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Das Veilchen (1890)

Bibliografie

Autor: Hermann Bahr
Titel: Das Veilchen
Schwank in drei Aufzügen
Ort: Berlin
Jahr: 1890
Seiten: 66
Anm.: Dies ist die einzige Publikation Bahrs, die in der Bibliographie von Kurt Thomasberger fehlt. Sie wird bei Reinhard Farkas: Prophet der Moderne (1987) verzeichnet. Aus dem Nachlass Bahrs in den Besitz der Bibliothek des Österreichischen Theatermuseums gewandert und nunmehr über die Nationalbibliothek zu beziehen. Ohne eigentliches Titelblatt. Gedruckt:
Personen
Rechtsanwalt Gustav Schlieben
Anna, seine Frau
Hans Gude, Bildhauer
Rieke
Hannsen
Der Oberkellner
Der Kellner
Schreiber

In Berlin 1890

Von Bahr vorgenommene handschriftliche Ergänzungen und Streichungen lassen das Blatt heute so aussehen:

Das Veilchen
Schwank in drei Aufzügen
von Hermann Bahr

Personen
Advokat Gustav Klemm
Alice<?>, seine Frau
Hans Jummel<?>, Bildhauer
Kathi
Wimmerl

Erschienen bei S. Fischer, Berlin

Es handelt sich um ein gesetztes Manuskript, noch ohne Verlag. Eine handschriftliche Ergänzung von dreieinhalb Seiten ersetzt den gestrichenen vierten Akt.

Inhalt

1. Akt: Die junge Frau eines Anwalts fühlt sich von diesem vernachlässigt und überlegt gemeinsam mit dem Hausfreund, einem Bildhauer, wie sie die Situation verändern kann. Nach dem Abgang des Künstlers kommt es zum Ehestreit, worin Themen von Hausfrau und weiblicher Selbstbestimmung behandelt werden.
2. Akt: Im Atelier des Bildhauers. Zuerst die Geliebte, die den Künstler überreden möchte, sie durch ein richtiges Bündnis aus dem Dienst bei dem Ehepaar zu befreien und sie auszuhalten. Der Auftritt der Ehefrau zwingt die Geliebte, sich zu verstecken. Auch diese muss sich verstecken, weil ihr Ehemann betrunken an der Tür steht und zwar begreift, dass der Künstler Damenbesuch hat, nicht jedoch, wer es ist.
3. Akt: Der Künstler besucht den Ehemann, um ihm vom Besuch der Ehefrau zu informieren und das für den Folgetag angesetzte Rendezvous zu untergraben. Dieser braucht lange, um sich mit der Situation zu arrangieren.
4. Akt: Der Ehemann konfrontiert seine Frau, die behauptet, den Künstler nur besucht zu haben, um ihn eifersüchtig zu machen. Am Ende hat die Frau die Oberhand und sie kann ihrem Mann die neuen Regeln des Zusammenlebens diktieren.