WFTIW: Wissenschaftsforum Tschechen in Wien
Wissenschaftsforum Tschechen in Wien (WFTIW) Forschungs- und Dokumentationszentrum
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Das Wissenschaftsforum Tschechen in Wien

Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Wissenschaftsforum Tschechen in Wien wurde von einer Gruppe von Historikern ins Leben gerufen, die somit ihre jahrelangen Bemühungen um Intensivierung der österreichisch-tschechischen wissenschaftlichen Kontakte institutionalisiert haben. Ihr Ziel war und ist, die allgemeine gegenseitige Kenntnis der gemeinsamen Geschichte zu vertiefen und somit zum
Abbau von klischeehaften Vorurteilen und zur besseren Verständigung der beiden Völker beizutragen.

Als Beispiel der österreichisch-tschechischen Symbiose sind die in Österreich lebenden Tschechen hervorzuheben, deren Schicksal die ganze Komplexität der interkulturellen Kontakte und die Koexistenz in den einzelnen Phasen der Geschichte widerspiegelt. Eine Geschichte, die sich zwischen den Polen „Segregation“ und „Assimilation“ bewegte.

Zu den Schwerpunkten der Forschung gehören die Migration der tschechischen Bevölkerung zwischen Österreich und den böhmischen Ländern bzw. der Tschechoslowakei bzw. Tschechien, die Integration und Assimilation in der anderssprachigen Gesellschaft, der Aufbau der Existenz in der neuen Heimat und die Entfaltung sozialer Strukturen in allen Lebensbereichen innerhalb der tschechischen Volksgruppe, die v. a. im reichhaltigen Vereinsleben deutlich wurde.

Mit der fortschreitenden Assimilierung der tschechischen Volksgruppe in der österreichischen Gesellschaft Hand in Hand geht das laufende Verschwinden schriftlicher Quellen, was sich als ein grundsätzliches Problem bei der Erforschung der Geschichte der Tschechen in Österreich erweist. Vor allem die Schriftstücke der nicht mehr existierenden Vereine oder historische Quellen, die sich in privaten Händen befinden, sind akut vom Verschwinden bedroht. Er gehört zu den Zielen des wftiw, die Erhaltung der schriftlichen und bildlichen Quellen zu betreiben, zu fördern und zu koordinieren. Aus diesem Grund sucht das Wissenschaftsforum Tschechen in Wien nach Wegen zur Rettung und Erhaltung der schriftlichen und bildlichen Quellen. Weiters fördert es die Inventarisierung und Betreuung von Privatarchiven und Nachlässe und bietet fachliche Unterstützung an.

Der Aufbau internationaler wissenschaftlicher Beziehungen, die Koordination der Forschung und internationaler Informationsaustausch werden gefördert. Somit wird das wftiw u einer Kontaktstelle für ForscherInnen im Bereich von Geschichte, Ethnologie und Linguistik. Zu diesem Zweck wird ein Netzwerk mit Institutionen und ForscherInnen vor allem des deutschen, des tschechischen und des slowakischen Sprachraumes aufgebaut.

Tätigkeitsbereiche

  • Die Erforschung der Geschichte und Gegenwart der Tschechen in Österreich
    Schwerpunkte
    • Migration
    • Integration und Assimilation
    • Identität
    • Multikulturalität

  • Die Koordination der Forschung auf internationaler Ebene und der Informationsaustausch
    • Aufbau eines Netzwerkes mit Institutionen (z. B. Archiven, Museen, Akademien der Wissenschaften, Universitäten) und ForscherInnen, v. a. des deutschen, des tschechischen und des slowakischen Sprachraumes.

  • Veröffentlichung der Forschungsergebnisse und Informationsaustausch
    • Publikationen
    • Ausstellungen
    • Präsentationen
    • internationale Workshops und Symposien

  • Aufbau einer bibliographischen Datenbank zur Geschichte der Tschechen in Österreich
    • Erfassung der Bestände von Archiven, Museen, Bibliotheken, sowie privater Sammlungen

  • Fachliche Beratung für private Archive und Personen
    • Suche nach Wegen zur Rettung und Erhaltung der schriftlichen und bildlichen Quellen
    • Inventarisierung und Betreuung von Privatarchiven und Nachlässe
    • Beispiel: Leitung des Archivs des Schulvereins Komenský in Wien