“Kein Recht auf Aufenthalt”

Leserbrief zum Artikel von Christina Traar in der “Kleinen Zeitung” vom 3.2.2021

Sehr geehrte Redaktionsmitglieder der Kleinen Zeitung!

Mit zunehmender Verwunderung musste ich den gestrigen Artikel zu den Abschiebungen der Kinder vergangene Woche nach Georgien lesen. Dieser sollte wohl den Versuch darstellen, eine neutrale Sicht auf den Fall zu präsentieren, las sich aber leider wie eine Werbeeinschaltung für das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (unterstützt durch das Foto). weiterlesen »

Täter und Täterinnen

Über Gewalt gegen Frauen und ihre Ursachen

Der Kommentar ist am 16. 12. 2020 in der Wiener Zeitung erschienen.

Anlässlich der internationalen Aktionstage im November und Dezember veröffentlichte der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) die Broschüre „Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Handlungsmöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen. Ein Leitfaden für Multiplikator/innen“.

Die Vorstellung dieses Produktes lieferte der Integrationsministerin einen Anlass für einen ihrer bekannt integrationsfeindlichen Auftritte, in denen eine bestimmte Menschengruppe pauschal an den Pranger gestellt wird. Die meisten Medien übernahmen dann die Agenturmeldung mehr oder weniger wörtlich. weiterlesen »

Radikalisierung und Medien

Diesen Sommer ist die Debatte über den Einfluss von Medien auf Nachahmungstaten wieder hochgekocht (gesammelte Verlinkungen sind hier nachzulesen). Berichterstattungen über Terrorangriffe und Amokläufe sollen weniger Details über Täter veröffentlichen. Jemand könnte sich mit ihnen identifizieren. Dafür soll mehr auf die Opfer eingegangen werden.

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Alles anders seit dem Tag X?

Der Gastkommentar erschien am 29.08.2016 in der Presse.

Alles anders seit dem Tag X?

Gastkommentar. Auch nach dem Sommer 2015 führen die meisten Menschen ihr normales Leben weiter. Nur die Angst ist größer geworden.

Rainer Nowak meint in seinem Kommentar „Als Mitteleuropa die Kontrolle verlor“, dieser eine Tag, als die Grenzen geöffnet wurden, hätte uns alle verändert. (Link zum Nachlesen)

Uns alle? Das schließt dann wohl auch mich selbst ein. Und auch meinen Freundeskreis, meine Familie, meine Bekannten, meine Kolleginnen und Kollegen. Aber nein, ich sehe bei niemandem eine Veränderung aufgrund von Asylsuchenden in Österreich.
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LeserInnenbrief zu Österreichs starke Rechtspopulisten

Sehr geehrter Herr Mijnssen, Sehr geehrte Redaktion der NZZ,

vielen Dank für Ihren informativen Kommentar zur Freiheitlichen Partei in Österreich. Es ist erschreckend, wie rechtspopulistische Parteien mittlerweile ihr Gedankengut an ihre Wählerschaft bringen und dieses unhinterfragt übernommen wird.

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Linktipp

Medien, Migration und ethnische Zugehörigkeiten

Dr. Petra Herczeg, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, in einem Blogbeitrag zur Diskussion in Deutschland und Österreich über die Nennung der ethnischen Herkunft in journalistischen Beiträgen:

http://blog.univie.ac.at/medien-migration-und-ethnische-zugehoerigkeiten/

Presserat verurteilt Falter-Cover

Dem Presserat wird bei der derzeitigen Berichterstattung sicher nicht langweilig – das zeigen schon die vielen gemeldeten Artikel. Um zwei Entscheidungen herauszugreifen: Der Presserat gab letzte Woche bekannt, dass das Falter-Cover zu den sexuellen Übergriffen in Köln gegen den Ehrenkodex verstößt, weil die Illustration (auf der ausnahmslos dunkel dargestellte Männer sexuelle Übergriffe auf blonde Frauen setzen und ein blonder Polizist danebensteht) ein “generalisierendes Element”
aufweist (siehe Begründung), weil zeichnerisch ein “Prototyp eines Mannes aus dem nordafrikanischen bzw. arabischen Raum konstruiert” wird.
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Plädoyer für sensiblen Sprachgebrauch

Sehr geehrter Herr John,
sehr geehrte Frau Sterkl,
sehr geehrte Standard-Redaktion,

herzlichen Dank für Ihren Beitrag „Wenn der ‚Ansturm‘ der ‚Asylanten‘ losbricht“ und das Interview mit Anatol Stefanowitsch. weiterlesen »

Replik zu Florian Klenks Kommentar „Offene Grenzen brauchen offene Worte“ (Falter 38/15)

Ja, es stimmt, es braucht eine ehrliche Debatte. Naivität und das Beklatschen von Flüchtlingen lösen keine Probleme.
Schade ist jedoch, dass es auch Herr Klenk schafft, wieder bekannte Vorurteile zu bedienen. Unterm Strich bleibt von seinem Kommentar: Probleme werden uns die MuslimInnen aus „rückständigen“ Gebieten machen. weiterlesen »

Mögliche Folgen einer falschen Berichterstattung

Unsere KollegInnen von Kobuk haben aufgezeigt, welche Folgen Falschmeldungen für die Betroffenen haben können – natürlich ging es um das Thema Islam beziehungsweise Dschihadismus :
Kobuk_Die dramatischen Folgen einer Heute-Falschmeldung