Archiv des Autors: Anna-Sophie Tomancok

Sprache ist nicht gleich Sprache

Wer, was, wann, wo und wie sind die fünf Frageworte, die wohl einem jeden Bericht zu Grunde liegen. Dies ist bestimmt auch beim Artikel „Ein Haus der Geschichten“ von Judith Belfkih, der die Eröffnung des Weltmuseums zum Thema hat, der Fall. Doch über das Wie lässt sich streiten. In welcher Weise, mit welcher Sprache wird über ein Thema gesprochen und welche Annahmen werden getroffen? Die Kultur- und Sozialanthropologie (KSA) setzt sich unter anderem auch intensiv mit diesem Wie auseinander. weiterlesen »

Replik auf „Gender-Studies: Die Geschlechterillusion“ von Axel Meyer

Sehr geehrte NZZ-Redaktion, sehr geehrter Herr Axel Meyer,

In Ihrem Diskussionsbeitrag „Gender-Studies: Die Geschlechterillusion“ vom 04.04.2017, zeigen Sie die unumstößlichen Naturgesetze auf und versuchen gegen die Sozialwissenschaften anzuschreiben, deren Forschungsergebnisse gern als Teil des Genderwahn subsummiert werden. Dabei wird die Legitimität der Naturwissenschaften hervorgestrichen, um ein für alle Mal darzulegen, dass Geschlecht zum größten Teil biologisch determiniert sei. Die sozialkonstruktivistischen Ansätze, als Strömung jenseits von schwarz und weiß beziehungsweise Mann und Frau, seien eine Illusion, mit kaum wissenschaftlicher Evidenz.

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Radikalisierung und Medien

Diesen Sommer ist die Debatte über den Einfluss von Medien auf Nachahmungstaten wieder hochgekocht (gesammelte Verlinkungen sind hier nachzulesen). Berichterstattungen über Terrorangriffe und Amokläufe sollen weniger Details über Täter veröffentlichen. Jemand könnte sich mit ihnen identifizieren. Dafür soll mehr auf die Opfer eingegangen werden.

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LeserInnenbrief zu Österreichs starke Rechtspopulisten

Sehr geehrter Herr Mijnssen, Sehr geehrte Redaktion der NZZ,

vielen Dank für Ihren informativen Kommentar zur Freiheitlichen Partei in Österreich. Es ist erschreckend, wie rechtspopulistische Parteien mittlerweile ihr Gedankengut an ihre Wählerschaft bringen und dieses unhinterfragt übernommen wird.

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LeserInnenbrief zu Sozialhilfe für Bigamisten

Sehr geehrte Redaktion,

wir erlauben uns, darauf hinzuweisen, dass das Bild von Muslimen und Musliminnen sowie Geflüchteten, das Ihr Blatt propagiert, falsch ist und diskriminierende Tendenzen aufweist. Es werden Männer und Frauen muslimischen Glaubens als so genannte Sozialschmarotzer diffamiert, die sich auf Kosten der österreichischen Steuerzahler und Steuerzahlerinnen bereichern wollen. Durch die Artikel „Muslime mit Zweitfrau: Bis zu 3000 € Sozialhilfe“ vom 02.02.2016 oder „Kostenfrage: Flüchtlinge: Streit um Gratis-Öffi- Tickets in Wien“ vom 25.01.2016 werden Vorurteile gegen und Neid auf die Geflüchteten geschürt.

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Albinos in Ostafrika

LerserInnenbrief von Heidi Weinhäupl und Anna-Sophie Tomancok an Herrn Obert, Magazin der Süddeutschen Zeitung:

Sehr geehrte Redaktion des Süddeutschen-Magazins,

Sehr geehrter Herr Michael Obert,

Vieles an Ihrem Artikel „Der Fluch der weißen Haut“ über die grausame Verfolgung von Menschen mit Albinismus in Tansania ist nicht nur interessant, sondern auch aus Sicht unserer Initiative „Teilnehmende Medienbeobachtung“ positiv hervorzuheben – beispielsweise dass Sie darin das „Afrika-Klischee eines rückständigen, barbarischen Kontinents, das der Westen gern von Afrika zeichnet“ nicht nur ansprechen, sondern ihm auch klar widersprechen. weiterlesen »