Artefakte und religiöse Gebrauchsgegenstände

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Artefakte und religiöse Gebrauchsgegenstände
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187 Bilder

Dainihonshi.jpg wahon Große Geschichte Japans (Dai Nihon-shi).
Buchbände, wahon. 1869
Bild © Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Einige Bände der Dai Nihon-shi im Format der Edo-Zeit.

Große Geschichte Japans
Kasuga lanterns2.jpg tōrō Kasuga-Laterne.
Tōrō; Kasuga Schrein, Nara
Bild © curls&dom, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Kasuga-Laterne (tōrō) mit Chrysanthemen Motiv

Kasuga-Laterne
Chinowa hikosan.jpg torii Schilfring (chinowa).
Ringförmiger Durchgang, torii (Schilf); Hiko-san Jingū, Kyūshū
Bild © Yamahiko (Blog), 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Das ringförmige Seil (chinowa) dient zur Purifikation (harae) und zur Abwehr von Krankheiten. Die kleinen Figuren am Scheitelpunkt des Seils sind sogenannte katashiro. Sie dienen als eine Art Sündenbock, um die Verunreinigungen der Teilnehmer an einem Purifikationsritus in sich aufzunehmen. Solche Figuren werden am Ende einer Reinigungszeremonie im Wasser ausgesetzt.

Schilfring
Inariyama2.jpg tekken Inariyama Schwert.
Schwert, tekken (Eisen, Gold), Detail. 471(?); „Nationalschatz“; Inariyama-kofun, Gyōda-shi, Saitama-ken; Länge 73,5 cm
Bild © Alexander Silverman. (Letzter Zugriff: 2016/9).

Das Inariyama Schwert, das auch unter der Bezeichnung Kinsakumei Tekken (Eisenschwert mit Goldinschrift) bekannt ist, wurde im Inariyama Hügelgrab in der Präfektur Saitama (Ostjapan) gefunden. Es ist auf Vorder- und Rückseite beschriftet und diente somit nicht als Waffe, sondern als Ehrenzeichen seines Besitzers, der sich in der Inschrift verewigen ließ. Es handelt sich also nicht nur um ein sehr altes Schwert, sondern auch um eines der ältesten schriftlichen Dokumente Japans.

Inariyama Schwert
Inariyama schwert.jpg tekken Inariyama Schwert.
Schwert, tekken (Eisen). 471(?); „Nationalschatz“; Inariyama-kofun, Gyōda-shi, Saitama-ken; Länge 73,5 cm
Bildquelle: Yōmawari (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Das Inariyama Schwert, das auch unter der Bezeichnung Kinsakumei Tekken (Eisenschwert mit Goldinschrift) bekannt ist, wurde im Inariyama Hügelgrab in der Präfektur Saitama (Ostjapan) gefunden und stellt eines der ältesten schriftlichen Dokumente Japans dar. Es ist auf Vorder- und Rückseite beschriftet und diente somit nicht als Waffe, sondern als Ehrenzeichen seines Besitzers, der sich in der Inschrift verewigen ließ. Die Inschrift besagt:

Aufgezeichnet im Jahr Metall/Eber [471?], 7. Monat, von Owake no Omi. Mein Stammvater hieß Ohohiko. Sein Sohn war Takari no Sukune. Dessen Sohn war Teyokariwake. Dessen Sohn war Takahashiwake. Dessen Sohn war Tasakiwake. Dessen Sohn war Hatehi. Dessen Sohn war Kasahayo. Dessen Sohn ist Owake no Omi. Von Generation zu Generation dienten wir bis auf den heutigen Tag als die Führer der Schwertträger. Als Großkönig Wakatakeru im Palast von Shiki weilte, stand ich ihm bei, das Reich zu beherrschen. Er ließ mich dieses hundertfach gehärtete Schwert anfertigen, um meine Dienste aufzuzeichnen.

Übersetzt nach Piggott 1997, S. 54 und Wikipedia (ja)

Inariyama Schwert
Sotoba.jpg sotoba Grabbeigaben.
Sotoba (Holz).

Die Schriftzeichen in stilisiertem Sanskrit auf den sotoba symbolisieren die Fünf Elemente: Raum, Wind, Feuer, Wasser, Erde.

Grabbeigaben
Sotdae2.jpg sotdae Sotdae-Wald.
Zeremonielle Stäbe, sotdae (Holz). Korea.

Koreanischer sotdae-Wald

Sotdae-Wald
Sotdae gokseong-gun jeonnam.jpg sotdae Sotdae.
Zeremonielle Stäbe, sotdae (Holz). Korea.

Koreanische sotdae am Rand eines Feldes

Sotdae
Sotdae jangseung.jpg sotdae Sotdae und jangseung.
Zeremonielle Stäbe, sotdae (Holz). Korea.

Sotdae und jangseung, „Totempfähle“ mit menschlichen Gesichtern

Sotdae und jangseung
Sotdae.jpg sotdae Koreanischer „Vogelsitz“.
Zeremonielle Stäbe, sotdae (Holz). Korea.

Koreanischer „Vogelsitz“ (sotdae) mit stilisierten Enten

Koreanischer „Vogelsitz“
Jizo opfergabe.jpg sonaemono Opfergaben.
Sonaemono. 1980; Kyōto
Bild © Curious Museum, (inaktive Website).

Opfergaben (sonaemono) für den Bodhisattva Jizō

Opfergaben
Shinboku kurama.jpg shinboku Heilige Zeder mit Götterseil.
Götterbaum, shinboku; Yuki Jinja, Kurama-san, Kyōto
Bild © Bernhard Scheid, 2013.

Heilige Zeder mit shimenawa des Yuki Jinja, welche sich in der Anlage des Kurama-dera befindet, eines buddhistischen Temples im Norden Kyōtos. Von hier wacht eine alte Statue des Bishamon-ten über die ehemalige Hauptstadt.

Heilige Zeder mit Götterseil
Shinboku atsuta.jpg shinboku Heiliger Kampferbaum.
Götterbaum, shinboku; Atsuta Schrein, Nagoya
Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Heiliger Kampferbaum mit shimenawa.

Heiliger Kampferbaum
Shinboku tsurugaoka.jpg shinboku Heiliger Ginkgo-Baum.
Götterbaum, shinboku; Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © czarcats, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Vor diesem Baum wurde der unglückliche Shōgun Minamoto no Sanetomo (1192–1219) Opfer eines Mordanschlags. Der Mörder, sein eigener Neffe Kugyō (1200–1219), soll dem Shōgun im Schutz dieses Baumes aufgelauert haben. Ob der Baum damals allerdings schon groß genug dafür war, ist zweifelhaft. Im März 2010 fiel der Baum, welcher ein shimenawa trug und eines der Wahrzeichen von Kamakura darstellte, einem Taifun zum Opfer.

Heiliger Ginkgo-Baum
Kusunoki kumano.jpg shinboku Vermählte Kampferbäume (meoto kusunoki).
Götterbaum, shinboku; Kumano Sanso Ōmiwa Jinja, Halbinsel Kii, Präfektur Wakayama
Bildquelle: 663highland, Wikimedia Commons, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Durch shimenawa vermählte Kampferbäume.

Vermählte Kampferbäume
Shimenawa izumo.jpg shimenawa Riesen-Götterseil, Izumo.
Götterseil, shimenawa (Reisstroh). 1980er Jahre; Izumo Schrein, (Nebengebäude), Shimane-ken
Bild © Nanzan Institute for Religion and Culture, Ian Reader. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Das möglicherweise größte shimenawa Japans befindet sich im Izumo Taisha.

Riesen-Götterseil, Izumo
Shimenawa inseln.jpg shimenawa Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils.
Shimenawa; Shikoku.

Die fertige Installation. Ein torii und ein Minischrein (hokora) auf dem Riff dienen zusätzlich zum shimenawa zur Kennzeichnung des sakralen Ortes.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Drache tenno.jpg ryū Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft.
Stickerei, ryū
Bildquelle: Imperial Politics and Symbolism in Ancient Japan. The Tenmu Dynasty, 650–800., Herman Ooms, Honolulu: University of Hawai'i Press, 2008 (Umschlagbild).

Darstellung eines Drachen (ryū) auf einem Zeremonialgewand von Kōmei Tenno, r. 1847–1866.

Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft
Omikuji izumo.jpg o-mikuji Glückslose.
O-mikuji; Izumo Schrein, Präfektur Shimane
Bild © Umino Tomoko, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Schreinbesucher befestigen o-mikuji an den Zweigen und Rinden der alten Zedern auf dem Schreingelände von Izumo.

Glückslose
Amaterasu ofuda.jpg o-fuda O-fuda.
Talisman, o-fuda.

Ein o-fuda, das die Gottheit Amaterasu repräsentiert.

O-fuda
Toronagashi.jpg matsuri Tōrō nagashi.
Matsuri.

Schwimmende Laternen (tōrō nagashi ) zur Zeit des O-bon-Fests.

Tōrō nagashi
Toronagashi kanazawa1.jpg matsuri Schwimmende Laternen (tōrō nagashi).
Matsuri; Kanazawa.

Schwimmende Laternen (tōrō nagashi ) in Kanazawa.

Schwimmende Laternen
Image003.jpg matsuri Feuergang.
Matsuri
Bild © Don Weiss, Echoes of Incense.
Feuergang
Mantoe kannon.jpg matsuri Fest der Zehntausend Laternen (Mantō-e).
Matsuri; Fest des Shingontempels Jigen-in, Takasaki-shi, Gunma-ken
Bild © J-Blog. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Laternenfest (Mantō-e) zu Füßen des Weißgewandeten Kannon von Takasaki. Das Fest findet jährlich Ende August statt. Etwa 1500 Laternen (tōrō) werden dabei entzündet. Die Riesenstatue (41m) aus Stahlbeton, ein Wahrzeichen der Stadt Takasaki, wurde 1936 errichtet.

Fest der Zehntausend Laternen
Mantoe myokiji.jpg matsuri Laternenfest (Mantō-e).
Laternen, matsuri (Papier); Myoki-ji, Nagao-shi, Aichi-ken
Bild © Matsunami Chieko, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Laternen (tōrō) des Laternenfests Mantō-e

Laternenfest
Toronagashi kanazawa2.jpg matsuri Schwimmende Laternen (tōrō nagashi).
Matsuri.

Schwimmende Laternen (tōrō nagashi ) zur Zeit des O-bon-Fests.

Schwimmende Laternen
Magatama korea.jpg magatama Krummjuwelen, Korea.
Magatama (Jade). Korea, Drei-Reiche Zeit (vor 660)
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Krummwelen (magatama) aus dem frühgeschichtlichen Korea.

Krummjuwelen, Korea
Magatama.jpg magatama Krummjuwelen.
Magatama (Jade, Halbedelstein). Frühe Kofun-Zeit, 4. Jh.; Taniguchi Kofun, Saga-ken, Kyūshū
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Krummwelen (magatama) aus Halbedelsteinen aus dem Taniguchi Kofun, einem mittelgroßen Hügelgrab (77m Länge).

Krummjuwelen
Sake tsurugaoka.jpg koromo Sake-Opfergaben.
Koromo; Kamakura
Bild © kamachrome, flickr 2015. (Letzter Zugriff: 2017/2/1).

Gestell mit Opfersake in Strohfässern (koromo) im Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura.

Sake-Opfergaben
Koinobori.jpg koi Koinobori.
Koi (Kunstoff, bedruckt)
Bild © Christian Bergmeister, (flickr), 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Wimpel in Form von Karpfen (koi), die zum Knabenfest, Kodomo no hi, am 5.5. vor vielen Häusern in Japan aufgestellt werden.

Koinobori
Kamidana.jpg kamidana Kamidana mit shimenawa.
Hausaltar, kamidana
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Ein shintōstischer Hausaltar (kamidana) mit einem geschlagenen Tau aus Reisstroh (shimenawa).

Kamidana mit shimenawa
Kasuga reh.jpg ishi tōrō Steinlaternen.
Ishi tōrō
Bild © Salvador Busquets Artigas, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Reh zwischen den Steinlaternen (tōrō) des Kasuga Taisha.

Steinlaternen
Houmo.jpg hōmo shichijōgesa Zeremonialgewand.
Mönchsrobe, hōmo shichijōgesa
Bild © Costume Museum, Kyōto (2009/1). (Letzter Zugriff: 2016/8/26).

Buddhistisches Zeremonialgewand (hōmo shichijōgesa).

Zeremonialgewand
Henroishi2.jpg henroishi Traditioneller Wegeweiser.
Wegweiser, henroishi
Bild © Don Weiss.

Traditioneller Wegweiser

Traditioneller Wegeweiser
Hagoita traditionell.jpg hagoita Traditionelle Federballschläger.
Hagoita
Bild © Anchoco, flickr 2006. (Letzter Zugriff: retrieved, 2016/9/18).

Da diese Federballschläger (hagoita) als Geschenk für Mädchen gedacht sind, herrschen Geisha-Motive vor.

Traditionelle Federballschläger
Gorinto kuroda.jpg gorintō Grabanlage der Kuroda.
Grabsteine, gorintō (Stein). Edo-Zeit; Tōchō-ji, Fukuoka, Kyushu
Bild © Bernhard Scheid, flickr, 2018. (Letzter Zugriff: 2018/12/1).

Grabanlage der Familie Kuroda, die in der Edo-Zeit über das Daimyat Fukuoka, heute Teil der Präfektur Fukuoka im Norden Kyushus herrschten. Die Grabsteine sind im klassischen gorintō-Stil gehalten. Die Anlage befindet sich auf dem Gelände des Tempels Tōchō-ji, des ältesten Shingon-Tempels auf Kyushu. Der zentrale Grabstein birgt die Urne des zweiten Kuroda Daimyo, Tadayuki (1602–1654), der ein großer Förderer dieses Tempels war.

Grabanlage der Kuroda
Gohei.jpg gohei Papieropfergabe (gohei).
Gohei (Weißes Papier, Bast)
Bild © taima.org, (Cannabis in Japan). (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Zeremonielles Dekor für Shintō-Riten. Abgesehen von Papier in der charakteristischen Zickzack Form sind auch Bastfäden des Papiermaulbeerbaums zu erkennen. Diese dürften die ursprüngliche Form der gohei (auch heihaku) dargestellt haben.

Papieropfergabe
Kurobune.jpg emaki Schwarze Schiffe (kurobune).
Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe) (2), Detail. Edo-Zeit, 1854
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Drei Schiffe des Geschwaders von US Commodore Matthew Perry bei seinem zweiten Besuch Japans, 1854. Perry war mit insgesamt neun Schiffen und etwa 1800 Mann Besatzung unterwegs. Im Vordergrund das Flaggschiff „Powhatan“ — der als kurobune bekannt gewordenen Schiffe — Amerikas dritter, brandneuer Schaufelraddampfer (1850). Das Bild stammt aus einer japanischen Querbildrolle auf der Grundlage von Zeichnungen von Hibata Ōsuke, der den Besuch der Amerikaner und ihre technischen Wunderwerke akribisch aufzeichnete.

Schwarze Schiffe
Ema meijijingu.jpg ema Internationale Wünsche.
Votivbild, ema (Holz); Meiji-Schrein, Tōkyō
Bild © Philip Cygan, 2006. (Letzter Zugriff: 2019/9/19).

Ema, welche auch Englisch beschriftet werden.

Internationale Wünsche
Ema kanamara.jpg ema Ema des Kanamara Schreins in Kawasaki.
Votivbild, ema (Holz)
Bild © deadhippo.com, 2005. (Letzter Zugriff: 2007/4).

Dieses ema zeigt eine Variation des Weise-Affen-Motivs im Dienst der Aidsprävention: „... transmit no evil, receive no evil.“ (Der erste Affe von links bedeckt sein Hinterteil, der zweite sein Geschlechtsteil.)
Der Kanamara Schrein bedeutet wtl. Schrein des Eisenpenis, was auf eine etwas bizarre Legende zurückgeht. Er wird heute gern von Homosexuellen aufgesucht und ist u.a. für seine Transvestiten Umzüge bekannt.

Ema des Kanamara Schreins in Kawasaki
Milk-ema.jpg ema Muttermilch-ema.
Votivbild, ema.

Neueres ema für die Bitte um reiche Muttermilch

Muttermilch-ema
Ema muttermilch.jpg ema Ema für Bitte um reiche Muttermilch.
Votivbild, ema (Holz)
Bild © Encyclopedia of Shinto, Kokugakuin University. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Ein älteres ema (wtl. Pferdebild; Plakette auf der ein Wunsch geschrieben wird) für die Bitte um die Segnung mit reicher Muttermilch.

Ema für Bitte um reiche Muttermilch
Tauben ema.jpg ema Weiße Tauben.
Votivbild, ema. 1859; Kido Hachiman Schrein, Fukushima-ken; 29,5 x 37,5cm
Bild © Naraha no ema, Universität Fukushima. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Tauben (hato) als Tierbegleiter der Gottheit Hachiman, hier auf einem ema dargestellt.

Weiße Tauben
Edison ema.jpg ema Edison-ema.
Votivbild, ema (Holz); Iwashimizu Schrein, Yawata-shi (bei Kyōto)
Bild © J-blog, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Auch westliche Gesichter sind auf ema zu finden. In diesem Fall handelt es sich um den amerikanischen Erfinder Thomas Edison. Bekanntermaßen schaffte Edison den Durchbruch zur Entwicklung der Glühbirne, als er Bambus als Glühfaden entdeckte. Eine großangelegte Suchaktion Ende der 1870er Jahre ergab schließlich, dass sich der berühmte Bambus des Iwashimizu Hachiman-gū bei Kyōto besonders gut für diesen Zweck eignete. Der Schrein fühlt sich daher für die Erfindung der Glühlampe mitverantwortlich und ehrt Edison auf seinen Votivbildern. In gewisser Weise zählt der amerikanische Erfinder also zu den im Iwashimizu Schrein verehrten Gottheiten.

Edison-ema
Ema 1712.jpg ema Ema mit Pferde-Motiv, 1712.
Votivbild, ema (Holz). Edo-Zeit, 1712; Aomori-ken; 19 x 22 cm 
Bild © The Japan Folk Crafts Museum, (Mingeikan), Tokyo, Meguro-ku. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Die Beschriftung des ema enthält das Jahr der Spende (Shōtoku 2 = 1712) und den Namen des Spenders: Nagahachi 長八, sowie am oberen Rand ein buddhistisches Zeichen in Siddham-Schrift. Möglicherweise handelt es sich um die Silbe KYA, die u.a. für Elfköpfiger Kannon oder eine Figur namens Memyō Bosatsu 馬鳴菩薩 steht (vgl. Tobi-Fudo). Letzterer wird häufig auf einem Pferd reitend dargestellt.

Ema mit Pferde-Motiv, 1712
Ema inari.jpg ema Individuell bemalte Fuchs-ema.
Votivbilder, ema (Holz, Farbe); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Matthew Bednarik, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Bemalte ema mit Füchsen (kitsune) des Fushimi Inari Taisha

Individuell bemalte Fuchs-ema
Ema inari2.jpg ema Fuchs-ema.
Votivbild, ema (Holz)
Bild © indulgence boy, flickr, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Ema in einem Inari Schrein. Zu sehen ist ein weißer Fuchs (kitsune) vor einem Wunschjuwel (nyoi no tama).

Fuchs-ema
Ema inari leer.jpg ema Fuchs-ema, die zum Verkauf angeboten werden.
Votivbilder, ema (Holz, Farbe)
Bild © Ajisai, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Auch Filzstifte zur Beschriftung und Bemalung der ema liegen bereit.

Fuchs-ema, die zum Verkauf angeboten werden
Ema kagurazaka.jpg ema Ema mit Tiger-Motiv.
Votivbilder, ema (Holz); Buddhistischer Tempel des Bishamonten in Kagurazaka, Tōkyō
Bild © Bernhard Scheid, 2007.

Ema mit Tiger-Motiv in einem buddhistischen Tempel des Bishamon-ten.

Ema mit Tiger-Motiv
3affen chichibu.jpg ema Drei lebensfrohe Affen.
Votivbild, ema (Holz, Farbe); Chichibu, Saitama-ken
Bild © Lostintokyo, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Großes ema des Chichibu Schreins im NW Tōkyōs. Parodie auf die Drei Weisen Affen, die nicht hören, sehen und sprechen wollen. Hier heißt es „Schauen wir, hören wir, sprechen wir! - Die lebensfrohen Drei Affen“. Mehr dazu...

Drei lebensfrohe Affen
Ema kano sanraku1614.jpg ema Klassisches Votivbild mit Pferdemotiv.
Gemälde, ema (Farbe und Gold auf Holz) von Kanō Sanraku. Frühe Edo-Zeit, 1614
Bild © Hideyoshi to Kyōto. Toyokuni jinja shahōde [Austellungskatalog], Kyōto: Toyokuni Jinja, 1998..

Das Votivbild (ema) wurde für den Toyokuni Schrein des Toyotomi Hideyoshi in Kyōto angefertigt.

Kanō Sanraku Klassisches Votivbild mit Pferdemotiv
Ema pferd.jpg ema Ema.
Votivbild, ema (Holz); aus dem Yoshitsune Schrein, Hokkaidō
Bild © Encyclopedia of Shintō, Shintō Museum of Kokugakuin University. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Schrein-ema mit dem klassischen Pferde-Motiv

Ema
Enoshima ema.jpg ema Votivbilder.
Ema; Hetsumiya Schrein, Enoshima
Bild © Bernhard Scheid, 2007.

Das Heiligtum der Benzaiten in Enoshima gilt heute als Schrein für Verliebte. Neben den rosa Herzen finden sich auch Motive von Benten und den Glücksgöttern auf den Bildtafeln (ema).

Votivbilder
Emaden3.jpg ema Traditionelle Halle für Votivbilder (ema-dō).
Votivbilder, ema (Holz); Kasuga Jinja, Imai-chō, Kashihara, Nara-ken..

Ema-Halle, wie man sie auch heute noch bei manchen großen Tempeln und Schreinen findet. Neben einigen großformatigen Bildern mit individuellen Motiven, sind kleinformatige, standardisierte Darstellungen zu sehen, einige davon mit Pferdemotiv. Diese Bilder wurden wahrscheinlich — ähnlich wie heute — direkt vor Ort gekauft und gespendet. Einige der Bilder entstanden bereits in der Edo-Zeit.

Traditionelle Halle für Votivbilder
Ema yushimaseido.jpg ema Ema der Yushima Seidō.
Votivbilder, ema (Holz); Tōkyō
Bild © Eckhart Derschmidt, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Yushima Seidō ist eine Art konfuzianischer Andachtsstätte, die einzige dieser Art in Tōkyō. Konfuzius wird hier als Gott der Gelehrsamkeit verehrt. Die ema stammen zum Großteil von Schülern und Studenten und beinhalten die Bitte um Erfolg bei der nächsten Prüfung. Sie tragen die Aufschrift gōkaku: „Bestanden“.

Ema der Yushima Seidō
Ema kasuga mcmorrow04.jpg ema Votivbilder.
Ema (Holz); Kasuga-Schrein, Nara
Bild © Brian Mcmorrow, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Beschriftete und unbeschriftete ema am Kasuga Taisha.

Votivbilder
Ema zenkoji.jpg ema Ema.
Votivbild, ema (Holz); Zenkō-ji, Nagano
Bild © Angus McIntyre, 1999. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).
Ema
Ema washinomiya.jpg ema Ema mit Manga-Motiv.
Votivbild, ema (Holz); Washinomiya Schrein, Saitama-ken (nördl. von Tokyo)
Bild © Muza-chan, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Fünfeckiges Manga-ema vor einem traditionellen Ema-Motiv. Der Washinomiya Schrein, einer der ältesten Schreine der Kantō Region, erhielt neuen Zulauf, als er zum Spielort des populären Manga Lucky Star auserkoren wurde. Seither gibt es im Schrein auch Ema im Manga-Stil. Auf diesem ist zu lesen: „Ein Leben lang otaku-krank.“

Ema mit Manga-Motiv
Ema kiyomizu.jpg ema Moderne ema.
Votivbild, ema (Holz); Kiyomizu Tempel, Kyōto
Bild © Onizuka Kentarō, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Am Kiyomizu-dera in Kyōto hinterlassen auch westliche Touristen gerne ihre Wünsche in Form von ema.

Moderne ema
Ema tengu.jpg ema Ema mit Tengu-Motiv.
Votivbild, ema (Holz); Myōgi Jinja, Gunma-ken
Bild © indulgence boy, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Neben einer Maske sind auf diesem ema auch die für tengu typischen einstegigen geta-Sandalen zu erkennen.

Ema mit Tengu-Motiv
Nanbanbune2.jpg byōbu Schiff der Südlichen Barbaren (nanban-bune).
Wandschirm, byōbu, Detail. Edo-Zeit, frühes 17. Jh.; 169 × 363 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (AK-RAK-1968-1-A). (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Wandschirm mit europäischen „Barbaren“ (nanban). Kurz vor der Vertreibung der Europäer aus Japan zogen diese großes Interesse auf sich. An Bord des Schiffes sind europäisch-hellhäutige und dunkelhäutige (indische?) Personen zu sehen. Die dunkelhäutigen sind Diener und Matrosen.

Schiff der Südlichen Barbaren
Butsudan small.jpg butsudan Mini-butsudan mit Kunstblumen und Speiseopfer.
Hausaltar, butsudan.

Ein buddhistischer Hausaltar (butsudan) mit Kunstblumen und Speiseopfer.

Mini-butsudan mit Kunstblumen und Speiseopfer
Omikuji.jpg Omikuji Glückslose (o-mikuji).
Omikuji; Tōkyō
Bild © Brian Utesch, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Glückslose (o-mikuji), welche an einem Zweig befestigt wurden.

Glückslose
Nanbanbune.jpg Schiff der Südlichen Barbaren (nanban-bune).
Wandschirm von Kano Naizen (1570-1616), Detail; 154,5 × 363,2cm
Bild © Kobe City Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Motiv europäischer „Barbaren“ (nanban byōbu).

Kano Naizen Schiff der Südlichen Barbaren
Mikuji kamakura.jpg O-mikuji und torii.
Schreinanlage
Bild © Bjørn K, 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Gückslose (o-mikuji) und torii in Kamakura.

O-mikuji und torii
Mikuji nara.jpg O-mikuji.
Bild © Stephen A. Edwards, 2002. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Die o-mikuji sind an einen Granatapfelzweig gebunden

O-mikuji
Nishinomiya souvenir.jpg Souvenirstand beim Nishinomiya-Schrein.
Nishinomiya Jinja.

Souvenirverkauf beim Tōka-Fest. Verkauft werden Glücksbringer des Nishinomiya Schreins. Neben der Meerbrasse (tai) Ebisus sind auch Daikokus Reisballen zu erkennen. Die weibliche Maske stellt Otafuku dar, eine Variante der Ame no Uzume, die auch als Glücksgottheit angesehen wird.

Souvenirstand beim Nishinomiya-Schrein
Oagata hanayome.jpg Hanayome Umzug.
Schreinfest; Ōagata Schrein, Aichi-ken.

Bei einem Fest des Ōagata Schreins werden junge Frauen in pächtigen Brautkleidern (hanayome) auf kleinen Lastwägen in einer Prozession umhergeführt. Im Hintergund eine Maske der Okame, die hier zu einer Vulva verformt ist — das Markenzeichen des Ōagata Schreins.

Hanayome Umzug
Mikuji gakusei dazaifu.jpg O-mikuji.
Dazaifu Tenman-Schrein, Kyūshū
Bild © Nihon ryokō, 2002. (Letzter Zugriff: 2011/10).

Schüler mit frisch erworbenen o-mikuji Losen des Dazaifu Tenman-gū.

O-mikuji
Meotoiwa.jpg Vermählte Felsen (meoto iwa).
Felsformation; in der Bucht von Ise, Futami Okitama Schrein, Mie-ken
Bildquelle: Bernhard Scheid, 2013.

Ein „männlicher“ und ein „weiblicher“ Felsen (meoto-iwa) sind hier durch ein Götterseil (shimenawa) ehelich verbunden. Die Felsen gehören zum Futami Okitama Jinja, der sich in der Gegend der Schreinanlage von Ise befindet. Abgesehen von diesem lohnenden Fotomotiv hat der Schrein nicht allzu viel zu bieten, auch sind die Felsen bei direkter Besichtigung überraschend klein. Dennoch handelt es sich um eine seit der Edo-Zeit berühmte Sehenswürdigkeit in Ise.

Vermählte Felsen
Miko heianjingu barthe.jpg Schreindienerin (miko).
Heian-Schrein, Kyōto
Bild © Alain Barthe, 1997. (Letzter Zugriff: 2016/1).

Im Hintergrund der miko befinden sich o-mikuji auf den Zweigen künstlich angelegter Büsche.

Schreindienerin
Tsurugaoka ginkgo.jpg Gingko-Baum mit Götterseil.
Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura.

Der über 700 Jahre alte Baum im Areal des Tsurugaoka Hachiman-gū wird durch ein shimenawa als heiliger Baum (shinboku) gekennzeichnet. Leider fiel im März 2010 einem Taifun zum Opfer.

Gingko-Baum mit Götterseil
Marakannon4.jpg Eindrücke des Mara-Kannon Tempels.
Yamaguchi
Bild © Chindera Dai-Dōjō. (Letzter Zugriff: 2011/7).
Eindrücke des Mara-Kannon Tempels
Marakannon3.jpg Eindrücke des Mara-Kannon Tempels.
Yamaguchi
Bild © Chindera Dai-Dōjō. (Letzter Zugriff: 2011/7).
Eindrücke des Mara-Kannon Tempels
Marakannon2.jpg Eindrücke des Mara-Kannon Tempels.
Phallus-Statuen (Stein); Präfektur Yamaguchi
Bild © Chindera Dai-Dōjō. (Letzter Zugriff: 2011/7).
Eindrücke des Mara-Kannon Tempels
Marakannon.jpg Hinweisschild des Mara-Kannon Tempels.
Plakat; Präfektur Yamaguchi
Bild © Chindera Dai-Dōjō. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Der Mara-Kannon Tempel behauptet von sich, führend auf dem Gebiet des Phallus-Kultes zu sein.

Hinweisschild des Mara-Kannon Tempels
Vajra kongobuji.jpg Vajra (kongōsho).
Ritualinstrument (Bronze). Heian-Zeit, 12. Jh.; Kongōbu-ji, Berg Kōya; ca. 25cm
Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 54-55, Abb. 17.

Vajra unterscheidet man nach der Anzahl der Zinken. Es gibt einzinkige (tokkosho), dreizinkige (sankosho) und fünfzackige (gokosho). Die hier abgebildeten Vajras gehören zu den Schätzen des Tempelbergs Kōya-san und zählen zu den ältesten Exemplaren in Japan.

Vajra
Vajra tibet.jpg Vajra.
Gold-Kupfer-Legierung. Tibet, 18. Jh.; Los Angeles County Museum of Art; Länge: 12,7cm
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9).

Tibetisches vajra (tib. dorje, jap. kongō) mit fünf Zinken.

Vajra
Wedrocks.jpg Vermählte Felsen.
Landschaftsstudie (SW Photografie) von Rolfe Horn. 2001; Okitama Schrein, Bucht von Ise, Mie-ken.
Bild © Rolfe Horn. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Die vermählten Felsen von Ise. Berühmtestes, wenn auch nicht einziges Beispiel von markanten Felsformationen, die durch shimenawa verbunden sind und meist als „Mann-Frau-Felsen“ (meotoiwa) bezeichnet werden.

Rolfe Horn Vermählte Felsen
Yamanokami.jpg Vernachlässigter Phallusschrein.
Yama-no-kami Schrein, Matsue, Präfektur Shimane
Bild © Onizuka Kentarō, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Weitere Informationen: Inyōseki Kenkyūkai (2011/7)

Vernachlässigter Phallusschrein
Yasui konpira.jpg „Stein der Trennung und der Bindung“ (Engiri enmusubi ishi).
Yasui Konpira Schrein, Kyōto; Höhe: 1,5m
Bild © Kimagure Jīsan, (J-Blog), 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Im Inneren des Konvoluts von aufgeklebten Zetteln (o-mikuji) befindet sich ein großer Stein mit einem Loch. Auf den Zetteln stehen Wünsche, die mit Hilfe des Steins in Erfüllung gehen sollen. Der Stein selbst, welcher sich am Gelände des Yasui Konpira-gū befindet, ist erstaunlich dünn und gleicht eher einer Wand mit Loch. Die Zetteln bilden also die Hauptmasse des auf diesem Bild gezeigten religiösen Objekts.

„Stein der Trennung und der Bindung“
Luckycharms.jpg Glücksbringer.
Photographie von Erika Kiffl. 1984
Bild © Museen Köln. (Letzter Zugriff: 2016/8).

In allen Tempeln und Schreinen gibt es ein reiches Angebot an Glücksbringern (o-mikuji), die man sowohl erwerben, als auch nach eigenen Vorstellungen gestalten und als Opfergaben darbringen kann. Hier: Votivbilder (ema) und zu Ketten aneinander gefädelte Papierkraniche (senbazuru).

Erika Kiffl Glücksbringer
Yokozuna.jpg Futabayama Sadaji.
Portraitphoto. Um 1940
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Portrait des Sumō-Ringers Futabayama Sadaji (1912–1968), 35. Großmeister (Yokozuna) des modernen Sumō, mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna).

Futabayama Sadaji
Omamori.jpg Glücksbringer (o-mamori).
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Fotographie traditioneller Glücksbringer (o-mamori).

Glücksbringer
Osorezan 14.jpg Windräder.
Osore-zan
Bild © Eve Andersson, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Windräder für verstorbene Kinder am Osore-zan.

Windräder
Omikuji blau.jpg Glückslose (omikuji).
Bild © Bonguri, Flickr 2015. (Letzter Zugriff: 2017/11/19).

Glückslose (o-mikuji), an einen Zweig gebunden.

Glückslose (omikuji)
Shimekazari.jpg Shimenawa.
Götterseil (Reisstroh); privates Wohnhaus in Shikoku
Bild © NanKuruNaiSa, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Shimenawa als Neujahrsschmuck

Shimenawa
Shimenawa negaibun.jpg Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils.
Shikoku.

Im Seil (shimenawa) sind Zettel mit Bitten an die Gottheit des lokalen Kashima Schreins eingeflochten.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Koya muenbotoke.jpg Grab für die Namenlosen (muen-botoke).
Grabpyramide (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Molly Des Jardin, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Muen-botoke bedeutet wtl. „Buddhas (= Verstorbene) ohne Bindung (= Angehörige)“. Meist bezieht sich der Begriff auf abgetriebene Kinder. Jeder Verstorbene ist durch eine kleine gorintō-Stele repräsentiert, manche davon sind mit Lätzchen versehen. Auch einige Jizō-Statuen sind darunter.

Grab für die Namenlosen
Shimenawa installation2.jpg Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils.
Shikoku.

Noch ein Job für die Feuerwehr — die Befestigung des shimenawa

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Shimenawa installation.jpg Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils.
Shikoku.

Das Seil (shimenawa) wird auf einem Felsriff unweit der Stadt installiert.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Shimenawa hokkaido.jpg Shimenawa.
Götterseil (Reisstroh)
Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Ein shimenawa eines Schreins in Hokkaidō

Shimenawa
Shimenawa helfer.jpg Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils.
Shikoku.

Die behelmten Helfer für die Herstellung des shimenawa sind Angehörige der lokalen Feuerwehr.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Shimenawa gohei.jpg Shimenawa mit Zickzackpapier.
Götterseil (Stroh).

Eher dünnes Seil (shimenawa) mit prächtigem Zickzackpapier (shide) an einem Schreingebäude.

Shimenawa mit Zickzackpapier
Sotdae3.jpg Sotdae.
Zeremonielle Stäbe (Holz). Korea
Bild © hkyoo226. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Koreanische sotdae

Sotdae
Shimenawa flechten.jpg Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils.
Reisstroh; Shikoku.

Jahr für Jahr wird in einer kleinen Stadt auf der Insel Shikoku ein 45 Meter langes Götterseil (shimenawa) hergestellt. Zahlreiche Freiwillige beteiligen sich an der öffentlichen Zeremonie.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Shimenawa einweihung.jpg Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils.
Shikoku.

Die Helfer nehmen an der Einweihung des fertigen Seils (shimenawa) durch einen Shintō-Priester teil.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Shichigosan poster.jpg Shichigosan-Poster.
Kushida Jinja, Fukuoka (Hakata), Kyūshū 
Bild © Jean, trip-advisor 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Plakat eines Schreins, der den ganzen November hindurch Shichigosan-Feiern veranstaltet.

Shichigosan-Poster
Toba purinta.jpg Buddhistischer Mönch beim Bedrucken von sotoba-Latten.
Bild © TTN. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Dafür nimmt er einen Laptop und eines eigens für diesen Zweck bestimmten Printer zu Hilfe.

Buddhistischer Mönch beim Bedrucken von sotoba-Latten
Sanshokuki.png Sōka Gakkai-Flagge.
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Die Flagge der Sōka Gakkai mit Lotos-Symbol.

Sōka Gakkai-Flagge
Sanbo.jpg Drei Juwelen.
Papier, Farbe; Tōkō-ji, Shizuoka-shi
Bild © Shinbei Oshō, (Tempel-Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Stempelbild eines Tempels. Dargestellt sind die Drei Schätze des Buddhismus (triratna) in Form von drei Wunscherfüllungsperlen, umrahmt von einem Flammenkranz und plaziert auf einer Lotosblüte. Ein traditionelles Bild für die Drei Schätze.

Drei Juwelen
Steingarten.jpg Miniatur des Steingartens des Ryōanji-Tempels.
Steingarten.

Der berühmte Steingarten des Tempels Ryōan-ji wirkt auf Fotos meistens enttäuschend. Daher hier eine Miniatur-Replik, die einmal bei www.presentpicker.com als Geschenkartikel angeboten wurde.

Miniatur des Steingartens des Ryōanji-Tempels
Tagata banner.jpg Fruchtbarkeitsfest (hōnen matsuri).
Tagata Schrein, Komaki, Präfektur Aichi.

Festival-Banner

Fruchtbarkeitsfest
Tauben happi.jpg Zwei Tauben formen eine Acht.
Gewand; Fukagawa Hachiman, Tōkyō
Bild © Philbert Ono, Fukugawa Hachiman Matsuri 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Muster auf dem Gewand (happi) der Helfer beim Schreinfest. Hier formen zwei Tauben (hato) das Zeichen für acht (八hachi), was wiederum für Hachiman steht.

Zwei Tauben formen eine Acht
Saisenbako meiji.jpg Spendenbox (saisen bako).
Meiji-Schrein, Tōkyō.

Spendenbox (saisen bako) des Meiji Jingū.

Spendenbox
Osorezan flickr14.jpg Windräder.
Osore-zan
Bild © tamipn, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Buntes Windrad am Osore-zan für die verstorbenen Kindern.

Windräder
Teruterubozu.jpg Teruteru Bōzu.
Puppe (Papier)
Bild © Darjeeling Days, Flickr, 2014. (Letzter Zugriff: 2018/12/8).

Die Schönwetterpuppe teruteru bōzu, an einer Wäscheleine.

Teruteru Bōzu
Osorezan flickr11.jpg Stupa.
Grab (Stein); Osore-zan
Bild © yuezhi, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2005/10).

Stupa in stelenartiger Form, rundherum ein weiteres Mal die Raben.

Stupa
Omikuji rosa.jpg Glückslose (omikuji).
Heian Jingū, Kyoto
Bild © Zhang Wenjie, 2011. (Letzter Zugriff: 2017/11/19).

Glückslose (o-mikuji), in rosa gehalten.

Glückslose (omikuji)
Omikuji nikko.jpg Glückslose (o-mikuji).
Bild © Mainichi Shinbun.

Glückslose (o-mikuji), an einen Zweig gebunden.

Glückslose
Sake hachimangu.jpg .
Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © Olivier Théreaux, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Sake und Bier als Opfergaben (sonaemono) am Tsurugaoka Hachiman Schrein.

Kasuga lanterns1.jpg Laterne.
Bild © Perrin Lindelauf, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Beleuchtete Kasuga-Laterne (tōrō)

Laterne
Kotsutsubo.jpg Grab-Urne (kotsutsubo).
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Grab-Urne
Hagoita.jpg Traditionelle Federballschläger (hagoita).
Geschäftslokal; Asakusa-dera, Asakusa, Tōkyō
Bild © anchoco, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Verkauf traditioneller Federballschläger (hagoita) zu Neujahr.

Traditionelle Federballschläger
Ema goojinja.jpg Wildschwein-Leitmotiv.
Votivbild (Holz)
Bild © VikingSlav, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Wildschweinwächter und Riesen-ema mit Wildschweinmotiv. Aufgenommen im Goō Jinja in Kyōto, in dessen Gründungslegende Wildschweine eine Rolle spielen.

Wildschwein-Leitmotiv
Ema hachimangu.jpg Shintō-Priester.
Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © Angus McIntyre, 1998. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Junge Priester entfernen ema-Täfelchen nach einem besucherreichen Tag.

Shintō-Priester
Ema muttermilch2.jpg Ema.
Votivbild (Holz). Frühes 20. Jh.
Bild © Fowler Museum at UCLA. (Letzter Zugriff: 2012/11)
Gift of Dr. Daniel C. Holtom.

Älteres ema für die Bitte um reiche Muttermilch. Das Bild stammt möglicherweise aus Sendai, wo bei einem Gingkobaum mit Brust-ähnlichen Formen um Muttermilch gebetet wurde.

Ema
Glocke chionin.jpg Tempelglocke.
Bronze. 1636; Tempel Chion-in, Kyōto; Höhe: 3,3m; Durchmesser: 2,8m; Wanddicke: 30cm; Gewicht: ca. 70t
Bild © Wada Yoshio. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Tempelglocke des Chion-in in Kyōto

Tempelglocke
Glocke chionin2.jpg Tempelglocke.
Bronze. 1636; Tempel Chion-in, Kyōto
Bild © Laura Meyer, 2001. (Letzter Zugriff: 2009/10).

Mönche beim Anschlagen der Glocke des Chion-in.

Tempelglocke
Grab yanaka.jpg Traditionelle Gräber.
Grab; Friedhof Yanaka, Tōkyō
Bild © Jens Quade, fickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Traditionelles Grab in Tōkyō.

Traditionelle Gräber
Hagoita baseball.jpg Traditionelle Federballschläger (hagoita).
Bild © Yewco Kootnikoff, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Neben den traditionellen Motiven der hagoita finden sich aber auch Ausnahmen...

Traditionelle Federballschläger
Edict.jpg Verordnung zur Christenverfolgung.
Gesetztafel (Holz). 1682
Bild © 26 Martyrs.

Eine Holztafel mit einer Verordnung aus dem Jahr 1682, durch welche die Belohnungen für die Überführung von Christen festgelegt wurde:

Verordnung

Der christliche Glaube (kirishitan shūmon) ist seit langem verboten. Wer einen Verdächtigen entdeckt, muss ihn den Be·hörden melden. Als Be·lohnung gibt es

500 Siber·münzen für die An·zeige eines Priesters (bateren)
300 Silbermünzen für die An·zeige eines Mönchs·bruders (iruman)
den gleichen Betrag für einen Re·kon·ver·tierten (tachikaerimono)
100 Silber·münzen für einen Laien.

Auch wenn der An·zei·gende selbst Christ ist, bekommt er 500 Silbermünzen oder den der Anzeige ent·sprechenden Betrag. Wenn jemand aber einen Priester oder Mönch ver·steckt, so wird auch der Vor·steher (nanushi) seines Dorfes, die Nach·bar·schafts·gruppe (goningumi) und die ganze Ver·wandt·schaft bestraft.

Im Jahr Tenna 2 (1682), 5. Monat


切支丹宗門は累年御制禁たり自然不審成もの有之は申出へし御ほうびとして

はてれんの訴人 銀五百枚
いるまんの訴人 銀三百枚
立かへり者の訴人 同断
同宿并宗門の訴人 銀百枚

右之通可被下之たとひ同宿并宗門之内たりといふとも訴人に出る品により銀五百枚可被下之隠置他所よりあらはるゝにおゐては其所之名主并五人組迄一類ともに 可被処厳科者也仍下知如件

天和二年五月日

Verordnung zur Christenverfolgung
Hakama miko.jpg „Rockhose“ hakama.
Priestertracht
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Rockhose für Schreindienerinnen (miko). Die Zuordnung ist anhand der Farbe zu erkennen, Männer tragen ähnliche Hosen in anderen Farben. Ursprünglich waren die Hosenbeine so lang, dass sie wie eine Schleppe nachgeschleift wurden. Das ist heute nicht mehr der Fall.

„Rockhose“ hakama
Hamaya.jpg Pfeile (hamaya).
Bild © Vincent Van den Storme, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Verkauf traditioneller Pfeile (hamaya).

Pfeile
Haraegushi nikko.jpg Haraegushi.
Zeremonialgegenstand (Papier, Baststreifen); Tōshō-gū, Nikkō
Bild © Frank J. Gualtieri Jr., Wikimedia Commons, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Purifikationsinstrument (haraegushi).

Haraegushi
Hato hachiman.jpg Schreintafel.
Hachiman Schrein, Tsurugaoka, Kamakura..

Das erste Zeichen hachi („Acht“) hat die Form von zwei Tauben, den Botentieren des Hachiman.

Schreintafel
Hatsumode.jpg Glücksbringerverkauf.
Bild © Vincent Van den Storme, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Miko beim Verkauf von Glücksbringern (o-mikuji). Kaufen und Verkaufen ist eigentlich das Wichtigste.

Glücksbringerverkauf
Heiantate.jpg Traditionelle Kopfbedeckung (tate-eboshi).
Kopfbedeckung (Papier).

Der tate-eboshi war einst allgemeine Tracht und ist heute Teil des Ornats der Schreinpriester.

Traditionelle Kopfbedeckung
Henroishito11.jpg Traditioneller Wegeweiser.
Bild © Don Weiss.
Traditioneller Wegeweiser
Ema dazaifu.jpg Ema.
Votivbild (Holz); Kyūshū
Bild © Tomo Yun, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Ema des Dazaifu Tenman-gū

Ema
Ebisu hyakudaiyu.jpg Ebisu Hyakudaiyū.
Schreinpuppe; Nishinomiya Jinja
Bild © Darren-Jon Ashmore, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Schreinpriester Yoshii Sadatoshi demonstriert die Puppe des Ebisu Hachidaiyū.

Ebisu Hyakudaiyū
Himenomiya.jpg Fruchtbarkeitsfest (himenomiya hōnen matsuri).
Ōagata Schrein, Inuyama, Präfektur Aichi.

Festival-Banner

Fruchtbarkeitsfest
Butsudan1.jpg Relativ kleiner butsudan in einem städtischen Haushalt.
Bild © Bernhard Scheid, 2004.

Ein weiterer buddhistischer Hausaltar (butsudan).

Relativ kleiner butsudan in einem städtischen Haushalt
753 7.jpg Verkauf von Kimonos.
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Shichigosan-Kimonos im Schaufenster

Verkauf von Kimonos
Asagutsu.jpg Zeremonialschuhe asagutsu.
Schuhwerk (Pawlonia-Holz, schwarzer Lack, mit Seide ausgekleidet)
Bild © Yoshida Shōsoku-ten. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Asagutsu sind spezielle Schuhe für den Gebrauch von Shinō-Priestern. Wie andere Elemente der Priesterkleidung gehen auch diese Schuhe, die bei feierlichen Zeremonien getragen werden, auf die Heian-zeitliche Hoftracht zurück.

Zeremonialschuhe asagutsu
Asakusa koro1.jpg Rauchopferbecken vor der Haupthalle.
Bronze; Asakusa, Tōkyō
Bild © Shige's Wallpapers. (Letzter Zugriff: 2016/9/6).

Wie in allen großen Tempeln werden auch im Sensō-ji Rauchopfer in Form von Räucherstäbchen in einem großen, mit Asche gefüllten Bronzegefäß (o-kōro) dargebracht.

Rauchopferbecken vor der Haupthalle
Asakusa shogatsu2.jpg Traditionelle Federballschläger (hagoita).
Sensō-ji, Asakusa, Tōkyō
Bild © Satō Satoru, 1995 (flickr). (Letzter Zugriff: 2016/8).

Verkauf von traditionellen Federballschlägern (hagoita) im Sensō-ji.

Traditionelle Federballschläger
Bishamon ema.jpg Ema des Bishamon-ten.
Votivbild (Holz, Farbe). 1935; 23 x 29,4 cm
Bild © Fowler Museum at UCLA. (Letzter Zugriff: 2012/11)
Gift of Dr. Daniel C. Holtom.

Älteres ema aus Shichigahama bei Sendai. Der abgebildete Tausendfüßler gilt als Botentier des Bishamon-ten.

Ema des Bishamon-ten
Bronzespiegel okinoshima.jpg Spiegel mit Drachenmotiven.
Kultgegenstand (Bronze). Kofun-Zeit, 5. Jh.; „Nationalschatz“; Oki no shima, Munakata Schrein, Kyūshū; Durchmesser: 22 cm
Bild © Harris 2001, S. 109, Abb. 37.

Dieser Spiegel entstammt einer Schreininsel des Munakata Taisha in Kyūshū. Auf der verzierten Außenseite des Spiegels befinden sich vier mythologische Tiere, die als Drachen (daryū 鼉龍) gedeutet werden. (Siehe auch: e-Kokuhō).

Spiegel mit Drachenmotiven
Butsudan2.jpg Relativ kleiner Butsudan in einem städtischen Haushalt.
Detail
Bild © Bernhard Scheid, 2004.

Ein buddhistischer Hausaltar (butsudan).

Relativ kleiner Butsudan in einem städtischen Haushalt
Dosojin miyagi 1893.jpg Dōsojin mit Phallidarstellung.
Statue (Stein). Meiji-Zeit, 1893; Miyagi
Bild © Michael Czaja. Gods of myth and stone: Phallicism in Japanese folk religion. New York: Weatherhill, 1974, S.113.

Ein aus Stein gefertigter Wegegott (dōsojin) aus Nordjapan, auf dem zwei Phalli als Paar abgebildet sind.

Dōsojin mit Phallidarstellung
Chichibujinja.jpg Hamaya-Verkauf.
Chichibu Jinja, westlich von Tōkyō
Bild © Welcome to Chichibu. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Abermals miko beim Verkauf von Glücksbringern, in dem Fall hamaya.

Hamaya-Verkauf
Coin of Kanishka I.jpg Münze des Königs Kanishka.
Münze (Gold). Kushana Reich; Gandhara
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Goldmünze aus der Zeit König Kanishkas (ca. 127–163 u.Z.). Kanishka regierte die „goldene Zeit“ des Kushana Reichs, einer Dynastie aus Nordchina. Das Zentrum des Kushana Reiches befand sich allerdings in Gandhara im heutigen Pakistan und war stark vom Hellenismus geprägt. Das Kushana Reich war besonders wichtig für die Entwicklung der Seidenstraße, die China mit dem Mittelmeerraum verband. Zugleich war Kanishka ein großer Förderer des Buddhismus. Dies lässt sich auch an der vorliegenden Münze erkennnen. Auf einer Seite ist die Figur des Herrschers zu sehen, auf der anderen die Figur Buddhas. Die Münze ist in griechischen Buchstaben beschriftet, das Wort „Boddo“ (Buddha) ist deutlich zu erkennen.

Münze des Königs Kanishka
Daruma auge.jpg Daruma-Figur.
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Mönch beim Bemalen einer Daruma-Figur

Daruma-Figur
Daruma takayama.jpg Daruma.
Glücksbringer (Papiermaché, Farbe); Takayama.

Daruma-Statue.

Daruma
Daruma und hokora.jpg Daruma-Figur.
Glücksbringer (Papiermaché, Farbe)
Bild © El-Branden Brazil, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Eine etwas verwitterte Daruma-Figur neben einem Miniaturschrein (hokora). Die Figur hat nur ein Auge bemalt, was bedeutet, dass der an sie gerichtete Wunsch noch nicht in Erfüllung gegangen ist.

Daruma-Figur
Darumaichi.jpg Daruma-Puppen.
Glücksbringer (Papiermaché, Farbe)
Bild © Chowitt, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9).

Daruma-Puppen als Glücksbringer.

Daruma-Puppen
Dazaifu tenmangu mamori.jpg Glücksbringer-Verkauf im Dazaifu Tenman-gū.
Schrein; Fukuoka-ken, Kyūshū
Bild © Teasmartgarden, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Die im Dazaifu Tenman-gū verkauften Glücksbringer (o-mamori, o-fuda) richten sich speziell an Schüler und Studenten. Ihnen gewährt Tenjin-sama besonderen Schutz.

Glücksbringer-Verkauf im Dazaifu Tenman-gū
Himeishi oagata.jpg Vagina-artiger Stein.
Naturstein; Ōagata Schrein, Inuyama, Präfektur Aichi.
Vagina-artiger Stein
Hyakumanto.jpg Miniatur-Stupas.
Holz. Nara-Zeit, 8. Jh.; im Besitz des Hōryū-ji, Präfektur Nara; Höhe: 21,5 cm
Bildquelle: Tanaka Motomasa. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Im Inneren der Stupas befinden sich Papierzettel mit einem buddhistischen Text. Diese Zettel wurden mit einem einfachen Druckstempelverfahren hergestellt und gelten als die ältesten erhaltenen Druckwerke der Welt. Etwa 40.000 Exemplare befinden sich derzeit noch im Besitz des Hōryū-ji.

Miniatur-Stupas
Koshinto totsukajuku.jpg Kōshin-Gedenkstein.
Statue (Stein). Edo-Zeit, 1695; Totsuka-ku, Yokohama
Bild © only tanuki, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/7/9).

Kōshin-Gedenkstein (kōshin-tō) mit Shōmen Kongō mit vier Armen, flankiert von Sonne und Mond . Darunter die Drei Affen (saru) mit Hahn und Henne. Datierung Genroku 8 (1695)/11/2 — ein kōshin-Tag.

Kōshin-Gedenkstein
Kd hirako seto.jpg .
Minuaturvase (Porzellan).

Ziergegenstand rund um kamidana.

3jingi.jpg Spiegel, Schwert und magatama.
Bild © Cyber Shrine. (Letzter Zugriff: 2016/8).

So etwa könnten die Insignien des Tennō aussehen, die allerdings bis heute den Blicken der Allgemeinheit entzogen sind.

Spiegel, Schwert und magatama
Kasuga lanterns3.jpg Laterne.
Bild © Yamada Ryoko, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Der Hirsch als Symbol des Schreins ist auch auf vielen Laternen (tōrō) zu finden.

Laterne
Kasuga manto.jpg Steinlaternen.
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Als Vorbereitung für das Laternenfest werden die Steinlaternen (tōrō) mit Papier verklebt.

Steinlaternen
Kasuga reh2.jpg Steinlaternen.
Bild © Yvon Liu, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Manchmal wird das auf die Laternen (tōrō) geklebte Papier aber gleich wieder gefressen.

Steinlaternen
Kasuga toro.jpg Steinlaternen (ishi tōrō).
Laterne (Stein); Kasuga Schrein, Nara
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Steinlaternen (ishi tōrō) des Kasuga Taisha

Steinlaternen
Kd hirako kodai.jpg .
Miniaturvase (Porzellan).

Ziergegenstand rund um kamidana.

Kd kagami.jpg .
Minuaturspiegel (Metall).

Ziergegenstand rund um kamidana.

Kasuga7.jpg Bronzelaternen (tsuta-mon).
Laterne (Bronze)
Bild © Salvador Busquets Artigas, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Bronzelaternen (tōrō) mit Familienwappen in der Form eines Wilden-Wein-Blattes

Bronzelaternen
Kd kinpei.jpg Gohei.
Kultgegenstand (Holz, Papier).

Ziergegenstand rund um kamidana.

Gohei
Kd tourou kasuga.jpg .
Minuaturlaterne (Metall).

Ziergegenstand rund um kamidana.

Kesa enryakuji.jpg Kesa aus sieben Stoffbahnen.
Mönchsumhang. China, 8. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Enryaku-ji, Berg Hiei; 132 x 260 cm.

Ein kesa, ein langes aus mehreren Stoffstreifen zusammengenähtes Tuch, wird üblicherweise von buddhistischen Mönchen über einem dunklen Übergewand getragen.

Kesa aus sieben Stoffbahnen
Kitano lantern.jpg Laterne des Kitano Schreins.
Bild © Chris Gladis, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/08/18).

Die Laterne trägt das Zeichen oni (Dämon) und erinnert vielleicht an die Figur des Tenjin als dämonischer Donnergott.

Laterne des Kitano Schreins
Konseisama.jpg Hauptheiligtum des Konsei-Schreins.
Yamasaki, Tōno-shi, Präfektur Akita
Bild © Okada Kenji, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).
Hauptheiligtum des Konsei-Schreins
Koro asakusa.jpg Becken für Rauchopfer (Räucherstäbchen).
Asakusa-dera, Tōkyō.

Rauchopferbecken vor der Haupthalle des Sensō-ji in Asakusa, Tōkyō.

Becken für Rauchopfer (Räucherstäbchen)
Koshinto kakizawa.jpg Kōshin-Gedenkstein.
Statue (Stein); Kakizawa, Präfektur Nagano
Bild © Nakasendō nisshi, 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Kōshin-Gedenkstein (kōshin-tō) mit Shōmen Kongō mit vier Armen, flankiert von Sonne und Mond sowie Hahn und Henne. Darunter die Drei Affen (saru) als mizaru, iwazaru, kikazaru.

Kōshin-Gedenkstein
Kasuga dark.jpg Laterne aus dem Jahr Kanbun 6.
Laterne. 1666
Bild © Bohuslav Kotal, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Viele Laternen (tōrō) haben einen Text in das Muster eingebaut, der Namen des Spenders und Datum der Spende enthält.

Laterne aus dem Jahr Kanbun 6
Kasuga6.jpg Laternen.
Laterne (Bronze). 1676
Bild © Mark Boucher, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Die Laterne (tōrō) im Vordergrund hat ein Datum eingeschrieben: Enpō 4

Laternen
Ichijihoto hokekyo.jpg Ichijihoto hokekyo.
Sutra. 12. Jh.
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Jedes einzelne Zeichen ist von einer Pagode umrahmt.

Ichijihoto hokekyo
Kamigamo Omikuji.jpg Glückslose (o-mikuji).
Kamigamo-Schrein, Kyōto
Bildquelle: Frank Gualtieri, Wikimedia Commons (jap.), 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Hier wirft man 200 Yen in den Behälter mit der entsprechenden Aufschrift, zieht ein Los aus dem mittleren Behälter und erfährt daraus, aus welcher Lade man einen Zettel wählen soll. Der enthält dann das Orakel (o-mikuji) und wird schlussendlich irgendwo im Schreinareal an einen Zweig oder ein Gestell gebunden.

Glückslose
Inari sutrenrolle.jpg Fuchs mit Sutrenrolle.
Statue (Stein); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © orandajin, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Statue eines Fuchses (kitsune) mit einer Sutrenrolle.

Fuchs mit Sutrenrolle
Inyoseki tagata.jpg Phallus-artiger Stein.
Naturstein; Tagata Schrein, Komaki, Präfektur Aichi.
Phallus-artiger Stein
Jatai.jpg Schlangen-Gürtel (jatai).
Buchillustration von Toriyama Sekien. 1780; aus Konjaku hyakki shūi
Bildquelle: Wikimedia Commons (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/8).

Illustration der Redensart: "Wer mit obi (Gürtel) schläft, träumt von Schlangen."

Toriyama Sekien Schlangen-Gürtel
Kagamimochi.jpg Reisopfer zu Neujahr (kagami mochi).
Opfergabe (Reis, Früchte); Kyoto
Bild © true03 studio. (Letzter Zugriff: 2005/8).

Opfergabe zu Neujahr bei einem Schrein in Kyoto. Reiskuchen (mochi) zu runden "Spiegeln" (kagami) geformt. Auf den Reiskuchen thront eine Mandarine, daneben Schmuck aus Blättern.

Reisopfer zu Neujahr
Kagamimochi meiji.jpg Reisopfer (kagami mochi).
Opfergabe (Reis); Tōkyō, Meiji Schrein
Bild © Guido Gautsch, 2007, flickr. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Opfergaben in Form von kagamimochi am Meiji Jingū in Tōkyō. Gestampfter Reis (mochi) zu runden "Spiegeln" (kagami) geformt.

Reisopfer
Kamidana fuji.jpg Verhängen des Hausschreins (Kamidana fūji).
Hausschrein (Holz).

Weißes Papier schützt den Schrein (kamidana) während der Trauerzeit vor den Verunreinigungen (kegare) des Todes. Unter dem Schrein sieht man eine Art Kalender, auf dem die Totengedenktage verzeichnet sind.

Verhängen des Hausschreins
Kaminari.jpg Riesenlampion des Donnertors (kaminari-mon).
Lampion (Papier); Sensō-ji, Asakusa, Tōkyō; Höhe: 3,9m
Bild © don.lee, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Der Riesenlampion trägt das Schriftzeichen Kaminari-mon (Donnertor). Er ist laut Wikipedia 3,9m hoch und wiegt 700 kg. Die Schriftzeichen am Boden des Lampions verweisen auf seinen Sponsor, die Firma Matsushita Denki (aka. Panasonic), Hersteller von Elektrogeräten. Alles sehr sinnig, besonders wenn man bedenkt, dass der elektrische Strom (denki) auf Japanisch wörtlich genommen „Blitzkraft“ bedeutet. Der Grund für das Sponsoring von Panasonic liegt jedoch angeblich darin, dass der Firmengründer Matsushita Kōnosuke 1960 von einer Krankheit genas, nachdem er im Sensō-ji gebetet hatte, und daraufhin das Kaminari-mon, das schon hundert Jahre zuvor zerstört worden war, wieder neu errichten ließ.

Riesenlampion des Donnertors
Kasuga5.jpg Laternen.
Laterne (Bronze)
Bild © Bohuslav Kotal, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Die Laternen (tōrō) sind in Seitengängen des Schreins aufgehängt.

Laternen
Kamishimo siebold.jpg Festtagskleidung (Kamishimo).
Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tokyo 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Samurai (bushi) in festlicher Kleidung (kamishimo), 19. Jh., aus der Japanbeschreibung von Philipp Franz von Siebold (1796–1866)

Festtagskleidung
Kanmuri.jpg Kanmuri-Krone (kanmuri).
Kopfbedeckung (Papier).

Einst Teil der höfischen Tracht ist kanmuri-Krone heute auf die Verwendung bei Schreinzeremonien beschränkt.

Kanmuri-Krone
Kariginu.jpg „Jagdgewand“ kariginu.
Priesterrobe (Seide)
Bild © Gabow. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Feierliches Obergewand (kariginu), das mit einem Gürtel hochgebunden wird. Geht auf die Heian-zeitliche Hoftracht zurück.

„Jagdgewand“ kariginu
Kasuga1.jpg Kasuga-Laternen.
Bild © Matthias Scommoda, 2004. (Letzter Zugriff: 2005/3).

Metallene Laternen (tōrō) des Kasuga Taisha

Kasuga-Laternen
Kasuga2.jpg Schreinlaternen.
Bild © Rómulo Rejón, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Die gold-glänzenden Laternen (tōrō) sind neueren Datums.

Schreinlaternen
Kasuga3.jpg Unbeleuchtete Laternen.
Laterne (Stein)
Bild © Roy Chan, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Unbeleuchtete Kasuga-Steinlaternen (tōrō)

Unbeleuchtete Laternen
Kasuga4.jpg Laterne.
Bronze
Bild © Owen Murray, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Die Grundform ist gleich, doch jede Laterne (tōrō) ist ein Einzelstück.

Laterne
Yokozuna hakuho.jpg Yokuzuna Hakuhō.
Portraitphoto. Jänner 1912
Bildquelle: FourTildes, Wikimedia Commons, 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Sumō-Ringer Hakuhō mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna) bei der Eröffnung (dōhyō-iri) eines Wettkampfs.

Yokuzuna Hakuhō
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Ikonographie 
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„Artefakte und religiöse Gebrauchsgegenstände.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 16.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Objekt?oldid=65338