Datenbank und Handbuch photographischer Quellen Österreichs

  • Projektleiter: Univ.-Prof.Dr. Gerhard Jagschitz,
  • Mitarbeiter: Mag. Michaela Pfundner | Mag. Robert Pfundner,
  • Beginn: 1997, abgeschlossen am 18.10.2001.
  • Finanziert vom Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten.

Kurzbeschreibung des Inhalts und der Ziele des Projekts

Die zunehmende internationale Beschäftigung mit Photographie  macht einen fundierten Zugang zur Information über Bestände notwendig. Als erster Schritt ist eine Erfassung von photographischen Beständen in öffentlichen Sammelstellen und Privatbesitz erforderlich, um eine thematisch gezielte Suche möglich zu machen.

In Österreich gibt es zahlreiche, zum Teil qualitativ sehr hochwertige, photographische Sammlungen, über die jedoch meist nur ein lokal- oder regionalhistorisch interessierter, kleiner Kreis Bescheid weiß. Diesem Informationsmangel soll mit dem „Handbuch photographischer Quellen Österreichs“ abgeholfen werden. Es ist geplant alle einschlägigen Photosammlungen auf dem  Gebiet des heutigen Österreich zu erfassen und mit einer kurzen qualitativen Beschreibung zu erschließen.

Dadurch können eine Verbesserung der Bildkultur in Österreich erreicht, Interesse an der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Photographie geweckt und vorhandene Mängel beseitigt werden. Die Bedeutung für Schüler und Studenten muß ebenfalls herausgestrichen werden, die durch die Beschäftigung mit photographischen Quellen einen erweiterten Zugang zur Geschichte Österreichs erhalten sollen.

Ein wichtiger Beitrag dieses Handbuchs soll auch sein, daß das Bild als Quelle gleichberechtigt mit schriftlichen Dokumenten und „oral history“ seinen verdienten Platz in der Beschäftigung mit der österreichischen Geschichte erhält.

Das geplante Werk soll bisher wenig beachtete Bildbestände einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und die zahlreichen Fragen von Bildrechercheuren auf diversen Fachgebieten qualifiziert beantworten. Dadurch wird es zweifellos auch zur Aufwertung photographischer Sammelstellen – wie dies international zu sehen ist – kommen.

Ziel des Forschungsvorhabens ist nicht nur eine gedruckte Fassung des Handbuchs, sondern auch eine CD-ROM und eine Information im Internet, um auch als Werbung für österreichische Kultur auf die reichhaltigen Bildbestände aufmerksam zu machen. Dies könnte auch eine Vorstufe für die Benützung von photographischen Quellen im Internet sein, um ein Gegengewicht zu Monopolisierungstendenzen großer Konzerne aufzubauen.