Beiträge in 'Aktivitäten Diktaturen Gewalt Genozide'

Leo Gürtler (Wien)
Unhinterfragte Schutzbehauptungen. Franz Stangls oberösterreichische Zeit im Werk von Gitta Sereny
Donnerstag, 2. Mai 2019, 12:00
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte
Universitätscampus
Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

Für Franz Stangl, einem einfachen österreichischen Polizisten, war mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten der Weg für eine steile Karriere bereitet: Aufgrund seiner Verdienste vor dem „Anschluss“ wurde er in die Linzer Gestapo aufgenommen, von dort für die „Aktion T4“ rekrutiert und der Tötungsanstalt Hartheim zugewiesen. Später wurde er im Rahmen der „Aktion Reinhard“ Kommandant von Sobibor und danach Kommandant von Treblinka. mehr »

"VWI goes to the Institute of Contemporary History of the University of Vienna“
Justyna Majewsk: "I don't know when exactly…" The idea of time: understanding present and future in the Warsaw ghetto
Donnerstag, 4. April 2019, 12:00
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte
Universitätscampus
Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

Justyna Majewska’s dissertation, “Visions of Social Change in the Warsaw Ghetto, 1940-1942”, analyzes social pressures on the Warsaw Ghetto’s Jewish community from the perspective of Jews, Nazi Germans and Poles. Her presentation will focus on one particular question from her dissertation: How did Jews in the Warsaw Ghetto understand the present and envision the future? Although the Nazis saw the Jewish community in the ghetto as homogeneous, it was a complex group with a variety of political circles who were able to remain active. Zionists, Socialists and Bundists, acculturated and religious Jews, had different visions for not only how to survive the present but also how to build a Jewish future. Intense debates focused on the anticipated social structure of Jewry, the language Jews would speak, Jewish education, and the professions that the post-war generation would pursue. mehr »

Montag, 8. Oktober 2018, 18:30 Uhr
„Alte Kapelle“
Campus der Universität Wien, Hof 2, Tür 2.8, Spitalgasse 2–4, 1090 Wien mehr »

Dissertant_innen-Workshop des Forschungsschwerpunktes "Diktaturen, Gewalt, Genozide" der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
11. Dezember 2017
13:00-20:00
Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum II und I

Ab 13:00 finden in kleinerem Rahmen Präsentationen und Diskussionen von Dissertationsvorhaben im Seminarraum 1 statt. Abgeschlossen wird die Veranstaltung um 18:30 mit Vortrag von
Oswald Überegger
„Todeszone Front. Zur räumlichen Differenzierung eines Gewaltraumes am Beispiel des Ersten Weltkrieges“.
 

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Oswald Überegger
Todeszone Front. Zur räumlichen Differenzierung eines Gewaltraumes am Beispiel des Ersten Weltkrieges
 

Montag, 11. Dezember 2017
18:30 Uhr
Seminarraum I,
Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Altes AKH
Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1.13
1090 Wien mehr »

Götz Aly
Wie deutsche Historiker und Verlage die Übersetzung von Raul Hilbergs Buch „The Destruction of the European Jews“ behinderten

Zeit: Dienstag, 14. November 2017, 18:30 Uhr
Ort:   Hörsaal 21 im Universitäts-Hauptgebäude, Universitätsring 1, 1010 Wien

Raul Hilberg, und niemand sonst, hatte in den 1950er-Jahren die streng auf Quellen basierte Holocaust­forschung begründet. In Wien 1927 geboren, flohen seine aus Galizien zugewanderten jüdischen Eltern mit ihm 1939 über Frankreich und Kuba in die USA. 1945 kehrte Hilberg als 18-jähriger Infanterist in das zertrüm­merte Großdeutsche Reich zurück. Götz Aly spricht darüber, wie ausgerechnet das Münchner Institut für Zeit­geschichte 1964 und 1980 gegen die Übersetzung von Hilbergs Grundlagenwerk "The Destruction of the European Jews" votierte: Aus Gründen der Konkurrenz, wegen der vielen Namen, die Hilberg nannte, und weil sich deutsche Historiker einbildeten, sie und nur sie, könnten den nationalsozialistischen Terror, von ihnen als "Vorgänge" bezeichnet, historisch und quellenkritisch richtig einordnen. mehr »

Zur Erfahrungsgeschichte des Nationalsozialismus
Workshop
2. Oktober 2017
10:00 bis 13:00 Uhr
Aula am Campus, Universität Wien,
Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien

„Die Deutschen und der Nationalsozialismus“ heißt eine von Norbert Frei herausgegebene siebenbändige Reihe, die eine Erfahrungsgeschichte der deutschen Gesellschaft im Dritten Reich bietet. Es geht darum, der Lebensrealität der Zeitgenossen möglichst nahe zu kommen und Antworten u.a. auf die Frage zu finden, worin die Attraktivität des Nationalsozialismus lag. Ziel des Workshops ist es, die Reihe – ergänzt um einen Beitrag zu Österreich im Nationalsozialismus – vorzustellen und mit dem Publikum darüber ins Gespräch zu kommen. Am Workshop nehmen teil: Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Birthe Kundrus (Universität Hamburg), Bertrand Perz (Universität Wien) und Sybille Steinbacher (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main). Der Workshop wird von Linda Erker (Universität Wien) moderiert. mehr »

Gastvortrag von

Götz Aly
Europa gegen die Juden 1880-1945

Zeit:    Dienstag, 23. Mai 2017, 18:30 Uhr
Ort:    Hörsaal 41 im Universitäts-Hauptgebäude
Universitätsring 1, 1010 Wien

Deutsche und Österreicher steuerten den Mord an den Juden. Sie stellten die technischen Mittel bereit und einen erheblichen Teil des Personals. Doch konnte der Völkermord an der in Europa ver­streut lebenden jüdischen Minderheit nicht allein von den Initiatoren begangen werden. Folglich aktivierten sie überall bereits vorhandene nationalistische, national-soziale und anti­semitische Ressentiments, um ihre Ziele durchzusetzen. Sie stützten ihre Politik der Ausgrenzung und Vernich­tung - zumal im östlichen Europa, also in den Hauptsiedlungsgebieten der Juden – auf die starken und seit mehreren Jahrzehnten immer stärker mehr »

Norman Domeier
Die Kollaboration von Associated Press (AP) und Drittem Reich 1942-1945
Moderation: Bertrand Perz

Mittwoch, 22. März 2017
18:00 Uhr
Seminarraum I,
Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1.13, 1090 Wien mehr »

Donnerstag, 19. Jänner 2017, 12:00
Seminarraum 1
Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

Die Anthropologische Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien verwahrt die Fotografien von 565 Männern, Frauen und Kindern. Die standardisierten, hart ausgeleuchteten und durchnummerierten Fotografien zeigen 106 Familien, die als „typisch ostjüdisch“ galten, und deshalb im März 1942 anthropologisch untersucht wurden. Das geschah im Ghetto der westgalizischen Stadt Tarnów unter extremem Zwang und mit den üblichen Methoden des Faches. Fast alle auf den Fotos abgebildeten Menschen wurden wenig später ermordet. Die Vermessungsaktion war das gemeinsame Projekt zweier junger Wissenschaftlerinnen vom Anthropologischen Institut in Wien und von der Sektion Rassen- und Volkstumsforschung des Instituts für Deutsche Ostarbeit in Krakau. mehr »