Islam statt daham. Eine Geistesgröße der Mehrheitsgesellschaft

Betr.: Islam statt daham auf www.krone.at am 25. 5. 2011

Man stelle sich vor, die Online-Ausgabe einer muslimischen Zeitung bringt die Höhe- und Tiefpunkte der österreichischen Innenpolitik als filmische Serie. In einem der Videos sieht man den Reporter vor einer Marienstatue knien, Blick und gefaltete Hände himmelwärts gerichtet, ein Gebet karikierend. Nach einigen Sekunden erhebt er sich und meint: „Rein ergonomisch ist das überhaupt nicht meines“. Die abschließenden Worte eines seiner Gesprächspartner leitet der Reporter ein mit der Bemerkung: „Und für mich ganz persönlich noch ein Binsenvers aus dem Neuen Testament zum Abschied“. Im Abspann schließlich wird Gottes Größe verglichen mit der eigenen, in Metern gemessen.

Damit allerdings sagt er weniger aus über seine Körper- als über seine Geistesgröße und sein stetes Bestreben, den Gottesbegriff als philosophische Kategorie zu fassen und das Bedürfnis der Menschen nach Transzendenz zu respektieren.

Würde eine solche Darstellung ihrer Religion der christlichen Leserschaft von Österreichs größter Tageszeitung nicht sehr gefallen? Würde sie das nicht als humorvoll empfinden?

 Ingrid Thurner

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