Künstlerische Werke der Moderne(ab 1868)

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Dieses Web-Handbuch beinhaltet 1773 Illustrationen und Bilddokumente. Die vorliegende Seite enthält Bilder zum Thema „Moderne, Gegenwart“. Die Thumb-Images sind mit Bild-Seiten verlinkt, die zusätzliche Informationen (u.a. zu Quelle und Copyright) enthalten und jene Artikelseiten anzeigen, welche das jeweilige Bild benützen.

Werke namentlich bekannter Künstler 102 Bilder  + anonyme Werke

Raigo ginko.jpg Adachi Ginko

Raigō

Farbholzschnitt, ukiyoe (Papier, Farbe) von Adachi Ginko. 1896
Bildquelle: ukiyo-e, (Artelino). (Letzter Zugriff: 2016/8)

Vor einem esoterischen Goma-Altar, eine vajra-Glocke in der Hand, bereitet Raigō seine Rache vor.

Adachi Ginko Raigō
Kamakura daibutsu beato.jpg Beato

Kamakura Daibutsu

Photographie, daibutsu von Felice Beato (1832–1909)
Bild © Felice Beato, New York Public Library. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Eines der frühesten Foto-Portraits der Daibutsu-Statue des Amida (skt. Amitabha) von Felice Beato (1832–1909), der sich in den 1860er und 1870er Jahren in Japan aufhielt und dort als Photograph arbeitete. Die auf der Statue sitzenden Menschen veranschaulichen die Dimensionen der Statue besonders eindrucksvoll.

Felice Beato Kamakura Daibutsu
Daruma3.jpg Bull

Daruma-Puppe

Farbholzschnitt, ukiyoe von David Bull. 1999, Small Print Collection; 11 x 15cm
Bild © David Bull. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Neujahrskarte mit Daruma-Motiv.

David Bull Daruma-Puppe
Tamamo chikanobu.jpg Chikanobu

Die Enttarnung der Tamamo no Mae

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Chikanobu. 1886
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2009/5)

Enttarnung der Tamamo no Mae durch den Priester Abe no Yasunari. Im oberen Bildteil sieht man sie als neunschwänzigen Fuchs, verfolgt von den tapfersten Bogenschützen des Landes.

Chikanobu Die Enttarnung der Tamamo no Mae
Kiyomaro geldschein.jpg Chiossone

Wake no Kiyomaro Geldschein

Geldschein von Edoardo Chiossone (1833–1898). Meiji-Zeit, 1901; 96 x 159mm
Bild © Setagaya Stamp/Coin. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Dass es sich hier um den Tennō-treuen Wake no Kiyomaro handelt, lässt sich nur anhand des Schreins auf der linken Bildhälfte verifizieren. Es handelt sich um den Goō Jinja in Kyōto, der durch zwei Wildschweinfiguren charakterisiert ist. Diese sind vor dem Schrein undeutlich zu erkennen. Der Legende nach retteten sie Kiyomaro das Leben, als er von den Schergen seines Erzfeindes Dōkyō verfolgt wurde. Kiyomaros Portrait war ab 1890 auf Geldscheinen zu finden. Die Vorlage stammt vom Italiener Edoardo Chiossone, der die meisten Geldscheine der Meiji-Zeit entwarf. Chiossone soll sich für dieses Portrait den Meiji-Oligarchen Kido Takayoshi (1833–1877) zum Vorbild genommen haben.

Edoardo Chiossone Wake no Kiyomaro Geldschein
Omura chiossone.jpg Chiossone

Portrait von Ōmura Masujirō (1824–1869)

Lithographie von Edoardo Chiossone (1833–1898). Meiji-Zeit
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Trotz anders lautender Signatur soll es sich um ein posthumes Portrait Ōmuras handeln, das der italienische Lithograph Chiossone, der auch mehrere bekannte Geldscheinmotive für die Meiji-Regierung entwarf, anfertigte.

Edoardo Chiossone Portrait von Ōmura Masujirō (1824–1869)
Meiji chiossone.jpg Chiossone

Offizielles Portrait des Meiji Tennō

Conté-Zeichnung von Edoardo Chiossone. 1888
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Im Gegensatz zu früheren Portraits handelt es sich um keine Photographie, sondern um eine sogenannte Conté-Zeichnung des Meiji Tennō. Chiossone war auch für das Design Meiji-zeitlicher Banknoten und anderer offizieller Bildmedien verantwortlich.

Edoardo Chiossone Offizielles Portrait des Meiji Tennō
Daikoku 1en.jpg Chiossone

Daikoku auf einem Ein-Yen-Schein

Geldschein, fukujin von Edoardo Chiossone (1833–1898). Meiji-Zeit, ab 1885; 7,8 x 13,5 cm
Bild © Kin/Gendai Nihon no Okane. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Einer der ersten modernen Geldscheine Japans zeigt den Glücksgott Daikoku auf zwei Reisballen, mit Sack, Hammer und Mäusen. Der italienische Graveur Edoardo Chiossone entwarf auch andere Geldscheine und offizielle Dokumente für die junge japanische Meiji-Regierung.

Edoardo Chiossone Daikoku auf einem Ein-Yen-Schein
Geku kokkayoho.jpg Chiossone u.a.

Haupthalle des Äußeren Schreins von Ise

Lithographie (Papier, Druckfarbe, Goldfarbe) von Chiossone u.a.; aus der Serie Kokka yohō (Bewahrung der Blüten unseres Landes), 1880
Bild © Museum für Angewandte Kunst (MAK), Wien

Die Haupthalle des Äußeren Schreins (Gekū) von Ise weicht nur in kaum merkbaren Details von der des Inneren Schreins ab. U.a. sind die verlängerten Dachsparren (chigi) hier vertikal und nicht horizontal abgeschrägt (vgl. Bild:Naiku kokkayoho.jpg).

Chiossone u.a. Haupthalle des Äußeren Schreins von Ise
Naiku gesamt kokkayoho.jpg Chiossone u.a.

Anlage des Inneren Schreins von Ise

Lithographie (Papier, Druckfarbe, Goldfarbe) von Chiossone u.a.; aus der Serie Kokka yohō (Bewahrung der Blüten unseres Landes), 1880
Bild © Museum für Angewandte Kunst (MAK), Wien

Die Anlage des Inneren Schreins (Naikū), wie sie 1880 von Edoardo Chiossone und anderen dokumentiert wurde. Abgebildet ist jener Bereich, der damals wie heute für gewöhnliche Besucher unzugänglich ist. Obwohl es heißt, dass die Anlage alle zwanzig Jahre nach exakt dem gleichen Plan neu errichtet wird, fallen im Vergleich zu heutigen Bildern Veränderungen auf. So gab es damals offenbar noch kein verlängertes Vordach vor dem Eingang der Haupthalle (im linken Bildteil), vor allem aber sind die beiden Nebengebäude heute nicht mehr in der gleichen Achse wie die Haupthalle, sondern weit nach hinten versetzt (vgl. Bild:Naiku_google.jpg).

Chiossone u.a. Anlage des Inneren Schreins von Ise
Naiku kokkayoho.jpg Chiossone u.a.

Haupthalle des Inneren Schreins von Ise

Lithographie (Papier, Druckfarbe, Goldfarbe) von Chiossone u.a.; aus der Serie Kokka yohō (Bewahrung der Blüten unseres Landes), 1880
Bild © Museum für Angewandte Kunst (MAK), Wien

Das Bild entstand im Rahmen einer Inspektionstour zu den Baudenkmälern und Kunstschätzen Japans aus den Jahren 1879 und 80, die von Tokunō Ryōsuke (1825–1883), dem Leiter der Staatsdruckerei, initiiert worden war. Ein Team von Photographen und Lithographen erhielt die Aufgabe, die repräsentativsten Kunstschätze des Landes so naturgetreu wie möglich festzuhalten. Dem Expertenteam gehörte auch der Italiener Edoardo Chiossone an, der Japan mit den neuesten Techniken der europäischen Druckkunst vertraut machte und u.a. die japanischen Banknoten entwarf. Die von Chiossone und anderen angefertigten Lithographien der Serie sind teilweise hyperrealistisch und genauer als Photographien. Dennoch wirkt der Innere Schrein (Naikū), das Hauptheiligtum von Ise, zwar in den Details realistisch, die Proportionen stimmen allerdings nicht ganz mit dem heutigen Bau überein.

Chiossone u.a. Haupthalle des Inneren Schreins von Ise
Pagode kiyomizu 1892-95.jpg Enami Nobukuni

Sanjū-tō, Kiyomizudera

Photographie (Holz) von Enami Nobukuni. 1892–95; Kiyomizudera, Kyōto
Bildquelle: Okinawa Soba, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Handkolorierte Aufnahme (Ausschnitt), zwischen 1892–95, von Enami Nobukuni, einem der bekanntesten Fotopioniere Japans. Aufnahme von Osten, der Kiyomizu-dera befindet sich im Rücken des Fotografen. 1911 wurde die dreigeschoßige Pagode (sanjū-tō) hangaufwärts an den heutigen Standort verlegt.

Enami Nobukuni Sanjū-tō, Kiyomizudera
Monk meiji1.jpg Enami Nobukuni

Buddhistischer Würdenträger

Photographie (handkoloriert) von Enami Nobukuni. Meiji-Zeit, 19. Jh.
Bild © Japanese Old Photographs. (Letzter Zugriff: 2014/10/2)

Buddhistischer Würdenträger aus der Meiji-Zeit mit Rosenkranz, kesa und in den Nacken gestecktem Fächer.

Enami Nobukuni Buddhistischer Würdenträger
Monks enami 1896.jpg Enami Nobukuni

Bettelmönche

Photographie (handkoloriert) von Enami Nobukuni (1859–1929). Meiji-Zeit, 1892–96
Bild © Rob Oechsle, flickr, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Studie von mehreren Bettelmönchen, aufgenommen im Studio in Yokohama des japanischen Fotopioniers Enami Nobukuni (auch: T. Enami). Bettelmönch benützten damals kleine Gongs, um auf sich aufmerksam zu machen, die man heute allerdings kaum mehr sieht.

Enami Nobukuni Bettelmönche
Itsukushima torii meiji.jpg Esaki Reiji?

Torii von Miyajima

Schreintor, torii (Holz) von Esaki Reiji? (1845–1910). Meiji-Zeit, 1890er Jahre?; Präfektur Hiroshima; Höhe: 16,6m
Bild © UNIDAM, Japanologie Wien. (Letzter Zugriff: 2014/9)

Auf dieser handkolorierten Photographie aus der Meiji-Zeit sieht man das torii von Miyajima in unbemaltem Zustand. Dabei erkennt man deutlicher, dass die Hauptpfeiler aus unbehandelten Baumstämmen bestehen. Das Bild stammt möglicherweise von Esaki Reiji (1845–1910).

Esaki Reiji? Torii von Miyajima
Tanuki w.jpg Fujiwara Tetsuzō (Rian)

Tanuki-Pinupgirl

Okimono (Keramik) von Fujiwara Tetsuzō (Rian) (1876–1966). Frühes 20. Jh.; ca. 37 x 19 x 19cm
Bild © tatami-antiques.com. (Letzter Zugriff: 2018/2/20)

Shigaraki-Keramik einer weiblichen tanuki in lasziv-entspannter Pose.

Fujiwara Tetsuzō (Rian) Tanuki-Pinupgirl
Yasukuni mode.jpg Fukiya Kōji

Besuch des Yasukuni Schreins (Yasukuni jinja mōde)

Postkarte (Papier, handkoloriert) von Fukiya Kōji. Frühe Shōwa-Zeit, 1930er Jahre?
Bild © East Asia Image Collection, Digital Image Collections at Lafayette. (Letzter Zugriff: 2012/10)

Postkarte aus der Zwischenkriegszeit mit patriotischer Propaganda. Der Schrein ist vor allem anhand seines überdimensionalen torii identifizierbar. Die Inschrift auf der Postkarte besagt: „Yukiko hat heute mit einer Freundin wieder den Yasukuni Schrein in Kudan besucht. Auf dem Rückweg denkt sie voll inniger Dankbarkeit an die Heldenseelen, die das Land beschützen, und an den großen Sieg der kaiserlichen Truppen, während die Strahlen der Frühlingssonne auf dem Weg vor den beiden Mädchen glitzern.“

Fukiya Kōji Besuch des Yasukuni Schreins
Komainu6.jpg Fukuda Tsuneyoshi

Komainu mit Stirnfransen

Statue (Stein) von Fukuda Tsuneyoshi. 1923; Sumiyoshi Jinja, Nikkō, Tochigi-ken
Bild © komainu.net. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Fukuda Tsuneyoshi Komainu mit Stirnfransen
Kappa kawaii.jpg Hara Keiichi

Niedlicher Kappa

Illustration, yōkai von Hara Keiichi. 2007

Kappa-Figur aus dem Anime Kappa no Kū to natsuyasumi („Summer Days with Coo“).

Hara Keiichi Niedlicher Kappa
Kuchisake.jpg Hashiguchi Takaaki

Kuchisake

Film, oni von Hashiguchi Takaaki. 2007

Kuchisake onna (die Frau mit dem Schlitzmund), eine moderne Version der Hannya.

Hashiguchi Takaaki Kuchisake
Meiji kenpo happu.jpg Hashimoto Chikanobu

Verkündigung der Meiji Verfassung

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Hashimoto Chikanobu (1838–1912). Meiji-Zeit, 1889
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
Jean S. and Frederic A. Sharf Collection

Kaiser Meiji (re.) verkündet die Verfassung, 1889. (S.a. Bild:meiji_constitution_1889.jpg.)

Hashimoto Chikanobu Verkündigung der Meiji Verfassung
Eliade.jpg Heine

Mircea Eliade

Cartoon von Ben Heine
Bild © Ben Heine, 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Der Religionswissenschaftler Mircea Eliade (1907–1986).

Ben Heine Mircea Eliade
Koya1896.jpg Hirata Eikichi

Gesamtansicht des Kōya-san (Kōya-san zenzu)

Panoramabild von Hirata Eikichi, Detail. Meiji-Zeit, 1896; 19 x 120 cm
Bild © Japanese Historical Maps, David Rumsey, Berekley. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Oben auf Berg Kōya das Mausoleum Kūkais, im Vordergrund Gräber der Tokugawa und anderer Prominenter aus der Edo-Zeit. Neben den Gräbern sind die Namen der berühmten Verstorbenen eingezeichnet.

Hirata Eikichi Gesamtansicht des Kōya-san
Wedrocks.jpg Horn

Vermählte Felsen

Landschaftsstudie (SW Photografie) von Rolfe Horn. 2001; Okitama Schrein, Bucht von Ise, Mie-ken.
Bild © Rolfe Horn. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Die vermählten Felsen von Ise. Berühmtestes, wenn auch nicht einziges Beispiel von markanten Felsformationen, die durch shimenawa verbunden sind und meist als „Mann-Frau-Felsen“ (meotoiwa) bezeichnet werden.

Rolfe Horn Vermählte Felsen
Ii naosuke.jpg Ii Naoyasu

Ii Naosuke

Ölfarben von Ii Naoyasu (1851–1935). Meiji-Zeit; Gōtoku-ji, Tōkyō, Setagaya-ku; 121,4 x 91,1cm
Bild © Setagaya City. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Posthumes Portrait des Obersten Rates (tairō) Ii Naosuke, 1815–1860. Nachdem Naosuke 1854 Verträge mit Amerika abgeschlossen hatte, ohne die Zustimmung des Tennō abzuwarten, wurde er in den Augen der sonnō jōiAnhänger zur meist gehassten politischen Figur. 1860 gelang schließlich ein Mordanschlag auf ihn durch Samurai aus Mito. Das Portrait wurde posthum von einem Sohn Naosukes angefertigt. Dieser führte zunächst das Daimyat von Yoita und betätigte sich in der Meiji-Zeit weiter als Politiker, wandte sich aber auch hobbymäßig der westlichen Malerei zu.

Ii Naoyasu Ii Naosuke
Uzume Izu-no-Chohachi.jpg Irie Chōhachi

Ame no Uzume

Gipsrelief, kami (Gips, Farbe) von Irie Chōhachi (1815–1889), Detail. Meiji Zeit, 19. Jh.
Bild © Master plasterer Izu-no-Chohachi. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Ame no Uzume mit entblößten Brüsten, hier unter dem Namen Okame.

Irie Chōhachi Ame no Uzume
Tanuki ghibli.jpg Isao Takahata

Tanuki, mangaisiert

Filmszene, tanuki von Isao Takahata. 1994

Tanuki im Anime-Film Die Schlacht der Tanuki in der Ära Heisei (Heisei tanuki gassen ponpoko).

Isao Takahata Tanuki, mangaisiert
Setouchi jakucho.jpg Jeremie Souteyrat

Setouchi Jakuchō

Portraitphoto von Jeremie Souteyrat. 2012
Bild © Aeon, 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die buddhistische Nonne und Schriftstellerin Setouchi Jakuchō (*1922).

Jeremie Souteyrat Setouchi Jakuchō
Nikko nakiryu.jpg Katayama Nanpū

Brüllender Drache (Naki ryū)

Deckengemälde, ryū von Katayama Nanpū (1887–1980). 1968; Yakushi-Halle in Nikkō

Drache (ryū) als Deckengemälde in Nikkō.

Katayama Nanpū Brüllender Drache
Sutendoji kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai

Shuten Dōji

Fächerbild, oni (Papier, Tusche, Farbe) von Kawanabe Kyōsai

Shuten Dōji wird zu Fall gebracht

Kawanabe Kyōsai Shuten Dōji
Obake kyosai muian.jpg Kawanabe Kyōsai

Totengeist (Yūreizu)

Hängerollbild, yūrei von Kawanabe Kyōsai. 1883
Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Bild eines Totengeistes, der dem Bild eines Totengeistes entsteigt.

Kawanabe Kyōsai Totengeist
Kyosai hyakki gadan.jpg Kawanabe Kyōsai

Beginn einer Runde Geistergeschichten

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Kawanabe Kyōsai; aus Kyōsai hyakki gadan („Kyōsais Bildgeschichten von hundert Geistern“), 1889
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2018/6)

Eine bürgerliche Familie lauscht wohlig schaudernd einer Erzählung von „Hundert Geschichten“ (Hyaku monogatari).

Kawanabe Kyōsai Beginn einer Runde Geistergeschichten
Susanoo kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai

Susanoo und die Schlange Yamata no Orochi

Hängerollbild, kami (Seide, Tusche, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). Meiji-Zeit, 1887; 100,4 x 29,7 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Susanoo und Yamata no Orochi. Man muss erst ein wenig suchen, bis man den Kopf der Schlange in der unteren Bildhälfte entdeckt.

Kawanabe Kyōsai Susanoo und die Schlange Yamata no Orochi
Raijin kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai

Donnergott

Satirische Zeichnung (Papier, Farbe) von Kawanabe Kyōsai, Detail. 1892

Der Donnergott Raijin bei einer Trommel-Performance.

Kawanabe Kyōsai Donnergott
Raijin kyosai boston.jpg Kawanabe Kyōsai

Donnergott (Raijin)

Seidenrollbild, tenbu (Tusche, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). Meiji-Zeit; 114 x 35,4 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection

Darstellung des Raijin auf einem Seidenrollbild.

Kawanabe Kyōsai Donnergott
Kyosai yurei3.jpg Kawanabe Kyōsai

Totengeist (Yūrei)

Hängerollbild, yūrei (Seide, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). 1870
Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/6)

Das Motiv des Rachegeists (onryō), der sich in den Haaren eines abgetrennten Kopfes festgebissen hat, findet sich auch im Zusammenhang mit Kohada Koheiji (s. Hokusai). Das Kabukistück Iroiri otogi zoshi erzählt, dass Koheiji schlussendlich seine Frau zu Tode brachte und ihren Kopf mit sich trug. Kyōsai gönnt seinem Totengeist (yūrei) allerdings keinen Triumph: in seiner Besessenheit ist der Geist nicht mehr im Stande zu erkennen, dass er das Ziel seiner Rache bereits erreicht hat.

Kawanabe Kyōsai Totengeist
Enma kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai

Enmas Gerichtshof

Hängerollbild (Seide, bemalt) von Kawanabe Kyōsai. Meiji-Zeit, 19. Jh.; Tokyo National Museum; 200 × 340cm
Bild © Netto Bijutsukan Ātomatomen, (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Satirische Darstellung von Enmas Gerichtshof.

Kawanabe Kyōsai Enmas Gerichtshof
Yurei kyosai1.jpg Kawanabe Kyōsai

Totengeist (Yūrei)

Hängerollbild, yūrei (Seide, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). 1871; 106,8 x 37,7 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

In manischer Verzweiflung fasst sich diese weibliche Rachefigur (yūrei) selbst ins Haar, während sie den Kopf ihres Opfers an den Haaren mit sich führt.

Kawanabe Kyōsai Totengeist
Daikoku Uzume.jpg Kawanabe Kyōsai

Daikoku, Otafuku und Jurōjin

Illustration, kami von Kawanabe Kyōsai. 1889
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Im Vordergrund Daikoku auf einem Ochsen, geführt von Otafuku (Ame no Uzume). Im Hintergrund Jurōjin, der sich mit seinem Reittier abmüht. Das Bild wurde laut Inschrift am zweiten Neujahrstag angefertigt. Die Glücksgötter waren und sind ein beliebtes Neujahrsmotiv. Auch die Kombination mit einem Ochsen als Reittier ist nicht ungewöhnlich. Interessant ist vor allem, dass als weibliche Begleiterin Daikokus nicht Benzaiten in Erscheinung tritt, sondern die komödiantische Otafuku.

Kawanabe Kyōsai Daikoku, Otafuku und Jurōjin
Fujin kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai

Windgott (Fūjin)

Seidenrollbild, tenbu (Tusche, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). Meiji-Zeit; 114 x 35,4 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection

Abbildung des Fūjin auf einem Seidenrollbild.

Kawanabe Kyōsai Windgott
Luckycharms.jpg Kiffl

Glücksbringer

Photographie von Erika Kiffl. 1984
Bild © Museen Köln. (Letzter Zugriff: 2016/8)

In allen Tempeln und Schreinen gibt es ein reiches Angebot an Glücksbringern (o-mikuji), die man sowohl erwerben, als auch nach eigenen Vorstellungen gestalten und als Opfergaben darbringen kann. Hier: Votivbilder (ema) und zu Ketten aneinander gefädelte Papierkraniche (senbazuru).

Erika Kiffl Glücksbringer
Izanami izanagi.jpg Kobayashi Eitaku

Izanami und Izanagi bei der Erschaffung der Welt

Hängerollbild, kami (Seide, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku (1843–1890). Um 1885; 126 x 54,6 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
William Sturgis Bigelow Collection

Die Illustration aus dem späten 19. Jahrhundert zeigt das Urgötterpaar Izanagi und Izanami auf der schwebenden Himmelsbrücke (Ame no ukihashi), von wo aus sie die erste Insel im Urmeer erschaffen.

Kobayashi Eitaku Izanami und Izanagi bei der Erschaffung der Welt
Kobutori3.jpg Kobayashi Eitaku

Parade der Oni

Illustration, oni (Krepp-Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku, Detail. 1889; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © Open Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Ein oni als Anführer, und hinter ihm weitere Oni in einer langen Reihe.

Kobayashi Eitaku Parade der Oni
Kobutori2.jpg Kobayashi Eitaku

Alter mit Beule

Illustration (Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku, Detail. 1889; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © Open Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Held des Märchens mit einer großen Beule an der Backe. Erste englischen Version des Märchens „The old man and the devils“ (Kobutori jīsan).

Kobayashi Eitaku Alter mit Beule
Kobutori4.jpg Kobayashi Eitaku

„Her mit der Beule!“

Buchillustration, oni (Krepp-Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku, Detail. 1889; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © Open Library. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Die oni nehmen die Beule des Alten als Pfand (Szene aus Kobutori jīsan).

Kobayashi Eitaku „Her mit der Beule!“
Kobutori.jpg Kobayashi Eitaku

„The old man and the devils“

Umschlagbild, yōkai (Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku. 1886; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © George Baxley. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Erste englische Version des Märchens „The old man and the devils“ (Kobutori jīsan).

Kobayashi Eitaku „The old man and the devils“
Komainu4.jpg Kobayashi Kazuhira

Komainu

Statue, komainu (Stein) von Kobayashi Kazuhira, Detail. 1961; Shō Hachiman Jinja, Ishikawa-gun, Fukushima
Bild © komainu.net, 2004. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Skultpur eines komainu.

Kobayashi Kazuhira Komainu
Daikoku komainunet.jpg Kobayashi Kazuhira

Daikoku

Statue, fukujin (Stein) von Kobayashi Kazuhira. 1895
Bild © komainu.net, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Darstellung des Daikoku.

Kobayashi Kazuhira Daikoku
Drachen kenninji.jpg Koizumi Junsaku

Drachenpaar (sōryū-zu)

Deckengemälde, ryū von Koizumi Junsaku. 2002; Zen-Tempel Kennin-ji, Kyōto
Bild © Kenninji Gallery. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Kennin-ji ist der älteste Zen-Tempel Kyōtos. Dennoch — oder vielleicht gerade deshalb — besaß er als einziger unter den sieben großen Tempeln des Rinzai Zen keine Halle mit Drachenbild (ryū) an der Decke. Dies änderte sich erst 2002, als der Tempel anlässlich seines 800jährigen Bestehens dieses Deckengemälde vom damals 77-jährigen Künstler Koizumi Junsaku anfertigen ließ.

Koizumi Junsaku Drachenpaar
Komainu3.jpg Komatsu Nobutaka

Komainu

Statue, komainu (Stein) von Komatsu Nobutaka. Meiji-Zeit, 1892; Tenmangū, Nishishirakawa-gun, Fukushima
Bild © komainu.net, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Statue eines komainu.

Komatsu Nobutaka Komainu
Komainu2.jpg Komatsu Nobutaka

Komainu

Statue, komainu (Stein) von Komatsu Nobutaka. Meiji-Zeit, 1771; Kumano Jinja, Hachiōji, Tokyo
Bild © komainu.net, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Besonders der komainu mit dem offenen Maul erinnert erstaunlich stark an den ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.

Komatsu Nobutaka Komainu
Uzume kosugi.jpg Kosugi Hōan

Ame no Uzume no Mikoto

Ölbild, kami (Leinwand, Ölfarbe) von Kosugi Hōan (1881–1964). 1951; Idemitsu Bijutsukan, Tokyo; 83,5 x 208,8 cm
Bild © Chiyoda Days. (Letzter Zugriff: 2013/7)

Ame no Uzume in einer modernen Interpretation. Amaterasu ist hier durch die Sonnenscheibe repräsentiert.

Kosugi Hōan Ame no Uzume no Mikoto
Torii kusakabe.jpg Kusakabe Kinbei

Torii am Haruna See

Photographie, torii (handkoloriert) von Kusakabe Kinbei. 1880; Präfektur Gunma
Bildquelle: Okinawa soba, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Auf dieser Aufnahme ist gut zu erkennen, dass manche torii mit einem schmalen Dach bedeckt sind. Das hier ist allerdings schon zur Hälfte heruntergebrochen.

Kusakabe Kinbei Torii am Haruna See
Nikko 1890.jpg Kusakabe Kinbei

Das „chinesische Tor“ und die Haupthalle des Schreins

Handkolorierte Photographie von Kusakabe Kinbei. 1890
Bild © New York Public Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Haupthalle des Tōshō-gū und das „chinesische Tor“, welches seinen Namen den zahlreichen Motiven aus der chinesischen Mythologie verdankt, die in den Schnitzereien des Gebälks dargestellt sind.

Kusakabe Kinbei Das „chinesische Tor“ und die Haupthalle des Schreins
Hyogo daibutsu kusakabe.jpg Kusakabe Kinbei

Hyōgo Daibutsu

Photographie, daibutsu von Kusakabe Kinbei. Meiji-Zeit; Nōfuku-ji, Kōbe; 27,8 x 21,2cm
Bild © Japanese Old Photographs of the Bakumatsu-Meiji Periods, Nagasaki University Library. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Statue des Vairocana (Birushana oder Dainichi), die 1891 in Kōbe (einstmals Hyōgo) errichtet wurde. Die ursprüngliche Statue mit dem eigentümlichen großen Kopf maß 11,5m und war aus Bronze. Bekannt als Hyōgo Daibutsu stellte sie damals nach dem Nara- und Kamakura Daibutsu den drittgrößten Bronze-Buddha Japans dar. Die Statue des Tendai-Tempels Nōfuku-ji wurde angeblich im Bemühen angefertigt, den Buddhismus gegenüber dem rasch um sich greifenden Christentum zu stärken. 1944 wurde sie jedoch für Kriegszwecke eingeschmolzen und erst 1991 durch einen neuen Daibutsu ersetzt.

Kusakabe Kinbei Hyōgo Daibutsu
Zojoji.jpg Kusakabe Kinbei

Tokugawa Mausoleum, Zōjō-ji

Photographie (handkoloriertes Foto) von Kusakabe Kinbei (1841–1934). Meiji-Zeit, spätes 19. Jh.; Shiba Tempel (Zōjō-ji), Tōkyō
Bildquelle: Okinawa Soba, (flickr). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Eingang eines Tokugawa Mausoleums des Shiba Tempels (Zōjō-ji), Tōkyō. Die gesamte Tempelanlage wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Das dargestellte Tor ist das Chokugaku-mon (Tor mit kaiserlicher Aufschrift) und führte zum Yūshō-in Mausoleum des siebten Tokugawa Shōguns, Ietsugu. Deutlich erkennbar ist das Familienwappen der Tokugawa an den roten Balken und an den Dachschindeln.
Bemerkenswert ist die Gestalt rechts, in einer unterwürfigen Verehrungsgeste, die man heute in Japan nicht mehr sieht. Höchst wahrscheinlich war es gewöhnlichen Untertanen verwehrt, sich dem Heiligtum weiter als bis zu diesen Treppen anzunähern. Der Betende könnte ein Diener des Photographen sein, jedenfalls trägt er traditionelle Kleidung und Haartracht. Gänzlich unbeeindruckt von der Inbrunst des Betenden ist außerdem ein junger Mönch zu sehen, wahrscheinlich ein Mönch des Zōjō-ji, der dem Jōdo Buddhismus angehört. Er war wohl vom Tempel dafür abgestellt, die photographische Aufnahme zu überwachen.

Kusakabe Kinbei Tokugawa Mausoleum, Zōjō-ji
Asakusa kusakabe.jpg Kusakabe Kinbei

Tempelanlage von Asakusa

Photographie von Kusakabe Kinbei. Um 1890; Tōkyō; 21 x 26,5 cm
Bildquelle: New York Public Library, flickr, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Pagode () befindet sich seit dem Wiederaufbau der Tempelanlage von Asakusa nach dem 2. Weltkrieg auf der anderen Seite des mittleren Tores.

Kusakabe Kinbei Tempelanlage von Asakusa
Ise saishu.jpg Minamikawa Sanjirō

Ise-Priester und Kult-Prinzessin

Photographie, tsukinami-sai von Minamikawa Sanjirō. 2013; Ise, Naikū
Bild © Minamikawa Sanjirō, 2013/6/16

Kuroda Sayako, derzeit stellvertretende Kult-Prinzessin (saiō) in Ise, ist eine Tochter des Heisei Tennō. Hier leitet sie das Tsukinami-sai, ein traditionelles halbjährliches Ritual in Ise. Rechts die 20 Jahre alte Anlage des Inneren Schreins (Naikū), die in Kürze durch die neuen Gebäude im Hintergrund ersetzt werden wird.

Minamikawa Sanjirō Ise-Priester und Kult-Prinzessin
Kaidan.jpg Nakata Hideo

Kaidan

Film (Plakat) von Nakata Hideo. 2007

Filmplakat des Films „Kaidan“

Nakata Hideo Kaidan
Kuzunohana.jpg Ogata Gekkō

Die Blüte der Kuzu-Ranke (Kuzu no hana)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Ogata Gekkō (1859–1920). Meiji Zeit, 1899; aus der Serie Wettstreit zwischen Schönheiten und Blumen (Bijin hana kurabe); 35 × 23,8 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (RP-P-1982-94). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

So könnte die Fuchsfrau Kuzunoha (Rankenblatt) ausgesehen haben, als ihr Mann sie zum ersten Mal traf. Hut und Stock deuten eine Reisekleidung an. Auf dem Kimono ist ein Kuzu-Rankenmuster erkennbar. Die Haltung ähnelt derjenigen des tanzenden Fuchses von Ohara Koson, aber vor allem das Spiegelbild im Wasser verrät, dass es sich um eine Fuchsfrau handelt.

Ogata Gekkō Die Blüte der Kuzu-Ranke
Kitsune koson.jpg Ohara Koson

Fuchs (kitsune)

Farbholzschnitt (mokuhan), kitsune (Papier, Farbe) von Ohara Koson (1877–1945). Ca. 1910; 37 x 19 cm
Bildquelle: The Art of Japan. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die tanzende Bewegung auf zwei Beinen und das Blatt auf seinem Kopf zeigen an, dass der Fuchs (kitsune) im Begriff ist, menschliche Gestalt anzunehmen.

Ohara Koson Fuchs
Drache nikko.jpg Okazaki Sessei

Drache als Wasserspender

Statue (Bronze) von Okazaki Sessei (1854–1921), Detail. Meiji-Zeit, 1897; Rinnō-ji, Nikkō
Bild © Luica Mak, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Brunnenfigur eines Drachen (ryū) an einem der bekanntesten Sightseeing-Spots Japans.

Okazaki Sessei Drache als Wasserspender
Soshiki ozu.jpg Ozu Yasujirō

Totenfeier

Film-Photographie von Ozu Yasujirō; aus Tōkyō monogatari, 1953
Bild © Dr. Macro's Movie Scans. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Standbild aus Ozus berühmtesten Film. Familiäre Totenfeier in einem Haushalt der 50er Jahre.

Ozu Yasujirō Totenfeier
Saraswati.jpg Raja Ravi Varma

Sarasvati

Ölbild von Raja Ravi Varma (1848–1906). Indien, 1896; Maharaja Fateh Singh Museum, Gujarat
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die Göttin des Wassers und der Musik Sarasvati mit indischer Laute (vīṇā) und ihrem häufigen Tierbegleiter, dem Pfau (oft auch Schwan). Der Künstler gilt als Pionier der Verbindung von indischen Themen und westlicher Maltechnik.

Raja Ravi Varma Sarasvati
Nikko torii alt.jpg Rein

Aufgang zum Tōshōgū

Stich, torii von J.J. Rein. 1881
Bild © National Diet Library

Eingangs-torii und Pagode des Tōshō-gū aus einer weniger touristischen Zeit

J.J. Rein Aufgang zum Tōshōgū
Happy-hotei 2070.jpg Ryūba

Japanischer Hotei

Schnitzerei (okimono), fukujin (Elfenbein) von Ryūba. Frühes 20. Jh.; Höhe: 12 cm
Bild © buddhamuseum.com. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Skulptur des japanischen Hotei

Ryūba Japanischer Hotei
Kayako juon.jpg Shimizu Takashi

Geist der Kayako

Filmszene, yūrei von Shimizu Takashi; aus The Grudge, 2003
Bild © Ju-on-the-grudge-Wikia, Wiki. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Totengeist (yūrei) der Kayako, dargestellt von Fuji Takako. Die Handlung enthält gewisse Ähnlichkeiten mit der Geschichte der Oiwa, von deren Edo-zeitlicher Darstellung auch die Betonung des einen hervorquellenden Auges inspiriert sein dürfte.

Shimizu Takashi Geist der Kayako
Onibaba.jpg Shindō Kaneto

Onibaba

Film von Shindō Kaneto. 1965
Bild © Cinema Strikes Back. (Letzter Zugriff: 2011/11/18)

Die Titelheldin Onibaba (die dämonische Alte) mit einer hannya-Maske, von der sie sich nicht mehr befreien kann.

Shindō Kaneto Onibaba
Yasukuni meiji tenno.jpg Shinohara Kiyooki

Große Feier des Yasukuni Schreins (Yasukuni jinja daisai no zu)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Shinohara Kiyooki. Meiji-Zeit, 1895; Tryptichon, 35,7 x 71,5 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Besuch des Meiji Tennō (im Vordergrund zu Pferd) im Yasukuni Schrein. Im Hintergrund ist die Haupthalle des Schreins zu sehen, die heute noch existiert, allerdings durch eine später errichtete Gebetshalle kaum mehr sichtbar ist.

Shinohara Kiyooki Große Feier des Yasukuni Schreins
Miyazaki-hayao-hesei-movie-poster.jpg Takahata Isao

Pom Poko (Heisei tanuki gassen ponpoko)

Filmplakat von Takahata Isao. 1994

Film aus dem Hause Ghibli mit tanuki in den Hauptrollen.

Takahata Isao Pom Poko
Kusunoki masashige.jpg Takamura Kōun

Kusunoki Masashige

Statue (Bronze) von Takamura Kōun (1852–1934). Meiji-Zeit, 1893; Tōkyō, vor dem Kaiserpalast
Bild © Tōykō Views, flickr, 2011. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Standbild des Kusunoki Masashige, der besonders in der Meiji-Zeit als Inbegriff des Tennō-treuen Samurai verehrt wurde. Erstes und berühmtestes Reiterstandbild nach westlichem Muster. Entstand in Kooperation mehrer Bildhauer unter Führung Takamuras und japanischer Historiker.

Takamura Kōun Kusunoki Masashige
Nio zenkoji.jpg Takamura Kōun und Yonehara Unkai

Niō-Wächter, Zenkō-ji

Statue, niō (Holz) von Takamura Kōun und Yonehara Unkai. 1918; Zenkō-ji, Nagano, Nagano-ken
Bildquelle: Yokohamanote. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Niō-Paar des Zenkō-ji, des wichtigsten Tempels der Stadt Nagano. Trotz Beibehaltung der traditionellen Ikonographie sind hier die Einflüsse einer westlich-naturalistischen Körperdarstellung gut zu erkennen.

Takamura Kōun und Yonehara Unkai Niō-Wächter, Zenkō-ji
Sakai yusai.jpg Takaoka Kunihiko

Sakai Yūsai

Portraitphoto von Takaoka Kunihiko. 2010
Bild © Takaoka Diary, 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Tendai-Mönch Sakai Yūsai (1926–2013) ist Japans berühmtester „Marathon-Mönch“. Er vollbrachte die schwierige 1000-Tage Umrundung des Klosterbergs Hiei (sennichi kaihōgyō) insgesamt zweimal, das zweite Mal mit sechzig Jahren. Insgesamt legte er dabei eine Distanz von ca. 40.000km, also etwa eine Erdumrundung zurück. Sakai trat erst mit 40 Jahren nach schweren persönlichen Krisen in den Mönchsstand ein und fand in körperlicher Askese seine Erfüllung. Auf diesem Photo ist er mit schnurartigem kesa-Umhang zu sehen.

Takaoka Kunihiko Sakai Yūsai
Haibutsu Kishaku.jpg Tanaka Nagane

Einschmelzen von Tempelglocken

Buchillustration (Farbe) von Tanaka Nagane (1849–1922); aus Meiji junkyō-shi 明治辛未殉教絵史 (Illustrierte Geschichte der Märtyrer von 1871), 1907
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Illustration von anti-buddhistischen Maßnahmen in Nishio-shi (Präfektur Aichi), 1871.

Tanaka Nagane Einschmelzen von Tempelglocken
Yoyogi sporthalle.jpg Tange Kenzō

Olympische Sporthalle Yoyogi

Sporthalle (Beton) von Tange Kenzō (1913–2005). 1964; Tōkyō, Yoyogi Park
Bild © William Bullimore, flickr, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Vielleicht das berühmteste Bauwerk des Meisterarchitekten Tange Kenzō, das oft mit dem Schreinstil von Ise verglichen wird (obwohl es meiner Meinung nach eher an den Tōdaiji erinnert).

Tange Kenzō Olympische Sporthalle Yoyogi
Susanoo schlange1.jpg Toyohara Chikanobu

Susanoo

Farbholzschnitt, kami (Papier, Farbe) von Toyohara Chikanobu. Meiji-Zeit
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Susanoo kämpft gegen die achtköpfige Schlange Yamata no Orochi, die er mit Hilfe von Sake betrunken gemacht hat.

Toyohara Chikanobu Susanoo
Tenno chikanobu1878 gr.jpg Toyohara Chikanobu

Meiji Tennō und kaiserliche Ahnen

Farbholzschnitt, kami (Papier, Farbe) von Toyohara Chikanobu (1838–1912). 1878
Bild © Artelino. (Letzter Zugriff: 2014/11)

Meiji Tennō und seine Gemahlin umgeben von ihren kaiserlichen Ahnen:

Mitte: Die Urgötter Kuni no Tokotachi, Izanami und Izanagi, davor Kaiser Meiji und Kaiserin Shōken;
Rechts: Die Ahnengötter Amaterasu, Ninigi und Jinmu Tennō sowie die nahen Vorfahren Meijis, Kōmei (Tennō 121, r. 1846–1867) und Go-Sakuramachi (Tennō 117, r. 1762–1771, eigentlich eine Kaiserin!)
Links: Die mythologischen Ahnengötter Hikohohodemi und Hikonagisa Takeugaya Fukiaezu, sowie Go-Momozono (Tennō 118, r. 1771–1779), Kōkaku (Tennō 119, r. 1780–1817) und Ninkō (Tennō 120, r. 1817–1846).

Toyohara Chikanobu Meiji Tennō und kaiserliche Ahnen
Tanuki yoshitoshi2.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Tanuki mit Teekessel (Morin-ji no bunpuku chagama)

Farbholzschnitt, tanuki (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892); aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen („Neue Sammlung von 36 Geistern“), 1889–1892
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Yoshitoshis Illustration einer berühmten tanuki-Legende.

Tsukioka Yoshitoshi Tanuki mit Teekessel
Kuzunoha yoshitoshi.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind (Kuzunoha kitsune dōji wakaruru no zu)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. 1890; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen (Neue 36 Geister)
Bild © Kichō shiryō gazō database, (Tōkyō Metropolitan Library). (Letzter Zugriff: 2011/10)

Der Schatten verrät die wahre Natur der Fuchsmutter. Im Vordergrund die Rankenpflanze (kuzu), die Kuzunoha ihren Namen gab.

Tsukioka Yoshitoshi Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind
Botandoro.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Die Pfingstrosenlaterne (botandōrō)

Farbholzschnitt, yūrei (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. Meiji-Zeit; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen („Neue Sammlung von 36 Geistern“), 1889–92; 23,5 x 36,2 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

In der hier dargestellten Geschichte geht es um eine verführerische Geisterfrau, die einen verwitweten Samurai in ein erotisches Liebesverhältnis verstrickt. Jede Nacht erscheint sie in Begleitung ihrer Dienerin mit einer Laterne in Form einer Pfingstrose (Päonie, jap. botan). Als der Samurai entdeckt, dass seine Geliebte ein Totengeist (yūrei) ist, beendet er die Beziehung mithilfe religiöser Spezialisten, wird aber rückfällig und endet selbst im Grab. Herkunft und Motivation der Geisterfrau bleiben in dieser Geschichte im Dunkeln. Die Erzählung stammt von Asai Ryōi (1612–1691) und erschien erstmals 1666. Sie basiert auf einer chinesischen Vorlage.

Tsukioka Yoshitoshi Die Pfingstrosenlaterne
Susanoo yoshitoshi.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Susanoo und Yamata no Orochi

Farbholzschnitt, kami (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892). Spätere Edo-Zeit; 2 x 39.7 x 26.3 cm

Susanoo rettet Prinzessin Kushinada vor der Schlange Yamata no Orochi, die hier ausnahmsweise als Schlange mit einem Kopf dargestellt ist. Kushinada-hime scheint sich mit Hilfe shintoistischer Rituale selbst schützen zu wollen.

Tsukioka Yoshitoshi Susanoo und Yamata no Orochi
Tanuki yoshitoshi.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Tanuki gegen fahrende Händler

Holzschnitt, tanuki (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892). 1881, Tōkyō kaika kyōga meisho (Berühmte Orte der Modernisierung Tokyos in satirischen Bildern)
Bildquelle: Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2018/2)

Tanuki kämpfen mit ihren Hoden (kintama) gegen die Modernisierung der Meiji-Zeit. Der eingeschriebene Text lautet: „Asabu Hiroo-no-hara: Senkintan erschrecken vor großen Hoden 千金丹 大きん玉に おどろく.“ Senkintan waren um 1880 in Mode gekommene Arzneien bzw. fahrende Apotheker aus Shikoku. Die westlichen Schirme mit der Aufschrift „Senkintan“ waren ihre Markenzeichen. Der Bildwitz beruht auf einem Wortspiel von (Sen)kintan und kintama („Goldbälle“ = Hoden). Die Szene spielt in Hiroo-no-hara in der Gegend des heutigen Shibuya, also am Rande der Großstadt.

Tsukioka Yoshitoshi Tanuki gegen fahrende Händler
Yoshitoshi iganotsubone.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Iga no Tsubone mit tengu

Farbholzschnitt, yōkai (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892); aus der Serie Tsuki hyakushi (Hundert Ansichten des Mondes), 1886
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
William Sturgis Bigelow Collection

Die unerschrockene Hofdame des Tennō Go-Daigo, besänftigt den tengu-Geist eines ehemaligen Vasallen des Tennō, der ungerechtfertigterweise zu Tode kam.

Tsukioka Yoshitoshi Iga no Tsubone mit tengu
Okiku yoshitoshi.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Okiku

Farbholzschnitt, yūrei (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen („Neue Sammlung von 36 Geistern“), 1889–92; 23,5 x 36,2 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Geist der Okiku wirkt hier im Gegensatz zu andern Totengeistern nicht furchteinflößend, sondern zart und traurig.

Tsukioka Yoshitoshi Okiku
Kaika no daruma.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Daruma und Geisha

Farbholzschnitt (Papier Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892). Meiji-Zeit; 19 × 25 cm
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Originaltitel Kaika no daruma (Daruma während der Öffnung); „Öffnung“ meint die Öffnung Japans gegenüber dem Westen. Daruma studiert in vertrauter Zweisamkeit mit einer jungen Dame eine moderne Zeitung. Er trägt eine braune Mönchskutte, während sich die Frau das rote Gewand übergezogen hat, das üblicherweise mit Daruma assoziiert wird. In diesem Bild schwingt sicher auch die Doppelbedeutung des Begriffs Daruma mit, der in der Edo-Zeit auch eine (billige) Prostituierte bezeichnete. Die melancholische Note des Bildes lässt beide, Daruma und Dame, als „Modernisierungsverlierer“ erscheinen.

Tsukioka Yoshitoshi Daruma und Geisha
Jinmu yoshitoshi.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Jinmu Tennō

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892). Meiji-Zeit, Feb. 1880; aus der Serie Dainippon meishō kagami („Spiegel der Helden des Großreichs Japan“), Nr. 37
Bild © Tokyo Archive, Tōkyō Shiritsu Toshokan. (Letzter Zugriff: 2017/3)

Die hier dargestellte Szene ist dem Nihon shoki entnommen. Dort heißt es, dass eine Schlacht gegen Ende von Jinmus Eroberungsfeldzug zugunsten dieses ersten Kaisers entschieden wurde, als sich ein goldener Raubvogel (kinshi 金鵄, eine Art Milan oder Weihe, jap. tobi) auf Jinmus Bogen niederließ und die Feinde derart blendete, dass sie unfähig waren, Widerstand zu leisten. Diese Episode wurde in der Meiji-Zeit zum Anlass genommen, den höchsten militärischen Orden nach diesem goldenen Milan zu benennen. 1873 wurde außerdem im Gedenken an Jinmu ein Reichsgründungstag (Kigensetsu) als neuer nationaler Feiertag (11. Februar) festgesetzt. Yoshitoshis Jinmu zeigt gewisse Ähnlichkeiten mit dem damaligen Kaiser Meiji. Zweifellos versuchte der Künstler im Einklang mit dem Geist seiner Zeit, eine Beziehung zwischen dieser heldenhaften Vorzeit und dem neuen Regime unter Meiji Tennō herzustellen.

Tsukioka Yoshitoshi Jinmu Tennō
Otani yoshitsugu.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Kobayakawa Hideaki und der Totengeist des Ōtani Yoshitsugu

Farbholzschnitt, yūrei (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi, 1868
Bildquelle: Antique Art Morimiya. (Letzter Zugriff: 2016/8/31)

Hideaki (1577–1602) kämpfte in der Schicksalsschlacht von Sekigahara (1600) anfangs gegen Tokugawa Ieyasu, lief aber zu ihm über. Sein Verrat trug entscheidend zum Sieg Ieyasus bei und wurde reich belohnt. Während der Schlacht fiel er seinem ehemaligen Verbündeten Yoshitsugu (1559–1600) in den Rücken. Dieser fiel in der Schlacht. Später soll er Hideaki als Totengeist (yūrei) jede Nacht aufgesucht und so das frühe Ende des letzteren herbeigeführt haben.

Tsukioka Yoshitoshi Kobayakawa Hideaki und der Totengeist des Ōtani Yoshitsugu
Hotei yoshitoshi.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Hotei

Holzschnitt, fukujin von Tsukioka Yoshitoshi (1888)
Bild © Kichū shogazō database. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Hotei, hier auf den Mond zeigend.

Tsukioka Yoshitoshi Hotei
Rashomon yoshitoshi.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Die Dämonin des Rashō-mon

Farbholzschnitt, oni (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen („Neue Sammlung von 36 Geistern“), 1889–92; 23,5 x 36,2 cm
Bildquelle: Rijksmuseum, Amsterdam (RP-P-1983-393). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die Dämonin (hannya) ist hocherfreut, denn es ist ihr gelungen, ihren abgehackten Arm wieder zu erbeuten. Die komplexe Legende dieser Dämonin, die im Südtor der Stadt Kyōto haust, findet sich bereits in der Heian-zeitlichen Sammlung Konjaku monogatari-shū.

Tsukioka Yoshitoshi Die Dämonin des Rashō-mon
Raigo.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Ein Mönch als Ratte

Farbholzschnitt, ukiyoe (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. Meji-Zeit, 1891; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen (Neue Auswahl von 36 Geistern)
Bild © Japan Print Gallery. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Der Mönch Raigō verwandelt sich aus Rache nach seinem Tod eine riesige Ratte.

Tsukioka Yoshitoshi Ein Mönch als Ratte
Fuchsgeist yoshitoshi.jpg Tsukioka Yoshitoshi

Fuchsschrei (Konkai)

Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839-1892); aus der Serie Tsuki hyakushi (Hundert Formen des Mondes), 1886
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Das Bild trägt den Titel eines komödiantischen Theaterstücks, in dem ein Fuchs (kitsune) die Gestalt eines Mönchs annimmt.

Tsukioka Yoshitoshi Fuchsschrei (Konkai)
Meiji tenno2.jpg Uchida Kuichi

Kaiser Meiji in traditionellem Zeremonialgewand

Photographie von Uchida Kuichi. Meiji-Zeit, 1872
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Kaiser Meiji (1852–1912) im 5. Jahr seiner Regierung mit eben erst 20 Jahren.

Uchida Kuichi Kaiser Meiji in traditionellem Zeremonialgewand
Meijitenno1872.jpg Uchida Kuichi

Kaiser Meiji in Militäruniform nach westlichem Stil

Photographie von Uchida Kuichi. Meiji-Zeit, 1873
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die neuartige Militäruniform scheint für den jungen Kaiser Meiji noch ungewohnt gewesen zu sein.

Uchida Kuichi Kaiser Meiji in Militäruniform nach westlichem Stil
Koheiji kuniyoshi.jpg Utagawa Kunitoshi

Kohada Koheiji

Hängerollbild, yūrei (Seide, Farbe) von Utagawa Kunitoshi. Meiji-Zeit
Bildquelle: Pink Tentacle. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Der Totengeist (yūrei) des Koheiji lugt über das Moskitonetz, um seine Frau und seinen Nebenbuhler beim Liebesakt zu stören.

Utagawa Kunitoshi Kohada Koheiji
Itsukushima bird.jpg Watanabe Manabu

Itsukushima Schrein

Photographie von Watanabe Manabu. 2006
Bild © Discovering Japan, Nipponia 37. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Luftbild des Itsukushima Schreins

Watanabe Manabu Itsukushima Schrein
Meiji leaders.jpg Yamazaki Toshinobu

Meiji Oligarchen

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Yamazaki Toshinobu (1857–1885). Meiji-Zeit, 1878; aus der Serie Dai-Nihon yūmei kagamai; 34,9 x 24,5cm
Bild © Antique Art Morimiya. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Drei führende Köpfe der frühen Meiji-Zeit Sanjō Sanetomi (re.), Iwakura Tomomi (Mitte) und Ōkubo Toshimichi (li.). Interessanterweise besitzt die Figur in der Mitte (Iwakura), die offenbar den wichtigsten Platz innehält und den breitesten Raum einnimmt, den nachgeordneten Rang eines Udaijin („Kanzler zur Rechten“). Iwakura Tomomi war u.a. Leiter der sog. Iwakura Mission, die in den Jahren 1871–1873 die Länder der westlichen Welt bereiste, um die diplomatischen Beziehungen zu festigen. Dass der „Großkanzler“ (Dajōdaijin) hinter dem Kanzler zur Rechten sitzt, deutet an, dass er diesen Rang nur Dank seiner hohen Geburt erhielt, politisch aber im Grunde nur wenig mitzureden hatte.

Yamazaki Toshinobu Meiji Oligarchen
Shohondo.jpg Yokoyama Kimio

Haupttempel (Shōhondō)

Tempelhalle (Stahlbeton) von Yokoyama Kimio. 1972
Bildquelle: Peter Cresswell, (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Shōhondō wurde als modernes Zentrum Nichiren-Glaubens von Architekt Yokoyama Kimio am Fuße von Berg Fuji errichtet und maßgeblich durch eine Spendenaktion der Sōka Gakkai finanziert. Das Gebäude, das Ähnlichkeiten mit dem Tōkyōter Olympia Stadium aufweist, galt als Meilenstein der modernen japanischen Architektur. In der Folge eines Zerwürfnisses zwischen Sōka Gakkai und der orthodoxen Nichiren-Fraktion Nichiren Shōshū wurde das Gebäude jedoch 1998 wieder abgerissen.

Yokoyama Kimio Haupttempel
Miyajima panorama.jpg Yoshida Hatsusaburō

Miyajima und die Stadt Hiroshima

Panoramabild von Yoshida Hatsusaburō, Detail. 1926
Bild © Tokushima Bunri University. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Panoramabild der Schreininsel Miyajima und der Stadt Hiroshima (rechts oben), Ansicht von Süden. Ausschnitt eines Panaromabilds der Regionen Shikoku und Chūgoku.

Yoshida Hatsusaburō Miyajima und die Stadt Hiroshima
Shikoku panorama.jpg Yoshida Hatsusaburō

Panoramabild von Shikoku

Querbildrolle von Yoshida Hatsusaburō (1884–1955). 1934
Bild © Shikoku henro michi, Webprojekt der Waseda Universität, Tokyo. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Mit besonderer Berücksichtigung der 88 Pilgertempel.

Yoshida Hatsusaburō Panoramabild von Shikoku
Shintobraut.jpg Yoshida Kimiko

Selbstportrait als Shintō-Braut

Photographie von Yoshida Kimiko (1963–). 2002
Bild © Kimiko Yoshida. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Eines der bekanntesten Bilder der in Paris lebenden Photographin Yoshida Kimiko, die sich in erster Linie durch künstlerisch verfremdete Selbstportraits auszeichnet. In diesem Bild ist einfach die traditionelle Kopfbedeckung der Braut unüblich weit ins Gesicht gezogen. Die farbliche Betonung des Mundes spielt mit der Erotik von Verhüllung und scheinbarer weiblicher Unterordnung.

Yoshida Kimiko Selbstportrait als Shintō-Braut
Nikko 1940.jpg Yoshida Tōshi

Der Aufstieg zur Anlage

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Yoshida Tōshi. 1940; 17 x 24 cm
Bild © Online Archive of California. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art

Aufgang zur Schreinanlage von Nikkō, welche man durch das Yōmei-mon betritt.

Yoshida Tōshi Der Aufstieg zur Anlage
Omura masujiro.jpg Ōkuma Ujihiro

Ōmura Masujirō

Statue (Bronze) von Ōkuma Ujihiro (1856–1934). 1893; Yasukuni Schrein, Tōkyō, Chiyoda-ku
Bild © Bernhard Scheid, März 2012

Ōmura Masujirō (1824–1869) gilt als der Architekt des japanischen Militärwesens nach westlichem Muster, fiel aber in den politischen Wirren der frühen Meiji-Zeit einem Attentat zum Opfer. Der Yasukuni Schrein ist laut Angaben des Schreins ebenfalls sein Geisteskind. Die 1893 zu seinen Ehren im Yasukuni Schrein errichtete Statue ist das erste in westlichem Stil gestaltete Monument Japans. Der Bildhauer absolvierte eigens ein Auslandsstudium in mehreren europäischen Ländern, um sie anfertigen zu können.

Ōkuma Ujihiro Ōmura Masujirō
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Werke ohne Angabe zum Künstler 64 Bilder

Yurei.jpg yūrei

Totengeist (Yūrei)

Buchillustration, yūrei (Farbholzschnitt, Farbe); aus der Serie Kaibutsu gahon (Gespenster Bilderbuch), 1882
Bild © Kinsei fūzoku zue database, Nichibunken. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Totengeist (yūrei) auf einem nächtlichen Friedhof. Die Darstellung stammt aus der Meiji-Zeit, es handelt sich allerdings um die Kopie einer Abbildung des Gelehrten und Malers Toriyama Sekien (1712–1788) aus dem Jahr 1776.

Totengeist
Sadako ringu.jpg yūrei

Geist der Samara (Sadako)

Filmszene, yūrei; aus The Ring, 2002

Adaptierte amerikanische Fassung des Films Ringu von Nakata Hideo, 1998. Dieser wiederum orientiert sich an der Gestalt der Okiku, die in den Brunnen geworfen wurde.

Geist der Samara (Sadako)
Tengu miyajima.jpg yōkai

Langnasen-tengu

Maske, yōkai. 1929; Miyajima
Bild © Jake Davies, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Dieser tengu befindet sich im Gebälk eines Schreins.

Langnasen-tengu
Karasutengu3.jpg yōkai

Karasu tengu mit yamabushi-Gewand

Yōkai
Bildquelle: thetengu.com. (Letzter Zugriff: 2005/6)

Modernes Design eines karasu-tengu.

Karasu tengu mit yamabushi-Gewand
Tengu sekien.jpg yōkai

Tengu

Buchillustration, yōkai (Papier, Tusche, Farbe). 1882; aus Kaibutsu gahon (Gespenster Bilderbuch)
Bild © Kinsei fūzoku zue database. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Darstellung dieses tengu basiert auf einer Vorlage des Gelehrten und Malers Toriyama Sekien (1712–1788) aus dem Jahr 1776.

Tengu
Tengu boy.jpg yōkai

Knabe mit tengu-Maske als Phallus

Statue, yōkai (Bronze). 20. Jh.; Minakami-machi, Gunma-ken
Bild © Vladimir Vyskocil, flickr, 2013. (Letzter Zugriff: 2015/5/22)

Moderne Statue mit tengu-Maske in einem verschwiegenen Onsen.

Knabe mit tengu-Maske als Phallus
Tengu-ron.jpg yōkai

Traktat zu den Tengu (Tengu-ron)

Buchumschlag, yōkai (Papier). 1916; aus Yōkai sōsho („Schriften zu den Monstern“); Höhe: 22 cm
Bild © National Diet Library, Tokyo. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Titelblatt von Tengu-ron, einem Werk des buddhistischen Philosophen Inoue Enryō 井上, 円了 (1858-1919), der sich die Bekämpfung des volkstümlichen Glaubens an yōkai, darunter auch tengu, zum Ziel setzte.

Traktat zu den Tengu
Karasutengu takaodaisuke.jpg yokai

Karasu Tengu

Statue, yokai; Shōkachi Schrein, Berg Takao, Tokyo
Bild © Takao Daisuke, 2004. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Karasu Tengu
Dainihonshi.jpg wahon

Große Geschichte Japans (Dai Nihon-shi)

Buchbände, wahon. 1869
Bild © Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Einige Bände der Dai Nihon-shi im Format der Edo-Zeit.

Große Geschichte Japans
Tanuki.jpg tanuki

Männlicher tanuki mit Sakeflasche

Statue, tanuki (Keramik). 20. Jh.; Kyōto
Bild © skasuga, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Tanuki als harmloser Säufer vor einem japanischen Souvenirladen. Einzig seine übergroßen Hoden (kintama) widersprechen dem niedlichen Bild, das diese Figur vermittelt.

Männlicher tanuki mit Sakeflasche
Shishi nishihonganji.jpg shishi

Chinesischer Löwe (Karajishi)

Relief, shishi (Holz, Farbe). Um 1600; „Nationalschatz“; Kyōto, Nishi Honganji, Karamon
Bild © Bernhard Scheid, flickr, 2016. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Löwe (shishi); Detail aus dem „Chinesischen Tor“ (karamon) des Nishi Hongan-ji im Stil der sog. Momoyama-Architektur.

Chinesischer Löwe
Nio shokoji kunisaki kaze.jpg niō

Tempelwächter

Statuen, niō (Stein); Shōkō-ji, Halbinsel Kunisaki, Kyūshū
Bild © Kaze ni fukarete, Blowing in the Wind. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Rezente Plastiken von Tempelwächter (niō) aus dem Gebiet von Kunisaki, Kyūshū, ein Gebiet, das für seine zahlreichen buddhistischen Steinskulpturen bekannt ist.

Tempelwächter
Bato kannon m30.jpg myōō

Batō Kannon

Statue, myōō (Stein). Meiji-Zeit, 1897

Steinstatue des Batō Kannon.

Batō Kannon
Fudo zentsuji.jpg myōō

Rezenter Fudō der Shikoku-Pilgerroute

Statue, myōō
Bild © Shikoku Henro Shashinshū. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Fudō Myōō (skt. Acala) vom Tempel #75 der Shikoku-Pilgerroute.

Rezenter Fudō der Shikoku-Pilgerroute
Fudo modern.jpg myōō

Rezenter Fudō

Statue, myōō (Stein)

Rezenter Fudō Myōō (skt. Acala).

Rezenter Fudō
Batokannonstein.jpg myōō

Dreigesichtiger Kannon mit Pferdekopf

Statue, myōō (Stein). Meiji-Zeit, 1897; Ichinomiya-shi, Präfektur Aichi
Bild © Terasan Dousetsu, 2003. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Dreigesichtiger Batō Kannon, gefertigt aus Stein.

Dreigesichtiger Kannon mit Pferdekopf
Yasukuni komainu.jpg komainu

Yasukuni Komainu

Statue, komainu (Stein). 20. Jh.; Yasukuni Schrein, Tōkyō, Chiyoda-ku
Bild © Bernhard Scheid, März 2012

Ein Löwenhund (komainu) am Eingang des Schreins, stilistisch den sog. Chinesischen Löwen des Tōdaiji in Nara nachempfunden (siehe Sidepage Komainu), allerdings noch triumphaler gestaltet.

Yasukuni Komainu
Komainu aomori.jpg komainu

Plattkopf

Statue, komainu (Stein). Datiert 1892; Hachiman-gū, Goshogawara-shi, Präfektur Aomori
Bild © komainu.net, 1997. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Plattköpfige komainu. Stellvertretend für andere Politiker... (keine Photomontage).

Plattkopf
Uzume spinner.jpg kami

Ame no Uzume

Hängerollbild, kami (Papierdruck), Detail. Meiji-Zeit; Völkerkundemuseum Zürich (Inv.-Nr. 19401); 105,5 x 25 cm
Bild © Tomoe Steineck, Martina Wernsdörfer, Raji Steineck, WegZeichen: Japanische Kult- und Pilgerbilder. Die Sammlung Wilfried Spinner (1854–1918). Zürich: VMZ (Ausstellungskatalog), Abb. 68

Die auf einem Zuber tanzende Ame no Uzume in einer an den klassischen Mythen orientierten Darstellung.

Ame no Uzume
Sarutahiko.jpg kami

Sarutahiko

Zeichnung, kami (Tusche, Farbe). Meiji-Zeit

Finster blickt Sarutahiko der barbusigen Ame no Uzume entgegen.

Sarutahiko
Pagode kaneiji.jpg gojū no tō

Skizze einer Pagode

Handzeichnung, gojū no tō. 1897; aus Tōeizan Kan'ei-ji gojūtō ezu; Kan'ei-ji, Tōkyō
Bild © Ō-Edo to rakuchū („Groß-Edo und Kyōto“; Ausstellungskatalog). Edo-Tōkyō Hakubutsukan, 2014, S. 142, Abb. 108. (Letzter Zugriff: 2018/5/22)

Auf dieser Architekturskizze einer fünfstöckigen Pagode (gojū-tō) erkennt man anhand der beigefügten Säulenschemata sehr schön, wie sich die fünf „Stockwerke“ mit zunehmender Höhe verjüngen. Nur der Mittelpfeiler ist aus einem Stück, er ist allerdings nicht im Boden verankert. Die anderen Stützpfeiler sind immer nur so hoch wie ein Stockwerk. Die Pagode selbst wurde 1631 errichtet und zählt zu den wenigen erhaltenen Gebäuden des einstmals weitläufigen Kan’ei-ji, des Familientempels der Tokugawa im heutigen Ueno-Park .

Skizze einer Pagode
Daikoku neu.jpg fukujin

Daikoku

Statue, fukujin (Keramik, Farbe). 20. Jh.

Daikoku, wie er als einer der sieben Glücksgötter (Shichi Fukujin) in modernen Souvenierläden zu finden ist.

Daikoku
Kanda daikoku.jpg fukujin

Daikoku

Statue, fukujin. 20. Jh.; Kanda Schrein, Tokyo.
Bild © Ikeada Katsumi, 2014. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Rezente Skulptur des Daikoku auf dem Gelände des Kanda Schreins.

Daikoku
Ebisu souvenir.jpg fukujin

Ebisu

Souvenir, fukujin. 20. Jh.
Bild © Nishinomiya Jinja. (Letzter Zugriff: 2011/11/9)

Ebisu wie er heute in Souvenirläden verkauft wird.

Ebisu
Ebisu tai.jpg fukujin

Ebisu fischt eine Brasse

Werbeposter (hikifuda), fukujin (Papier, Farbe). Meiji-Zeit?; 33,5 x 49,5 cm
Bild © Nishinomiya Jinja. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Werbeposter (hikifuda) eines Fischhändlers aus Ōsaka, vielleicht als Neujahrsgeschenk gedacht. Im Hintergrund Berg Fuji, zusammen mit den Glücksgöttern (hier Ebisu) ein beliebtes Neujahrsmotiv.

Ebisu fischt eine Brasse
Ebisu daikoku geldbaum.jpg fukujin

Ebisu und Daikoku mit Geldbaum

Werbeposter (hikifuda), fukujin (Papier, Farbe). Meiji- oder Taishō Zeit, frühes 20. Jh.; 33,5 x 49,5 cm
Bild © Nishinomiya Jinja. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Ebisu und Daikoku behängen einen „Geldbaum“ (seine Blätter sind traditionelle Goldmünzen) mit Sinnsprüchen. Die Botschaft ist eindeutig: Nur wer redliche Grundsätze befolgt, erlangt Reichtum.

Ebisu und Daikoku mit Geldbaum
Ebisu hikifuda.jpg fukujin

Ebisu mit Meerbrasse und die anderen Fukujin

Werbeposter, fukujin. Frühes 20. Jh.
Bild © Fujii Hikifuda Collection. (Letzter Zugriff: 2011/10)

Werbeposter (hikifuda) eines Kaufhauses in Kotohira, Shikoku. Die Sieben Glücksgötter, inbesondere Ebisu und Daikoku waren die beliebtesten Werbesujets in der Pionierzeit kommerzieller Werbung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Ebisu mit Meerbrasse und die anderen Fukujin
Sendai kannon.jpg daibutsu

Sendai Daikannon

Statue, daibutsu (Stein). 1991; Sendai; Höhe: 100 m

Daibutsu-Statue des Bodhisattvas Kannon (auch Kanzeon, chin. Guanyin, skt. Avalokiteshvara) in Sendai.

Sendai Daikannon
Ofuna kannon.jpg daibutsu

Ōfuna Kannon

Statue, daibutsu (Beton). Errichtet 1929–1960; Ōfuna, Kamakura; Höhe: 25 m
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Daibutsu-Statue von Kannon (skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) im weißen Gewand (Byakue Kannon). Was hier nicht zu sehen ist: Die Statue beschränkt sich auf ein Brustbild.

Ōfuna Kannon
Toganji daibutsu.jpg daibutsu

Daibutsu von Nagoya

Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 1987; Tōgan-ji, Nagoya; Sitzhöhe: 10m
Bild © Photo Archives of the Nanzan Institute for Religion and Culture, Ian Reader, 3. Okt. 1987. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Inauguration des verhältnismäßig kleinen Daibutsu von Nagoya. Die Mönche nehmen die sogenannte Augenöffnungszeremonie in einem Baukran vor.

Daibutsu von Nagoya
Ueno daibutsu 19jh.jpg daibutsu

Ueno Daibutsu

Photographie, daibutsu. Meiji-Zeit; Ueno-Park, Tōkyō
Bild © MAK, Wien. (Letzter Zugriff: 2016/10/3)

Aufnahme des Ueno Daibutsu in Tōkyō vor seiner Zerstörung durch das Große Kantō-Erdbeben von 1923.

Ueno Daibutsu
Ushiku daibutsu.jpg daibutsu

Ushiku Daibutsu

Statue, daibutsu (Stahlbeton, Bronze). 1993; Höhe: 110 m
Bild © Amy G., flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Von der buddhistischen Jōdo Shinshū errichtete Statue des Amida (skt. Amitabha). Die äußerste Hülle dieses Daibutsu besteht aus einer lediglich 6mm dicken Haut aus Bronze. Daher wird er auch als größte Bronzestatue der Welt bezeichnet. In der Mitte der Brust sind undeutlich drei Öffnungen zu erkennen, aus denen Besucher, die mit einem Lift im Inneren der Statue hinauf beför­dert werden, hinausschauen können.

Ushiku Daibutsu
Yasukuni veteranen1.jpg

Parade von Möchtegern-Kriegsveteranen im Yasukuni Schrein

Photographie. 15. 8. 2007; Yasukuni Schrein, Tōkyō
Bildquelle: News Sohu, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Bei den Feiern am 15. August im Yasukuni Schrein sammeln sich alljährlich seltsame Cos-Player, die in antiquierten Uniformen an die Heldentaten der gefallenen Soldaten erinnern.

Parade von Möchtegern-Kriegsveteranen im Yasukuni Schrein
Yokozuna.jpg

Futabayama Sadaji

Portraitphoto. Um 1940
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Portrait des Sumō-Ringers Futabayama Sadaji (1912–1968), 35. Großmeister (Yokozuna) des modernen Sumō, mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna).

Futabayama Sadaji
Yokozuna hakuho.jpg

Yokuzuna Hakuhō

Portraitphoto. Jänner 1912
Bildquelle: FourTildes, Wikimedia Commons, 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Sumō-Ringer Hakuhō mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna) bei der Eröffnung (dōhyō-iri) eines Wettkampfs.

Yokuzuna Hakuhō
Yasukuni 50sen.jpg

Yasukuni Motiv auf einem 50-Sen-Schein

Geldschein. Shōwa-Zeit, 1943; 7,8 x 13,5 cm
Bild © [1]. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Geldschein aus Japans Kriegszeit mit dem Motiv des Yasukuni Schreins.

Yasukuni Motiv auf einem 50-Sen-Schein
Scap shinto.jpg

SCAP Reforms of Shintō

Propagandaplakat. Nach 1945
Bildquelle: The Objective Standard. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Plakat mit den wichtigsten Reformen zur Abschaffung des Staatsshintō im Sinne der Shintō Direktive (1946) durch die (amerikanische) Führung der Alliierten Kräfte (SCAP). Das Bild kontrastiert einen Shintō Priester, der als Marionette von Militär und Kapital dargestellt wird, mit einer friedlichen Menschenmenge in einem Schrein (Nikkō). Hinter einem zerbombten Haus ist als Symbol der Toleranz gegen fremde Religionen ein Kreuz zu sehen.

SCAP Reforms of Shintō
Shikinensengu.jpg

Weg einer Gottheit

Querbildrolle. Meiji-Zeit; Schreinanlage von Ise

Anlässlich der periodischen Neuerrichtung der Schreinanlage von Ise, die alle 20 Jahre stattfindet, wird das Hauptheiligtum (go-shintai) des Schreins in einer nächtlichen Prozession zu seinem neuen Bestimmungsort gebracht. Das heilige Objekt ist durch Tücher verhüllt.

Weg einer Gottheit
Shotoku banknote.jpg

Shōtoku Taishi

Geldschein. Spätere Shōwa-Zeit, 20. Jh.; 7,6 x 16,5 cm
Bild © Nichiyu koin. (Letzter Zugriff: 2016/8)

1000 Yen Banknote mit dem Shōtoku Taishi-Motiv, von 1949 bis 1984 in Umlauf. Das gleiche Motiv gab es bereits in den 1930er Jahren auf Banknoten.

Shōtoku Taishi
Tengu33.jpg

Tengu mit yamabushi-Gewand

Statue, Detail. 20. Jh.; Berg Takao, Tōkyō

Dieser tengu ist mit einem typischen Emblem ausgestattet: Ein magischer Fächer aus Federn. Außerdem trägt er das Gewand eines Bergasketen (yamabushi).

Tengu mit yamabushi-Gewand
Kitsune kaibutsugahon2.jpg

Fuchslichter (kitsunebi)

Buchillustration (Papier, Farbe). 1882; aus Kaibutsu gahon (Gespenster Bilderbuch)
Bild © Kaii-yōkai gazu database, Nichibunken, Kyōto. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Füchse (kitsune) mit ihren Fuchslichtern (kitsunebi).

Fuchslichter
Hermann Bohner.jpg

Hermann Bohner

Zeichnung. 1932
Bildquelle: Adi Meyerhofer. (Letzter Zugriff: 2014/10/7)

Hermann Bohner war ein führender deutscher Japanologe, der ab 1914 den Großteil seines Lebens in Japan verbrachte.

Hermann Bohner
Herrigel3.jpg

Eugen Herrigel

Portraitphoto; aus Der Zen-Weg, Aufzeichnungen aus dem Nachlass, 1958

Eine Portraitaufnahme von Eugen Herrigel in seinen letzten Lebensjahren

Eugen Herrigel
Hirohito yasukuni.jpg

Kaiser Hirohito im Yasukuni Schrein

Photographie. 30. Okt. 1969
Bildquelle: ysf009, 2012 (Chin. Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Kaiser Hirohito (Shōwa Tennō) besuchte den Schrein sowohl vor als auch nach dem Krieg (zwischen 1952 und 1975 insgesamt acht mal). Kaiserliche Besuche wurden allerdings 1978, nach der Aufnahme von 14 der höchsten Kriegsverbrecher unter die verehrten Heldenseelen, offenbar aufgrund einer persönlichen Entscheidung des Tennō (Breen 2007, S. 4.) eingestellt.

Kaiser Hirohito im Yasukuni Schrein
Inoue Tetsujiro.jpg

Inoue Tetsujirō

Photographie. 1937; aus Jinsei dokuhon: shunka shūtō 人生読本 春夏秋冬
Bild © Modern Japanese Historical Figures, National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2016/2/18)

Portrait des Philosophen Inoue Tetsujirō in vorgerücktem Alter. Inoue erhielt eine konfuzianische Ausbildung, bevor er sich der westlichen Philosophie, vor allem dem deutschen Idealismus zuwandte. Nach einem Studienaufenthalt in Deutschland gelang es ihm, konfuzianische Grundüberzeugungen in eine moderne, an die westliche Philosophie angelehnte Termini zu übersetzen.

Inoue Tetsujirō
Fuda.jpg

Talisman (o-fuda)

Mitsumine-Schrein, westlich von Tōkyō
Bild © Encyclopedia of Shinto, Kokugakuin University. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Talisman (o-fuda) des Mitsumine Schreins.

Talisman
Ema muttermilch2.jpg

Ema

Votivbild (Holz). Frühes 20. Jh.
Bild © Fowler Museum at UCLA. (Letzter Zugriff: 2012/11)
Gift of Dr. Daniel C. Holtom

Älteres ema für die Bitte um reiche Muttermilch. Das Bild stammt möglicherweise aus Sendai, wo bei einem Gingkobaum mit Brust-ähnlichen Formen um Muttermilch gebetet wurde.

Ema
Bishamon ema.jpg

Ema des Bishamon-ten

Votivbild (Holz, Farbe). 1935; 23 x 29,4 cm
Bild © Fowler Museum at UCLA. (Letzter Zugriff: 2012/11)
Gift of Dr. Daniel C. Holtom

Älteres ema aus Shichigahama bei Sendai. Der abgebildete Tausendfüßler gilt als Botentier des Bishamon-ten.

Ema des Bishamon-ten
Bruno taut.jpg

Bruno Taut

Reprophotographie (s/w); 23,70 x 18,00 cm
Bild © Architekturmuseum Berlin. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Architekt, Stadtplaner und Architekturtheoretiker Bruno Taut.

Bruno Taut
Chokugo.jpg

Kaiserlicher Erziehungserlass (kyōiku chokugo)

Meiji-Zeit
Bild © Meiji Jingū. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Durch diesen Erlass wurde der Schwerpunkt des japanischen Erziehungssystems zurück verlegt auf eine Bildung nach konfuzianischem Vorbild.

Kaiserlicher Erziehungserlass
Dosojin miyagi 1893.jpg

Dōsojin mit Phallidarstellung

Statue (Stein). Meiji-Zeit, 1893; Miyagi
Bild © Michael Czaja. Gods of myth and stone: Phallicism in Japanese folk religion. New York: Weatherhill, 1974, S.113

Ein aus Stein gefertigter Wegegott (dōsojin) aus Nordjapan, auf dem zwei Phalli als Paar abgebildet sind.

Dōsojin mit Phallidarstellung
Japan 1892.jpg

Map of Japan

Landkarte. 19. Jh.; aus Rand Mc Nally's Atlas of the World, 1897; Chicago; 50 x 66cm
Bild © David Rumsey Map Collection. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Karte Japans mit alten Provinzen und neuen Präfekturen, Stand 1892. Maßstab 1:2,6 mio.

Map of Japan
Jinmu Feldzug.png

Jinmu Tennōs Eroberungsfeldzug

Digitale Graphik. 2013
Bildquelle: Andreas Pichler, Kamigraphie. (Letzter Zugriff: 2017/3/23)

Die einzelnen Stationen des mehrjährigen Eroberungsfeldzugs von Jinmu Tennō von Takachiho in Kyūshū nach Kashihara, seiner Residenz in Yamato, auf der Grundlage von Kojiki und Nihon shoki. Das Interessante an dieser Schilderung sind weniger die Informationen aus grauer Vorzeit (inwieweit der Feldzug auf historischen Tatsachen beruht ist völlig offen), sondern die Tatsache, dass man sich Jinmu in erster Linie als Seefahrer vorstellte. Dies legt nahe, dass sich Herrscher in der japanischen Frühgeschichte wohl tatsächlich bevorzugt per Schiff von einer Provinz zur nächsten begaben, weil der Landweg noch nicht entsprechend ausgebaut war.

Jinmu Tennōs Eroberungsfeldzug
Makiguchi.jpg

Makiguchi Tsunesaburō

Photographie. 1930er Jahre (?)
Bildquelle: Deep Roots. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Portrait von Makiguchi Tsunesaburō (1871–1944), Gründer der Sōka Gakkai.

Makiguchi Tsunesaburō
Meiji constitution 1889.jpg

Kaiser Meiji verkündet die Verfassung

Lithographie. Meiji-Zeit, 1889
Bild © Constitutional Revision Research Project. (Letzter Zugriff: 2010/8)

Kaiser Meiji verkündet die Verfassung S.a. Bild:Meiji_kenpo_happu.jpg.

Kaiser Meiji verkündet die Verfassung
Nichiren seichoji.jpg

Nichiren

Statue (Bronze). Taishō-Zeit, 1923; Senchō-ji (Kiyosumi-dera), Chiba
Bild © Shōnan Boy. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Moderne Darstellung Nichirens.

Nichiren
Omura 1945.jpg

Statue von Ōmura Masujirō im Yasukuni Schrein

Postkarte (Papier, handkoloriert). Frühe Shōwa-Zeit, vor 1945
Bild © East Asia Image Collection, Digital Image Collections at Lafayette. (Letzter Zugriff: 2013/7)

Postkarte aus der Zwischenkriegszeit. Im Vordergrund die Statue Ōmuras, damals mit Kanonen „verziert“. Im Hintergrund das zweite torii und das shinmon des Yasukuni Schreins.

Statue von Ōmura Masujirō im Yasukuni Schrein
Kirin meiji.jpg

Kirin

Farbdruck. 1895; Beilage der ersten Nummer der Zeitung Jitsugyō Shinbun; 37 × 50cm

Drachenpferde (kirin).

Kirin
Khotan king.jpg

König Li Shengtian

Wandmalerei. Moderne Kopie, Original 10. Jh.
Bildquelle: Mark Schumacher. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Darstellung eines Königs von Khotan in der Pose des Vaishravana, getragen von der Erdgöttin. Im oberen Teil engelhafte Kinder, die wohl den Sohn repräsentieren, den Vaishravana einst dem Königshaus von Khotan schenkte.

König Li Shengtian
Junishi meiji.jpg

Die Zwölf Tiere des chinesischen Kalenders

Tierkreiszeichen. Meiji-Zeit, 1875
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Nishigaki Bunko

Die Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenderwesens.

Die Zwölf Tiere des chinesischen Kalenders
Kakumei gyoja ontake.jpg

Kakumei Gyōja, Ontake-san

Statue (Bronze); Ontake-san, Nagano-ken
Bild © [2], Wikimedia Commons, 2014. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Statue der Kakumei-dō, der Gedächtnisstätte des Shugendō-Asketen Kakumei Gyōja (1718–1786). Kakumei ist eindeutig als buddhistischer Pilger (henro) mit Pilgerstab und vajra-Glocke dargestellt, doch ist die ihm geweihte Anlage mit einem torii markiert. Sie gehört heute zum Ontake Schrein, einem Zentrum der Bergasketen (yamabushi); Kakumei trug in der Edo-Zeit stark zur Popularität von Ontake als Pilgerzentrum bei und wurde sowohl als Bodhisattva als auch als kami (reishin) verehrt (Encyclopedia of Shinto; Shinden daikan).

Kakumei Gyōja, Ontake-san
Karamon 19jh.jpg

Nikkō, Kara-mon

Photographie. Meiji-Zeit, 19. Jh.
Bild © Museum für Angewandte Kunst (MAK), Wien. (Letzter Zugriff: 2016/10/3)

Das „Chinesische Tor“ (Karamon) des Tōshō-gū Schreins, Nikkō. Foto eines unbekannten Meisters aus dem 19. Jh.

Nikkō, Kara-mon
Kenko jinja.jpg

Kenkō Jinja, Taipei

Postkarte (Papier, handkoloriert). Taiwan, 1940
Bild © East Asia Image Collection, Digital Image Collections at Lafayette. (Letzter Zugriff: 2012/10)

Die Errichtung des Kenkō Jinja in Taipei wurde 1925, zur Feier der 30jährigen japanischen Herrschaft über die Insel Taiwan, begonnen und 1928 vollendet. Er diente, ähnlich wie der Yasukuni Schrein in Tōkyō, der Kriegshelden-Verehrung. Nach dem Krieg wurde das Gebäude in eine Bibliothek umgewandelt.

Die Inschrift auf der Postkarte besagt: „Die Heldenseelen der Opfer, die für die Herrschaft über Taiwan gekämpft haben, werden hier verehrt. Über zehntausend Heldenseelen wachen hier in Ewigkeit über diese Insel.“

Die torii im Eingangsbereich kombinieren die Struktur eines dreiteiligen miwa torii mit Elementen des chinesischen paifang-Palasttors.

Kenkō Jinja, Taipei
Ososhiki itami.jpg

The Funeral (osōshiki)

Filmplakat. 1984
Bild © Ray Sawhill. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Osōshiki aus dem Jahr 1984 war Itami Juzo's Durchbruch als Regisseur gesellschaftlicher Satiren. Er schildert die Nöte eines modernen, Karriere-orientierten Filmemachers mit den traditionellen Erfordernissen eines Begräbnisses. Am Beginn des Films stirbt der Schwiegervater des Helden unerwartet an einem Herzinfarkt. Der Rest des Films erzählt in episodenhafter Form, was sich in den drei Tagen der Begräbnisfeier im Hause des Verstorbenen abspielt. Er konfrontiert das moderne Berufsleben mit alten Bräuchen, Jugend mit Alter, den Ehrgeiz, alles richtig zu machen, mit wahrer Betroffenheit angesichts des Todes. Obwohl voll von absurder Komik und schwarzem Humor werden die Umstände eines Begräbnisses doch sehr genau und realistisch dargestellt.

The Funeral Das Begräbnis
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Ikonographie
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„Kunst der Moderne.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 19.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Kunst_der_Moderne?oldid=65495
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