Replik zu Florian Klenks Kommentar „Offene Grenzen brauchen offene Worte“ (Falter 38/15)

Ja, es stimmt, es braucht eine ehrliche Debatte. Naivität und das Beklatschen von Flüchtlingen lösen keine Probleme.
Schade ist jedoch, dass es auch Herr Klenk schafft, wieder bekannte Vorurteile zu bedienen. Unterm Strich bleibt von seinem Kommentar: Probleme werden uns die MuslimInnen aus „rückständigen“ Gebieten machen. weiterlesen »

Sippenhaftung für Muslime

Der Kommentar erschien am 6. 11. 2014 in Die Furche, S 14.

Warum werden hierzulande alle mit muslimischen Wurzeln ohne Unterschied unentwegt aufgefordert, sich öffentlich gegen kriminelle Aktivitäten von Muslimen zu stellen?

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Die antimuslimischen Vorurteile pflegen

Der Kommentar erschien am 17. 5. 2013 gekürzt in der Wiener Zeitung.

„Mehrheit der Muslime weltweit für Scharia“, so oder so ähnlich lauteten weltweit die Schlagzeilen anlässlich einer Umfrage des Pew Research Center*), die dieser Tage für mediale Aufregung sorgte.
Es klang zugleich wie eine Anklage und wie ein Triumph, wie wenn endlich offiziell bestätigt würde, was man immer schon befürchtet hat. Aber was ist daran überraschend, wenn Muslime für die Scharia sind? Selbstverständlich befürworten die Angehörigen einer Religion ihre Glaubensinhalte. weiterlesen »

Marokko ist anders

Betr.: Sabine Scholl „Was wären wir ohne Fatima?“ im Standard, Album vom 20. 4. 2013.

Sehr geehrte Frau Scholl, 

mit zunehmendem Entsetzen lasen wir Ihren Text zu Marokko. Das ist eine Aneinanderreihung von negativ besetzten Worten und Wertungen (todgeweiht, räudig, stinkend, grob, sterbend, muffeln, Staubschichten und Sand, stinkt, Blut, Exkremente, tot, getötet, Ansteckungsgefahr, Gestank, Latrine, dreckig, kotzen und so fort). In diesem Reisebericht dürfte die häufigste beschreibende Vokabel das sympathische Wörtchen „stinken“ in all seinen grammatischen Variationen sein. weiterlesen »

Die Häme der FPÖ für Vertriebene.

Der Kommentar erschien leicht verändert am 24. 1. 2013 in der Wiener Zeitung.

Die FPÖ wünschte sich in einem Inserat in Heute am 14. 1. 2013 ein Ende des „Asylbetruges“, bezeichnete „alle Unterstützer“ als „Beitragstäter“ und forderte „Zwangsernährung, Schubhaft und Abschiebung“ für die Flüchtlinge in der Votivkirche.

Wir wünschen den Verantwortlichen der FPÖ und denen, die sie leider wählen, dass sie niemals aus ihrer Heimat fortgejagt werden, dass sie niemals ihre Familien verlassen, Hab und Gut aufgeben und dann durch die Welt irren müssen und in ein Land kommen, in dem sie mit solchen Bildern empfangen werden.

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Rassistische Logos und Marken

Negerküsse, Mohr im Hemd, Indianer mit Schlag, Negerbrot, Schwedenbomben, Mohrenbräu – es ist an der Zeit, dass gewisse Namen von Lebensmitteln entsorgt werden. Manchmal wäre auch eine Änderung des Logos hilfreich. weiterlesen »

Fußball als gelebter Klischee-Krieg: Zu Hans Rauschers „Einserkastl“ „Laufende Tattoos“ in Der Standard vom 22./23.06.2012

Manche Dinge kehren immer wieder. Man kann sich auf sie verlassen. Manche von ihnen begrüßt man wie alte Freunde, andere weniger. Eines dieser weniger erfreulichen Dinge ist die in etwa jährlich wiederkehrende, klischeehafte Kolumne von Hans Rauscher zum Thema Tätowierungen (zuletzt im Mai 2011).

Die Darstellung wiederholt sich immer wieder, deshalb ist es müßig, immer wieder die gleichen Gegenargumente zu bringen. weiterlesen »

„Neigen Türken eher zu Gewalt?“

Sehr geehrter Herr Baltaci, sehr geehrte Redaktion,

ein einzelner Türke verübt eine Gräueltat, und die Presse fragt am 26. 5. 2012 „Neigen Türken eher zu Gewalt?“
Kann man von einem einzelnen Mann, der ausrastet, gleich Rückschlüsse ziehen auf alle Personen mit gleicher Nationalität, in diesem Falle gegen 75 Millionen Menschen?

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Die Kannibalen, das sind immer die Anderen

Menschenfresser sind immer irgendwo anders. Menschenfresser, das sind immer die anderen. Sie sind gut für die Auflage. Menschenfresser lassen uns schaudern. Sie rühren an unseren schlimmsten Ängsten. Sie sind fast zu schaurig, um wahr zu sein. Doch jeder Kannibale hat auch seine gute Seite: Er erhöht die Auflage, steigert die Quote – und verkauft. Sex sells. Kannibalen ebenso. Gibt es keine Kannibalen, werden sie eben gemacht. Besonders der Boulevard-Journalismus liebt seine Kannibalen.

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Sind die Wiener Bäder fremdenfeindlich?

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Befremden registrieren wir die diskriminierenden und ausgrenzenden Beschreibungen des Publikums einiger städtischer Bäder im Online-Medium Wien-konkret (http://www.wien-konkret.at/sport/schwimmbad/ – Abfrage 1. 12. 2011):

Amalienbad
Publikum: es gibt (auch) Österreicher hier
Floridsdorferbad
Publikum: Jugendliche, Familien, Inländer zu Ausländer ca Halbe : Halbe
Hütteldorferbad
Publikum im Winter: hauptsächlich Inländer
Jörgerbad
Publikum: es gibt auch Österreicher
Kongressbad
Publikum: Multikulturell
Laaerbergbad
Publikum: Inländer dürften noch in der Überzahl sein / multikulturell
Theresienbad
Publikum: geringer Inländeranteil weiterlesen »