Artefakte und religiöse Gebrauchsgegenstände

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Bernhard Scheid, „Artefakte und religiöse Gebrauchsgegenstände.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 16.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Objekt?oldid=65338
Dieses Web-Handbuch beinhaltet 1772 Illustrationen und Bilddokumente. Die vorliegende Seite enthält Bilder zum Thema „Objekt“. Die Thumb-Images sind mit Bild-Seiten verlinkt, die zusätzliche Informationen (u.a. zu Quelle und Copyright) enthalten und jene Artikelseiten anzeigen, welche das jeweilige Bild benützen.

185 Bilder

Dainihonshi.jpg wahon

Große Geschichte Japans (Dai Nihon-shi)

Buchbände, wahon. 1869
Bild © Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Einige Bände der Dai Nihon-shi im Format der Edo-Zeit.

Große Geschichte Japans
Kasuga lanterns2.jpg tōrō

Kasuga-Laterne

Tōrō; Kasuga Schrein, Nara
Bild © curls&dom, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Kasuga-Laterne (tōrō) mit Chrysanthemen Motiv

Kasuga-Laterne
Chinowa hikosan.jpg torii

Schilfring (chinowa)

Ringförmiger Durchgang, torii (Schilf); Hiko-san Jingū, Kyūshū
Bild © Yamahiko (Blog), 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Das ringförmige Seil (chinowa) dient zur Purifikation (harae) und zur Abwehr von Krankheiten. Die kleinen Figuren am Scheitelpunkt des Seils sind sogenannte katashiro. Sie dienen als eine Art Sündenbock, um die Verunreinigungen der Teilnehmer an einem Purifikationsritus in sich aufzunehmen. Solche Figuren werden am Ende einer Reinigungszeremonie im Wasser ausgesetzt.

Schilfring
Inariyama2.jpg tekken

Inariyama Schwert

Schwert, tekken (Eisen, Gold), Detail. 471(?); „Nationalschatz“; Inariyama-kofun, Gyōda-shi, Saitama-ken; Länge 73,5 cm
Bild © Alexander Silverman. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Das Inariyama Schwert, das auch unter der Bezeichnung Kinsakumei Tekken (Eisenschwert mit Goldinschrift) bekannt ist, wurde im Inariyama Hügelgrab in der Präfektur Saitama (Ostjapan) gefunden. Es ist auf Vorder- und Rückseite beschriftet und diente somit nicht als Waffe, sondern als Ehrenzeichen seines Besitzers, der sich in der Inschrift verewigen ließ. Es handelt sich also nicht nur um ein sehr altes Schwert, sondern auch um eines der ältesten schriftlichen Dokumente Japans.

Inariyama Schwert
Inariyama schwert.jpg tekken

Inariyama Schwert

Schwert, tekken (Eisen). 471(?); „Nationalschatz“; Inariyama-kofun, Gyōda-shi, Saitama-ken; Länge 73,5 cm
Bildquelle: Yōmawari (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Das Inariyama Schwert, das auch unter der Bezeichnung Kinsakumei Tekken (Eisenschwert mit Goldinschrift) bekannt ist, wurde im Inariyama Hügelgrab in der Präfektur Saitama (Ostjapan) gefunden und stellt eines der ältesten schriftlichen Dokumente Japans dar. Es ist auf Vorder- und Rückseite beschriftet und diente somit nicht als Waffe, sondern als Ehrenzeichen seines Besitzers, der sich in der Inschrift verewigen ließ. Die Inschrift besagt:

Aufgezeichnet im Jahr Metall/Eber [471?], 7. Monat, von Owake no Omi. Mein Stammvater hieß Ohohiko. Sein Sohn war Takari no Sukune. Dessen Sohn war Teyokariwake. Dessen Sohn war Takahashiwake. Dessen Sohn war Tasakiwake. Dessen Sohn war Hatehi. Dessen Sohn war Kasahayo. Dessen Sohn ist Owake no Omi. Von Generation zu Generation dienten wir bis auf den heutigen Tag als die Führer der Schwertträger. Als Großkönig Wakatakeru im Palast von Shiki weilte, stand ich ihm bei, das Reich zu beherrschen. Er ließ mich dieses hundertfach gehärtete Schwert anfertigen, um meine Dienste aufzuzeichnen.

Übersetzt nach Piggott 1997, S. 54 und Wikipedia (ja)

Inariyama Schwert
Sotoba.jpg sotoba

Grabbeigaben

Sotoba (Holz)

Die Schriftzeichen in stilisiertem Sanskrit auf den sotoba symbolisieren die Fünf Elemente: Raum, Wind, Feuer, Wasser, Erde.

Grabbeigaben
Sotdae2.jpg sotdae

Sotdae-Wald

Zeremonielle Stäbe, sotdae (Holz). Korea

Koreanischer sotdae-Wald

Sotdae-Wald
Sotdae.jpg sotdae

Koreanischer „Vogelsitz“

Zeremonielle Stäbe, sotdae (Holz). Korea

Koreanischer „Vogelsitz“ (sotdae) mit stilisierten Enten

Koreanischer „Vogelsitz“
Sotdae jangseung.jpg sotdae

Sotdae und jangseung

Zeremonielle Stäbe, sotdae (Holz). Korea

Sotdae und jangseung, „Totempfähle“ mit menschlichen Gesichtern

Sotdae und jangseung
Sotdae gokseong-gun jeonnam.jpg sotdae

Sotdae

Zeremonielle Stäbe, sotdae (Holz). Korea

Koreanische sotdae am Rand eines Feldes

Sotdae
Jizo opfergabe.jpg sonaemono

Opfergaben

Sonaemono. 1980; Kyōto
Bild © Curious Museum, (inaktive Website)

Opfergaben (sonaemono) für den Bodhisattva Jizō

Opfergaben
Shinboku tsurugaoka.jpg shinboku

Heiliger Ginkgo-Baum

Götterbaum, shinboku; Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © czarcats, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Vor diesem Baum wurde der unglückliche Shōgun Minamoto no Sanetomo (1192–1219) Opfer eines Mordanschlags. Der Mörder, sein eigener Neffe Kugyō (1200–1219), soll dem Shōgun im Schutz dieses Baumes aufgelauert haben. Ob der Baum damals allerdings schon groß genug dafür war, ist zweifelhaft. Im März 2010 fiel der Baum, welcher ein shimenawa trug und eines der Wahrzeichen von Kamakura darstellte, einem Taifun zum Opfer.

Heiliger Ginkgo-Baum
Kusunoki kumano.jpg shinboku

Vermählte Kampferbäume (meoto kusunoki)

Götterbaum, shinboku; Kumano Sanso Ōmiwa Jinja, Halbinsel Kii, Präfektur Wakayama
Bildquelle: 663highland, Wikimedia Commons, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Durch shimenawa vermählte Kampferbäume.

Vermählte Kampferbäume
Shinboku atsuta.jpg shinboku

Heiliger Kampferbaum

Götterbaum, shinboku; Atsuta Schrein, Nagoya
Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Heiliger Kampferbaum mit shimenawa.

Heiliger Kampferbaum
Shinboku kurama.jpg shinboku

Heilige Zeder mit Götterseil

Götterbaum, shinboku; Yuki Jinja, Kurama-san, Kyōto
Bild © Bernhard Scheid, 2013

Heilige Zeder mit shimenawa des Yuki Jinja, welche sich in der Anlage des Kurama-dera befindet, eines buddhistischen Temples im Norden Kyōtos. Von hier wacht eine alte Statue des Bishamon-ten über die ehemalige Hauptstadt.

Heilige Zeder mit Götterseil
Shimenawa inseln.jpg shimenawa

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shimenawa; Shikoku

Die fertige Installation. Ein torii und ein Minischrein (hokora) auf dem Riff dienen zusätzlich zum shimenawa zur Kennzeichnung des sakralen Ortes.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Shimenawa izumo.jpg shimenawa

Riesen-Götterseil, Izumo

Götterseil, shimenawa (Reisstroh). 1980er Jahre; Izumo Schrein, (Nebengebäude), Shimane-ken
Bild © Nanzan Institute for Religion and Culture, Ian Reader. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Das möglicherweise größte shimenawa Japans befindet sich im Izumo Taisha.

Riesen-Götterseil, Izumo
Drache tenno.jpg ryū

Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft

Stickerei, ryū
Bildquelle: Imperial Politics and Symbolism in Ancient Japan. The Tenmu Dynasty, 650–800., Herman Ooms, Honolulu: University of Hawai'i Press, 2008 (Umschlagbild)

Darstellung eines Drachen (ryū) auf einem Zeremonialgewand von Kōmei Tenno, r. 1847–1866.

Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft
Omikuji izumo.jpg o-mikuji

Glückslose

O-mikuji; Izumo Schrein, Präfektur Shimane
Bild © Umino Tomoko, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Schreinbesucher befestigen o-mikuji an den Zweigen und Rinden der alten Zedern auf dem Schreingelände von Izumo.

Glückslose
Amaterasu ofuda.jpg o-fuda

O-fuda

Talisman, o-fuda

Ein o-fuda, das die Gottheit Amaterasu repräsentiert.

O-fuda
Toronagashi kanazawa2.jpg matsuri

Schwimmende Laternen (tōrō nagashi)

Matsuri

Schwimmende Laternen (tōrō nagashi ) zur Zeit des O-bon-Fests.

Schwimmende Laternen
Mantoe kannon.jpg matsuri

Fest der Zehntausend Laternen (Mantō-e)

Matsuri; Fest des Shingontempels Jigen-in, Takasaki-shi, Gunma-ken
Bild © J-Blog. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Laternenfest (Mantō-e) zu Füßen des Weißgewandeten Kannon von Takasaki. Das Fest findet jährlich Ende August statt. Etwa 1500 Laternen (tōrō) werden dabei entzündet. Die Riesenstatue (41m) aus Stahlbeton, ein Wahrzeichen der Stadt Takasaki, wurde 1936 errichtet.

Fest der Zehntausend Laternen
Toronagashi kanazawa1.jpg matsuri

Schwimmende Laternen (tōrō nagashi)

Matsuri; Kanazawa

Schwimmende Laternen (tōrō nagashi ) in Kanazawa.

Schwimmende Laternen
Image003.jpg matsuri

Feuergang

Matsuri
Bild © Don Weiss, Echoes of Incense
Feuergang
Toronagashi.jpg matsuri

Tōrō nagashi

Matsuri

Schwimmende Laternen (tōrō nagashi ) zur Zeit des O-bon-Fests.

Tōrō nagashi
Mantoe myokiji.jpg matsuri

Laternenfest (Mantō-e)

Laternen, matsuri (Papier); Myoki-ji, Nagao-shi, Aichi-ken
Bild © Matsunami Chieko, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Laternen (tōrō) des Laternenfests Mantō-e

Laternenfest
Magatama.jpg magatama

Krummjuwelen

Magatama (Jade, Halbedelstein). Frühe Kofun-Zeit, 4. Jh.; Taniguchi Kofun, Saga-ken, Kyūshū
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Krummwelen (magatama) aus Halbedelsteinen aus dem Taniguchi Kofun, einem mittelgroßen Hügelgrab (77m Länge).

Krummjuwelen
Magatama korea.jpg magatama

Krummjuwelen, Korea

Magatama (Jade). Korea, Drei-Reiche Zeit (vor 660)
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Krummwelen (magatama) aus dem frühgeschichtlichen Korea.

Krummjuwelen, Korea
Sake tsurugaoka.jpg koromo

Sake-Opfergaben

Koromo; Kamakura
Bild © kamachrome, flickr 2015. (Letzter Zugriff: 2017/2/1)

Gestell mit Opfersake in Strohfässern (koromo) im Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura.

Sake-Opfergaben
Koinobori.jpg koi

Koinobori

Koi (Kunstoff, bedruckt)
Bild © Christian Bergmeister, (flickr), 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Wimpel in Form von Karpfen (koi), die zum Knabenfest, Kodomo no hi, am 5.5. vor vielen Häusern in Japan aufgestellt werden.

Koinobori
Kamidana.jpg kamidana

Kamidana mit shimenawa

Hausaltar, kamidana
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Ein shintōstischer Hausaltar (kamidana) mit einem geschlagenen Tau aus Reisstroh (shimenawa).

Kamidana mit shimenawa
Kasuga reh.jpg ishi tōrō

Steinlaternen

Ishi tōrō
Bild © Salvador Busquets Artigas, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Reh zwischen den Steinlaternen (tōrō) des Kasuga Taisha.

Steinlaternen
Houmo.jpg hōmo shichijōgesa

Zeremonialgewand

Mönchsrobe, hōmo shichijōgesa
Bild © Costume Museum, Kyōto (2009/1). (Letzter Zugriff: 2016/8/26)

Buddhistisches Zeremonialgewand (hōmo shichijōgesa).

Zeremonialgewand
Henroishi2.jpg henroishi

Traditioneller Wegeweiser

Wegweiser, henroishi
Bild © Don Weiss

Traditioneller Wegweiser

Traditioneller Wegeweiser
Hagoita traditionell.jpg hagoita

Traditionelle Federballschläger

Hagoita
Bild © Anchoco, flickr 2006. (Letzter Zugriff: retrieved, 2016/9/18)

Da diese Federballschläger (hagoita) als Geschenk für Mädchen gedacht sind, herrschen Geisha-Motive vor.

Traditionelle Federballschläger
Gohei.jpg gohei

Papieropfergabe (gohei)

Gohei (Weißes Papier, Bast)
Bild © taima.org, (Cannabis in Japan). (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Zeremonielles Dekor für Shintō-Riten. Abgesehen von Papier in der charakteristischen Zickzack Form sind auch Bastfäden des Papiermaulbeerbaums zu erkennen. Diese dürften die ursprüngliche Form der gohei (auch heihaku) dargestellt haben.

Papieropfergabe
Kurobune.jpg emaki

Schwarze Schiffe (kurobune)

Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe) (2), Detail. Edo-Zeit, 1854
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Drei Schiffe des Geschwaders von US Commodore Matthew Perry bei seinem zweiten Besuch Japans, 1854. Perry war mit insgesamt neun Schiffen und etwa 1800 Mann Besatzung unterwegs. Im Vordergrund das Flaggschiff „Powhatan“ — der als kurobune bekannt gewordenen Schiffe — Amerikas dritter, brandneuer Schaufelraddampfer (1850). Das Bild stammt aus einer japanischen Querbildrolle auf der Grundlage von Zeichnungen von Hibata Ōsuke, der den Besuch der Amerikaner und ihre technischen Wunderwerke akribisch aufzeichnete.

Schwarze Schiffe
Ema zenkoji.jpg ema

Ema

Votivbild, ema (Holz); Zenkō-ji, Nagano
Bild © Angus McIntyre, 1999. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Ema
Emaden3.jpg ema

Traditionelle Halle für Votivbilder (ema-dō)

Votivbilder, ema (Holz); Kasuga Jinja, Imai-chō, Kashihara, Nara-ken.

Ema-Halle, wie man sie auch heute noch bei manchen großen Tempeln und Schreinen findet. Neben einigen großformatigen Bildern mit individuellen Motiven, sind kleinformatige, standardisierte Darstellungen zu sehen, einige davon mit Pferdemotiv. Diese Bilder wurden wahrscheinlich — ähnlich wie heute — direkt vor Ort gekauft und gespendet. Einige der Bilder entstanden bereits in der Edo-Zeit.

Traditionelle Halle für Votivbilder
Milk-ema.jpg ema

Muttermilch-ema

Votivbild, ema

Neueres ema für die Bitte um reiche Muttermilch

Muttermilch-ema
Ema yushimaseido.jpg ema

Ema der Yushima Seidō

Votivbilder, ema (Holz); Tōkyō
Bild © Eckhart Derschmidt, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Yushima Seidō ist eine Art konfuzianischer Andachtsstätte, die einzige dieser Art in Tōkyō. Konfuzius wird hier als Gott der Gelehrsamkeit verehrt. Die ema stammen zum Großteil von Schülern und Studenten und beinhalten die Bitte um Erfolg bei der nächsten Prüfung. Sie tragen die Aufschrift gōkaku: „Bestanden“.

Ema der Yushima Seidō
3affen chichibu.jpg ema

Drei lebensfrohe Affen

Votivbild, ema (Holz, Farbe); Chichibu, Saitama-ken
Bild © Lostintokyo, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Großes ema des Chichibu Schreins im NW Tōkyōs. Parodie auf die Drei Weisen Affen, die nicht hören, sehen und sprechen wollen. Hier heißt es „Schauen wir, hören wir, sprechen wir! - Die lebensfrohen Drei Affen“. Mehr dazu...

Drei lebensfrohe Affen
Enoshima ema.jpg ema

Votivbilder

Ema; Hetsumiya Schrein, Enoshima
Bild © Bernhard Scheid, 2007

Das Heiligtum der Benzaiten in Enoshima gilt heute als Schrein für Verliebte. Neben den rosa Herzen finden sich auch Motive von Benten und den Glücksgöttern auf den Bildtafeln (ema).

Votivbilder
Ema muttermilch.jpg ema

Ema für Bitte um reiche Muttermilch

Votivbild, ema (Holz)
Bild © Encyclopedia of Shinto, Kokugakuin University. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Ein älteres ema (wtl. Pferdebild; Plakette auf der ein Wunsch geschrieben wird) für die Bitte um die Segnung mit reicher Muttermilch.

Ema für Bitte um reiche Muttermilch
Ema inari.jpg ema

Individuell bemalte Fuchs-ema

Votivbilder, ema (Holz, Farbe); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Matthew Bednarik, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Bemalte ema mit Füchsen (kitsune) des Fushimi Inari Taisha

Individuell bemalte Fuchs-ema
Ema inari2.jpg ema

Fuchs-ema

Votivbild, ema (Holz)
Bild © indulgence boy, flickr, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Ema in einem Inari Schrein. Zu sehen ist ein weißer Fuchs (kitsune) vor einem Wunschjuwel (nyoi no tama).

Fuchs-ema
Ema kagurazaka.jpg ema

Ema mit Tiger-Motiv

Votivbilder, ema (Holz); Buddhistischer Tempel des Bishamonten in Kagurazaka, Tōkyō
Bild © Bernhard Scheid, 2007

Ema mit Tiger-Motiv in einem buddhistischen Tempel des Bishamon-ten.

Ema mit Tiger-Motiv
Ema washinomiya.jpg ema

Ema mit Manga-Motiv

Votivbild, ema (Holz); Washinomiya Schrein, Saitama-ken (nördl. von Tokyo)
Bild © Muza-chan, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Fünfeckiges Manga-ema vor einem traditionellen Ema-Motiv. Der Washinomiya Schrein, einer der ältesten Schreine der Kantō Region, erhielt neuen Zulauf, als er zum Spielort des populären Manga Lucky Star auserkoren wurde. Seither gibt es im Schrein auch Ema im Manga-Stil. Auf diesem ist zu lesen: „Ein Leben lang otaku-krank.“

Ema mit Manga-Motiv
Ema 1712.jpg ema

Ema mit Pferde-Motiv, 1712

Votivbild, ema (Holz). Edo-Zeit, 1712; Aomori-ken; 19 x 22 cm 
Bild © The Japan Folk Crafts Museum, (Mingeikan), Tokyo, Meguro-ku. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die Beschriftung des ema enthält das Jahr der Spende (Shōtoku 2 = 1712) und den Namen des Spenders: Nagahachi 長八, sowie am oberen Rand ein buddhistisches Zeichen in Siddham-Schrift. Möglicherweise handelt es sich um die Silbe KYA, die u.a. für Elfköpfiger Kannon oder eine Figur namens Memyō Bosatsu 馬鳴菩薩 steht (vgl. Tobi-Fudo). Letzterer wird häufig auf einem Pferd reitend dargestellt.

Ema mit Pferde-Motiv, 1712
Tauben ema.jpg ema

Weiße Tauben

Votivbild, ema. 1859; Kido Hachiman Schrein, Fukushima-ken; 29,5 x 37,5cm
Bild © Naraha no ema, Universität Fukushima. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Tauben (hato) als Tierbegleiter der Gottheit Hachiman, hier auf einem ema dargestellt.

Weiße Tauben
Edison ema.jpg ema

Edison-ema

Votivbild, ema (Holz); Iwashimizu Schrein, Yawata-shi (bei Kyōto)
Bild © J-blog, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Auch westliche Gesichter sind auf ema zu finden. In diesem Fall handelt es sich um den amerikanischen Erfinder Thomas Edison. Bekanntermaßen schaffte Edison den Durchbruch zur Entwicklung der Glühbirne, als er Bambus als Glühfaden entdeckte. Eine großangelegte Suchaktion Ende der 1870er Jahre ergab schließlich, dass sich der berühmte Bambus des Iwashimizu Hachiman-gū bei Kyōto besonders gut für diesen Zweck eignete. Der Schrein fühlt sich daher für die Erfindung der Glühlampe mitverantwortlich und ehrt Edison auf seinen Votivbildern. In gewisser Weise zählt der amerikanische Erfinder also zu den im Iwashimizu Schrein verehrten Gottheiten.

Edison-ema
Ema kanamara.jpg ema

Ema des Kanamara Schreins in Kawasaki

Votivbild, ema (Holz)
Bild © deadhippo.com, 2005. (Letzter Zugriff: 2007/4)

Dieses ema zeigt eine Variation des Weise-Affen-Motivs im Dienst der Aidsprävention: „... transmit no evil, receive no evil.“ (Der erste Affe von links bedeckt sein Hinterteil, der zweite sein Geschlechtsteil.)
Der Kanamara Schrein bedeutet wtl. Schrein des Eisenpenis, was auf eine etwas bizarre Legende zurückgeht. Er wird heute gern von Homosexuellen aufgesucht und ist u.a. für seine Transvestiten Umzüge bekannt.

Ema des Kanamara Schreins in Kawasaki
Ema inari leer.jpg ema

Fuchs-ema, die zum Verkauf angeboten werden

Votivbilder, ema (Holz, Farbe)
Bild © Ajisai, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Auch Filzstifte zur Beschriftung und Bemalung der ema liegen bereit.

Fuchs-ema, die zum Verkauf angeboten werden
Ema kasuga mcmorrow04.jpg ema

Votivbilder

Ema (Holz); Kasuga-Schrein, Nara
Bild © Brian Mcmorrow, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Beschriftete und unbeschriftete ema am Kasuga Taisha.

Votivbilder
Ema kiyomizu.jpg ema

Moderne ema

Votivbild, ema (Holz); Kiyomizu Tempel, Kyōto
Bild © Onizuka Kentarō, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Am Kiyomizu-dera in Kyōto hinterlassen auch westliche Touristen gerne ihre Wünsche in Form von ema.

Moderne ema
Ema meijijingu.jpg ema

Internationale Wünsche

Votivbild, ema (Holz); Meiji-Schrein, Tōkyō
Bild © Philip Cygan, 2006. (Letzter Zugriff: 2019/9/19)

Ema, welche auch Englisch beschriftet werden.

Internationale Wünsche
Ema pferd.jpg ema

Ema

Votivbild, ema (Holz); aus dem Yoshitsune Schrein, Hokkaidō
Bild © Encyclopedia of Shintō, Shintō Museum of Kokugakuin University. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Schrein-ema mit dem klassischen Pferde-Motiv

Ema
Ema kano sanraku1614.jpg ema

Klassisches Votivbild mit Pferdemotiv

Gemälde, ema (Farbe und Gold auf Holz) von Kanō Sanraku. Frühe Edo-Zeit, 1614
Bild © Hideyoshi to Kyōto. Toyokuni jinja shahōde [Austellungskatalog], Kyōto: Toyokuni Jinja, 1998.

Das Votivbild (ema) wurde für den Toyokuni Schrein des Toyotomi Hideyoshi in Kyōto angefertigt.

Kanō Sanraku Klassisches Votivbild mit Pferdemotiv
Ema tengu.jpg ema

Ema mit Tengu-Motiv

Votivbild, ema (Holz); Myōgi Jinja, Gunma-ken
Bild © indulgence boy, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Neben einer Maske sind auf diesem ema auch die für tengu typischen einstegigen geta-Sandalen zu erkennen.

Ema mit Tengu-Motiv
Nanbanbune2.jpg byōbu

Schiff der Südlichen Barbaren (nanban-bune)

Wandschirm, byōbu, Detail. Edo-Zeit, frühes 17. Jh.; 169 × 363 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (AK-RAK-1968-1-A). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Wandschirm mit europäischen „Barbaren“ (nanban). Kurz vor der Vertreibung der Europäer aus Japan zogen diese großes Interesse auf sich. An Bord des Schiffes sind europäisch-hellhäutige und dunkelhäutige (indische?) Personen zu sehen. Die dunkelhäutigen sind Diener und Matrosen.

Schiff der Südlichen Barbaren
Butsudan small.jpg butsudan

Mini-butsudan mit Kunstblumen und Speiseopfer

Hausaltar, butsudan

Ein buddhistischer Hausaltar (butsudan) mit Kunstblumen und Speiseopfer.

Mini-butsudan mit Kunstblumen und Speiseopfer
Omikuji.jpg Omikuji

Glückslose (o-mikuji)

Omikuji; Tōkyō
Bild © Brian Utesch, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Glückslose (o-mikuji), welche an einem Zweig befestigt wurden.

Glückslose
Marakannon.jpg

Hinweisschild des Mara-Kannon Tempels

Plakat; Präfektur Yamaguchi
Bild © Chindera Dai-Dōjō. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Der Mara-Kannon Tempel behauptet von sich, führend auf dem Gebiet des Phallus-Kultes zu sein.

Hinweisschild des Mara-Kannon Tempels
Luckycharms.jpg

Glücksbringer

Photographie von Erika Kiffl. 1984
Bild © Museen Köln. (Letzter Zugriff: 2016/8)

In allen Tempeln und Schreinen gibt es ein reiches Angebot an Glücksbringern (o-mikuji), die man sowohl erwerben, als auch nach eigenen Vorstellungen gestalten und als Opfergaben darbringen kann. Hier: Votivbilder (ema) und zu Ketten aneinander gefädelte Papierkraniche (senbazuru).

Erika Kiffl Glücksbringer
Omikuji blau.jpg

Glückslose (omikuji)

Bild © Bonguri, Flickr 2015. (Letzter Zugriff: 2017/11/19)

Glückslose (o-mikuji), an einen Zweig gebunden.

Glückslose (omikuji)
Oagata hanayome.jpg

Hanayome Umzug

Schreinfest; Ōagata Schrein, Aichi-ken

Bei einem Fest des Ōagata Schreins werden junge Frauen in pächtigen Brautkleidern (hanayome) auf kleinen Lastwägen in einer Prozession umhergeführt. Im Hintergund eine Maske der Okame, die hier zu einer Vulva verformt ist — das Markenzeichen des Ōagata Schreins.

Hanayome Umzug
Omamori.jpg

Glücksbringer (o-mamori)

Fotographie traditioneller Glücksbringer (o-mamori).

Glücksbringer
Koya muenbotoke.jpg

Grab für die Namenlosen (muen-botoke)

Grabpyramide (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Molly Des Jardin, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Muen-botoke bedeutet wtl. „Buddhas (= Verstorbene) ohne Bindung (= Angehörige)“. Meist bezieht sich der Begriff auf abgetriebene Kinder. Jeder Verstorbene ist durch eine kleine gorintō-Stele repräsentiert, manche davon sind mit Lätzchen versehen. Auch einige Jizō-Statuen sind darunter.

Grab für die Namenlosen
Marakannon2.jpg

Eindrücke des Mara-Kannon Tempels

Phallus-Statuen (Stein); Präfektur Yamaguchi
Bild © Chindera Dai-Dōjō. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Eindrücke des Mara-Kannon Tempels
Marakannon4.jpg

Eindrücke des Mara-Kannon Tempels

Yamaguchi
Bild © Chindera Dai-Dōjō. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Eindrücke des Mara-Kannon Tempels
Miko heianjingu barthe.jpg

Schreindienerin (miko)

Heian-Schrein, Kyōto
Bild © Alain Barthe, 1997. (Letzter Zugriff: 2016/1)

Im Hintergrund der miko befinden sich o-mikuji auf den Zweigen künstlich angelegter Büsche.

Schreindienerin
Meotoiwa.jpg

Vermählte Felsen (meoto iwa)

Felsformation; in der Bucht von Ise, Futami Okitama Schrein, Mie-ken
Bildquelle: Bernhard Scheid, 2013

Ein „männlicher“ und ein „weiblicher“ Felsen (meoto-iwa) sind hier durch ein Götterseil (shimenawa) ehelich verbunden. Die Felsen gehören zum Futami Okitama Jinja, der sich in der Gegend der Schreinanlage von Ise befindet. Abgesehen von diesem lohnenden Fotomotiv hat der Schrein nicht allzu viel zu bieten, auch sind die Felsen bei direkter Besichtigung überraschend klein. Dennoch handelt es sich um eine seit der Edo-Zeit berühmte Sehenswürdigkeit in Ise.

Vermählte Felsen
Omikuji nikko.jpg

Glückslose (o-mikuji)

Bild © Mainichi Shinbun

Glückslose (o-mikuji), an einen Zweig gebunden.

Glückslose
Mikuji gakusei dazaifu.jpg

O-mikuji

Dazaifu Tenman-Schrein, Kyūshū
Bild © Nihon ryokō, 2002. (Letzter Zugriff: 2011/10)

Schüler mit frisch erworbenen o-mikuji Losen des Dazaifu Tenman-gū.

O-mikuji
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O-mikuji und torii

Schreinanlage
Bild © Bjørn K, 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Gückslose (o-mikuji) und torii in Kamakura.

O-mikuji und torii
Nishinomiya souvenir.jpg

Souvenirstand beim Nishinomiya-Schrein

Nishinomiya Jinja

Souvenirverkauf beim Tōka-Fest. Verkauft werden Glücksbringer des Nishinomiya Schreins. Neben der Meerbrasse (tai) Ebisus sind auch Daikokus Reisballen zu erkennen. Die weibliche Maske stellt Otafuku dar, eine Variante der Ame no Uzume, die auch als Glücksgottheit angesehen wird.

Souvenirstand beim Nishinomiya-Schrein
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Schiff der Südlichen Barbaren (nanban-bune)

Wandschirm von Kano Naizen (1570-1616), Detail; 154,5 × 363,2cm
Bild © Kobe City Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Motiv europäischer „Barbaren“ (nanban byōbu).

Kano Naizen Schiff der Südlichen Barbaren
Mikuji nara.jpg

O-mikuji

Bild © Stephen A. Edwards, 2002. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die o-mikuji sind an einen Granatapfelzweig gebunden

O-mikuji
Marakannon3.jpg

Eindrücke des Mara-Kannon Tempels

Yamaguchi
Bild © Chindera Dai-Dōjō. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Eindrücke des Mara-Kannon Tempels
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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Das Seil (shimenawa) wird auf einem Felsriff unweit der Stadt installiert.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Tauben happi.jpg

Zwei Tauben formen eine Acht

Gewand; Fukagawa Hachiman, Tōkyō
Bild © Philbert Ono, Fukugawa Hachiman Matsuri 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Muster auf dem Gewand (happi) der Helfer beim Schreinfest. Hier formen zwei Tauben (hato) das Zeichen für acht (八hachi), was wiederum für Hachiman steht.

Zwei Tauben formen eine Acht
Toba purinta.jpg

Buddhistischer Mönch beim Bedrucken von sotoba-Latten

Bild © TTN. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Dafür nimmt er einen Laptop und eines eigens für diesen Zweck bestimmten Printer zu Hilfe.

Buddhistischer Mönch beim Bedrucken von sotoba-Latten
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Fruchtbarkeitsfest (hōnen matsuri)

Tagata Schrein, Komaki, Präfektur Aichi

Festival-Banner

Fruchtbarkeitsfest
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Miniatur des Steingartens des Ryōanji-Tempels

Steingarten

Der berühmte Steingarten des Tempels Ryōan-ji wirkt auf Fotos meistens enttäuschend. Daher hier eine Miniatur-Replik, die einmal bei www.presentpicker.com als Geschenkartikel angeboten wurde.

Miniatur des Steingartens des Ryōanji-Tempels
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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Im Seil (shimenawa) sind Zettel mit Bitten an die Gottheit des lokalen Kashima Schreins eingeflochten.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
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Sotdae

Zeremonielle Stäbe (Holz). Korea
Bild © hkyoo226. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Koreanische sotdae

Sotdae
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Gingko-Baum mit Götterseil

Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura

Der über 700 Jahre alte Baum am Areal des Tsurugaoka Hachiman-gū, an welchem ein shimenawa angebracht ist, fiel im März 2010 leider einem Taifun zum Opfer.

Gingko-Baum mit Götterseil
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Vajra (kongōsho)

Ritualinstrument (Bronze). Heian-Zeit, 12. Jh.; Kongōbu-ji, Berg Kōya; ca. 25cm
Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 54-55, Abb. 17

Vajra unterscheidet man nach der Anzahl der Zinken. Es gibt einzinkige (tokkosho), dreizinkige (sankosho) und fünfzackige (gokosho). Die hier abgebildeten Vajras gehören zu den Schätzen des Tempelbergs Kōya-san und zählen zu den ältesten Exemplaren in Japan.

Vajra
Yokozuna.jpg

Futabayama Sadaji

Portraitphoto. Um 1940
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Portrait des Sumō-Ringers Futabayama Sadaji (1912–1968), 35. Großmeister (Yokozuna) des modernen Sumō, mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna).

Futabayama Sadaji
Yokozuna hakuho.jpg

Yokuzuna Hakuhō

Portraitphoto. Jänner 1912
Bildquelle: FourTildes, Wikimedia Commons, 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Sumō-Ringer Hakuhō mit zeremoniellem shimenawa (yokozuna) bei der Eröffnung (dōhyō-iri) eines Wettkampfs.

Yokuzuna Hakuhō
Yasui konpira.jpg

„Stein der Trennung und der Bindung“ (Engiri enmusubi ishi)

Yasui Konpira Schrein, Kyōto; Höhe: 1,5m
Bild © Kimagure Jīsan, (J-Blog), 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Im Inneren des Konvoluts von aufgeklebten Zetteln (o-mikuji) befindet sich ein großer Stein mit einem Loch. Auf den Zetteln stehen Wünsche, die mit Hilfe des Steins in Erfüllung gehen sollen. Der Stein selbst, welcher sich am Gelände des Yasui Konpira-gū befindet, ist erstaunlich dünn und gleicht eher einer Wand mit Loch. Die Zetteln bilden also die Hauptmasse des auf diesem Bild gezeigten religiösen Objekts.

„Stein der Trennung und der Bindung“
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Vernachlässigter Phallusschrein

Yama-no-kami Schrein, Matsue, Präfektur Shimane
Bild © Onizuka Kentarō, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Weitere Informationen: Inyōseki Kenkyūkai (2011/7)

Vernachlässigter Phallusschrein
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Vajra

Gold-Kupfer-Legierung. Tibet, 18. Jh.; Los Angeles County Museum of Art; Länge: 12,7cm
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Tibetisches vajra (tib. dorje, jap. kongō) mit fünf Zinken.

Vajra
Wedrocks.jpg

Vermählte Felsen

Landschaftsstudie (SW Photografie) von Rolfe Horn. 2001; Okitama Schrein, Bucht von Ise, Mie-ken.
Bild © Rolfe Horn. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Die vermählten Felsen von Ise. Berühmtestes, wenn auch nicht einziges Beispiel von markanten Felsformationen, die durch shimenawa verbunden sind und meist als „Mann-Frau-Felsen“ (meotoiwa) bezeichnet werden.

Rolfe Horn Vermählte Felsen
Shimenawa installation2.jpg

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Noch ein Job für die Feuerwehr — die Befestigung des shimenawa

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Kotsutsubo.jpg

Grab-Urne (kotsutsubo)

Grab-Urne
Sake hachimangu.jpg
Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © Olivier Théreaux, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Sake und Bier als Opfergaben (sonaemono) am Tsurugaoka Hachiman Schrein.

Sanbo.jpg

Drei Juwelen

Papier, Farbe; Tōkō-ji, Shizuoka-shi
Bild © Shinbei Oshō, (Tempel-Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Stempelbild eines Tempels. Dargestellt sind die Drei Schätze des Buddhismus (triratna) in Form von drei Wunscherfüllungsperlen, umrahmt von einem Flammenkranz und plaziert auf einer Lotosblüte. Ein traditionelles Bild für die Drei Schätze.

Drei Juwelen
Saisenbako meiji.jpg

Spendenbox (saisen bako)

Meiji-Schrein, Tōkyō

Spendenbox (saisen bako) des Meiji Jingū.

Spendenbox
Osorezan flickr14.jpg

Windräder

Osore-zan
Bild © tamipn, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Buntes Windrad am Osore-zan für die verstorbenen Kindern.

Windräder
Osorezan 14.jpg

Windräder

Osore-zan
Bild © Eve Andersson, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Windräder für verstorbene Kinder am Osore-zan.

Windräder
Osorezan flickr11.jpg

Stupa

Grab (Stein); Osore-zan
Bild © yuezhi, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2005/10)

Stupa in stelenartiger Form, rundherum ein weiteres Mal die Raben.

Stupa
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Sōka Gakkai-Flagge

Die Flagge der Sōka Gakkai mit Lotos-Symbol.

Sōka Gakkai-Flagge
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Shichigosan-Poster

Kushida Jinja, Fukuoka (Hakata), Kyūshū 
Bild © Jean, trip-advisor 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Plakat eines Schreins, der den ganzen November hindurch Shichigosan-Feiern veranstaltet.

Shichigosan-Poster
Shimenawa helfer.jpg

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Die behelmten Helfer für die Herstellung des shimenawa sind Angehörige der lokalen Feuerwehr.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Shimenawa hokkaido.jpg

Shimenawa

Götterseil (Reisstroh)
Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Ein shimenawa eines Schreins in Hokkaidō

Shimenawa
Shimenawa gohei.jpg

Shimenawa mit Zickzackpapier

Götterseil (Stroh)

Eher dünnes Seil (shimenawa) mit prächtigem Zickzackpapier (shide) an einem Schreingebäude.

Shimenawa mit Zickzackpapier
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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Jahr für Jahr wird in einer kleinen Stadt auf der Insel Shikoku ein 45 Meter langes Götterseil (shimenawa) hergestellt. Zahlreiche Freiwillige beteiligen sich an der öffentlichen Zeremonie.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Shimekazari.jpg

Shimenawa

Götterseil (Reisstroh); privates Wohnhaus in Shikoku
Bild © NanKuruNaiSa, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Shimenawa als Neujahrsschmuck

Shimenawa
Shimenawa einweihung.jpg

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Die Helfer nehmen an der Einweihung des fertigen Seils (shimenawa) durch einen Shintō-Priester teil.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils
Omikuji rosa.jpg

Glückslose (omikuji)

Heian Jingū, Kyoto
Bild © Zhang Wenjie, 2011. (Letzter Zugriff: 2017/11/19)

Glückslose (o-mikuji), in rosa gehalten.

Glückslose (omikuji)
Kasuga lanterns1.jpg

Laterne

Bild © Perrin Lindelauf, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Beleuchtete Kasuga-Laterne (tōrō)

Laterne
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Tempelglocke

Bronze. 1636; Tempel Chion-in, Kyōto; Höhe: 3,3m; Durchmesser: 2,8m; Wanddicke: 30cm; Gewicht: ca. 70t
Bild © Wada Yoshio. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Tempelglocke des Chion-in in Kyōto

Tempelglocke
Glocke chionin2.jpg

Tempelglocke

Bronze. 1636; Tempel Chion-in, Kyōto
Bild © Laura Meyer, 2001. (Letzter Zugriff: 2009/10)

Mönche beim Anschlagen der Glocke des Chion-in.

Tempelglocke
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Traditionelle Gräber

Grab; Friedhof Yanaka, Tōkyō
Bild © Jens Quade, fickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Traditionelles Grab in Tōkyō.

Traditionelle Gräber
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Ema

Votivbild (Holz). Frühes 20. Jh.
Bild © Fowler Museum at UCLA. (Letzter Zugriff: 2012/11)
Gift of Dr. Daniel C. Holtom

Älteres ema für die Bitte um reiche Muttermilch. Das Bild stammt möglicherweise aus Sendai, wo bei einem Gingkobaum mit Brust-ähnlichen Formen um Muttermilch gebetet wurde.

Ema
Ema hachimangu.jpg

Shintō-Priester

Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © Angus McIntyre, 1998. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Junge Priester entfernen ema-Täfelchen nach einem besucherreichen Tag.

Shintō-Priester
Edict.jpg

Verordnung zur Christenverfolgung

Gesetztafel (Holz). 1682
Bild © 26 Martyrs

Eine Holztafel mit einer Verordnung aus dem Jahr 1682, durch welche die Belohnungen für die Überführung von Christen festgelegt wurde:

Verordnung

Der christliche Glaube (kirishitan shūmon) ist seit langem verboten. Wer einen Verdächtigen entdeckt, muss ihn den Be·hörden melden. Als Be·lohnung gibt es

500 Siber·münzen für die An·zeige eines Priesters (bateren)
300 Silbermünzen für die An·zeige eines Mönchs·bruders (iruman)
den gleichen Betrag für einen Re·kon·ver·tierten (tachikaerimono)
100 Silber·münzen für einen Laien.

Auch wenn der An·zei·gende selbst Christ ist, bekommt er 500 Silbermünzen oder den der Anzeige ent·sprechenden Betrag. Wenn jemand aber einen Priester oder Mönch ver·steckt, so wird auch der Vor·steher (nanushi) seines Dorfes, die Nach·bar·schafts·gruppe (goningumi) und die ganze Ver·wandt·schaft bestraft.

Im Jahr Tenna 2 (1682), 5. Monat


切支丹宗門は累年御制禁たり自然不審成もの有之は申出へし御ほうびとして

はてれんの訴人 銀五百枚
いるまんの訴人 銀三百枚
立かへり者の訴人 同断
同宿并宗門の訴人 銀百枚

右之通可被下之たとひ同宿并宗門之内たりといふとも訴人に出る品により銀五百枚可被下之隠置他所よりあらはるゝにおゐては其所之名主并五人組迄一類ともに 可被処厳科者也仍下知如件

天和二年五月日

Verordnung zur Christenverfolgung
Ema dazaifu.jpg

Ema

Votivbild (Holz); Kyūshū
Bild © Tomo Yun, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Ema des Dazaifu Tenman-gū

Ema
Ema goojinja.jpg

Wildschwein-Leitmotiv

Votivbild (Holz)
Bild © VikingSlav, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Wildschweinwächter und Riesen-ema mit Wildschweinmotiv. Aufgenommen im Goō Jinja in Kyōto, in dessen Gründungslegende Wildschweine eine Rolle spielen.

Wildschwein-Leitmotiv
Hagoita.jpg

Traditionelle Federballschläger (hagoita)

Geschäftslokal; Asakusa-dera, Asakusa, Tōkyō
Bild © anchoco, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Verkauf traditioneller Federballschläger (hagoita) zu Neujahr.

Traditionelle Federballschläger
Hagoita baseball.jpg

Traditionelle Federballschläger (hagoita)

Bild © Yewco Kootnikoff, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Neben den traditionellen Motiven der hagoita finden sich aber auch Ausnahmen...

Traditionelle Federballschläger
Hatsumode.jpg

Glücksbringerverkauf

Bild © Vincent Van den Storme, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Miko beim Verkauf von Glücksbringern (o-mikuji). Kaufen und Verkaufen ist eigentlich das Wichtigste.

Glücksbringerverkauf
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Traditionelle Kopfbedeckung (tate-eboshi)

Kopfbedeckung (Papier)

Der tate-eboshi war einst allgemeine Tracht und ist heute Teil des Ornats der Schreinpriester.

Traditionelle Kopfbedeckung
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Traditioneller Wegeweiser

Bild © Don Weiss
Traditioneller Wegeweiser
Hato hachiman.jpg

Schreintafel

Hachiman Schrein, Tsurugaoka, Kamakura.

Das erste Zeichen hachi („Acht“) hat die Form von zwei Tauben, den Botentieren des Hachiman.

Schreintafel
Haraegushi nikko.jpg

Haraegushi

Zeremonialgegenstand (Papier, Baststreifen); Tōshō-gū, Nikkō
Bild © Frank J. Gualtieri Jr., Wikimedia Commons, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Purifikationsinstrument (haraegushi).

Haraegushi
Hakama miko.jpg

„Rockhose“ hakama

Priestertracht
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Rockhose für Schreindienerinnen (miko). Die Zuordnung ist anhand der Farbe zu erkennen, Männer tragen ähnliche Hosen in anderen Farben. Ursprünglich waren die Hosenbeine so lang, dass sie wie eine Schleppe nachgeschleift wurden. Das ist heute nicht mehr der Fall.

„Rockhose“ hakama
Hamaya.jpg

Pfeile (hamaya)

Bild © Vincent Van den Storme, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Verkauf traditioneller Pfeile (hamaya).

Pfeile
Ebisu hyakudaiyu.jpg

Ebisu Hyakudaiyū

Schreinpuppe; Nishinomiya Jinja
Bild © Darren-Jon Ashmore, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Schreinpriester Yoshii Sadatoshi demonstriert die Puppe des Ebisu Hachidaiyū.

Ebisu Hyakudaiyū
Dosojin miyagi 1893.jpg

Dōsojin mit Phallidarstellung

Statue (Stein). Meiji-Zeit, 1893; Miyagi
Bild © Michael Czaja. Gods of myth and stone: Phallicism in Japanese folk religion. New York: Weatherhill, 1974, S.113

Ein aus Stein gefertigter Wegegott (dōsojin) aus Nordjapan, auf dem zwei Phalli als Paar abgebildet sind.

Dōsojin mit Phallidarstellung
Asakusa shogatsu2.jpg

Traditionelle Federballschläger (hagoita)

Sensō-ji, Asakusa, Tōkyō
Bild © Satō Satoru, 1995 (flickr). (Letzter Zugriff: 2016/8)

Verkauf von traditionellen Federballschlägern (hagoita) im Sensō-ji.

Traditionelle Federballschläger
Bishamon ema.jpg

Ema des Bishamon-ten

Votivbild (Holz, Farbe). 1935; 23 x 29,4 cm
Bild © Fowler Museum at UCLA. (Letzter Zugriff: 2012/11)
Gift of Dr. Daniel C. Holtom

Älteres ema aus Shichigahama bei Sendai. Der abgebildete Tausendfüßler gilt als Botentier des Bishamon-ten.

Ema des Bishamon-ten
Bronzespiegel okinoshima.jpg

Spiegel mit Drachenmotiven

Kultgegenstand (Bronze). Kofun-Zeit, 5. Jh.; „Nationalschatz“; Oki no shima, Munakata Schrein, Kyūshū; Durchmesser: 22 cm
Bild © Harris 2001, S. 109, Abb. 37

Dieser Spiegel entstammt einer Schreininsel des Munakata Taisha in Kyūshū. Auf der verzierten Außenseite des Spiegels befinden sich vier mythologische Tiere, die als Drachen (daryū 鼉龍) gedeutet werden. (Siehe auch: e-Kokuhō).

Spiegel mit Drachenmotiven
Asakusa koro1.jpg

Rauchopferbecken vor der Haupthalle

Bronze; Asakusa, Tōkyō
Bild © Shige's Wallpapers. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Wie in allen großen Tempeln werden auch im Sensō-ji Rauchopfer in Form von Räucherstäbchen in einem großen, mit Asche gefüllten Bronzegefäß (o-kōro) dargebracht.

Rauchopferbecken vor der Haupthalle
Asagutsu.jpg

Zeremonialschuhe asagutsu

Schuhwerk (Pawlonia-Holz, schwarzer Lack, mit Seide ausgekleidet)
Bild © Yoshida Shōsoku-ten. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Asagutsu sind spezielle Schuhe für den Gebrauch von Shinō-Priestern. Wie andere Elemente der Priesterkleidung gehen auch diese Schuhe, die bei feierlichen Zeremonien getragen werden, auf die Heian-zeitliche Hoftracht zurück.

Zeremonialschuhe asagutsu
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Spiegel, Schwert und magatama

Bild © Cyber Shrine. (Letzter Zugriff: 2016/8)

So etwa könnten die Insignien des Tennō aussehen, die allerdings bis heute den Blicken der Allgemeinheit entzogen sind.

Spiegel, Schwert und magatama
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Verkauf von Kimonos

Shichigosan-Kimonos im Schaufenster

Verkauf von Kimonos
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Relativ kleiner butsudan in einem städtischen Haushalt

Bild © Bernhard Scheid, 2004

Ein weiterer buddhistischer Hausaltar (butsudan).

Relativ kleiner butsudan in einem städtischen Haushalt
Butsudan2.jpg

Relativ kleiner Butsudan in einem städtischen Haushalt

Detail
Bild © Bernhard Scheid, 2004

Ein buddhistischer Hausaltar (butsudan).

Relativ kleiner Butsudan in einem städtischen Haushalt
Daruma und hokora.jpg

Daruma-Figur

Glücksbringer (Papiermaché, Farbe)
Bild © El-Branden Brazil, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Eine etwas verwitterte Daruma-Figur neben einem Miniaturschrein (hokora). Die Figur hat nur ein Auge bemalt, was bedeutet, dass der an sie gerichtete Wunsch noch nicht in Erfüllung gegangen ist.

Daruma-Figur
Darumaichi.jpg

Daruma-Puppen

Glücksbringer (Papiermaché, Farbe)
Bild © Chowitt, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Daruma-Puppen als Glücksbringer.

Daruma-Puppen
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Glücksbringer-Verkauf im Dazaifu Tenman-gū

Schrein; Fukuoka-ken, Kyūshū
Bild © Teasmartgarden, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die im Dazaifu Tenman-gū verkauften Glücksbringer (o-mamori, o-fuda) richten sich speziell an Schüler und Studenten. Ihnen gewährt Tenjin-sama besonderen Schutz.

Glücksbringer-Verkauf im Dazaifu Tenman-gū
Daruma takayama.jpg

Daruma

Glücksbringer (Papiermaché, Farbe); Takayama

Daruma-Statue.

Daruma
Daruma auge.jpg

Daruma-Figur

Mönch beim Bemalen einer Daruma-Figur

Daruma-Figur
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Hamaya-Verkauf

Chichibu Jinja, westlich von Tōkyō
Bild © Welcome to Chichibu. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Abermals miko beim Verkauf von Glücksbringern, in dem Fall hamaya.

Hamaya-Verkauf
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Münze des Königs Kanishka

Münze (Gold). Kushana Reich; Gandhara
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Goldmünze aus der Zeit König Kanishkas (ca. 127–163 u.Z.). Kanishka regierte die „goldene Zeit“ des Kushana Reichs, einer Dynastie aus Nordchina. Das Zentrum des Kushana Reiches befand sich allerdings in Gandhara im heutigen Pakistan und war stark vom Hellenismus geprägt. Das Kushana Reich war besonders wichtig für die Entwicklung der Seidenstraße, die China mit dem Mittelmeerraum verband. Zugleich war Kanishka ein großer Förderer des Buddhismus. Dies lässt sich auch an der vorliegenden Münze erkennnen. Auf einer Seite ist die Figur des Herrschers zu sehen, auf der anderen die Figur Buddhas. Die Münze ist in griechischen Buchstaben beschriftet, das Wort „Boddo“ (Buddha) ist deutlich zu erkennen.

Münze des Königs Kanishka
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Vagina-artiger Stein

Naturstein; Ōagata Schrein, Inuyama, Präfektur Aichi
Vagina-artiger Stein
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Fruchtbarkeitsfest (himenomiya hōnen matsuri)

Ōagata Schrein, Inuyama, Präfektur Aichi

Festival-Banner

Fruchtbarkeitsfest
Kasuga reh2.jpg

Steinlaternen

Bild © Yvon Liu, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Manchmal wird das auf die Laternen (tōrō) geklebte Papier aber gleich wieder gefressen.

Steinlaternen
Kasuga toro.jpg

Steinlaternen (ishi tōrō)

Laterne (Stein); Kasuga Schrein, Nara
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Steinlaternen (ishi tōrō) des Kasuga Taisha

Steinlaternen
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Miniaturvase (Porzellan)

Ziergegenstand rund um kamidana.

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Steinlaternen

Als Vorbereitung für das Laternenfest werden die Steinlaternen (tōrō) mit Papier verklebt.

Steinlaternen
Kasuga lanterns3.jpg

Laterne

Bild © Yamada Ryoko, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Hirsch als Symbol des Schreins ist auch auf vielen Laternen (tōrō) zu finden.

Laterne
Kasuga6.jpg

Laternen

Laterne (Bronze). 1676
Bild © Mark Boucher, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Laterne (tōrō) im Vordergrund hat ein Datum eingeschrieben: Enpō 4

Laternen
Kasuga7.jpg

Bronzelaternen (tsuta-mon)

Laterne (Bronze)
Bild © Salvador Busquets Artigas, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Bronzelaternen (tōrō) mit Familienwappen in der Form eines Wilden-Wein-Blattes

Bronzelaternen
Kasuga dark.jpg

Laterne aus dem Jahr Kanbun 6

Laterne. 1666
Bild © Bohuslav Kotal, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Viele Laternen (tōrō) haben einen Text in das Muster eingebaut, der Namen des Spenders und Datum der Spende enthält.

Laterne aus dem Jahr Kanbun 6
Kd hirako seto.jpg
Minuaturvase (Porzellan)

Ziergegenstand rund um kamidana.

Kd kagami.jpg
Minuaturspiegel (Metall)

Ziergegenstand rund um kamidana.

Konseisama.jpg

Hauptheiligtum des Konsei-Schreins

Yamasaki, Tōno-shi, Präfektur Akita
Bild © Okada Kenji, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Hauptheiligtum des Konsei-Schreins
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Becken für Rauchopfer (Räucherstäbchen)

Asakusa-dera, Tōkyō

Rauchopferbecken vor der Haupthalle des Sensō-ji in Asakusa, Tōkyō.

Becken für Rauchopfer (Räucherstäbchen)
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Kōshin-Gedenkstein

Statue (Stein); Kakizawa, Präfektur Nagano
Bild © Nakasendō nisshi, 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Kōshin-Gedenkstein (kōshin-tō) mit Shōmen Kongō mit vier Armen, flankiert von Sonne und Mond sowie Hahn und Henne. Darunter die Drei Affen (saru) als mizaru, iwazaru, kikazaru.

Kōshin-Gedenkstein
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Laterne des Kitano Schreins

Bild © Chris Gladis, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/08/18)

Die Laterne trägt das Zeichen oni (Dämon) und erinnert vielleicht an die Figur des Tenjin als dämonischer Donnergott.

Laterne des Kitano Schreins
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Kesa aus sieben Stoffbahnen

Mönchsumhang. China, 8. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Enryaku-ji, Berg Hiei; 132 x 260 cm

Ein kesa, ein langes aus mehreren Stoffstreifen zusammengenähtes Tuch, wird üblicherweise von buddhistischen Mönchen über einem dunklen Übergewand getragen.

Kesa aus sieben Stoffbahnen
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Gohei

Kultgegenstand (Holz, Papier)

Ziergegenstand rund um kamidana.

Gohei
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Minuaturlaterne (Metall)

Ziergegenstand rund um kamidana.

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Laternen

Laterne (Bronze)
Bild © Bohuslav Kotal, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Laternen (tōrō) sind in Seitengängen des Schreins aufgehängt.

Laternen
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Laterne

Bronze
Bild © Owen Murray, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Grundform ist gleich, doch jede Laterne (tōrō) ist ein Einzelstück.

Laterne
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Schlangen-Gürtel (jatai)

Buchillustration von Toriyama Sekien. 1780; aus Konjaku hyakki shūi
Bildquelle: Wikimedia Commons (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/8)

Illustration der Redensart: "Wer mit obi (Gürtel) schläft, träumt von Schlangen."

Toriyama Sekien Schlangen-Gürtel
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Reisopfer zu Neujahr (kagami mochi)

Opfergabe (Reis, Früchte); Kyoto
Bild © true03 studio. (Letzter Zugriff: 2005/8)

Opfergabe zu Neujahr bei einem Schrein in Kyoto. Reiskuchen (mochi) zu runden "Spiegeln" (kagami) geformt. Auf den Reiskuchen thront eine Mandarine, daneben Schmuck aus Blättern.

Reisopfer zu Neujahr
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Reisopfer (kagami mochi)

Opfergabe (Reis); Tōkyō, Meiji Schrein
Bild © Guido Gautsch, 2007, flickr. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Opfergaben in Form von kagamimochi am Meiji Jingū in Tōkyō. Gestampfter Reis (mochi) zu runden "Spiegeln" (kagami) geformt.

Reisopfer
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Phallus-artiger Stein

Naturstein; Tagata Schrein, Komaki, Präfektur Aichi
Phallus-artiger Stein
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Fuchs mit Sutrenrolle

Statue (Stein); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © orandajin, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Statue eines Fuchses (kitsune) mit einer Sutrenrolle.

Fuchs mit Sutrenrolle
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Miniatur-Stupas

Holz. Nara-Zeit, 8. Jh.; im Besitz des Hōryū-ji, Präfektur Nara; Höhe: 21,5 cm
Bildquelle: Tanaka Motomasa. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Im Inneren der Stupas befinden sich Papierzettel mit einem buddhistischen Text. Diese Zettel wurden mit einem einfachen Druckstempelverfahren hergestellt und gelten als die ältesten erhaltenen Druckwerke der Welt. Etwa 40.000 Exemplare befinden sich derzeit noch im Besitz des Hōryū-ji.

Miniatur-Stupas
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Ichijihoto hokekyo

Sutra. 12. Jh.
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Jedes einzelne Zeichen ist von einer Pagode umrahmt.

Ichijihoto hokekyo
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Verhängen des Hausschreins (Kamidana fūji)

Hausschrein (Holz)

Weißes Papier schützt den Schrein (kamidana) während der Trauerzeit vor den Verunreinigungen (kegare) des Todes. Unter dem Schrein sieht man eine Art Kalender, auf dem die Totengedenktage verzeichnet sind.

Verhängen des Hausschreins
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Glückslose (o-mikuji)

Kamigamo-Schrein, Kyōto
Bildquelle: Frank Gualtieri, Wikimedia Commons (jap.), 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Hier wirft man 200 Yen in den Behälter mit der entsprechenden Aufschrift, zieht ein Los aus dem mittleren Behälter und erfährt daraus, aus welcher Lade man einen Zettel wählen soll. Der enthält dann das Orakel (o-mikuji) und wird schlussendlich irgendwo im Schreinareal an einen Zweig oder ein Gestell gebunden.

Glückslose
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Kasuga-Laternen

Bild © Matthias Scommoda, 2004. (Letzter Zugriff: 2005/3)

Metallene Laternen (tōrō) des Kasuga Taisha

Kasuga-Laternen
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Schreinlaternen

Bild © Rómulo Rejón, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die gold-glänzenden Laternen (tōrō) sind neueren Datums.

Schreinlaternen
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Unbeleuchtete Laternen

Laterne (Stein)
Bild © Roy Chan, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Unbeleuchtete Kasuga-Steinlaternen (tōrō)

Unbeleuchtete Laternen
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„Jagdgewand“ kariginu

Priesterrobe (Seide)
Bild © Gabow. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Feierliches Obergewand (kariginu), das mit einem Gürtel hochgebunden wird. Geht auf die Heian-zeitliche Hoftracht zurück.

„Jagdgewand“ kariginu
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Kanmuri-Krone (kanmuri)

Kopfbedeckung (Papier)

Einst Teil der höfischen Tracht ist kanmuri-Krone heute auf die Verwendung bei Schreinzeremonien beschränkt.

Kanmuri-Krone
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Riesenlampion des Donnertors (kaminari-mon)

Lampion (Papier); Sensō-ji, Asakusa, Tōkyō; Höhe: 3,9m
Bild © don.lee, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Der Riesenlampion trägt das Schriftzeichen Kaminari-mon (Donnertor). Er ist laut Wikipedia 3,9m hoch und wiegt 700 kg. Die Schriftzeichen am Boden des Lampions verweisen auf seinen Sponsor, die Firma Matsushita Denki (aka. Panasonic), Hersteller von Elektrogeräten. Alles sehr sinnig, besonders wenn man bedenkt, dass der elektrische Strom (denki) auf Japanisch wörtlich genommen „Blitzkraft“ bedeutet. Der Grund für das Sponsoring von Panasonic liegt jedoch angeblich darin, dass der Firmengründer Matsushita Kōnosuke 1960 von einer Krankheit genas, nachdem er im Sensō-ji gebetet hatte, und daraufhin das Kaminari-mon, das schon hundert Jahre zuvor zerstört worden war, wieder neu errichten ließ.

Riesenlampion des Donnertors
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Festtagskleidung (Kamishimo)

Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tokyo 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Samurai (bushi) in festlicher Kleidung (kamishimo), 19. Jh., aus der Japanbeschreibung von Philipp Franz von Siebold (1796–1866)

Festtagskleidung
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Kōshin-Gedenkstein

Statue (Stein). Edo-Zeit, 1695; Totsuka-ku, Yokohama
Bild © only tanuki, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/7/9)

Kōshin-Gedenkstein (kōshin-tō) mit Shōmen Kongō mit vier Armen, flankiert von Sonne und Mond . Darunter die Drei Affen (saru) mit Hahn und Henne. Datierung Genroku 8 (1695)/11/2 — ein kōshin-Tag.

Kōshin-Gedenkstein
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