Imperiale Lebensweise - Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus

ImperialeLebensweise

Haben wir die Zeiten des Imperialismus nicht längst hinter uns gelassen?

Wenn man erwägt, in welchem Maße sich der Globale Norden nach wie vor an den ökologischen und sozialen Ressourcen des Globalen Südens bedient, rücken die Begriffe »Globaler Kapitalismus« und »Imperialismus« wieder näher zusammen. Unsere Muster von Produktion und Konsum erfordern einen überproportionalen Zugriff auf Ressourcen, Arbeitskraft und biologische Senken der restlichen Welt. Mit anderen Worten: Die Ausbeutung von Mensch und Natur hält nach wie vor an – und nimmt weiter an Fahrt auf.

Ulrich Brand und Markus Wissen legen in ihrem Buch eine umfassende Krisenbeschreibung vor, die zeigt, wie inadäquat die aktuellen, oft marktförmigen und technischen Strategien der Problemlösung im Kapitalismus sind. Das Buch erinnert eindringlich daran, wie notwendig eine umfassende »sozial-ökologische Transformation« hin zu einer solidarischen Lebensweise ist und wie man sie auf den Weg bringen kann.

www.oekom-verlag.de | ISBN 978-3-86581-843-0

Inhaltsverzeichnis

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Schreibwerkstatt imperiale Lebensweise

Prof. Ulrich Brand (Universität Wien) und Magdalena Heuwieser (Kollektiv Periskop) haben die erste „Schreibwerkstatt imperiale Lebensweise“ in Österreich gestartet. Sie läuft von Jänner bis Juli 2019 und besteht sowohl aus einer Fortbildung für die Teilnehmer*innen als auch einem kollektiven Arbeits- und Schreibprozess.

Um den zunehmenden rechten Bestrebungen sowie den immer bedenklicheren sozialen und ökologischen Folgen der kapitalistischen Globalisierung etwas entgegenzusetzen, braucht es Mut und Engagement sowie Ideen und fundierte Analysen. Worin liegen Ursachen der gegenwärtigen sozialen Spaltung, des politischen Unmuts und der Krisen? Wo finden sich Hebelpunkte, um den Weg einer sozial-ökologischen Transformation zu ebnen?

Der Fokus der Werkstatt wird die Verwobenheit österreichicher Institutionen mit der imperialen Lebensweise sein. Wie kann das Verständnis einer sozial-ökologischen Transformation stärker in bestimmten Institutionen (z. B. Gewerkschaften) verankert werden, welche Ansatzmöglichkeiten gibt es? Wie lässt sich das wissenschaftliche Konzept der imperialen Lebensweise verständlich und überzeugend transportieren?

An fünf Seminarwochenenden sowie in Kleingruppenarbeit wird ein 12-köpfiges Team zusammen mit der Teamleitung und eingeladenen Referent*innen versuchen, Antworten auf diese Fragen zu finden. Dabei sollen eine Broschüre und Bildungsmaterial entstehen, welche im Anschluss in Form von Veranstaltungen, Workshops, Artikeln und Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen verbreitet werden.

>> Um was geht‘s?

>> Hintergrund zur imperialen Lebensweise

>> Ablaufplan: Fünf Kurswochenenden zwischen Jänner und Juli 2019

>> Vorläuferprojekte: Die I.L.A.-Werkstätten in Deutschland


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