50 Jahre Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

22. April 2013

Das Institut für Zeitgeschichte gratuliert herzlich!

Das DÖW wurde 1963 von ehemaligen Widerstandskämpfern und Widerstandskämpferinnen und Verfolgten sowie von einigen engagierten Wissenschaftern gegründet. Es entsprang – ebenso wie die von ihm ausgehende Widerstandsforschung – nicht der vom offiziellen Österreich vertretenen „Opfertheorie“(Österreich als erstes Opfer von Hitlers Aggressionspolitik), sondern dem Bemühen um Selbstdarstellung der WiderstandskämpferInnen und Verfolgten und deren Selbstbehauptung gegen Ignoranz und Verdrängung.
In der Grundsatzerklärung, die für die weitere Tätigkeit maßgebend war, hieß es:„Das Archiv soll vor allem durch dokumentarische Beweise der zeitgeschichtlichenErziehung der Jugend dienen. Sie soll mit den schrecklichen Folgen des Verlustes der Unabhängigkeit und Freiheit Österreichs sowie mit dem heldenhaften Kampf der Widerstandskämpfer bekannt gemacht werden. Das Archiv soll als bleibende Dokumentation verwahrt werden.“ Das Archiv forscht und sammelt seit seiner Gründung zu den Themen Widerstand und Verfolgung in der NS-Zeit, insbesondere auch der Jüdinnen und Juden sowie der Roma und Sinti sowie der Opfer der NS-Medizinverbrechen.
Festveranstaltung im Wiener Rathaus im Rahmen der Wiener Vorlesungen am 25. April 2013