Frauen- und Geschlechtergeschichte un/diszipliniert?

Wo steht die Frauen- und Geschlechtergeschichte heute? Welche Zugriffe und Perspektiven lohnen sich für sie und wo braucht es Neuorientierungen? Diese und andere Fragen behandelt unser fernetzt-Sammelband, den wir am 12.11.2016 um 19:00 Uhr in der Frauenhetz präsentieren. Eingeleitet wird die Buchpräsentation mit anschließendem Umtrunk durch einen Vortrag von Heike Mauer zu „Geschlechterforschung – interdisziplinär und un/diszipliniert?“. Eine Buchankündigung, die Lust zum Diskutieren, Lesen und vernetzen machen soll.

Von |2018-11-24T04:32:27+00:001. November 2016|BuchBesprechung|0 Kommentare

Schon wieder Sozialismus?

Die nun vorliegende Übersetzung des Buches der Politologin Ellen Meiksins Wood „Der Ursprung des Kapitalismus. Eine Spurensuche“ ist in keiner Weise feministisch und erhebt auch keinen Anspruch darauf. Ihre marxistische Analyse berührt dennoch ein für Feministinnen wichtiges Thema. Sie nimmt dem Kapitalismus seine Unendlichkeit und insistiert auf die spezifischen und historisch abgrenzbaren Entstehungs- und Durchsetzungsbedingungen.

Von |2018-05-24T12:26:02+00:0015. Oktober 2016|BuchBesprechung|0 Kommentare

Income and the household: women’s work and wages in early modern Sweden

Detail of an illustration from The Book of the City of Ladies, completed in 1405. Though an earlier period than the study here (which addresses the period from 1500 to about 1850), women’s participation in manual labor is longstanding. We often assume that households in the European past relied on men for their income. Long-term historical wage series, which have informed some of the most influential economic history research, are based only on men’s wages. But when we look closer at the relationship between men and women working together, even in typically male industries such as construction, we see large numbers of women working for wages often as high as, and sometimes exceeding, those of men. Including women dramatically alters our understanding of wellbeing and gendered divisions of work in the European past.

Von |2018-11-24T04:34:28+00:001. Oktober 2016|ForschungsErgebnisse|0 Kommentare

Frauenbewegter Geschichte auf der Spur? Im STICHWORT forschen

Der Lesesaal des STICHWORT. (Quelle: STICHWORT) STICHWORT, das Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung, entstand aus der Neuen Frauenbewegung in Österreich und ist nach wie vor Ort der Bewegung und der Bewegungsgeschichte. Als einziges autonomes Frauen*archiv in Österreich bietet STICHWORT FrauenLesbenTrans eine einmalige Sammlung an Beständen zur Neuen Frauenbewegung.

Von |2018-11-24T04:37:10+00:001. September 2016|ForschungsAlltag|1 Kommentar

Von der „Wirtin des weißen Rößls“ zum „Owner of the Dark Horse Inn“

Foto: Susanne Korbel Das „weiße Rößl“ am Central Park – eine österreichische Kultoperette im New York der 40er Jahre? 1941 und 1947 war das in (Migrant_innen)Cafés am Central Park möglich: Das Stück inszenierte ursprünglich eine Liebesgeschichte vor dem traditionellen Hintergrund der Sommerfrische im Salzkammergut. Zwischen unterschiedlichen Traditionen und soziokulturellen wie -politischen Kontexten wurden Versionen des populären Bühnenwerks dann am Central Park in New York kulturell übersetzt. Ein Blick in die Stücke zeigt, dass gerade die Übersetzung von geschlechtsspezifischen Momenten der weiblichen Hauptrolle – der Roesselwirtin – besonders spannend ist.[1]

Von |2018-11-24T04:39:50+00:0015. Juli 2016|ForschungsErgebnisse|0 Kommentare

Time and Motion Studies: Die Vermessung von Arbeit

Aus dem Filmmaterial der Time and Motion Studies von Lillian und Frank Gilbreth, Quelle: Prelinger Archives Können menschliche Bewegungen rationalisiert und standardisiert werden? Lillian und Frank Gilbreth waren davon überzeugt. Sie machten es sich seit Ende des 19. Jahrhunderts zur Aufgabe, die Bewegungen von Menschen bei der Arbeit auf Film aufzuzeichnen. Im folgenden Problemaufriss wird ein kurzer Einblick in die sogenannten Time and Motion Studies des Ehepaars Gilbreth gegeben.

Von |2018-05-24T12:26:16+00:001. Juli 2016|QuellenArbeit|1 Kommentar

Von der Vereinzelung zum Vereinsjubiläum – fünf Jahre fernetzt

Der fernetzt-Vereinsvorstand im Juni 2016 (Foto: Petra Schiefer) Die Dissertant*inneninitiative fernetzt gab es ja schon lange vor dem Launch dieses Blogs. Zum 5-jährigen Vereinsjubiläum blicken wir zurück auf die Anfangszeit, auf unsere Erfahrungen und die Projekte, die aus diesem Netzwerk entstanden sind.

Von |2018-05-24T20:16:06+00:0015. Juni 2016|ForschungsAlltag|1 Kommentar

„…the need to redefine and rethink…“ – Die Historikerin Gerda Lerner und der Sprachdenker Karl Kraus

Foto: Katharina Prager Karl Kraus war kein Befürworter der „Frauenemanzipation“. Dennoch beeinflusste sein Sprachdenken Gerda Lerner, eine der Begründer*innen der Frauengeschichte, in ihrem Bemühen um passende Definitionen, aber auch in ihrer Vision einer gender-neutralen Sprache.

Von |2018-05-24T12:26:16+00:001. Juni 2016|Gesellschaft&Geschichte|1 Kommentar

Eurovision Cold War. Geopolitics and Queerness at the Eurovision Song Contest in 2007

André Claveau at the ESC in 1958 at Hilversum, Date: 12 03 1958Source: Beeld en Geluidwiki – Gallery: Eurovisie Songfestival 1958, Originator: nl:Nederlandse Televisie Stichting, Licence: Licentie Beeld en Geluidwiki and Wikimedia Commons The Eurovision Song Contest (ESC) offers a powerful stage for extravagant and queer performances, great visions, exuberant zeitgeist, and so-called trash. And although officially denied, it is of course a place of negotiating and representing national and European politics, (sexual) identities, and culture.

„So wie ihr euch draußen im Felde hervorgetan, so sollt ihr auch jetzt eueren Mann stellen“*

Bertle, Hans: Unsere Kaiserschützen in Tirol. Kriegsbilder-Ausstellung (vom Standschützen-Lt. Hans Bertle) zu Gunsten der Witwen und Waisen gefallener und kriegsinvalider Kaiserschützen. Kriegs-Ausstellung-Wien. 1917. Kaisergarten im k.k. Prater / H. Bertle. Lt. 1917 Wien, K. u. k. Militärgeographisches Institut, 1917. [1 Bogen ( ca. 99 x 52,5 cm), Europeana/Wienbibliothek im Rathaus P-7815 / P-7817 / P-8003] Verletzte, physisch oder psychisch erkrankte Soldaten der k. u. k. Armee stellten nicht nur die Bilder der Kriegspropaganda in Frage, sondern auch zeitgenössische Vorstellungen von Männlichkeit. Bei ihrer Behandlung ging es um mehr als ihre medizinische Heilung.

Von |2018-05-24T12:26:16+00:001. Mai 2016|QuellenArbeit|4 Kommentare