So loben wir uns das Sommerloch

Sehr geehrter Herr Jasbar, sehr geehrtes Ö1-Team!

In anderen Medien leben im Sommer nicht nur die Loch-Ness-Ungeheuer und Binnen-I-Diskussionen auf, sondern auch die Vorurteile. Dass das Sommerloch aber auch genutzt werden kann, um Vorurteile zu hinterfragen, zeigte sich am Beispiel Ihrer Pasticcio-Sendung „Sommerloch Teil 2“ vom 13. August 2014. Die Aussage eines Hörers („Ich möchte Lehár, Lanner, Strauß, nicht diese Hottentotten-Musik“) wurde zum Anlass genommen, um sich kritisch mit der abfälligen Bezeichnung „Hottentotten“ auseinanderzusetzen.

Ganz ohne oberlehrerhaften Zeigefinger, gelassen und informativ wurde erklärt, woher der Begriff stammt. Darüber hinaus wurde namibische Musik und Electric Counterpoint III (Fast) von Steve Reich gespielt und so die HörerInnen mit einem Stück des, wie Sie es nannten, „reichen musikalischen Schatzes“ Namibias vertraut gemacht. Zwar hätten wir uns, unersättlich wie wir sind, hier noch weitere Erklärungen und Tondokumente zur namibischen Musik, zum gespielten Stück, zu führenden KomponistInnen und InterpretInnen aus Namibia selbst gewünscht. Doch die nächste Möglichkeit dafür kommt bestimmt und bis dahin gilt: So loben wir uns das Sommerloch!

Heidemarie Weinhäupl,
Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung, www.univie.ac.at/tmb

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