NS-Feindbild-Ausstellung: „Der ewige Jude“, Wien 1938

19.Mar 2013

Vortrag von Rosemarie Burgstaller
Dienstag, 19. März 2013, 19.00
Depot – Raum für Kunst und Diskussion

Wenige Tage nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich begannen in Wien die Vorbereitungen zur Propagandaausstellung „Der ewige Jude“. Diese antisemitische Wanderschau, die schließlich Anfang August 1938 im Nordwestbahnhof eröffnet wurde, gilt heute als Synonym für die sich über Jahre radikalisierenden Diffamierungsstrategien gegen die jüdische Bevölkerung. „Der ewige Jude“ war eine der zentralen der von Millionen Menschen besuchten Feindbild-Ausstellungen, die in bisher unbekanntem Ausmaß im Nationalsozialismus durchgeführt wurden. Der Vortrag analysiert die NS-Kampagne auf Basis neu recherchierter Quellen und bringt Thesen, wie die Ausstellung in der Bevölkerung wahrgenommen wurde.

In Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien.

Rosemarie Burgstaller: Propaganda, „Volksgemeinschaft“ und visuelle Gewalt. NS-Feindbild-Ausstellungen 1933-1945, Dissertation, Universität Wien 2012.

Depot – Raum für Kunst und Diskussion
Breitegasse 3
1070 Wien
T: +43 699 13 53 77 10.