Aktuell

  • Götz Aly
    Wie deutsche Historiker und Verlage die Übersetzung von Raul Hilbergs Buch „The Destruction of the European Jews“ behinderten

    Zeit: Dienstag, 14. November 2017, 18:30 Uhr
    Ort:   Hörsaal 21 im Universitäts-Hauptgebäude, Universitätsring 1, 1010 Wien

    Raul Hilberg, und niemand sonst, hatte in den 1950er-Jahren die streng auf Quellen basierte Holocaust­forschung begründet. In Wien 1927 geboren, flohen seine aus Galizien zugewanderten jüdischen Eltern mit ihm 1939 über Frankreich und Kuba in die USA. 1945 kehrte Hilberg als 18-jähriger Infanterist in das zertrüm­merte Großdeutsche Reich zurück. Götz Aly spricht darüber, wie ausgerechnet das Münchner Institut für Zeit­geschichte 1964 und 1980 gegen die Übersetzung von Hilbergs Grundlagenwerk „The Destruction of the European Jews“ votierte: Aus Gründen der Konkurrenz, wegen der vielen Namen, die Hilberg nannte, und weil sich deutsche Historiker einbildeten, sie und nur sie, könnten den nationalsozialistischen Terror, von ihnen als „Vorgänge“ bezeichnet, historisch und quellenkritisch richtig einordnen. mehr »

  • WissenschafterInnen der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte der Universität Wien haben in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte die historische Mediendokumentation Austro-Dok zu neuem Leben erweckt. Austro-Dok ist eine Sammlung von Medienberichten mit dem Schwerpunkt der österreichischen Innen- und Wirtschaftspolitik aus den Jahren 1979 bis 1993 und stellt eine wesentliche Quellensammlung zur österreichischen Zeitgeschichte dar. Die Datenbank wird am Österreichischen Bibliothekartag in Linz am 15. September 2017 präsentiert.
    mehr »

  • Präsentation des aktuellen zeitgeschichte-Schwerpunktheftes 3/2017 (hg. von Margit Reiter)
    DIE „EHEMALIGEN“: Politische Reorganisation und Reintegration von ehemaligen NationalsozialistInnen in Österreich nach 1945
    Gespräch und Diskussion mit den AutorInnen: Margit REITER, Matthias FALTER, Linda ERKER
    Moderation: Peter HUEMER

    Am: 7. November 2017, 19 h
    Ort: Republikanischer Club – Neues Österreich, Eingang Cafe Hebenstreit, Rockhgasse 1, 1010 Wien mehr »

  • Neuerscheinung:
    150 Jahre Eiszeit. Die große Geschichte des Wiener Eislauf-Vereins
    von Agnes Meisinger
     

    Eine Wiener Institution feiert ihr 150-Jahr-Jubiläum. Der Wiener Eislauf-Verein, der viele berühmte Sportler und Sportlerinnen hervorbrachte, ist einer der ältesten und größten Sportvereine der Welt und hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1867 als feste Einrichtung im Sport-, Freizeit- und Gesellschaftsleben der Stadt etabliert. In seiner Geschichte spiegeln sich die bedeutenden Zäsuren des 19. und 20. Jahrhunderts wider und machen größere politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen im Kleinen nachvollziehbar. Anhand zahlreicher historischer Bilder und Fotografien wird die wechselvolle Geschichte des Traditionsvereins von der Kaiserzeit bis heute dokumentiert und lässt Erinnerungen aufleben.

    mehr »

  • Toni Morant i Ariño  (València)
    Die Frauen des spanischen Faschismus und ihre trans­nationalen Netzwerke, 1936-1945

    Donnerstag, 19. Oktober 2017, 12:00

    Seminarraum 1
    Institut für Zeitgeschichte, Universitätscampus
    Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

    Als die Stunde des Faschismus 1933 auch in Spanien schlug und die Falange in einem Madrider Theater ge­gründet wurde, waren Frauen zunächst nur Zuseherinnen im Publikum. Sehr bald aber wurden sie zu aktiven, politisch überzeugten Akteurinnen der „Kampfzeit“ vor dem Spanischen Bürgerkrieg. Auf der Suche nach Vorbildern blickten die Spanierinnen mit Kriegsbeginn über natio­nale Grenzen hinaus auf Italien, zunehmend aber auf NS-Deutschland. In der Tradition der (bis dahin männlichen) Netzwerke des transnationalen Faschismus spielten insbesondere ihre Führe­rinnen wie Pilar Primo de Rivera eine Rolle, die gerade für Kriegszeiten und bei faschistisch organi­sierten Frauen eher ungewöhnlich erscheinen mag und bisher kaum systematisch erforscht wurde. mehr »

  • Das Institut für Zeitgeschichte gratuliert Bertrand Perz sehr herzlich zur Berufung zum Universitätsprofessor für Zeitgeschichte nach § 99 Abs. 4 UG.

  • Zur Erfahrungsgeschichte des Nationalsozialismus
    Workshop
    2. Oktober 2017
    10:00 bis 13:00 Uhr
    Aula am Campus, Universität Wien,
    Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien

    „Die Deutschen und der Nationalsozialismus“ heißt eine von Norbert Frei herausgegebene siebenbändige Reihe, die eine Erfahrungsgeschichte der deutschen Gesellschaft im Dritten Reich bietet. Es geht darum, der Lebensrealität der Zeitgenossen möglichst nahe zu kommen und Antworten u.a. auf die Frage zu finden, worin die Attraktivität des Nationalsozialismus lag. Ziel des Workshops ist es, die Reihe – ergänzt um einen Beitrag zu Österreich im Nationalsozialismus – vorzustellen und mit dem Publikum darüber ins Gespräch zu kommen. Am Workshop nehmen teil: Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Birthe Kundrus (Universität Hamburg), Bertrand Perz (Universität Wien) und Sybille Steinbacher (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main). Der Workshop wird von Linda Erker (Universität Wien) moderiert. mehr »