Muslimhass darf bei uns keinen Platz haben

Die islamfeindlichen (um nicht zu sagen islamophoben) Positionen von Gudula Walterskirchen sind seit Langem bekannt, dennoch bietet ihr „Die Presse“ immer wieder eine Plattform sie zu verbreiten (21.11. Judenhass darf bei uns keinen Platz haben – auch nicht in Moscheen). Dies macht die Zeitung für Personen, die Menschen nicht aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit schon einmal vorauseilend vorverurteilen, zunehmend unattraktiv.

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Alles anders seit dem Tag X?

Der Gastkommentar erschien am 29.08.2016 in der Presse.

Alles anders seit dem Tag X?

Gastkommentar. Auch nach dem Sommer 2015 führen die meisten Menschen ihr normales Leben weiter. Nur die Angst ist größer geworden.

Rainer Nowak meint in seinem Kommentar „Als Mitteleuropa die Kontrolle verlor“, dieser eine Tag, als die Grenzen geöffnet wurden, hätte uns alle verändert. (Link zum Nachlesen)

Uns alle? Das schließt dann wohl auch mich selbst ein. Und auch meinen Freundeskreis, meine Familie, meine Bekannten, meine Kolleginnen und Kollegen. Aber nein, ich sehe bei niemandem eine Veränderung aufgrund von Asylsuchenden in Österreich.
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Was ist ein „Islam ohne Scharia“?

Eine Replik zu „Islamisierung Europas: Nein, ich habe keine Visionen“ von Michael Ley in der Presse vom 20. 6. 2015.

Wie müssen sich die Angehörigen des Islam fühlen, wenn sie diesen Bericht über sich in der Presse lesen?
Gerade einmal 6,2 Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung bekennt sich zum Islam. Rechnet man nur Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft, sind es gar nur 3,4 Prozent (Integrationsfonds 2009, gesicherte jüngere Zahlen gibt es nicht). Was Europa betrifft, liegen die Angaben zwischen 6 und 8 Prozent. Bei solchen Größenordnungen eine Islamisierung des Kontinents zu befürchten, ist doch ein bisschen übertrieben. weiterlesen »

Islamfeindlichkeit als Kalkül

Sehr geehrter Herr Ortner,

Ihre grundsätzlich islamfeindliche Haltung ist sattsam bekannt, solche Artikel wie in Die Presse am 13. 6. 2014 bieten gute Chancen abgedruckt zu werden, die bei anderen Themen weit weniger gegeben sind. Es läge in der journalistischen, redaktionellen und verlegerischen Verantwortung, nicht gegen Gläubige zu hetzen, sondern zwischen den Angehörigen verschiedener Religionen zu vermitteln und genau die Missverständnisse auszuräumen, die hier mit Genuss und Unkenntnis aufgebaut werden. weiterlesen »

Leserbrief zum Interview mit Anja Salomonowitz über „Die 727 Tage ohne Karamo“ in der „Presse“

Mit Erstaunen erfüllte mich das Interview, das Köksal Baltaci mit der Regisseurin Anja Salomonowitz führte. Der Eindruck, dem Interviewer selbst seien binationale Ehepaare nicht ganz geheuer, drängt sich bei der Fragestellung auf. Abgesehen von den drei Fragen zu Beginn zwingt der Journalist die Regisseurin im Laufe des Interviews dazu, sich permanent für ihren Film zu rechtfertigen. Und zwischen den Zeilen vermeint man zu lesen: Selbst schuld! Wenn man schon so blöd ist, sich eine/n Ausländer/in auszusuchen, dann bitte nicht auch noch jammern, wenn’s schwierig wird! Umso verwunderlicher ist dieser Eindruck, da Herr Baltaci soeben mit dem Journalistenpreis für Integration für seinen Artikel „Mit Kopftuch in der Arbeit“ ausgezeichnet wurde. Von eben dieser Haltung (Wenn man schon so blöd ist, sich ein Kopftuch aufzusetzen, dann bitte nicht auch noch jammern, wenn’s schwierig wird!) ist in dem prämierten Artikel gar nichts zu spüren. weiterlesen »

Miteinander aber doch getrennt?

Die Presse druckte am 03. Juli 2013 den Gastkommentar „Neue Ansätze für Miteinander der Geschlechter“ von Dr. Johannes Uhlig und Dr. Sibylle Manhart-Stiowicek ab.

Darin finden sich durchaus gute Ansätze, so zum Beispiel die Betonung der „persönliche[n] Eignung“ im Kontext der Berufswahl, welche aber, abgesehen vom Einfluss durch die Sozialisation, nur wenig mit dem Geschlecht der jeweiligen Person zu tun hat.

Leider wird der grundlegende Fehler begangen anzunehmen, dass „[…] beide Geschlechter von Grund auf verschieden sind“ – eine starre Trennung von Geschlechtern, die nicht zeitgemäß ist. In den Sozialwissenschaften wird heute zwischen biologischem Geschlecht (sex) und sozialem Geschlecht (gender) unterschieden. weiterlesen »

Was hat Islam mit Islamismus zu tun?

Der Artikel ist am 6. 2. 2013 als Gastkommentar in der Presse erschienen und wurde aufgenommen ins Austria-Forum.

Revolutionäre, Terroristen, Bilderstürmer, Selbstmordattentäter, Taliban, Al-Qaida, Muslimbruderschaft, demokratisch gewählte Präsidenten und Ministerpräsidenten, Männer mit Bärten und Frauen mit Kopftüchern, sie alle haben eines gemeinsam: Sie werden in der Kategorie Islamismus schubladiert. weiterlesen »

Schwarzafrika gibt es nicht

In zahlreichen Medien erschien am 13.11.2012  ein APA-Bericht, der sich auf einen Bericht von Amnesty International über die Diskriminierung von Menschen aus dem subsaharischen Afrika in Libyen stützte. Dabei wurde diese Personengruppe in allen Medien als „Schwarzafrikaner“ bezeichnet (ORF: http://orf.at/stories/2150951/; Der Standard: http://derstandard.at/1350261279916/Amnesty-Folter-und-Willkuer-gegen-Schwarzafrikaner-in-Libyen; Die Presse: http://diepresse.com/home/panorama/welt/1312334/Libyen_Amnesty-beklagt-Folter-von-Schwarzafrikanern?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do). weiterlesen »

Zur Pieta des Arabischen Frühlings

Zum Kommentar „Die Pieta des ‚Arabischen Frühlings'“ in Die Presse vom 7. 9. 2012 über das zum World Press Photo 2012 gekürte Bild, auf dem eine Jemenitin ihren verwundeten Sohn in den Armen hält.

Wir stimmen mit Ihnen überein, dass das preisgekrönte Pressefoto einen westlichen Blick auf die Vorkommnisse im arabischen Raum offenbart. Aber keineswegs ist diese Frau wegen ihrer Vollverschleierung ihrer Identität beraubt. Sie nennen ja sogar ihren Namen, der weltweit weiterlesen »

„Neigen Türken eher zu Gewalt?“

Sehr geehrter Herr Baltaci, sehr geehrte Redaktion,

ein einzelner Türke verübt eine Gräueltat, und die Presse fragt am 26. 5. 2012 „Neigen Türken eher zu Gewalt?“
Kann man von einem einzelnen Mann, der ausrastet, gleich Rückschlüsse ziehen auf alle Personen mit gleicher Nationalität, in diesem Falle gegen 75 Millionen Menschen?

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