Albinos in Ostafrika

LerserInnenbrief von Heidi Weinhäupl und Anna-Sophie Tomancok an Herrn Obert, Magazin der Süddeutschen Zeitung:

Sehr geehrte Redaktion des Süddeutschen-Magazins,

Sehr geehrter Herr Michael Obert,

Vieles an Ihrem Artikel „Der Fluch der weißen Haut“ über die grausame Verfolgung von Menschen mit Albinismus in Tansania ist nicht nur interessant, sondern auch aus Sicht unserer Initiative „Teilnehmende Medienbeobachtung“ positiv hervorzuheben – beispielsweise dass Sie darin das „Afrika-Klischee eines rückständigen, barbarischen Kontinents, das der Westen gern von Afrika zeichnet“ nicht nur ansprechen, sondern ihm auch klar widersprechen. weiterlesen »

Hadza: Von wegen Besitzverweigerer

Der Artikel ist erschienen im Standard, 23. 5. 2014.

Seit Langem geistern immer wieder Hadza durch die Medien, in diesem Fall im Artikel „Besitz macht ökonomisch unvernünftig“ (Standard 21. 5. 2014), als eines „der letzten Jäger- und Sammler-Völker dieser Erde“. Dazu ist zu sagen, dass das Aussterben von Kulturen, die aneignende Wirtschaftsformen wie Jagen und Sammeln betreiben, seit mindestens Anfang des 19. Jahrhunderts vorausgesagt wird – und dass es sie nach wie vor auf allen Kontinenten gibt. Und wenn sie „völlig abgeschieden von der Umgebung leben“ könnten, würden sie nicht für absonderliche Projekte von Universitäten zur Verfügung stehen müssen. weiterlesen »

„Reality Queens auf Safari“

Die sogenannte Reality Show “Reality Queens auf Safari” von Prosieben wurde vorzeitig abgesetzt, nicht wegen der Rassismus-Vorwürfe von 22 NGOs, sondern wegen schlechter Quoten. Die Sendung fiel auf durch wilde Tiere, nackte Busen, geduldige Einheimische und dümmliche Dialoge. Sowohl aus ethnologischer, wie auch aus feministischer Perspektive ist sie ein Rückschritt in finstere Zeiten. weiterlesen »