddhas Ableben; jap. Kushinagara 拘尸那愒羅siehe auch→ Karte , im Schat­ten zwei großer Shala-Bäume, hauchte er sein ir­di­sches Leben im Kreise seiner Schüler aus, denen er bis zuletzt ge­pre­digt hatte. Bud­dhas Leich­nam wurde nach seinem Tod ein­ge­äschert. Zwi­schen dem König von Kushina­gara und den um­liegen­den Herr­schern entstand ein Disput, wem der Besitz der Asche des heiligen Mannes zu­stünde. Schluss­endlich einigte man sich, sie auf­zu­teilen, und so wurde der Buddha an acht Orten bei­gesetzt, an denen jeweils Grab­monu­mente (stupa स्तूप stūpa (skt., m.) „Hügel“, Grabmonument; jap. 塔 oder sotoba 卒塔婆siehe auch →  Stupa → Bauten/Tempel→ Bauten/Tempel/Pagoden→ Bauten/Bekannte Schreine/Nikko→ Alltag/Friedhof→ Alltag/Friedhof/Gorinto → mehr ) er­rich­tet wurden.

  Nehanzu.jpg

Eintritt des Buddha ins Nirvana

Hängerollbild, nehanzu (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 × 188,6 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Bei Buddhas Tod, der gleichzeitig seinen Eintritt ins nirvana bedeutet, klagen nicht nur seine menschlichen Schüler. Auch diverse Schutzgottheiten können sich vor Schmerz kaum fassen. Lediglich die edlen Bodhisattvas sind in der Lage, ihre Gefühle im Zaum zu halten.

. 10 Wehklagen beim Ableben des Buddha

Im Jahr nach Bud­dhas Tod wurden seine Lehren auf dem „ersten bud­dhis­tischen Konzil“ in Rajagrha कोसल Rājagṛha (Skt, m.) Hauptstadt von Magadha und Ort des ersten buddhistischen Konzils, kurz nach dem Ableben Buddhas; heute Rajgirsiehe auch→ Karte , an dem 500 Arhats unter der Führung von Mahaka­shyapa teil­nahmen, kodi­fiziert. Hundert Jahre nach Bud­dhas Ab­leben fand das zweite „Konzil“ in Vaishali वैशाली Vaiśālī (Skt, f.) Ort des 2. buddhistischen Konzils; Ort eines berühmten buddhistischen Grabmonuments (stupa)siehe auch→ Karte statt, auf dem vor allem die Mönchs­regeln neu fest­gelegt wurden. Weitere Konzile folgten. (Historisch gelten diese Konzile als nicht gesichert.)

Darstellungen der Buddha-Vita in anderen buddhistischen Kulturen

Gandhara

In Gandhara गन्धार Gandhāra (skt., m.) Königreich im heutigen Pakistan bzw. gleichnamige Stadt (auch Purushapura, heute Peshavar); nach den griechischen Eroberungen unter Alexander dem Großen unter dem Einfluss der hellenistischen Kultur, später, im 1.–3. Jh. u.Z. Hauptstadt des buddhistischen Kushana Reichs; frühes Zentrum der buddhistischen Kunstsiehe auch →  Ikonographie → Grundbegriffe/Buddhismus→ Ikonographie/Myoo/Vajrapani→ Karte→ Sandkiste2 , einer Region im heutigen Pakistan, kam der Buddhis­mus mit dem Hellenis­mus in Berüh­rung und ent­wickelte erst­mals eine aus­ge­prägte naturalis­tische Ikonographie. Obwohl die Figuren stark an griechisch-römische Statuen ge­mahnen, kann man die meis­ten Motive auch in spä­teren ost­asia­tischen Darstel­lungen erkennen, die stilis­tisch ganz andere Wege ein­ge­schlagen haben.

  Buddha_geburt_gandhara.jpg

Geburt Buddhas

Relief. Gandhara, Kushan-Periode, 2.–3. Jh. u.Z.; Freer Gallery of Art, Washington
Bild © Daderot, Wikimedia Commons, 2013. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

Der zukünftige Buddha बुद्ध Buddha (skt., m.) „Der Erleuchtete“; jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀siehe auch →  Shaka → Grundbegriffe/Buddhismus→ Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Bauten/Bekannte Tempel→ Grundbegriffe/Buddhismus Lehre/Vier Wahrheiten→ Ikonographie → mehr wird aus der rechten Taille seiner Mutter Maya geboren, die gerade im Garten von Lumbini lustwandelt und sich an den Zweigen eines Baumes festhält.

. 11 Geburt des Buddha
  Ausfahrt_gandhara.jpg

Ausfahrt des Buddha

Relief (Stein). Gandhara, Kushan-Periode, 2 Jh. u.Z.; Indian Museum, Kolkata; 48 x 54 x 8,6 cm
Bildquelle: Printerest. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

Prinz Siddhartha verlässt heimlich den Palast seines Vaters, um die reale Welt kennen zu lernen. Dies ist ihm u.a. mit Hilfe von Halbgöttern möglich, die die Hufe seines Pferdes halten, damit kein Lärm entsteht.

. 12 Ausfahrt des Buddha
  Sarnath_kushan_metny.jpg

Buddhas Predigt in Sarnath

Skulptur (grauer Schiefer). Kushan Periode, 3. Jh.; Gandhara im heutigen Pakistan; 28,6 x 32,4 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Gift of Daniel Slott, 1980

Buddhas erste Predigt im sog. Hirschpark von Sarnath. Als nackter, Herkules-artiger Leibwächter (mit Knüppel) ist Vajrapani hinter dem Buddha zu sehen. Diese graeco-romanische Figur ist typisch für die frühe buddhistische Ikonographie. Das Rad in Buddhas rechter Hand symbolisiert die Lehre des Buddhismus.

. 13 Predigt des Buddha
  Parinirvana_gandhara.jpg

Ableben des Buddha

Relief (Schiefer). Kushan-Periode, 2. Jh. u.Z.; Gandhara; 39,4 x 57,2cm
Bild © Alain Truong. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

Greaco-buddhistische Darstellung von Buddhas Ableben (parinirvana); obwohl Buddha friedlich entschlafen ist, sind seine Anhänger außer sich vor Schmerz. Lediglich die Figur am Fußende des Buddha trägt die Szene mit Fassung. Es ist dies der Buddha-Schüler Kashyapa, der Buddhas Lehre verstanden hat. Die Darstellung entspricht der Schilderung von Buddhas Ableben im Mahaparinirvana Sutra. In späteren Darstellungen des Mahayana Buddhismus ist der Kontrast im Ausdruck des Schmerzes beibehalten worden, doch nehmen Bodhisattvas die Rolle der gefassten Trauernden ein, während die Buddha-Jünger typischerweise verzweifeln. (Vgl. Nehanzu.jpg.)

. 14 Ableben des Buddha

Alchi, Ladakh

Alchi maitreya.jpg
. 15 Maitreya, Alchi

Bodhisattva Maitreya

Statue, daibutsu (Stein). Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh; Höhe: 463 cm
Bild © Christian Luczanits & Jaroslav Poncar. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Auf dem Hüfttuch (Dhoti) dieser Statue des Maitreya (Miroku) ist die gesamte Heiligenlegende des historischen Buddha abgebildet.

Die folgendenen Ab­bil­dun­gen stam­men aus Alchi, einem bud­dhis­ti­schen Kloster­komplex im westlichen, in­di­schen Teil des Himalaya (Ladakh). Alle Detail­bilder aus Bud­dhas Leben sind auf dem Hüft­tuch (dhoti धोटी dhoṭī (skt., f.) traditionelles Beinkleid der indischen Männer) einer knapp 5m hohen Skulptur des Bodhi­sattva Maitreya मैत्रेय Maitreya (skt., m.) „Der Freundliche, der Liebevolle“, Buddha der Zukunft; jap. Miroku 弥勒siehe auch →  Hotei → Alltag/Yamabushi/En no Gyoja→ Ikonographie/Gluecksgoetter→ Ikonographie/Dainichi/Daibutsu→ Geschichte/Honji suijaku → mehr , des „Buddhas der Zukunft“, zu finden. Die Bilder ent­stam­men dem Web-Projekt Indian and Tibetan Buddhist Art von Christian Luczanits & Jaros­lav Pon­car und wur­den mit freund­licher Ge­neh­mi­gung der Au­toren hier re­pro­du­ziert. Luczanits schreibt in der Ein­lei­tung zur Bil­der­serie von Bud­dhas Leben:

The depiction of the legend on Maitreya’s dhoti is a unique inter­pre­tation of the Bud­dha’s life that not only in­cor­po­rates the dif­ferent authori­tative tradi­tions but also success­fully hints to­wards the true nature of the Bud­dha in Maha­yana. The life of a Bud­dha is nothing else than the mar­vellous dress of a super-human, namely Mai­treya, who is himself an emana­tion of the true nature of a Bud­dha re­presented as Vairocana in his crown.4

  alchi_buddha_birth.jpg

Geburt Buddhas

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh
Bild © Christian Luczanits & Jaroslav Poncar. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Königin Maya hält sich während der Geburt an den Zweigen eines Baumes fest.

  alchi_buddha_excursion.jpg

Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast

Nyorai

Siddhartha, der historische Buddha (auch Shakyamuni; jap. Shaka Nyorai), verlässt erstmals seine Geburtsstätte, den Königspalast, um die legändären Vier Ausfahrten zu machen.

. 16 . 17 (li.) Geburt Buddhas; (re.) Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast
  alchi_buddha_ascetism.jpg

Siddhartha kleidet sich in Leichentücher

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh

Siddhartha treibt die Askese soweit, dass er nur die Kleider von Toten als Schutz vor der Witterung akzeptiert.

  alchi_buddha_seduction.jpg

Verführung unter dem Bodhi-Baum

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh
Bild © Heinzjimmybaumgartner, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Siddhartha ist während der Meditation unter dem bodhi-Baum Verführungen und Einflüsterungen ausgesetzt.

  alchi_buddha_predigt.jpg

Buddha predigt seinen Schülern

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh

Der historische Buddha Shakyamuni hält seinen Schülern Lehrreden.

. 18. 19. 20
Askese, Meditation und Predigt des Buddha

Borobudur

Borobudur10.jpg
. 21 Borobudur

Borobudur

Tempel (Stein). 8.–9.Jh.; „UNESCO Kulturerbe“; Java, Indonesien
Bild © Jorge de la Torriente, flickr, 2011. (Letzter Zugriff: 2016/7/17)

Stupa-Berg von Borobudur, dem weltweit größten Mandala auf der Insel Java.

Borobudur Borobudur (skt., m.) größtes buddhistisches Monument in Java, Indonesien, in Gestalt eines dreidimensionalen Mandalasiehe auch →  Stupa gilt als das größte buddhistische Monu­ment weltweit (s. Pagoden und Stupas außerhalb Japans. Es befin­det sich auf der Insel Java, die einst ein wich­tiges Binde­glied auf dem Seeweg von Indien nach China dar­stellte. Java wurde im 8. und 9. Jh. von der buddhis­tischen Sailendra Dynastie beherrscht, die für die Er­rich­tung des Monu­ments ver­antwort­lich ist. Es handelt sich um ein be­geh­bares, drei­dimensio­nales Mandala मण्डल maṇḍala (skt., n.) „Kreis“, schematische Dar­stel­lung der kosmischen Ordnung; jap. mandara 曼荼羅siehe auch →  Mandala → Bauten/Bekannte Schreine/Kasuga→ Ikonographie/Dainichi→ Ikonographie/Shinto-Goetter→ Ikonographie/Mandala/Ryogai Mandara → mehr , ein Berg aus Skulp­turen, der die buddhis­tische Welt als Ganzes re­präsen­tiert. Jede Fläche des Monu­ments ist mit Reliefs dekoriert, die u.a. das Leben des histori­schen Buddha zum Inhalt haben.

  Borobudur beginn der askese.jpg

Buddha wird Asket

Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java
Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

Am Beginn seiner Askese schneidet sich Siddhartha, der zukünftige Buddha, das Haupthaar ab. Wandrelief aus Borobudur.

. 22 Beginn der Askese des Buddha
  Borobudur_verfuehrung.jpg

Versuchungen des meditierenden Buddha

Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java
Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

Während seiner Meditation versuchen die Töchter des dämonischen Mara, den zukünftigen Buddha zu verführen und so von seinem Erlösungsweg abzubringen. Wandrelief aus Borobudur.

. 23 Meditation und Verführung des Buddha
  Borobudur_erste_predigt.jpg

Erste Predigt des Buddha

Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java
Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

Buddha während seiner ersten Predigt in Benares. Wandrelief aus Borobudur.

. 24 Erste Predigt des Buddha

Dunhuang

Mogao caves.jpg
. 25 Dunhuang

Mogao Höhlen

Tempelanlage; Dunhuang
Bild © Silk History and Uses. (Letzter Zugriff: 2017/3/8)

Reste der höhlenartigen buddhistischen Tempelanlage Mogao bei der Oase Dunhuang im Norwesten Chinas. Die meisten Höhlen sind innen mit prächtigen Frescos geschmückt.

Die Wüstenoase Dunhuang Dunhuang (chin.) 敦煌 Oasenstadt an der Seidenstraße und ehem. buddh. Zentrum im NW Chinassiehe auch Totenreich → Ikonographie/Myoo/Vajrapani→ Ikonographie/Waechtergoetter/Nio→ Mythen/Jenseits→ Geschichte/Fruehzeit/Shotoku Taishi → mehr stellte für lange Zeit einen wichtigen Knotenpunkt dar, an dem die internationale Handelsroute, die heute als „Seidenstraße“ bekannt ist, in den chinesischen Kulturraum überging. Angeregt durch den Handel entwickelte sich Dunhuang zu einem politischen und kulturellen Zentrum, von dem auch ein wichtiger Impuls der buddhistischen Missionierung Chinas ausging. Von der buddhistischen Kultur Dunhuangs, die während der Tang Tang (chin.)chin. Herrschaftsdynastie, 618–907siehe auch Geschichtsperioden → Grundbegriffe/Buddhismus→ Bauten/Tempel→ Ikonographie/Waechtergoetter/Nio→ Mythen/Jenseits → mehr -Zeit ihren Höhepunkt erlebte, zeugen unter anderem die zahlreichen Felsentempel, die sog. Tausend-Buddha-Höhlen, die Jahrhunderte lang vergessen und erst Anfang des 20. Jahrhunderts von westlichen und japanischen Archäologen wiederentdeckt wurden. Die in Dunhuang erhaltenen Texte und Bilder stellen auch für den japanischen Buddhismus wichtige Quellen dar.

Im British Museum befinden sich u.a. diverse Tang Tang (chin.)chin. Herrschaftsdynastie, 618–907siehe auch Geschichtsperioden → Grundbegriffe/Buddhismus→ Bauten/Tempel→ Ikonographie/Waechtergoetter/Nio→ Mythen/Jenseits → mehr -zeitlich Stoffbanner aus Dunhuang, auf denen das Leben Buddhas dargestellt ist.

 Buddha_geburt_dunhuang.jpg

Buddhas Geburt

Hängerollbild (Seide, bemalt), Detail. Tang-Zeit, 9. Jh.; Dunhuang, Qianfo Dong (Tausend Buddha Höhlen)
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

Zwei Szenen von Buddhas Geburt, nämlich die Waschung des Babies und die ersten Schritte. Die Geburt selbst (aus der rechten Taille seiner Mutter) ist hier nicht dargestellt. Die Waschung wird von neun nagas überwacht, die hier als chinesische Drachen dargestellt sind.

. 26 Buddhas Geburt
  Departure_dunhuang.jpg

Buddha begegnet dem Alter und der Krankheit

Hängerollbild (Seide, bemalt). Tang-Zeit; Dunhuang, Qianfo Dong (Tausend Buddha Höhlen)
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)
Marc Aurel Stein

Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, begegnet auf seinen sog. Vier Ausfahrten erstmals dem menschlichen Leid, in Form von Alter, Krankheit, Tod und Askese, was ihn schließlich auf den Weg der Entsagung bringt. Das Banner mit zwei Darstellungen dieser Episode trägt die Inschriften „Wie der Prinz die Stadt durch das Osttor verließ und einen Alten sah“ und „Wie der Prinz die Stadt durch das Südtor verließ und einen Kranken sah“. Es gehörte wahrscheinlich zu einem Set von Illustrationen zu Buddhas Leben.

. 27 Buddhas Ausfahrten

Verweise

Fußnoten

  1. Laut einer tradi­tio­nellen Da­tie­rung lebte Bud­dha von 563–483 v.u.Z. Diese ge­nauen An­ga­ben wer­den heute aller­dings in Zwei­fel ge­zo­gen.
  2. Der Pali-Kanon, eine der ältesten Schrif­ten­samm­lun­gen des Bud­dhis­mus, enthält u.a. eine Samm­lung von über 500 Er­zäh­lun­gen zu Bud­dhas Leben, deren Haupt­akzent auf Bud­dhas Leben in frü­he­ren Existenzen liegt. Diese Er­zäh­lun­gen werden als Jātaka जातक jātaka (skt., n.) „Wiedergeburtsgeschichte“, Heiligenlegende des Buddha; jap. honjōtan 本生譚 oder honjōkyō 本生経siehe auch →  Shaka → Alltag/Opfergaben/Blut- und Selbstopfer (Wie­der­ge­burts­ge­schich­ten) be­zeich­net. Oft­mals spielen hier Tiere eine tra­gen­de Rolle, denn der Bud­dha hatte in frü­he­ren Existenzen ja auch nicht-mensch­liche Formen der Wieder­geburt durch­laufen. Die Bio­gra­phie des his­to­ri­schen Bud­dhas ist jedoch auch in den Jātakas ent­hal­ten und zwar in der Einleitenden Erzählung der Wie­der­ge­burts­ge­schich­ten (Übersetzung J. Dutoit 1906, Digitalisierung: Volker Junge).
  3. Der Ge­rechtig­keit halber muss er­wähnt werden, dass Rahula schluss­end­lich auch in die bud­dhis­tische Or­dens­ge­mein­schaft auf­ge­nom­men wurde. Den­noch ist Bud­dhas kaltes Ver­hält­nis zu sei­nem Sohn als Bei­spiel der so­ge­nann­ten „Haus­losig­keit“, also der be­wuss­ten Ab­kehr von Haus und Fa­mi­lie des idea­len bud­dhis­ti­schen Mönchs an­zu­sehen.
  4. Christian Luczanits, http://www.luczanits.net/sites/Alchi/Sumtsek.html (Okt. 2016).

Bilderläuterungen

  1. Buddha palast.jpg

    Buddha als Prinz

    Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; 26,4 x 115,9cm
    Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

    Siddhartha, der zukünftige Buddha, genießt das angenehme Leben eines Prinzen. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

  2. Buddha geburt.jpg

    Buddhas Geburt

    Hängerollbild (Seide, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit, 15. Jh.; 75 x 111,5 cm
    Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

    Im Blumengarten von Lumbini erblickt der zukünftige Buddha zum letzten Mal das Licht der Welt. Er wird dabei aus der rechten Seite seiner Mutter geboren, ein Zeichen, dass er die „Unreinheit“ der Geburt nicht erfahren hat.

  3. Ausfahrt ingakyo.jpg

    Ausfahrt des Prinzen Siddhartha

    Querbildrolle, emaki (Papier), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Ōhara Bijutsukan, Okayama
    Bild © Bunka Isan. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

    Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Kranken. Nach weiteren Begegnungen mit einem Alten, einem Toten und einem Asketen beschließt er, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

  4. Asket ingakyo.jpg

    Siddhārtha begegnet einem Asketen

    Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; 26,4 x 115,9cm
    Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

    Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Asketen. Zuvor hat er erstmals einen Alten, einen Kranken und einen Toten gesehen und verstanden, das alle irdische Existenz auf Leid hinausläuft. Er beschließt nun, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

  5. Askese ingakyo.jpg

    Siddhartha als Asket

    Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus E-inga-kyō; 28,3 x 40,3 cm
    Bild © Museum of Fine Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

    Prinz Siddhartha übt sechs Jahre lang strengste Askese.

  6. Ingakyo meditation.jpg

    Buddha in Meditation

    Querbildrolle, emakimono (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus E-inga-kyō (Illustriertes Sutra von Ursache und Wirkung)
    Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

    Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. Auf dem Bild sind links die Töchter des Mara zu sehen, die ihn verführen sollen während rechts die Krieger des Mara erfolglos auf den Buddha schießen: Die Pfeile werden einfach umgeleitet.

  7. Versuchungen ingakyo.jpg

    Meditation und Versuchung des Buddha

    Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Inga-kyō; 27.8 x 156.5cm
    Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

    Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. In dieser Version des Inga-kyō sind die Bestien, die dabei zum Einsatz kommen, besonders drastisch ausgeführt.

  8. Buddha predigt ingakyo.jpg

    Buddha, predigend

    Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; 25,7 × 27,3 cm
    Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

    Flankiert von seine Schülern (erkennbar am geschorenen Haupt) predigt Buddha zu frommen Laien.

  9. Devadatta hokusai.jpg

    Devadattas Höllenfahrt

    Buchillustration (Papier, Tusche) von Katsushika Hokusai; aus Shaka go-ichidai zue („Das Leben des Shakyamuni, illustriert“, Textautor Kokado Yatei), Bd. 5, 1845
    Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2015/8/26)

    Das Bild stammt aus einem Buch mit Legenden aus Buddhas Leben. Es zeigt Buddha, umgeben von mehreren Jüngern und im Vordergrund Buddhas Gegenspieler, seinen Cousin Devadatta, der aus Eifersucht diverse Anschläge auf Buddhas Leben unternahm. Das Bild trägt folgende Inschrift: „Devadatta, der dem Welt-Heiligen [Buddha] schaden wollte, wie er bei lebendigem Leib in die Hölle stürzt.“

  10. Nehanzu.jpg

    Eintritt des Buddha ins Nirvana

    Hängerollbild, nehanzu (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 × 188,6 cm
    Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

    Bei Buddhas Tod, der gleichzeitig seinen Eintritt ins nirvana bedeutet, klagen nicht nur seine menschlichen Schüler. Auch diverse Schutzgottheiten können sich vor Schmerz kaum fassen. Lediglich die edlen Bodhisattvas sind in der Lage, ihre Gefühle im Zaum zu halten.

  11. Buddha geburt gandhara.jpg

    Geburt Buddhas

    Relief. Gandhara, Kushan-Periode, 2.–3. Jh. u.Z.; Freer Gallery of Art, Washington
    Bild © Daderot, Wikimedia Commons, 2013. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

    Der zukünftige Buddha बुद्ध Buddha (skt., m.) „Der Erleuchtete“; jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀siehe auch →  Shaka → Grundbegriffe/Buddhismus→ Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Bauten/Bekannte Tempel→ Grundbegriffe/Buddhismus Lehre/Vier Wahrheiten→ Ikonographie → mehr wird aus der rechten Taille seiner Mutter Maya geboren, die gerade im Garten von Lumbini lustwandelt und sich an den Zweigen eines Baumes festhält.

  12. Ausfahrt gandhara.jpg

    Ausfahrt des Buddha

    Relief (Stein). Gandhara, Kushan-Periode, 2 Jh. u.Z.; Indian Museum, Kolkata; 48 x 54 x 8,6 cm
    Bildquelle: Printerest. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

    Prinz Siddhartha verlässt heimlich den Palast seines Vaters, um die reale Welt kennen zu lernen. Dies ist ihm u.a. mit Hilfe von Halbgöttern möglich, die die Hufe seines Pferdes halten, damit kein Lärm entsteht.

  13. Sarnath kushan metny.jpg

    Buddhas Predigt in Sarnath

    Skulptur (grauer Schiefer). Kushan Periode, 3. Jh.; Gandhara im heutigen Pakistan; 28,6 x 32,4 cm
    Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)
    Gift of Daniel Slott, 1980

    Buddhas erste Predigt im sog. Hirschpark von Sarnath. Als nackter, Herkules-artiger Leibwächter (mit Knüppel) ist Vajrapani hinter dem Buddha zu sehen. Diese graeco-romanische Figur ist typisch für die frühe buddhistische Ikonographie. Das Rad in Buddhas rechter Hand symbolisiert die Lehre des Buddhismus.

  14. Parinirvana gandhara.jpg

    Ableben des Buddha

    Relief (Schiefer). Kushan-Periode, 2. Jh. u.Z.; Gandhara; 39,4 x 57,2cm
    Bild © Alain Truong. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

    Greaco-buddhistische Darstellung von Buddhas Ableben (parinirvana); obwohl Buddha friedlich entschlafen ist, sind seine Anhänger außer sich vor Schmerz. Lediglich die Figur am Fußende des Buddha trägt die Szene mit Fassung. Es ist dies der Buddha-Schüler Kashyapa, der Buddhas Lehre verstanden hat. Die Darstellung entspricht der Schilderung von Buddhas Ableben im Mahaparinirvana Sutra. In späteren Darstellungen des Mahayana Buddhismus ist der Kontrast im Ausdruck des Schmerzes beibehalten worden, doch nehmen Bodhisattvas die Rolle der gefassten Trauernden ein, während die Buddha-Jünger typischerweise verzweifeln. (Vgl. Nehanzu.jpg.)

  15. Alchi maitreya.jpg

    Bodhisattva Maitreya

    Statue, daibutsu (Stein). Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh; Höhe: 463 cm
    Bild © Christian Luczanits & Jaroslav Poncar. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Auf dem Hüfttuch (Dhoti) dieser Statue des Maitreya (Miroku) ist die gesamte Heiligenlegende des historischen Buddha abgebildet.

  16. Alchi buddha birth.jpg

    Geburt Buddhas

    Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh
    Bild © Christian Luczanits & Jaroslav Poncar. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Königin Maya hält sich während der Geburt an den Zweigen eines Baumes fest.

  17. Alchi buddha excursion.jpg

    Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast

    Nyorai

    Siddhartha, der historische Buddha (auch Shakyamuni; jap. Shaka Nyorai), verlässt erstmals seine Geburtsstätte, den Königspalast, um die legändären Vier Ausfahrten zu machen.

  18. Alchi buddha ascetism.jpg

    Siddhartha kleidet sich in Leichentücher

    Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh

    Siddhartha treibt die Askese soweit, dass er nur die Kleider von Toten als Schutz vor der Witterung akzeptiert.

  19. Alchi buddha seduction.jpg

    Verführung unter dem Bodhi-Baum

    Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh
    Bild © Heinzjimmybaumgartner, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Siddhartha ist während der Meditation unter dem bodhi-Baum Verführungen und Einflüsterungen ausgesetzt.

  20. Alchi buddha predigt.jpg

    Buddha predigt seinen Schülern

    Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh

    Der historische Buddha Shakyamuni hält seinen Schülern Lehrreden.

  21. Borobudur10.jpg

    Borobudur

    Tempel (Stein). 8.–9.Jh.; „UNESCO Kulturerbe“; Java, Indonesien
    Bild © Jorge de la Torriente, flickr, 2011. (Letzter Zugriff: 2016/7/17)

    Stupa-Berg von Borobudur, dem weltweit größten Mandala auf der Insel Java.

  22. Borobudur beginn der askese.jpg

    Buddha wird Asket

    Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java
    Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

    Am Beginn seiner Askese schneidet sich Siddhartha, der zukünftige Buddha, das Haupthaar ab. Wandrelief aus Borobudur.

  23. Borobudur verfuehrung.jpg

    Versuchungen des meditierenden Buddha

    Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java
    Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

    Während seiner Meditation versuchen die Töchter des dämonischen Mara, den zukünftigen Buddha zu verführen und so von seinem Erlösungsweg abzubringen. Wandrelief aus Borobudur.

  24. Borobudur erste predigt.jpg

    Erste Predigt des Buddha

    Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java
    Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

    Buddha während seiner ersten Predigt in Benares. Wandrelief aus Borobudur.

  25. Mogao caves.jpg

    Mogao Höhlen

    Tempelanlage; Dunhuang
    Bild © Silk History and Uses. (Letzter Zugriff: 2017/3/8)

    Reste der höhlenartigen buddhistischen Tempelanlage Mogao bei der Oase Dunhuang im Norwesten Chinas. Die meisten Höhlen sind innen mit prächtigen Frescos geschmückt.

  26. Buddha geburt dunhuang.jpg

    Buddhas Geburt

    Hängerollbild (Seide, bemalt), Detail. Tang-Zeit, 9. Jh.; Dunhuang, Qianfo Dong (Tausend Buddha Höhlen)
    Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

    Zwei Szenen von Buddhas Geburt, nämlich die Waschung des Babies und die ersten Schritte. Die Geburt selbst (aus der rechten Taille seiner Mutter) ist hier nicht dargestellt. Die Waschung wird von neun nagas überwacht, die hier als chinesische Drachen dargestellt sind.

  27. Departure dunhuang.jpg

    Buddha begegnet dem Alter und der Krankheit

    Hängerollbild (Seide, bemalt). Tang-Zeit; Dunhuang, Qianfo Dong (Tausend Buddha Höhlen)
    Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)
    Marc Aurel Stein

    Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, begegnet auf seinen sog. Vier Ausfahrten erstmals dem menschlichen Leid, in Form von Alter, Krankheit, Tod und Askese, was ihn schließlich auf den Weg der Entsagung bringt. Das Banner mit zwei Darstellungen dieser Episode trägt die Inschriften „Wie der Prinz die Stadt durch das Osttor verließ und einen Alten sah“ und „Wie der Prinz die Stadt durch das Südtor verließ und einen Kranken sah“. Es gehörte wahrscheinlich zu einem Set von Illustrationen zu Buddhas Leben.

Links

Letzte Überprüfung der Linkadressen: Sept. 2016

Literatur

  • Buddhacarita (Taten des Buddha), Aśvaghoṣa (2. Jh. u.Z.)
    Übersetzung der chin. Version aus dem 5. Jh. durch Charles Willemen, 2010.
Ikonographie/Shaka (zurück zum Hauptartikel)
Ikonographie
Religion-in-Japan > Ikonographie > Shaka > Buddhas Leben