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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
(KOVO)
Wintersemester 2011/2012
Stand: 5. Oktober 2011
CS
I Grundwissen
CS
II Methoden und Techniken
CS
III Anwendungen
Gelb markierte
Stellen verweisen auf Daten, die noch fehlen oder sich unter
Umständen noch ändern können. Roter
Text verweist auf Daten, die sich im Vergleich zur
ersten Veröffentlichung des Vorlesungsverzeichnisses
geändert haben.
Bei folgenden Lehrveranstaltungen
wurden Änderungen/Aktualisierungen vorgenommen:
5.10.2011 - Neue Lehrveranstaltungen:
VO+SE Jugendsoziologie und Jugendkulturforschung
PS+UE Musik und Web 2.0: Weblogs – Anwendung und Reflexion
27.9.2011
Einführungsvorlesung Kulturwissenschaften/Cultural Studies (CS I A)
22.9.2011:
HELDINNEN der Renaissance
SE Close Reading als Methode der Cultural Studies
20.9.2011:
KO YouTube - WeThink. Exploring YouTube as Anglophone Cultural Practice
12.9.2011:
RVO Psychoanalyse Literatur Kultur. Sigmund Freud im "Close Reading"
30.8.2011:
PS Images of Africa: from Conrad’s Heart of Darkness to Shakira’s Waka Waka
10.8.2011 - Neue Lehrveranstaltungen:
SE DICHTBILDUNGEN. Zum Verhältnis von Literatur und bildender Kunst
VO Die Osmanen als Topos in der ungarischen Literatur
VU Spielraum Wien. Die ludische Topografie einer Stadt
UE Ressourcenflüsse: Vom Autokino zum Flohmarkt
VO "Depressed? It might be political" - FEELING BAD in zeitgenössischer Video- und Filmkunst
SE Medienanthropologie
VO Kollektive Raumproduktionen: Ressourcenpolitische Fragen zwischen Selbstorganisation, Zeitökonomien und der Verhandlung von Notwendigkeiten
8.8.2011:
SE Einführung in die Kulturwissenschaften I
Hinweise:
Der transdisziplinäre Studienschwerpunkt
Kulturwissenschaften / Cultural Studies ist im Rahmen der
Freien Wahlfächer anrechenbar.
Es können wahlweise 24, 36 oder 48 Semesterwochenstunden
(Sst) absolviert werden.
Detaillierte Informationen
zum Aufbau des Studienschwerpunktes
finden Sie hier
BA-Studierende beachten bitte das eigene
KoVo für das Erweiterungscurriculum Kulturwissenschaften
/ Cultural Studies!
Es werden nur
jene Lehrveranstaltungen angerechnet, die in diesem KOVO ausgewiesen
sind. Andere LVs können im Rahmen des Schwerpunkts
nicht angerechnet werden.
Studieren an
anderen Unis:
Für Studierende der Universität Wien gilt: für
das Belegen von Lehrveranstaltungen an anderen Universitäten
ist eine Anmeldung als MitbelegerIn in den Prüfungsabteilungen
der jeweiligen Universität innerhalb der allgemeinen
Zulassungsfrist notwendig (Studienausweis mitnehmen!). Bei
Fragen wenden Sie sich bitte an die LV-LeiterIn.
Anmeldung bei
beschränkten TeilnehmerInnenzahlen:
Da die Aufnahme in Lehrveranstaltungen nur nach Maßgabe
der vorhandenen Plätze erfolgen kann, ist es ratsam,
sich möglichst zeitig anzumelden. Falls Sie dennoch (z.B.
aufgrund von automatisch reihenden online-Anmeldesystemen)
keinen Platz in den von Ihnen gewünschten Lehrveranstaltungen
erhalten sollten, empfiehlt es sich, die/den LehrveranstaltungsleiterIn
persönlich zu kontaktieren und ihm/ihr Ihre Lage zu schildern.
Anmeldung zu den
Lehrveranstaltungen:
Es kann sein, dass für bestimmte Lehrveranstaltungen
besondere Aufnahmebedingungen bestehen bzw. Vorkenntnisse
verlangt werden. Diese sind gegebenenfalls bei der jeweiligen
LV aufgeführt.

CS I – GRUNDWISSEN
110272 VO Einführung in die Kulturwissenschaften / Cultural Studies: Diskursgeschichte(n)
2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Wolfgang Müller-Funk , Ingo Lauggas
DI wtl von 11.10.2011 bis 31.01.2012 18.00-19.30
Ort: Hörsaal 23 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 5
Nähere Informationen, Programm, Materialien zum Download (aktualisiert am 27.9.2011!)

CS II – METHODEN UND TECHNIKEN
110198 SE Close Reading als Methode der Cultural Studies
2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Monika Ankele
MO wtl von 03.10.2011 bis 30.01.2012 16.30-18.00
Ort: Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25
Pers. Anmeldung via Mail:
Machen Sie bei der Anmeldung unbedingt folgende Angaben:
- Name, Matrikelnummer, Studienkennzahl(en)
- Wofür soll die LV angerechnet werden (Erweiterungscurriculum oder Freie Wahlfächer)?
- Wann haben Sie die Einführungsvorlesung CS I A absolviert (Datum des Prüfungstermins)?
Mail an culturalstudies.romanistik@univie.ac.at
Beschreibung (neu):
In der Lehrveranstaltung stehen das gemeinsame Lesen und Diskutieren von Grundlagentexten der Cultural Studies im Mittelpunkt. Theorien, Methoden, Fragestellungen und Herangehensweisen der Cultural Studies werden am Beispiel der ausgewählten Lektüre beleuchtet und sollen zum Weiterdenken für die eigene wissenschaftliche Praxis anregen. Die das Seminar leitenden Fragestellungen widmen sich Konzepten von Macht und Widerstand, gehen der Bedeutung einer Konzeption von Handlungsfähigkeit („agency“) in den Analysen der Cultural Studies nach und fragen nach dem politischen Potenzial einer dementsprechenden Perspektive. Die Lehrveranstaltung ist aufbauend und gliedert sich in drei Themenblöcke: Der erste Themenblock dient einer Annäherung und kritischen Auseinandersetzung mit dem Projekt der „Cultural Studies“. Der zweite Themenblock widmet sich Konzeptionen von Macht, Widerstand und „agency“. Und der dritte Themenblock veranschaulicht die zuvor erarbeiteten theoretischen Konzepte und Methoden anhand konkreter Analysebeispiele.
Semesterplan und Lektüreliste (28.11.2011)

Nr? SE Die Wissensgesellschaft: Theorien und Probleme
2Std. 6 ECTS
Markus Arnold
Termine: jeweils Dienstag, 14:00-18:00h: 18.10. (SR 6), 22.11. (SR 3), 6.12. (SR 6), 13.12. (SR 4c), 20.12. (SR 6), 10.1. (SR 6), 24.1. (SR 6)
Ort: IFF – Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Uni Klagenfurt, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien
Eine Veranstaltung der
Fakultät
für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung
(IFF). Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb
der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Die Selbstbeschreibungen der heutigen Gesellschaft betonen in unterschiedlicher Weise die Bedeutung der Wissenschaften im Besonderen und des Wissens im Allgemeinen. Unter dem Namen der „Wissensgesellschaft“ (knowledge society bzw. knowledge based economy) werden unterschiedliche Diskurse miteinander verknüpft: Diskurse über gesellschaftliche Innovationen, Wissenschaftspolitik, Human Capital, aber auch die Notwendigkeit demokratischer Bildung.
Wie eine Gesellschaft sich selbst beschreibt, hat Auswirkungen darauf, welche Prioritäten sie sich setzt und damit welche Art der Gesellschaft sie sein will. In den 70er Jahren knüpfte sich (bei Daniel Bell) an das Konzept einer „post-industriellen“ Wissensgesellschaft die Hoffnung einer Überwindung der industriellen Klassengesellschaft: Wissen sollte als Produktivkraft Kapital und Arbeit ablösen. Als sich diese Hoffnungen zerschlugen, entstanden andere Zukunftsszenarien. Der Diskurs über die „Wissensgesellschaft“ wollte niemals die Gesellschaft nur beschreiben, sondern diese auch gestalten.
Die Reflexion über „Wissen und Macht“ und darüber, in welcher Gesellschaft wir leben, ist traditionell Aufgabe der Sozialphilosophie, der politischen Philosophie, der Bildungswissenschaften wie auch der Kultur- und Sozialwissenschaften. Die Frage ist, was sagt es über unsere Gesellschaft aus, dass sie sich als „Wissensgesellschaft“ beschreibt? Was ist das Spezifische gegenüber anderen gesellschaftlichen Selbstbeschreibungen (z.B. der Risikogesellschaft)? Welche Rolle kommt in dieser der Wissenschaft, dem Wissen im Allgemeinen und den Universitäten zu? Von welcher Art des Wissens ist in diesen Diskursen überhaupt die Rede? Und auf welche Probleme soll „Wissen“ eigentlich die Antwort sein?
Ziele: Neben dem thematischen Fokus ist es das Ziel des Seminars zu diskutieren, wie Diskurse über die „Wissensgesellschaft“ einerseits zur Reflexion auf gesellschaftliche Veränderungen beitragen, andererseits aber auch zur Steuerung dieser Gesellschaften verwendet werden.
Zeugniserwerb: Anwesenheit, aktive Mitarbeit und Referat zusammen mit einer mündlichen Prüfung oder einer schriftlichen Arbeit.
Literatur:
Zu Beginn des Semesters werden die ausgewählten Texte vorgestellt, welche im Seminar diskutiert werden.
Relevante Literatur:
Daniel Bell: The Coming of Post-Industrial Society (1973). New York 1999
Uwe H. Bittlingmayer / Ullrich Bauer (Hrsg.): Die "Wissensgesellschaft": Mythos, Ideologie oder Realität? VS Verlag: Wiesbaden 2006
Gernot Böhme/Nico Stehr (Hrsg.): The Knowledge Society. The Growing Impact of Scientific Knowledge on Social Relations. Dordrecht/Boston 1986
Michel Foucault: Geschichte der Gouvernementalität. Vorlesungen am Collège de France. 2 Bände. Frankfurt/M 2004
Torsten Junge: Gouvernementalität der Wissensgesellschaft: Politik und Subjektivität unter dem Regime des Wissens. Transcript: Bielefeld 2008
Daniela Rohrbach: The development of knowledge societies in 19 OECD countries between 1970 and 2002. In: Social Science Information 2007 46: 655-689
Nikolas Rose / Peter Miller: Political Power beyond the State: Problematics of Government. In: The British Journal of Sociology, Vol. 43, No. 2 (Jun., 1992), pp. 173-205
Nico Stehr: Arbeit, Eigentum und Wissen. Zur Theorie von Wissensgesellschaften. Suhrkamp: Frankfurt/M. 1994
Peter Weingart: Die Stunde der Wahrheit? Zum Verhältnis der Wissenschaft zu Politik, Wirtschaft, Medien in der Wissensgesellschaft. Velbrück: Weilerswist 2001
Helmut Willke: Smart Governance: Governing the Global Knowledge Society. Campus: Frankfurt/M. 2007

S50971 SE Culture Club I
2 std.
Roman Horak
Zeit: Dienstag, 14.00 Uhr – 17 Uhr (Blocktermine geplant)
Vorbesprechung: Dienstag, 11. Oktober 2011, 14.00 Uhr
Ort: Hörsaal 3 (Neubau, Erdgeschoss)
Eine LV der
Abt.
Kunst- und Kultursoziologie an der
Universität
für Angewandte Kunst. Studierende der Uni Wien müssen
sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Mit dem Terminus ‚Kultur’ geistert auch eine neue - und zugleich alte - Rede, jene der sog. ‚Kulturwissenschaft/en’ seit geraumer Zeit durch die unterschiedlichsten diskursiven Räume. Klarheit ist hier erwünscht und doch nicht leicht zu kriegen. Die LV will, in Fortführung der im vergangenen Studienjahr begonnenen Arbeit, etwas zur Klärung beitragen. Diese sollte, durch die Auseinandersetzung mit Autoren und Autorinnen aus den Cultural Studies, aus der Kunst- und Kultursoziologie und solchen aus den Kulturwissenschaften im Verlauf der LV gemeinsam geleistet werden.
Methodisch soll die Auseinandersetzung mit theoretischen Texten mit der Diskussion von ausgewählten Filmen kombiniert werden.

130237 UE Kulturwissenschaftliche Übung
2 Stunde(n), 3,0 ECTS credits
Wolfgang Müller-Funk
MI wtl von 05.10.2011 bis 25.01.2012 13.00-14.30
Ort: Hörsaal 2 Inst. f. Finno-Ugristik, UniCampus Hof 7 2L-O1-02
Online-Anmeldung : http://kovofu.ned.univie.ac.at/
Inhalt:
Ziel der Lehrveranstaltung ist die Einführung in zentrale Texte der Kulturanalyse, die im Hinblick auf Kultur- und Literaturwissenschaften von Bedeutung sind. Dabei werden wir unter anderem Texte von Walter Benjamin, Georg Simmel, Michail Bachtin, Pierre Bourdieu, Sigmund Freud, Roland Barthes und Michel Foucault diskutieren. Textgrundlage bieten ein Reader, der bei der Facultas-Buchhandlung im NIG erhältlich ist sowie die 2. Auflage von Wolfgang Müller-Funk, Kulturtheorie. Einführung in Schlüsseltexte der Kulturwissenschaften, Tübingen: Francke/UTB 2010. Die Arbeitsmethode des Seminars ist das sog. Close Reading, die textintensive Lektüre von kurzen Texten und Textstücken.
Scheinerwerb: Forschungstagebuch plus eine Präsentation im Seminar. Die Übung ist auch für das Modul/Erweiterungscurriculum Kulturwissenschaften/Cultural Studies anrechenbar.
Methoden: Einführung durch den Seminarleiter, Referate ( ggfs. in Gruppen), Close Reading
Art der Leistungskontrolle: Präsentation und Übungstagebuch
Literatur:
Wolfgang Müller-Funk, KUlturtheorie. Einführung in SChlüsseltexte der Kulturwissenschaften, Tübingen: Francke/UTB 2010

070496 FPR Zeitgeschichtlicher Kurzfilm in Lehre, Forschung, Filmpraxis und Filmproduktion
2 Stunde(n), 8,0 ECTS credits
Frank Stern
Erster Termin: 11.10.2011, Letzter Termin: 24.01.2012.
DI 14-tg von 11.10.2011 bis 06.12.2011 15.00-19.00
Ort: Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1;
DI 10.01.2012 und 24.01.2012 15.00-19.00
Ort: Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Online-Anmeldung von 15. September 2011 bis 27. September 2011
Inhalt:
Das FPR dient insbesondere der Auseinandersetzung mit Konzepten, Theorien und projektorientierten Formen der Visualisierung von zeitgeschichtlichen Themen. Die Lehrveranstaltung diskutiert den state-of-the-art der Visual History/ Visuellen Kulturgeschichte als transdisziplinäre Entwicklung in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Eine zentrale Fragestellung ist hierbei in wie weit Kunst, visluelle Repräsentation und insbesondere Film Wissen generieren können. Daher kommt der filmpraktischen Arbeit in kultur- und zeitgeschichtlichen Bereichen besondere Bedeutung zu.
An praktischer Filmarbeit interessierten Studierenden werden parallel die Kurse 070025 „Univisuals – Filmische perspektiven auf den universitären Raum“ und 070007 „Filmische Dokumente und Diskurse Postkolonialer Perspektiven in der Zeitgeschichte“ empfohlen. An Filmtheorie und Filmgeschichte interessierten Studierenden werden der Kurs 070017 „Theorien und Visualisierungen wahnsinnig-genialer Figuren ab 1900“ sowie die VU 070499 „Religion im Film“ empfohlen.

CS III – ANWENDUNGEN
Für Studierende des Erweiterungscurriculums (BA):
Sämtliche Lehrveranstaltungen des Abschnitts "CS III", die an der Universität Wien angeboten werden, sind seit dem Wintersemester 2010/2011 auch für das Basismodul des Erweiterungscurriculums Kulturwissenschaften/Cultural Studies anrechenbar. Dies gilt nicht für Lehrveranstaltungen anderer Universitäten (TU, Akademie der bildenden Künste, Universität für Angewandte Kunst, IFF-Uni Klagenfurt etc.). Die drei Vorlesungen, die im Basismodul zusätzlich zur Einführung vorgeschrieben sind, werden von anderen Studienprogrammleitungen der Universität Wien angeboten, weswegen die AG Kulturwissenschaften/Cultural Studies keinen Einfluss auf deren ECTS-Auszeichnung hat. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass diese LVen mehr als die 3 im Curriculum vorgesehenen Punkte haben, und somit die Gesamtzahl der im Basismodul zu erwerbenden Credits 15 übersteigt. Dies entbindet jedoch ausdrücklich nicht davon, insgesamt vier Vorlesungen zu absolvieren. |
Bei folgenden Lehrveranstaltungen
wurden Änderungen/Aktualisierungen vorgenommen:
5.10.2011 - Neue Lehrveranstaltungen:
VO+SE Jugendsoziologie und Jugendkulturforschung
PS+UE Musik und Web 2.0: Weblogs – Anwendung und Reflexion
27.9.2011
Einführungsvorlesung Kulturwissenschaften/Cultural Studies (CS I A)
22.9.2011:
HELDINNEN der Renaissance
SE Close Reading als Methode der Cultural Studies
20.9.2011:
KO YouTube - WeThink. Exploring YouTube as Anglophone Cultural Practice
12.9.2011:
RVO Psychoanalyse Literatur Kultur. Sigmund Freud im "Close Reading"
30.8.2011:
PS Images of Africa: from Conrad’s Heart of Darkness to Shakira’s Waka Waka
10.8.2011 - Neue Lehrveranstaltungen:
SE DICHTBILDUNGEN. Zum Verhältnis von Literatur und bildender Kunst
VO Die Osmanen als Topos in der ungarischen Literatur
VU Spielraum Wien. Die ludische Topografie einer Stadt
UE Ressourcenflüsse: Vom Autokino zum Flohmarkt
VO "Depressed? It might be political" - FEELING BAD in zeitgenössischer Video- und Filmkunst
SE Medienanthropologie
VO Kollektive Raumproduktionen: Ressourcenpolitische Fragen zwischen Selbstorganisation, Zeitökonomien und der Verhandlung von Notwendigkeiten
8.8.2011:
SE Einführung in die Kulturwissenschaften I
Nr? VO+UE Ethnographie der Konsumption
2 Std.
Anette Baldauf
Montag, 15:15 - 17:30 h, Beginn: 31. Oktober 2011, Ende: 28. Jänner
Institut für Europäische Ethnologie
Informationen bei ab@thing.net
Inhalt:
Seit Mitte der 90er Jahre gelten traditionelle Marktplätze als Kristallisationspunkte radikaler Redimensionierung: Als soziale und kulturelle Schnittstellen sind sie aggressiver Privatisierung und Gentrifizierung ausgesetzt. Der globale Fluss an Waren, Menschen und Finanzen hat aber in vielen Städten Marktvariationen entstehen lassen, die mehr oder weniger sichtbar, zugänglich und legitim sind und dabei neben kapitalistischen auch prä- und postkapitalistische oder auch nicht-kapitalistische Praktiken unterstützen. Die LV widmet sich einer ethnografischen Analyse der verschiedenen Marktkonstellationen in Wien: Bauernmärkte, Flohmärkte, Börse, migrantische Märkte, Greißler, illegale Märkte wie der Drogenhandel oder „Strich“, Tauschhandel, virtuelle Märkte (z.B. Willhaben, ebay) u.a.
Methode: Aufbauend auf eine Einführung soll eine eigene ethnographische Beobachtungsstudie durchgeführt und entsprechende Feldforschungsprotokolle erstellt werden. Begleitend zum Forschungsprozess werden die Beobachtungen, ihre Vertextungen und Auswertungen reflektiert, im Kontext der Literatur verortet und in einer Synthese aus Theorie, Dokumentation (Text, Foto, Audio, Video, etc.) und Interpretation in die konkrete Analyse eines Marktplatzes eingearbeitet.
Ziel: Das Experimentieren mit ethnographischen Methoden anhand einer konkreten Feldforschungsstudie.
Prüfungsmodus: Die Beurteilung setzt einem ethnographischen Mini-Projekt und der aktiven Teilnahme in der Übung zusammen.
Literatur: Artikelsammlung

Nr? SE I Shop, Therefore I Am: Konsum und Identität
2 Std.
Anette Baldauf
Termine und Ort folgen.
Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Informationen bei ab@thing.net
Inhalt:
Seit den sechziger Jahren setzt sich Shopping zunehmend als dominante Kraft durch: In westlichen Städten organisiert Konsum alles – von ökonomischen Strukturen, sozialen Beziehungen und Politik bis hin zu den kleinen Details des urbanen Alltags. Während ein von Unsicherheit, Rationalisierung und Fragmentierung gekennzeichneter Erwerbszusammenhang heute nur noch bedingt Identifikationsfläche bietet, verspricht die Ideologie des Shoppings die Wunden des Turbokapitalismus zu heilen und die Verheißungen von Freiheit, Individualität und Authentizität einzulösen. Die Übung rekonstruiert die Verknüpfung von Konsumption und sozialer Positionierung, Distinktion und Identifikation; sie interessiert sich für eine theoretische wie empirische Klärung des Verhältnisses zwischen Konsum und Identitätsformation.
Methode: Theoretische Einführung, Referate, Diskussion, visuelle Analyse (Film, Video, Fotographie).
Ziel: Die Vermittlung von Einsichten in Hinblick auf das Verhältnis zwischen Identitätsformation und Konsumption im Kontext deindustrialierender Gesellschaften.
Prüfungsmodus: Die Beurteilung setzt sich aus theorie- und projektorientierten Referaten, deren schriftlicher Ausarbeitung und der aktiven Teilnahme in der Übung zusammen.
Literatur: Artikelsammlung

070011 KU Alles Kultur? Themen, Methoden und Tendenzen der Kulturgeschichte
2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Monika Bernold
MI 05.10.2011, 19.10.2011, 09.11.2011, 14.12.2011 und 25.01.2012 16.00-20.00
Ort: Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Online-Anmeldung von 15. September 2011 bis 27. September 2011
Inhalt:
Der Kurs zu Historiographiegeschichte wird die Geschichte der Geschichtswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kulturgeschichte fokussieren.
Vor dem Hintergrund einer allgemeinen Einführung zur Historiographiegeschichte werden relevante Themen, Ansätze und Methoden von Kulturgeschichte innerhalb der Geschichtswissenschaft gemeinsam erarbeitet und diskutiert. Wogegen hat Kulturgeschichte sich konzeptuell abgegrenzt und welche neueren Forschungsgegenstände wurden durch die Kulturgeschichte in den historischen Blick gerückt?
Die Lehrveranstaltung wird theoretische, thematische und methodische Zugänge vorstellen, die unter den Begriff Kulturgeschichte subsummierbar sind. (u.a., Mentalitätengeschichte, Mikrogeschichte, Alltagsgeschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte, Diskursgeschichte, Historische Anthropologie, Historische Kulturwissenschaften, Global History) Neben der wissenschaftsgeschichtlich orientierten Perspektive auf die Kulturgeschichte werden konkrete historische Studien behandelt , die einen Einblick in die methodische, thematische, regionale und temporale Vielfalt von kulturhistorisch orientierter Geschichtswissenschaft geben. (u. a. Studien zur Körpergeschichte, Geschlechtergeschichte, Mediengeschichte oder Wissenschaftsgeschichte)
Literatur (Auswahl):
Burke, Peter: Was ist Kulturgeschichte? Frankfurt a.M. 2004
Bachmann-Medick, Doris: Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften, Reinbek /Hamburg 2006
Bhaba, Homi: The location of culture . London 1994 (dt: Die Verortung der Kultur. 2000)
Lengwiler, Martin/ Jeannette Madarász (Hg.) Das präventive Selbst. Eine Kulturgeschichte moderner Gesundheitspolitik 2010
Raphel,Lutz: Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme. Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart 2003
Simmel, Georg: Philosophische Kultur. Gesammelte Essays. In: Gesamtausgabe, hg. v. Rüdiger Kramme /Otthein Rammstedt, Bd. 14, Frankfurt am Main 1996
Uhl, Heidemarie: „Kultur“ und/oder „Gesellschaft“? Zur „kulturwissenschaftlichen Wende“ in den Geschichtswissenschaften, in: Lutz Musner (Hg.), Kulturwissenschaften. Forschung - Praxis - Positionen, Wien 2002, S. 220-236
Zemon Davis, Natalie: Lebensgänge: Glikl, Zwi Hirsch, Leone Modena, Martin Guerre, Ad me ipsum. Berlin 1998

823.002 VC Berufsfeldorientierung I
2 Std.
Gert Dressel, Silvia Hellmer
Termine:
Di: 18. Oktober 2011 9.00 - 13.00 Uhr
Di: 08. November 2011 9.00 - 18.00 Uhr
Di: 15. November 2011 9.00 - 18.00 Uhr
Di: 06. Dezember 2012 9.00 - 13.00 Uhr
Ort:
Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF), Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien
Eine Veranstaltung der
Fakultät
für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung
(IFF). Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb
der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Info und Anmeldung bis 10. Oktober 2011: bei: LehreIK@uni-klu.ac.at; inhaltliche Rückfragen bei Dr. Silvia Hellmer: silvia.hellmer@uni-klu.ac.at
Inhalt und Methodik:
Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung wird auf Basis handlungsorientierter theoretischer Modelle aus den Kultur- und Sozialwissenschaften eine Verbindung zwischen Studium und (möglicher) eigener Berufspraxis hergestellt, um Schnittstellen zwischen den jeweiligen TeilnehmerInnen (Individuen im Sinne von AkteurInnen) und gesellschaftlichen Möglichkeiten und Barrieren (konkret des Arbeitsmarkts) herzustellen. Vor allem mit Formen eines reflexiven biografischen Zugangs (Biografiearbeit bzw. angewandte Biografieforschung) wird die Auseinandersetzung mit den eigenen bereits im Studium und anderswo erworbenen theoretischen, methodischen, fachlichen und sozialen Erfahrungen und Kompetenzen in den Mittelpunkt gestellt. Auf dieser Basis werden berufliche Perspektiven erarbeitet und nächste berufliche Schritte konkretisiert, um eine Orientierung für die weitere berufliche Perspektive in dem Sinne zu schaffen, dass Erfahrungen bzw. Kompetenzen in weitgehender Balance mit gesellschaftlichen beruflichen Angeboten stehen.
Die Lehrveranstaltung ist Teil des IFF-Lehrprogramms Interdisziplinäre Kommunikation, Wissensmanagement und soziales Lernen.
In einer daran anschließenden Lehrveranstaltung im SoSe 2012 sollen dann konkrete Bedingungen des aktuellen Arbeitsmarkts behandelt und Kontakte mit relevanten Institutionen (in Form von biografischen Interviews mit RepräsentantInnen von Berufsfeldern und Organisationen) geknüpft werden.
Voraussetzung für den Zeugniserwerb: aktive Mitarbeit, schriftliche Ausarbeitung und Präsentation der geforderten Produkte
Literatur:
Alheit, Peter: Transitorische Bildungsprozesse: Das „biographische Paradigma“ in der Weiterbildung. In: Mader, Wilhelm (Hg.): Weiterbildung und Gesellschaft. Theoretische Modelle und politische Perspektiven. 2. erw. Aufl., Bremen 1993, 343-416.
Bolles, Richard Nelson: Durchstarten zum Traumjob, Frankfurt/New York, 4. durchgesehene Auflage 2000.
Dressel, Gert: Erfahrung und Biografiearbeit. Schnittstellen zwischen Individuen und Gesellschaft. In: AK Wien & IFF Wien (Hg.): Verschlungene Wege. Von der Uni ins Berufsleben. Wien 2006, 29-38.
Giegel, Hans-Joachim, Strukturmerkmale einer Erfolgskarriere. In Wolfram Fischer-Rosenthal/Peter Alheit (Hrsg.), Biographien in Deutschland. Soziologische Rekonstruktion gelebter Gesellschaftsgeschichte. Opladen 1995, 213-231.
Sennet, Richard: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 1998.

070367 SE Geschichte des Konsumierens im 19. und 20. Jahrhundert
2 Stunde(n), 10,0 ECTS credits
Franz X. Eder
MI wtl von 12.10.2011 bis 25.01.2012 14.00-16.00
Ort: Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Online-Anmeldung von 15. September 2011 bis 27. September 2011
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25
Inhalte:
Die Konsumgeschichte hat sich in den letzten Jahren zu einem produktiven neuen Forschungsfeld entwickelt, welches das "Konsums/ierens" aus kulturellen, sozialen, ökonomischen und politischen Perspektiven betrachtet. Im Seminar werden diese verschiedenen Gesichtspunkte der Konsumgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen. Mit Schwerpunkt auf den deutschsprachigen Raum - und möglichen Vergleichen mit der europäischen und amerikanischen Konsumgeschichte - werden Ge- und Verbrauchsformen, kulturelle und soziale Praktiken, die Entstehung/Konstruktion der "KonsumentInnen", Konsumvisionen und -verheißungen, die Durchsetzung der (Massen)Konsumgesellschaft, die "Amerikanisierung" der Konsumkultur und viele andere Fragen der modernen Konsumgeschichte erarbeitet.
Methoden: Die LV strebt neben der Erarbeitung der Themen auch den Einsatz von kultur- und geschichtswissenschaftlichen Methoden und Techniken an konkreten Quellen/Daten an. Permanente Mitarbeit und Diskussionsbeiträge wie eigene Forschungsschritte sind deshalb unbedingt erforderlich.
Art der Leistungskontrolle: Ständige Mitarbeit; kleinere schriftliche Arbeiten, Präsentation, Seminararbeit

140069 SE Südafrika - Apartheid, Widerstand und Gender im Spiegel von Autobiographien
2 Stunde(n), 8,0 ECTS credits
Ingeborg Grau
DO wtl von 13.10.2011 bis 26.01.2012 13.00-15.00
Ort: Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 3 UniCampus Hof 5 2M-O1-12
Anmeldung UNIVIS; zusätzlich per e-Mail für Studierende anderer Studienrichtungen bis Montag, 06.10.11 an: ingeborg.grau@univie.ac.at (unter Angabe von Motivation, Vorkenntnissen, Erwartungen u.ä.).
Online-Anmeldung : UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 20
Inhalte:
Einführung: Biographieforschung und ihre Bedeutung für die Historiographie; methodische Ansätze (anhand von Beispielstexten; abstracts);
Diskussion zu Begriffen: Apartheid, Widerstand, Gender, Kolonialismus, ¿ anhand von Fachliteratur (abstracts).
Methoden: Thematische Inputs durch die Vortragende; Gedankenaustausch und Diskussion; Hinführen zum Verfassen einer sachlich kompetenten, formal richtigen Seminararbeit (eines Fachartikels).
Ziele: Aus der Analyse von Autobiographien von Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft und politischer Einstellung sollen Interaktionsprozesse und Ineinanderwirken von individueller Lebensgeschichte und Geschichte in ihrer Genderrelevanz erkennbar werden.
Art der Leistungskontrolle: Literaturrecherche zur gemeinsamen Lektüre; Verfassen von abstracts (10-15 Zeilen) bzw. kurze Beantwortung von Impulsfragen zur gemeinsamen Lektüre (mit Diskussion); Themenwahl (Arbeitstitel); Erstellen einer Bibliographie einschließlich (fremdsprachiger) Fachartikel (ca. 1-2 Seiten); Konzeptentwurf zur gewählten Thematik (ca. 2 Seiten: Titel; Forschungsfrage; Arbeitshypothese/n mit Argumentationslinie; Gliederung; vorläufige Literaturliste); Handout mit Literaturauswahl (ca. 1-2 Seiten); Kurzvortrag und Diskussion der wesentlichsten Ergebnisse (work in progress); schriftliches Resumée ('Erkenntnisgewinn' und offen gebliebene Fragen: ca. 1-2 Seiten)
Abgabe der Seminararbeit bis Ende März 2012 (1¿-zeilig, Arial oder Times New Roman, 11 oder 12-Punkt) mit umfassender Bibliographie, im Umfang von ca. 20 Seiten (einschließlich Deckblatt, Gliederung, Bibliographie/fremdsprachige Fachartikel).
Literatur: Gemeinsame Lektüre: wird in den ersten Einheiten besprochen;
Literaturhinweise: werden laufend gegeben.

823.003 VC Interdisziplinäre Forschung: Von Projektplanung bis Evaluation
2 Std.
Willi Haas, Barbara Smetschka
Termine: werden noch bekannt gegeben
Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29
Eine Veranstaltung der
Fakultät
für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung
(IFF). Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb
der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Info: persönliche Anmeldung, barbara.smetschka@uni-klu.ac.at
Inhalt / Methodik / Didaktik:
Befriedigende interdisziplinäre Forschung zu bewerkstelligen ist beides gleichzeitig: nicht trivial und spannend. Die Spezialisierung der Wissenschaft in Disziplinen hat zu einem systematischen "Ausblenden" der jeweils Anderen geführt. Theoretische Modelle, methodische Werkzeuge und die dabei entwickelte Sprache trennen wissenschaftliche Disziplinen. Problemorientierte Forschung zur Bearbeitung gesellschaftlich relevanter Themen braucht interdisziplinäre Forschung, als Ort, an dem über die Grenzen der Disziplinen hinweg gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird. Die Qualität von interdisziplinärer Kommunikation ist dabei entscheidend. Erst durch die Reflexion von Differenzen zwischen den Disziplinen z.B. mit dem Konzept „Wissenschaftskulturen“ und das Erkennen von Kommunikationsbarrieren können Lösungen zu ihrer Überwindung in Forschungsprojekten erarbeitet werden. In diesem Seminar sollen interdisziplinäre Forschungssituationen erlebbar werden und das Interesse für das theoretische Verstehen der Kommunikationsbarrieren und dem produktiven Umgang mit ihnen geweckt werden.
Methodisch bedienen wir uns des Action Learning: d.h. der zyklisch wiederkehrenden Schritte: Planen, Tun und Reflektieren. Angewandt wird das an die verschiedensten Phasen der projektförmig organisierten Forschung in Form eines Mini-Projektes: Entwicklung eines Forschungsdesigns, Arbeiten im Team, interdisziplinäre Forschung, Präsentation, Abschluss bzw. Evaluation. Mit theoretischen Einschüben zu relevanten Themen werden die dabei gemachten Erfahrungen ergänzt und vertieft. Die Lehrveranstaltung wird durch eine Website begleitet. Die gemeinsame Arbeit in räumlich getrennten Projektteams kann in einem „virtual common workspace“ geübt werden.
Voraussetzung für den Zeugniserwerb: aktive Mitarbeit, schriftliche Ausarbeitung und mündliche Präsentation der geforderten Produkte
Literatur:
Becher, Tony (1989): Academic Tribes and Territories: Intellectual Enquiry and the Cultures of Disciplines. Buckingham: Open University Press
Arnold, Markus, Fischer, Roland (2004): Disziplinierungen. Kulturen der Wissenschaften im Vergleich. Wien: Turia+Kant
Gibbons, Michael, Limoges, Camille, and Nowotny, Helga (1994): The New Production of Knowledge. The Dynamics of Science and Research in Contemporary Societies. London: Sage
Klein, Julie T. (1996): Crossing Boundaries: Knowledge, Disciplinarities & Interdisciplinarities. Virginia: University Press
Loibl, Marie C., (2005): Spannungen in Forschungsteams. Hintergründe und Methoden zum konstruktiven Abbau von Konflikten in inter- und transdisziplinären Projekten. Heidelberg: Carl-Auer Verlag
Winiwarter, Verena and Wilfing, Harald (2002): Historische Humanökologie: interdisziplinäre Zugänge zu Menschen und ihrer Umwelt. Wien: Facultas
Weingart, Peter (1997): Interdisziplinarität: der paradoxe Diskurs. In: Benseler, Frank (Ed.): Ethik und Sozialwissenschaften: Streitforum für Erwägungskultur. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, pp. 521-528

253.037 VO KULTURELLE RESSOURCEN IM STÄDTISCHEN RAUM
2.0 Stunden
SIGRID HAUSER
TERMINE / ORTE:
Blockveranstaltung: Montag 10.10.2011 bis Freitag 14.10.2011, jeweils 14.00 bis 18.00 Uhr
Schlußveranstaltung: Freitag 18.11.2011, 14.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Seminarraum 1 oder 2, Hochparterre, TU Wien, Institut für Kunst und Gestaltung, Karlsgasse 11, 1040 Wien
Eine Veranstaltung im Rahmen des
Moduls
Visuelle Kultur an der
Technischen
Universität Wien. Studierende der Uni Wien müssen
sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Die Lehrveranstaltung ist eine architekturtheoretische Auseinandersetzung mit bestimmten Orten der Stadt anhand von verschiedenen Themen im Bereich der visuellen Kultur. Ziel ist das interdisziplinäre Begreifen von kulturellen Ressourcen der Stadt auf verschiedenen Ebenen künstlerischer Darstellungen: Fotografie, Literatur, bildende Kunst, Film u.a.
Die Lehrveranstaltung besteht aus Vorlesungen, Referaten, Bild-, Text- und Filmanalysen.
Vorläufige Themen und Arbeitstitel:
1 - Schnitte und Schichten in der Stadt: horizontal und vertikal, zeitlich und räumlich, kulturell und sozial.
2 - Der Ort in seiner historischen und kulturellen Veränderung: das Denkmal als Platzhalter.
3 - Kult, Religion, Kunst: die Kunst auf ihrem Weg vom Kult zum Selbstzweck und weiter – der Kunstbegriff als Kunst.
4 - Denkmäler und Erinnerung im städtischen Raum: Gedenkorte und ihre Politik.
5 - Die Kunst und ihre Auseinandersetzung mit den Orten des Alltags.
6 - Städtebauliche Identitäten und touristische Attraktionen: Identität durch Ereignis, Ereignis durch veränderte Rezeption.
7 - Der repräsentative Blick auf die Stadt: Stadtwahrnehmung im Film, in der Literatur, in der bildenden Kunst, in der Werbung und in der alltäglichen Realität.
8 - Ereignis durch veränderte Rezeption: der filmische Blick, der touristische Blick.
9 - Die Rolle der Architektur in der Kunst am Beispiel Film.
Die Beiträge der Studierenden konzentrieren sich auf das interdisziplinäre und kulturwissenschaftliche Begreifen von speziellen Orten im städtischen Raum mit Hilfe von Fotodokumentationen und Textanalysen sowie mit Beispielen aus Literatur, Film oder Kunst.
Im Rahmen der Einführungsvorlesung werden die Aufgabenstellung besprochen und schriftliche Anleitungen verteilt.
In der Schlußveranstaltung werden diese Beiträge in Form von Referaten präsentiert und diskutiert.
Die Lehrveranstaltung findet als Blockveranstaltung im Oktober statt, die Schlußveranstaltung mit Präsentation im November.

264.022 UE DIE STADT ALS KULTURELLER UND SOZIALER SCHAUPLATZ
2.0 Stunden
SIGRID HAUSER
TERMINE / ORTE:
Einführungsvorlesung: Montag 10.10.2011, 14.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Seminarraum 1 oder 2, Hochparterre, TU Wien, Institut für Kunst und Gestaltung, Karlsgasse 11, 1040 Wien
Exkursionen: Montag 17.10.2011, Montag 24.10.2011, Montag 7.11.2011, Montag 14.11.2011, jeweils 14.00 bis 18.00 Uhr
Treffpunkt: TU Wien, Hauptgebäude, kleine Aula (Eingang Richtung Karlskirche), 14.00 Uhr
Schlußveranstaltung: Freitag 2.12.2011, 14.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Seminarraum 1 oder 2, Hochparterre, TU Wien, Institut für Kunst und Gestaltung, Karlsgasse 11, 1040 Wien
Eine Veranstaltung im Rahmen des Moduls
Visuelle Kultur an der Technischen
Universität Wien. Studierende der Uni Wien müssen
sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Architektur ist nicht nur das Besondere, das Erhabene, das Wertvolle, das Erhaltenswerte und das Denkmalgeschützte, sie ist auch das Minderwertige, das Langweilige, das in jeder Beziehung Mißlungene, das Kitschige, das von kurzlebigen Moden und Trends Abhängige, das Alltägliche und das Gewöhnliche. Im Kontext eines Stadtgefüges können Situationen erst dann in all ihren Bereichen (kulturellen, sozialen, ästhetischen, räumlichen und wirtschaftlichen) verstanden werden, wenn das Interesse auf jene Architektur gelenkt wird, die im allgemeinen Blickfeld untergeordnet ist oder gar nicht beachtet wird. Geübt werden soll das Betrachten der Architektur speziell auf ihren Schattenseiten. Ziel dieses geschärften Blicks ist das Verständnis für kulturelle und soziale Zusammenhänge, die räumliche Auseinandersetzung an ausgewählten städtischen Situationen sowie die Wertschätzung und Beachtung solcher Bereiche im Rahmen einer kulturwissenschaftlichen und interdisziplinären Beschäftigung mit Architektur.
Anhand der im Untertitel angeführten Thematik werden mehrere gemeinsame Exkursionen innerhalb der Grenzen von Wien unternommen mit dem Ziel, das Alltägliche einer Stadt zu entdecken sowie kulturelle und soziale Schauplätze neu zu beurteilen. Auf diese Weise soll das Bild der Stadt im Abseits aller bekannten Wege und touristischen Routen erweitert und anhand von verschiedenen Themen im Bereich der visuellen Kultur betrachtet werden.
Die Beiträge der Studierenden sollen die kulturellen und sozialen Spuren und Ressourcen im städtischen Raum als Text- und/oder als Bilddokumentation darstellen.
Im Rahmen der Einführungsvorlesung werden die Aufgabenstellung besprochen und schriftliche Anleitungen verteilt.
In der Schlußveranstaltung werden diese Beiträge in Form von Referaten präsentiert und diskutiert.

040.085 VO Die Kritik der Kultur - Einführung in Kultursoziologie, Cultural Studies und Estudios Culturales
2 Std.
Jens Kastner
Jeweils zweiwöchentlich dienstags, 10-13 Uhr
Raum M13, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften
Eine LV des
Instituts
für Kunst- und Kulturwissenschaften an der
Akademie
der bildenden Künste Wien. Studierende der Uni Wien
müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist
in der Prüfungsabteilung dieser Universität als
MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Die Kritik an einem zu starren und ahistorischen Kulturbegriff ist den verschiedenen kulturtheoretischen Strömungen der letzten Dekaden – der deutschsprachigen Kultursoziologie, den britischen Cultural Studies und den lateinamerikanischen Estudios Culturales – gemeinsam. Nicht mehr nur Werte, Normen und Werke einer (national formierten) Gesellschaft, sondern der Kampf um Bedeutungsproduktion, die Institutionalisierung und Instituierung sowie alltägliche Praktiken gerieten in den Fokus der Kulturtheorien. In der Frage allerdings, ob und/oder inwiefern aus einer Kritik am Kulturbegriff auch eine Kritik mit Kultur an gesellschaftlichen Verhältnissen wurde, differieren die Ansätze oft erheblich. Entlang des Verhältnisses von Kultur und Macht werden in der Vorlesung die Gemeinsamkeiten und Differenzen der verschiedenen Ansätze anhand zentraler Begrifflichkeiten vorgestellt – von „Alltagsverstand“ über „Differenz“, „Hybridität“ und „Identität“ bis „Zeichen“.

070017 KU Genie/Geschichte(n): Theorien und Visualisierungen wahnsinnig-genialer Figuren ab 1900
2 Stunde(n), 3,0 ECTS credits
Julia Köhne
Termine:
Freitags, jeweils zwischen 11-15:00 und 16:00-18:00
- 14.10.2011
- 11.11.2011
- 09.12.2011
- 13.01.2012
Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Online-Anmeldung von 15. September 2011 bis 27. September 2011
Inhalte:
Das Erzählen von Geschichte, menschlichem Fortschritt und irdischer Schöpfungskraft rankte und rankt sich in zahlreichen Fällen um zentral gesetzte Singulärgestalten, sogenannte "Genies". Auch die beiden Bereiche wissenschaftliches Wissen und Geschichtsschreibung modernen Wissens bedienten sich meist männlicher "Genies" als Repräsentations- und Legitimationsfiguren. Die dabei 'erfundenen' Zuschreibungen an die "Genies" in wissenschaftlichen Texten um 1900 wurden im Verlauf des 20. Jahrhunderts in filmische Ästhetiken und Narrationen des Genialen übersetzt.
Dies erzeugt folgende Fragen: Wie wird die artifizielle, immer nur posthum erforschbare Gestalt des Genies in wissenstheoretischen und kulturgeschichtlichen Texten zwischen 1880 und 1920 entworfen? Mithilfe welcher symbolischer Codierungen und kulturpraktischer Operationen wurde aus einem "großen Mann der Geschichte" ein Genie gemacht? Inwiefern stehen hier wissenschaftliche Inhalte denen der Idolatrie, Biographik und des Personenkults gegenüber? Welche Rolle spielten bei der 'Aufmontierung des Genies' Exklusionen des "Jüdischen" und "Weiblichen" als angeblich prinzipiell nicht-geniale Kategorien? Inwiefern sind in der wissenschaftlichen Diskussion bzw. filmischen Repräsentation von Geniekonzeptionen sozio-kulturelle Ängste, Hoffnungen und Zukunftsphantasien gespeichert?
Ziele: Entlang ausgewählter wissenschaftlicher Texte und Theorien zur Geniekultur zwischen 1890 und circa 1920 wird das komplexe Gewebe aus Historiographie, Wissens- und Wissenschaftsgeschichte(n) und Geniefigurationen diskursanalytisch untersucht. Die im ersten Teil des Kurses aus den wissenschaftlichen Texten extrahierten Zuschreibungen an das "Geniale", wie beispielsweise Europäizität/Westlichkeit und Weißsein, Männlichkeit und Originalität, Phantasiebegabtheit und Schöpfungskraft, aber auch Einsamkeit/Melancholie, Weltfremdheit, materielle Askese sowie Hang zur Psychopathie und zum Pathologischen, werden im film- und symbolanalytisch orientierten zweiten Kursteil mit konkreten Visualisierungen von Genies in Spielfilmen konfrontiert (von den frühen Mad Scientist-Filmen bis zu Perfume: The Story of a Murderer von 2006).
Art der Leistungskontrolle: Mündliche Mitarbeit, Referat, schriftliche Kursarbeit
Literatur:
Schmidt, Jochen (1985; Neuauflage: 2004): Die Geschichte des Genie-Gedankens in der deutschen Literatur, Philosophie und Politik 1750-1945. Bd. 2: Von der Romantik bis zum Ende des Dritten Reiches. Darmstadt.

NEU:
264.012 VO Kollektive Raumproduktionen: Ressourcenpolitische Fragen zwischen Selbstorganisation, Zeitökonomien und der Verhandlung von Notwendigkeiten
2.0h
ELKE KRASNY
Blocklehrveranstaltung in 6 Terminen, jeweils Mo 10-14 Uhr:
Ort: TU Wien, Institut für Kunst und Gestaltung, Karlsgasse 11, Seminarraum 2
Beginn: 24. Oktober 2011
Weitere Termine: 31. Oktober 2011, 5. Dezember 2011, 12. Dezember 2011, 19. Dezember 2011, 9. Jänner 2012
Eine Veranstaltung im Rahmen des
Moduls
Visuelle Kultur an der
Technischen
Universität Wien. Studierende der Uni Wien müssen
sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
In der Lehrveranstaltung werden Case Studies als Modelle für Formen eines alternativen Urbanismus, einer anderen Geschichte der Entwicklung von Stadt, sowohl historisch wie gegenwärtig, auf ihre Potenziale und Konflikte hin untersucht. Kämpfe um Ressourcen kennzeichnen Phasen der Stadtentwicklung, die unter Transformationsdruck stehen. Die Stadtentwicklung der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts, der Städtebau der Moderne wie der Städtebau der Globalisierung und des Neoliberalismus des 20. und des 21. Jahrhunderts waren gekennzeichnet von Land-Stadt-Migrationen. Diese Meta-Konstellationen führten zu mikropolitischen Formen der räumlichen wie zeitlichen Selbstorganisation, die über die Ressource Stadt zu verhandeln begann. Beispielhaft für die ausgewählten Case Studies für diese Geschichten einer alternativen Geschichte von Stadtentwicklung seien folgende angeführt: Armengärten und Laubenkolonisten des späten 19. Jahrhunderts, Obdachlosensiedlungen in Tokyo um 1900, Siedlungsbewegung in Wien nach 1918, Rural-Urban Migrations in Hong Kong sowie in Brasilien und zeitgenössische Praxen von Self-Management und Kooperation zwischen Stadt, Grün, Kunst und Kollektivität. Die Frage nach der Architektur und ihrer Rolle wie Aufgabe in diesen Konstellationen, die sich durch die Case Studies stellen, ist jene brisante Frage, der wir gemeinsam in der Lehrveranstaltung nachgehen werden.

040.091 SE Exotismus und Primitivismus in der europäischen Moderne
2 Std.
Christian Kravagna
Montag 16 – 18 Uhr, wöchentlich, Beginn: 17. Oktober
Raum M13a, Mezzanin, 1010, Schillerplatz 3, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften
Eine LV des
Instituts
für Kunst- und Kulturwissenschaften an der
Akademie
der bildenden Künste Wien. Studierende der Uni Wien
müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist
in der Prüfungsabteilung dieser Universität als
MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Anmeldung im Akademie-Online erforderlich
Beschränkte Teilnehmerzahl: 25
Inhalt:
Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, als sich die Kunst der Moderne entwickelt, hat das koloniale Projekt Europas seinen Höhepunkt erreicht. Den KünstlerInnen bietet sich eine Welt des Fremden, die in den ethnologischen Sammlungen, in Kolonialausstellungen und in den kontrollierten Überseegebieten gefahrlos zugänglich ist und mit diversen Projektionen von Andersheit gefüllt werden kann. Von Gauguin über Picasso und die Expressionisten bis zum Surrealismus hat das kulturelle Differenzbegehren entscheidenden Anteil an der Ausarbeitung avantgardistischer Ästhetiken. Der Rückgriff auf das „Primitive“, „Rohe“, „Authentische“ steht meist in einem Zusammenhang mit der Kritik an einer technisierten und als entfremdet empfundenen modernen Gesellschaft. Zugleich stehen die künstlerischen Vorstellungen den zeitgenössischen stereotypen Imaginationen vom Anderen nahe, auch wenn sie den kollektiv produzierten Fremd-Bildern andere Form verliehen.
Das Seminar beschäftigt sich mit dem künstlerischen Interesse an kultureller Differenz in der Moderne, stellt es in den Kontext der kolonialen Bildproduktion und fragt nach dem Nahe- bzw. Distanzverhältnis von künstlerischer Fremdheitserfahrung und massenkultureller Repräsentation des Anderen. Nach einer Eingangsphase mit grundlegender Diskussion der kulturellen Bearbeitung von Fremdheitserfahrung in der Moderne soll in monografischen Beispielen das Werk einzelner KünstlerInnen auf die konkrete Form des Niederschlags kultureller Aneignung in der ästhetischen Praxis untersucht werden. Dabei sollen auch die inhaltlichen Differenzen verschiedener Ausprägungen von Primitivismus und Exotismus herausgearbeitet werden, deren Motivationen von anti-zivilisatorischen Fluchtfantasien bis hin zu revolutionären Bestrebungen reichen.
Anforderungen: Regelmäßige Teilnahme und Diskussionsbeteiligung; Einzel- oder Gruppenreferat; kurze schriftliche Arbeit.

040.066 VO Ali vs. Foreman: Boxen, (Post-) Kolonialismus und Kalter Krieg
2 Std.
Christian Kravagna
Dienstag, 16 – 18 Uhr, wöchentlich, Beginn: 11. Oktober
Raum M13a, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften, Schillerplatz 3, 1010 Wien
Eine LV des
Instituts
für Kunst- und Kulturwissenschaften an der
Akademie
der bildenden Künste Wien. Studierende der Uni Wien
müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist
in der Prüfungsabteilung dieser Universität als
MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Anmeldung im Akademie online erforderlich
Inhalt:
Im Herbst 1974 fand in Kinshasa einer der berühmtesten Boxkämpfe aller Zeiten statt. Der als „Rumble in the Jungle“ promotete Kampf zwischen dem amtierenden Schwergewichtsweltmeister George Foreman und dem Herausforderer Muhammad Ali ist historisch betrachtet weit mehr als ein großes Sport- und Medienereignis. In dem von Mobutu Sese Seko diktatorisch regierten Zaire sollte mit dem Boxevent ein Kapitel postkolonialer afrikanischer Geschichte geschrieben werden. Ali vs. Foreman wurde in Afrika und den USA auch als Kampf der Kulturen, ja als „Rassenkampf“ betrachtet. Die begleitenden Konzerte afrikanischer und afroamerikanischer MusikerInnen propagierten ein neues transkontinentales Schwarzes Bewusstsein in der Folge von Dekolonisation und afroamerikanischer Bürgerrechtsbewegung. Zugleich spielte Zaire seit der Unabhängigkeit des Belgischen Kongo eine wichtige Rolle in der US-Politik des Kalten Krieges.
Unter Bezugnahme auf den 1996 veröffentlichten Dokumentarfilm „When We Were Kings“ von Leon Gast, der den Boxkampf in einigen seiner politischen, ökonomischen und kulturellen Dimensionen betrachtet, untersucht die Vorlesung das Ereignis als Kristallisationspunkt diverser Macht- und Identitätspolitiken in Afrika, Europa und den USA, die in kulturwissenschaftlicher Perspektive beleuchtet werden sollen. Neben einer Analyse der Rollen und Intentionen der verschiedenen Akteure in ihrem komplexen und widersprüchlichen Zusammenspiel werden literarische, ethnologische und künstlerische Bearbeitungen des Kongo als Beispiel der Geschichte Afrikas im globalen Kontext seit dem 19. Jahrhundert erörtert.

070495 FPR Weltliches und geistliches Publikum im Mittelalter
2 Stunde(n), 8,0 ECTS credits
Christina Lutter
DO wtl von 06.10.2011 bis 26.01.2012 13.00-15.00, tw. geblockt
Ort: Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Online-Anmeldung von 15. September 2011 bis 27. September 2011
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25
Informationen folgen.

NEU:
240092 SE Medienanthropologie
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Elke Mader , Philipp Budka
DO wtl von 13.10.2011 bis 26.01.2012 14.30-16.00
Ort: Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Online-Anmeldung
Inhalte:
Medien gewinnen als Forschungsfelder innerhalb der Kultur- und Sozialanthropologie zusehends an Bedeutung. Diese Lehrveranstaltung bietet einen praxisnahen Überblick über das Forschungsfeld der Medienanthropologie und die in diesem angewendeten Methoden. Anhand der Projektarbeit an unterschiedlichen Fallbeispielen gewinnen die Studierenden einen Einblick in Medienpraktiken in verschiedenen soziokulturellen Kontexten sowie in die vielschichtigen Beziehungen zwischen Medien, Kulturen und Gesellschaft(en). Studierende sollen so unter anderem befähigt werden unterschiedliche Medienprozesse und -Praktiken kritisch zu hinterfragen.
Methoden: Studierende erhalten in dieser Lehrveranstaltung einen kompakten Überblick zu ausgewählten Aspekten der Medienanthropologie (z,B. Medien und soziale/indigene Bewegungen, Medien und Ritual, Medien und Fankulturen) sowie die Möglichkeit diese in der empirischen Praxis und im Rahmen eines kleinen Forschungsprojektes anzuwenden. In Kleingruppen oder in Einzelarbeit werden ausgesuchte Themenfelder bearbeiten, den KollegInnen präsentiert und mit diesen diskutiert. Dabei werden die Forschungsthemen gemeinsam und interaktiv erarbeitet.
Die Lernplattform der Universität Wien wird genutzt, um Lernmaterialien zur Verfügung zu stellen sowie den inhaltlichen Austausch und die Kommunikation zwischen den Studierenden zu fördern. Zusätzlich sieht die Lehrveranstaltung eine aktive Beteiligung der Studierenden mittels Diskussionsrunden vor.
Ziele: Ziel der Lehrveranstaltung ist es, einen Einblick in die Bedeutung von Medien und Medientechnologien für die Kultur- und Sozialanthropologie als neuen Forschungsbereich zu geben. Dabei lernen Studierende unterschiedliche theoretische und methodische Ansätze und Praktiken kennen, um diese in der empirischen Praxis anzuwenden.
Art der Leistungskontrolle: Anwesenheitspflicht, schriftliche Arbeit am Ende des Semesters (ca. 20 Seiten), zusätzlich präsentieren und diskutieren die Studierenden ihre Projekte während des Semesters.
Literatur:
Dracklé, D. 1999. Medienethnologie: Eine Option auf die Zukunft. In Kokot, W. & Dracklé, D. (Hg.) Wozu Ethnologie? Berlin: Dietrich Reimer Verlag.
Ginsburg, F.D., Abu-Lughod, L. & Larkin, B. (Hg.) 2002. Media worlds. Anthropology on new terrain. Berkeley: University of California Press.
Hine, C. (Hg.) 2005. Virtual methods: Issues in social research on the internet. Oxford: Berg.
Mader, E., & Budka, P. 2009. Shah Rukh Khan @ Berlinale. Bollywood Fans im Kontext medienanthropologischer Forschung. In C. Tieber (Hg.), Fokus Bollywood. Das indische Kino in wissenschaftlichen Diskursen. Münster: LIT-Verlag.
Peterson, M.A. 2003. Anthropology and mass communication. Media and myth in the new millennium. New York and Oxford: Berghahn Books.
Wilson, S. M. & L. C. Peterson. 2002. The anthropology of online communities. In Annual Review of Anthropology 31: 449-467.

124263 KO YouTube - WeThink. Exploring YouTube as Anglophone Cultural Practice.
2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Barbara Maly , Sabine Harrer
Termine (NEU!):
DO wtl von 13.10.2011 bis 26.01.2012 14.00-16.00
Ort: Unterrichtsraum Anglistik UniCampus Hof 8 3G-EG-21
Anmeldung zur LV über UNIVIS: https://univis.univie.ac.at/as_anmeldung/?lvid=610787.28
UNIVIS-Anmeldezeitraum von 16. September 2011, 00:00 Uhr bis 25. September 2011, 23:59 Uhr
Inhalte:
Displacing the BBC website as no. 1, YouTube is today the most popular entertainment website in Britain. The new social media form(at) YouTube will serve as rich media body to train and practice cultural and especially visual literacy. This course explores YouTube as cultural form(at) negotiating discourses of popular culture, multimedia, interactivity, authenticity and globalization. Approaching YouTube along the lines of the “circuit of culture” which stresses production, consumption, regulation, representation and identity, we will look at the complex meaning making processes related to YouTube.
Methoden: Semiotic approaches to videoclips; perspectives on multimodality, culture industries and fan cultures; appropriation of YouTube as a learning/teaching tool e.g. in the English classroom.
Ziele: Students will be encouraged to deepen and enhance their basic analytical skills developed in course of the introductory class to Cultural Studies. They will acquire the ability to assess, evaluate and understand different theoretical perspectives and how they deal with the specific (cultural, economic, technological) affordances of YouTube.
Art der Leistungskontrolle: Regular attendance, regular readings, class participation, on- and offline activities, on- and offline portfolio, class presentations, mini-research project.
Regular Internet access is obligatory.
Literature: A reader will be provided via the Fronter e-learning moodle.

125010 PS Images of Africa: from Conrad’s Heart of Darkness to Shakira’s Waka Waka
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Thomas Martinek
Termine:
DO wtl von 13.10.2011 bis 26.01.2012 15.00-17.00
Ort: Seminarraum 6 Anglistik UniCampus Hof 8 3E-O2-07
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 24
Inhalte:
Discourses on and representations of Africa have become ubiquitous in Western societies. In this course, we will analyze a large array of ‘texts’ which convey wildly contrasting images of Africa, Africans and Africanness. We will span a period of more than a century, from the heyday of the British Empire to “today’s MTV and techno-capital driven world of deideologized and depoliticized visuality” (Rajagopalan Radhakrishnan), and cover genres and media as diverse as fiction writing, film, pop music, websites, advertising, book covers and stand-up comedy. The aims of this course are to hone your skills in cultural analysis, to raise awareness of the multifarious ways in which ‘Africa’ has been conceptualized and to investigate the mechanisms at work in the circulation of these ‘Images of Africa’. We will, for instance, study contrasting interpretations of a modernist novel -- Chinua Achebe’s and Edward Said’s readings of Heart of Darkness -- before adopting various ‘reading positions’ (Stuart Hall) ourselves; we will analyze the subtle interplay of cultural signifiers in minimalist Nigerian short stories by Segun Afolabi and investigate how some Western publishers use book covers to flaunt the ‘Africanness’ of the works so as to cater to the tastes of Euro-American readers “greedy for escapism” (Brenda Cooper) and an ‘exotic’ reading experience; and we will probe into clichéd images of Africa in advertisements and selected film scenes before trying to unravel how some of these stereotypes are shattered while others are perpetuated in satire and pop culture. For these analyses, we will revisit a number of approaches, methodologies and theories that were introduced to you in the Introduction to Cultural and Regional Studies, for example Michel Foucault’s notion of discourse, Edward Said’s Orientalism, Gramsci’s theories of hegemony, or the deconstruction of binary oppositions. In addition, we will resort to more recent approaches in postcolonial theory which provide fresh perspectives for cultural analysis, above all Homi Bhabha’s ‘Third Space of enunciation’ and Graham Huggan’s ‘Postcolonial Exotic’
Methoden: Small-group and all-class discussions of regular reading assignments, student presentations, contributions to the e-learning platform (discussion forum, etc.).
Ziele: You will gain considerable practice in interpreting ‘texts’ from a wide range of genres and become aware of the multifarious ways in which ‘Africa’ has been conceptualized in these. You will apply the theoretical toolkit made available to you in the Introduction to Cultural and Regional Studies and expand it with new concepts from postcolonial theorizing.
Art der Leistungskontrolle: regular attendance, regular set readings (reading journal), participation in class discussions, student presentations, final paper.
Literatur:
A class reader will be made available to you at the beginning of the semester and include some of the following: Primary Sources (among others): Segun Afolabi, “Moses.” / Gina Yashere on YouTube. / EAV, Afrika (music video). / Joseph Conrad, Heart of Darkness. / Songs by Richard Bona, Fela and Femi Kuti. / http://www.fifa.com/worldcup/archive/southafrica2010/index.html / Shakira, Waka Waka (music video). / Sydney Pollack, Out of Africa (motion picture).
Secondary Sources (among others): Chinua Achebe, “An Image of Africa: Racism in Conrad’s Heart of Darkness.” / Edward Said, Orientalism (introduction) and “Two Visions in Heart of Darkness.” / John McLeod, “From ‘Commonwealth’ to ‘postcolonial.’”/ Homi Bhabha, The Location of Culture (selected passages) and “The Third Space.” / Graham Huggan, The Postcolonial Exotic: Marketing the Margins (introduction).

24.0103 SE Einführung in die Kulturwissenschaften I
2-stündig
Siegfried Mattl
Ort der Abhaltung: IKM, Karlsplatz 2/2/9, 1010 Wien (Seminarraum)
Termine:
Freitag, 14.10.2011 v. 10.00-13.00 Uhr
Freitag, 28.10.2011 v. 10.00.13.00 Uhr
Freitag, 25.11.2011 v. 10.00-14.00 Uhr
Freitag, 13.01.2012 v. 10.00.13.00 Uhr
Freitag, 20.01.2012 v. 10.00-13.00 Uhr
Freitag, 27.01.2012 v. 10.00-14.00 Uhr
Anmeldung:
Voraussetzung für die Teilnahme ist die schriftliche Anmeldung
am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (E-Mail an:
ikm-lehre@mdw.ac.at)
und die Meldung als „MitbelegerIn“
in der Studien- und Prüfungsabteilung der
Universität
für Musik und darstellende Kunst Wien (Anton-von-Webern-Platz
1, 1030 Wien). Die Lehrveranstaltung ist für StudentInnen
aller Universitäten zugänglich.
Kurzbeschreibung:
Die Lehrveranstaltung bietet an Hand von klassischen und aktuellen Grundlagentexten einen Überblick über die Entwicklung der Kulturwissenschaften in Theorie und Praxis. Im Zentrum steht die Erläuterung des Übergangs der Geistes- und Humanwissenschaften zu kulturwissenschaftlichen Disziplinen, die einen hohen methodischen und epistemischen Pluralismus aufweisen. Insbesondere wird der Differenzierung zwischen den anglo-amerikanischen „cultural studies“, die sich auf die Tradition der gesellschaftspolitischen Kulturkritik beziehen, und den Kulturwissenschaften im deutschen Sprachraum, die sich nachhaltiger mit paradigmatischen binnenwissenschaftlichen „turns“ verknüpfen, ein hoher Stellenwert zukommen. Konzeptionelle kulturphilosophische Texte (wie Auszüge aus Raymond Williams „Culture and Society“, Horkheimer/ Adornos „Dialektik der Aufklärung“, Rancières „Aufteilung des Sinnlichen“) werden Fallbeispielen aus einzeldisziplinärer kulturwissenschaftlicher Perspektive (wie Michael P. Steinbergs Cultural Analysis-Studie zu Pfitzner´s Palestrina und Heide Schlüpmanns Studien zur kulturwissenschaftlichen Interpretation der frühen Komödien von Ernst Lubitsch) gegenübergestellt. In der wechselseitig erläuternden Lektüre dieser Texte soll deren theoretischer und methodischer Wert für eigene angewandte kulturwissenschaftliche Forschung bestimmt werden.

NEU:
040.034 VO "Depressed? It might be political" - FEELING BAD in zeitgenössischer Video- und Filmkunst
2 Std.
Karin Michalski
Termine:
18.11.2011 10:00 - 16:30
19.11.2011 10:00 - 16:30
16.12.2011 10:00 - 16:30
17.12.2011 10:00 - 16:30
17.12.2011 10:00 - 16:30
Ort der Abhaltung: M20, Hörsaal / IKW
Eine LV des
Instituts
für Kunst- und Kulturwissenschaften an der
Akademie
der bildenden Künste Wien. Studierende der Uni Wien
müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist
in der Prüfungsabteilung dieser Universität als
MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Die aktivistische Gruppe Feel Tank Chicago formulierte 2003 den Slogan „Depressed? It Might be Political“ und rief zu Demos in Pyjama und Bademantel auf.
Queer-feministische Theoretiker_innen wie Ann Cvetkovich und Lauren Berlant, die Teil der Feel Tanks in verschiedenen US-amerikanischen Städten sind, haben begonnen, Emotionen wie Depression und „feeling bad“ (sich schlecht fühlen) im Zusammenhang mit neoliberalen Arbeits- und Lebensverhältnissen, mit Trans- und Homophobie, Sexismus sowie mit postkolonialen Hierarchien und Rassismen als „public feelings“ zu politisieren. Die Vorstellung in einer Sackgasse zu stecken, nicht zu wissen, was tun, nicht weiter zu kommen, soll nicht als Versagen oder Fehler betrachtet werden. Dabei adressieren sie insbesondere auch „Aktivist_innen, Akademiker_innen und Künstler_innen, die sich sozialer Veränderung verschrieben haben, aber sich häufig entmutigt, frustriert oder unpassend fühlen.“ (Ann Cvetkovich)
Ausgangspunkt des Seminars ist die gemeinsame Diskussion zeitgenös-sischer, insbesondere experimenteller künstlerischer Video- und Film-Arbeiten, die sich mit ihren Bildern und Erzählweisen einer Politisierung des „feeling bad“ verschrieben haben. Diskutiert und untersucht werden soll auch, wie sich eine Politisierung negativer Gefühle nicht zuletzt formal, in der Arbeit der Performer_innen, in der Auswahl der Bilder oder einer veränderten Gewichtung dokumentarischen Materials niederschlägt. Ziel des Seminars ist dabei insbesondere das gemeinsame Entwickeln einer queer-politischen Analyseperspektive auf Darstellungsweisen und die damit verbundenen Repräsentationspolitiken in künstlerischen Arbeiten.
Das Seminar bietet damit eine interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Film, Video, Performance, konzeptueller Kunst sowie Kulturwissenschaften (insbesondere postcolonial- und queer studies) an.
Filme/Videokunst: U.a. mit Arbeiten von Emma Wolukau Wanambwa, Eija-Liisa Ahtila, Stanya Kahn/Harry Dodge, K8 Hardy/ Wynne Greenwood, Klara Lidén, Tracey Emin, Tina Takemoto, Vivienne Dick, Ira Sachs, Nguyen Tan Hoang.
Englischkenntnisse sind für die Seminarteilnahme erforderlich.
Fragen an karinmichalski@yahoo.de

258.025 VO Netzwerk Kultur
2.0h
PETER MÖRTENBÖCK
Zeit: 8 Blocktermine: jeweils Di und Mi 10.00-13.00 Uhr
8. und 9. November 2011, 29. und 30. November 2011, 13. und 14. Dezember 2011, 17. und 18. Jänner 2012
Ort: Seminarraum 2, Institut für Kunst und Gestaltung – TU Wien, Karlsgasse 11, 1040 Wien
Eine Veranstaltung im Rahmen des
Moduls
Visuelle Kultur an der
Technischen
Universität Wien. Studierende der Uni Wien müssen
sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Netzwerke sind die prägende Gestalt räumlicher Organisation des 21. Jahrhunderts: Sie dominieren die heutigen Strukturen von kultureller, ökonomischer und militärischer Macht. In dieser Lehrveranstaltung untersuchen wir Netzwerke als Organisationsform, als Politik des Operierens und als Prozess des Erzeugens und Akkumulierens, denn inmitten der Auflösung von tradierten Ordnungen bekommen der Zugriff auf Netzwerke und das Entwickeln von Verbundenheiten immer mehr Gewicht im Einnehmen und Gestalten unserer Umwelten: als Prozesse, in denen Ausmachungen stattfinden und schrittweise Form gewinnen. Im Lichte dieses strukturellen Wandels sind Netzwerke auch zu einem der prominentesten Begriffe auf der Suche nach neuen Formen von Solidarität und kulturellem Zusammenhalt geworden. Welche Form eine solche Verbundenheit aber haben soll, ist nicht nur eine Frage theoretischer Natur, sondern vor allem eine der Vielfalt von Räumen, die von Verbundenheiten in aller Welt produziert werden und dabei unseren eigenen Handlungsraum immer wieder neu gestalten. Wie sehen im Speziellen die Verstrickungen von Kunst, Architektur und Politik aus, die sich in Netzwerken bilden? Welche Kräfte können diese Begegnungen freisetzen und welche Chancen geben sie der Bildung selbstbestimmter Handlungsweisen und Kollaborationen? Welche Freiräume können sich also inmitten einer alles umfassenden Netzwerksituation entwickeln und wie verhält sich solche räumliche Kreativität zur Situation von künstlerischer und architektonischer Produktion?
In der Lehrveranstaltung untersuchen wir diese Fragen entlang der vier Themenfelder Netzwerkkreativität, Streiträume, Handelsplätze und Parallelwelten: zum einen anhand von aktuellen kulturwissenschaftlichen Texten; zum anderen über Netzwerkprojekte in Kunst, Architektur und Aktivismus.
Basisliteratur:
Mörtenböck/Mooshammer (Hg.), Networked Cultures: Parallel Architectures and the Politics of Space. NAi Publishers, Rotterdam (2008)
http://www.networkedcultures.org

NEU:
258.026 UE Ressourcenflüsse: Vom Autokino zum Flohmarkt
CS III 4.0h
PETER MÖRTENBÖCK
Zeit: Block-LV; Einführung: Mi, 12. Oktober 2011, 12-14 Uhr. Weitere Termine, jeweils Di, 14-18 Uhr: 8. November 2011, 29. November 2011, 13. Dezember 2011, 17. Jänner 2012 und 24. Jänner 2012
Ort: Institut für Kunst und Gestaltung – TU Wien, Seminarraum 2, Karlsgasse 11, 1040 Wien
Eine Veranstaltung im Rahmen des
Moduls
Visuelle Kultur an der
Technischen
Universität Wien. Studierende der Uni Wien müssen
sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Vom Eisenbahngelände zum ‚Chinesenmarkt’, vom Fußballstadion zum Warenumschlagplatz, vom Autokino zum informellen Flohmarktareal: In dieser Lehrveranstaltung zeichnen wir anhand von eigenständigen Projektarbeiten die Transformation von großräumigen städtischen Infrastrukturen zu Orten des Warenhandels nach.
In diesem Jahr widmen wir uns dem Autokino in Großenzersdorf bei Wien, einem der wenigen verbliebenen Autokinos in Mitteleuropa, das am Wochenende zu einem wuchernden Schauplatz des Warenhandels mutiert. Während Samstag nachts Filme auf drei Leinwänden zu sehen sind, ringen wenige Stunden später schon Händler um Aufmerksamkeit für all die günstigen Waren, die sie herbeigeschafft und auf einem der vielen Parkplätze ausgebreitet haben. Der Genuss der Auto-Mobilität ist dann einer gänzlich anderen Form von Mobilität gewichen. Aber nicht nur die Autostandplätze selbst, auch das Umfeld des Autokinos ist mittlerweile zu einem Raum des Handelns geworden – ein urbanes Gewebe, in dem ökonomischer, sozialer und kultureller Austausch eng miteinander verbunden sind.
Mithilfe von Recherchen und Analysen vor Ort, internationalen Vergleichen, Skizzen, Aufzeichnungen, Karten, Diagrammen, Film- und Fotodokumentationen untersuchen wir die räumlichen Strukturen, Logiken und Netzwerke, die hinter dieser Transformation stecken und versuchen so zu ergründen, wie sich heute Autokinos weltweit nicht nur als Orte des Warenhandels anbieten, sondern auch Orte sind, an denen Bilder, Vorstellungen und Werte zwischen unterschiedlichen Welten zirkulieren.
Weitere Informationen: www.othermarkets.org

160191 RVO Psychoanalyse Literatur Kultur. Sigmund Freud im "Close Reading"
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Wolfgang Müller-Funk , Daniela Finzi
jeweils mittwochs, 17.00 h c.t.
Lounge des Sigmund Freud Museums, Berggasse 19, 1090 Wien
Inhalt:
Die von Sigmund Freud begründete Psychoanalyse wurde als Theorie und Methodik von unterschiedlichsten Disziplinen, so auch der Literaturwissenschaft, rezipiert. Unhintergehbarer Bestandteil theoretischer Fokalisierungen wie Trauma, Geschlecht, Gedächtnis und Erinnerung, Alterität und Identität, ist sie scheinbar untrennbar in den Diskurs der Kulturwissenschaften eingeschrieben. Auch der von Freud entwickelte Kulturbegriff ist von den Kulturwissenschaften aufgegriffen und operationalisiert worden Gleichzeitig besteht zwischen dem mehr oder minder radikalen Konstruktivismus vieler gegenwärtiger Kulturtheorien und der auf einer ‚stabilen‘ Anthropologie errichteten Psychoanalyse Freud’scher Prägung ein unübersehbares Spannungsverhältnis. Im Rahmen der Ringvorlesung soll dieses Spannungsverhältnis aus unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen ausgelotet werden. In jeder Einheit wird ein (Schlüssel-)Text Freuds einem Close Reading unterzogen. Aufgezeigt wird, wie die Erkenntnisse oder Methodologie Freuds auch ein (knappes) Jahrhundert nach ihrer Entstehung für gegenwärtige Fragestellungen urbar gemacht werden können.
Die Ringvorlesung ist in drei Teile unterteilt; nach dem ersten, einführenden Teil mit drei Sitzungen werden in weiteren drei Sitzungen jene Arbeiten Freuds vorgestellt, in denen er literarische Texte analysiert bzw. Texte, die für die Literaturwissenschaft wichtig geworden sind. Darauf folgt ein größerer Block zu Freuds kulturtheoretischen Schriften.
Programm (NEU):
Mi, 12.10.2011, Sitzung 1:
Kurz-Vorstellung der VO (Daniela FINZI, Sigmund Freud Privatstiftung), Kurz-Einführung in Freuds Werk (Wolfgang MÜLLER-FUNK, Institut für Vergleichende und Europäische Sprach- und Literaturwissenschaft) sowie Close Reading von ausgewählten Abschnitten aus „Die Traumdeutung (1899) (Daniela FINZI)
Mi, 19.10.2011, Sitzung 2:
„Über Deckerinnerungen“ (1899) Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten“ (1914): Frank STERN, Institut für Zeitgeschichte
Mi, 9.11.2011, Sitzung 3:
„Trauer und Melancholie“ (1917): Jeanne WOLFF-BERNSTEIN, Sigmund Freud PrivatUniversität
Mi, 16.11.2011, Sitzung 4:
„Der Wahn und die Träume in W. Jensens ‚Gradiva‘ (1907): Wolfgang MÜLLER-FUNK, Institut für Vergleichende und Europäische Sprach- und Literaturwissenschaft)
Mi, 23.11.2011, Sitzung 5:
„Das Unheimliche“ (1918): Anna BABKA; Institut für Germanistik
Mi, 30.11.2011, Sitzung 6:
„Über die weibliche Sexualität“ (1931): Marlen Bidwell-Steiner, Institut für Romanistik
Mi, 7.12.2011, Sitzung 7:
Totem und Tabu (1912/13): Moshe ZUCKERMANN, Tel Aviv University
Mi, 14.12.2011, Sitzung 8:
Massenpsychologie und Ich-Analyse (1921): Felix DE MENDELSSOHN, Sigmund Freud PrivatUniversität
Mi, 11.1.2012, Sitzung 9:
Die Zukunft einer Illusion (1927); Susanne HEINE, Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät
Mi, 18.1.2012, Sitzung 10:
Das Unbehagen in der Kultur (1929/1930): Herman WESTERINK; Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät
Mi, 25.1.2012, Sitzung 11:
Der Mann Moses und die monotheistische Religion (1939): Wolfgang MÜLLER-FUNK; Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft

130236 KO Kulturwissenschaftliches Konversatorium
2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Wolfgang Müller-Funk
DO wtl von 06.10.2011 bis 26.01.2012 14.00-15.30
Ort: Hörsaal 2 Inst. f. Finno-Ugristik, UniCampus Hof 7 2L-O1-02
Online-Anmeldung : http://kovofu.ned.univie.ac.at/
Inhalt:
Die LV ist eine Einführung in kulturwissenschaftlich relevante Imperien-Theorien der letzten Jahre mit besonderer Berücksichtigung des zentraleuropäöischen Raumes. Diese werden auf literarische texte aus der ungarischen, österreichischen und serbisch-kroatischen Literatur (Marái, Esterházy, Musil, Doderer, Roth, Andric u.a.) angewandt Die LV gibt einen Überblick über gegenwärtig gänge Theorien von Imperien, unter besonderer Berücksichtigung des zentral- und südeuropäischen Raumes. Sie schließt aich die Diskussion postkolonialer Theorien insbesondere im Hinblick auf die Frage des Verhältnisses von Zentrum und Peripherie mit ein. In einem zweiten Schritt wird gefragt, wie diese ungleichen Verhältnisse in literarischen Texte symbolisch gefiltert werden.
Methoden: Einführungen (Vortrag), Seminarpräsentation, intensive Textlektüren
Ziele: Vermittlung von relevanten theopretischen Konzepten der Imperienanalyse
Vertiefung von "area studies" (Zentraleuropa)
Anwendung dieser Konzepte auf ausgewählte literarische Textbeispsiele
Art der Leistungskontrolle: Leistungsnachweis: Präsentation im Seminar, aktive Mitarbeit und Seminararbeit.
Seminararbeit, Seminarpräsentation
Literatur:
Ausführliche Liste der literarischen Texte zu Semesterbeginn!
Literatur zu Imperien(Auswahl):
Barkey, Karen et al. (Hgg.): After Empire. Multiethnic Societies and Nation-Building; the Soviet Union and the Russian, Ottoman, and Habsburg Empires. Boulder, Colo. 1997.
Brown, L. Carl (Hgg.): Imperial Legacy: The Ottoman Imprint on the Balkans and the Middle East. New York 1996.
Gerasimov, Ilja et al.: In search of a new imperial history. In: Ab Imperio 2005, 133-56.
Happel, Jörn/Rolf, Malte (Hgg.): Grenzgänger in Vielvölkerreichen: Grenzziehungen und -überschreitungen in Russland und Österreich-Ungarn (1850-1919). Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 59:3, Themenheft 2011 (im Druck).
Jaki¿a, Miranda: Literatur als Archiv und Ort des Kulturtransfers: Die Habsburgermonarchie und die Osmanen bei Ivo Andrić. In: Das Osmanische Reich und die Habsburgermonarchie. Akten des internationalen Kongresses zum 150-jährigen Bestehen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Wien 2005, 635-646.
Kurz, Marlene et al. (Hgg.). Das Osmanische Reich und die Habsburgermonarchie. Wien 2005.
Layton, Susan: Literature and Empire. Conquest of the Caucasus from Pushkin to Tolstoy. Cambridge 1994.
Leonhard, Jörn / Hirschhausen, Ulrike von (Hgg.): Comparing Empires: Encounters and Transfers in the Long Nineteenth Century. Göttingen 2011.
Leonhard, Jörn; von Hirschhausen, Ulrike: Empires und Nationalstaaten im 19. Jahrhundert, Göttingen 2009.
Lieven, Dominic: Dilemmas of Empire. 1850-1918. Power, Territory, Identity. In: Journal of Contemporary History 34 (1999), 163-200.
Magris, Claudio: Der habsburgische Mythos in der österreichischen Literatur (1963). Salzburg 1966.
Marszałek, Magdalena/Sasse, Sylvia (Hgg.): Geopoetiken. Geographische Entwürfe in den mittel- und osteuropäischen Literaturen. Berlin 2010.
Motyl, Alexander J.: Imperial Ends. The Decay, Collapse, and Revival of Empires, New York 2001.
Müller-Funk, W. et al. (Hgg.): Kakanien revisited. Das Eigene und das Fremde (in) der österreichisch-ungarischen Monarchie. Tübingen 2002.
Münkler Herfried: Imperien. Die Logik der Weltherrschaft – Vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten. Berlin 2005.
Osterhammel, Jürgen: Imperien. In: Budde, Gunilla (Hg.): Transnationale Geschichte, Göttingen 2006, 56-67.
Reinkowski, Ulrike von: Das Osmanische Reich – ein antikoloniales Imperium? In: Zeithistorische For¬schun¬gen / Stu¬dies in Contemporary History 3.1. (2006), 34-54
Rudolph, Richard L. (Hg.): Nationalism and Empire. The Habsburg Empire and the Soviet Union. New York 1992.
Sunderland, Williard: Taming the wild field. Colonization and empire in the russian steppe. Ithaca 2004.
Veer, Peter van der: Imperial Encounters. Religion and Modernity in India and Britain, Princeton 2001.

130002 VO Runenschrift und Runeninschriften
2 Stunde(n), 3,0 ECTS credits
Robert Nedoma
DO wtl von 13.10.2011 bis 26.01.2012 11.30-13.00
Ort: Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Online-Anmeldung
Inhalte:
Germanisches Schriftzeichen mit vier Buchstaben? (Nicht nur) Kreuzworträtsellöser(innen) kennen das Wort. Wann und wo aber sind Runen verwendet worden, zu welchen Zwecken hat man Runeninschriften verfaßt, und in welchen kulturellen 'Milieus' sind Kenntnis und Gebrauch der Runen anzusiedeln? Nach einem einführenden Teil bespreche ich mit Ihnen eine Reihe von ausgewählten Inschriften und zeichne Wege bzw. Irrwege der Forschung nach. Es gibt zwar kaum eine Runeninschrift, die übereinstimmend gelesen und gedeutet wird - Ihnen aber die Wahrscheinlichkeiten und Unwahrscheinlichkeiten einzelner Interpretationsansätze vor Augen zu führen, darum soll es in dieser Vorlesung gehen. Nicht zuletzt wird auch das 'Nachleben' der Runen behandelt (Mißbrauch im Dritten Reich, esoterische Ansätze).
LV-Seite: http://www.univie.ac.at/an/lv/runen/ (ab Anfang Oktober).
Ein "StattSkriptum" stelle ich (wie gewohnt) bis zum Semesterende zusammen.
Ziele: Vermittlung von Sachkenntnissen, interdisziplinären Ansätzen, wissenschaftlichen Arbeitsmethoden und Problemen der Forschung.
Art der Leistungskontrolle: (Schriftliche oder mündliche) Prüfung.
Literatur: Klaus Düwel, Runenkunde (= Sammlung Metzler 72; Stuttgart - Weimar [4]2008).

NEU:
264.032 VU Spielraum Wien. Die ludische Topografie einer Stadt
CS III 2 Std.
Robert Pfaller, Ernst Strouhal
Termine (jew. 11.00 – 14.00 Uhr):
Fr. 14. Okt. 2011 (Vorbesprechung, Einleitung, Programm)
Fr. 28. Okt. 2011
Fr. 11. Nov. 2011
Fr. 25. Nov. 2011
Fr. 09. Dez. 2011
Fr. 13. Jan. 2012
Ort: TU Wien, Institut für Kunst und Gestaltung, Karlsgasse 11, Seminarraum 2 (Hochparterre)
Eine Veranstaltung im Rahmen des
Moduls
Visuelle Kultur an der
Technischen
Universität Wien. Studierende der Uni Wien müssen
sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Wenn die Arbeit getan ist und das Bedürfnis nach Sinn gestillt, dann spielt der Mensch. Er feiert Feste, verkleidet sich, taucht über die Scheinwelten des Spiels in Traumwelten, freut sich oder richtet sich daran zugrunde. Keine Kindheit ist ohne Spiele, keine Gesellschaft ist denkbar ohne sie.
Spielraum Wien: In diesem Seminar werden wir die ludische Topografie der Stadt, die Erweiterung und Verengung der urbanen Spielräume in ihrer historischen, kulturellen und politischen Dimension näher untersuchen. Welche Spiel-Räume gibt es in der Stadt bzw. welche Räume werden für das Spiel zur Verfügung gestellt? Wie verändern sich die Spielräume der Stadt?
Urbane Spielräume werden dabei als heterotopische Räume verstanden: real-existierende und zugleich utopische Orte, die ein bestimmtes Versprechen enthalten: Glück, Identitätsverlust oder Zeitvertreib im Wortsinn.
Entlang konkreter Recherchen zu den Spielräumen Wiens (vom Glücksspiel bis zur Parcour-Szene) werden wir auf diese Weise eine Geschichte der Veränderung des Stadtraumes erarbeiten.
Das Seminar wird wie im vorigen Wintersemester durch vier Vorträge in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien ergänzt. Eine Literaturliste wird bei der Vorbesprechung am 14. Oktober verteilt.

070025 KU Univisuals - filmische Perspektiven auf den universitären Raum
2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Herbert POSCH, Klaudija SABO, Aylin BASARAN
Termine:
FR 07.10.2011, 21.10.2011 und 04.11.2011 09.00-13.00
Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; FR 02.12.2011 10.00-16.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; SA 03.12.2011 und 14.01.2012 10.00-16.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; SO 15.01.2012 10.00-16.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; FR 27.01.2012 09.00-13.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Online-Anmeldung von 15. September 2011 bis 27. September 2011
Inhalte:
Das Thema "Universität im Film" verbindet (selbst)reflexive mit analytischen und umsetzungsorientierten Arbeitsschritten. Anhand von Filmen soll visuellen Repräsentationen und Narrativen des Universitären nachgegangen werden, wobei diese kritisch hinterfragt werden sollen.
Die Universität als Ort von Wissensgewinn und Wissensvermittlung ist für Studierende zugleich Teil ihres alltäglichen Lebens und Kommunizierens. Im Zentrum steht die Frage, welche Wechselbeziehungen, zwischen der persönlichen Geschichte und Lebensrealität von Studierenden und der Universität als institutionellem und (zeit)geschichtlichem Raum entstehen, und welche Perspektiven und Blicke auf die Universität sich daraus ergeben. Es werden Strategien ergründet, mit Hilfe textlicher, verbaler und visueller Mittel ein solches situiertes Wissen anderen verständlich zu machen. Dabei stehen Reflexion und Umsetzung mit filmischen Mitteln als Medium wissenschaftlicher Thematiken und Diskurse im Vordergrund.
Methoden: Über die gemeinsame Quellen-, Film- und Textlektüre möchte der Kurs Fragen aufwerfen und die Studierenden zu eigenständigen wissenschaftlichen und filmischen Antworten ermuntern, das erarbeitete theoretisch-methodische Handwerk praktisch zu erproben.
In einem ersten Schritt werden Wissenschafts- und Universitätsgeschichtliche Fragestellungen an Hand von schriftlichen, bildlichen, filmischen und objekthaften Quellen erörtert. Im Folgenden soll vor diesem Hintergrund ein eigener Zugang gefunden werden und in einem reflexiven Prozess in eine präsentierbare Form gebracht werden. Dabei werden verschiedene Schritte wissenschaftlichen Arbeitens und Visualisierens der Reihe nach erprobt: von Literatur- und Quellenrecherche über Mapping zu Gliederung, Essay, Treatment und filmischer Umsetzung. Es werden eigene Dokumentarfilmprojekte in Gruppen zu dem Thema "Univisuals" entwickelt und realisiert werden. In aufbauenden Wochenend-Praxisworkshops können Grundlagen zu Schnitt- und Kameratechnik erworben werden.
Ziele: Der Kurs dient der Reflexion der eigenen akademischen Lebenswelt in gegenwärtigen und historischen, theoretischen und visuellen Dimensionen. Es werden wissenschaftliche Zugänge im Hinblick auf Kontext und Situiertheit hinterfragen sowie erlernt, eigene Herangehensweisen durch verschiedene diskursive Formen zugänglich zu machen. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse in verschiedenen Formen ist angedacht und deren Konzeption und Durchführung ebenfalls Teil der Lernerfahrung in dieser Lehrveranstaltung
Literatur:
Zur Geschichte der Universität Wien s. Literaturliste unter:
www.univie.ac.at/universitaet/forum-zeitgeschichte/literatur/literaturauswahl/#c1287
Bourdieu, Pierre: Homo academicus. Frankfurt a.M. 1992.
Friese, Heidrun/Wagner, Peter: Der Raum des Gelehrten. Eine Topographie akademischer Praxis. Berlin 1993.
Warneken, Bernd Jürgen (Hg.): Das Outfit der Wissenschaft. Zur symbolischen Repräsentation akademischer Fächer am Beispiel von Jura, Botanik und Empirischer Kulturwissenschaft. Tübingen 1998.

210114 SE Architektur als politische Kultur
2 Stunde(n), 8,0 ECTS credits
Andreas Pribersky
DO wtl von 13.10.2011 bis 26.01.2012 11.30-13.00
Ort: Hörsaal 2 (A218), NIG 2.Stock
Online-Anmeldung : http://spl.univie.ac.at/index.php?id=27932
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 40
Inhalte:
Gesellschaftliche und politische Programme bzw. Utopien haben - über theoretische Konzepte hinaus - einen materiellen Ausdruck in Architektur und Urbanistik gefunden: seit der Französischen Revolution ist etwa utopische Architektur zum Ausdruck gesellschaftspolitischer Veränderungen geworden. Programmarchitektur als Ausdruck eines politischen Systems existiert in der europäischen Geschichte freilich bereits davor: als Repräsentation republikanischer Stadtstaaten (Dubrovnik, Pisa) ebenso wie etwa als Ausdruck barocker Herrschaft (Versailles, Karlskirche, Wolfenbüttel, etc.).
Im 20. Jahrhundert wurden die konkurrierenden "Großen Ideologien" (Faschismus und Sozialismus) ebenso zum Ausgangspunkt architektonischer Stilrichtungen, wie die industrielle Produktion zum Vorbild idealer Städte der Einheit von Leben und Arbeit, Fabrik und Heim unter kapitalistischer oder sozialistischer Symbolik.
Beispiele von Programmarchitektur, politische Symbolbauten und Pläne bzw. deren Realisierungsversuche, etwa der idealen Stadt der Moderne des 20. Jahrhunderts, dienen dem Seminar als Ausgangspunkt einer Diskussion der Verbindung von Bauten, Urbanität und politischen Programmen: an konkreten Beispielen, ihrer Planung und Ausführung werden Aussagen, Wirkung und Problematik gebauter politischer Programme behandelt.
Methoden:
- Diskussion ausgewählter Literatur
- Analyse von eigenständig gewählten Architektur- bzw. Planungsbeispielen (Referat, SE-Arbeit)
Ziele: Ziele des SE sind
- ein Überblick über die Literatur und Diskussion zum Themenbereich.
- die Anwendung durch die TeilnehmerInnen in der praktischen Durchführung von exemparischen Planungs- bzw. Bauanalysen.
Art der Leistungskontrolle: Zeugnis aufgrund von Mitarbeit, Referat und Thesenpapier sowie eigenständiger exemplarischer Fallstudie (SE-Arbeit); den Schwerpunkt der Beurteilung bilden Ausarbeitung und Durchführung einer eigenständigen Untersuchung.
Literatur:
H. Hipp/ E. Seidl (Hg.): Architektur als politische Kultur. 1996.
W. Hofmann (Hg.), Stadt als Erfahrungsraum der Politik. 2011.

210113 SE Metaphern und Bilder des Politischen - Zur (historischen) Genealogie demokratischer Repräsentationsformen
2 Stunde(n), 10,0 ECTS credits
Andreas Pribersky
MI wtl von 12.10.2011 bis 25.01.2012 13.15-14.45
Ort: Hörsaal 2 (A218), NIG 2.Stock
Online-Anmeldung : http://spl.univie.ac.at/index.php?id=27932
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 40
Inhalte:
Sprachliche und visuelle Bilder prägen nach wie vor, auch in rationalen und/ oder von Interessen angetriebenen demokratischen politischen Systemen deren öffentliche (Re)Präsentation. Ob vom "Staatsschiff" mit seiner Besatzung die Rede ist, vom "Steuermann" bis zu denjenigen, die "ins Boot geholt" werden sollen (bzw. für die kein Platz mehr darin ist), oder ob eine Körpermetaphorik zur Darstellung des Zustandes bzw. der Entwicklung sozialer oder politischer Zusammenhänge herangezogen wird: Michel Foucaults Formulierung von der beherrschenden "Idee eines sozialen Körpers" als dem "großen Phantasma der Demokratie", das auf vordemokratische Traditionen der Repräsentation zurückgreift, scheint im Zeitalter sozialer Netze und "body politics" eher noch an Bedeutung zu gewinnen.
Im Seminar sollen deshalb ausgewählte Ansätze zur Analyse der metaphorischen Repräsentation politischer Systeme aus historischer (Kantorowicz, Marc Bloch) ebenso wie theoretischer (Blumenberg, Foucault) und politikwissenschaftlicher (Münkler, Manow) Perspektive diskutiert und auf ihre Anwendung auf zeitgenössische politische Repräsentationen an Beispielen diskutiert werden.
Im Zentrum der Diskussion stehen dabei Fragen nach der aktuellen persuasiven Macht bestimmter politischer Metaphern und Bilder, wie denjenigen eine politischen Körpers - ebenso wie nach den (Be)Deutungen von Politik, die sie implizit nahelegen und mit denen sie das politische Alltagsverständnis zu formen und zu beeinflussen suchen.
Methoden:
- einleitender Überblick zur Themenstellung durch den LV-Leiter
- Erarbeitung, Diskussion und Darstellung exemparischer theoretischer Fragestellungen, Methoden und Analysen durch die TeilnehmerInnen
Ziele: - Überblick über die theoretischen Ansätze und die politikwissenschaftliche Analyse politischer Repräsentationsformen
- Anwendung auf aktuelle Beispiele
Art der Leistungskontrolle: - aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung - Referat und Seminararbeit
Literatur:
Philip Manow: Im Schatten des Königs - Die politische Anatomie demokratischer Repräsentation. 2008.
Herfried Münkler/ Jens Hacke (Hg.): Strategien der Visualisierung : Verbildlichung als Mittel politischer Kommunikation. 2009.

040.111 SE Mörderinnen und Selbstmörderinnen. Die Repräsentation der Heroinen in der Renaissance
2 SWS
Elisabeth Priedl
Mittwoch, 16-19 Uhr, zweiwöchentlich, Beginn: Mittwoch, 12.10.2011
Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften, Raum M13A, Mezzanin, Schillerplatz 3, 1010 Wien
Eine LV des
Instituts
für Kunst- und Kulturwissenschaften an der
Akademie
der bildenden Künste Wien. Studierende der Uni Wien
müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist
in der Prüfungsabteilung dieser Universität als
MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Lehrinhalt:
Klassische Heldinnen, seinen es nun Frauenfiguren aus der griechischen oder römischen Antike, enden tragisch, während Helden meist siegreich aus Auseinandersetzungen hervorgehen. Die meisten von ihnen enden als Selbstmörderinnen (Dido, Kleopatra, Lukretia, Porcia…) während Heldinnen aus dem Alten Testament eigenartigerweise auch als Mörderinnen Ruhm ernten können (Judith, Jael). Aber auch hier gibt es Frauenfiguren, die ihr Lebens aufs Spiel setzen, wenn es um „höhere“ Werte wie Ehre oder Keuschheit geht (Esther, Susanna). Doch wer definiert diese Werte? Wer beschreibt sie, wer rezipiert sie? Ein gemeinsamer Nenner scheint die gesellschaftspolitische Auswirkung diverser Heldinnentaten zu sein. Durch die verstärkte Rezeption der antiken Heldinnen in der Frührenaissance seit Boccaccio stehen Frauen nun auch exemplarische Tugendmodelle und Handlungsmuster zur Verfügung, auch wenn die gemeinhin als Errungenschaften der Renaissance geltenden Parameter wie Individualität, Autonomie und Freiheit des Subjekts für die meisten Frauen kaum zur Geltung kamen. Seit Christine de Pizan, die in ihrem Werk Le livre de la cité des dames auf die von Boccaccio gesammelten Exempla zurückgreift, findet auch eine Umdeutung der männlich geprägten Moralvorstellungen statt, indem die Autorin Stärken und Tugenden der Frauen hervorhebt. War die Repräsentation der donne famose neben den uomini famosi im Zyklus von Andrea del Castagno um 1450 noch singulär, so kann im 16. und 17. Jhdt. ein regelrechter Boom an Darstellungen von antiken und alttestamentarischen Heldinnen festgestellt werden. Der Frage, in welchem kulturgeschichtlichen Kontext und mit welchen didaktischen Absichten diese Darstellungen entstanden sind, soll im Zentrum des Seminars stehen. Obwohl der Selbstmord nach christlicher Doktrin verurteilt wird, wird er im Zusammenhang mit der Verteidigung oder Sühne weiblicher Keuschheit zu einer heldenhaften Tat. Hintergrund ist die Vorstellung, dass mit der Hingabe ihres Lebens Frauen durch Tötung des „verunreinigten“ Leibes die Sünde aus der Welt schaffen können. Erst der Opfertod macht die Frau zur Heldin. Damit greifen sie aber verändernd in die Gesellschaft ein. Der Themenbereich ist äußerst ambivalent: Täterinnen stehen neben Opfern, Mörderinnen neben Selbstmörderinnen. Die Heldin vereint die Stärke in der „weiblichen Schwäche“, sie vereint damit auch Weiblichkeit mit Tod.
Lit:
Bettina Baumgärtel/Silvia Neysters (Hg.), Die Galerie der Starken Frauen. Die Heldin in der französischen und italienischen Kunst des 17. Jahrhunderts, Ausstellungskatalog des Kunstmuseums Düsseldorf, 1995.
Fundación Colección Thyssen-Bornemisza (Hg.), Heroínas, Madrid 2010.

210047 SE Aktuelle Theorien - über Politiken des Rassismus und Antirassismus
2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Hans Pühretmayer
DO wtl von 13.10.2011 bis 26.01.2012 18.30-20.05
Ort: Hörsaal 1 (A212), NIG 2.Stock
Online-Anmeldung : http://spl.univie.ac.at/index.php?id=27932
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 50
Ziele und Inhalte der Lehrveranstaltung:
In diesem Seminar zu Theorien über Politiken des Rassismus und Antirassismus werden wir uns gemeinsam anhand ausgewählter Texte damit beschäftigen, wie die Fragen von Rassismus und Antirassismus in der Geschichte politischen Denkens behandelt wurden und in welchen sowohl staatlichen als auch zivilgesellschaftlichen Politikformen diese praktiziert wurden und werden.
Rassismus war und ist stets eine Verknüpfung von ideologischen Vorstellungen über Menschengruppen mit Formen ökonomischer Ausnutzung und staatlicher Unterwerfung (vgl. z.B. Sklaverei und Kolonialismus); die rassistischen Diskurse dienen dabei wesentlich der Legitimierung von Herrschaftsverhältnissen. Dabei wird nicht nur über 'Andere', sondern zugleich auch über die 'eigene Gruppe' sowie über das Verhältnis dieser Gruppen ein verzerrendes Bild entworfen. Mit diesen rassistischen Konstruktionen sind unabdingbar stets auch herrschaftsförmige Konzeptionen der Geschlechter-verhältnisse verknüpft.
Wesentlich wird auch sein, zu reflektieren, welchen Beitrag unterschiedliche Begriffe, Thesen, Unterscheidungen und Systematisierungen zur Untersuchung gegenwärtiger Problemstellungen leisten können (welche Konzepte dabei hilfreich und erhellend sind, welche eher zu Verzerrungen und Verschleierungen beitragen).
Für eine sinnvolle Diskussion antirassistischer Strategien und Politikformen ist es notwendig, sowohl zu analysieren, wie die historisch unterschiedlichen Formen von Rassismus produziert wurden, als auch die Geschichte der Widerstände gegen diese Diskriminierungsformen in Erinnerung zu rufen.
Beurteilungsmaßstäbe: Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit (Lesen eines Basistexts für jede Einheit). Schriftlicher Kommentar zu zwei Basis-Texten. Kurze schriftliche Vorbereitung (Abstract) auf jede einzelne Einheit (3-4 Thesen zum jeweiligen Basistext). Einzel- oder Gruppen-Referat (incl. 1-2-seitiges Thesenpapier) und schriftliche Fassung (ca. 15-20 Seiten); Diskussionsbereit¬schaft.
Literaturauswahl:
Miles, Robert 2000. Rassismus. Einführung in die Geschichte und Theorie eines Begriffs. Hamburg: Argument.
Hall, Stuart 2000ff: Schriften Bd. 1, 2 und 4. Hamburg: Argument.
Alcoff, Linda Martín 2006: Visible Identities. Race, Gender, and the Self. Oxford: Oxford Univ. Press.
Eggers, Maureen Maisha/ Grada Kilomba/ Peggy Piesche/ Susan Arndt (Hg.) 2005: Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Münster: Unrast.
Räthzel, Nora (Hg.) 2000: Theorien über Rassismus. Hamburg: Argument.
Bojadzijev, Manuela 2008: Die windige Internationale. Münster: Westfälisches Dampfboot.
Traverso, Enzo 2003: Moderne und Gewalt. Eine europäische Genealogie des Nazi-Terrors. Köln: Neuer ISP-Verlag.
Stötzer, Bettina 2004: InDifferenzen. Feministische Theorie in der antirassistischen Kritik. Hamburg: Argument.

NEU:
230140 VO+SE Jugendsoziologie und Jugendkulturforschung
CS III: 2,5 Stunden
Rosa Reitsamer
Donnerstag 12.00 bis 13.55 Uhr (Erster Termin 13.10.2011)
Institut für Soziologie, Rooseveltplatz 2, Seminarraum 3, 1. OG
Anmeldung über UNIVIS
Inhalt der LV:
Die LV beginnt mit einer historischen Einführung in die Geschichte der Jugendsoziologie und der Jugendkulturforschung (u.a. S. Bernfeld, L. Rosenmayr, C. Bühler, P. Larzarsfeld, H. Schelsky). Die Voraussetzungen für die Entstehung von Jugendkulturen in der Nachkriegszeit, zentrale Ansätze der aktuellen Jugendsoziologie und Jugendkulturforschung sowie der Kulturbegriff der Cultural Studies werden erarbeitet. Die Frage nach der Bedeutung des Geschlechterverhältnisses in der Lebensphase Jugend sowie in Jugendkulturen wird durchgängig behandelt und reflektiert. Diese grundlegenden Aspekte bilden den Ausgangspunkt für die Erarbeitung von Jugend(kulturen) im Hinblick auf Musik, Arbeit, soziale und politische Partizipation und alternative Medien im Kontext von Globalisierungs-, Medialisierungs- und Ökonomisierungsprozessen. Der Blick richtet sich dabei sowohl auf Jugendliche als Konsument/innen von Musik, Mode, Medien und Stil wie auch auf ihre Positionen als kulturelle Produzent/innen.
In der LV werden folgende thematische Schwerpunkte gesetzt:
-> Jugend, Politik und Youth Citizenship
(verzögerte) Übergänge von der Kindheit zum Erwachsenenstatus und die damit verbundene Erlangung von politischen, sozialen und kulturellen Rechten; Wahlverhalten von Jugendlichen; soziale und politische Partizipation von Jugendlichen; Jugendkulturen als Möglichkeit für soziale und politische Partizipation
-> Jugend und Arbeit
Übergänge von der Ausbildung zum Beruf; Integration in den Arbeitsmarkt; Jugendkulturen als Arbeitsorte für Jugendliche
-> Jugend und Freizeit, Jugend und Musik
Freizeitverhalten von Jugendlichen; Definitionen von Freizeit; Jugendliche als MusikkonsumentInnen; Musikszenen-Forschung mit Schwerpunkt auf jugendliche Subkulturen; Jugendliche als Musikschaffende
-> Jugend und alternative Medien
Jugendliche als KonsumentInnen alternativer Medien und als ProduzentInnen alternativer Medien (Fanzines, Weblogs etc.) und Mediendiskurse
Methoden: Die LV teilt sich in einen Vorlesungs- und einen Übungsteil, wobei letzterer zur Vertiefung der VO-Themen dient. Ein besonderes Anliegen ist die Verschränkung von Theorie und empirischer Forschung: Einerseits wird die Lehrende unterschiedliche Beispiele (Videos, Fanzines, Musik etc.) in den Lehrunterricht einbringen, andererseits werden die Studierenden angehalten, empirische Beispiele zu recherchieren und zu analysieren und sie durch die Verortung im theoretischen und gesellschaftlichen Kontext kritisch zu reflektieren.
Ziele: In der LV findet eine Auseinandersetzung mit ausgewählten Theorien, Methoden und empirischen Studien zu Jugendsoziologie und Jugendkulturforschung statt. Nach der Teilnahme an der LV können die Studierenden historische und aktuelle Jugendkulturen theoretisch und gesellschaftlich einordnen und zentrale Fragestellungen zur Jugendsoziologie Jugendkulturforschung weiter verfolgen. Die Studierenden erweitern ihr Begriffsinstrumentarium hinsichtlich Jugendkulturforschung wie auch in Bezug auf feministische und postkoloniale Theorien. Unter Berücksichtigung des gesellschaftlichen Kontexts, in dem sich Jugendkulturen entwickeln und bestehen, wird ausgelotet, wie hegemoniale Vorstellungen von Geschlecht, Ethnizität und Ökonomie ausgehebelt oder reproduziert werden. Ziel der LV ist es also auch, eine kritische Auseinandersetzung mit Geschlecht, Ethnizität und Ökonomie zu fördern.
Art der Leistungskontrolle: Regelmäßige und aktive Teilnahme und Mitarbeit; schriftliche Prüfung über den Vorlesungsinhalt; Lesen der ausgewählten Grundlagentexte (zwei bis drei Texte); Referat (in der Gruppe oder einzeln) und eine schriftliche Arbeit.
Literatur:
Eine ausführliche Literaturliste wird zu LV-Beginn bereitgestellt.

NEU:
23.0007 PS+UE Musik und Web 2.0: Weblogs – Anwendung und Reflexion
CS III: 2 Std.
Rosa Reitsamer Anmeldung:
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Meldung als „MitbelegerIn“
in der Studien- und Prüfungsabteilung der
Universität
für Musik und darstellende Kunst Wien (Anton-von-Webern-Platz
1, 1030 Wien). Studierende, die nicht an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien inskribiert, setzten sich bitte per Mail mit der LV-Leiterin in Verbindung: reitsamer/at/mdw.ac.at
Termine:
immer Mittwoch von 10.00 bis 12.00 Uhr, beginnend mit Mi. 12.10.2011
weitere Termine: Mi. 19.10., Mi. 09.11., Mi., 23.11., Mi. 07.12.2011; Mi. 11.01., 18.01., 25.01.2012
Veranstaltungsort: Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien EDV-Schulungsraum, Zi-Nr. K0209
weitere Infos:
Blog zur LV: http://musikundweb.wordpress.com
Infos zur LV auf Webseite des Institut für Musiksoziologie:
http://www.mdw.ac.at/ims/?PageId=1651
Inhalt:
Das Internet ist in den letzten Jahren zunehmend ein Medium für Partizipation und Selbstpräsentation geworden. Während lange Zeit wenige Journalist/innen und Redakteur/innen über Radio, Printmedien und Fernsehen viele Menschen über das Musikgeschehen informierten, bietet das Internet heute zahlreiche Möglichkeiten, aktiv an der Gestaltung und der Distribution von musikrelevanten Informationen mitzuwirken. Immer mehr Musiker/innen, Musikproduzent/innen, Journalist/innen und Konsument/innen nehmen daher ihre Webpräsenz selbst in die Hand und produzieren ihre eigenen, zum Teil alternativen Musikdiskurse. Sie nutzen Weblogs (kurz Blogs), Social-Networking-Plattformen (z.B. Facebook, MySpace), Internet-Foren oder Newsgroups, um mit Texten, Bildern und Musik über kommende Auftritte von Musiker/innen zu informieren, Berichte über aktuelle Musikereignisse zu posten oder virtuelle Netzwerke aufzubauen.
In dieser Lehrveranstaltungen beschäftigen wir uns mit Weblogs und loten die Potenziale und Grenzen dieses Medienformats für die Gestaltung und Verbreitung musikbezogener Inhalte aus.
Im Mittelpunkt der LV stehen folgende Inhalte:
1. Jede/r Teilnehmer/in wird ein Weblog mit der Open-Source-Software Wordpress erstellen (unter Anleitung der LV-Leiterin) und die Funktionen und Einsatz-möglichkeiten von Blogs kennenlernen.
2. Erarbeiten zentraler Begriffe, Konzepte und Theorien anhand bereitgestellter Literatur. Neben zentralen internetbezogenen Begriffen und Konzepten (u.a. Internet, Netradio, Virtual Community, Do-It-Yourself-Kultur, Edutainment) widmen wir uns dem Kulturbegriff der Cultural Studies, ausgewählten Theorien zu alternativen Medienproduktion sowie Partizipationstheorien. Diese Begriffe, Konzepte und Theorien bilden den Ausgangspunkt, um die unterschiedlichen Partizipationsmöglichkeiten, die das Web 2.0 bereitstellt, zu identifizieren und zu diskutieren. Die Frage nach der Bedeutung von sozialen Inklusions- und Exklusionspraxen wird dabei durchgängig behandelt und reflektiert.
3. Ausführen von Recherche-Aufträgen zu den Themenbereichen Musik- und alternative Medienproduktion, -rezeption und -distribution; Präsentation der Recherchen in der Lehrveranstaltung; Posten der Recherche-Ergebnisse auf dem Blog.
4. Kritische Reflexion über die Potenziale von Blogs und die Praxis des Bloggens.
Anforderungen: Regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit, insbesondere das Erstellen eines eigenen Weblogs, das Lesen der angegebenen Literatur, das Ausführen von Recherchen und das Posten von Beiträgen.
Voraussetzungen: Keine inhaltlichen oder technischen Voraussetzungen notwendig.

NEU:
S51065 SE DICHTBILDUNGEN. Zum Verhältnis von Literatur und bildender Kunst
CS III 2 SemStd.
Johanna Schwanberg
Termin: Montag, 13:00-14:30 Uhr
Beginn: Montag, 10. Oktober 2011, 13:00-14:30 Uhr
Ort: Hörsaal 4 (Altbau, 1. Stock)
Eine LV der
Abt.
Kunstgeschichte an der
Universität
für Angewandte Kunst. Studierende der Uni Wien müssen
sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung
dieser Universität als MitbelegerIn
anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Das Seminar befasst sich mit der vielgestaltigen Relation zwischen bildender Kunst und Literatur – zwischen Text und Bild. Denn die Literatur hat seit jeher den Austausch mit der bildenden Kunst gesucht. Keine Künstlerromane, keine Bildbeschreibungen, keine ästhetischen Reflexionen ohne die Inspirationsquelle Bildkunst und deren optische Reize. Umgekehrt hat die bildende Kunst Literatur stets als Dialogpartner gebraucht, von dem sie konterkariert, ergänzt, stofflich inspiriert oder gespiegelt wurde. Besonders komplex gestaltet sich die Beziehung zwischen Text und Bild, zwischen Literatur und bildender Kunst, wenn sie gemeinsam auftreten – etwa in illustrierten Büchern, Schriftbildern, den Collagen der Moderne oder den vielfältigen Text-Bild-Hybriden der Gegenwartskunst bzw. -literatur.
Das Seminar versucht den Divergenzen wie Verwandschaften der trotz der allgegenwärtigen Präsenz von Crossings „voneinander getrennt bestehenden sozialen Systeme“ (Siegfried J. Schmidt) Literatur und bildende Kunst auf den Grund zu gehen. Behandelt werden die jahrtausende alte Geschichte des „Ringens zwischen bildlichen und sprachlichen Zeichen“ (J. W. T. Mitchell ) – sowie die daran gekoppelten theoretischen wie praktischen Text-Bild-Diskurse. Zudem kommt es zur Analyse unterschiedlicher Formen des Zusammenwirkens von Bild und Text (Schrift-Bilder, Foto-Text-Arbeiten, Bildgedicht, Comic Art, Visuelle Poesie, Illustration, etc.).
Schließlich wird das Seminar auch nach den methodischen kunst- und literaturwissenschaftlichen Herausforderungen fragen, die sich bei der Beschäftigung mit Werken im Zwischenfeld von bildender Kunst und Literatur stellen.
Literatur zur Einführung
- Wolfgang Max Faust, Bilder werden Worte, Köln 1987.
- Ulrich Weisstein (Hrsg.), Literatur und bildende Kunst, Berlin 1992.
- Wolfgang Harms (Hrsg.), Text und Bild, Bild und Text, Stuttgart 1990.
- Zima, Peter V. (Hrsg.): Literatur intermedial. Musik – Malerei – Photographie – Film, Darmstadt 1995.
- Kunst und Literatur. Kunstforum International, Bd. 139, 140, Dezember 97 – März 98 und April 98 – Juni 98.
- Linck, Dirck und Stefanie Rentsch, Bildtext – Textbild. Probleme der Rede über Text-Bild- Hybride, Rombach, Freiburg i. Br., Berlin, Wien 2007.
- MaCleod, Catriona, Véronique Plesch und Charlotte Schoell-Glass (Hrsg.), Elective Affinities. Testing Word an Image Relationships, Amsterdam, New York 2009.

Nr? PS Kulturtheorien
2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Alexandra Schwell
Montags 12:45-14:15
Ort: Seminarraum 1 (2.Stock) EE Hanuschgasse
Inhalt:
Kultur ist eines der Schlüsselkonzepte der Europäischen Ethnologie, das Gegenstand dauernder Diskussion und zugleich disziplinär konstitutiv ist. Die Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in ausgewählte Theorien zu Kultur und Gesellschaft und vermittelt wissenschaftshistorische wie auch neuere kulturtheoretische Positionen und Perspektiven, u.a. Cultural Studies, praxeologische Kulturtheorie, Writing Culture, ANT, Diskursanalyse etc.
Methoden: Vortrag durch die Dozentin, Referate, Diskussion in Kleingruppen und Plenum; die Teilnahme am Tutorium von Paul Stöttinger ist fakultativ, wird jedoch dringend empfohlen (Termine folgen).
Ziele: Einführung in Kultur- und Gesellschaftstheorien, Umgang mit zentralen Begriffen und Thesen sowie Diskussion und Kritik.
Art der Leistungskontrolle: Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent; kontinuierliche Anwesenheit, aktive Mitarbeit, Referat mit Thesenpapier, zwei schriftliche Arbeitsaufgaben.

NEU:
130305 VO Die Osmanen als Topos in der ungarischen Literatur
CS III 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Andrea Seidler , Brigitta Pesti
DO 10.30-12.00 Erster Termin: 06.10.2011
Ort: Dissertantenzi. Inst. f. Finno-Ugristik, UniCampus Hof 7 2L-O1-12
Die LV wird durch Moodle begleitet!
Online-Anmeldung
Inhalte:
In der Vorlesung geht es um die Expansion der Osmanen in Südosteuropa und deren Jahrhunderte dauernde Herrschaft über Teile des Königreichs Ungarn als Topos der ungarischen Literatur des 16., 17., 18., 19. Jhdts. (fiktionale und non-fiktionale Texte). Die türkische Herrschaft über große Teile Ost- und Südosteuropas wurde nicht nur in religiösen Texten kritisch behandelt, sondern beherrscht auch die Inhalte (und zum Teil die Form) von Lyrik und Epik. Lange nach dem Rückzug der Osmanen lebt ihre einstmalige politische und kulturelle Dominanz im Königreich Ungarn als Mythos in der ungarischen Literatur weiter.
In der Vorlesung wird zunächst eine kritische Einführung in die Geschichte der Osmanen in Europa gegeben sowie die Darstellung dieser Jahrhunderte in der Historiographie des 18. bis 20. Jahrhunderts analysiert (Edward Said, Hayden White).
Aus der Sicht der postcolonial studies werden unter anderem imagologische Fragen gestellt und anhand von literarischen Texten reflektiert.
Ziel der LV ist es, das Zusammenleben der Ungarn mit den Türken in den Jahrhunderten der Besetzung aus Textdokumenten zu erschließen und einen kritischen Blick auf die gängige Vorstellung der hierarchischen Verhältnisse im KR Ungarn im 16., 17. Jhdt zu werfen. Zudem soll die Erinnerung an die osmanische Herrschaft im Sinne der Mythosbildung in literarischen Texten des 18. und 19. Jhdts. untersucht und kontextual analysiert werden.
Literatur:
Chroniken, Lyrik, Predigten, Epik.
Sekundärliteratur: Edward Said, Hayden White, Géza Pálffy etc.

070462/070463 VO+UE Theorien in den Sozial-und Kulturwissenschaften
2+1 Stunde(n), 4+1 ECTS credits
Reinhard Sieder
Termine:
VO: FR wtl von 07.10.2011 bis 27.01.2012 09.45-11.15
Ort: Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
UE: FR 14-tg von 14.10.2011 bis 20.01.2012 12.00-13.30 Ort: Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Online-Anmeldung von 15. September 2011 bis 27. September 2011
Inhalte:
Die Vorlesung führt in einige Theorie-Komplexe der Sozial- und Kulturwissenschaften ein. Sie akzentuiert die historischen Zusammenhänge und Konvergenzen zwischen Sozial- und Kulturwissenschaften und hat folgenden Aufbau:
1. Vier Innovationen in der Theoriegeschichte des sozial-kulturellen (symbolischen) Handelns: Weber, Parsons, Bourdieu, Laclau u. Mouffe).
2. Kulturell-soziales Handeln erzeugt "gesellschaftliche" (soziale, politische, ökonomische, religiöse usw.) "Strukturen" und "sozial-kulturelle Systeme" (Giddens, Luhmann).
3. Soziale Praxis ist kulturell: Kulturelles, soziales und ökonomisches Kapital als Symbolisches Kapital (Pierre Bourdieu).
4. Theorien sozial-kultureller Gruppen (Durkheim, Simmel, Cooley, Riesman, Eisenstadt, Erikson)
5. Die kulturelle Dimension der "sozialen Klassen": Status, Statussymbol, Geschmack, "feine Unterschiede" (Homans, Merton, Veblen, Bourdieu, Riesebrodt)
6. Theorien der sozial-kulturellen Interaktion (Simmel, Mead, Blumer)
7. Theorien der personalen, sozialen und kulturellen Identität (Mead, Erikson, Riesman, Goffman, Park, Erikson, Freud, Krappmann, Berger, Berger, Kellner, Bauman)
8. Theorien des Subjekts von der "Frühmoderne" bis in die "Postmoderne" (Rousseau, Goethe, Weber, Foucault, Gay, Joyce, Freud, Adler, Marcuse, Riesmann, Beck, Ricoeur, Bruner, Bauman, Reckwitz)
9. Die Transformation der Kultur-Theorien seit dem 18. Jahrhundert (Adelung, Herder, Tylor, Gehlen, Parsons, Cassirer, Gramsci, Bourdieu, Turner, Barthes, Baudrillard, Reckwitz)
10. Verstehen und Interpretieren: Phänomenologie und Hermeneutik (Husserl, Heidegger, Gadamer, Ricoeur, Schütz, Luckmann, Soeffner)
11. Analysieren und Dekonstruieren: Französischer Strukturalismus und Poststrukturalismus (Saussure, Levi-Strauss, Lacan, Foucault, ¿i¿ek, Irigaray)
12. Sprachspieltheorie, Semiotik und (nordamerikanischer) Pragmatismus (Wittgenstein, Peirce, Eco)
13. Sozialer Konstruktivismus und Symbolischer Interaktionismus (Schütz, Mead, Blumer, Steinert)

180065 SE Science & Fiction. Zur Zukunft von Cyborgs
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Mona Singer
DI 14-tg von 11.10.2011 bis 31.01.2012 14.00-17.00
Ort: Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25
Inhalte:
Thema dieses Seminars ist die Vermehrung von Cyborgs, Hybriden und Quasi-Objekten in den Labors der Biotechnologien und das – utopische oder dystopische – Weiterdenken technowissenschaftlicher Entwicklungen in der Science-Fiction.
Im ersten Teil des Seminars sollen grundlegend technikphilosophische Überlegungen angestellt und weiters entlang von Cultural Studies of Science and Technology zentrale Konzepte erläutert und das theoretische Instrumentarium erarbeitet werden: Wie ist Technik zu begreifen – als fortschrittlich und als Möglichkeitssinn oder konkreter als Produktivkraft und Ideologie? Wie ist das Verhältnis von Wissenschaft, Technik und Fiktion zu verstehen? Was heißt Technowissenschaft? Was wird mit Cyborgs benannt und worauf zielen gegenwärtige Cyborg-Theorien?
Im zweiten Teil des Seminars sollen vor diesem Hintergrund ausgewählte Romane und Filme (von Shellys Frankenstein bis hin zu Ishiguros Never Let Me Go, einschlägige Filme wie Blade Runner Terminator und Gattaca) analysiert werden, die die Frage nach der Zukunft der Menschen als technologisch modifizierte Cyborgs in politischer wie ethischer Hinsicht aufwerfen.
Art der Leistungskontrolle: Pflichtlektüre, Präsentationen, Essays
Literatur:
Bacon, Francis: New Atlantis, http://www.gutenberg.org/dirs/2/4/3/2434/2434.txt
Cassirer, Ernst: Form und Technik (1930), in: Gesammelte Werke, Aufsätze und kleine Schriften, Hamburg 2004
Dusek, Val: Philosophy of Technology: An Introduction, Malden/Oxford/Victoria 2006
Giselbrecht, Karin/Hafner, Michaela (Hg.): Data|Body|Sex|Maschine. Technoscience und Sciencefiction aus feministischer Sicht, Wien 2001
Hables, G. C./Figueroa-Sarriera, H./Mentor, S. (Hg.): The Cyborg Handbook, New York/London 1995
Haraway, Donna: Die Neuerfindung der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen, Frankfurt/M./New York 1995.
Haraway, Donna: Modest Witness@Second Millennium. FemaleMan© Meets OncoMouse™: Feminism and Technoscience, New York/London 1997
Koebner, Thomas (Hg.): Filmgenres. Science Fiction, Stuttgart 2003.
Latour, Bruno: Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft, Frankfurt/Main 2002
Macho, Thomas/Wunschel, Annette: Science & Fiction. Über Gedankenexperimente in Wissenschaft, Philosophie und Literatur, Frankfurt/M. 2004

040.128 VO Eine Einführung in das philosophische Denken aus der Perspektive der postkolonialen Kritik
2 Std.
Ruth Sonderegger
Termine: Siehe https://campus.akbild.ac.at/akbild_online/te_ortzeit.liste?corg=13929&clvnr=128624
Eine LV des
Instituts
für Kunst- und Kulturwissenschaften an der
Akademie
der bildenden Künste Wien. Studierende der Uni Wien
müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist
in der Prüfungsabteilung dieser Universität als
MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).
Inhalt:
Ziel dieser Vorlesung ist eine Einführung in zentrale und oft zugleich zentralistische Begriffe der abendländischen Philosophie. Leiten lassen werde ich mich dabei von postkolonialen Kritiken an der okzidentalen Philosophie; d.h. von Kritiken, die in Bezug auf die Philosophie besonders harsch ausfallen. Denn die abendländische Philosophie scheint geradezu paradigmatisch für die okzidentale Strategie, einerseits Allgemeinheit zu behaupten, damit andererseits aber immer nur die eigene, partikulare Perspektive zu meinen und zu verallgemeinern. Konzeptionen von Subjektivität, Demokratie und Universalismus werden im Lauf der Vorlesung ebenso zur Sprache kommen wie Theorien der Moderne, der Kunst und der (trans-)nationalen Kultur.
Literatur:
Arjun Appadurai, Modernity at Large: Cultural Dimensions in Globalization, University of Minnesota Press 2005
Kwame Anthony Appiah, In My Father’s House. Africa in the Philosophy of Culture, Oxford University Press 1993
Kwame Anthony Appiah, Cosmopolitanism: Ethics in a World of Strangers, New York and London: Norton & Company 2006
Homi K. Bhabha, The Location of Culture, London and New York: Routledge 1994
Susan Buck-Morss, Hegel, Haiti, and Universal History, University of Pittsburgh Press 2009
Dipesh Chakrabarty, Provincializing Europe: Postcolonial Thought and Historical Difference, Princeton University Press 2007
Cheikh Anta Diop, „Does African Philosophy Exist“, in: Diop, Civilization or Barbarism. An Authentic Anthropology, New York 1991, S. 309-376
Enrique Dussel, Twenty Thesis on Politics, Duke University Press 2008
Emmanuel Chukwudi Eze, Postcolonial African Philosophy: A Critical Reader, Wiley-Blackwell 1997
Emmanuel Chukwudi Eze, African Philosophy: An Anthology, Wiley-Blackwell 1998
Achille Mbembe, On the Postcolony, University of California Press 2001
Achille Mbembe, „Necropolitics“, in: Public Culture 15 (1) 2003, S. 11-40
Walter D. Mignolo, Epistemischer Ungehorsam. Rhetorik der Moderne, Logik der Kolonialität und Grammatik der Dekolonialität, Wien: Turia+Kant 2011
Walter D. Mignolo, Local Histories / Global Designs: Coloniality, Subaltern Knowledges, and Border Thinking, Princeton Univ. Press 2000
Sankar Muthu, Enlightenment Against Empire, Princeton University Press 2003
Uma Narayan and Sandra Harding, Decentering the Center: Philosophy for a Multiculural, Postcolonial, and Feminist World, Indiana University Press 2000
Innocent C. Onyewuenyi, The African Origin of Greek Philosophy: An Exercise in Afrocentrism, BookSurge Publishing 2005
Edward Said, Orientalismus, Frankfurt am Main: Fischer 2009
Gayatri Chakravorty Spivak, Critique of Postcolonial Reason, Harvard University Press 1999
Gayatri Chakravorty Spivak, Can the Subaltern Speak? Postkolonialität und subalterne Artikulation, Wien: Turia + Kant 2008
Amartya Sen, The Argumentative Indian, London: Penguin 2005
Ngugi Wa Thiong’o, Decolonising the Mind: The Politics of Language in African Literature, Woodbridge and Portsmouth: James Currey and Heineman 2008
Kwasi Wiredu, A Companion to African Philosophy, Oxford: Blackwell 2003

070499 VU Quellen, Methoden und Theorien der Zeitgeschichte: Religion im Film
2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Frank Stern
MO wtl von 10.10.2011 bis 30.01.2012 19.15-21.00
Ort: Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Online-Anmeldung von 15. September 2011 bis 27. September 2011
Inhalt:
Die kulturgeschichtliche Lehrveranstaltung widmet sich der wechselseitigen Einwirkung von gesellschaftlichen, kulturellen und medialen Praktiken, diskutiert die hegemonialen und subversiven Bedeutungen unterschiedlicher Repräsentationsformen von Religion und Krisenerfahrung im internationalen Film. Der Schwerpunkt liegt auf widersprüchlichen Visualisierungen der christlichen, jüdischen und islamischen Religionen im Spielfilm, im Dokumentar- und Animationsfilm, die in unterschiedlichen nationalen Kulturen und politischen Herrschaftssystemen im 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts produziert worden sind. In der Analyse der visuellen Quellen geht es sowohl um historische und globale Kontextualisierungen als auch um narrative und ästhetische Repräsentationen monotheistischer Religionen, um Bilderverbot, Fundamentalismus und säkularisierte Religion.
Grundlage für die Benotung: Regelmäßige Teilnahme, eine kleinere (max. 4 Seiten) Hausarbeit, welche die in der LV diskutierten Quellen themenspezifisch analysiert und eine Abschlussklausur, die zur Hälfte aus einer kleineren schriftlichen Hausarbeit besteht, die bei der Klausur abgegeben wird. Die Themen der Hausarbeiten müssen per e-mail von Veranstaltungsleiter oder TutorIn bestätigt sein. Lesematerialien und Hausarbeiten werden über einen Fronter verwaltet.
An praktischer Filmarbeit interessierten Studierenden werden parallel die Kurse 070025 „Univisuals – Filmische perspektiven auf den universitären Raum“ und 070007 „Filmische Dokumente und Diskurse Postkolonialer Perspektiven in der Zeitgeschichte“ sowie das Forschungspraktikum 070496 „Zeitgeschichtlicher Kurzfilm in Lehre, Forschung, Filmpraxis und Filmproduktion“ empfohlen. An Filmtheorie interessierten Studierenden wird der Kurs 070017 „Theorien und Visualisierungen wahnsinnig-genialer Figuren ab 1900“ empfohlen.

Nr? UE Kulturwissenschaftliches Englisch 1
2 SSt
Peter Waugh
Montag, 10.30-12.00 Uhr, ab 10. Oktober 2011
Seminarraum Kultur- und Geistesgeschichte (Expositur: Franz-Josefs-Kai 5/1/9, 1010 Wien)
Eine LV der
Abt.
Kultur- und Geistesgeschichte an der
Universität
für Angewandte Kunst. Studierende anderer Universitäten
müssen sich in der Studien- und Prüfungsabteilung
(Oskar-Kokoschka-Platz 2, Ferstel-Trakt [Altbau] Erdgeschoß)
als MitbelegerIn eintragen,
um ein Zeugnis bekommen zu können. Bitte Studentenausweis
sowie Studienblatt mit Gültigkeitsvermerk der jeweiligen
Uni mitbringen!
Inhalt:
The aim of this student-oriented course is to help improve the participants’ knowledge of the English language, in particular in the specialist field of the applied arts, and to enhance their general linguistic abilities through practical work on the following skills:
1) Conversation: discussion of art works, written texts, videos, projects and exhibitions. Assistance with vocabulary and pronunciation.
2) Reading: examination of a range of specialist texts relevant to those fields of the applied arts in which students are working, as well as general texts on the visual and applied arts, art history, art theory and cultural studies. Assistance with vocabulary. Advice and correction will be also given in grammar and pronunciation.
3) Writing: short text production (free form) on set topics, art works, texts read, current projects (whether pursued at the university or outside), work in other courses of university study, exhibitions visited. Also abstracts, applications and CVs. Correction and evaluation of submitted work.
The course also includes possible visits to art and design exhibitions currently showing in Vienna, with a view to notemaking and subsequent text production.
The end-of-semester evaluation is based on a combination of class attendance and written work done at home.

Nr? PS Zeichen (in) der Kultur. Der semiotische Blick
2 SSt
Gloria Withalm
Donnerstag, 15.00-16.30 Uhr
Seminarraum Kultur- und Geistesgeschichte
Eine LV der
Abt.
Kultur- und Geistesgeschichte an der
Universität
für Angewandte Kunst. Studierende anderer Universitäten
müssen sich in der Studien- und Prüfungsabteilung
(Oskar-Kokoschka-Platz 2, Ferstel-Trakt [Altbau] Erdgeschoß)
als MitbelegerIn eintragen,
um ein Zeugnis bekommen zu können. Bitte Studentenausweis
sowie Studienblatt mit Gültigkeitsvermerk der jeweiligen
Uni mitbringen!
Inhalt:
Semiotik ist die Lehre von den Zeichen und Zeichenprozessen.
Seit ihren Anfängen als Disziplin vor über 100 Jahren beschäftigt sich die Semiotik auch mit Kultur, mit der Analyse von kulturellen Prozessen und Produkten in den Gesellschaften.
Nach einem ersten Block mit einer Einführung zu den „Gründervätern“ der Zeichentheorie (Ferdinand de Saussure, Charles S. Peirce, Charles W. Morris, …) wird sich die Lehrveranstaltung mit Konzepten und Modellen der Kultursemiotik (insbesondere der Moskau-Tartu-Schule) und mit semiotischen Analysen von ausgewählten Themenbereichen aus Kultur/Alltag/Medien auseinandersetzen.
Weitere Informationen: http://www.uni-ak.ac.at/culture/withalm/LV_wit/index.html & http://www.uni-ak.ac.at/culture/withalm/semiotics/index.html
Anforderungen: Anwesenheit und Mitarbeit, Referate in schriftlicher und mündlicher Form.
Bei Fragen: gloria.withalm@uni-ak.ac.at

 
  
  
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