12.12.13 – INTERAKTIONEN – Patrice Poutrus: Flüchtlingsberichte

12.Dec 2013

Eine Studie zur massenmedialen Repräsentation von Migration in der Metropole Wien und Berlin, 1919-1933/34

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 12:00
Seminarraum 1 des Instituts für Zeitgeschichte 
Universitäts-Campus, Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

Am Schnittpunkt von österreichischer und deutscher Migrations-, Metropolen- und Mediengeschichte angesiedelt, wird in diesem Projekt untersucht, wie in der Wiener und Berliner Öffentlichkeit das Thema Migration während der Zwischenkriegszeit verhandelt wurde. Es wird danach gefragt, wie sich die massenmedialen Repräsentationen von Migration durch politische und sozio-ökonomische Veränderungen wandelten, welchen Migrationsphänomenen besondere öffentliche Aufmerksamkeit zugemessen wurde, welche Verbindungen zwischen den Entwick­lungen gezogen wurde und schließlich, wie und von welchen Wiener und Berliner Tageszeitungen dieses bewertet wurde und ob bzw. welchen Anteil Migrantinnen und Migranten selbst an diesen Repräsentationen hatten bzw. haben konnten. Durch die gewählte kulturhistorische Perspektive in dieser Untersuchung soll eine Verbindung zwischen den klassischen sozial- und strukturgeschichtlich ausgerichteten Arbeiten zur europäischen Migrationsgeschichte und den Forschungen zur Erinnerungsgeschichte von Migration hergestellt werden.

Dr. Patrice G. Poutrus, Lise-Meitner-Fellow des FWF am Institut für Zeitgeschichte, hat Sozial- und Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert, 2000 promovierte er am an der Europa Universität Viadrina, Frankfurt (Oder). Vor und nach seiner Promotion war er über mehrere Jahre am Zentrum für Zeithistorische Studien in Potsdam als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Er unterrichtete vornehmlich an der Martin-Luther-Universität Halle/ Wittenberg europäische und deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. 2012/13 war er Senior Fellow am Wiener Wiesenthal Institut.

Foto © ÖNB / Bildarchiv und Grafiksammlung