Pazifik-Dossier

Ein Rückblick auf zehn Jahre OSPG zeigt, dass einer der Eckpunkte der Vereinsaktivitäten die von Anbeginn an in regelmäßigen Abständen stattfindende Vortragsreihe war und ist. In diesen vergangenen zehn Jahren haben zahlreiche namhafte Vortragende zu den verschiedensten ozeanischen Themenbereichen, den Menschen sowie der dort vorherrschenden sprachlichen und kulturellen Vielfalt, gesprochen. Sie haben damit wesentlich dazu beigetragen, die OSPG zu einem Forum zu machen, in dem historische und aktuelle Bezugspunkte zu der Region ihren Platz finden. Es waren viele Highlights dabei. Höhepunkte, an die sich viele noch nach Jahren gerne zurück erinnern und auf die wir immer wieder angesprochen werden. Manche Themen waren in ihren Inhalten komplex und boten eine Fülle an Daten und Querverweisen. Viele der Vorträge gaben Anregungen in die verschiedensten Richtungen und immer wieder wurden an den Vorstand der OSPG Anfragen herangetragen, ob es nicht möglich sei, den einen oder anderen Vortrag in schriftlicher Form erhalten zu können. Einfach, damit man die Inhalte mit nach Hause nehmen, in Ruhe noch einmal studieren kann, um sich dadurch leichter an die Schlüsselpunkte einer Präsentation zu erinnern.

Wir haben diese Idee aufgegriffen. Obwohl wir ja bereits eine Publikationsreihe haben – unsere „Novara-Beiträge zur Pazifikforschung“ – blieb dieses Vorhaben im Hinterkopf und war wiederholt Gegenstand der Besprechungen des Vorstands. Allein die finanzielle Komponente ließ uns zögern. Mit der „Novara“ haben wir eine aufwendig produzierte einmal jährlich erscheinende Publikation, die allen Mitgliedern der OSPG als Teil der Leistungen unserer Gesellschaft, gratis übermittelt wird. Bereits die Umsetzung dieser Publikation lässt uns finanziell jedes Jahr aufs Neue an unsere ressourcenmäßigen Grenzen stoßen, denn mit den Mitgliedsbeiträgen allein ist es da bei weitem nicht getan. Vielmehr sind wir auf Drittmittel angewiesen, die dankenswerterweise u. a. vom Bundesministerium für Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie von anderen öffentlichen Stellen zur Verfügung gestellt wurden und werden. Die sehr arbeitsaufwendige „Novara“ lässt sich leicht argumentieren: Sie ist unsere Visitenkarte, mit der wir auch und vor allem unseren wissenschaftlichen Anspruch dokumentieren wollen. Mit den Beiträgen zur Pazifikforschung wollen wir uns an den fachlichen Erörterungen beteiligen, die aktuell die Diskussion in der kulturwissenschaftlichen Ozeanienforschung bestimmen. Damit zeigen wir, dass wir – alle die daran mitarbeiten und durch ihre Artikel etwas beitragen – auch Kompetenzen haben und diese gerne zur öffentlichen Diskussion stellen. Der Nachteil dabei ist, dass wir in den Vorträgen mit so einer Fülle an spannenden und in vielfacher Weise inspirierenden Themen konfrontiert sind, dass wir mit einem Band der „Novara“ jährlich, dem kaum Rechnung tragen können.

Genau hier setzt die nun ins Leben gerufene Dossierreihe an. Sie soll in eher rascher Abfolge in unregelmäßigen Abständen mehrmals jährlich erscheinen und anlassorientiert alle die Themen aufgreifen, die einer Verbreiterung und Vertiefung bedürfen. Sie soll im Erscheinungsbild ansprechend sein, jedoch in den Entstehungskosten so günstig sein, dass wir sie erstens zu einen preiswerten Preis anbieten können und zweitens den Aufwand im Herstellungsprozess limitieren können.

Die Idee ist, alle jene Vorträge, die überdurchschnittlich und in irgendeiner Weise herausragend waren, in verschriftlichter Form als Dossier anzubieten. Ich darf an dieser Stelle meinen nachdrücklichen Dank denjenigen aussprechen, die diese verantwortungsvolle und sehr arbeitsintensive Tätigkeit übernommen haben. Es sind Herr Mag. Igor Eberhard, Frau Mag.a Julia Gohm, Frau Katharina Haslwanter und Herr Bernhard Sengstschmid. Ich danke ihnen wirklich herzlich gerne, denn ohne ihre Bereitschaft, diese Sache in die Hand zu nehmen, wäre gar nichts geschehen. Alle haben vielfältigen beruflichen Tätigkeiten nachzugehen und die Herstellung der Dossierreihe ist einmal mehr eine unentgeltliche ehrenamtliche Tätigkeit, die von den Verantwortlichen mit Enthusiasmus vorangetrieben, aber eben auch mit hohem Zeit- und Energieaufwand verbunden ist.

Hermann Mückler


Überblick

Dossier X – 100 Jahre Rabaul

Dossier IX – Aspekte des Klimawandels im Pazifik

Dossier VIII – Rund um James Cook

Dossier VII – Frauenwelten Moderne Malerei aus Papua Neuguinea Ausstellungskatalog

Dossier VI – Sehnsucht: „Südsee“ Gedichte und mehr

Dossier V – Die Erforschung der Kulturen Ozeaniens und Australiens

Dossier IV – Weaving A Basket Of Knowledge

Dossier III – Der Moderne Künstler als ,,Rubbish Man“? Sozio-Ökonomische Ungereimtheiten in Papua-Neuguinea

Dossier II – Aspekte der traditionellen Architektur Ozeaniens mit Schwerpunkt Neukaledonien

Dossier I – Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen der EU und dem Unabhängigen Staat Samoa

 

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