Jinmu Tennō

Aus Kamigraphie
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Historische Persönlichkeit
Name Jinmu Tennō 神武天皇
Lebenszeit geb. 711 v.u.Z. in Kyushu, gest. 585 v.u.Z. in Yamato (mythologische Zeit)
Titel Tennō (posthum)
Sonstige Namen Kamuyamato Iwarebiko
Verwandtschaft Urenkel des Ninigi
Bemerkung Begründer der Tennō-Dynastie, soll von 660 bis 595 v.u.Z. regiert haben. Heute als mythologische Figur angesehen.
Jinmu Tenno - Porträt.jpg

Von den drei Söhnen Ninigis 瓊瓊杵 und Sakuya-himes 木花開耶姫/木花之佐久夜毘売 bleiben lediglich zwei für die weiteren Berichte der Chroniken interessant. Einerseits Hoderi no Mikoto 火照命 oder Hosuseri no Mikoto 火闌降命 (Kojiki) bzw. Ho no Susori (Nihon shoki), der ältere Bruder und Ahn der Hayato, sowie Hoori no Mikoto 火折尊/火遠理命 oder Hiko Hohodemi 彦火火出見尊/日子穂穂手見命, der jüngere Bruder und Weiterführer der tennō-Dynastie.

Bergglückprinz und Meerglückprinz

Der Mythos vom Bergglück und Meerglück schildert die märchenhaften Erlebnisse der Söhne Ninigis und Konohana Sakuya-himes und erstreckt sich bis zum Zeitpunkt von Jinmu Tennōs Geburt.

Die beiden Brüder Hoderi, der Meerglückprinz (Umisachi-hiko 海幸彦), und Hoori, der Bergglückprinz (Yamasachi-hiko 山幸彦) beschließen ihre Glückswerkzeuge zu tauschen. Hoderi gibt Hoori seinen Angelhaken, der Glück beim Fischen garantieren soll. Als Gegenleistung überlässt Hoori seinem älteren Bruder den Bogen, der denselben Zweck bei der Jagd auf Waldtiere erfüllt. Allerdings stellen die Brüder schon bald fest, dass das Glück nicht durch das Werkzeug übertragbar, sondern ihnen selbst zu eigen ist. Obendrein verliert Hoori beim Fischen den Angelhaken seines Bruders. Als Hoderi seinen Haken zurückfordert, bietet Hoori ihm Ersatz an, Hoderi aber lehnt ab und besteht auf seinem ursprünglichen Haken.

Über seine aussichtslose Lage verzweifelt klagt Hoori am Strand, als plötzlich ein Gott in Gestalt eines alten Mannes, Shiotsuchi no kami 塩椎神, auftaucht und Hoori tröstend den Rat gibt, den Palast des Meergottes Watatsumi 綿津見 aufzusuchen. Shiotsuchi flicht für Hoori einen Korb, der ihm als Floß dienen soll. Damit macht sich Hoori auf den Weg zum Meerespalast, wo er die Tochter des Meergottes Toyotama-hime 豊玉姫 kennenlernt. Sie verlieben sich ineinander und Hoori verbringt die nächsten drei Jahre im Meeresgefilde. Doch Hoori wird von Heimweh geplagt und entsinnt sich seiner eigentlichen Aufgabe, den verloren gegangenen Haken seines Bruders wiederzufinden. Der Meergott veranlasst daraufhin eine Suche nach dem Angelhaken. Der Haken wird gefunden und Hoori kann reinen Gewissens nach Hause zurückkehren. Zum Abschied rät Watatsumi Hoori, seinen Bruder ein wenig zu provozieren und schenkt ihm ein Flutsteige- und ein Flutsinkejuwel, die er zu seinem Vorteil nutzen soll, sobald sich der ältere Hoderi streitsüchtig zeigt.

Hoori befolgt den Rat des Meergottes, es kommt zu einer Auseinandersetzung und Hoori gelingt es mit den Juwelen des Meeresgottes Hoderi beinahe zu ertränken, bis dieser sich ihm unterwirft. Toyotama-hime, die ein Kind von Hoori erwartet, folgt ihm an Land, weil sie nicht möchte, dass es im Meeresgefilde zur Welt kommt. Sie baut sich noch am Strand eine Gebärhütte, die sie jedoch nicht vollendet, da die Zeit ihrer Niederkunft gekommen ist. Noch bevor dies geschieht, bittet sie ihren Mann Hoori, sie ja nicht während der Geburt zu erblicken. Er aber bricht das Versprechen und erblickt ihre wahre Gestalt in Form eines Meeresungeheuers, worauf sie nach der Geburt von Hiko Nagisatake Ugayafukiahezu no Mikoto 彦波瀲武鸕鶿草葺不合尊 beschämt in den Meerespalast zurückkehrt. Dabei verschließt sie hinter sich den Pfad in das Meeresgefilde und trennt damit Wasser und Land.

Daraufhin schickt Toyotama-hime ihre Schwester Tamayori-hime, die sich um den zurückgelassenen Säugling kümmert. Hiko Nagisatake Ugayafukiahezu no Mikoto heiratet diese später und sie zeugen zusammen vier Nachkommen, darunter Jinmu Tennō.

Kamuyamato Iwarebiko

Mit Kamuyamato Iwarebiko - Jinmu Tennō 神武天皇 - ist die Götterzeit vorbei und das Zeitalter der Menschenkaiser beginnt. Die Sage von Kamuyamato Iwarebiko, der auszog, um Yamato, das Zentrum des Universums zu erobern, unterscheidet sich in Kojiki und Nihon shoki nur minimal.

Iwarebiko und seine Nachkommen begeben sich zuerst nach Tsukushi (heute Präfektur Fukuoka), dann nach Toyo (heute Oita), mit dem Schiff in die Nähe des heutigen Hiroshima und von dort weiter nach Osaka, wo ihn sein erster Feind erwartet, der Lokalherr von Tomi.

Im Kampf wird ein älterer Bruder des Iwarebiko wird verwundet, was ihn auf den Gedanken bringt, dass sie als Nachkommen der Sonnengöttin mit der Sonne im Rücken kämpfen sollten. Darum wenden sie sich nach Süden und landen schließlich beim Dorf Kumano an der Ostküste der Insel Kii, von wo aus sie ostwärts über die Berge nach Yamato ziehen wollen. Beim Dorf von Kumano taucht kurz ein Bär vor ihnen auf und Schlaf fällt über sie.

Die Rettung erfolgt durch ein Schwert des Takemikazuchi 建御雷, das er ihnen auf Geheiß Amaterasus 天照 und Takamimusubis 高御産巣日 (im Kojiki, im Nihongi ist es Amaterasu allein) geschickt hatte. Die Bewusstlosen erwachen und die Feinde werden von selbst erschlagen. ** Die wichtige Rolle Takamimusubis sollte auch im betr. Artikel zur Sprache kommen.

Weiter schickt ihnen Takamimusubi eine Krähe, die sie führen soll. Wieder stehen Feinde zwischen ihnen und ihrem Ziel. Nach einem Gebet erscheint Iwarebiko die Himmelsgottheit Takamimusubi im Traum: Er solle vom Kagu-Berg Erde holen und 80 Schüsseln und Krüge als Opfer anfertigten lassen. Darauf würden sich seine Feinde von selbst unterwerfen. Durch eine List erreichen zwei Gesandte von Iwarebiko den Berg und tun, wie ihnen aufgetragen wurde. Nachdem alle Feinde besiegt sind und Erde damit befriedet ist, lässt er sich in einem Palast nieder.

Er heiratet Himetatara-Isuzu-hime 媛蹈鞴五十鈴媛, eine Tochter eines Gottes Kotoshiro-nushi 事代主, der ein Sohn des Ōkuninushi 大国主 ist (Im Kojiki ist sie Tochter des Gottes Ōkuninushi)und macht sie zur Kaiserin.

** Abschließend könnte genauer auf die Varianten der Erzählung eingegangen werden.

Darstellung im Kogo shūi

Im Kogo shūi wird Jinmus Reise und Amtszeit nur sehr kurz erwähnt. Hikonagisa-no-Mikoto ist der Vater von Jinmu Tennō.

Abbildung des Grabmals von Jinmu

Auf seinem Feldzug von Kyūshū in die östlichen Provinzen (Yamato), ist ihm v.a. ein Vorfahre der Ōtomo Familie als General behilflich. Der Vorfahre der Mononobe Familie, Nigihayahi-no-Mikoto, ergibt sich voller Respekt mit all seinen Soldaten, mit Ausnahme von Nagasune-Hiko, welcher daraufhin umgebracht wird. Nigihayahi wird für seine Loyalität belohnt. Die Vorfahren der Ōyamato Familie werden für ihren Kampf zu See und ihre Spionage auf dem Berg Kagu 香久山 belohnt. Die Krähe Yatagarasu, Vorfahre der Kamo-no-Agata, leitet in den Bergen von Uda die kaiserliche Armee.

Als die "diabolischen" Feinde besiegt sind, wird Kashihara in Yamato zur Hauptstadt des Reiches ernannt.

Der Rest des Abschnittes geht auf den Palastbau, diverse Riten und Handwerksberufe ein.

Verweise

Quellen




Dieser Artikel wurde ursprünglich für das Schwesterprojekt Fudokipedia verfasst.