Zur Anonymität im Web 2.0

Echtnamen schützen vor Bosheit nicht

Gastkommentar, erschienen in Der Standard, Print-Ausgabe 24.08.2011

Seit den Gräueltaten in Norwegen wird wieder verstärkt gefordert, in den Diskussionsräumen des Web 2.0 die Anonymität abzuschaffen. Da wird von der Annahme ausgegangen, dass nicht nur die islamfeindlichen Exzesse rechtspopulistischer Parteien, sondern auch die Hasstiraden in Blogs und Postings den Boden dafür bereitet haben – und dass bei Zwang zu Echtnamen die Schamgrenze steigt und die Bereitschaft zu beleidigendem Gekeife sinkt. weiterlesen »

Über Hasssprache im Web 2.0

Gemeinsame Veranstaltung Internetforschung/TMB: Vortrag 22.6.2011
Carmel Vaisman, Hebräische Universität Jerusalem
„Don’t feed The Trolls! Countering The Discourse Patterns of Online Harassment“ weiterlesen »

Vortrag: Carmel Vaisman: Don’t Feed The Trolls

Carmel Vaisman: Don’t Feed The Trolls. Countering The Discourse Patterns of Online Harassment

Dr. Carmel L. Vaisman is a research fellow in the Department of Communications at the Hebrew University of Jerusalem.

Eine Veranstaltung der Forschungsgruppe Internet an der Fakultät für Sozialwissenschaften und der Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie.

Zusammenfassender Artikel im Online Standard vom 24.06.2011.

Menschen – nicht Medien – revoltieren

„Die Presse“, Print-Ausgabe, 30.01.2011
Online: die Presse.com

„Social Media“ wie Facebook gelten als neuer Zunder der Revolution. Interaktive und vernetzte Medien sind aber schon lang wichtige Werkzeuge sozialpolitischer Bewegungen.

Die Bedeutung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien für die sozialpolitischen Umbrüche in Tunesien sowie die Proteste in Ägypten wurden und werden sowohl in der österreichischen als auch in der internationalen Medienlandschaft intensiv diskutiert. Kaum ein Beitrag, der „sozialen“ Medien wie Facebook oder Twitter nicht wesentlichen Anteil an der „Revolution“ in Tunesien oder den Protesten in Ägypten einräumt.

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Alles ist erlaubt? Hass-Posten in den Onlineforen

Der Artikel erschien am 25. 11. 2010 als Gastkommentar in der Presse.

Islam ist in Mode gekommen. Die Welt zerfällt in Islamophile und Islamophobe, Islam lässt viele nicht kalt. Kein anderes Thema polarisiert dermaßen, kein anderes Thema provoziert ähnlich kontroversielle Meinungen.

Als geschützte Werkstätte für antiislamische Übergriffe profilieren sich derzeit die Online-Foren österreichischer Medien. Da können Interessierte unter Berufung auf die Freiheit des Wortes jegliche Rassismen und Beleidigungen von sich geben. Viel zu selten schreitet die Administration ein und entfernt die Beiträge. weiterlesen »