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Acta ZooBot Austria 154.2017 - Cover und Inhalt
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Österreichische Mykologische Gesellschaft: Mitteilungen 186(1)(2018)

Gedenkfeier Friedrich Schaller 28.9.2018


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Zoologisch-Botanische Gesellschaft Österreich

Es geht um eine

Weitergabe von Wissen über Pflanzen als Bild.

Beim Herstellen der Abbildung leistet der Künstler, die Künstlerin geistige Arbeit: Information über Strukturen und Zusammenhänge wird verdichtet wiedergegeben; der Betrachter, die Betrachterin nutzt bereits diese Aufarbeitung.

Informationen zur den Malkursen der ZooBot “Botanische Illustration im Botanischen Garten”

    

Der Vergänglichkeit von Pflanzen

konnte der Mensch durch die bildliche Darstellung auf einem haltbaren Medium entgegenwirken und so eine Grundlage schaffen, sich auch mit anderen über das festgehaltene Objekt auszutauschen. Es kann gesagt werden: erst die Kunst ermöglichte einen sachlichen Austausch über wissenschaftliche Themen. Allerdings wird an die Künstler unbedingt die Forderung gestellt, dass die dargestellte Pflanze und ihre Teile im Zusammenhang erkennbar sein müssen; also war und ist Kommunikation des Pflanzenkenners mit dem Pflanzenmaler bzw. genaues botanisches Detailwissen des Künstlers nötig. Die Entwicklung von besseren Darstellungsmethoden wurde zur Jahrhunderte dauernden Herausforderung. Alle diese Bemühungen führten zum Entstehen der Kunstrichtung der botanischen Illustration, die nach Meinung von Claus NISSEN (1966) dadurch charakterisiert ist, dass sie „dem Botaniker die lebende Pflanze ersetzen muss“, denn Künstler und Forscher befanden sich in früherer Zeit zeitlich und örtlich oft nicht am selben Platz. So wurde die botanische Illustration (gemeinsam mit dem Herbar s.str.) ein unbedingt nötiges Mittel zur botanischen Erforschung der Erde.

Dracocephalum austriacum von Margareta Pertl

 Heute versteht man unter botanischen Illustrationen

Aquarelle, ev. in Kombination mit schattierten Bleistiftzeichnungen, bei denen alle wichtigen Merkmale des dargestellten Taxons erkennbar sind. Objekttreue bzw. Portraitcharakter und Verallgemeinerung stehen dadurch in einer gewissen Spannung. Im weiteren Sinn sind auch Strichzeichnungen mit Tusche botanische Illustrationen.

Eine gute botanische Illustration soll mehr Information über eine Pflanze enthalten als ein Foto. Aus diesem Grund fördert die ZooBot in Kooperation mit dem Botanischen Garten der Universität Wien (HBV) diese Kunstrichtung. Seit 2008 Jahren werden botanische Malkurse abgehalten, bei denen Interessierte Pflanzen aus dem Bestand des HBV mittels Pinsel auf Papier dokumentieren. Zuletzt waren Schwerpunkte des Interesses die Pannonische Gruppe – Pflanzen, für die wegen ihrer Gefährdung um mehr Verständnis geworben werden muss – und das Alpinum – ein Lebensraum, der im Zusammenhang mit globaler Erwärmung stark in den Fokus des Interesses gerückt ist.

Expedition ins Pflanzenreich: Ausstellung 2016 als Rückblick auf die Forschungsreise nach Madagaskar, auf der Margareta Pertl den Orchideenspezialisten Anton Sieder begleitete. Dabei wurden 5 neue Orchideenarten entdeckt!

2015: Ausstellung anläßlich des 65o Jahre Jubiläums der Universität Wien: “Wiener Schule der Botanischen Illustration im Botanischen Garten der Universität Wien”

Aibitir. The Irish Alphabet in Botanical Art. Ausstellung der Irish Society of Botanical Artists mit Beteilungung von Margareta Pertl 2014

Ein weiterer Schwerpunkt zur Förderung der botanischen Illustration in Österreich war die Ausstellung „Naturjuwele im Aquarell. Mineralogische und botanische Illustrationen von Hildegard Könighofer und Margareta Pertl“ im Wintersemester 2011/12, die die ZooBot in Kooperation mit der FB Biologie organisierte.

Ausstellungsfolder Biologie1
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Als bisheriger Höhepunkt ihrer Erfolge waren die beiden mehrfach ausgezeichneten Künstlerinnen 2010 eingeladen, bei der 13th International Exhibition of Botantical Art & Illustration 2010 im Hunt Institute for Botanical Documentation in Pittsburgh, PA auszustellen.

 

 

Bei folgenden Tagungen und Kongressen wurden die Botanischen Malkurse im Botanischen Garten in den vergangenen Jahren präsentiert:

 

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Wien 2016: 17. Treffen Österreichischer Botanikerinnen und Botaniker ( BOKU)
Wiener Schule der botanischen Illustration im Botanischen Garten der Universität Wien (Hudler, P., Kiehn, M. & M. Pertl)

Paris 2015: “Seventh european botanic gardens congress” = EurogardVII,  am Muséum national d’Histoire naturelle in Paris vom 6.-10. Juli 2015; Poster Knickmann, Schumacher, Kiehn: Celebrating 650 years of the University of Vienna: activities at the botanical garden

Innsbruck 2012:
Botanische Illustration im Botanischen Garten. 5 Jahre Kooperation von ZooBot und HBV
  von Petra Hudler

IBC Melbourne 2011:
Botanical illustration in Vienna once and now – exemplified on plants from the Pannonian region. by Michael Kiehn, Petra Hudler, Margareta Pertl

http://www.univie.ac.at/zoobot/tagung.htm

5th GBGC Dublin 2010:
Botanical illustration in the Botanical Garden – continuing a tradition and creating something new. by Petra Hudler

 

 

“Botanische Illustration in neuerer wissenschaftlicher Literatur” als Hausarbeit im Rahmen der Bibliothekarsausbildung an der Österreichischen Nationalbibliothek im Jahr 2001

  http://www.univie.ac.at/zoobot/botill/

Petra Hudler

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