Willkommen bei der Österreichisch-Südpazifischen Gesellschaft!

Unser aktuelles Programm ist hier zu finden.

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Nachruf

Ingfrid Schütz-Müller

9.3.1944 – 18.9.2018

Gelebte Internationalität

Die letzten Lebensjahre des Politikwissenschaftlers und Ozeanien-Experten Ingfrid Schütz-Müller waren von schwerer Krankheit geprägt. Dennoch kam die Nachricht von seinem Ableben für alle, die ihn näher kannten und begleiten durften unerwartet. Hatte man sich doch daran gewöhnt, dass Ingfrid den Unbillen seiner Krankheit mit der ihm eigenen Gelassenheit und Zuversicht begegnete, die ihn zeitlebens auszeichnete, und die ihm nun half, sein Los geduldig zu ertragen. Das war mindestens einer seiner positiven Wesenszüge, nämlich dass er immer positiv dachte und in allem das Vorteilhafte erblicken konnte – und damit nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Angehörigen, Freunde und der zahlreichen Studentinnen und Studenten, die er im Laufe seiner akademischen Karriere betreuen konnte, positiv bereicherte. Für Ingfrid war das Glas immer halbvoll und nie halbleer. Verständnisvolles Zuhören, ermunternde Worte und Unterstützung bei Problemen – das sind nur einige Aspekte, die zu seinen Vorzügen zählten und ihn äußerst beliebt bei seinen Studenten machten.

Noch während des Zweiten Weltkriegs geboren, erlebte Ingfrid Schütz-Müller als jüngstes von drei Kindern die schwierige Nachkriegszeit und den mühevollen Wiederaufbau Österreichs hautnah mit. Vielleicht wuchs seine Sensibilisierung für politische Entwicklungen bereits in jenen Kinder- und Jugendjahren, in denen er eine rasch sich wandelnde Welt erlebte, die sich aber konfrontativ in Blöcken ordnete und nicht immer friedlich präsentierte. Wie wichtig er die Erhaltung des Friedens und den Zusammenhalt der Gesellschaft erachtete, wird aus der Tatsache ersichtlich, dass er sich in seinem Beruf als Politikwissenschaftler zeitlebens der Friedens- und Konfliktforschung und den Mechanismen und Praktiken des Konfliktmanagements widmete. Denen, die seine Lehrveranstaltungen am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien besuchten, versuchte er zu vermitteln, wie schwierig, aber auch wie wichtig Konfliktlösungsstrategien und die Bereitschaft zur Konsensfindung sowie Kompromissbereitschaft im nationalen, europäischen und internationalen Kontext sind. Dabei war er ein überzeugter Europäer, wie er es bereits aus seiner 1974 verfassten Dissertation mit dem Titel „‘Europa‘ – in der österreichischen Nachkriegspolitik 1945-1956“ ersichtlich ist. Dass er dabei nationalen Entwicklungen in Österreich die gleiche Aufmerksamkeit widmete, wird aus seiner Habilitationsschrift ersichtlich, die den Titel „Entscheidungsträger zentraler Agrarpolitik in Österreich: Einheit und Konflikt“ trägt und in der er einmal mehr sein Interesse an Strategien der Konfliktlösung bekundete, darüber forschte und seine Ergebnisse veröffentlichte. Darüber hinaus sah er als Jurist und Politikwissenschaftler immer das größere Ganze und die Einbindung der Nationalstaaten in suprastaatliche Institutionen und Organisationen, sei es die Europäische Union, oder die Vereinten Nationen und deren nachgeordnete Teilorganisationen. Sie waren für ihn notwendige und sinnvolle Entwicklungen in einer zunehmend globalisierten Welt.

Über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren hat Ingfrid Schütz-Müller als Universitätsprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien über 65 Exkursionen zu Zentren internationaler Politik für seine Studenten angeboten. Die Exkursionen zum Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York, die jedes Jahr um Ostern herum stattfanden, waren legendär und immer ausgebucht. Es gehörte einfach dazu, dass jene, die sich für internationale Politik interessierten und in Wien studierten, zumindest eine dieser Exkursionen mitmachten und dabei die Gelegenheit nutzten, mit den höchsten Spitzen internationaler Organisationen in Kontakt kommen und Fragen stellen zu können. Diese große Zahl an über Jahrzehnte jährlich stattfindenden Exkursionen – das war etwas, was es bis dahin am Wiener Institut für Politikwissenschaft in dieser Intensität und Regelmäßigkeit nicht gegeben hat. Viele der an diesen Exkursionen teilnehmenden Studenten gelang es, noch während ihres oder nach ihrem Studium in internationale Institutionen und Organisationen einzusteigen und sich dort beruflich zu verankern und weiterzuentwickeln. Über die Jahre hinweg entstand damit ein generationsübergreifendes Netzwerk von jungen Entscheidungsträgern, die wiederum Ingfrid Schütz-Müller bei seinen Besuchen aufsuchen und deren Expertise er für seine Studenten nutzen konnte. Auch seine Exkursionen nach Den Haag zum Internationalen Strafgerichtshof, dem Internationalen Gerichtshof, dem Ständigen Schiedsgerichtshof, zum Jugoslawientribunal u.s.w., nach Brüssel zu allen dort präsenten EU-Einrichtungen und zur UNESCO nach Paris wurden beliebte Dauerbrenner und Pflichtbestandteile eines auf Internationalität ausgerichteten politikwissenschaftlichen Studiums. Ingfrid Schütz-Müllers Bestreben war es, möglichst vielen Studenten Auslandserfahrung zu ermöglichen. Konsequenterweise war er daher an seinem Institut über viele Jahre hinweg der Koordinator für alle ERASMUS-Aktivitäten, die den europaweiten Studierendenaustausch forcierten. Dass seine Expertise gerne angenommen wurde, ist aus der Tatsache ersichtlich, dass er als Gastprofessor in Konstanz, Aix-en-Provence, Kopenhagen, Pavia und Warwick immer wieder gern gesehener Gast war. Auch das offizielle Österreich wollte auf seine Erfahrungen nicht verzichten. So war er ab 2007 mehrmals als Sondergesandter des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten in diplomatischer Mission im pazifischen Raum unterwegs, um Österreichs Bewerbung für den nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat vor Ort zu bewerben und Kooperationsangebote zu unterbreiten.

Dass die politischen Systeme der Nationen dieser Welt sehr unterschiedlich sein konnten, versuchte Ingfrid durch seine Exkursionen in andere Weltteile zu vermitteln. Zahlreiche Reisen zu den pazifischen Inselstaaten und nach Kuba ermöglichten es den daran Teilnehmenden, auch andere Sichtweisen auf die internationale Politik zu gewinnen. Sowohl bei seinen New York- als auch bei seinen Kubareisen konnte er auf die tatkräftige organisatorische und inhaltliche Mitwirkung seines Bruders Ingolf setzen, der selbst jahrzehntelang als einer der ranghöchsten österreichischen Vertreter in einer UN-Organisation (UNDP) tätig war und der durch seine Kontakte und sein Engagement dazu beitrug, dass die Schütz-Müller’schen Exkursionen etwas Besonderes waren und blieben. Nicht zuletzt für diese Leistung der Exkursionsorganisation und -durchführung, die mehreren Studierendengenerationen die Welt eröffnete, erhielt Ingfrid Schütz-Müller im Dezember 2014 aus den Händen des damaligen Wissenschaftsministers und Vizekanzlers Reinhold Mitterlehner das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse.

Ingfrid Schütz-Müllers besondere Vorliebe galt den pazifischen Inseln. Die Faszination der vielfältigen Kulturen Ozeaniens – der „Südsee“, wie sie allgemein nach wie vor bezeichnet wird – hatte ihn in ihren Bann geschlagen. Vor allem die kulturellen Leistungen der pazifischen Inselbewohner selbst, aber auch die historischen Leistungen der europäischen Seefahrer und Entdecker in Zusammenhang mit der Auffindung und Erschließung dieser Weltregion weckten sein besonderes Interesse. Dies schlug sich  im Aufbau einer Sammlung von zeitgenössischen Karten und Ansichten sowie Büchern des 17. bis 19. Jahrhunderts nieder, die er zweimal auch einer interessierten Öffentlichkeit zeigen konnte. 1997 im damaligen Völkerkundemuseum Wien sowie 2002 in Schloss Grafenegg wurden jeweils eine Auswahl der schönsten Karten und Ansichten präsentiert. Auch hier war es ihm ein Anliegen, das Wissen um die Region, seiner Menschen und deren Kulturen sowie der vor allem neuzeitlichen historischen Ereignisse mit Interessierten zu teilen. Letztlich trugen seine mehrmaligen von ihm veranstalteten Südsee-Exkursionen dazu bei, den daran Teilnehmenden die Möglichkeit zu eröffnen, eine entlegene aber interessante Weltregion unmittelbar kennenlernen zu dürfen.

Dass er der Region Ozeanien auch in Wien immer verbunden war, zeigt sich darin, dass er einer der Proponenten und Gründungsmitglieder der Österreichisch-Südpazifischen Gesellschaft war, der er in den Anfangsjahren auch als Vizepräsident, Vorstandsmitglied und wiederholter Vortragender angehörte. Durch seine einschlägigen Lehrveranstaltungen insbesondere am Institut für Politikwissenschaft, aber auch am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, seine Reisen sowie seiner bei allen Gelegenheiten vermittelten Begeisterung zur Region Ozeanien, hat Ingfrid Schütz-Müller in vielen eine Sensibilisierung für die aus europäischer Perspektive periphere Weltregion hervorgerufen und wach gehalten.

Die vielen berufsbedingten Abwesenheiten von zuhause mussten für seine Frau Evelyn eine Belastung darstellen, mit der diese aber kongenial umgehen konnte. Sie war ihm immer eine verständnisvolle und treue Mitstreiterin. Dass sich hier zwei Personen gefunden hatten, die gemeinsam ein gutes Team bildeten ist schon allein aus der Tatsache ersichtlich, dass Ingfrid Schütz-Müller und seine Frau vor wenigen Jahren ihr fünfzigjähriges Ehejubiläum, zusammen mit ihrem Sohn Wolfram, feiern konnten. Dass er bis zum Schluss positiv dachte, Pläne schmiedete sowie an deren Umsetzung arbeitete, und für andere tröstende Worte hatte, zeigen, dass er bis zuletzt das Leben liebte.

Mit Ingfrid Schütz-Müller verliert Österreich einen Experten für Internationale Organisationen und Internationales Konfliktmanagement, einen Pazifik-Experten – und wir alle einen Menschen, der menschlich und fachlich eine große Lücke hinterlässt.

Hermann Mückler

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Danke an alle, die bei unserem Sommerabschluß an der neuen Donau dabei waren, es war wie immer sehr nett mit Euch!

Sonnenuntergang beim Wake-up (Foto: Gottfried Prinz)

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Mit großer Trauer verabschieden wir uns von unserem langjährigen Vorstandsmitglied Rosmarie Stanke,  die ihre Leidenschaft für den Pazifik bis zum Schluss gelebt hat.

Wir sind froh, dass sie die Geschichte ihrer persönlichen Beziehung zum Pazifik in unserem 20 Jahre Jubiläumsband der Novara (Darum Ozeanien!) mit uns noch geteilt hat.

Danke Rosemarie für die gemeinsame Zeit.

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Freitag, 4. Mai 2018

Spezialführung zu der Region Ozeanien und Australien im Weltmuseum  Wien

von Irina Eder

 

Auf den Spuren von James Cook und anderen Forschungsreisenden bekommen Sie Einblicke in die Sammlungen aus dem Bereich Ozeanien und Australien. Spannende Geschichten erzählen unter anderem auch von historisch gewachsenen Bildern und Beziehungen zu der Region des Südwestpazifks. Die Führung wird von Mag. Irina Eder, Vorstandsmitglied der OSPG und Kulturvermittlerin im Weltmuseum Wien, durchgeführt.

Da auch Experten wie Vorsitzende der OSPG, Dr. Elisabeth Worliczek und weitere Vorstandsmitglieder wie Dr. Hermann Mückler und Dr. Igor Eberhard an der Führung teilnehmen werden, gibt es einen spannende Austausch und auch Sie können sich gerne mit ihrem Wissen und Erfahrungsschatz einbringen.

Maximale Anzahl an Teilnehmern: 20 Personen > bitte um rasche Anmeldung unter ospg@univie.ac.at

Treffpunkt: 16.45h, Eingang Weltmuseum Wien

Dauer: 60 min

Preis: € 12

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Einladung zur 22. Ordentlichen Generalversammlung

Dienstag, 20. März 2018, 18h

Ort: Sitzungszimmer des Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien, Universitätsstraße 7/ NIG/Stiege 3/4. Stock, 1010 Wien

Tagesordnungspunkte:
1. Eröffnung und Begrüßung
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
3. Beschlüsse zur Tagesordnung
4. Bericht der Präsidentin über Aktivitäten des abgelaufenen Jahres
5. Bericht des Kassiers
6. Bericht des Vereinsprüfers
7. Diskussion der Berichte
8. Entgegennahme und Genehmigung des Rechnungsberichtes sowie Antrag des
Rechnungsprüfers auf Entlastung des Vorstandes
9. Anträge an die Generalversammlung
10. Bestätigung und Bekanntgabe der Funktionsaufteilung im Vorstand
11. Allfälliges

Im Anschluss an die Generalversammlung gehen wir ins Lokal „mittendrin“ in der VinziRast, Währingerstraße 19, 1090 Wien.

Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich zu diesem jährlichen Fixpunkt eingeladen, das ist eine gute Gelegenheit um mehr über die Aktivitäten und die Funktionsweise der OSPG zu erfahren!

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EINLADUNG ZUR OSPG WEIHNACHTSFEIER

OPSG Weihnachten

Dienstag, 19. Dezember 2017, 18h im Lokal INIGO (Bäckerstraße 18, 1010 Wien)

Dabei wird auch unsere 20 Jahre Jubiläums Novara präsentiert – Mitglieder und solche, die es an diesem Abend noch werden wollen, können ihr Exemplar gleich mit nach Hause nehmen. Ansonsten wird wie jedes Jahr gemütlich gegessen und getrunken und geplaudert… Auch nicht-Mitglieder sind wie immer herzlich willkommen!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Euch!

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Montag, 13. November 2017

OSPG Bücherflohmarkt

Beginn: 14.30h (bis ca. 18h)

Foyer des Institutes für Kultur- und Sozialanthropologie (Universitätsstrasse 7 / NIG / 4. Stock)

Wir trennen uns von einigen Schätzen aus unserem Fundus, alle Bücher haben eine Bezug zum Pazifik und sind günstig abzugeben! Einige von ihnen sind anderswo gar nicht mehr erhältlich. Das ist eine einmalige Gelegenheit, durch viele Ozenaien-Bücher zu stöbern. Außerdem stehen auch alle bisherigen OSPG-Publikationen (Pazifik-Dossier und Novara) zum Verkauf.

Und für alle diejenigen, die schon lange auf keiner unserer Veranstaltungen waren, ist es auch eine gute Gelegenheit sich zu informieren, was wir sonst noch alles so machen!

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Das Wintersemester hat wieder begonnen – und somit fangen auch unsere Veranstaltungen wieder an. Unser erster Programmpunkt ist folgender:

Dienstag, 10. Oktober 2017

Traditionelle Bautraditionen in Ozeanien und Indonesien.

Die Eigenschaften „alter“ Bautechnik im Falle von Naturkatastrophen und ihr Stellenwert in einem sich modernisierenden Umfeld. Schwerpunkt Fidschi und Indonesien.

Vortrag von Dipl. Ing. Ferenc Zamolyi, ÖAW /TU-Wien

Beginn: 18.30h

Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universitätsstraße 7/ 4. Stock, Hörsaal A

“Alte” und “neue” Konstruktionsweisen vernakulärer (traditioneller) Baukultur in  Ozeanien und Indonesien werden im Zuge des Vortrags vorgestellt, und ihre guten und schlechten Eigenschaften im Falle von Naturkatastrophen, also Erdbeben (Indonesien) oder Zyklonen und Stürmen (Fidschi) erläutert. Obwohl die Form traditioneller Bauten in Ozeanien, aber auch innerhalb Indonesiens, sehr vielfältig ist, haben diese Häuser oft ähnliche Konstruktionsprinzipien und verwenden eine ähnliche Bautechnologie. Baudetails können in zwei grundsätzliche Arten gegliedert werden: flexible Verbindungen mittels Lianen oder Seilen oder zimmermannsmäßige Holz-Holz Verbindungen. Je nachdem, welche und wie viele der jeweiligen Verbindungstypen in einem Haus verwendet werden, ergeben sich auch verschiedene Eigenschaften des Gesamtgebäudes, die auch im Katastrophenfall zum Tragen kommen.

Im Zuge rezenter Naturkatastrophen hat sich herausgestellt, dass alte, „traditionelle“ vernakuläre Bauten sowohl in Ozeanien als auch in Indonesien oft viel weniger beschädigt werden als neue, „moderne“ Bauten der Region. Warum dies so ist, wird im Vortrag dargelegt werden.

Nach einem Überblick über „alte“ Konstruktionsweisen mit Schwerpunkt der Fidschi und gewissen indonesischen Gegenden als Vergleich wird auch auf das Verhältnis alt-neu eingegangen, und auch die Ursachen des Wandels der Baukultur: Warum moderne Häuser, die oft nicht objektiv  besser sind, dennoch von den lokalen Gemeinschaften oft als erstrebenswerter angesehen werden als etablierte traditionelle Bauweisen.

Zámolyi Ferenc studierte Architektur an der TU Wien; arbeitete als Grafiker, 3D-modellierer und Visual Artist bei der Fa. 7reasons, zur Zeit ist er an der Akademie der Wissenschaften beschäftigt, parallel lehrt er als externer Lehrbeauftragter an der TU Wien. Themenbereiche der Lehre und Forschung: Traditionelle (vernakuläre) Bautypen und Siedlungen und deren Verhältnis zur umgebenden Landschaft und natürlichen Ressourcen; Schwerpunkt auf Indonesien, Ozeanien und Mitteleuropa. Ein zusätzliches Forschungsgebiet stellen traditionelle Werkzeuge und deren Gebrauch.

 

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Hier ist das Protokoll der OSPG Generalversammlung 2017 nachzulesen: OSPG_GV2017_Protokoll

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Aktuelle Veranstaltungen im Juni 2017

Dienstag, 20. Juni 2017

The making and breaking of marriages among the Mian of Papua New Guinea: Can ‚New Kinship Studies‘ contribute to the understanding of affinity?

Don Gardener, Australian National University (emeritus)

Eine Kooperation mit der Österreichisch-Australischen Gesellschaft

Beginn: 18.30h

Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universitätsstraße 7/ 4. Stock, Hörsaal C

Critiques of „classical“ anthropological studies of kinship frequently stress how kin relations generally are „made,“ „done,“ or „performed.“ Yet older views distinguished between consanguineal and affinal relations partly in relation to the specific role of marital relations in forging and/or reforging links between social units (individuals, families, settlements, lineages and so on). This paper asks, through a consideration of fieldwork data on Mian marriage strategies whether ‚New Kinship Studies‘ can account for the specificities of marriage and affinity and their role in social reproduction.

Don Gardner recently retired from the Australian National University and the University of Lucerne. He has conducted fieldwork among Mian people, of central New Guinea, since 1975. His interests focus on Melanesian ethnography; social theory/the philosophy of social science, and the relations between explanation in the social and the historical sciences.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Stadtspaziergang „Auf den Spuren der Südsee in Wien“
Mag.a Margit Wolfsberger, Universität Wien

Beginn: 18.00 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden – Fahrschein für Straßenbahnen erforderlich

Begrenzte TeilnehmerInnenzahl (max. 15 Personen), daher ist eine Anmeldung notwendig – bitte bei Interesse bis spätestens Mittwoch, 7. Juni 2017, 9.00 Uhr früh, ein Mail an ospg@univie.ac.at schicken. Der Treffpunkt wird bei der Bestätigung der Anmeldung bekanntgegeben.

OSPG-Mitglieder werden bei der Platzvergabe bevorzugt, freie Plätze werden aber auch an Interessierte vergeben.

Da der Stadtspaziergang bei Regenwetter NICHT stattfindet – bitte unbedingt auf die Website der OSPG sehen, dort wird am 8. Juni 2017 im Zweifelsfall bis spätestens 17.00 Uhr bekanntgegeben, ob er stattfindet oder nicht bzw. wird an die angemeldeten Personen auch ein Verständigungsmail gesandt.

Statuen, Veranstaltungsorte, Geschäfte, Wohnungen… Es gibt mehr Orte in Wien als man vermuten würde, die einen Bezug zu Ozeanien herstellen und/oder Versatzstücke des Traums von der „Südsee“ darstellen. Beim dieser Version des Stadtspaziergangs werden verschiedene Stationen im Ersten Bezirk besucht. Da der Stadtspaziergang schon vor einigen Jahren von Mag.a Margit Wolfsberger, Dr. Gabriele Schätzle und DI Monika Tscholakow ausgearbeitet und durchgeführt wurde, kann bei der Wiederaufnahme 2017 durch Mag.a Margit Wolfsberger anhand von alten und neuen Stationen gezeigt werden, wie sich die Präsenz von Ozeanien im Stadtbild geändert hat und in welcher Weise sie gleichzeitig statisch geblieben ist.

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TIPP ZUR REGION & GEWINNSPIEL!!!!!

Anlässlich der Weltpremiere des neuen Werkes von Lemi Ponifasio, Neuseeländer samoanischer Herkunft, gibt es hier bei der OSPG Karten zu gewinnen:

MAU WAHINE – Standing in Time

SAMSTAG, 20. MAI 2017, 19.30 UHR, FESTSPIELHAUS ST. PÖLTEN

Das Festspielhaus St. Pölten hat der OSPG freundlicherweise 3×2 Karten für die Vorführung zur Verfügung gestellt. Wenn Sie / Du diese gewinnen möchten, reicht eine e-mail an ospg@univie.ac.at in der drinnen steht, warum Sie / Du dieses Event besuchen möchten! Einsendungen sind bis Donnerstag, 18. Mai möglich. Spätestens Freitag Mittag werden die Gewinner verständigt!

Eine Mitgliedschaft bei der OSPG ist nicht Voraussetzung – wenn Sie / Du aber überlegen sollten, ob Sie / Du uns als Verein als ordentliches Mitglied unterstützen wollen, finden Sie / Du hier die nötigen Infos: http://www.univie.ac.at/ospg/ospg/mitgliedschaft/

MAU WAHINE – Standing in Time : Tanz/Performance/Gesang  Vor 20 Jahren gründete der international renommierte Choreograf und Regisseur Lemi Ponifasio MAU als transformative Kraft – eine Zusammenarbeit mit Communities und KünstlerInnen aus aller Welt. Ursprünglich Name der samoanischen Unabhängigkeitsbewegung, bedeutet MAU frei übersetzt die Deklaration einer Wahrheit oder eines Standpunkts. In der Weltpremiere von „Standing In Time“ brillieren neun junge Maori-Frauen in einer künstlerischen Zeremonie mit Gesang, Ritual und Bewegung – betörend schön und bildgewaltig!

TIPP: Besuchen Sie im Vorfeld das Einführungsgespräch als Einstimmung auf die Vorstellung.

18:30 UHR, KLEINER SAAL:  EINFÜHRUNGSGESPRÄCH MIT MARTIN PESL UND LEMI PONIFASIO

Festspielhaus
Kulturbezirk 2, 3100 St. Pölten

Weitere Karten gibt es hier: http://www.festspielhaus.at/de/kalender/133-lemi-ponifasio-mau-wahine/2017-05-20-19h30/tickets.html

Außerdem gibt es einen Shuttlebus von Wien um € 14,  Abfahrt 17:00 Uhr, Informationen & Restplätze:

http://www.festspielhaus.at/de/kalender/129-bus-shuttle/2017-05-20-17h00/tickets.html?type=bestplace

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Aktuelle Veranstaltungen im März 2017

Vortrag: „Fiji: Rückkehr zur Normalität und neues Selbstbewußtsein“.
Von Dr. Hermann Mückler (Universität Wien)

Mittwoch, 22. März 2017
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien, Universitätsstraße 7/NIG/4. Stock, 1010 Wien

Eine Kopperationsveranstaltung mit der Österreichisch-Fidschianischen Gesellschaft (ÖFiG) und der Österreichisch-Tuvaluischen Gesellschaft (ÖTG).

Vortrag: „America’s Paradise, oder wie sich die Südsee den US-Amerikanern erschloss.“
Von Dr. Hermann Mückler

Freitag, 31. März 2017
Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft, Stallburggasse 2, 1010 Wien

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG)

Beide Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen, der Eintritt ist frei und es gibt keine Anmeldung.

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Einladung zum Vortrag:

Gefällige Bilder auf der Haut? Zur Rezeption pazifischer Tätowierungen im euroamerikanischen Raum

Von Igor Eberhard (Universität Wien)

Zeit: 17.01.2017, Beginn: 18.30 Uhr
Ort: Hörsaal A, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien, Universitätsstraße 7, 4. Stock, Stiege 1

Im Anschluss an den Vortrag gibt es gemütliches Beisammensein.
Dies ist eine Kooperationsveranstaltung mit der AG Hautbilder.

Tätowierungen boomen. Fast jeder Zehnte im deutschsprachigen Raum ist tätowiert. Dennoch werden Tätowierungen noch immer mit Klischees und Vorurteilen in Verbindung gebracht. Tätowierungen sind jedoch ein globales Phänomen, das sich durch die Menschheitsgeschichte zieht. Durch James Cook und andere Forschungsreisende kamen sie vermehrt ins öffentliche Bewusstsein in Europa. Besonders pazifische Tätowierungen üben seit dieser Zeit noch immer einen besonderen Reiz aus. Parallel zu der Revitalisierung von pazifischen Tätowierungen vor Ort, werden sie auch in Europa immer beliebter. Sie stehen damit in einem Spannungsfeld zwischen Globalisierung, Mode, Exotismus, Tradition und Konsumgut. Im Rahmen dieses Vortrags soll diesem Spannungsfeld nachgegangen werden. Es stellt sich die Frage: Kann man den Pazifik auf der Haut tragen? Und: Ist dies überhaupt gewollt?

Dr. Igor EBERHARD ist Kultur- und Sozialanthropologe an der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Tätowierungen, Körper, Medical Anthropology, Medizingeschichte, Populärkultur und Erinnerungskulturen. Er ist Mitglied der „European Society of Tattoo and Pigment Research“ (ESTP) und Vorstandsmitglied der „Österreichisch Südpazifische Gesellschaft“ (OSPG). Zum Thema sind zuletzt die beiden Bücher „Pimp my Körper!“ und „Stich:Punkte: Theorie und Praxis des Tätowierens“ (Co-Hg.) erschienen.

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Oktober 2013: Lauch der OSPG Website

Wir hoffen diese Seiten erfüllen ihren Zweck – über die OSPG und ihre Veranstaltungen, Publikationen, Projekte und das Vereinsgeschehen zu informieren, die Möglichkeiten der aktiven und passiven Beteiligung aufzuzeigen und allgemein über Ozeanien zu informieren.

Für uns ist Ozeanien – früher auch „Südsee“ genannt – eine lebendige, facettenreiche Weltregion mit spezifischen Kulturen, Gesellschaften, Alltagsproblemen und Freuden – wie sie überall zu finden sind. Wir möchten darüber partnerschaftlich informieren, miteinander in Kontakt treten und unser Wissen, aber auch unsere kritischen Sichtweisen auf Ozeanien bzw. das Wissen anderer Menschen aus Österreich, Europa, aus der Region selbst dazu an alle Interessierten weitergeben. Wir sind an der Universität Wien am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie angesiedelt – unsere Aktivitäten gehen aber weit über die Universität hinaus und möchten integrativ verschiedenste Bevölkerungsgruppen ansprechen und in unsere Vereinstätigkeiten einbeziehen. Anregungen, Wünsche, auch Kritik an unserem Tun sind jederzeit willkommen und können persönlich bei unseren Veranstaltungen oder via Email an ospg@univie.ac.at vorgebracht werden. Dies gilt selbstverständlich auch für Anregungen diese neue Website betreffend – ohne Feedback können wir uns nicht verbessern. 

Wir danken unseren Mitgliedern, deren Interesse und finanzielle Beiträge die Tätigkeit einer nichtkommerziellen wissenschaftlichen Organisation wie der OSPG seit 1996 überhaupt erst möglich gemacht hat. Auch die finanziellen Zuschüsse der Stadt Wien/Wissenschaftsförderung und früher des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung/Vereins&Druckkostenförderung waren für unsere Arbeit unerlässlich. 

Wie sich die Organisation weiterentwickelt, hängt von uns allen ab – ich lade daher herzlichst zum Mitarbeiten, Mithören, Mitdenken, Mitverbreiten ein.

 

Mag.a Margit Wolfsberger

Präsidentin der OSPG

Im Namen des Vorstandes

Oktober 2013

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