Archiv des Autors: Eva Koessner

Teenies als Terroristen?

LeserInnenbrief zum Titelblatt des Kurier am 21. September 2014:

Sehr geehrte Kurier-Redaktion,

es ist einfach nur schade, dass reißerische Bilder und Headlines offenbar uneingeschränkte Priorität haben. Schockiert wird man aus seiner Sonntagsruhe gerissen, wenn einem der Sager „Teenies als Terroristen – jung, weiblich, gewaltbereit“ über schwarz verschleierten Augen entgegen prangt. weiterlesen »

Das Scheitern der islamischen Demokratie?

LeserInnenbrief zum Profil-Artikel Ägypten: Das Scheitern der islamischen Demokratie von Tessa Szyszkowitz im Profil vom 15. Juli 2013

Sehr geehrte Dr. Szyszkowitz, sehr geehrte profil-Redaktion,

vielen Dank für das gelungene Interview mit Gilles Kepel. Sie konnten den sogenannten Experten durch das Einbringen von Hintergrundwissen aus der Reserve locken, seine zum Teil verallgemeinernden Positionen aufbrechen und ein differenziertes Bild ermöglichen. Durchaus energischer hätte man noch aufdecken können, dass Herr Kepel jedes Versagen von demokratisch gewählten Regierungen mit Beteiligung islamistischer Parteien als logisch und naturbedingt (Ägypten, Türkei) darstellt, während er Erfolge (Tunesien) lediglich als Ausnahmeerscheinung abtut. weiterlesen »

„Kurze Miniröcke und die sexuellen Fantasien des armen Professors“

Eine sehr empfehlenswerte Antwort auf einen aus TMB-Sicht kritikwürdigen Beitrag über den Umgang mit sexueller Belästigung an japanischen Universitäten. Danke an Thomas Schmidinger.

http://derstandard.at/1350260474760/Kurze-Miniroecke-und-die-sexuellen-Phantasien-des-armen-Professors

Theologische Diskussion und Erneuerung im Islam

LeserInnenbrief zum Profil-Artikel Helden aus dem Orient von Tessa Szyszkowitz im Profil vom 29. Oktober 2012

Sehr geehrte Dr. Szyszkowitz,

vielen Dank für das Aufgreifen dieses wichtigen Themas, ich verfolge ihre Ausführungen immer mit großem Interesse. Leider entsteht beim Lesen ihres aktuellen Artikels der Eindruck, theologische Diskussion und Erneuerung seien innerhalb des Islams eine Seltenheit, etwas Neues und überhaupt etwas, was sich erst durch den Einfluss Europas ergeben habe. weiterlesen »

Konflikt mit dem Islam?

LeserInnenbrief zur Aufmachung von Berichten im Standard vom 20. September 2012

Sehr geehrte Standard-Redaktion,

vielen Dank für Ihre Berichte und Analysen zu den aktuellen Unruhen wegen des umstrittenen Films über Muslime. Was mich an der Berichterstattung in der heutigen Printausgabe dennoch gestört hat, ist die Einordnung der Artikel unter dem Schwerpunkt „Konflikt mit dem Islam“. Dies erzeugt das Bild eines Kultur- oder Religionskampfes, welches erfreulicherweise in der Berichterstattung nicht bestätigt wird.

Mit freundlichen Grüßen,
MMag.a Eva Kössner

Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive
www.univie.ac.at/tmb

Nachhaltigkeit als Fortschrittsfeind?

LeserInnenbrief zum Profil-Artikel Retro-Industrie: So schön gemütlich hier von Wolfram Weimer

Sehr geehrter Dr. Weimer,

mit Vergnügen habe ich ihre pointierte Beschreibung aktueller Trends gelesen, aber: Wie kommen Sie darauf, dass Nachhaltigkeit und „Entschleunigung“ Fortschrittsfeinde sind? Repräsentieren sie nicht genau jene Richtung, in die die Menschheit fortschreiten sollte, wenn Ressourcen zur Neige gehen, Nahrungsmittel und Kinderspielzeug krank machen, Schulmedizin von den Interessen von Pharmafirmen kontrolliert wird und Menschen bei der Herstellung unserer technischen Geräte ausgebeutet werden? weiterlesen »

LeserInnenbrief zu „Kranke Kassen“

Sehr geehrte Frau Mag.a Goebel, sehr geehrte Profil-Redaktion,

mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „Kranke Kassen“ gelesen, der die zahlreichen Probleme unseres Gesundheitssystems einleuchtend aufzeigt.

Unglücklich ist in diesem Zusammenhang lediglich der Vergleich unserer Lebensweise mit jener des frühen Menschen, da im Zuge dessen auf heute lebende Bevölkerungsgruppen Bezug genommen wird. Wie leider so oft in medialen und Alltagsdiskursen üblich, wird dadurch der Eindruck vermittelt, es gäbe Menschen, die in ihrer Entwicklung weiter zurück liegen würden als andere, vorzugsweise wir selbst. weiterlesen »

Israelische Siedlungen nicht nur eine Frage der Ausdauer

Im Standard vom 25./26. September bot Ben Segenreich in seiner Reportage „Für Israels Siedler ist alles eine Frage der Ausdauer“ Einblick in die Lebenswelten und Sichtweisen von BewohnerInnen israelischer Siedlungen im Westjordanland.
(http://derstandard.at/1285199210014/Fuer-Israels-Siedler-ist-alles-eine-Frage-der-Ausdauer)
Obwohl dieser „hautnahe“ Zugang nur befürwortet werden kann, kratzt der Artikel durch das „Weglassen“ bestimmter Fakten an der Oberfläche und verschleiert oft unerwähnt bleibende Machtbeziehungen noch weiter. Denn die lokalen Lebenswelten enden eben nicht an den Wachposten und Absperrungen israelischer Siedlungen. weiterlesen »