Mönchsgalerie, Teil I Mönchstrachten

Religion-in-Japan > Alltag > Moenche > Moenchstracht
< Alltag‎ | Moenche
Version vom 20. September 2016, 21:03 Uhr von Schnauder (Kommentar | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite zitieren:
Bernhard Scheid, „Mönchsgalerie, Teil I Mönchstrachten.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 20.9.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Alltag/Moenche/Moenchstracht?oldid=67170

Wie bereits auf der Hauptseite Mönche erwähnt, verstand sich das bud­dhis­tische Mönchs­wesen ursprünglich zur Gänze als Bettel­orden oder anders aus­ge­drückt, bud­dhis­tische Mönche hatten mit den Almosen, die ihnen die Gemeinde der Gläubigen spendete, ihr Aus­kom­men zu finden. Heute betteln nur noch wenige Mönche in Japan und wenn, dann nur während bestimmter Zeiten ihrer Aus­bildung. Diese Mönche sieht man allerdings am häufigsten in der japanischen Öf­fent­lich­keit, daher werden sie auch am häufigsten foto­gra­fiert.

Bettelmönche

  bettelmoench3.jpg

Bettelmönch mit Rosenkranz (juzu) und Bettelschale

Tōkyō
Bild © Luong Quang-Tuan, 2010/9. (Letzter Zugriff: 2016/8/26)
  monk_flickr_ck22.jpg

Bettelmönch

Tōkyō, Ueno
Bild © Curtis Koshimizu, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2007/1)

Bettelmönch betend, mit Bettelschale.

  todaiji_monk.jpg

Bettelmönch

Tōdaiji, Nara
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Bettelmönch mit Pseudo-Pilgerstab (besteht nur aus der Spitze).

  bettelmoench2.jpg

Bettelmönch mit Pilgerstab

Bild © Han Si, flickr, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
  bettelmoench_kyoto.jpg

Bettelmönch in Kyōto

Bild © Cody Ryal, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
  shitennoji_monk.jpg

Bettelmönch

Tōdaiji, Nara
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Bettelmönch des Klosterbergs Kōya mit großem kesa.

Japanische Bettel­mönche sind immer äußerst diskret und sprechen einen nie direkt an, sondern beten oder schweigen. Allen­falls läuten sie mit einer kleinen Glocke. Trotz gewisser Unter­schiede in Kleidung und Out­fit sind sie stets mit einer Bettel­schale und mit einem Pilgerhut ausgestattet.

  Monks_enami_1896.jpg

Bettelmönche

Photographie (handkoloriert) von Enami Nobukuni (1859–1929). Meiji-Zeit, 1892–96
Bild © Rob Oechsle, flickr, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Studie von mehreren Bettelmönchen, aufgenommen im Studio in Yokohama des japanischen Fotopioniers Enami Nobukuni (auch: T. Enami). Bettelmönch benützten damals kleine Gongs, um auf sich aufmerksam zu machen, die man heute allerdings kaum mehr sieht.

Bettelmönche, ca. 1895

Buddhistische Persönlichkeiten

Die fol­gen­den Bilder zeigen bekannte und un­be­kannte Personen des bud­dhis­tischen Lebens. Neben dem geschorenen Haupt zeichnen sie sich vor allem durch ihr cha­rak­teristisches Gewand aus, dessen Varianten hier zu erkennen sind. Das sym­bol­träch­tigste Element ist das kesa kesa 袈裟 äußerstes Gewand der buddh. Mönchstracht, variiert zwischen einem breiten Wickeltuch und einer dünnen Stola; besteht der Theorie nach aus Flicken.siehe auch Moenche → Alltag/Moenche/Wuerdentraeger→ Alltag/Yamabushi→ Geschichte/Fruehzeit/Shotoku Taishi . Große, zeremonielle kesa sind zumeist aus sieben Bahnen (shichijō-gesa) zusammen­genäht und haben eine recht­eckige Form von 110x190cm. All­tägliche kesa sind viel kleiner, bestehen meist aus fünf Bahnen (gojō-gesa) und werden wie eine Tasche oder Schürze an einem Träger um den Hals oder die Schulter getragen. Darüber hinaus können kesa auch zu dünnen Schärpen zu­sam­men­gefaltet um den Hals getragen werden. Yamabushi yamabushi 山伏 Bergasket, wtl. der in den Bergen schläft; Praktikant des Shugendōsiehe auch Yamabushi → Bauten/Schreine/Torii→ Alltag/Pilgerschaft→ Alltag/Matsuri→ Alltag/Matsuri/Feuergang→ Alltag/Moenche → mehr tragen ein solches kesa mit großen Bommeln auch bei festlichen Anlässen.

  Sakai_yusai.jpg

Sakai Yūsai

Portraitphoto von Takaoka Kunihiko. 2010
Bild © Takaoka Diary, 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Tendai-Mönch Sakai Yūsai (1926–2013) ist Japans berühmtester „Marathon-Mönch“. Er vollbrachte die schwierige 1000-Tage Umrundung des Klosterbergs Hiei (sennichi kaihōgyō) insgesamt zweimal, das zweite Mal mit sechzig Jahren. Insgesamt legte er dabei eine Distanz von ca. 40.000km, also etwa eine Erdumrundung zurück. Sakai trat erst mit 40 Jahren nach schweren persönlichen Krisen in den Mönchsstand ein und fand in körperlicher Askese seine Erfüllung. Auf diesem Photo ist er mit schnurartigem kesa-Umhang zu sehen.

  monk2.jpg

Junger Mönch mit feierlichem kesa

Junger Mönch mit feierlichem kesa.

  abbot_daitokuji.jpg

Zen Mönch

Bild © Foundation J.-E. Berger, („Japan/Daitokuji“). (Letzter Zugriff: 2014/8/5)

Abt des Zen-Tempels Daitoku-ji (Kyōto) mit taschenförmigem gojō-gesa.

  Setouchi jakucho.jpg

Setouchi Jakuchō

Portraitphoto von Jeremie Souteyrat. 2012
Bild © Aeon, 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die buddhistische Nonne und Schriftstellerin Setouchi Jakuchō (*1922).

  moench_nagano.jpg

Junger Mönch im Reise-Outfit, mit taschenförmigem kesa

Bild © Thomas Lottermoser, 2006. (Letzter Zugriff: [2010/9])
  two_monks.jpg

Zwei Mönche in Kamakura

Bild © Takaku Masayuki, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
  monk_koya2.jpg

Junger Mönch auf dem Klosterberg Kōya

Bild © Wada Yoshio, 2003. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Junger Mönch auf dem Klosterberg Kōya beim Bemalen eines Schilds.

  zen_monk.jpg

Zen-Mönch

Bild © Frantisek Staud, 1998. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Zen-Mönch im klassischen, grau-schwarzen Habit

  internetcafe.jpg

Junger Mönch

Bild © Lord Ivan, flickr, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8/26)

Junger Mönch im Internetcafe, Tōkyō.

Während in Japan die hand­liche Um­hän­ge­form vorherrscht, erinnert die große toga-artige Form noch daran, dass das kesa im indischen Bud­dhis­mus ur­sprüng­lich die einzige bud­dhis­tische Mönchs­kleidung darstellte. Der strengen Lehre gemäß sollte es überdies aus Lumpen her­ge­stellt werden und wird daher manchmal auch als wtl. „Klo­putz­fetzen“ (funzōe funzōe 糞掃衣 Bezeichnung für das kesa im Zen-Buddhismus; wtl. in etwa „Kloputzfetzen“) bezeichnet. Von dieser Übung in Be­schei­den­heit blieb le­dig­lich das Ideal erhalten, sich sein kesa am besten selbst zu nähen. Es kann aber auch von Meister zu Schüler weiter­ge­geben werden. Besonders im Zen wird dieser Weiter­gabe des kesa große Be­deu­tung bei­ge­mes­sen.

Alltag im Tempel

  monks_koya_wada.jpg

Shingon-Mönche

Bild © Wada Yoshio, 2003. (Letzter Zugriff: 2015/8/29)

Shingon-Mönche mit einfärbigem kesa (Berg Kōya)

  monk_tofukuji.jpg

Mönch eines Zen Tempels

Tōfuku-ji, Kyōto
  monk_koya.jpg

Shingon-Mönch

Bild © Wada Yoshio, 2003. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Junger Shingon-Mönch (Berg Kōya)

  gebet.jpg

Mönch im Gebet

Bild © Frantisek Staud, 1998. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
  Monk_jingoji.jpg

Mönch am Schreibtisch

Jingo-ji, Kyōto
Bild © cjw, flickr, 2007/1. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

An einem sonnigen Wintertag, in einem Klostertempel außerhalb der Stadt geht ein Mönch seinen Aufgaben nach.

  monk_and_bell2.jpg

Mönch beim Anschlagen der Tempelglocke

Bild © Takaku Masayuki, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Mönch beim Anschlagen der Tempelglocke, Kamakura

  Toji_Monks.jpg

Mönche vor dem Tōji

Tempelhalle; Tōji, Kyōto
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Siehe auch: Buddhistische Würdenträger

Alltag/Moenche (zurück zum Hauptartikel)
Ikonographie
Religion-in-Japan > Alltag > Moenche > Moenchstracht