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Acta ZooBot Austria 154.2017 - Cover und Inhalt
Mitteilungen der ZooBot 29Heft2(2018)
"Schriften"154.2018 - Inhaltsverzeichnis


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Zoologisch-Botanische Gesellschaft Österreich

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Schulbrücke – “Wissenschaft trifft Schule”

 

… eine Gelegenheit für AHS LehrerInnen, Praxisbeispiele für den Biologie-Unterrich zu erlernen…

Mag. Herbert Marth und Dr. Bohuslav Uher hatten ein Skriptum vorbereitet und leiteten die 16 TeilnehmerInnen an, die Versuche zur Pflanzenphysiologie durchzuführen.

In Erinnerung bleibt, was man kennt und wenn der Lernvorgang Spaß gemacht hat – so wie es an diesem Tag der Fall war!

 

Bilder von B. Uher

 

Bericht zu den pflanzenphysiologischen Versuchen „Schulbrücke der ZooBot“

„Wissenschaft trifft Schule“ am Gymnasium in Eisenstadt

Am 2. Oktober 2018 begann um halb neun morgens mein Tag als Mitorganisator der „Schulbrücke der ZooBot“ am Gymnasium in Eisenstadt. Zusammen mit meinem Kollegen Herbert Marth haben wir den Raum für die pflanzenphysiologischen Versuche vorbereitet, und auch der weiße Labormantel durfte auf keinen Fall fehlen! J Unsere erste gemeinsame Tätigkeit bestand im Aufbauen der „Laborware“, also dem Aufstellen der Ständer für Laborglas sowie dem Anordnen von Chemikalien, Reagenzien, Geräten und Pflanzen. Noch während wir dabei waren, alles „hübsch“ zu arrangieren, kamen bereits die ersten TeilnehmerInnen an. Nach einer herzlichen Begrüßung folgte eine kurzweilige Vorstellung des Gymnasiums Eisenstadt, der Organisation, der ZooBot und des Projektes „Schulbrücke“, sowie eine Einführung in die Versuchsthematik der Pflanzenphysiologie durch Herbert Marth und Johann Zakall, den Koordinator vom Gymnasium Eisenstadt.

Sodann ging es gutgelaunt zu den Versuchen. Um 9.00 Uhr begannen wir die Durchführung des Nachweises von Zuckern, Proteinen, Fettsäuren und Enzymaktivitäten. Die gute Stimmung wurde durch die motivierenden Ergebnisse noch gesteigert. Besonders viel Aufregung und Freude brachten die Experimente mit Urease, sowie die  „Pharaoschlangen“. Es hat viel Spaß gemacht und die Zeit verging wie im Flug.

Nach der Mittagspause mussten wir uns ein wenig beeilen, da wir noch viele interessante Versuche zu Osmose, Gewebespannung, Transportsystemen und Transpiration geplant hatten. Wir hatten dabei das Glück, einem äußerst wissbegierigen, motivierten und selbständig arbeitenden Publikum gegenüber zu stehen. Diesem konnte Herbert Marth sein Expertenwissen gezielt zur Verfügung stellen, welches er in interaktiver Weise vermittelte. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf interessante Aspekte und lud stets zu kreativen Denkweisen in der Pflanzenphysiologie ein.

Um 16.00 Uhr fand die Schulbrücke am Gymnasium Eisenstadt ihren Abschluss. Es war für mich ein schöner und aufregender Tag, an dem ich eine Menge lernen konnte. Ich möchte mich bei allen, die uns unterstützt haben, für ihre tatkräftige Hilfe bedanken. Es war mir eine große Freude, an diesem spannenden Projekt zur Verbreitung des Wissens teilnehmen zu dürfen.

Dr. Bohuslav Uher

 

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Programm und Anmeldung / program and registration-form für
das get-together von 12. bis 19.Mai 2019 im Botanischen Garten der Universität Wien

Der neu gegründete Verein Wiener Schule der botanischen Illustration lädt zu einer Woche mit Zeichen- und Malworkshops, Portfoliopräsentationen, Vorträgen, exklusiven Museums- und Archivbesuchen…
Der Austausch mit internationalen botanischen IllustratorInnen sowie die Gelegenheit zu informellem Zeichnen und Pop-Up-Workshops ist jederzeit gegeben. Ein botanisch geführter Ausflug in den Nationalpark Donau-Auen bietet auch Gelegenheit zum Skizzieren in der freien Natur (gemeinsam mit der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft).

Workshops und Portfolio-Präsentationen u. a. mit: Denise Walser-Kollar, Esmée Winkel, Mary Dillon, Jane Stark, Arndt Kästner, Sylvia Peter, Verena Redmann, Mischa Scorecz und Margareta Pertl.

Führungen und Veranstaltungen u. a. in: Botanischer Garten der Universität Wien, Naturhistorisches Museum Wien, Albertina, Österreichische Nationalbibliothek, Augarten Porzellanmanufaktur…

Get Together-Registrierung: € 70 (€ 50 für Mitglieder des Vereins Wiener Schule der botanischen Illustration) Workshops: € 100 pro Tag  Teilnahmebeitrag: € 30 pro Tag, inkl. Besuche von Museen und Ausstellungen, Führungen sowie die tägliche Jause und Getränke.

 

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„Aus den Anfängen des Naturschutzes in Niederösterreich: Die frühen Pachtgebiete der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft. Ein Rückblick im Europäischen Naturschutzjahr 1970“ – Unter diesem Titel steht der Artikel von Gustav Wendelberger in den Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich Band 110/111 von 1971. Er beschreibt die Bemühung der ZooBot seit 1910, Flächen im Gebiet der Gemeinde Ottenthal zu pachten, damit die besonders seltene

 

Crambe tataria, der Tatorjan- Meerkohl,

 

in diesem Gebiet auf einem ihrer natürlichen Standorte erhalten bleiben kann,


dem einzigen Platz in ganz Österreich!

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Bericht über eine Standortbegehung von A. Ginzberger von 1913:Verhandlungen der ZooBot 63(1913): Seite (143)-(150)

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Nachdem  – mit Unterbrechung – 100 Jahre ein Pachtvertrag bestand, um den Standort zu schützen, besitzt seit 2006  die ZooBot drei Parzellen im nunmehr ausgewiesenen

„Natura 2000 Schutzgebiet Zeiserlberg“

und ist auf diese Weise bemüht, zum Erhalt des Lebensraumes dieser gefährdeten Pflanzenart weiterhin beizutragen.

 

Wissenschaftliche Publikation von Manuela Zinöcker Vegetationskundliches Monitoring im Naturschutzgebiet Zeiserlberg

Über das “Naturschutzgebiet Zeiserlberg” in WIKIPEDIA

 

 

Folder TG1 Zeiserlberg
Folder TG1 Zeiserlberg
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Wendelberger Crambe tataria VZBG 110-111 0125-0138
Wendelberger Crambe tataria VZBG 110-111 0125-0138
www.wendelberger_crambe_landesmuseum.at_pdf_frei_remote_VZBG_110-111_0125-0138.pdf
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Bericht vom Pflegeeinsatz am 3.11.2018

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Am 2.10.2018 wurde Nachschau gehalten, um den Herbstaspekt des Standortes zu dokumentieren.Die Blätter der Meerkohlpflanzen waren z.T. schon am Einziehen und etwas abgefressen, allerdings gab es auch einige Jungpflanzen, deren Blätter noch klein aber voll intakt waren. Sehr schön waren die Fruchtstände dieses Steppenrollers.

Fotos P.Hudler

 

 

 

Im Rahmen der ZooBot Exkursion am 28. April 2018 trafen ZooBot-Mitglieder und interessierte Personen aus der Gemeinde Ottehthal, unter ihnen Bürgermeister Cermak und Vizebürgermeister Eisenhut und Rudolf und Johann Hauer, auf dem Zeiserlberg zusammen. Manuel Denner führte sehr engagiert mit besonderem Schwerpunkt, wie die Managementmaßnahmen noch verbessert werden könnten, um den Bestand der Crambe tataria langfristig zu sichern. Die Teilnahme von ZooBot-Mitgliedern beim Pflegeeinsatz für Herbst wurde fix vereinbart.

 

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Am 12.6.2017 fand eine Begehung des Gebietes durch das Vorstandsteam der ZooBot statt. Vorrangig geht es darum Möglichkeiten zu finden das Naturschutzgebiet zu vergrößern, was sehr im Sinn der Gemeinde Ottenthal ist, deren Gemeindewappen die Blüten der Crambe tataria enthält. Weiters ist es wichtig, die Managementmaßnahmen  auf Anregung des zuständigen Schutzgebietsbetreuers immer wieder zu verbessern.

Fotos von F. Schiemer und P. Hudler

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Am 23.4.2016 wurde die Crambe wieder von einigen ZooBot-Mitgliedern besucht. Dieses Mal gab es viel weniger blühende Exemplare als im Vorjahr; doch die Anzahl junger Pflanzen gibt Anlaß zur Zuversicht für die nächsten Jahre. Sehr wichtig ist der Artikel von Manuela Zinöcker “Vegetationskundliches Monitoring im Naturschutzgebiet Zeiserlberg” in Acta ZooBot Austria 152.2015 als aktuelle Beschreibung des Standortes.

Bei der Begehung am 1.5.2015 konnten folgende Bilder gemacht werden. Die Crambe tataria als Zielart aber auch einige andere schöne Begleiter blühten.

Details zur Exkursion am Sa. 14. Juni 2014

Bilder: P. Hudler

 

 

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Am Samstag 3. November 2018  findet von 9 bis 13 Uhr ein

 

Pflegeeinsatz im Natura 2000 Schutzgebiet Zeiserlberg

 

statt, zu dem Mitglieder der ZooBot herzlich eingeladen sind mitzuhelfen.

 NACHLESE: 48 Mann/Frau-Stunden wurden im Rahmen der Pflegemaßnahme geleistet!!!! Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer!!! 5 Personen aus der Gemeinde Ottenthal mit ihrem Bürgermeister und 5 ZooBot-Mitglieder erhielten nach einer theoretischen Einführung durch Manuel Denner die Werkzeuge ausgehändigt und die Einsatzplätze gezeigt. Auch Manuel und Martina Kainz packten kräftig an!

An einer Stelle wurden die sehr verbreitungsfreudigen Brombeeren mit dem Balkenmäher geschnitten und weggeräumt; Bürgermeister Cermak kündete noch den Einsatz einer Maschine an, die alle Pflanzenreste ausgräbt und entfernt. Eine Teilfläche wurde von Hand mit dem Wiedehopf von Brombeerranken befreit. An der östlichen Grenze des Schutzgebietes wurden Gehölze entfernt, abgeschnitten oder ausgegraben: Weißdorn, Liguster, Schlehe und Hartriegel sowie Rosen. Das anfallende Material wurde neben dem Zufahrtsweg abgelegt und wird von der Gemeinde Ottenthal freiwillig entfernt.

Es gab noch Blätter einiger Exemplare der Crambe tataria in leuchtendem Gelborange zu bewundern, auch einige Fruchtstände (von der Pflanze abgebrochen, da der Verbreitungstyp ein “Steppenroller” ist) mit noch etlichen einsamigen Früchten waren im Areal anzutreffen.

Nach der Arbeit wurden die Helferlein ins Gemeindezentrum zu Kaffee, Kuchen (von 2 Frauen aus der Gemeinde köstlich zubereitet!!!) und weiteren Gesprächen eingeladen. Danke für die Gastfreundschaft!!! Wir können uns vorstellen, im nächsten Jahr wieder bei einem Pflegeeinsatz dabei zu sein!

Text u. Bilder P.H.

Bilder Martina Kainz

Plakat mit Kurzbericht

 

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ANKÜNDIGUNG: Treffpunkt um 9 Uhr bei der Infotafel beim Schutzgebiet.Schutzgebietsbetreuer DI Manuel Denner wird in Kooperation mit ENU (Ansprechperson DI Martina Kainz)  den Pflegeeinsatz vorbereiten und dafür sorgen, dass Arbeitsgeräte zur Verfügung stehen. So wie dankenswerterweise  im Vorjahr wird das das Schnittgut auch heuer von der Gemeinde Ottenthal freiwillig entfernt – herzlichen Dank dafür!

Es geht darum der Verbuschung entgegenzuwirken, da die Zielart Crambe tataria offene freie Flächen für ihre Existenz benötigt.

Plakat zum download

 

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Bildervortrag von     Werner Gamerith                       Bildergebnis für werner gamerith

 

“Naturjuwel Kamptal erneut bedroht”

 

Mi. 14.11.2018, 17:15, HS2 = Karl Burian HS, UZA1, Biozentrum, Althanstr. 14, 1090 Wien

Plakat zum download

 

    Die EVN spricht von einer „Modernisierung“ des alten Kleinkraftwerks Rosenburg. Tatsächlich plant sie dessen Abriss und den Neubau einer größeren Anlage. Diese würde zusätzliche 2 km vom morphologisch völlig intakten Kamp beanspruchen. Dazu müssten 3 ha Wald gerodet, eine 5 m breite Brücke über den Fluss und eine ebenso breite Straße durch den bewaldeten Steilhang gebaut werden – in einem Schutzgebiet!
Das enge und wenig erschlossene Tal zwischen Wegscheid und Rosenburg ist eine der schönsten und urtümlichsten Waldviertler Landschaften. Zahlreiche gefährdete Arten leben in ungewöhnlicher Dichte an dem unverbauten Wildfluss.
Die Bürgerinitiative möchte das Bewusstsein für den unwiederbringlichen Wert dieses Talraums und seine Gefährdung schärfen. Einmal mehr ist ziviler Widerstand zur Abwehr eines ökologisch wie volkswirtschaftlich unsinnigen Vorhabens notwendig:

www.lebendiger-kamp.at

Bilder von W. Gamerith zur Verfügung gestellt

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Christian Gilli

führt die Exkursion:

“Flora und Vegetation im Herbstaspekt. Im Speziellen Gräser.”

 

Sa. 20.10.2018

Treffpunkt: 9.15 Uhr, Wien-Stammersdorf, Endstation der Straßenbahnlinie 31
Die (ganztägige) Exkursion findet bei jedem Wetter statt!

Wegroute: Stammerdorf, HSV Schießstätte, Rendezvousberg, Alte Schanzen,
Herrenholz, Rückweg über die Stammersdorfer Kellergasse.
Gesamtlänge ca. 9 km. Einkehrmöglichkeiten nur am Ende der Exkursion.

Gemeinsam mit dem Verein zur Erforschung der Flora Österreichs

Nachlese: “Die Exkursion war sehr interessant bei halbwegs passablem Wetter.  Es haben 17 Personen teilgenommen, darunter 2 Studenten. Es waren drei TeilnehmerInnen des BioTaxSyst-Gräserkurses 2018 anwesend (zusammen mit mir). Eine Teilnehmerin ist sogar extra dafür aus Salzburg angereist!Die meisten Teilnehmer waren eher aus dem Bereich des Vereins Flora Österreich.  Es gab schon drei Anfragen zum neuen BioTaxSyst-Gräserkurs 2019.”
Alexander Franz

 

Photocredits: Viktor Scharnhorst

Fotos von Rolf Marschner

 

Artenliste zusammengestellt von Christian Gilli

 

 

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The WWF BIG 5 – Seeadler, Biber, Wolf, Luchs, Fischotter

Eine Veranstaltung aus der Reihe “Wissenschaft trifft Schule – Schulbrücke der ZooBot”

Wo: BG/BRG/BORG Eisenstadt, Kurzwiese,  Festsaal

Wann: Do. 18.10.2018, 18 Uhr

Ein Vortrag von  Mag. Christian Pichler, WWF      

Bildergebnis für christian pichler wwf

PLAKAT ZUM DOWNLOAD

NACHLESE: Zu dieser Veranstaltung kamen ca. 100 interessierte Personen!  Anwesend waren u.a. die Burgenländische Landesrätin für Umwelt- und Naturschutz Mag.a Astrid Eisenkopf, der Geschäftsführer des Burgenländischen Landesjagdverbandes Mag. Andreas Duscher, Ehrenlandesjägermeister DI Friedrich Prandl,  der Betriebsleiter der Esterházy Betriebe DI Peter Fischer, der Leiter des Bereichs Umweltkriminalität im Landeskriminalamt Burgenland Werner Jurkovits sowie der Präsident der ZooBot Univ.Prof. Dr. Fritz Schiemer.  Vortrag und Diskussion waren sehr informativ und interessant. Danke an Mag. Herbert Marth, der sich um die Organisation dieser Veranstaltung sehr stark eingebracht hat! Mag. Christian Pichler hat seinen Vortrag zur Verfügung gestellt. (P.H.)

 VORTRAG von Ch. PICHLER

Die “WWF BIG 5″ sind ausgewählte heimische Schlüsselarten, die aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung in unterschiedlichen Lebensräumen von besonderer Relevanz sind. Außerdem sind sie sogenannte Flaggschiffarten, die für naturnahe Lebensräume charakteristisch und somit auch für den Zustand anderer Arten, die im gleichen Ökosystem leben, repräsentativ sind. Bei den “WWF BIG 5″ handelt es sich um den Seeadler, den Fischotter, den Biber, den Luchs und den Wolf.

Alle fünf Arten stehen mit anderen Nutzungsinteressen z.B. der Fischerei, der Jagd, der Forstwirtschaft oder der Landwirtschaft in Konflikt, weshalb der Einsatz zum Schutz dieser Arten eine besondere Herausforderung darstellt. Der WWF will durch seine Arbeit Wege aufzeigen, wie die Integration dieser Arten in die österreichische Natur- und Kulturlandschaft gelingen kann. Gleichzeitig sorgt der WWF dafür, dass Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels umgesetzt werden. Dem Ruf nach nicht gesetzeskonformen Maßnahmen, wie dem Ruf nach Abschuss dieser Arten als einzige Lösung bei Konflikten tritt der WWF vehement entgegen.

 

Bilder zur Verfügung gestellt von Ch. Pichler

Dieser Vortrag wird auch auf PRESSETEXT TERMINDIENST angekündigt – ein kostenloser Service vom VWGÖ für Mitglieder

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