03.-04.07.2014 Tagung: Makedonien, Julisch-Venetien und Kärnten in den 1940er Jahren

3.Jul 2014

Makedonien, Julisch-Venetien und Kärnten in den 1940er Jahren: Ethnopolitische Konflikte zwischen Adria und Ägäis – Diplomatische und erinnerungskulturelle Langzeitwirkungen

Internationale Nachwuchstagung | 3.-4. Juli 2014, Wien

Termin & Ort:

Donnerstag, 3. Juli 2014, 9:00 Uhr – 19:00 Uhr
Freitag, 4. Juli 2014, 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

Hörsaal
Institut für Osteuropäische Geschichte
Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 3 (Campus)
A-1090 Wien

Programm

Über die Konferenz:

Die 1940er Jahre im griechischen Ägäis-Makedonien, italienischen Julisch-Venetien an der Adria und im österreichischen Kärnten wurden maßgeblich durch ethnopolitische Konflikte zwischen nicht-slawischsprachigen Titularnationen und südslawischen Minderheiten geprägt. Die im „langen“ 19. Jahrhundert im Zuge der Auflösung des osmanischen sowie des österreichisch-ungarischen Vielvölkerreichs ausgelösten ethnoterritorialen Gegensätze zwischen Griechen, Italienern und deutschnationalen Österreichern auf der einen Seite und südslawischen Bulgaren, Makedoniern, Slowenen und Kroaten auf der anderen wurden in der Zwischenkriegszeit und vor allem während des Zweiten Weltkriegs politisch aufgeladen. Dies geschah, indem sie in den weltweiten Machtkampf zwischen liberalem Kapitalismus, sowjetischem Kommunismus und Faschismus/Nationalsozialismus zunehmend eingebunden wurden.

Die internationale Nachwuchstagung der Forschungsplattform Wiener Osteuropaforum hat zum Ziel, ethnopolitische und regionale Dimensionen des Zweiten Weltkriegs und des anbrechenden Kalten Krieges in Ägäis-Makedonien, Julisch-Venetien und Kärnten aus einer vergleichenden, transnationalen und interdisziplinären Perspektive zu untersuchen. Dabei werden insbesondere diplomatiehistorische und erinnerungskulturelle Aspekte berücksichtigt. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses steht zum einen die „panslawistische“ Politik der jugoslawischen Kommunisten mit dem irredentis­tischen Ziel der Vereinigung aller Slawen Südosteuropas in einem föderativen Staatsgebilde, zum anderen die „panslawistische“ Bedrohungsvorstellung als antikommunistische Mobilisierungsressource bei griechischen „Nationalgesinnten“, italienischen Faschisten und österreichischen Deutschnationalen.

Die Tagung dient als Forum für die Begegnung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und wird vom Wiener Osteuropaforum in Kooperation mit dem Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Wien sowie dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien durchgeführt.


Kontakt:

Adamantios Skordos
Institut für Byzantinistik und Neogräzistik
adamantios.skordos@univie.ac.at
T +43-(0)1-4277 410 04

Nathalie Patricia Soursos
Institut für Byzantinistik und Neogräzistik
nathalie.patricia.soursos@univie.ac.at

Florentine Kastner
Institut für Zeitgeschichte
florentine.kastner@univie.ac.at