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Acta ZooBot Austria 155.2018 Teil 1 - Cover und Inhalt
Acta ZooBot Austria 155.2018 Teil 2 - Cover und Inhalt
Mitteilungen der ZooBot 30 Heft1(2019)
Generalversammlung 3.4.2019

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Zoologisch-Botanische Gesellschaft Österreich

Die Zoo-Bot hat sich zur Aufgabe gesetzt, eine

Plattform zur Koordination der vielfältigen Bemühungen  zur Biodiversitätsforschung  in Österreich
– insbesondere in den großen Schutzgebieten  –

einzurichten.  Eine Diskussion zu dieser Initiative fand mit den Wissenschaftsreferenten der Nationalparke, Vertretern der Museen und Universitäten im Juni  2013 anlässlich der Nationalparktagung in Mittersill statt. Das Memorandum skizziert das Konzept der Initiative:

Initiative zur vergleichenden Biodiversitätserfassung in österreichischen Großschutzgebieten

Motivation und Ziele

Die Initiative zu einer vergleichenden Erfassung der Biodiversität in den österreichischen Großschutzgebieten (Nationalparks, Biosphärenparks, Naturparks und Wildnisgebiete) versucht, eine dringend erforderliche Abstimmung der vielfachen Bemühungen der einzelnen Schutzgebiete zur Erfassung der Artenvielfalt zu erreichen. Anzustreben wäre eine möglichst umfassende, fundierte und vergleichende Gesamtdarstellung der Biodiversität österreichischer Großschutzgebiete. Derzeit ist die Kenntnis der organismischen Vielfalt der Schutzgebiete noch sehr lückenhaft.

Zur Erreichung dieses Zieles ist es erforderlich, eine Koordination der vielen laufenden Projekte und Initiativen zu erreichen. Diese Koordination soll versuchen, den Interessen der Schutzgebietsverwaltungen, aber auch jenen der interessierten Universitäten, Museen und anderer relevanter Einrichtungen und Organisationen Rechnung zu tragen.

Weiterhin soll versucht werden, mit dieser Initiative die erforderlichen finanziellen Rahmenbedingungen für umfassendere und gut abgestimmte Erhebungsprogramme zu schaffen.

Warum Biodiversitätserfassung in Großschutzgebieten?

Die Gesamtheit der Großschutzgebiete bildet die Vielfalt der österreichischen Naturlandschaften und damit einen hohen Anteil der gesamten biotischen Vielfalt ab. Großschutzgebiete repräsentieren naturnahe Lebensräume, die nicht oder kaum Landnutzungsänderungen unterliegen. Sie bieten mit ihren Verwaltungseinheiten und ihrer Infrastruktur kompetente Ansprechpartner, in deren Verantwortung es liegt, eine umfassende Kenntnis der vorhandenen Schutzgüter zu erarbeiten.

Ziele einer vergleichenden Biodiversitätserfassung

Ein wichtiger erster Schritt ist die Identifikation vorhandener Wissenslücken und die vergleichende Darstellung des vorhandenen Datenmaterials zur Diversität der Lebensräume und ihrer charakteristischen Organismengemeinschaften. Darauf aufbauend und parallel dazu erfolgt die Formulierung von Projekten zur Erfassung und Erforschung der Biodiversität. Neben reinen Forschungsprojekten sind forschungsgelenkte Monitoringprogramme zu entwickeln, die in der Lage sind, Änderungen und Trends der Biodiversität und deren Ursachen anhand ausgewählter taxonomischer Gruppen erkennbar zu machen.

Ansprechpartner für die fachliche Zusammenarbeit

Um diese Ziele aus fachlicher Sicht zu erreichen, ist die Partnerschaft und enge Kooperation der Vertreter/innen von mehreren Institutionen maßgeblich:
(1.) Repräsentanten/innen der Schutzgebiete, für die eine Erhebung der Diversität von Lebensräumen und Organismengesellschaften die Grundlage für deren Pflege und Management darstellt.
(2.) Vertreter/innen der Universitäten, für die Schutzgebiete zentrale Forschungsstandorte für ein kausales Verständnis von Biodiversität darstellen und die in Form von Forschungsprojekten, der Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten und der Formulierung und Ausschreibung von Forschungsthemen wichtige Partner/innen für eine umfassende Biodiversitätserfassung sind.
(3.) Vertreter/innen von Museen und wissenschaftlichen Sammlungen, die neben eigenen Forschungsinteressen für die langfristige Dokumentation der bundesweiten Biodiversität sorgen können.
(4.) Neben diesen maßgeblichen Interessensvertretern sollen weitere Forschungsinstitutionen (z.B. UBA, ÖAW), Fachgesellschaften (z.B. ÖEG, Birdlife) und Ökobüros mit ihren FachbearbeiterInnen in diese Initiative eingebunden werden.

Fachliche und organisatorische Rahmenbedingungen

Die Initiative strebt die Einrichtung eines Netzwerkes „Biodiversitäts-Monitoring und -Forschung“ in österreichischen Großschutzgebieten mit folgenden Zielen an:
1. Identifikation vorhandener Wissenslücken
2. Formulierung gemeinsamer Forschungsprogramme
(a) mit ökosystemorientierten Ansatz (Erfassung von Biodiversität und Ökosystemfunktionen auf ausgewählten Untersuchungsflächen)
(b) mit taxon-orientierter Herangehensweise (vergleichende Biodiversitätserfassung einzelner Organismengruppen, z.B. mit hohem Indikatorwert).
3. Einwerbung von Forschungsmitteln
4. Gemeinsame Publikationstätigkeit

F. Schiemer, C. Schulze, B.-A. Gereben-Krenn 10.6. 2013

Forschungsergebnisse aus österreichischen Nationalparks finden Sie unter diesem link:

Nationalpark Hohe Tauern – Conference Volume 5: (2013): 5th Symposium Conference Volume for Research in Protected Areas  in Mittersill 2013
Literatur:

WAITZBAUER, W., KORNER, I., WRBKA, T., 2008
Vegetationsökoloisches und faunistisches Beweidungsmonitoring im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel
2000 -2007
ISBN  978-3-901294-14-3   Abhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich 37

Titelblatt und Inhalt

 

  Rudolf Maier und Roman Türk (redakt. Bearb.) 2012
Nationalparks in Österreich. GEO-Tag der Artenvielfalt 2010.
ISBN  978-3-901294-15-0   Abhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich 38

Inhaltsverzeichnis

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