Presserat verurteilt Falter-Cover

Dem Presserat wird bei der derzeitigen Berichterstattung sicher nicht langweilig – das zeigen schon die vielen gemeldeten Artikel. Um zwei Entscheidungen herauszugreifen: Der Presserat gab letzte Woche bekannt, dass das Falter-Cover zu den sexuellen Übergriffen in Köln gegen den Ehrenkodex verstößt, weil die Illustration (auf der ausnahmslos dunkel dargestellte Männer sexuelle Übergriffe auf blonde Frauen setzen und ein blonder Polizist danebensteht) ein „generalisierendes Element“
aufweist (siehe Begründung), weil zeichnerisch ein „Prototyp eines Mannes aus dem nordafrikanischen bzw. arabischen Raum konstruiert“ wird.
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Der Falter und der Islam – Leserbrief zum Gastkommentar von Bianca Tschaikner, Falter 1-2/16

Die Bemühungen des Falters, die aktuellen Entwicklungen und Vorfälle in der Flüchtlingsthematik sachlich und tabufrei zu diskutieren, sind zu würdigen. Jedoch ist es leider so, dass im Rahmen dieser Bemühungen mitunter durchaus antimuslimische Ressentiments geschürt werden, nicht zuletzt durch den Artikel von Frau Tschaikner. weiterlesen »

Replik zu Florian Klenks Kommentar „Offene Grenzen brauchen offene Worte“ (Falter 38/15)

Ja, es stimmt, es braucht eine ehrliche Debatte. Naivität und das Beklatschen von Flüchtlingen lösen keine Probleme.
Schade ist jedoch, dass es auch Herr Klenk schafft, wieder bekannte Vorurteile zu bedienen. Unterm Strich bleibt von seinem Kommentar: Probleme werden uns die MuslimInnen aus „rückständigen“ Gebieten machen. weiterlesen »

Bimfahrer und Bezeichnungsmacht

Liebe Frau Dusl,

bei allem Verständnis für den Wunsch des Lesers, politisch korrekte
Bezeichnungen zu verwenden: herzlichen Dank für Ihre erhellenden
Gegenfragen in „Bimfahrer und Bezeichnungsmacht“ (Falter 28/15, 8.7.2015). weiterlesen »

Rassismus im Falter? Da wünschen wir uns auch was

Zu Recht kritisiert Armin Thurnher in seiner Replik (3.12.2014) auf die Vorwürfe, der Falter verbreite rassistische Bilder, die schnelle Verurteilungsmaschinerie der sozialen Medien, in denen sich viele zu Wort melden und auf Züge aufspringen, ohne zu wissen, wohin diese fahren. Auch fordert er zu Recht eine Kontextualisierung ein. Den Falter ab nun per se als rassistisch zu verurteilen ist falsch und nicht dienlich.

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Die ÖH ist kein „Studentenparlament“

Sehr geehrte Redaktion,

seit vielen Jahren schätzen wir den Falter wegen seiner genauen Recherchearbeit, vieler informativer Artikel, die man anderswo nicht findet, und weil immer das Bestreben erkenntlich ist, auch Minderheiten angemessen darzustellen. weiterlesen »

Die Vorhaut bleibt dran!

Die Vorhaut der männlichen Nachkommen, vom Baby- bis zum Mannesalter, scheint für viele österreichische bzw. deutsche Männer ein sehr emotionales Thema zu sein. „Endlich“, twitterte Florian Klenk, „ein deutsches Gericht erklärt medizinisch nicht notwendige rituelle Bubenbeschneidung zur Körperverletzung“. Auch der eindrückliche FAZ-Artikel „Blutiger Schnitt“ aus dem letzten Jahr fährt schwere Geschütze auf: Beschneidung bei Buben könne die Ursache für Frauenhass und Machogehabe sein, in jedem Fall sei diese eine Gewaltausübung gegenüber Kindern, die in der Kinderrechtskonvention verboten sei. weiterlesen »