Tengu

Religion-in-Japan > Mythen > Tengu
< Mythen
Version vom 3. November 2016, 12:42 Uhr von Bescheid (Kommentar | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite zitieren:
Bernhard Scheid, „Tengu.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 3.11.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Mythen/Tengu?oldid=67561

Auf dieser Seite werden tengu tengu 天狗 wtl. Himmelshund; vogelartiger oder geflügelter Kobold, meist in den Bergensiehe auch→ Alltag/Matsuri/Phalluskulte→ Alltag/Yamabushi→ Mythen/Goetter der Erde→ Mythen/Geister→ Mythen/Imaginaere Tiere → mehr als die vielleicht prominen­testen Vertreter der yōkai yōkai 妖怪 Fabelwesen, Geisterwesen, Gespenstersiehe auch Geister → Mythen/Imaginaere Tiere→ Geschichte/Zen/Bodhidharma→ Mythen/Symboltiere/Namazu-e→ Mythen/Oni und Kappa vorgestellt. Der Begriff yōkai entspricht in etwa dem deutschen „Fabelwesen“, doch werden manch­mal auch real existie­rende Tierarten, denen magische Fähig­keiten zuge­sprochen werden — etwa die Füchse oder die tanuki tanuki Tanuki (Marder-Hund)siehe auch Verwandlungskuenstler → Alltag/Gluecksbringer→ Mythen/Verwandlungskuenstler/Tanuki→ Geschichte/Shinto Mittelalter→ Mythen/Symboltiere/Namazu-e — zu den yōkai gezählt. Während die tieri­schen yōkai auf anderen Seiten dieses Kapitels bespro­chen werden, geht es auf dieser Seite um den tengu als ein Fabel­wesen mit sehr men­schen­ähn­lichen Zügen, das die gesamte Band­breite dieser Geister­kategorie ver­an­schau­licht: Vom gefürch­teten Monster bis zum Ver­ehrungs­gegen­stand von Tempeln und Schreinen.

  tengu_kurama_wada.jpg

Riesen tengu-Maske

Statue, yōkai; Kurama, im Norden Kyōtos
Bild © Wada Yoshio, 2002. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

In Kurama befindet sich ein traditionelles Zentrum des tengu-Wesens.

. 1 Tengu-Kopf, Kurama-dera

Wortbedeutung

Tengu bedeutet wtl. „Himmelshund“, doch mit Hunden haben diese geflügel­ten Wesen wenig zu tun. Die Be­zeich­nung leitet sich vom Chine­si­schen tiangou tiangou (chin.) 天狗 wtl. Himmelshund; mythol. Gestalt der chin. Kosmologie, Namensgeber des japanischen tengu ab und bezog sich ur­sprüng­lich auf uner­klär­liche Him­mels­er­schei­nun­gen wie z.B. Kometen oder Sonnen­fin­ster­nisse, die einem schwar­zen „Him­melshund“ zu­ge­schrieben wur­den. In dieser Bedeu­tung findet sich der Begriff tengu auch schon im japa­nischen Nihon shoki Nihon shoki 日本書紀 Zweitältestes Schriftwerk und erste offizielle Reichschronik Japans (720)siehe auch Mythentexte → Bauten/Schreine/Torii→ Bauten/Ise Izumo→ Grundbegriffe/Shinto/Jindo→ Bauten/Ise Izumo/Izumo Schrein→ Bauten/Bekannte Schreine/Itsukushima → mehr (720). Tengu mit den heute bekannten Charak­teris­tika treten aller­dings erst Ende der Heian Heian 平安 alter Name Kyōtos, eig. Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)siehe auch Heian Zeit → Bauten/Bekannte Tempel→ Grundbegriffe/Shinto→ Ikonographie→ Bauten/Tempel/Pagoden→ Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya → mehr -Zeit in Er­schei­nung. Wie sich die Transfor­mation des chinesi­schen Him­melshun­des in diese spezi­fisch ja­pa­nische Gestalt vollzog, ist weit­gehend un­klar. Zweifel­los haben auch Mythen- und Sagen­motive, die ur­sprüng­lich nichts mit dem chine­si­schen tiangou zu tun hatten, zu seiner Ent­stehung bei­getragen.

Äußerliche Merkmale

Ema tengu.jpg
Tengu Motive

Ema mit Tengu-Motiv

Votivbild, ema (Holz); Myōgi Jinja, Gunma-ken
Bild © indulgence boy, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Neben einer Maske sind auf diesem ema auch die für tengu typischen einstegigen geta-Sandalen zu erkennen.

Japanische tengu treten in zwei Haupt­varian­ten auf: Lang­nasen-tengu und Krähen-tengu. Beide besit­zen einen men­schlichen Körper und können fliegen bzw. sich augen­blick­lich von einem Ort zum anderen „beamen“. Für ge­wöhn­lich tragen auch beide Arten von tengu die traditio­nelle Tracht der Berg­as­keten (yamabushi yamabushi 山伏 Bergasket, wtl. der in den Bergen schläft; Praktikant des Shugendōsiehe auch Yamabushi → Bauten/Schreine/Torii→ Alltag/Pilgerschaft→ Alltag/Matsuri→ Alltag/Matsuri/Feuergang→ Alltag/Moenche → mehr ), mit denen sie eine ge­mein­same Begabung für magische Künste ver­bin­det. Ähnlich wie die yamabushi sind tengu immer eher un­heim­lich, dabei aber nicht not­wen­diger­weise böse oder arglistig.

Langnasen tengu

 tengu33.jpg

Tengu mit yamabushi-Gewand

Statue, Detail. 20. Jh.; Berg Takao, Tōkyō

Dieser tengu ist mit einem typischen Emblem ausgestattet: Ein magischer Fächer aus Federn. Außerdem trägt er das Gewand eines Bergasketen (yamabushi).

. 2 Geflügelter tengu
 sarutahiko_takachiho.jpg

Sarutahiko

Maske, yōkai; Takachiho, Präfektur Miyazaki, Kyushu
Bild © kuusounomori.sakura, jp. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Maske des tengu-artigen Gottes Sarutahiko bei einer religiösen Tanzperformance (kagura).

. 3 Sarutahiko-Maske

Langnasen-tengu werden auf Japanisch oft als Groß-tengu, Krähen-tengu da­gegen als Klein-tengu be­zeich­net. Lang­nasen-tengu scheinen dem­nach eine höhere Kaste inner­halb der tengu-Gesellschaft zu bilden. Was als erstes an ihnen auf­fällt, ist die phal­lische Form ihrer Nase. Dass diese in der Tat sexu­elle Asso­zia­tionen weckte, lässt sich u.a. an shunga shunga 春画 wtl. „Frühlingsbilder“; Gemälde und Druckwerke mit expliziten sexuellen Darstellungensiehe auch Phalluskulte → Alltag/Matsuri/Hadaka matsuri→ Geschichte/Zen/Bodhidharma→ Mythen/Oni und Kappa -Bildern (siehe tengu Motive) der Edo-Zeit erken­nen, doch wird diese Asso­zia­tion im ja­pa­nischen Kontext nicht als obszön empfun­den. Ähnlich wie im Fall des Glücks­got­tes Fukurokuju Fukurokuju 福禄寿 Glücksgott, Gott des Langen Lebenssiehe auch Gluecksgoetter → Ikonographie/Gluecksgoetter/Bishamonten wird der Phallus eher als Symbol der Frucht­bar­keit oder all­gemein des Glücks ver­stan­den. Auf­grund dieser Logik waren Phallus-Kulte und phal­lische reli­giöse Sym­bolis­men im vor­moder­nen Japan weit verbreitet.

Tengu-ron.jpg
. 4 tengu

Traktat zu den Tengu (Tengu-ron)

Buchumschlag, yōkai (Papier). 1916; aus Yōkai sōsho („Schriften zu den Monstern“); Höhe: 22 cm
Bild © National Diet Library, Tokyo. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Titelblatt von Tengu-ron, einem Werk des buddhistischen Philosophen Inoue Enryō 井上, 円了 (1858-1919), der sich die Bekämpfung des volkstümlichen Glaubens an yōkai, darunter auch tengu, zum Ziel setzte.

Die lange Nase und das rote Gesicht des tengu legen weiter die Ver­mu­tung nahe, dass sich seine Ge­stalt auf das Bild der Europäer in Japan zurück­füh­ren lässt. Doch gab es den lang­nasigen tengu bereits vor dem 16. Jh., als es in Japan zur inten­siven Kon­takt­nahme mit europä­ischen Händlern und Mis­sionaren kam. Mög­licher­weise wurden die Langnasen-tengu aber dem Er­schei­nungs­bild der „südlichen Barbaren“ (wie die Europäer in der Edo Edo 江戸 Sitz der Tokugawa Shōgune, 1600–1867 (= Edo-Zeit); heute: Tōkyōsiehe auch Geschichtsperioden → Grundbegriffe/Buddhismus→ Bauten/Bekannte Tempel→ Grundbegriffe/Shinto→ Grundbegriffe/Stereotype/Herrigels Zen→ Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya → mehr -Zeit genannt wurden) angepasst.

Schließlich könnte die Nase der tengu auch einfach aus dem Schnabel ent­stan­den sein, mit dem die frühes­ten tengu-Ge­stal­ten aus­gestat­tet sind und der wiede­rum mit ihren Flug­kün­sten in Ver­bin­dung steht.

Krähen-tengu

  tengu_sairinji.jpg

Krähen-Tengu (karasu tengu)

Hängerollbild (Seide, Farbe) von Kaihō Yūtoku, Detail. Späte Edo-Zeit, 19. Jh.; im Besitz des Sairin-ji, Kyōto
Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 234

Tengu in der Kleidung eines Kriegermönchs, auf einem Wildschwein reitend. Der dargestellte tengu ist wahrscheinlich Tarōbō, ein berühmter tengu, der auf dem Berg Asago im Westen Kyōtos wohnte und der Sage nach häufig die „tengu-Kiefer“ (tengu no matsu), die sich auf dem Tempelgelände befand, aufsuchte, um sich auszuruhen. Der Tempel Sairin-ji, von dem dieses Bild stammt, ist eng mit dem Shugendō, dem Glauben der yamabushi, verbunden.

  karasutengu3.jpg

Karasu tengu mit yamabushi-Gewand

Yōkai
Bildquelle: thetengu.com. (Letzter Zugriff: 2005/6)

Modernes Design eines karasu-tengu.

. 5 . 6 Alte und neue Krähen-Tengu
Garuda gigaku.jpg
. 7Garuda Maske

Garuda (Karura)

Maske (Holz, bemalt). Nara-Zeit, 8. Jh.; Höhe: 28,3 cm
Bild © Musee Guimet, Paris. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Die Maske repräsentiert eine Figur des höfischen Gigaku-Theaters, das bereits in der Nara-Zeit existierte. Laut Inschrift wurde diese Maske bei der Inauguration des Großen Buddha in Nara (752) verwendet.

In Indien gibt es die Gestalt des Vogel­menschen Garuda गरुड Garuḍa (skt., m.) Vogelmensch; jap. Karura 迦楼羅siehe auch→ Mythen/Imaginaere Tiere , die mit dem Bud­dhis­mus auch in Japan bekannt wurde. Garudas sind halb gött­liche, halb tierische Wesen mit großen Zauber­kräf­ten, ähnlich den Schlan­gen (in Indien als naga नाग nāga (skt., m.) „Schlange“, indische Schlangengottheit; jap. naka 那伽siehe auch →  Imaginaere Tiere -Gott­heiten verehrt), mit denen sie eine er­bit­terte Feindschaft ver­bin­det.

In der ältesten Theater­kunst Japans, dem höfischen gigaku gigaku 伎楽 Masken/Tanz-Theater, das im 7. Jhdt. aus China über Korea nach Japan gelangte, werden u.a. Garuda Masken (jap. karura karura 迦楼羅 Vogelmensch; von skt. garuda) ver­wen­det. Nach­dem diese durch­aus Ähn­lich­keiten mit späteren tengu-Dar­stel­lun­gen haben, ist es denkbar, dass zwischen diesen Fabel­wesen ein Zu­sam­men­hang besteht. Frühe bildliche tengu-Dar­stel­lun­gen (etwa die des diabolischen Zegai-bō, s.u.) zeigen jeden­falls einen Krähen-tengu. Erst später setzte sich die Auf­fas­sung durch, dass nur die min­deren tengu vogel­gestal­tig seien. Gleich­zeitig sollen alle tengu aus Eiern schlüp­fen.

Tengu und Mönche

 tenguzoshi.jpg

Versammlung hochrangiger Mönche

Querbildrolle, yōkai, Detail. Kamakura-Zeit, 1296; aus Tengu zōshi; Tokyo, Nezu Museum
Bild © Cultural Heritage Online. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die versammelten Mönche aus verschiedenen Schulen des mittelalterlichen Buddhismus sind durch ihre Schnäbel als Tengus zu erkennen. Das Tengu zōshi bringt in seinen Lehrerzählungen das Tenguwesen mit den typischen Verfehlungen des Mönchsstandes, vor allem Arroganz und Hochmut, in Zusammenhang.

. 8 Versammlung hochrangiger Mönche, die zu tengu geworden sind
  zegaibo_emaki.jpg

Zegaibō emaki

Querbildrolle, yōkai, Detail. Muromachi-Zeit, 1354
Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 221

Gefangennahme und Züchtigung des Zegaibō, eines tengu aus China, durch Tempelknaben auf Berg Hiei. Illustration einer mittelalterlichen Legende, die von einem chinesischen tengu erzählt, der im Jahr 966 Japan besucht, um sich hier mit den wunderkräftigsten Mönchen auf Berg Hiei zu messen. Er erleidet dabei drei mal hintereinander herbe Demütigungen. Schließlich erbarmen sich japanische tengu ihres Kollegen, pflegen ihn gesund und schicken ihn zurück nach China.

. 9 Zegaibō, ein chinesischer Krähen-tengu in Mönchsgewand

Tengu gehören nicht allein ins Reich der Märchen und Sagen, son­dern spielen auch in religiösen Legen­den eine wich­tige Rolle. Die frühes­ten tengu-Legen­den aus dem Konjaku monogatari Konjaku monogatari 今昔物語 „Geschichten aus alter und neuer Zeit“ (12. Jh.); umfangreiche Sammlung von Geschichten und Anekdoten, meist aus einem buddhistischen Kontextsiehe auch Kamakura → Grundbegriffe/Shinto/Jindo→ Mythen/Geister→ Mythen/Geister/Kaidan→ Mythen/Verwandlungskuenstler/Tanuki → mehr han­deln zumeist von bud­dhis­tischen Mönchen, die vom rechten Weg ab­kom­men um schließ­lich zu tengu zu werden, oder von tengu, die ver­suchen Mönche vom rich­tigen Weg ab­zu­brin­gen. In anderen Quel­len, etwa dem Tengu zōshi (1296), er­scheint die Exis­tenz eines tengu als kar­mische Kon­sequenz über­mäßiger klerikaler Arroganz.1 Tengu reflek­tieren somit ein ambivalen­tes Bild des bud­dhis­tischen Klerus und bilden beson­ders in der Blüte­zeit des japanischen Buddhis­mus, im Mit­telal­ter, eine Projek­tions­fläche für die Kritik am buddhis­tischen Mönchs­stand. Es gibt aber auch Legen­den von Adeligen und Kaisern, die auf­grund ihres Hoch­muts als tengu enden. Vor allem das Kriegerepos Taiheiki Taiheiki 太平記 Historisches Epos aus dem späten 14. Jh., behandelt den Konflikt zwischen Nördlichem und Südlichem Kaiserhofsiehe auch Geister → Geschichte/Kamakura/Verwuenschungen→ Alltag/Opfergaben/Blut- und Selbstopfer weiß zahlreiche Episoden zu berichten, laut denen insbesondere der ambitionierte, aber letztlich erfolglose Tennō Go-Daigo Go-Daigo 後醍醐 1288–1339; Tennō der späten Kamakura-Zeit, der versuchte, die pol. Autorität des Kaiserhofes wieder herzustellen.siehe auch Shinto Mittelalter → Mythen/Symboltiere/Tauben→ Texte/Jinno shotoki→ Geschichte/Neo-Konfuzianismus/Dainihonshi und viele Krieger und Mönche um ihn zu tengu wurden und in dieser Form nach ihrem Tod für Unruhe im Land sorgten.

 sojobo.jpg

Tengu-Meister Sōjōbō

Farbholzschnitt, yōkai von Utagawa Kunitsuna (1805–1868); Tryptichon
Bildquelle: Karasu Tengu. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Tengu-Meister Sōjōbō beobachtet die Fortschritte seines Schützlings Ushiwakamaru (Minomoto no Yoshitsune), der sich in der Schwertkunst (Holzschwert) mit jungen Krähen-tengu misst.
Der berühmte Feldherr Minamoto no Yoshitsune (1159–1189) war Halbwaise und verbrachte seine Kindheit im Tempel Kurama nördlich von Kyōto, in dessen Nähe der tengu Sōjōbō gehaust haben und Yoshitsune (bzw. Ushiwakamaro, wie er als Kind hieß) in der Kunst des Schwertkampfs zur Perfektion gebracht haben soll. Yoshitsune ist einer der beliebtesten Helden Japans. Das Motiv seines Schwerttrainings bei den tengu wurde von den ukiyo-e-Künstlern der Edo Zeit häufig dargestellt.

. 10 Yoshitsunes Schaukampf vor tengu-Meister Sōjōbō

Im Lauf der Zeit festigte sich die Assozia­tiation der tengu mit den be­reits erwähn­ten yamabushi yamabushi 山伏 Bergasket, wtl. der in den Bergen schläft; Praktikant des Shugendōsiehe auch Yamabushi → Bauten/Schreine/Torii→ Alltag/Pilgerschaft→ Alltag/Matsuri→ Alltag/Matsuri/Feuergang→ Alltag/Moenche → mehr . In vielen Legen­den ist die Trenn­linie zwischen diesen stets ein wenig un­heim­lichen Bergas­keten und den tengu kaum zu ziehen. Seit der Edo-Zeit werden die tengu üb­licher­weise auch in der Tracht der yamabushi, er­kenn­bar an der charak­teris­tischen Kopf­be­deckung, dar­ge­stellt. Durch die Assoziation mit den yamabushi rückte offen­bar die Iden­tifikation von tengu und hoch­ran­gigen Klerikern in den Hin­ter­grund. Dagegen können yamabushi-artige tengu auch positive Züge an­neh­men, vor allem dann, wenn sie analog zu den Bergas­keten als tüch­tige Käm­pfer und Meister der Kriegs­künste auf­treten. So soll etwa einer der be­rühm­tes­ten japanischen Helden, Minamoto no Yoshitsune Minamoto no Yoshitsune 源 義経 1159–1189; japanischer Feldherr und Halbbruder von Minamoto no Yoritomosiehe auch Kamakura , in seiner Jugend die Kunst des Schwertkam­pfes von einem tengu namens Sōjōbō Sōjōbō 僧正坊 wtl. in etwa „Erzabt“; der buddhistische Titel ist aber in erster Line als Eigennamen eines tengu-Königs bekannt; Minamoto no Yoshitsune soll von diesem tengu die Kunst des Schwertkampfes erlernt haben er­lernt haben. Der Namen bedeutet wörtlich nichts anderes als „Abt-Mönch“ und es mag sein, dass eine Art yamabushi den his­torischen Kern dieser Legende bildet.

Tengu-artige Gottheiten

Immer wieder stößt man in Tempeln und Schreinen auf tengu-Abbildungen. Im All­ge­meinen han­delt es sich bei der­artigen religiösen Gebäuden um Kult­stät­ten des Shugendō Shugendō 修験道 gemischt-rel. Bergkult, Orden der yamabushisiehe auch Yamabushi → Bauten/Bekannte Schreine/Nikko→ Ikonographie/Heilige→ Geschichte/Staatsshinto/Shinbutsu bunri , des spezifischen Kults der yamabushi. Die yamabushi wurden also nicht nur mit tengu assoziiert, sie ver­ehrten ihrer­seits auch Gottheiten in tengu-Gestalt.

Izuna Gongen

Akiba gongen lee institute2.jpg
. 11 Akiba Gongen

Akiba Gongen

Statue, yōkai (Holz). 16. Jh.; Höhe: 87 cm, Sockel: 42 x 42 cm
Bild © Ruth and Sherman Lee Institute. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art collection

Akiba Gogen ist ebenso wie Izuna Gongen mit dem Schwert und dem Seil des Fudō ausgestattet und reitet auf einem Fuchs.

Der Takao-san Takao-san 高尾山 Berg Takao, rel. Zentrum im Westen Tōkyōssiehe auch→ Alltag/Matsuri/Feuergang→ Alltag/Yamabushi→ Karte , ein Berg am östlichen Stadtrand Tōkyōs, ist eines dieser tradi­tionel­len Zentren des Shugendō. Es gibt hier sowohl einen Tempel als auch einen Schrein, in dem die Gottheit Izuna Gongen Izuna Gongen 飯縄権現 Gottheit in tengu-Gestalt verehrt wird.

izuna gongen Izuna3.gif
Izuna Gongen, tengu Gottheit des Shugendō Heilig­tums Takao-san.
Bildquelle: Informationsbroschüre des Takao-san

Izuna Gongen erscheint auf den Talismanen (o-fuda o-fuda お札 Amulett oder Talisman in Gestalt eines symbolischen Zeichens, meist aus Papier; auch shinsatsu 神札; das Zeichen 札 kann auch „Geldschein“ bedeuten, wird dann aber sinojap. satsu ausgesprochen;siehe auch Gluecksbringer → Alltag/Omairi→ Alltag/Pilgerschaft→ Alltag/Kamidana→ Ikonographie/Kannon/Bato Kannon → mehr ) von Takao in Gestalt eines karasu tengu, der auf einem weißen Fuchs reitet. Schwert, Schild und Flam­men­nim­bus erin­nern an Fudō Myōō Fudō Myōō 不動明王 prominentester japanischer Myōō (Mantra-König), wtl. „der Unbewegliche“siehe auch Fudo → Ikonographie→ Alltag/Matsuri/Feuergang→ Alltag/Yamabushi→ Alltag/Yamabushi/En no Gyoja→ Ikonographie/Myoo → mehr , der ja tat­säch­lich auch im Shugendō eine zen­trale Rolle spielt. Zu­dem deutet das fuchs­artige Reit­tier (das in der japanischen Folklore übrigens auch unter dem Namen Izuna auf­taucht) auf eine Ver­bin­dung mit Inari/Dakini hin. Ver­schiedene esoterische Gott­heiten wurden also mit der Ges­talt des tengu zu einer neuen Gottheit ver­schmol­zen. Ganz ähnliche kombi­nierte Gott­heiten finden sich im Shugendō auch unter anderen Namen, etwa unter der Be­zeich­nung Akiba Gongen (s. Abb. rechts). Viele dieser Shugen­dō-Götter standen im übrigen mit Schulen der Kriegs­künste und magischen Kampf­tech­niken in Ver­bin­dung, die wiederum von den yamabushi betrieben wurden.

Sarutahiko

 sarutahiko_hokkei.jpg

Sarutahiko

Farbholzschnitt, surimono (Papier, Tusche, Farbe) von Totoya Hokkei (1780–1850). Edo-Zeit, 1820er Jahre; aus der Serie Haru no iwato (Die Felsenhöhle im Frühling); 21,3 x 18,4 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection

Der mythologische Gott Sarutahiko mit tengu-ähnlicher Nase und dem Gewand eines yamabushi. Das Bild erschien in einer Serie von Illustrationen zu Amaterasus Austritt aus der Höhle (daher auch Hahn und Henne), obwohl Sarutahiko im ursprünglichen Mythos damit gar nichts zu tun hat. Siehe auch Ame no Uzume.

. 12 Sarutahiko

In den alten Mythen begegnen wir der Gottheit Sarutahiko Sarutahiko 猿田彦 Mythologische Gottheit in tengu-ähnlicher Gestaltsiehe auch Goetter der Erde → Bauten/Ise Izumo/Schreinanlage Ise→ Mythen/Symboltiere→ Mythen/Goetter des Himmels/Uzume→ Mythen/Tengu/Tengu Motive → mehr , einem wilden Gesel­len, der dem Tross des vom Himmel herab­steigen­den Enkels der Son­nen­gottheit (Ninigi Ninigi 瓊瓊杵 mytholog. Gottheit, Enkel Amaterasussiehe auch Goetter des Himmels → Bauten/Ise Izumo/Schreinanlage Ise→ Bauten/Bekannte Schreine/Itsukushima→ Ikonographie/Shinto-Goetter→ Mythen/Goetter der Erde → mehr ) einigen Respekt einflößt, sich aber schließ­lich als Führer anbietet und dafür die Göt­tin Ame no Uzume Ame no Uzume 天鈿女/ 天宇受賣 mythologische Gottheit, Ahnherrin des Theaterssiehe auch Uzume → Bauten/Ise Izumo/Schreinanlage Ise→ Alltag/Schreinpriester→ Ikonographie/Gluecksgoetter→ Mythen/Goetter des Himmels→ Mythen/Goetter der Erde → mehr zur Gattin erhält. Er ist laut Be­schrei­bung des Nihon shoki von hühnen­haf­ter Gestalt und hat eine sieben-Hand-lange Nase. Auf rezen­ten Ab­bil­dun­gen (z.B. Abb. rechts) wird er meist in tengu-Gestalt dar­ge­stellt. Auch in Schrein­festen zu Ehren Sarutahikos wird er durch Tänzer mit tengu-Masken repräsen­tiert. Durch seine mytho­logische Rolle als wege­kun­diger Führer bot sich Sarutahiko über­dies als Iden­tifikations­figur für die zahl­reichen lokalen „Wegegöt­ter“ (dōsojin dōsojin 道祖神 Wegegott, auch sae no kami; volksrel. Figuren, manchmal in phallischer Formsiehe auch Phalluskulte → Bauten/Schreine/Torii→ Mythen/Symboltiere/Drei Affen ) an, die es vor allem in vor­moder­ner Zeit gab. Diese Wege­göt­ter stehen wiederum häufig im Zentrum von Phalluskulten, was viel­leicht wieder Sarutahikos lange Nase erklärt. Es gibt, mit einem Wort, ein Viel­zahl von mög­lichen Bezie­hun­gen zwischen Bergkul­ten, Wegegöt­tern und Frucht­bar­keits­riten und sogar Kriegskün­sten einer­seits sowie Saru­tahiko und den tengu anderer­seits. Dass all diese Figuren und Kulte im Laufe der Zeit mit­ein­ander assoziiert wurden, steht außer Zweifel. Es besteht jedoch keine Über­ein­stim­mung darüber, wie sich diese Asso­ziationen his­torisch ent­wickel­ten.

Verweise

Verwandte Themen

Fußnoten

  1. Die Kritik scheint sich an einem Konflikt zwischen dem mächtigen Exkaiser Goshirakawa Go-Shirakawa Tennō 後白河天皇 1127–1192; 77. Kaiser von Japan; (r. 1155–1158); stellte vor allem als Exkaiser im Mönchsstand ein wichtiges politisches Gegengewicht zu den Diktatoren Taira no Kiyomori und Minamoto no Yoritomo darsiehe auch Hoellenbilder → Ikonographie/Dainichi/Daibutsu→ Mythen/Hoellen/Hungergeister→ Texte/Jinno shotoki und den Mönchen des Tempelberges Hiei-zan Hiei-zan 比叡山 Klosterberg Hiei bei Kyōto, traditionelles Zentrum des Tendai Buddhismussiehe auch Bekannte Tempel → Bauten/Bekannte Schreine/Nikko→ Ikonographie/Jizo/Osorezan→ Mythen/Symboltiere→ Geschichte/Saicho → mehr entzündet zu haben. Goshirakawa hatte nämlich vor, sich im Konkurrenztempel Mii-dera Mii-dera 三井寺 Tendai-Tempel am Biwa-See in Shiga-ken; wtl. Drei-Quellen-Tempelsiehe auch Verwuenschungen → Karte einer esoterischen Weihe zu unterziehen. Berg Hiei drohte daraufhin, in diesem Fall den Miidera militärisch zu erobern und zu zerstören. Goshirakawa verzichtete daher auf eine Weihe im Miidera. Spätere Quellen berichten im Anschluss an diese Begebenheiten von einer mystischen Zusammenkunft zwischen dem Exkaiser und einer Gottheit der Dichtung, Sumiyoshi Daimyōjin. Laut diesen Geschichten setzte Sumiyoshi dem Exkaiser auseinander, dass alle Oberhäupter der führenden Schulen im Grunde „Himmelsdämonen“ seien, die man geläufig als tengu bezeichnet. Grund dafür seien Arroganz und Hochmut der Kleriker. Auch er selbst, der Exkaiser, hätte sich dieses Hochmuts schuldig gemacht und stehe daher unter dem Einfluss von Dämonen. Goshirakawa soll sich daraufhin dem schlichten Glauben an Amida Amida 阿弥陀 Buddha Amitabha; Hauptbuddha der Schulen des Reinen Landes (Jōdo-shū bzw. Jōdo Shinshū)siehe auch Amida → Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Bauten/Tempel→ Bauten/Bekannte Schreine/Nikko→ Ikonographie/Mandala→ Alltag/Jahr → mehr zugewandt haben (Abe 2002, S. 215). Diese Geschichte fand in diverse mittelalterliche Werke Eingang, u.a. ins Tengu zōshi und in eine Version des Heike monogatari Heike monogatari 平家物語 „Geschichte der Heike [= Taira]“; Mittelalterliches Kriegerepossiehe auch Geister → Mythen/Symboltiere/Tauben→ Geschichte/Amidismus→ Geschichte/Kamakura/Verwuenschungen→ Alltag/Opfergaben/Blut- und Selbstopfer . Frühere Autoren assozieren amidistische Mönche wie Hōnen Hōnen 法然 1133–1212; Gründer der Jōdo-shū, der Schule vom Reinen Landsiehe auch Amidismus → Geschichte/Kamakura→ Geschichte/Nichiren mit jenen Tengu, die Go-Shirakawa umgaben (Abe 2002, S. 220).

Bilderläuterungen

  1. Tengu kurama wada.jpg

    Riesen tengu-Maske

    Statue, yōkai; Kurama, im Norden Kyōtos
    Bild © Wada Yoshio, 2002. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

    In Kurama befindet sich ein traditionelles Zentrum des tengu-Wesens.

  2. Tengu33.jpg

    Tengu mit yamabushi-Gewand

    Statue, Detail. 20. Jh.; Berg Takao, Tōkyō

    Dieser tengu ist mit einem typischen Emblem ausgestattet: Ein magischer Fächer aus Federn. Außerdem trägt er das Gewand eines Bergasketen (yamabushi).

  3. Sarutahiko takachiho.jpg

    Sarutahiko

    Maske, yōkai; Takachiho, Präfektur Miyazaki, Kyushu
    Bild © kuusounomori.sakura, jp. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Maske des tengu-artigen Gottes Sarutahiko bei einer religiösen Tanzperformance (kagura).

  4. Tengu-ron.jpg

    Traktat zu den Tengu (Tengu-ron)

    Buchumschlag, yōkai (Papier). 1916; aus Yōkai sōsho („Schriften zu den Monstern“); Höhe: 22 cm
    Bild © National Diet Library, Tokyo. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

    Titelblatt von Tengu-ron, einem Werk des buddhistischen Philosophen Inoue Enryō 井上, 円了 (1858-1919), der sich die Bekämpfung des volkstümlichen Glaubens an yōkai, darunter auch tengu, zum Ziel setzte.

  5. Tengu sairinji.jpg

    Krähen-Tengu (karasu tengu)

    Hängerollbild (Seide, Farbe) von Kaihō Yūtoku, Detail. Späte Edo-Zeit, 19. Jh.; im Besitz des Sairin-ji, Kyōto
    Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 234

    Tengu in der Kleidung eines Kriegermönchs, auf einem Wildschwein reitend. Der dargestellte tengu ist wahrscheinlich Tarōbō, ein berühmter tengu, der auf dem Berg Asago im Westen Kyōtos wohnte und der Sage nach häufig die „tengu-Kiefer“ (tengu no matsu), die sich auf dem Tempelgelände befand, aufsuchte, um sich auszuruhen. Der Tempel Sairin-ji, von dem dieses Bild stammt, ist eng mit dem Shugendō, dem Glauben der yamabushi, verbunden.

  6. Karasutengu3.jpg

    Karasu tengu mit yamabushi-Gewand

    Yōkai
    Bildquelle: thetengu.com. (Letzter Zugriff: 2005/6)

    Modernes Design eines karasu-tengu.

  7. Garuda gigaku.jpg

    Garuda (Karura)

    Maske (Holz, bemalt). Nara-Zeit, 8. Jh.; Höhe: 28,3 cm
    Bild © Musee Guimet, Paris. (Letzter Zugriff: 2011/7)

    Die Maske repräsentiert eine Figur des höfischen Gigaku-Theaters, das bereits in der Nara-Zeit existierte. Laut Inschrift wurde diese Maske bei der Inauguration des Großen Buddha in Nara (752) verwendet.

  8. Tenguzoshi.jpg

    Versammlung hochrangiger Mönche

    Querbildrolle, yōkai, Detail. Kamakura-Zeit, 1296; aus Tengu zōshi; Tokyo, Nezu Museum
    Bild © Cultural Heritage Online. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

    Die versammelten Mönche aus verschiedenen Schulen des mittelalterlichen Buddhismus sind durch ihre Schnäbel als Tengus zu erkennen. Das Tengu zōshi bringt in seinen Lehrerzählungen das Tenguwesen mit den typischen Verfehlungen des Mönchsstandes, vor allem Arroganz und Hochmut, in Zusammenhang.

  9. Zegaibo emaki.jpg

    Zegaibō emaki

    Querbildrolle, yōkai, Detail. Muromachi-Zeit, 1354
    Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 221

    Gefangennahme und Züchtigung des Zegaibō, eines tengu aus China, durch Tempelknaben auf Berg Hiei. Illustration einer mittelalterlichen Legende, die von einem chinesischen tengu erzählt, der im Jahr 966 Japan besucht, um sich hier mit den wunderkräftigsten Mönchen auf Berg Hiei zu messen. Er erleidet dabei drei mal hintereinander herbe Demütigungen. Schließlich erbarmen sich japanische tengu ihres Kollegen, pflegen ihn gesund und schicken ihn zurück nach China.

  10. Sojobo.jpg

    Tengu-Meister Sōjōbō

    Farbholzschnitt, yōkai von Utagawa Kunitsuna (1805–1868); Tryptichon
    Bildquelle: Karasu Tengu. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Tengu-Meister Sōjōbō beobachtet die Fortschritte seines Schützlings Ushiwakamaru (Minomoto no Yoshitsune), der sich in der Schwertkunst (Holzschwert) mit jungen Krähen-tengu misst.
    Der berühmte Feldherr Minamoto no Yoshitsune (1159–1189) war Halbwaise und verbrachte seine Kindheit im Tempel Kurama nördlich von Kyōto, in dessen Nähe der tengu Sōjōbō gehaust haben und Yoshitsune (bzw. Ushiwakamaro, wie er als Kind hieß) in der Kunst des Schwertkampfs zur Perfektion gebracht haben soll. Yoshitsune ist einer der beliebtesten Helden Japans. Das Motiv seines Schwerttrainings bei den tengu wurde von den ukiyo-e-Künstlern der Edo Zeit häufig dargestellt.

  11. Akiba gongen lee institute2.jpg

    Akiba Gongen

    Statue, yōkai (Holz). 16. Jh.; Höhe: 87 cm, Sockel: 42 x 42 cm
    Bild © Ruth and Sherman Lee Institute. (Letzter Zugriff: 2016/8)
    Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art collection

    Akiba Gogen ist ebenso wie Izuna Gongen mit dem Schwert und dem Seil des Fudō ausgestattet und reitet auf einem Fuchs.

  12. Sarutahiko hokkei.jpg

    Sarutahiko

    Farbholzschnitt, surimono (Papier, Tusche, Farbe) von Totoya Hokkei (1780–1850). Edo-Zeit, 1820er Jahre; aus der Serie Haru no iwato (Die Felsenhöhle im Frühling); 21,3 x 18,4 cm
    Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
    William Sturgis Bigelow Collection

    Der mythologische Gott Sarutahiko mit tengu-ähnlicher Nase und dem Gewand eines yamabushi. Das Bild erschien in einer Serie von Illustrationen zu Amaterasus Austritt aus der Höhle (daher auch Hahn und Henne), obwohl Sarutahiko im ursprünglichen Mythos damit gar nichts zu tun hat. Siehe auch Ame no Uzume.

Links

Letzte Überprüfung der Linkadressen: Sept. 2016

Literatur

Abe Yasurō 2002
The Book of Tengu: Goblins, Devils, and Buddhas in Medieval Japan.“ Cahiers d'Extrême-Asie 13 (2002), S. 211–26. [Übersetzung ins Englische: Toyosawa Nobuko.]
Klaus Vollmer 1993
Der Kleriker als tengu: Notizen zu einem Motiv in der mittelalterlichen japanischen Literatur.“ NOAG 154 (1993), S. 71–90.
Ikonographie