Jahresarchiv: 2021

Ein bewusst (?) missverstandener Protest

Kritisches Hinterfragen ist auch in Zeiten von Corona angebracht.

Der Kommentar ist in der Wiener Zeitung am 14. 5. 2021, S. 21 erschienen.

Zahlreiche namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler verspürten in der jüngster Zeit offenbar das Bedürfnis, sich zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland und Österreich kritisch zu äußern, und produzierten kurze ironisch-satirische Videos, publiziert auf der Seite www.allesdichtmachen.de. Keine 24 Stunden später war ein Shitstorm im Gange, auf den auch viele heimische Medien, allen voran der ORF, aufsprangen. Sofort wurde diese Kampagne als “missglückt” beschrieben, sobald es Kritik daran gab. Dies stellt eine Wertung dar, die so journalistisch vorschnell ist. Die Adjektive “umstritten” oder “viel diskutiert” wären auch zutreffend gewesen, ob sie wirklich “missglückt” war, kommt darauf an, was sie bezwecken wollte. Ein Hauptpunkt der Kampagne ist jedenfalls auch die mediale Berichterstattung über die Pandemie, unter anderem die ständige Angstmache.

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Corona und Islam

Aus verschiedenen Gründen bietet Covid-19 wieder Anlass für Hetze.

Der Kommentar ist unter anderem Titel in der Wiener Zeitung am 6. 5. 2021, S. 22 erschienen.

Zu Beginn der Vireninvasion hat es eine Weile lang so ausgesehen, als ob Zugewanderte, ihre Nachkommen und Musliminnen für einmal in Ruhe gelassen werden, weil das Aufbauen neuer Feindbilder für die professionellen Aufwiegler attraktiver war. weiterlesen »

“Kein Recht auf Aufenthalt”

Leserbrief zum Artikel von Christina Traar in der “Kleinen Zeitung” vom 3.2.2021

Sehr geehrte Redaktionsmitglieder der Kleinen Zeitung!

Mit zunehmender Verwunderung musste ich den gestrigen Artikel zu den Abschiebungen der Kinder vergangene Woche nach Georgien lesen. Dieser sollte wohl den Versuch darstellen, eine neutrale Sicht auf den Fall zu präsentieren, las sich aber leider wie eine Werbeeinschaltung für das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (unterstützt durch das Foto). weiterlesen »