Aktuell

  • Der Zeithistoriker Gerhard Jagschitz ist am Montag 30.7.2018 nach Komplikationen infolge einer Operation im Alter von 77 Jahren in Wien gestorben.

    Der breiteren Öffentlichkeit wurde Jagschitz v. a. als Kommentator der aktuellen Politik und kritischer Analyst der Vergangenheit bekannt. Jagschitz wurde am 27. Oktober 1940 in Wien geboren. An der Universität Wien studierte er Psychologie, Pädagogik, Volkskunde, Ägyptologie, Deutsche Philologie und Geschichte. 1968 wurde er mit einer Dissertation über „Die Jugend des Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß“ promoviert.

    Anschließend war er als Assistent am Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien tätig, wo er sich 1978 habilitierte und 1985 zum Universitätsprofessor für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte ernannt wurde. Zwischen 1994 und 2001 fungierte er als Vorstand des Instituts, 2002 ging Jagschitz in Pension.

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    Gerhard Jagschitz (1940-2018), ein persönlicher Nachruf *) mehr »

  • Mo 2. Juli bis Fr 28. September 2018
    Mo-Do           9.00 bis 15.00 Uhr
    Fr                  9.00 bis 14.00 Uhr

    Zwischen 23.7 und 27.7. bleibt das Institut geschlossen.

    Sprechstunden finden in den Ferien im allgemeinen nur nach Vereinbarung per mail statt.
    Ausnahmen finden Sie auf den persönlichen Seiten der MitarbeiterInnen.

    Wir wünschen Ihnen erholsame Sommertage!

     

  • 05. September 2018 – 07. September 2018
     
    Internationale Tagung:
    1918-1938-2018: Dawn of an authoritarian century?
     
    Veranstalter:
    Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) und Universität Wien

    2018 gedenken Österreich und Deutschland einschneidender Ereignisse der jüngeren Geschichte, die unsere Gesellschaft noch heute beeinflussen. Die Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) und das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien haben sich daher entschlossen, die Ereignisse der Jahre 1918 und 1938, ihre weitreichenden Folgen und mögliche Weichenstellungen für unsere Zukunft im Rahmen einer Tagung kritisch in den Fokus zu nehmen. Der Tagungsort selbst war Teil dieser Geschichte: Schloss Eckartsau, wo Kaiser Karl im November 1918 den Verzicht auf seine Beteiligung an den Regierungsgeschäften in Ungarn unterzeichnete.

    Detailliertes Programm finden Sie unter: http://eckartsau2018.univie.ac.at/programme und hier.

    Registrierung erforderlich.
    VertreterInnen der Presse wenden sich bitte direkt per Mail an die Tagungsorganisation. mehr »

  • Mit großer Trauer schreibe ich diesen Nachruf auf einen bedeutenden Zeithistoriker, der nicht nur Wissenschaftler, sondern auch ein engagierter Demokrat und Akteur der Zivilgesellschaft gewesen ist. Jagschitz gehörte der zweiten Generation der Zeithistoriker in Österreich an und begann seine Karriere als Assistent bei Ludwig Jedlicka 1968 mit einer leider nie publizierten, spannenden Dissertation über  „Die Jugend des Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß“. Sein erstes Buch, mit dem er sich 1978 habilitierte, war dem gescheiterten Putschversuch der Nationalsozialisten 1934 gewidmet.

    1985 wurde er Universitätsprofessor für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte. Zwischen 1994 und 2001 war er überdies ein sehr aktiver Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte.

    Von frühesten Beginn seiner Tätigkeit am Institut für Zeitgeschichte an begann er aber neben seiner umfangreichen und sehr erfolgreichen Lehr- und Forschungstätigkeit eines der bedeutendsten zeitgeschichtlichen Bildarchive in Österreich aufzubauen und engagierte sich intensiv mit Gleichgesinnten an der Institutionalisierung audiovisueller Quellensammlungen. Wichtige Bildbände beispielsweise aus der Sammlung des Starphotographen mehr »

  • Seit dem WS 2016/17 ist der Interdisziplinäre MA „Zeitgeschichte und Medien“ eingerichtet.

    Das Ziel des Masterstudiums Zeitgeschichte und Medien an der Universität Wien ist es, ausgehend von zeithis­torischen Entwicklungen und Fallbeispielen im Bereich internationaler und nationaler Medien im 20. und 21. Jahrhundert einen wissenschaftlich sowohl theoretisch als auch praxisorientierten Zugang zu vielschichtiger und anwendbarer Medienkompetenz zu vermitteln. Auch der Bereich der Wirkungsforschung (Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse, öffentliche gesellschaftliche Debatten etc.) soll Berücksichtigung finden.

    Aufbauend auf Bachelorstudien aus Geschichte, Europä­ische Ethnologie, Judaistik, Politikwissenschaft, Publizis­tik- und Kommunikationswissenschaft, Soziologie oder Theater-, Film- und Medienwissenschaft sind Absolven­tinnen und Absolventen des Masterstudiums Zeit­geschichte und Medien an der Universität Wien be­fähigt, in einschlägigen Berufsfeldern (forschungsgeleite­ter Kultur- und Wissenschaftsjournalismus, Public History, angewandter Museologie, Projektmanagement, Politik- und Medienberatung etc.) tätig zu sein.

    Studienplan 2016 im Mitteilungsblatt der Universität Wien

    Aktualisierte Fassung: Studienplan 2018 (Dieses Curriculum gilt für alle Studierenden, die ab WS 2019/20 beginnen)

    NEU: Ab dem mehr »

  • Montag, 25. Juni 2018, 19:00 Uhr
    „Alte Kapelle“ Institut für Ethik und Recht in der Medizin
    Campus der Universität Wien, Hof 2, Tür 2.8, Spitalgasse 2–4, 1090 Wien
    Universität und Politik in Österreich
    Als Erika Weinzierl im Juni 1968 ihre Antrittsvorlesung als ordentliche Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Salzburg unter dem Titel „Universität und Politik in Österreich“ hielt, tat sie dies in politisch bewegten Zeiten. Aus Anlass dieses runden Jubiläums und dem Anliegen, das Erbe der Historikerin und Intellektuellen zu bewahren, veranstaltet das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien eine Podiumsdiskussion, um ganz in Weinzierls Sinne die Gegenwart und Zukunft der Beziehungsverhältnisse von Universität und Politik gemeinsam mit ExpertInnen auszuloten. mehr »

  • Berufungsverfahren / Vortragsreihe “Zeitgeschichte – Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung“

    Ort: Hörsaal 2 im Tiefparterre im Hauptgebäude der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsring 1

    Donnerstag, 21.06.2018

    09:00h
    Prof. Dr. Boris BARTH
    „Von der Demokratie zur Diktatur. Ein europäischer Vergleich“

    11:00h
    Prof. Dr. Isabel HEINEMANN
    „Die Familie als Relais der nationalsozialistischen In- und Exklusionspolitik. “

    14:00h
    Ass. Prof. Dr. Alexander KORB
    „Der Holocaust und die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Heraus-forderungen und Forschungsperspektiven.“

    16:00h
    PD Dr. Kerstin v. LINGEN
    „Disziplinieren und Strafen im „Großdeutschen Reich“: NS-Ordnungsvorstellungen und Besatzungskonzepte am Beispiel Südtirol, 1943-45“

    Freitag, 22.06.2018

    09:00h
    Univ.-Prof. Dieter POHL
    „Das dunkle Vierteljahrhundert: Eine globale Perspektive auf den Nationalsozialismus in der Massengewalt von 1927 bis 1953“

    11:00h
    PD Dr. Daniel SIEMENS
    „Die United Restitution Organization (URO): Eine Globalgeschichte von Recht und Politik nach dem Holocaust, 1948-2009“

  • Mo 11. Juni.2018, 18.00 Uhr
    Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1
    Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien

    E.K. Winter (1895-1959) gilt allgemein als Soziologe und Politiker, wenig bis gar nicht als Historiker. Ist er ein Historiker? Promoviert hat er in Rechts- und Staatswissenschaften, weder in Geschichte, noch in Zeitgeschichte.

    E.K. Winter verfolgte sein Leben lang ein politisches Ziel, eine „Idee“ im Sinne der Ideenlehre Platons. Es war die „österreichische Idee“, die Suche nach der österreichischen Identität der Menschen seiner Heimat, ihrer Nation, ihres Staates. Umgeben, gefangen von der damalig herrschenden deutschnationalen Ideologie versuchte er sein Leben lang, „das Österreichische“ zu umreißen. Dafür bemühte er sich unermüdlich um eine neue, „österreichische“ Geschichtsauffassung. mehr »