Quantum Cube & Campus 2030
Die Universität Wien entwickelt den Campus als vielfältigen Ort für Forschung, Lehre, Studium und Austausch konsequent weiter. Mit dem Projekt Campus 2030+ werden schrittweise Maßnahmen umgesetzt, die den Campus als Arbeits- und Lernumfeld für Studierende und Mitarbeitende stärken, als Grünoase im urbanen Raum erhalten und als Ort der Begegnung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sichtbar machen.
Ein zentrales Projekt dieser Entwicklung ist der Quantum Cube, der im Hof 2 des Campus entsteht. Dabei handelt es sich um ein neues Forschungsgebäude für Quantenoptik, -nanophysik und -information. Der Neubau ist notwendig, weil hochsensible Experimente am bisherigen Standort Währinger Straße/Boltzmanngasse aufgrund von Verkehrseinflüssen und dem Ausbau der U5 nicht mehr präzise durchführbar sind. Gleichzeitig entstehen im Hof 1 neue Freiräume.
Visualisierung des Gewinnerprojekts (Delta Pods Architects)
Baustelleninformation
Während der Bauarbeiten (2026–2027) bleibt der reguläre Arbeits- und Lehrbetrieb am Campus aufrecht. Durch strenge Vorgaben an Logistik und Bauablauf sowie eine auf schnelle Errichtungszeit ausgelegte Bauweise werden Lärm und Verkehrsbelastung so gering wie möglich gehalten. Besonders lärmintensive Arbeiten sind – soweit planbar – in der vorlesungs- und prüfungsfreien Zeit im Sommer vorgesehen.
- 28. Mai 2026 - Start vorbereitende Schutzmaßnahmen
- 08. Juni 2026 - Start Baustelleneinrichtung
- 13. Juli 2026 - Beginn Aushubarbeiten
- Ende September 2026 - Fertigstellung Stahlbetonkern
- Ende Oktober 2026 - Fertigstellung Elementbau
- November 2026 - Start Ausbauphase
- Dezember 2026 - Gebäudehülle dicht
- Dezember 2027 - Geplanter Vollbetrieb
Hinweis: Der Zeitplan entspricht dem aktuellen Planungsstand und ist abhängig von Vergabeverfahren, Verfügbarkeit der Gewerke sowie unvorhersehbaren Baugrundrisiken.
Die Baustellenzufahrt erfolgt über die Van-Swieten-Gasse und weiter über Hof 3. Großanlieferungen werden vorab angekündigt und aus Sicherheitsgründen entsprechend begleitet. In Hof 3 wird ein Baustellenkran aufgestellt, mit welchem Material auf die Baustelle in Hof 2 gehoben wird. Auf der angrenzenden Wiesenfläche in Hof 3 befindet sich ein Lagerbereich, in dem Materialien abgeladen und anschließend per Kran in das Baufeld in Hof 2 gehoben werden.
Im Bereich des Kran-Schwenkbereichs wird ein geschützter, überdachter Gehweg eingerichtet, um die Sicherheit von Fußgänger*innen zu gewährleisten.
Die Baustelleneinrichtung sowie Baucontainer befinden sich auf der Wiese in Hof 2. Die Zugänge zu den angrenzenden Gebäuden bleiben während der gesamten Bauzeit offen und sind über gesicherte Gehwege erreichbar. Das Baufeld selbst wird durch einen rund drei Meter hohen, blickdichten Bauzaun klar abgegrenzt.
Die lärmintensivste Bauphase ist für den Sommer 2026 vorgesehen (Aushubarbeiten und Errichtung des Stahlbetonkerns). Auch während der Anlieferung und des Einhebens der vorgefertigten Elemente für den oberirdischen Bau kann es zeitweise zu erhöhtem Lärmaufkommen kommen. Der Bauzeitplan ist so angelegt, dass die besonders lärmintensiven Tätigkeiten möglichst außerhalb der Vorlesungs- und Prüfungszeiten stattfinden. Punktuelle Lärmbelastungen lassen sich jedoch nicht vollständig vermeiden. Die Projektverantwortlichen sind bemüht, absehbare Beeinträchtigungen frühzeitig mit den betroffenen Instituten zu kommunizieren. Ziel ist eine möglichst rücksichtsvolle Umsetzung; konkrete Abstimmungen mit den ausführenden Gewerken erfolgen im weiteren Planungsverlauf.
Die Schmutzbelastung sollte insgesamt begrenzt bleiben, da es sich nicht um Abrissarbeiten handelt und bei den Grabungen kein außergewöhnlich hohes Staubaufkommen zu erwarten ist. Der Baustellenbereich wird regelmäßig gereinigt und ist durch einen drei Meter hohen, blickdichten Bauzaun klar abgegrenzt, wodurch auch das Vertragen von Schmutz minimiert wird. Sollte es dennoch zu einem erhöhten Reinigungsbedarf kommen, ersuchen wir um Mitteilung an campus@univie.ac.at.
Der Schutz des direkt an die Baustelle angrenzenden Judasbaums (Naturdenkmal) hat hohe Priorität. In Abstimmung mit den Baumschutzexpert*innen und den zuständigen Fachstellen wird ein mit Holz verkleideter Schutzzaun errichtet, der einen Bereich von zwei Metern über die Kronentraufe hinaus umfasst. Dadurch soll sichergestellt werden, dass während der Bauarbeiten keine Wurzelbeschädigungen oder Beeinträchtigungen des Baumes entstehen.
Baustellenlogistik (Projekt Quantum Cube)
Neue Freiräume in Hof 1
Die Universität Wien ist sich der Herausforderungen bewusst, die ein Neubau auf einer bisher v.a. als Erholungsfläche genutzten Wiese mit sich bringt. Daher setzt man auf eine ausgleichende Weiterentwicklung des gesamten Campusgeländes. Im Gegenzug zur Neuversiegelung im Hof 2 (ca. 400 m²) werden andere Flächen am Gelände entsiegelt und für die unterschiedlichen Nutzer*innen am Campus neu gestaltet.
Im zentral gelegenem und stark öffentlich genutzten Hof 1 entsteht ab 2026 durch die vollständige Entsiegelung des ehemaligen Gastgartens der Pizzeria eine rund 600 m² große neue Freifläche. Dort sind konsumfreie Grünbereiche und Aufenthaltszonen geplant.
In den ehemaligen Gastronomie-Räumlichkeiten der Pizzeria (bzw. ehemaliges Uni-Bräu) ist ab 2027 die Einrichtung von Student Spaces geplant. Es sollen konsumfreie Aufenthalts- und Lernbereiche für Studierende geschaffen werden.
Weitere freiwerdende Flächen - etwa jene der ehemaligen Facultas-Filiale beim Eingang Spitalgasse/Alser Straße - werden für universitätsinterne Nutzungen vorgesehen: Die Einrichtung von zentral verwalteten Seminarräumen, die in der vorlesungsfreien Zeit für Veranstaltungen genützt werden können, wird ab 2026 umgesetzt.
Überblick zu den geplanten Maßnahmen am Campus
Informationen & FAQs
Der Quantum Cube ist ein neues Forschungsgebäude der Universität Wien, speziell für die experimentelle Quantenphysik der Fakultät für Physik. Der Neubau wird ab 2026 im Hof 2 des Campus der Universität Wien errichtet.
Projektsteckbrief Quantum Cube
Die Quantenphysik ist ein zentraler Forschungsschwerpunkt der Universität Wien und ein Bereich, in dem Österreich international eine führende Rolle einnimmt. Um diese Position zu sichern und weiter auszubauen, benötigt es eine Infrastruktur, die den Anforderungen der modernen Wissenschaft gerecht wird. Der geplante Neubau am Campus, eine seit jeher als Bauland gewidmete Fläche und im Besitz der Universität Wien, schafft die Voraussetzungen, um hochpräzise Experimente in einer optimalen Umgebung durchzuführen und die Forschung auf höchstem Niveau fortzusetzen.
Der bisherige Standort der Labore in der Boltzmanngasse 5, ein historisches Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert, entspricht nicht mehr den technischen und räumlichen Anforderungen der Quantenforschung. Faktoren wie Belüftung, Erschütterungen, Magnetfelder und bauliche Einschränkungen erschweren die Durchführung sensibler Experimente. Der Neubau bietet eine maßgeschneiderte Lösung: ein modernes Laborgebäude, das eine störungsfreie Umgebung und die notwendige technische Ausstattung bereitstellt.
Forschung auf diesem Niveau ist nicht nur für die wissenschaftliche Gemeinschaft von Bedeutung, sondern auch für die Gesellschaft und Wirtschaft. Grundlagenforschung und „Blue Sky Research“ sind die Basis für technologische Innovationen, die langfristig neue Möglichkeiten schaffen und den Fortschritt vorantreiben. Um im internationalen Wettbewerb um die besten Talente und Ideen erfolgreich zu sein, ist eine zeitgemäße Infrastruktur unverzichtbar.
Mit dem neuen Laborgebäude wird die Universität Wien ihre Attraktivität als Forschungsstandort stärken und die Rahmenbedingungen schaffen, um weiterhin einen wichtigen Beitrag zur internationalen Quantenforschung zu leisten. Der Neubau ist ein zukunftsweisender Schritt, der die Universität Wien in die Lage versetzt, ihre wissenschaftliche Exzellenz zu sichern und weiterzuentwickeln.
Die technisch hochsensible Quantenforschung stellt hohe Anforderungen an das Grundstück in Bezug auf Erschütterungen, Schwingungen und elektromagnetische Einflüsse. Ausgehend von diesen Anforderungen wurden von der Universität Wien (Raum- und Ressourcenmanagement) unter Einbindung von Expert*innen auch alternative Optionen untersucht. Das Ergebnis: Der Standort Campus ist am besten geeignet. Die betroffene Fläche hat (unabhängig vom Projekt Quantum Cube) eine Bauwidmung.
Die Quantenphysik ist eine der erfolgreichsten und präzisesten Theorien, die die Menschheit je entwickelt hat. Sie bildet die Grundlage für zahlreiche technologische Innovationen, die heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind – von Lasern und Halbleitern über Supraleiter und Atomuhren bis hin zu Quantencomputern und Quantensensoren.
Im Quantum Cube wird an fundamentalen Fragen geforscht. Die Experimente im Quantum Cube eröffnen neue Perspektiven an der Schnittstelle von Quantenphysik, (Bio-)Chemie und Gravitationstheorie. Sie zielen darauf ab, die Grenzen unseres Verständnisses der Quantenmechanik auszuloten und neue wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten.
Die Forschung im Quantum Cube ist Grundlagenexperimenten gewidmet, die langfristig neue Quantentechnologien, insbesondere im Bereich der Sensorik, inspirieren können. Der Quantum Cube ist somit ein Ort, an dem die Quantenphysik in ihrer reinsten Form erforscht wird – mit dem Ziel, die fundamentalen Prinzipien der Natur besser zu verstehen und neue Wege für zukünftige Innovationen zu eröffnen.
Etwa 50 Forscher*innen der Fakultät für Physik werden im Quantum Cube tätig sein und für die Zukunft ausgebildet. Das Gebäude ist nachhaltig geplant und darauf ausgelegt, über viele Jahrzehnte hinweg genutzt zu werden. Es wird somit nicht nur den aktuellen Forschungsgruppen optimale Bedingungen bieten, sondern auch zukünftigen Generationen von Wissenschaftler*innen zur Verfügung stehen, die sich mit sensiblen Experimenten beschäftigen. Der Quantum Cube ist damit ein langfristiger Beitrag zur Stärkung der Grundlagenforschung an der Universität Wien, in einem hochkompetitiven und wachsenden internationalen Forschungsfeld.
Aufgrund der sicherheitstechnischen Anforderungen für hochpräzise Forschung sind keine öffentlich zugänglichen Bereiche im Quantum Cube vorgesehen.
Die Stadt Wien hat im März 2026 ein neues Quantentechnologiezentrum angekündigt, das sich noch in einer frühen Planungsphase befindet und Schwerpunkte im Bereich Technologietransfer und Zusammenarbeit mit Industriepartnern setzen wird. Die Universität Wien begrüßt Initiativen, die den Standort Wien im Bereich Quantentechnologien stärken und die Vernetzung zwischen Forschung, Innovation und Wirtschaft weiter ausbauen. Gespräche mit den beteiligten Forschungseinrichtungen sind in Planung.
Der Quantum Cube der Universität Wien verfolgt eine andere Zielsetzung: Er ist ein speziell auf die Bedürfnisse der experimentellen Grundlagenforschung in der Quantenphysik zugeschnittenes Forschungsgebäude. Standort und Infrastruktur wurden über viele Jahre hinweg sorgfältig geplant – insbesondere im Hinblick auf eine störungsarme Umgebung sowie hochspezialisierte Laborinfrastruktur für hochpräzise Experimente.
Im Jahr 2025 wurden mehrere bisher verpachtete Flächen am Campus frei. Entsprechend den Leitlinien der Campus-Entwicklung werden diese prioritär für universitätsinterne Nutzungen vorgesehen.
Konkret betrifft das:
- die Räume der ehemaligen Pizzeria in Hof 1 (inkl. Gastgarten und Gastro-Gebäude),
- Lagerflächen der ehemaligen Stiegl-Ambulanz beim Sonnenfels-Tor,
- sowie die ehemalige Facultas-Filiale an der Ecke Spitalgasse/Alser Straße.
Geplant ist in Hof 1 die Einrichtung neuer konsumfreier Student Spaces mit einem kleinen angrenzenden Bistro. Die Baufreimachung auf der ehemaligen Gastgartenfläche und Errichtung einer neuen Freifläche wird 2026 umgesetzt.
Aufgrund des umfassenden Adaptierungsbedarfs der vom Pächter zurückgegebenen Gastro-Flächen können die Umbauten der Innenräume jedoch nicht mehr in das Budget 2026 aufgenommen werden. Um längeren Leerstand zu vermeiden, werden 2026 Möglichkeiten einer Zwischennutzung geprüft.
Für die ehemalige Facultas-Fläche ist die Einrichtung von drei zentral verwalteten Seminarräumen vorgesehen. Die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten dafür starten in der zweiten Jahreshälfte 2026. Auch hier sind umfassende Adaptierungen und Sanierungsarbeiten notwendig.
Nutzungskonzepte für die übrigen Flächen werden derzeit vom Raum- und Ressourcenmanagement (RRM) der Universität Wien erarbeitet.
Die Gestaltung der Student Spaces orientiert sich an bewährten Beispielen der Universität (etwa Porzellangasse 4, Währinger Straße 29). Im Rahmen der AG Campus werden auch Studierendenvertreter*innen eingeladen, sich an der Planung der Räumlichkeiten zu beteiligen.
Für die Neugestaltung der Freifläche in Hof 1 wurde Ende 2025 ein Erstkonzept vom mit der Campus-Freiraumentwicklung beauftragten Landschaftsarchitekturbüro Carla Lo erarbeitet. Dabei wurde versucht, die im Rahmen von Ideensammlungen in der Arbeitsgruppe Campus 2030+ eingebrachten Wünsche und Anregungen bereits weitgehend zu berücksichtigen – darunter zusätzliche Sitzgelegenheiten, konsumfreie Grünflächen, ein Trinkwasserzugang sowie schattige Aufenthaltsbereiche.
Das Konzept wurde im November 2025 in der AG Campus vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Die Arbeitsgruppe war eingeladen, Anmerkungen und Ergänzungen einzubringen.
Auf Basis des adaptierten Konzepts ist vorgesehen, 2026 in die Ausschreibung und anschließende bauliche Umsetzung zu gehen.
Die Ausgestaltung der Flächen am Campus erfolgt in Zusammenarbeit mit dem für die Standort-Entwicklung beauftragten Landschaftsarchitekturbüro und der Arbeitsgruppe Campus, in welcher sowohl Studierende als auch die am Campus ansässigen Institute vertreten sind. Für nähere Informationen zur Arbeitsgruppe wenden Sie sich bitte an campus(at)univie.ac.at
Leitlinien & Entscheidungen für die Campus-Entwicklung
- Der Campus ist in erster Linie Arbeits- und Studienort für Universitätsangehörige. Mit der Weiterentwicklung des Campus wird die Arbeits(platz)qualität sichergestellt und verbessert.
- Der Campus ist eine erlebbare Grünoase mit hoher Aufenthaltsqualität und Raum für biodiversitätsfreundliche Gestaltung und Nachhaltigkeitsmaßahmen der Uni Wien.
- Der Campus ist ein Ort des Austauschs zwischen Universität und Gesellschaft: Durch offene Räume & Erholungsflächen, Gastronomieangebote & Spielplatz, Sichtbarkeit der Institute, Veranstaltungen und Formate wie „Tore der Erinnerung“ oder neue Ausstellungskonzepte für den Außenraum.
Zentrale Entscheidungen:
- Die Hauptnutzung bleibt weiterhin bei den geistes- und kulturwissenschaftlichen Fakultäten.
- Eigen- statt Fremdnutzung: freiwerdende Flächen werden prioritär von der Universität selbst genutzt.
- Flächen für Begegnung und Kommunikation stehen im Zentrum neuer Nutzungskonzepte.
Campus (Hof 1)
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Allgem. Kontakt zu Campus 2030+
Universität Wien
DLE Kommunikation und
DLE Raum- und Ressourcenmanagement
Universitätsring 1
A-1010 Wien
T: +43-1-4277-175 00
campus@univie.ac.at -
Wiss. Kontakt Quantum Cube
Quantum Optics, Quantum Nanophysics and Quantum Information
Faculty of Physics | University of Vienna
Boltzmanngasse 5
1090 Vienna, Austria
+43-1-4277-51205
quantum-office(at)univie.ac.at