Sprachrepertoires und Varietätenspektren

Sprachwissenschaft

Projektleitung: Alexandra N. Lenz

Projektteam: Barbara Binder Ludwig M. Breuer Amelie Dorn Johanna Fanta-Jende Matthias Fingerhuth Fabian Fleißner Tara Ramona Geng Alexandra Grohe Pamela Goryczka Alexandra Hiebert Veronika Höbart Philipp Kehrer Magdalena Kirnbauer Katharina Korecky-Kröll Katharina Kranawetter Marlene Lanzerstorfer Kathrin Linke Clara Pliem Justin Rainer Alexandra Rotterbauer Simone Sailer Eric Schirl Rita Stiglbauer Florian David Tavernier Vinzenz Thun-Hohenstein Anja Wittibschlager

Fördergeber:
Spezialforschungsbereiche des FWF (F 60)

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Teilprojekt PP03 von SFB Deutsch in Österreich. Variation – Kontakt – Perzeption

Das Teilprojekt setzt sich zwei Ziele: Zum einen eine umfassende Erhebung und Analyse individueller Sprachrepertoires in ländlichen Regionen Österreichs und zum zweiten die Analyse von Dynamik und Struktur der Gliederung der Dialekt‐Standard‐Achse (sogenannte vertikale Variationsspektren) an mehreren, über ganz Österreich verteilten Erhebungsorten.

Fragestellungen, die im Rahmen des Projekts beantwortet werden sollen, sind u. a.: Wie sind die „vertikalen“ Variationsräume des Deutschen in Österreich strukturiert? Wo hören etwa Dialekte auf und fangen „Umgangssprachen“, Varietäten des „mittleren Bereichs“ (Regiolekte) an? Haben wir es mit Kontinua bzw. Verdichtungsbereichen auf der Dialekt‐Standard‐Achse zu tun oder zeichnen sich deutliche(re) Varietätengrenzen ab? Welche Ausschnitte des komplexen Variationsraums werden von welchen Sprecherinnen und Sprechern in welchen situativen Kontexten und Funktionen in welcher Art und Weise eingesetzt?

Zur Beantwortung dieser Fragestellungen strebt das Projekt nicht nur die Untersuchung einer einzelnen sprachlichen (System-)Ebene an, sondern untersucht Sprachwandelphänomene sowohl im Bereich der „Aussprache“ (Phonetik/Phonologie) als auch im Bereich der Grammatik (Syntax und Morphologie). In der zweiten Projektphase rücken dann auch die Ebenen der „Betonung“ (Prosodie), des „Wortschatzes“ (Lexik) und des sprachlichen Handelns (Pragmatik) in den Vordergrund.

Um diese unterschiedlichen Ebenen adäquat analysieren zu können, kommen im Projekt einerseits bekannte und bewährte Erhebungsmethoden (z. B. Aufzeichnung von Gesprächsdaten und Vorlesetexten), andererseits auch neue und innovative Ansätze (z. B. Sprachproduktionstests) zum Einsatz.