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  • Mit großer Trauer schreibe ich diesen Nachruf auf einen bedeutenden Zeithistoriker, der nicht nur Wissenschaftler, sondern auch ein engagierter Demokrat und Akteur der Zivilgesellschaft gewesen ist. Jagschitz gehörte der zweiten Generation der Zeithistoriker in Österreich an und begann seine Karriere als Assistent bei Ludwig Jedlicka 1968 mit einer leider nie publizierten, spannenden Dissertation über  „Die Jugend des Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß“. Sein erstes Buch, mit dem er sich 1978 habilitierte, war dem gescheiterten Putschversuch der Nationalsozialisten 1934 gewidmet.

    1985 wurde er Universitätsprofessor für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte. Zwischen 1994 und 2001 war er überdies ein sehr aktiver Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte.

    Von frühesten Beginn seiner Tätigkeit am Institut für Zeitgeschichte an begann er aber neben seiner umfangreichen und sehr erfolgreichen Lehr- und Forschungstätigkeit eines der bedeutendsten zeitgeschichtlichen Bildarchive in Österreich aufzubauen und engagierte sich intensiv mit Gleichgesinnten an der Institutionalisierung audiovisueller Quellensammlungen. Wichtige Bildbände beispielsweise aus der Sammlung des Starphotographen mehr »

  • Der Zeithistoriker Gerhard Jagschitz ist am Montag 30.7.2018 nach Komplikationen infolge einer Operation im Alter von 77 Jahren in Wien gestorben.

    Der breiteren Öffentlichkeit wurde Jagschitz v. a. als Kommentator der aktuellen Politik und kritischer Analyst der Vergangenheit bekannt. Jagschitz wurde am 27. Oktober 1940 in Wien geboren. An der Universität Wien studierte er Psychologie, Pädagogik, Volkskunde, Ägyptologie, Deutsche Philologie und Geschichte. 1968 wurde er mit einer Dissertation über „Die Jugend des Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß“ promoviert.

    Anschließend war er als Assistent am Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien tätig, wo er sich 1978 habilitierte und 1985 zum Universitätsprofessor für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte ernannt wurde. Zwischen 1994 und 2001 fungierte er als Vorstand des Instituts, 2002 ging Jagschitz in Pension.

    Weiterlesen auf science.orf.at

    Gerhard Jagschitz (1940-2018), ein persönlicher Nachruf *) mehr »

  • ACHTUNG: Verlängerung der Bewerbungsfrist bis 17.6.2018

    Ausschreibung der Irma Rosenberg-Preise für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus
    Die österreichische Gesellschaft für Zeitgeschichte und das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien schreiben gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

    die Irma Rosenberg-Preise für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus

    aus.

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  • Am Institut für Zeitgeschichte ist eine Gastprofessur (Vollzeit) mit einem Lehrumfang von 8 Semesterwochenstunden zu besetzen.
    Beschäftigungsausmaß: 40 Stunden/Woche, Einstufung gemäß Kollektivvertrag: Univ Prof. (KV) Gastprof.

    Die/der Bewerber/in soll in Themenfeldern der Frauen- und Geschlechtergeschichte des langen 20. Jahrhunderts mit einem Bezug auf den geographischen Raum Österreichs ausgewiesen sein.

    Den Volltext der Ausschreibung finden Sie im Jobcenter der Universität

    Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Motivationsschreiben unter der Kennzahl 8621, welche Sie bis zum 30.06.2018 (Fristverlängerung!) bevorzugt über unser Job Center (http://jobcenter.univie.ac.at/)  an uns übermitteln.

    Kennzahl der Ausschreibung: 8621

  • Ähnlich wie in Nürnberg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, so standen auch in Tokyo von 1946-1948 die Führer des japanischen Kaiserreichs vor einem Internationalen Militärgericht. Er ist heute in Europa fast vergessen, und es war zum ersten Mal, dass im historischen Gerichtsaal von Nürnberg eine wissenschaftliche Konferenz zum Thema stattfand, bei der internationale Forscher, viele aus Asien, zusammenkamen.

    28 Vertreter der japanischen Elite, unter Ihnen Ministerpräsidenten, Generäle, Minister und Diplomaten, mussten sich in Tokyo in 55 Anklagepunkten für die Kriegführung des japanischen Kaiserreichs verantworten. Elf Richter aus den elf am Pazifikkrieg beteiligten Nationen fällten das Urteil über sie, das jedoch nicht einstimmig ausfiel: der indische, französische und niederlände Richter gaben jeweils abweichende Empfehlungen ab. Das Urteil gegen die Anklagen, darunter sieben Todesurteile, jährt sich 2018 zum 70. Mal.

    Kerstin von Lingen, momentan Gastprofessorin am Institut für Zeitgeschichte, eröffnete die Konferenz mit ein paar Thesen zur „Transcultural Justice“ in Tokyo. mehr »