Schreinpriester

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Schreinpriester
Prozession von Priestern bei Regen.
Prozession. 2003; Meiji Schrein, Tōkyō
Bildquelle: Autor und Quelle unbekannt.

Im weitläufigen parkartigen Gelände des Meiji Schreins kann man Prozessionen von Schreinpriestern (kannushi) relativ häufig erleben. Bei Regen fügen die traditionellen Schirme aus imprägnierten Papier den Roben der Priester einen weiteren pittoresken Aspekt hinzu.

Im Zu­sam­men­hang mit dem shin­tō­is­tischen Klerus bevorzuge ich die Be­zeich­nung „Priester“, um eine einfache ter­mi­no­lo­gische Unter­scheidung zu bud­dhis­tischen Mönchen zu ermöglichen. Shintō-Priester leben zumeist mit ihrer Familie in­ner­halb einer lokalen Gemein­schaft. Im Unterschied zu christlichen Priestern besteht ihre wichtigste Aufgabe aber nicht im Predigen bzw. in moralischer Erbauung der Gemeinde, sondern im Abhalten von religiösen Zeremonien. Darunter befinden sich natürlich Zeremonien zu be­stimm­ten Festtagen des jeweiligen Schreins, an dem ein Priester tätig ist, in der Mehr­zahl handelt es sich aber um Segnungen (harae) von einzelnen Personen oder Ge­gen­ständen, die individuell in Auftrag gegeben werden (s.u.). Shintō-Priester sind also in erster Linie Ritualisten.

Oberpriester (gūji).
Zeremonialgewand
Bild © Sugiyama Jinja. (Letzter Zugriff: 2011/7).
. 2 Oberpriester
Schreindienerinnen (miko).
Aso-Schrein, Kyūshū
Bild © Shiges Wallpapers. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).
. 3 Miko Schreindienerinnen

Die all­ge­mei­ne japanische Be­zeich­nung für Shintō- oder Schrein-Priester ist shinshokushinshoku 神職 kami-Priester Shinbutsu bunri, ein ge­ne­rischer Terminus für alle, die ein religiöses Amt des kamikami Gottheit; im engeren Sinne einheimische oder lokale japanische Gottheit, Schreingottheit (s. jinja), Gottheit des Shintō AlltagAhnenkultGluecksbringerKamidanaMatsuri... mehr-Gottes­dienstes innehaben. In der Um­gangs­sprache vertrauter ist jedoch kannushikannushi 神主 Shintō- bzw. kami-Priester; wtl. „Meister der Götter“ Opfer (wtl. kami-Herr). Be­zeich­nungen wie gūjigūji 宮司 kami-Priester Shinbutsu bunri oder neginegi 禰宜 hochrangiger Schrein-Priester beziehen sich auf leitende Priester­ränge (etwa „Oberpriester“). Eine Be­zeich­nung, die nur auf Frauen an­ge­wandt wird, ist mikomiko 巫女 Miko, kami-Priesterin, Schreindienerin; auch: weibliche Shamanin; andere Schreibungen 神子 (Gott-Kind) oder 御子 (erhabenes Kind) ItakoEbisuUzume (in etwa „Schreindienerin“).

Priestergewand

Das Ze­re­mo­nial­ge­wand eines Shintō-Priesters geht auf eine Adels­tracht der HeianHeian 平安 alter Name Kyōtos, eig. Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit) ShichigosanJahrMatsuriMoencheOpfergaben... mehr-Zeit zurück, das sog. „Jagdgewand“ (kariginukariginu 狩衣 Priestertracht (ehemals Hoftracht); wtl. „Jagdgewand“ GluecksgoetterEbisu, für die Jagd allerdings kaum geeignet). Als Kopf­be­deckung dient ein Hut aus Papier, tate-eboshitate-eboshi 立烏帽子 Hut der Höflings- und Priestertracht , oder bei be­son­ders feierlichen Anlässen die sog. kanmurikanmuri Kanmuri, wtl. „Krone“; Kopfbedeckung von hochrangigen Shintō-Priestern -Krone (s. Abbildung rechts). Auch die schwarz-lackierten Holzschuhe (asagutsuasagutsu 浅沓 Zeremonielles Schuhwerk der Schreinpriester aus schwarz lackiertem Holz; ehem. Adelstracht ) trug man bereits am Heian-zeitlichen Hof. Ein weiteres Zeichen des Priester­amtes ist eine Art Zepter (shakushaku Zeremonielles Zepter der Schreinpriester; trad. Emblem von Herrschern und Götterstatuen Shinto-Goetter), wie es auch auf kami-Statuen zu sehen ist. Es war ur­sprüng­lich ein Emblem der welt­lichen Herrscher des Alter­tums. Die Grund­farbe des Priester­ge­wandes ist weiß, je höher­rangiger der Priester und je wichtiger die Zeremonie, umso mehr prächtig gefärbte Seiden­stoffe kommen zum Einsatz. Die Details variieren je nach Priester­rang, Anlass und Schrein­tradition.

Priester bei ritueller Handlung.
Shintō-Ritus, Tsutsugayu no shinji; Fujinomiya Schrein, Kawagoe, Saitama-ken
Bild © Kawagoe Kankō Blog, 2012/1/15. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Ein höchst ungewöhnliches Ritual, das im betreffenden Schrein (Fujinomiya Jinja) jährlich am frühen Morgen des sog. „Kleinen Neujahrs“, dem 15. Januar, zur Vorhersage des Ernteglücks im kommenden Jahr durchgeführt wird. Der Priester verbeugt sich vor einem Kessel, in dem ein Reisbrei (kayu) gekocht wird, um danach die vor ihm liegenden Bambusröhrchen in den Brei zu tauchen. Die in den Röhrchen verbleibenden Reiskörner werden anschließend gezählt. Ihre Zahl gibt Auskunft über verschiedene Aspekte der Ernte.

. 4 Beginn eines Rituals (Fujinomiya Schrein, Kawagoe, Saitama-ken)

Auf dem obigen Bild sind die wichtigsten Elemente des Priester­ge­wan­des sehr schön zu erkennen: Mütze (tate-eboshi), Robe (kariginu); Schuhe (asagutsu) und Szepter (shaku).

Priesterinnen im Shintō

In der japanischen Frühgeschichte scheint es eine Art ge­schlechts­spe­zi­fischer Teilung von religiöser und weltlicher Autorität gegeben zu haben: Der Dienst für die Götter lag grundsätzlich eher bei den Frauen, während Männer die weltliche Autorität inne hatten. Im Laufe der Geschichte hat sich dieses Verhältnis jedoch stark zugunsten der Männer verschoben. Zwar ist es in heutigen Schreinen grund­sätzlich nicht aus­ge­schlossen, dass Frauen ähnliche Positionen besetzen wie Männer, doch sind Frauen in füh­ren­den Priester­rollen sehr selten. Dagegen gibt es in jedem größeren Schrein miko, die vor allem für den Verkauf von Glücksbringern und als Assistentinnen bei diversen Zeremonien ein­ge­setzt werden.

Schreindienerin.
Miko; Kamigamo Schrein, Kyōto
Bild © Sou, flickr, 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Schreindienerin (miko) im priesterlichen Alltagsgewand.

. 5 Kamigamo Schrein
Schreindienerinnen (miko).
Dazaifu Tenman-gū, Kyūshū
Bild © Andrew Marston, 2010. (Letzter Zugriff: 2014/6).

Zwei festlich geschmückte Schreindienerinnen des Dazaifu Tenman-gū während einer Hochzeitsfeier.

Miko im Schnee.
Meiji-Schrein, Tōkyō
Bild © Tom Bodley, (Pbase) 2004/12/31. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Schreindienerin (miko) während der Vorbereitungen zu den Neujahrsfeiern im Meiji Schrein.

. 6. 7 Miko in typischer Tracht

Bis auf das Geschlecht erinnern miko (was ihre Aufgaben, ihr Alter, und sogar die Kleidung betrifft) ein wenig an katholische Ministranten. Eine spe­zi­fische Qualifikation ist grund­sätzlich nicht notwendig, um miko zu werden. In früherer Zeit waren miko hingegen auf kon­krete priesterliche Funk­tionen spezialisiert. Sie dienten vor allem bei verschie­densten Formen von Wahrsage- und Beses­senheits­ritualen als Medien, von denen man sich göttliche Bot­schaften erhoffte. Als mytho­logisches Rollen­vorbild diente ihnen die tanzende Göttin Ame no UzumeAme no Uzume 天鈿女/天宇受賣 mythologische Gottheit, Ahnherrin des Theaters Schreinanlage IseGluecksgoetterGoetter der ErdeGoetter des Himmels... mehr. Miko werden daher auch manchmal als „Shamaninnen“ bezeichnet. Solche shamanis­tischen Funktionen wurden aber im Jahr 1873 per Gesetz verboten,1 was den Status der miko deutlich abwertete.

Zu den sha­ma­nis­tischen Riten, die ehemals in großem Umfang von miko durchgeführt wurden, zählt das Her­bei­rufen von Totenseelen (kuchiyosekuchiyose 口寄せ Geisterbeschwörung, wtl. „Herbeirufung des Mundes“ ItakoGeister), das von den blinden itakoitako イタコ blinde Priesterin oder Shamanin; früher auch ichiko 市子 YamabushiItakoShintoGeister-Priesterinnen in Nord-Japan auch heute noch praktiziert wird.

Das Grund­gewand der miko unterscheidet sich eigentlich nur in der Farbe von dem männlicher Priester: es ist durch besonders weite, hellrote Rockhosen (hakama) charakterisiert. Diese Hosen werden wie im Fall der männlichen Priester über einem weißen Unter­gewand getragen. Bei feierlichen Anlässen tragen die miko außerdem meist ein weitärmeliges, weißes Über­gewand (chihaya), das mit für den jeweiligen Schrein spezifischen Mustern versehen sein kann. Zusätzlich können miko mit kranzartigen Kopfzierden aus­ge­stat­tet sein.

Riten

Zu den ele­men­tarsten rituellen Handlungen eines Shintō-Priesters zählt das haraeharae Purifikation, Weihezeremonie, Exorzismus FamilieShimenawaShinto (oder harai), wtl. Fegen oder Reinigen. Es handelt sich also um ein Pu­ri­fikations­ritual. Priester benützen dazu ein Instrument, das man haraegushiharaegushi 祓串 Harae-Wedel (auch haraigushi); rituelles Instrument für Reinigungszeremonien des Shintō nennt. Es besteht aus einem Stab, an den Papier­streifen und Bast- oder Hanf­fäden gebunden sind. Dieses schwingt der Priester über Objekte oder Personen, die rituell gereinigt werden sollen. Die ent­spre­chenden Gebete, die er spricht, nennt man noritonorito 祝詞 Shintō-Gebet Regenmachen. Derartige Reinigungsriten werden zumeist für die Segnung von Kindern, für Hochzeiten, sowie für die Ein­weihung von Geräten (z.B. Autos) in An­spruch genommen. Der vielleicht häufigste Ritus, für den Shintō-Priester in Anspruch genommen werden, ist jedoch das jichinsaijichinsai 地鎮祭 shintōistische Zeremonie; rituelle Reinigung eines Baugrunds vor Baubeginn, um übelwollende Geister zu vertreiben , die Weihe des Bodens, bevor ein neues Haus gebaut wird. Sie markiert ge­wohn­heits­mäßig den Bau­beginn. Niemandem würde einfallen, darauf zu verzichten.

Andere typische Schreinriten sind kagurakagura 神楽 rituelle Tänze und Gesänge RegenmachenUzume, Gesänge und Tänze für die Götter, die auch den Charakter von theatralischen Aufführung annehmen können und meist von speziellen Tanzgruppen aufgeführt werden.

Segnung des Baugrundes (jichinsai).
Shintō-Zeremonie. Vor 2004
Bildquelle: unbekannt.

Einweihung des Baugrunds (jichinsai) nach der Ebnung des Bodens. Ein Priester (kannushi) mit shaku spricht Gebete vor einem improvisierten Altar auf dem Speise-Opfergaben aufgestellt sind. Der Altar befindet sich innerhalb eines himorogi, bestehend aus vier Bambusstämmchen verbunden durch dünne shimenawa-Seile, an denen gohei, also weiße Papierstreifen, aufgehängt sind. All dies sind typische Elemente von Shintō-Zeremonien. Die anderen Teilnehmer der Zeremonie sind wohl Mitglieder der Baufirma und die Bauherren.

. 10 Segnung eines Baugrunds (jichinsai)
Shintō-Purifikation eines Autos.
Zeremonie; Jōnan-gū, Kyōto
Bild © Highland, Wikimedia Commons, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Segnung eines Autos durch einen Shintō-Priester.

. 11 Segnung eines Autos

Weitere Bilder

Shintō-Priester.
Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © Angus McIntyre, 1998. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Junge Priester entfernen ema-Täfelchen nach einem besucherreichen Tag.

. 12 Junge Priester beim Einsammeln von Votivbildern (ema)
Abgesandte des Kaiserhofes.
Schreinzeremonie; Kashihara Jingū, Nara-ken
Bild © VikingSlav, (flickr) 2009/2/11. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Abgesandte des kaiserlichen Hofes beim Besuch des Kashihara Schreins, in dem Jinmu Tennō, der erste (mythologische) Tennō verehrt wird. Die Feiern finden jährlich am 11. Februar, dem angeblichen Gründungstag des japanischen Kaiserreichs statt. Der Schrein selbst wurde erst 1889 nahe des vermuteten Grabes des Jinmu Tennō errichtet und ist damit ein typisches Produkt des modernen Staatsshintō.

. 13 Priester des Kaiserhofes
Schrein-Priester.
Iwashimizu Hachiman-gū, Iwata-shi, Kyōto
Bild © Bernhard Scheid, 2013/10/6. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Führender Priester (gūji) des Iwashimizu Hachiman Schreins in priesterlicher Alltagskleidung.

. 14 Priester im Alltagsgewand
Shintō-Hochzeit.
Schreinzeremonie. 2013; Meiji-Schrein, Tōkyō
Bild © Suitcase and Heels, (Blog) 2013/2/17. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Ein häufiges Bild im Meiji-Schrein: Zwei kannushi (Shintō-Priester) und zwei miko (Schreindienerinnen) führen eine Hochzeitsprozession an. Dahinter das Brautpaar in tradionalistischem Outfit. Der Meiji-Schrein ist eine der gefragtesten (und teuersten) Locations, wenn es um eine Hochzeit im Shintō-Stil geht.

. 15 Shintōistische Hochzeit

Verweise

Fußnoten

  1. Miko (Wikipedia[jp]) und „Miko-Gesetz“ (Wikisource)

Bilderläuterungen

  1. Meiji prozession2.jpg
    Prozession von Priestern bei Regen.
    Prozession. 2003; Meiji Schrein, Tōkyō
    Bildquelle: Autor und Quelle unbekannt.

    Im weitläufigen parkartigen Gelände des Meiji Schreins kann man Prozessionen von Schreinpriestern (kannushi) relativ häufig erleben. Bei Regen fügen die traditionellen Schirme aus imprägnierten Papier den Roben der Priester einen weiteren pittoresken Aspekt hinzu.

  2. Guji sugiyamajinja.jpg
    Oberpriester (gūji).
    Zeremonialgewand
    Bild © Sugiyama Jinja. (Letzter Zugriff: 2011/7).
  3. Miko shige wallpaper.jpg
    Schreindienerinnen (miko).
    Aso-Schrein, Kyūshū
    Bild © Shiges Wallpapers. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).
  4. Fujinomiya kannushi.jpg
    Priester bei ritueller Handlung.
    Shintō-Ritus, Tsutsugayu no shinji; Fujinomiya Schrein, Kawagoe, Saitama-ken
    Bild © Kawagoe Kankō Blog, 2012/1/15. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Ein höchst ungewöhnliches Ritual, das im betreffenden Schrein (Fujinomiya Jinja) jährlich am frühen Morgen des sog. „Kleinen Neujahrs“, dem 15. Januar, zur Vorhersage des Ernteglücks im kommenden Jahr durchgeführt wird. Der Priester verbeugt sich vor einem Kessel, in dem ein Reisbrei (kayu) gekocht wird, um danach die vor ihm liegenden Bambusröhrchen in den Brei zu tauchen. Die in den Röhrchen verbleibenden Reiskörner werden anschließend gezählt. Ihre Zahl gibt Auskunft über verschiedene Aspekte der Ernte.

  5. Miko kamigamo.jpg
    Schreindienerin.
    Miko; Kamigamo Schrein, Kyōto
    Bild © Sou, flickr, 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

    Schreindienerin (miko) im priesterlichen Alltagsgewand.

  6. Miko.jpg
    Schreindienerinnen (miko).
    Dazaifu Tenman-gū, Kyūshū
    Bild © Andrew Marston, 2010. (Letzter Zugriff: 2014/6).

    Zwei festlich geschmückte Schreindienerinnen des Dazaifu Tenman-gū während einer Hochzeitsfeier.

  7. Miko schnee.jpg
    Miko im Schnee.
    Meiji-Schrein, Tōkyō
    Bild © Tom Bodley, (Pbase) 2004/12/31. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Schreindienerin (miko) während der Vorbereitungen zu den Neujahrsfeiern im Meiji Schrein.

  8. Haraegushi nikko.jpg
    Haraegushi.
    Zeremonialgegenstand (Papier, Baststreifen); Tōshō-gū, Nikkō
    Bild © Frank J. Gualtieri Jr., Wikimedia Commons, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

    Purifikationsinstrument (haraegushi).

  9. 753 kannushi.jpg
    Shichigosan-Zeremonie.
    Schreinfest.

    Segnung (harae) beim Shichigosan-Fest der Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren durch einen Shintō-Priester (kannushi).

  10. Jichinsai.jpg
    Segnung des Baugrundes (jichinsai).
    Shintō-Zeremonie. Vor 2004
    Bildquelle: unbekannt.

    Einweihung des Baugrunds (jichinsai) nach der Ebnung des Bodens. Ein Priester (kannushi) mit shaku spricht Gebete vor einem improvisierten Altar auf dem Speise-Opfergaben aufgestellt sind. Der Altar befindet sich innerhalb eines himorogi, bestehend aus vier Bambusstämmchen verbunden durch dünne shimenawa-Seile, an denen gohei, also weiße Papierstreifen, aufgehängt sind. All dies sind typische Elemente von Shintō-Zeremonien. Die anderen Teilnehmer der Zeremonie sind wohl Mitglieder der Baufirma und die Bauherren.

  11. Carharai.jpg
    Shintō-Purifikation eines Autos.
    Zeremonie; Jōnan-gū, Kyōto
    Bild © Highland, Wikimedia Commons, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Segnung eines Autos durch einen Shintō-Priester.

  12. Ema hachimangu.jpg
    Shintō-Priester.
    Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
    Bild © Angus McIntyre, 1998. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Junge Priester entfernen ema-Täfelchen nach einem besucherreichen Tag.

  13. Kaiserliche boten.jpg
    Abgesandte des Kaiserhofes.
    Schreinzeremonie; Kashihara Jingū, Nara-ken
    Bild © VikingSlav, (flickr) 2009/2/11. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Abgesandte des kaiserlichen Hofes beim Besuch des Kashihara Schreins, in dem Jinmu Tennō, der erste (mythologische) Tennō verehrt wird. Die Feiern finden jährlich am 11. Februar, dem angeblichen Gründungstag des japanischen Kaiserreichs statt. Der Schrein selbst wurde erst 1889 nahe des vermuteten Grabes des Jinmu Tennō errichtet und ist damit ein typisches Produkt des modernen Staatsshintō.

  14. Guji iwashimizu.jpg
    Schrein-Priester.
    Iwashimizu Hachiman-gū, Iwata-shi, Kyōto
    Bild © Bernhard Scheid, 2013/10/6. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Führender Priester (gūji) des Iwashimizu Hachiman Schreins in priesterlicher Alltagskleidung.

  15. Wedding meijijingu.jpg
    Shintō-Hochzeit.
    Schreinzeremonie. 2013; Meiji-Schrein, Tōkyō
    Bild © Suitcase and Heels, (Blog) 2013/2/17. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Ein häufiges Bild im Meiji-Schrein: Zwei kannushi (Shintō-Priester) und zwei miko (Schreindienerinnen) führen eine Hochzeitsprozession an. Dahinter das Brautpaar in tradionalistischem Outfit. Der Meiji-Schrein ist eine der gefragtesten (und teuersten) Locations, wenn es um eine Hochzeit im Shintō-Stil geht.

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„Schreinpriester.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 24.1.2019). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Alltag/Schreinpriester?oldid=72113